Vicchinna Aupasana Agni Sandhana

Aus Yogawiki

Vicchinna Aupasana Agni Sandhana – Wiederaufnahme des unterbrochenen häuslichen Feuerdienstes. Vicchinna Aupasana Agni Sandhana gibt einem Ehepaar einen geordneten Neubeginn, wenn sein tägliches Aupasana-Feueropfer längere Zeit unterbrochen wurde. Die ausgefallenen Morgen- und Abendgaben werden anerkannt, das Feuer wird neu errichtet und durch besondere Gaben wieder mit der fortdauernden Hauspraxis verbunden. Im Mittelpunkt steht das Bild eines gerissenen Fadens, der erneut angeknüpft wird.

Die folgende Anleitung folgt dem Apastamba Purva Prayoga von Srirama Ramanujachari in seiner Shri-Vaishnava-Fassung. Agni Sandhana wird bei einem tatsächlichen Neubeginn vollzogen; es ist weder das tägliche Aupasana selbst noch die erstmalige Einrichtung des Ehefeuers bei der Hochzeit.

Vorbereitung

Der Yajamana führt den Ritus gemeinsam mit seiner Ehefrau aus, begleitet von einem Purohita, der die Apastamba-Überlieferung beherrscht. Geeignet ist der bestehende häusliche Feuerplatz oder ein anderer dafür eingerichteter sicherer Platz. Der Termin wird mit der Ritualleitung so gewählt, dass danach die regelmäßige Praxis wieder aufgenommen werden kann; das Kapitel schreibt keinen jährlichen Festtag vor.

Bereite Homa Kunda, trockene kleine Brennhölzer, ein Bündel von zwölf Opferhölzern, drei Begrenzungshölzer, Reismehl, Bindfaden für das Holzbündel, Darbha-Gras, Grasring, Reis, Blüten, Trink- und Besprengwasser, Auffangschalen, zwei Opferlöffel, Pranita Patra, Ghee (bzw. als ausdrücklich heutige Anpassung Pflanzenöl), eine sichere Feuerschale und Zange vor. Eine zweite ritualkundige Person kann die Brahma-Aufgabe übernehmen; sonst sieht die Quelle einen symbolischen Sitz vor. Für die Ehrengaben werden Dakshina, etwas Gold oder eine angemessene Geldgabe und zur Weitergabe bestimmte Homa-Materialien bereitgelegt. Die Größe der Gaben richtet sich nach den Möglichkeiten.

Die Handlungen am Feuer werden ausschließlich an einem dafür geeigneten belüfteten Ort auf feuerfester Unterlage ausgeführt; Löschmittel bleiben erreichbar. Die Opferfettgaben sind klein. Die Erneuerung der Ritualpflicht verlangt kein unbeaufsichtigtes Weiterbrennen. Die anschließende Betreuung des Feuers wird mit dem kundigen Hauspriester vereinbart. Sanskrit wird ohne vedische Tonzeichen wiedergegeben; die Aussprache und Tonführung werden von der Ritualleitung übernommen.

Durchführung

1. Sich sammeln und Wasser nehmen
Setze dich nach dem Waschen in sauberer Kleidung mit dem Gesicht nach Osten. Nimm beim Achamana mit jedem der drei Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser aus der rechten Hand. Wasche anschließend die Hand. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht trinken kann, berührt die Lippen mit sauberem Wasser; dies ist eine praktische Anpassung.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Unwandelbaren, dem Unendlichen und Govinda, dem Beschützer der Lebewesen.

2. Die Versammlung um Zustimmung bitten
Nach dem Waschen von Händen und Füßen legt der Yajamana den Pavitra-Ring an und nimmt Akshata auf. Er gibt der versammelten Lehrgemeinschaft Akshata und eine Ehrengabe.

sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ |

Übersetzung: Verehrung allen Shri Vaishnavas.

aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇāṃ yathoktadakṣiṇātvena svīkṛtya āvayor vicchinnaupāsanāgnisandhānaṃ kartuṃ yogyatāsiddhir astv iti bhavanto mahānto 'nugṛhṇantu ||

Übersetzung: Ehrwürdige Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte goldene Ehrengabe an. Gewährt uns euren Segen, dass wir die Wiederherstellung unseres unterbrochenen Aupasana-Feuers würdig vollziehen können.

Die Versammlung antwortet:

tathāstu | yogyatāsiddhir astu ||

Übersetzung: So sei es. Die Befähigung möge gelingen.

3. Den göttlichen Beistand vergegenwärtigen
Sprich die beiden im Kapitel vorgeschriebenen Betrachtungen. Der zweite Vers richtet sich an Vishvaksena, den Hüter der göttlichen Ordnung.

śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam | prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

Übersetzung: Man vergegenwärtige den weiß Gekleideten, alles Durchdringenden, Mondfarbenen, Vierarmigen mit freundlichem Gesicht, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.

yasya dviradavaktrādyāḥ pāriṣadyāḥ paraḥśatam | vighnaṃ nighnanti satataṃ viṣvaksenaṃ tam āśraye ||

Übersetzung: Ich nehme Zuflucht zu Vishvaksena, dessen Hunderte von Gefolgsleuten, beginnend mit dem Elefantengesichtigen, beständig Hindernisse beseitigen.

4. Den gemeinsamen Neubeginn erklären
Sprich den Sankalpa und danach die zweite Erklärung für beide Ehepartner.

asyāṃ śubhatithau śrībhagavadājñayā bhagavatkaiṅkaryarūpeṇa vicchinnaupāsanāgnisandhānaṃ kariṣye ||

Übersetzung: An diesem guten Tag werde ich auf Geheiß des Herrn und als Dienst an ihm das unterbrochene Aupasana-Feuer wiederherstellen.

āvayor aupāsanāgnim ādhāsye vicchinnasandhānārtham ||

Übersetzung: Unser beider Aupasana-Feuer werde ich errichten, um die Unterbrechung zu überbrücken.

5. Den Feuerboden ordnen
Glätte den gereinigten Boden des Homa Kunda und bestreue ihn mit etwas Reismehl. Ziehe mit dem Stiel des Opferlöffels drei Linien von Westen nach Osten und drei kreuzende Linien von Süden nach Norden. Nimm mit Daumen und Zeigefinger eine kleine Prise aus der Mitte und lege sie südwestlich außerhalb ab. Besprenge den Boden mit einer wassergetauchten Blüte. Für diese Handlungen schreibt die Apastamba-Fassung keine zusätzlichen Mantras vor.

6. Agni errichten
Lege kleine trockene Hölzer in den Kunda. Entzünde die Flamme in einer dafür geeigneten standsicheren Metallschale, führe sie behutsam dreimal im Uhrzeigersinn um den Feuerplatz und übertrage sie auf das Holz. Sprich den Vers aus dem Purusha Sukta und die Errichtungsformel.

candramā manaso jātaś cakṣoḥ sūryo ajāyata | mukhād indraś cāgniś ca prāṇād vāyur ajāyata ||

Übersetzung: Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne. Aus seinem Mund entstanden Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | aupāsanāgnim sthāpayāmi ||

Übersetzung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Ich errichte das häusliche Aupasana-Feuer.

Besprenge die benutzte Feuerschale mit Wasser und Reiskörnern. Nähre die Flamme mit kleinen Hölzern. Lege Darbhagras in drei Lagen um den Kunda: im Osten und Westen zeigen die Spitzen nach Norden, im Süden und Norden nach Osten. Nördlich des Feuers liegen auf einer Grasunterlage paarweise und zunächst mit der Öffnung nach unten die Opferlöffel, das Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl), das Besprenggefäß und das Pranita-Gefäß. Daneben liegt ein mit einem Faden zusammengehaltenes Bündel von zwölf kleinen Opferhölzern; der Faden wird vor dem Einlegen entfernt.

7. Die Brahma-Aufgabe übertragen
Bitte eine zweite ritualkundige Person, als Brahma auf dem Sitz südlich des Feuers Platz zu nehmen. Sprich dafür die erste Formel. Wenn keine zweite Person diese Rolle übernimmt, lege gemäß der Quellenalternative eine Blüte oder ein Darbha-Bündel auf den Sitz und sprich die zweite Formel zur stellvertretenden Anrufung Brahmas.

asmin homakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |

Übersetzung: Für diese Feuerhandlung wähle ich dich als Brahma, den beaufsichtigenden Ritualkundigen.

oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Übersetzung: Om Kham, Verehrung Brahma. Die Verehrung sei durch alle Darbringungen vollzogen.

8. Wasser, Opferfett und Löffel vorbereiten
Fülle das Besprenggefäß und führe zwei unbeschädigte, etwa eine Handspanne lange Darbha-Spitzen durch das Wasser. Gieße es in das Pranita-Gefäß und fülle das Besprenggefäß erneut. Lege eine Blüte und etwas Akshata ins Pranita-Gefäß; ehre Varuna darin mit der folgenden Formel.

oṃ varuṇāya namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Varuna.

Prüfe das Ghee (bzw. Pflanzenöl) auf Fremdkörper. Führe einen aus zwei Darbha-Halmen gebildeten Reinigungsring durch das Opferfett, löse seinen Knoten und gib die Halme ins Feuer. Nimm mit einer Zange etwas Glut in eine sichere Schale südöstlich heraus und wärme darüber das Fettgefäß. Führe einen brennenden dünnen Span darum, ohne das Fett zu entzünden. Zeige die Dhenu Mudra: Linker kleiner Finger berührt rechten Ringfinger, rechter kleiner Finger den linken Ringfinger, linker Zeigefinger den rechten Mittelfinger und rechter Zeigefinger den linken Mittelfinger; die Daumen berühren sich. Halte die so verbundenen Fingerpaare wie ein Euter über das Gefäß. Stelle es sicher ab und bringe die Glut zurück. Wärme die Opferlöffel über der Flamme, streife sie mit Darbha ab, wärme sie nochmals, besprenge sie mit Wasser und lege sie rechts bereit. Lege je ein handspannenlanges Begrenzungsholz südlich, westlich und nördlich des Feuers.

