Vasudeva Upanishad
Die Vasudeva Upanishad (Sanskrit: वासुदेवोपनिषत्, Vāsudevopaniṣat f.) ist eine Vaishnava Upanishad des Samaveda und steht in der Muktika-Liste an 56. Stelle. In einem Lehrgespräch fragt Narada Vasudeva-Krishna nach dem Urdhva Pundra, dem aufwärts gerichteten vaishnavitischen Stirnzeichen, nach der verwendeten Tonerde, den Mantras und den Körperstellen, an denen es angebracht wird.
Die Antwort verbindet äußeres Ritual und innere Meditation. Das Gopichandana-Zeichen wird den Lauten A, U und M des Pranava zugeordnet. Zugleich soll der Übende Vasudeva als feines Licht im Herzlotus, als das eigene Selbst und als das eine, alle Wesen durchdringende Brahman erkennen. Öl im Sesam, Feuer im Holz, Butterfett in der Milch und Duft in der Blüte dienen als Bilder für die verborgene Gegenwart des Göttlichen.

Für heutige Übende liegt die bleibende Bedeutung weniger in einer verpflichtenden äußeren Kennzeichnung als in ihrer spirituellen Funktion: Das Sichtbare soll an die unsichtbare Gegenwart Gottes erinnern. Yoga, Bhakti Yoga und Meditation verbinden sich zu einem Weg, auf dem jede Handlung, jeder Atemzug und jeder Blick zur Erinnerung an Vasudeva werden kann. Historische Regeln für Lebensstände und rituelle Berechtigungen werden im Folgenden quellengetreu erklärt, aber nicht unbesehen zu allgemeinen modernen Vorschriften erklärt.
Vasudeva Upanishad – Sanskrit (IAST), Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung
Die folgende Studienfassung gibt jeden nummerierten Vers einzeln wieder. Unnummerierte Prosa wird in vollständige redaktionelle Sinneinheiten gegliedert; diese Gliederung dient nur der Orientierung. Direkt unter jeder einzelnen Einheit steht ihre eigene deutsche Übersetzung und unmittelbar danach ihre vollständige Wort-für-Wort-Erläuterung. Es gibt keine Sammelübersetzungen mehrerer Verse.
Rahmentexte
Eröffnungsvers der Vasudeva Upanishad
yatsarvahṛdayāgāraṃ yatra sarvaṃ pratiṣṭhitam |
vastuto yannirādhāraṃ vāsudevapadaṃ bhaje ||
Ich verehre den Zustand Vasudevas, der die Wohnstatt aller Herzen ist, in dem alles gegründet ist und der in Wahrheit selbst ohne äußere Grundlage besteht.
Wort-für-Wort-Erläuterung: yat – jener, welcher; sarva-hṛdaya-āgāram – Wohnstatt aller Herzen; yatra – worin; sarvam – alles; pratiṣṭhitam – gegründet, verankert; vastutaḥ – in Wahrheit, seinem Wesen nach; yat nirādhāram – jener, der ohne äußere Grundlage besteht; vāsudeva-padam – Zustand oder Stätte Vasudevas; bhaje – ich verehre, ich wende mich hingebungsvoll zu.
Eröffnendes Shanti Mantra der Vasudeva Upanishad
oṃ āpyāyantu mamāṅgāni vākprāṇaścakṣuḥ
śrotramatho balamindriyāṇi ca || sarvāṇi sarvaṃ brahmopaniṣadaṃ
māhaṃ brahma nirākuryāṃ mā mā brahma nirākarodanirākaraṇamastvanirākaraṇaṃ me'stu
tadātmani nirate ya upaniṣatsu dharmāste mayi santu te mayi santu ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Om. Mögen meine Glieder erstarken – Rede, Prana, Augen, Ohren, Kraft und alle Sinne. Alles ist das Brahman der Upanishaden. Möge ich Brahman nicht zurückweisen; möge Brahman mich nicht zurückweisen. Möge keine Zurückweisung geschehen; möge bei mir keine Zurückweisung sein. Mögen die in den Upanishaden verkündeten Eigenschaften in mir sein, der ich dem Atman hingegeben bin; mögen sie in mir sein. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om; āpyāyantu – mögen erstarken, zunehmen; mama aṅgāni – meine Glieder; vāk – Rede; prāṇaḥ – Lebenshauch; cakṣuḥ – Auge, Sehkraft; śrotram – Ohr, Gehör; atha u – ferner, und auch; balam – Kraft; indriyāṇi ca – und die Sinne; sarvāṇi – alle; sarvam – alles; brahma-upaniṣadam – das Brahman der Upanishaden; mā aham brahma nirākuryām – möge ich Brahman nicht zurückweisen; mā mā brahma nirākarot – möge Brahman mich nicht zurückweisen; anirākaraṇam astu – es möge keine Zurückweisung geben; anirākaraṇam me astu – möge für mich keine Zurückweisung sein; tad-ātmani nirate – in mir, der jenem Selbst hingegeben ist; ye upaniṣatsu dharmāḥ – jene Eigenschaften, die in den Upanishaden gelehrt werden; te mayi santu – mögen sie in mir sein; śāntiḥ – Frieden (Shanti).
Die Lehre vom Gopichandana
Prosastelle 1 – Naradas Frage nach dem Urdhva Pundra
oṃ namaskṛtya bhagavānnāradaḥ sarveśvaraṃ vāsudevaṃ papraccha
adhīhi bhagavannūrdhvapuṇḍravidhiṃ dravyamantrasthānādisahitaṃ me
brūhīti |
Om. Nachdem der ehrwürdige Narada den allherrschenden Vasudeva verehrt hatte, fragte er: „Lehre mich, o Erhabener, die Vorschrift für das Urdhva Pundra; erkläre mir die zugehörige Substanz, die Mantras, die Körperstellen und alles Weitere.“
Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om; namaskṛtya – nachdem er sich verehrend verneigt hatte; bhagavān nāradaḥ – der ehrwürdige Narada; sarveśvaram – den Herrn aller; vāsudevam – Vasudeva; papraccha – fragte; adhīhi – lehre, trage vor; bhagavan – o Erhabener; ūrdhva-puṇḍra-vidhim – die Vorschrift für das nach oben gerichtete Stirnzeichen; dravya-mantra-sthāna-ādi-sahitam – mitsamt Substanz, Mantra, Anwendungsstellen und Weiterem; me – mir; brūhi – erkläre; iti – so.
Prosastelle 2 – Ursprung und Bedeutung des Gopichandana
taṃ hovāca bhagavānvāsudevo vaikuṇṭhasthānādutpannaṃ
mama prītikaraṃ madbhaktairbrahmādibhirdhāritaṃ viṣṇucandanaṃ
mamāṅge pratidinamāliptaṃ gopībhiḥ prakṣālanādgopīcandanamākhyātaṃ
madaṅgalepanaṃ puṇyaṃ cakratīrthāntaḥsthitaṃ
cakrasamāyuktaṃ pītavarṇaṃ muktisādhanaṃ bhavati |
Der ehrwürdige Vasudeva antwortete ihm: „Das Vishnu-Chandana ist aus der Stätte Vaikuntha hervorgegangen, bereitet mir Freude und wird von meinen Verehrern – von Brahma an – getragen. Weil es täglich auf meinen Körper aufgetragen und von den Gopis abgewaschen wurde, heißt es Gopichandana. Diese heilige Salbung meines Leibes befindet sich im Bereich des Chakra-Tirtha, trägt das Zeichen des Diskus, ist gelb und gilt als Mittel zur Befreiung.“
Wort-für-Wort-Erläuterung: tam ha uvāca – zu ihm sprach; bhagavān vāsudevaḥ – der ehrwürdige Vasudeva; vaikuṇṭha-sthānāt utpannam – aus der Stätte Vaikuntha hervorgegangen; mama prīti-karam – mir Freude bereitend; mad-bhaktaiḥ – von meinen Verehrern; brahma-ādibhiḥ – von Brahma und den anderen; dhāritam – getragen; viṣṇu-candanam – Vishnus Sandel beziehungsweise geweihte Tonerde; mama aṅge – auf meinem Körper; pratidinam āliptam – täglich aufgetragen; gopībhiḥ prakṣālanāt – weil es von den Gopis abgewaschen wurde; gopī-candanam ākhyātam – wird es Gopichandana genannt; mad-aṅga-lepanam – Salbung meines Leibes; puṇyam – heilig, verdienstvoll; cakra-tīrtha-antaḥ-sthitam – im Bereich des Chakra-Heiligtums befindlich; cakra-samāyuktam – mit dem Diskuszeichen verbunden; pīta-varṇam – von gelber Farbe; mukti-sādhanam – Mittel zur Befreiung; bhavati – ist, wird.
Prosastelle 3 – Das ehrfürchtige Aufnehmen der Tonerde
atha gopīcandanaṃ namaskṛtvoddhṛtya |
Dann soll man sich vor dem Gopichandana verneigen und es ehrfürchtig aufnehmen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: atha – nun, dann; gopī-candanam – Gopichandana; namaskṛtvā – nachdem man sich verneigt hat; uddhṛtya – nachdem man es aufgenommen beziehungsweise herausgehoben hat.
Mantra an das Gopichandana
gopīcandana pāpaghna viṣṇudehasamudbhava |
cakrāṅkita namastubhyaṃ dhāraṇānmuktido bhava |
„O Gopichandana, du Tilger der Verfehlungen, aus Vishnus Leib hervorgegangen und mit dem Diskus gezeichnet: Verehrung sei dir. Schenke durch dein Tragen Befreiung.“
Wort-für-Wort-Erläuterung: gopī-candana – o Gopichandana; pāpa-ghna – Verfehlungen tilgend; viṣṇu-deha-samudbhava – aus dem Leib Vishnus hervorgegangen; cakra-aṅkita – mit dem Diskus gezeichnet; namaḥ tubhyam – Verehrung sei dir; dhāraṇāt – durch das Tragen; mukti-daḥ – Befreiung schenkend; bhava – sei, werde.
Prosastelle 4 – Bereitung mit Wasser
imaṃ me gaṅge iti jalamādāya viṣṇornukamiti mardayet |
Mit den Worten „imaṃ me gaṅge“ soll man Wasser nehmen und die Tonerde unter dem Vers „viṣṇor nu kam“ verreiben.
Wort-für-Wort-Erläuterung: imam me gaṅge iti – mit den Worten „imaṃ me gaṅge“; jalam ādāya – nachdem man Wasser genommen hat; viṣṇoḥ nu kam iti – mit dem vedischen Versanfang „viṣṇor nu kam“; mardayet – soll man verreiben, zu einer Paste bereiten.
Prosastelle 5 – Mantras beim Auftragen
ato devā avantu na ityetanmantrairviṣṇugāyatryā keśavādināmabhirvā dhārayet |
Man soll das Zeichen mit den Mantras, die mit „ato devā avantu naḥ“ beginnen, mit der Vishnu-Gayatri oder mit den Namen Keshava und den weiteren Namen Vishnus auftragen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ataḥ devāḥ avantu naḥ iti – mit der Formel „von dort mögen die Götter uns schützen“; etat-mantraiḥ – mit diesen Mantras; viṣṇu-gāyatryā – mit der Gayatri Vishnus; keśava-ādi-nāmabhiḥ vā – oder mit den Namen, beginnend mit Keshava; dhārayet – soll man anlegen, tragen.