9. Die Zustimmung zum Feuerdienst erbitten
Besprenge den äußeren Rand des Kunda in der angegebenen Reihenfolge. Das Wasser kommt neben die Feuerstelle, nicht auf die Flammen.

oṃ adite 'numanyasva |

Übersetzung: Im Süden: Aditi, erteile deine Zustimmung.

oṃ anumate 'numanyasva |

Übersetzung: Im Westen: Anumati, erteile deine Zustimmung.

oṃ sarasvate 'numanyasva |

Übersetzung: Im Norden: Sarasvati, erteile deine Zustimmung.

oṃ deva savitaḥ prasuva |

Übersetzung: Ringsum: Göttlicher Savitar, setze die Handlung in Bewegung.

10. Agni im Herzen und im Feuer betrachten
Vergegenwärtige den Laut Ram im Herzen und betrachte Agni in seiner im Vers beschriebenen Gestalt.

oṃ raṃ agnaye namaḥ |

Übersetzung: Om Ram, Verehrung Agni.

meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam | dviśīrṣaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam |
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā | abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||

Übersetzung: Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit gekrümmten Gliedern, versehen mit dem Wissen aller Geburten: zweiköpfig, siebenhändig, dreifüßig und siebenzüngig. Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und das Gefäß mit Ghee in der linken Hand.

catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

Übersetzung: Vier Hörner, drei Füße, zwei Köpfe und sieben Hände hat er. Dreifach gebunden brüllt der Stier; der große Gott ist in die Sterblichen eingegangen. Er durchdringt alle Richtungen, ist zuerst geboren und im Inneren des Keimes gegenwärtig. Er ist das Geborene und das künftig Geborene; jedem zugewandt steht er da. Agni, göttliches Feuer, wende dich mir freundlich zu.

11. Richtungen und Feuerkräfte ehren
Lege an den acht Richtungsstellen je etwas Akshata oder eine Blüte nieder: Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden, Nordosten. Sprich zuerst die acht Richtungsnamen, dann in derselben Reihenfolge die acht Feueraspekte.

oṃ indrāya namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Indra.

oṃ agnaye namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Agni.

oṃ yamāya namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Yama.

oṃ nirṛtaye namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Nirriti.

oṃ varuṇāya namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Varuna.

oṃ vāyave namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Vayu.

oṃ somāya namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Soma.

oṃ īśānāya namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Ishana.

oṃ agnaye namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung Agni.

oṃ jātavedase namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung dem Kenner der Geburten.

oṃ sahojase namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung dem Machtvollen.

oṃ ajirāprabhave namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung dem rasch Aufleuchtenden.

oṃ vaiśvānarāya namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung dem allen Menschen Zugehörigen.

oṃ naryāpase namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung dem für die Menschen Wirkenden.

oṃ paṅktirādhase namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden.

oṃ visarpiṇe namaḥ |

Übersetzung: Om, Verehrung dem Sich-Ausbreitenden.

oṃ yajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ | sarvebhyo mahājanebhyo namaḥ ||

Übersetzung: Om, Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Selbst und allen ehrwürdigen Anwesenden.

12. Das Opferholz einlegen
Stehe auf, wende dich zum Brahma-Sitz und sprich die erste Formel. Die Brahma-Person antwortet. Beim symbolischen Sitz führt die Ritualleitung den kurzen Dialog aus. Entferne den Faden vom Bündel und lege die zwölf Hölzer behutsam ein.

asmin homakarmaṇi brahman idhmam ādhāsye | ādhatsva ||

Übersetzung: Brahman, in dieser Feuerhandlung werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

13. Die ersten Fettgaben darbringen
Setze dich wieder. Gib einen dünnen Strahl Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Prajapati, nach der Richtungsangabe dieses Handbuchs von Nordosten nach Südosten, und einen zweiten für Indra von Südwesten nach Nordosten. Bei jeder Formel erfolgt die Gabe auf Svaha; „nicht mein“ gibt den Besitzanspruch auf die Gabe frei. Danach folgen je eine kleine Anteilsgabe an Agni und Soma.

oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Prajapati sei diese Gabe dargebracht. Dies gilt Prajapati, nicht mir.

oṃ indrāya svāhā | indrāya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Indra sei diese Gabe dargebracht. Dies gilt Indra, nicht mir.

oṃ agnaye svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Agni sei diese Gabe dargebracht. Dies gilt Agni, nicht mir.

oṃ somāya svāhā | somāya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Soma sei diese Gabe dargebracht. Dies gilt Soma, nicht mir.

14. Die drei Welten und die vorbereitende Bereinigung
Bringe die drei kleinen Fettgaben im südlichen, nördlichen und mittleren Feuerteil dar.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Erde – Agni: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Zwischenraum – Vayu: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Himmel – Surya: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

Sprich den Vorsatz auf Deutsch: „Für mögliche Fehler seit dem Beginn dieser Feuerhandlung bis jetzt bringe ich die bereinigende Gabe dar.“ Gib danach eine weitere kleine Fettgabe in die Mitte und berühre sauberes Wasser.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Svaha. Dies gilt Prajapati, nicht mir.

15. Das wiedererrichtete Feuer bestätigen
Sprich den Vorsatz und gib danach vier kleine Fettgaben. Die ersten drei gehen in den südlichen, nördlichen und mittleren Feuerteil; die vierte ebenfalls in die Mitte.

agnisiddhyarthaṃ vyāhṛtihomaṃ kariṣye |

Übersetzung: Zur Bestätigung des Feuers werde ich das Opfer mit den Weltenrufen vollziehen.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Erde – Agni: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Zwischenraum – Vayu: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Himmel – Surya: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Svaha. Dies gilt Prajapati, nicht mir.

16. Die ausgelassenen Morgen- und Abendgaben anerkennen
Sprich den Vorsatz und bringe anschließend mit jedem der drei folgenden Mantras eine kleine Fettgabe bei „Svaha“ dar.

hariḥ oṃ tat sat | anekakālasāyaṃprātaraupāsanākaraṇaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi ||

Übersetzung: Hari Om Tat Sat. Zur Bereinigung der über längere Zeit ausgelassenen morgendlichen und abendlichen Aupasana-Pflicht werde ich die umfassende bereinigende Gabe darbringen.

anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu | agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Was beim Opfer unwissentlich und wissentlich verkehrt getan wird, Agni, bringe es in Ordnung; du weißt, wie es richtig ist. Svaha. Dies gilt Agni, nicht mir.

puruṣasammito yajño yajñaḥ puruṣasammitaḥ | agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Das Opfer ist am Purusha gemessen; das Opfer entspricht dem Purusha. Agni, bringe es in Ordnung; du weißt, wie es richtig ist. Svaha. Dies gilt Agni, nicht mir.

yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ | agniṣ ṭad hotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Was die Sterblichen mit unreifem Geist und begrenzter Kraft vom Opfer nicht verstehen: Agni, der wissende Darbringer und Kenner des Vollzugs, möge es den Göttern in rechter Weise darbringen. Svaha. Dies gilt Agni, nicht mir.

17. Die im Kapitel anstelle des Fastens vorgesehene Gabe
Das Handbuch bestimmt für diesen Vollzug eine Ayas-Agni-Gabe als Alternative zum Fasten. Sprich ihren Vorsatz und bringe eine kleine Fettgabe dar.

upavāsavikalpena coditam ayāśca homaṃ kariṣye |

Übersetzung: Ich werde das anstelle des Fastens vorgesehene Ayashcha-Feueropfer vollziehen.

ayāś cāgne 'sy anabhiśastīś ca satyam it tvam ayā asi | ayasā manasā dhṛto 'yasā havyam ūhiṣe 'yā no dhehi bheṣajaṃ svāhā | agnaye ayase idaṃ na mama ||

Übersetzung: Agni, du bist Beistand und Unangreifbarkeit; wahrhaft bist du Beistand. Durch die Kraft des Sinnens getragen bringst du die Opfergabe. Gewähre uns heilende Hilfe. Svaha. Dies gilt Agni als Beistand, nicht mir.

18. Die unterbrochene Verbindung erneuern
Bringe zu jedem der folgenden fünf Mantras eine kleine Fettgabe dar. Die Verse verbinden Wiederentzünden, innere Sammlung, erneuerte Kraft, Sehfähigkeit und den wieder aufgenommenen Faden des Rituals.

punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatāṃ punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ | ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ svāhā | agnaye vasunīthāya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Wieder mögen dich die Adityas, Rudras, Vasus und Brahmanen mit ihren Opfern entzünden, du Gutes Bringender. Stärke deinen Leib mit Ghee. Die Wünsche des Opfernden mögen wahr werden. Svaha. Dies gilt Agni, dem Gutes Bringenden, nicht mir.

mano jyotir juṣatām ājyaṃ vicchinnaṃ yajñaṃ sam imaṃ dadhātu | yā iṣṭā uṣaso nimrucaś ca tāḥ saṃ dadhāmi haviṣā ghṛtena svāhā | manase jyotiṣe idaṃ na mama ||

Übersetzung: Das Licht des Geistes möge die Buttergabe annehmen und dieses unterbrochene Opfer wieder zusammenfügen. Die einst verehrten Morgen- und Abendzeiten verbinde ich wieder mit der Opfergabe aus Ghee. Svaha. Dies gilt dem Licht des Geistes, nicht mir.