Vorschriften für verschiedene Lebensstände
Prosastelle 6 – Vorschrift für Brahmachari und Vanaprastha
brahmacārī vānaprastho vā lalāṭahṛdayakaṇṭhabāhūmūleṣu
vaiṣṇavagāyatryā kṛṣṇādināmabhirvā dhārayet |
Ein Brahmachari oder Vanaprastha soll das Zeichen an Stirn, Herz, Kehle und Oberarmen anlegen, indem er die vaishnavitische Gayatri oder die Namen Krishnas und weitere Gottesnamen verwendet.
Wort-für-Wort-Erläuterung: brahmacārī – ein Schüler im Brahmacharya; vānaprasthaḥ vā – oder ein Waldeinsiedler; lalāṭa-hṛdaya-kaṇṭha-bāhu-mūleṣu – an Stirn, Herz, Kehle und den Ansätzen der Arme; vaiṣṇava-gāyatryā – mit der vaishnavitischen Gayatri; kṛṣṇa-ādi-nāmabhiḥ vā – oder mit Namen, beginnend mit Krishna; dhārayet – soll er anlegen.
Schutzmantra an Vishnu-Krishna
iti trivāramabhimantrya
śaṅkhacakragadāpāṇe dvārakānilayācyuta |
govinda puṇḍarīkākṣa rakṣa māṃ śaraṇāgatam | iti dhyātvā
Nachdem man es dreimal so mit dem Mantra versehen hat, meditiert man: „O du, der Muschel, Diskus und Keule in den Händen hält; o Achyuta, Bewohner Dvarakas; o Govinda, Lotusäugiger, beschütze mich, der ich bei dir Zuflucht gesucht habe.“
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; tri-vāram – dreimal; abhimantrya – nachdem man es mit dem Mantra versehen hat; śaṅkha-cakra-gadā-pāṇe – o Träger von Muschel, Diskus und Keule; dvārakā-nilaya – o Bewohner Dvarakas; acyuta – o Unvergänglicher; govinda – o Govinda; puṇḍarīka-akṣa – o Lotusäugiger; rakṣa – beschütze; mām – mich; śaraṇa-āgatam – den Zuflucht Suchenden; dhyātvā – nachdem man so meditiert hat.
Prosastelle 7 – Vorschrift für den Haushälter
gṛhastho lalāṭādidvādaśasthaleṣvanāmikāṅgulyā
vaiṣṇavagāyatryā keśavādināmabhirvā dhārayet |
Der Haushälter soll das Zeichen mit dem Ringfinger an zwölf Stellen – beginnend mit der Stirn – anlegen und dabei die vaishnavitische Gayatri oder die Namen Keshavas und die weiteren Namen Vishnus verwenden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: gṛhasthaḥ – der Haushälter; lalāṭa-ādi-dvādaśa-sthaleṣu – an zwölf Stellen, beginnend mit der Stirn; anāmikā-aṅgulyā – mit dem Ringfinger; vaiṣṇava-gāyatryā – mit der vaishnavitischen Gayatri; keśava-ādi-nāmabhiḥ vā – oder mit Namen, beginnend mit Keshava; dhārayet – soll er anlegen.
Prosastelle 8 – Weitere Vorschrift für Brahmachari und Haushälter
brahmacārī gṛhastho vā lalāṭahṛdayakaṇṭhabāhūmūleṣu
vaiṣṇavagāyatryā kṛṣṇādināmabhirvā dhārayet |
Ein Brahmachari oder Haushälter soll das Zeichen an Stirn, Herz, Kehle und den Ansätzen der Arme anlegen, begleitet von der vaishnavitischen Gayatri oder von Namen Krishnas.
Wort-für-Wort-Erläuterung: brahmacārī – Brahmachari; gṛhasthaḥ vā – oder Haushälter; lalāṭa-hṛdaya-kaṇṭha-bāhu-mūleṣu – an Stirn, Herz, Kehle und Oberarmansätzen; vaiṣṇava-gāyatryā – mit der vaishnavitischen Gayatri; kṛṣṇa-ādi-nāmabhiḥ vā – oder mit Namen, beginnend mit Krishna; dhārayet – soll er anlegen.
Prosastelle 9 – Vorschrift für den Yati
yatistarjanyā śirolalāṭahṛdayeṣu praṇavenaiva dhārayet |
Ein Yati soll es mit dem Zeigefinger auf Scheitel, Stirn und Herz anlegen und dabei allein den Pranava verwenden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: yatiḥ – der Entsagte, Asket; tarjanyā – mit dem Zeigefinger; śiraḥ-lalāṭa-hṛdayeṣu – auf Scheitel, Stirn und Herz; praṇavena eva – allein mit dem Pranava Om; dhārayet – soll er anlegen.
Symbolik des Zeichens
Prosastelle 10 – Die Dreiheiten des Urdhva Pundra
brahmādayastrayo mūrtayastisro vyāhṛtayastrīṇi chandāṃsi
trayo'gnaya iti jyotiṣmantastrayaḥ kālāstisro'vasthāstraya
ātmānaḥ puṇḍrātraya ūrdhvā akāra ukāro makāra ete
praṇavamayordhvapuṇḍrāstadātmā sadetadomiti |
Brahma und die beiden anderen bilden die drei göttlichen Gestalten; dazu kommen die drei Vyahritis, drei Metren, drei Feuer, drei lichtvolle Zeiten, drei Bewusstseinszustände und drei Formen des Selbst. Die drei aufwärts gerichteten Linien entsprechen A, U und M. Diese Urdhva-Pundras bestehen aus dem Pranava; ihr innerstes Wesen ist das immerwährende Om.
Wort-für-Wort-Erläuterung: brahma-ādayaḥ trayaḥ mūrtayaḥ – die drei Gestalten Brahma und die beiden anderen; tisraḥ vyāhṛtayaḥ – die drei heiligen Ausrufe bhūḥ, bhuvaḥ, svaḥ; trīṇi chandāṃsi – drei vedische Metren; trayaḥ agnayaḥ – drei Feuer; jyotiṣmantaḥ trayaḥ kālāḥ – drei lichtvolle Zeiten; tisraḥ avasthāḥ – drei Bewusstseinszustände; trayaḥ ātmānaḥ – drei Formen des Selbst; puṇḍra-trayaḥ ūrdhvāḥ – die drei aufwärts gerichteten Zeichen; akāraḥ ukāraḥ makāraḥ – die Laute A, U und M; ete – diese; praṇava-maya-ūrdhva-puṇḍrāḥ – die aus dem Pranava bestehenden Urdhva-Pundras; tad-ātmā – dessen Wesen; sat etat om iti – dies ist das seiende Om.
Prosastelle 11 – Das Eine wird vielfältig
tānekadhā samabhavat |
Das Eine trat in diesen Formen als Vielheit hervor.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tān – zu diesen, als diese; ekadhā – als das Eine beziehungsweise in einer Einheit; samabhavat – entstand, trat hervor. Der knappe Satz deutet die vielen Zuordnungen als Erscheinungen einer einzigen Wirklichkeit.
Prosastelle 12 – Die aufwärtsführende Kraft des Om
ūrdhvamunnamayata ityoṅkārādhikārī |
Wer zum Om-Laut befähigt ist, soll das Bewusstsein nach oben erheben – so deutet der Text das Urdhva, das „Aufwärtsgerichtete“.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ūrdhvam – nach oben; unnamayate – erhebt, richtet auf; iti – so; oṃkāra-adhikārī – der zum Om-Laut Berechtigte beziehungsweise für ihn Befähigte.
Prosastelle 13 – Das Zeichen des Paramahamsa
tasmādūrdhvapuṇḍraṃ dhārayet | paramahaṃso lalāṭe
praṇavenaikamūrdhvapuṇḍraṃ vā dhārayet |
Darum soll man das Urdhva Pundra tragen. Ein Paramahamsa kann auf der Stirn auch ein einziges aufwärts gerichtetes Zeichen anlegen und dabei den Pranava sprechen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tasmāt – deshalb; ūrdhva-puṇḍram – das aufwärts gerichtete Zeichen; dhārayet – soll man tragen; paramahaṃsaḥ – der höchste Entsagte; lalāṭe – auf der Stirn; praṇavena – mit dem Pranava; ekam – ein einziges; vā – auch, oder.
Meditation über Vasudeva im Herzen
Prosastelle 14 – Schau des eigenen Selbst
tattvapradīpaprakāśaṃ svātmānaṃ paśyanyogī
matsāyujyamavāpnoti | atha vā nyastahṛdayapuṇḍramadhye
vā hṛdayakamalamadhye vā |
Der Yogi, der sein eigenes Selbst als das Licht der Leuchte der Wahrheit schaut, erlangt Vereinigung mit mir. Er kann es inmitten des auf dem Herzen angebrachten Zeichens oder in der Mitte des Herzlotus betrachten.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tattva-pradīpa-prakāśam – als Licht der Leuchte der Wahrheit; sva-ātmānam – das eigene Selbst; paśyan – schauend; yogī – der Yogi; mat-sāyujyam – Vereinigung mit mir; avāpnoti – erlangt; atha vā – oder aber; nyasta-hṛdaya-puṇḍra-madhye – inmitten des auf dem Herzen angebrachten Zeichens; hṛdaya-kamala-madhye vā – oder in der Mitte des Herzlotus.
Meditationsvers 1 – Die Flamme im Herzen
tasya madhye vahniśikhā aṇīyordhvā vyavasthitā |
In dessen Mitte befindet sich eine äußerst feine, nach oben gerichtete Feuerflamme.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tasya madhye – in dessen Mitte; vahni-śikhā – eine Feuerflamme; aṇīyaḥ – feiner, äußerst klein; ūrdhvā – nach oben gerichtet; vyavasthitā – fest befindlich, gegenwärtig.
Meditationsvers 2 – Leuchten wie ein Blitz
nīlatoyadamadhyasthādvidyullekheva bhāsvarā |
Sie leuchtet wie die Spur eines Blitzes inmitten einer dunkelblauen Regenwolke.
Wort-für-Wort-Erläuterung: nīla-toyada-madhya-sthāt – inmitten einer dunkelblauen Wasserwolke befindlich; vidyut-lekhā iva – wie eine Blitzlinie; bhāsvarā – strahlend, leuchtend.
Meditationsvers 3 – Der feine Paramatman
nīvāraśūkavattanvī paramātmā vyavasthita iti |
Fein wie die Spitze einer Wildreisspelze ist dort der Paramatman, das höchste Selbst, gegenwärtig.