yan ma ātmano mindābhūd agnis tat punar āhār jātavedā vicarṣaṇiḥ svāhā | agnaye jātavedase idaṃ na mama ||

Übersetzung: Was an mir geschwächt wurde, möge Agni, der Kenner der Geburten und auf die Menschen Schauende, zurückbringen. Svaha. Dies gilt Agni Jatavedas, nicht mir.

punar agniś cakṣur adāt punar indro bṛhaspatiḥ | punar me aśvinā yuvaṃ cakṣur ādhattam akṣyoḥ svāhā | agnīndrabṛhaspatyaśvibhya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Wieder gab Agni Sehfähigkeit, wieder Indra und Brihaspati. Ihr beiden Ashvins, legt mir erneut Sehfähigkeit in die Augen. Svaha. Dies gilt Agni, Indra, Brihaspati und den Ashvins, nicht mir.

tantuṃ tanvan rajaso bhānum anv ihi jyotiṣmataḥ patho rakṣa dhiyā kṛtān | anulbaṇaṃ vayata joguvām apo manur bhava janayā daivyaṃ janaṃ svāhā | agnaye tantumate idaṃ na mama ||

Übersetzung: Den Faden fortspinnend folge dem Licht des Raumes; beschütze die leuchtenden, durch Einsicht geschaffenen Wege. Webt ein unverknotetes Werk. Werde Manu, bringe das göttliche Volk hervor. Svaha. Dies gilt Agni, dem Träger des Fadens, nicht mir.

19. Fehler während der Wiederherstellung bereinigen
Sprich den Vorsatz. Gib dann die drei kleinen Fettgaben für die Welten: Süden, Norden und Mitte.

asmin agnisandhānahomakarmaṇi madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi ||

Übersetzung: Zur Bereinigung aller möglicherweise während dieser Feuerwiederherstellung aufgetretenen Fehler werde ich die umfassende bereinigende Gabe darbringen.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Erde – Agni: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Zwischenraum – Vayu: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Himmel – Surya: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

Wiederhole den eben gesprochenen Vorsatz. Die Quelle setzt nun die drei bereinigenden Verse erneut an; sprich jeden vollständig und gib jeweils eine kleine Fettgabe.

anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu | agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Was beim Opfer unwissentlich und wissentlich verkehrt getan wird, Agni, bringe es in Ordnung; du weißt, wie es richtig ist. Svaha. Dies gilt Agni, nicht mir.

puruṣasammito yajño yajñaḥ puruṣasammitaḥ | agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Das Opfer ist am Purusha gemessen; das Opfer entspricht dem Purusha. Agni, bringe es in Ordnung; du weißt, wie es richtig ist. Svaha. Dies gilt Agni, nicht mir.

yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ | agniṣ ṭad hotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Was die Sterblichen mit unreifem Geist und begrenzter Kraft vom Opfer nicht verstehen: Agni, der wissende Darbringer und Kenner des Vollzugs, möge es den Göttern in rechter Weise darbringen. Svaha. Dies gilt Agni, nicht mir.

20. Varuna und Agni um Wohlwollen bitten
Bringe bei jeder der folgenden fünf Formeln eine kleine Fettgabe dar.

imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake svāhā | varuṇāya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig. Hilfesuchend wende ich mich an dich. Svaha. Dies gilt Varuna, nicht mir.

tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ | aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ svāhā | varuṇāya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Mit heiligem Wort verehrend nahe ich dir; dies erbittet der Opfernde durch seine Gaben. Sei hier ohne Zorn gegenwärtig, Varuna, du weithin Gepriesener; nimm uns nicht unsere Lebenszeit. Svaha. Dies gilt Varuna, nicht mir.

tvaṃ no agne varuṇasya vidvān devasya heḍo 'va yāsiṣīṣṭhāḥ | yajiṣṭho vahnitamaḥ śośucāno viśvā dveṣāṃsi pra mumugdhy asmat svāhā | agnivaruṇābhyām idaṃ na mama ||

Übersetzung: Agni, du kennst Varuna; wende den Zorn des Gottes von uns ab. Als würdigster Darbringer, bester Träger und hell Leuchtender löse alle Feindschaft von uns. Svaha. Dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.

sa tvaṃ no agne 'vamo bhavotī nediṣṭho asyā uṣaso vyuṣṭau | ava yakṣva no varuṇaṃ rarāṇo vīhi mṛḍīkaṃ suhavo na edhi svāhā | agnivaruṇābhyām idaṃ na mama ||

Übersetzung: Sei uns hilfreich und ganz nahe, Agni, wenn diese Morgenröte aufleuchtet. Gewinne Varuna freundlich für uns, nimm das Erbarmen an und sei für uns leicht anzurufen. Svaha. Dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.

tvam agne ayāsy ayā san manasā hitaḥ | ayā san havyam ūhiṣe ayā no dhehi bheṣajaṃ svāhā | agnaye ayase idaṃ na mama ||

Übersetzung: Du bist Beistand, Agni, als Beistand im Geist gegenwärtig. Als Beistand trägst du die Opfergabe; gewähre uns heilende Hilfe. Svaha. Dies gilt Agni als Beistand, nicht mir.