Wort-für-Wort-Erläuterung: nīvāra-śūka-vat – wie die feine Spitze einer Wildreisspelze; tanvī – zart, äußerst fein; paramātmā – das höchste Selbst; vyavasthitaḥ – fest gegenwärtig; iti – so.
Prosastelle 15 – Übung im Herzlotus
ataḥ puṇḍrasthaṃ hṛdayapuṇḍarīkeṣu tamabhyaset |
Darum soll man ihn, der im heiligen Zeichen gegenwärtig ist, im Lotus des Herzens meditativ üben.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ataḥ – daher; puṇḍra-stham – im heiligen Zeichen befindlich; hṛdaya-puṇḍarīkeṣu – im Lotus des Herzens; tam – ihn; abhyaset – soll man wiederholt üben, meditieren.
Meditationsvers 4 – Das Selbst als höchster Hari
kramādevaṃ svātmānaṃ bhāvayenmāṃ paraṃ harim |
Schrittweise soll man so das eigene Selbst als mich, den höchsten Hari, vergegenwärtigen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: kramāt – schrittweise; evam – so; sva-ātmānam – das eigene Selbst; bhāvayet – soll man vergegenwärtigen, meditativ verwirklichen; mām – mich; param harim – den höchsten Hari.
Meditationsvers 5 – Befreiung durch Sammlung im Herzen
ekāgramanasā yo māṃ dhyāyate harimavyayam |
hṛtpaṅkaje ca svātmānaṃ sa mukto nātra saṃśayaḥ |
Wer mich, den unvergänglichen Hari, mit einpünktigem Geist im Lotus des Herzens als das eigene Selbst meditiert, ist befreit – daran besteht kein Zweifel.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ekāgra-manasā – mit einpünktigem Geist; yaḥ – wer; mām – mich; dhyāyate – meditiert; harim avyayam – den unvergänglichen Hari; hṛt-paṅkaje – im Herzlotus; ca – und; sva-ātmānam – als das eigene Selbst; saḥ muktaḥ – der ist befreit; na atra saṃśayaḥ – daran besteht kein Zweifel.
Meditationsvers 6 – Vasudeva als Sat-Chid-Ananda
madrūpamadvayaṃ brahma ādimadhyāntavarjitam |
svaprabhaṃ saccidānandaṃ bhaktyā jānāti cāvyayam |
Durch Bhakti erkennt er meine Gestalt als das nichtduale, unvergängliche Brahman: ohne Anfang, Mitte und Ende, aus sich selbst leuchtend und Sat Chid Ananda – Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit.
Wort-für-Wort-Erläuterung: mad-rūpam – meine Gestalt; advayam brahma – das nichtduale Brahman; ādi-madhya-anta-varjitam – frei von Anfang, Mitte und Ende; sva-prabham – aus sich selbst leuchtend; sat-cit-ānandam – Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit; bhaktyā – durch Hingabe; jānāti – erkennt; ca – und; avyayam – das Unvergängliche.
Vasudeva als Selbst aller Wesen
Unnummerierter Vers – Vishnu als inneres Selbst aller Wesen
eko viṣṇuranekeṣu jaṅgamasthāvareṣu ca |
anusyuto vasatyātmā bhūteṣvahamavasthitaḥ |
Der eine Vishnu wohnt, alles durchdringend, als Selbst in den vielen beweglichen und unbeweglichen Wesen. Ich bin in allen Geschöpfen gegenwärtig.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ekaḥ viṣṇuḥ – der eine Vishnu; anekeṣu – in den vielen; jaṅgama-sthāvareṣu ca – in beweglichen und unbeweglichen Wesen; anusyutaḥ – alles durchziehend, eingewoben; vasati – wohnt; ātmā – als Selbst; bhūteṣu – in den Wesen; aham avasthitaḥ – ich bin gegenwärtig.
Unnummerierter Vers – Das verborgene Selbst
tailaṃ tileṣu kāṣṭheṣu vahniḥ kṣīre ghṛtaṃ yathā |
gandhaḥ puṣpeṣu bhūteṣu tathātmāvasthito hyaham |
Wie Öl in Sesamsamen, Feuer im Holz, Butterfett in der Milch und Duft in den Blüten verborgen sind, so bin ich wahrhaftig als Atman in den Wesen gegenwärtig.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tailam tileṣu – Öl in den Sesamsamen; kāṣṭheṣu vahniḥ – Feuer in den Hölzern; kṣīre ghṛtam – Butterfett in der Milch; yathā – wie; gandhaḥ puṣpeṣu – Duft in den Blüten; bhūteṣu – in den Wesen; tathā – ebenso; ātmā avasthitaḥ – als Selbst gegenwärtig; hi aham – wahrhaftig ich.
Das äußere Zeichen als Erinnerung an das innere Ziel
Unnummerierter Vers – Meditation an Scheitel, Stirn und Herz
brahmarandhre bhruvormadhye hṛdaye cidraviṃ harim |
gopīcandanamālipya tatra dhyātvāpnuyātparam |
Nachdem man Gopichandana an Scheitelöffnung, Augenbrauenmitte und Herz aufgetragen hat, soll man dort Hari als Sonne des Bewusstseins meditieren und so das Höchste erlangen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: brahma-randhre – an der Scheitelöffnung (Brahmarandhra); bhruvoḥ madhye – zwischen den Augenbrauen; hṛdaye – im Herzen; cit-ravim – die Sonne des Bewusstseins; harim – Hari; gopī-candanam ālipya – nachdem man Gopichandana aufgetragen hat; tatra dhyātvā – nachdem man dort meditiert hat; āpnuyāt param – möge man das Höchste erlangen.