21. Die abschließenden sechs Gaben
Gib die vier Welten-Gaben und danach die beiden Gaben an Vishnu und Rudra.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Erde – Agni: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Zwischenraum – Vayu: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Himmel – Surya: Die Gabe sei dargebracht; sie ist nicht mein.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Svaha. Dies gilt Prajapati, nicht mir.

oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmane idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, dem ehrwürdigen Vishnu sei die Gabe. Dies gilt Vishnu als höchstem Selbst, nicht mir.

oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataye idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, Rudra, dem Herrn der Lebewesen, sei die Gabe. Dies gilt Rudra Pashupati, nicht mir.

22. Die göttliche Zustimmung bestätigen
Führe einmal den erlernten Pranayama aus. Rezitiere die Atemformel innerlich; halte den Atem nur nach deiner Unterweisung und ohne Druck an.

oṃ bhūḥ oṃ bhuvaḥ oṃ suvaḥ oṃ mahaḥ oṃ janaḥ oṃ tapaḥ oṃ satyam |
oṃ tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi dhiyo yo naḥ pracodayāt |
oṃ āpo jyotī raso 'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ ||

Übersetzung: Om: die sieben Welten. Wir meditieren über Savitars erwählenswerten göttlichen Glanz; er möge unsere Einsicht anregen. Wasser, Licht, Saft, Unsterblichkeit und Brahman, Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.

Besprenge den äußeren Feuerboden im Süden, Westen, Norden und zuletzt ringsum mit den vier Formeln.

adite 'nvamaṃsthāḥ |

Übersetzung: Aditi, du hast zugestimmt.

anumate 'nvamaṃsthāḥ |

Übersetzung: Anumati, du hast zugestimmt.

sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |

Übersetzung: Sarasvati, du hast zugestimmt.

deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

Übersetzung: Göttlicher Savitar, du hast die Handlung in Bewegung gesetzt.

23. Den abschließenden Fettstrom darbringen
Lass zur Vasordhara einen dünnen zusammenhängenden Strom Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer fließen. Beende die Gabe bei „Svaha“ und sprich danach die Widmung.

oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi | sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā | agnaye saptavate idaṃ na mama ||

Übersetzung: Om, sieben sind deine Opferhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben deine geliebten Stätten. Sieben Opferdienste verehren dich siebenfach. Fülle deine sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Svaha. Dies gilt dem siebenfachen Agni, nicht mir.

24. Den Neubeginn durch eine Gabe bekräftigen
Übergib die bereitgelegten Homa-Materialien und die angemessene Gold- oder Geldgabe an die mitwirkenden Brahmanen. Sprich die folgende Erklärung; die tatsächlich übergebene Gabe wird dabei benannt.

hariḥ oṃ tat sat | anekakālasāyaṃprātaraupāsanākaraṇaprāyaścittārthaṃ homadravyadānaṃ yatkiñcid hiraṇyadānaṃ ca nānāgotrebhyo brāhmaṇebhyas tebhyas tebhyaḥ sampradade | namaḥ | na mama ||

Übersetzung: Hari Om Tat Sat. Zur Bereinigung der über längere Zeit ausgelassenen Morgen- und Abendpflicht übergebe ich den Brahmanen ihrer jeweiligen Seherlinien Homa-Materialien und eine Goldgabe nach meinen Möglichkeiten. Verehrung; sie ist nicht mein.

Abschluss und Bedeutung

Verneige dich vor den Mitwirkenden und vereinbare die nächste Morgen- oder Abenddarbringung. Die Wiederherstellung mündet in die fortgesetzte Aupasana-Praxis; der besondere Ritus wird nicht täglich wiederholt. Die Ritualleitung beendet die vorübergehend eingerichteten Arbeitsplätze, reinigt die Gefäße und sorgt für die sichere weitere Betreuung des häuslichen Feuers. Der erneuerte Faden soll auch im Alltag erkennbar werden: durch eine realistisch gewählte, zuverlässig eingehaltene Praxis.

Sanskrit in Devanagari

Die Reihenfolge entspricht der Durchführung. Die Lautfolge ist ohne vedische Tonhöhenzeichen wiedergegeben; die mündlich erlernte Rezitationsweise bleibt maßgeblich.

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

सर्वेभ्यः श्रीवैष्णवेभ्यो नमः ।

अशेष हे परिषद् भवत्पादमूले मया समर्पिताम् इमां सौवर्णीं यत्किञ्चिद् दक्षिणां यथोक्तदक्षिणात्वेन स्वीकृत्य आवयोर् विच्छिन्नौपासनाग्निसन्धानं कर्तुं योग्यतासिद्धिर् अस्त्व् इति भवन्तो महान्तो ऽनुगृह्णन्तु ॥

तथास्तु । योग्यतासिद्धिर् अस्तु ॥

शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् । प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥

यस्य द्विरदवक्त्राद्याः पारिषद्याः परःशतम् । विघ्नं निघ्नन्ति सततं विष्वक्सेनं तम् आश्रये ॥

अस्यां शुभतिथौ श्रीभगवदाज्ञया भगवत्कैङ्कर्यरूपेण विच्छिन्नौपासनाग्निसन्धानं करिष्ये ॥

आवयोर् औपासनाग्निम् आधास्ये विच्छिन्नसन्धानार्थम् ॥

चन्द्रमा मनसो जातश् चक्षोः सूर्यो अजायत । मुखाद् इन्द्रश् चाग्निश् च प्राणाद् वायुर् अजायत ॥

ॐ भूर् भुवः सुवः । औपासनाग्निम् स्थापयामि ॥

अस्मिन् होमकर्मणि ब्रह्माणं त्वां वृणे ।

ॐ खं ब्रह्मणे नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

ॐ वरुणाय नमः ।

ॐ अदिते ऽनुमन्यस्व ।

ॐ अनुमते ऽनुमन्यस्व ।

ॐ सरस्वते ऽनुमन्यस्व ।

ॐ देव सवितः प्रसुव ।

ॐ रं अग्नये नमः ।

मेषारूढं च वक्राङ्गं जातवेदसमन्वयम् । द्विशीर्षं सप्तहस्तं त्रिपादं सप्तजिह्वकम् ।
वरदं शक्तिपाणिं च बिभ्राणं स्रुक्स्रुवौ तथा । अभीतिदं चर्मधरं वामे चाज्यधरं करे ॥

चत्वारि शृङ्गा त्रयो ऽस्य पादा द्वे शीर्षे सप्त हस्तासो ऽस्य ।
त्रिधा बद्धो वृषभो रोरवीति महो देवो मर्त्यान् आविवेश ।
एष हि देवः प्रदिशो ऽनु सर्वाः पूर्वो हि जातः स उ गर्भे अन्तः ।
स विजायमानः स जनिष्यमाणः प्रत्यङ्मुखास् तिष्ठति विश्वतोमुखः ।
हे अग्ने प्राङ्मुखो देव ममाभिमुखो भव ॥

ॐ इन्द्राय नमः ।

ॐ अग्नये नमः ।

ॐ यमाय नमः ।

ॐ निरृतये नमः ।

ॐ वरुणाय नमः ।

ॐ वायवे नमः ।

ॐ सोमाय नमः ।

ॐ ईशानाय नमः ।

ॐ अग्नये नमः ।

ॐ जातवेदसे नमः ।

ॐ सहोजसे नमः ।

ॐ अजिराप्रभवे नमः ।

ॐ वैश्वानराय नमः ।

ॐ नर्यापसे नमः ।

ॐ पङ्क्तिराधसे नमः ।

ॐ विसर्पिणे नमः ।

ॐ यज्ञपुरुषाय नमः । ॐ आत्मने नमः । सर्वेभ्यो महाजनेभ्यो नमः ॥

अस्मिन् होमकर्मणि ब्रह्मन् इध्मम् आधास्ये । आधत्स्व ॥

ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतये इदं न मम ॥

ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्राय इदं न मम ॥

ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

ॐ सोमाय स्वाहा । सोमाय इदं न मम ॥

ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ॥

ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥

ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतये इदं न मम ॥

अग्निसिद्ध्यर्थं व्याहृतिहोमं करिष्ये ।

ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ॥

ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥

ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतये इदं न मम ॥

हरिः ॐ तत् सत् । अनेककालसायंप्रातरौपासनाकरणप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ॥

अनाज्ञातं यद् अज्ञातं यज्ञस्य क्रियते मिथु । अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

पुरुषसम्मितो यज्ञो यज्ञः पुरुषसम्मितः । अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

यत् पाकत्र मनसा दीनदक्षा न यज्ञस्य मन्वते मर्तासः । अग्निष् टद् होता क्रतुविद् विजानन् यजिष्ठो देवान् क्रतुशो यजाति स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

उपवासविकल्पेन चोदितम् अयाश्च होमं करिष्ये ।

अयाश् चाग्ने ऽस्य् अनभिशस्तीश् च सत्यम् इत् त्वम् अया असि । अयसा मनसा धृतो ऽयसा हव्यम् ऊहिषे ऽया नो धेहि भेषजं स्वाहा । अग्नये अयसे इदं न मम ॥

पुनस् त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धतां पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः । घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः स्वाहा । अग्नये वसुनीथाय इदं न मम ॥

मनो ज्योतिर् जुषताम् आज्यं विच्छिन्नं यज्ञं सम् इमं दधातु । या इष्टा उषसो निम्रुचश् च ताः सं दधामि हविषा घृतेन स्वाहा । मनसे ज्योतिषे इदं न मम ॥