Unnummerierter Vers – Die vier aufwärtsgerichteten Merkmale
ūrdhvadaṇḍordhvaretāśca ūrdhvapuṇḍrordhvayogavān |
ūrdhvaṃ padamavāpnoti yatirūrdhvacatuṣkavān |
Der Yati, der den aufrechten Stab trägt, seine schöpferische Kraft nach oben lenkt, das aufwärts gerichtete Zeichen trägt und im aufwärtsführenden Yoga gegründet ist – wer diese vier Formen des Urdhva besitzt, erlangt den höchsten Zustand.
Wort-für-Wort-Erläuterung: ūrdhva-daṇḍaḥ – den aufgerichteten Stab tragend; ūrdhva-retāḥ ca – und mit aufwärts gelenkter Zeugungskraft; ūrdhva-puṇḍraḥ – das aufwärts gerichtete Zeichen tragend; ūrdhva-yogavān – mit dem nach oben führenden Yoga verbunden; ūrdhvam padam – den hohen, höchsten Zustand; avāpnoti – erlangt; yatiḥ – der Entsagte; ūrdhva-catuṣkavān – mit diesen vier aufwärtsgerichteten Merkmalen versehen.
Unnummerierter Vers – Erkenntnis und beständige Hingabe
ityetanniścitaṃ jñānaṃ madbhaktyā sidhyati svayam |
nityamekāgrabhaktiḥ syādgopīcandanadhāraṇāt |
Diese sichere Erkenntnis reift von selbst durch Hingabe an mich. Das Tragen des Gopichandana soll beständig an einpünktige Bhakti erinnern und sie fördern.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti etat – so ist dies; niścitam jñānam – sichere, feststehende Erkenntnis; mad-bhaktyā – durch Hingabe an mich; sidhyati svayam – vollendet sich von selbst; nityam – beständig; ekāgra-bhaktiḥ – einpünktige Hingabe; syāt – möge sein, soll entstehen; gopī-candana-dhāraṇāt – durch das Tragen des Gopichandana.
Ersatzstoffe und verheißene Früchte
Unnummerierter Vers – Das Urdhva Pundra als vedisches Zeichen
brāhmaṇānāṃ tu sarveṣāṃ vaidikānāmanuttamam |
gopīcandanavāribhyāmūrdhvapuṇḍraṃ vidhīyate |
Für die der vedischen Überlieferung folgenden Brahmanen wird das Urdhva Pundra aus Gopichandana und Wasser als vorzüglichstes Zeichen vorgeschrieben.
Wort-für-Wort-Erläuterung: brāhmaṇānām tu sarveṣām – für alle Brahmanen; vaidikānām – die der vedischen Überlieferung folgen; anuttamam – das höchste, vorzüglichste; gopī-candana-vāribhyām – aus Gopichandana und Wasser; ūrdhva-puṇḍram – das Urdhva Pundra; vidhīyate – wird vorgeschrieben.
Unnummerierter Vers – Tulasi-Erde als Ersatz
yo gopīcandanābhāve tulasīmūlamṛttikām |
mumukṣurdhārayennityamaparokṣātmasiddhaye |
Wenn kein Gopichandana vorhanden ist, soll ein nach Befreiung Strebender beständig Erde von der Wurzel des Tulasi tragen, um die unmittelbare Verwirklichung des Selbst zu erlangen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: yaḥ – wer; gopī-candana-abhāve – bei Fehlen von Gopichandana; tulasī-mūla-mṛttikām – Erde von der Tulasi-Wurzel; mumukṣuḥ – ein nach Befreiung Strebender (Mumukshu); dhārayet nityam – soll beständig tragen; aparokṣa-ātma-siddhaye – zur unmittelbaren Verwirklichung des Selbst.
Prosastelle 16 – Verwendung von heiliger Asche
atirātrāgnihotrabhasmanāgnerbhasitamidaṃ viṣṇustrīṇi
padeti mantrairvaiṣṇavagāyatryā praṇavenoddhūlanaṃ kuryāt |
Mit Asche aus dem Atiratra- oder Agnihotra-Feuer soll man die rituelle Bestäubung vollziehen und dabei die in der Textüberlieferung verkürzt genannten Formeln „agner bhasitam“, „idaṃ viṣṇuḥ“ und „trīṇi padā“, die vaishnavitische Gayatri oder den Pranava verwenden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: atirātra-agnihotra-bhasmanā – mit der Asche des Atiratra- beziehungsweise Agnihotra-Feuers; agneḥ bhasitam – „Asche des Feuers“, verkürzt zitierter Mantrenteil; idam viṣṇuḥ – „dieser Vishnu“, Mantrazitat; trīṇi padā iti – „die drei Schritte“, Mantrazitat; mantraiḥ – mit den Mantras; vaiṣṇava-gāyatryā – mit der vaishnavitischen Gayatri; praṇavena – mit dem Pranava; uddhūlanam kuryāt – soll man die rituelle Bestäubung mit Asche vollziehen. Die elektronische Vorlage verbindet mehrere Mantrazitate ohne klare Worttrennung.
Prosastelle 17 – Abschließende Anwendungsvorschrift
evaṃ vidhinā gopīcandanaṃ ca dhārayet |
Auf diese vorgeschriebene Weise soll man auch das Gopichandana tragen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: evam – so; vidhinā – nach der Vorschrift; gopī-candanam ca – auch das Gopichandana; dhārayet – soll man tragen.
Prosastelle 18 – Läuterung von Verfehlungen
yastvadhīte vā sa sarvapātakebhyaḥ pūto bhavati |
Wer diese Lehre studiert, so verheißt der Text, wird von allen schweren Verfehlungen geläutert.