यन् म आत्मनो मिन्दाभूद् अग्निस् तत् पुनर् आहार् जातवेदा विचर्षणिः स्वाहा । अग्नये जातवेदसे इदं न मम ॥

पुनर् अग्निश् चक्षुर् अदात् पुनर् इन्द्रो बृहस्पतिः । पुनर् मे अश्विना युवं चक्षुर् आधत्तम् अक्ष्योः स्वाहा । अग्नीन्द्रबृहस्पत्यश्विभ्य इदं न मम ॥

तन्तुं तन्वन् रजसो भानुम् अन्व् इहि ज्योतिष्मतः पथो रक्ष धिया कृतान् । अनुल्बणं वयत जोगुवाम् अपो मनुर् भव जनया दैव्यं जनं स्वाहा । अग्नये तन्तुमते इदं न मम ॥

अस्मिन् अग्निसन्धानहोमकर्मणि मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ॥

ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ॥

ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥

अनाज्ञातं यद् अज्ञातं यज्ञस्य क्रियते मिथु । अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

पुरुषसम्मितो यज्ञो यज्ञः पुरुषसम्मितः । अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

यत् पाकत्र मनसा दीनदक्षा न यज्ञस्य मन्वते मर्तासः । अग्निष् टद् होता क्रतुविद् विजानन् यजिष्ठो देवान् क्रतुशो यजाति स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्या च मृडय । त्वाम् अवस्युर् आ चके स्वाहा । वरुणाय इदं न मम ॥

तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आ शास्ते यजमानो हविर्भिः । अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्रमोषीः स्वाहा । वरुणाय इदं न मम ॥

त्वं नो अग्ने वरुणस्य विद्वान् देवस्य हेडो ऽव यासिषीष्ठाः । यजिष्ठो वह्नितमः शोशुचानो विश्वा द्वेषांसि प्र मुमुग्ध्य् अस्मत् स्वाहा । अग्निवरुणाभ्याम् इदं न मम ॥

स त्वं नो अग्ने ऽवमो भवोती नेदिष्ठो अस्या उषसो व्युष्टौ । अव यक्ष्व नो वरुणं रराणो वीहि मृडीकं सुहवो न एधि स्वाहा । अग्निवरुणाभ्याम् इदं न मम ॥

त्वम् अग्ने अयास्य् अया सन् मनसा हितः । अया सन् हव्यम् ऊहिषे अया नो धेहि भेषजं स्वाहा । अग्नये अयसे इदं न मम ॥

ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ॥

ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥

ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतये इदं न मम ॥

ॐ श्रीविष्णवे स्वाहा । विष्णवे परमात्मने इदं न मम ॥

ॐ रुद्राय पशुपतये स्वाहा । रुद्राय पशुपतये इदं न मम ॥

ॐ भूः ॐ भुवः ॐ सुवः ॐ महः ॐ जनः ॐ तपः ॐ सत्यम् ।
ॐ तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि धियो यो नः प्रचोदयात् ।
ॐ आपो ज्योती रसो ऽमृतं ब्रह्म भूर् भुवः सुवर् ॐ ॥

अदिते ऽन्वमंस्थाः ।

अनुमते ऽन्वमंस्थाः ।

सरस्वते ऽन्वमंस्थाः ।

देव सवितः प्रासावीः ॥

ॐ सप्त ते अग्ने समिधः सप्त जिह्वाः सप्त ऋषयः सप्त धाम प्रियाणि । सप्त होत्राः सप्तधा त्वा यजन्ति सप्त योनीर् आपृणस्व घृतेन स्वाहा । अग्नये सप्तवते इदं न मम ॥

हरिः ॐ तत् सत् । अनेककालसायंप्रातरौपासनाकरणप्रायश्चित्तार्थं होमद्रव्यदानं यत्किञ्चिद् हिरण्यदानं च नानागोत्रेभ्यो ब्राह्मणेभ्यस् तेभ्यस् तेभ्यः सम्प्रददे । नमः । न मम ॥

Quellen

  • Srirama Ramanujachari: Apastamba Purva Prayoga, Sri Matham, Fassung 24. Januar 2025, S. 23–26 (Agnimukha), S. 32–37 (Vicchinna-Aupasana-Agni-Sandhana), S. 9–10 (vollständige Eingangsbetrachtungen). Volltext.
  • Baudhayana Shrautasutra 21.32.10, Sanskrittext in der TITUS-Ausgabe der Universität Frankfurt, als Parallelbeleg für die vollständigen Ayas-Agni-Formeln; Rigveda 10.53.6 für den Vers vom erneuerten Faden.

Die besondere Gaben- und Schlussfolge des Kapitels wird vollständig ausgeführt. Sie enthält ihre eigenen bereinigenden Wiederholungen; diese werden nicht zu einer einzigen verkürzten Reihe zusammengezogen. Die allgemeinen Einrichtungsriten folgen derselben Apastamba-Sammlung.

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