Wort-für-Wort-Erläuterung: yaḥ tu – wer aber; adhīte – studiert, rezitiert; vā – auch; saḥ – der; sarva-pātakebhyaḥ – von allen schweren Verfehlungen; pūtaḥ bhavati – wird gereinigt.
Prosastelle 19 – Reinigung des Denkens
pāpabuddhistasya na jāyate |
In ihm entsteht keine auf Unrecht gerichtete Gesinnung.
Wort-für-Wort-Erläuterung: pāpa-buddhiḥ – eine auf Unrecht oder Schädliches gerichtete Gesinnung; tasya – in ihm, bei ihm; na jāyate – entsteht nicht.
Prosastelle 20 – Frucht aller Pilgerbäder
sa sarveṣu tīrtheṣu snāto bhavati |
Er gilt als jemand, der in allen heiligen Pilgergewässern gebadet hat.
Wort-für-Wort-Erläuterung: saḥ – er; sarveṣu tīrtheṣu – in allen heiligen Pilgerorten und Gewässern; snātaḥ bhavati – gilt als gebadet, ist rituell gereinigt.
Prosastelle 21 – Frucht aller Opfer
sa sarvairyajñairyājito bhavati |
Er gilt als jemand, der durch alle Opferhandlungen Verehrung dargebracht hat.
Wort-für-Wort-Erläuterung: saḥ – er; sarvaiḥ yajñaiḥ – durch alle Opferhandlungen; yājitaḥ bhavati – gilt als einer, der Opfer vollziehen ließ beziehungsweise dargebracht hat.
Prosastelle 22 – Verehrung durch alle Götter
sa sarvairdevaiḥ pūjyo bhavati |
Er wird der Verehrung durch alle Götter würdig.
Wort-für-Wort-Erläuterung: saḥ – er; sarvaiḥ devaiḥ – von allen Göttern; pūjyaḥ bhavati – wird verehrungswürdig.
Prosastelle 23 – Unerschütterliche Hingabe an Narayana
śrīmannārāyaṇe mayyacañcalā bhaktiśca bhavati |
In ihm entsteht unerschütterliche Hingabe an mich, den erhabenen Narayana.
Wort-für-Wort-Erläuterung: śrīmat-nārāyaṇe – zum erhabenen Narayana; mayi – zu mir; acañcalā bhaktiḥ – unerschütterliche Hingabe; ca bhavati – entsteht auch.
Prosastelle 24 – Erkenntnis und Vereinigung mit Vishnu
sa samyagjñānaṃ ca labdhvā viṣṇusāyujyamavāpnoti |
Nachdem er rechte Erkenntnis erlangt hat, erreicht er die Vereinigung mit Vishnu.
Wort-für-Wort-Erläuterung: saḥ – er; samyak-jñānam – rechte, vollständige Erkenntnis; ca labdhvā – und nachdem er sie erlangt hat; viṣṇu-sāyujyam – Vereinigung mit Vishnu; avāpnoti – erlangt.
Prosastelle 25 – Keine Wiederkehr
na ca punarāvartate na ca punarāvartate ityāha bhagavānvāsudevaḥ |
„Und er kehrt nicht wieder, er kehrt nicht wieder“, sprach der ehrwürdige Vasudeva.
Wort-für-Wort-Erläuterung: na ca punaḥ āvartate – und er kehrt nicht wieder; die Wiederholung bekräftigt die endgültige Befreiung; iti āha – so sprach; bhagavān vāsudevaḥ – der ehrwürdige Vasudeva.
Prosastelle 26 – Schluss der Lehre
yastvetadvādhīte so'pyevameva bhavatītyoṃ satyamityupaniṣat ||
Wer dies studiert, wird ebenfalls eben so. Om. Dies ist Wahrheit. So lautet die Upanishad.
Wort-für-Wort-Erläuterung: yaḥ tu etat vā adhīte – wer aber dieses studiert beziehungsweise rezitiert; saḥ api – auch der; evam eva bhavati – wird genau so; iti – so; oṃ – Om; satyam – Wahrheit; iti upaniṣat – so lautet die Upanishad.
Abschluss
Abschließendes Shanti Mantra der Vasudeva Upanishad
oṃ āpyāyantu mamāṅgāni vākprāṇaścakṣuḥ śrotramatho
balamindriyāṇi ca || sarvāṇi sarvaṃ brahmopaniṣadaṃ māhaṃ brahma
nirākuryāṃ mā mā brahma nirākarodanirākaraṇamastvanirākaraṇaṃ me'stu
tadātmani nirate ya upaniṣatsu dharmāste mayi santu te mayi santu ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Om. Mögen meine Glieder erstarken – Rede, Prana, Augen, Ohren, Kraft und alle Sinne. Alles ist das Brahman der Upanishaden. Möge ich Brahman nicht zurückweisen; möge Brahman mich nicht zurückweisen. Möge keine Zurückweisung geschehen; möge bei mir keine Zurückweisung sein. Mögen die in den Upanishaden verkündeten Eigenschaften in mir sein, der ich dem Atman hingegeben bin; mögen sie in mir sein. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om; āpyāyantu – mögen erstarken; mama aṅgāni – meine Glieder; vāk-prāṇa-cakṣuḥ-śrotram – Rede, Lebenshauch, Auge und Gehör; bala-indriyāṇi ca – Kraft und Sinne; sarvam brahma-upaniṣadam – alles ist das Brahman der Upanishaden; mā aham nirākuryām – möge ich es nicht zurückweisen; mā mā brahma nirākarot – möge Brahman mich nicht zurückweisen; anirākaraṇam astu – möge keine Zurückweisung sein; tad-ātmani nirate – in mir, der jenem Selbst hingegeben ist; dharmāḥ – Eigenschaften, Lehren; mayi santu – mögen sie in mir sein; śāntiḥ – Frieden.
Kolophon der Vasudeva Upanishad
iti vāsudevopaniṣatsamāptā ||
Damit ist die Vasudeva Upanishad beendet.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so, damit; vāsudeva-upaniṣat – die Vasudeva Upanishad; samāptā – beendet, vollendet.
Vasudeva Upanishad: Datierung, Überlieferung, Inhalt und Bedeutung
Name und Einordnung
Vasudeva ist ein Name Krishnas und bedeutet sowohl „Sohn Vasudevas“ als auch, in theologischer Deutung, der in allen Wesen Wohnende. Die Vasudeva Upanishad gehört zu den vaishnavitischen Neben-Upanishaden. Ihre Zuordnung zum Samaveda und ihre Stellung als Nummer 56 beruhen auf der Muktika-Tradition; daraus folgt nicht, dass der gesamte Text schon zur ältesten Schicht des Samaveda gehörte.
Datierung und Textgestalt
Autor und Entstehungsdatum sind unbekannt. Sprache, Ritualtheologie und die zentrale Stellung des vaishnavitischen Urdhva Pundra weisen auf eine späte, wahrscheinlich mittelalterliche Upanishad hin. Eine jahrgenaue Datierung wäre angesichts der Handschriftenlage nicht seriös. Wie bei vielen Neben-Upanishaden können ältere Mantras, bereits etablierte Ritualpraxis und eine spätere zusammenhängende Redaktion verschiedenen Zeiten angehören.
Die erhaltene Fassung ist überwiegend Prosa. Sie besitzt keine fortlaufende Verszählung; metrische Passagen und zitierte Mantras sind in die Prosa eingefügt. Die vorliegende Studienfassung verwendet deshalb „Prosastelle“ und „Unnummerierter Vers“ als redaktionelle Orientierung, ohne daraus alte Verszahlen zu machen. Offensichtliche Schreibfehler im wiederholten Shanti Mantra wurden nach dessen standardisierter Anfangsfassung normalisiert; eine ungewöhnlich verbundene Reihe verkürzt zitierter Asche-Mantras wird ausdrücklich als textlich schwierig gekennzeichnet.
Gopichandana und Urdhva Pundra
Der erste große Themenkreis betrifft Gopichandana, eine helle Tonerde, mit der Vaishnavas das Urdhva Pundra auftragen. Die Schrift erzählt seinen heiligen Ursprung aus Vaikuntha und verbindet es mit Vishnus Leib, den Gopis und dem Chakra-Tirtha. Diese Aussagen sind religiöse Ursprungserzählungen, keine geologische Beschreibung der Tonerde.
Das Zeichen wird je nach Lebensstand an verschiedenen Körperstellen angebracht. Genannt werden Stirn, Herz, Kehle, Oberarme, Scheitel und insgesamt zwölf traditionelle Stellen. Die begleitenden Formeln rufen Keshava, Krishna, Govinda und weitere Namen Vishnus an. So soll der Körper nicht abgewertet, sondern als geheiligter Ort göttlicher Gegenwart verstanden werden.
Om, die drei Linien und der Weg nach oben
Die drei Linien des Zeichens werden mit Brahma, Vishnu und Shiva, den drei Vyahritis, drei Metren, drei Feuern, drei Zeiten, drei Bewusstseinszuständen sowie A, U und M verbunden. Damit wird das äußere Symbol zum verdichteten kosmischen Lehrbild. „Aufwärts“ meint nicht nur die geometrische Richtung der Linien. Es weist auf Erhebung, Sammlung und die Ausrichtung des Bewusstseins auf das Höchste.
Die Schrift gebraucht die Sprache historischer Berechtigungen für Mantras und Rituale. Heute kann man den tieferen Grundgedanken aufnehmen, ohne soziale Ausschlüsse zu übernehmen: Eine machtvolle spirituelle Form sollte mit Verständnis, Respekt und verantwortungsvoller Anleitung verbunden sein.
Meditation im Herzlotus
Der Übergang von Ritual zu Meditation bildet das Herzstück des Textes. In der Mitte des Herzens erscheint eine feine Flamme, leuchtend wie ein Blitz in einer dunklen Regenwolke und zart wie die Spitze einer Wildreisspelze. Dort soll Hari als Sonne des Bewusstseins und als das eigene Selbst erkannt werden.
Diese Bildsprache steht einer breiteren upanishadischen Herzmeditation nahe. Das Göttliche wird nicht als großer äußerer Gegenstand vorgestellt, sondern als subtilste Gegenwart, durch die überhaupt erkannt, geliebt und gelebt werden kann. Die Erkenntnis ist zugleich nichtdual und hingebungsvoll: Vasudeva ist das anfangs- und endlose Sat-Chid-Ananda-Brahman, doch dieses wird durch Bhakti erkannt.
Vasudeva als Selbst aller Wesen
Besonders eindrücklich sind die Bilder vom Öl im Sesam, Feuer im Holz, Ghee in der Milch und Duft in der Blüte. Das Selbst ist nicht abwesend und muss nicht von außen hergestellt werden. Es ist verborgen gegenwärtig und wird durch Läuterung, Sammlung und Erkenntnis offenbar.
Aus dieser Lehre folgt eine Ethik der Achtung. Wenn derselbe Vishnu in beweglichen und unbeweglichen Wesen wohnt, kann Hingabe nicht auf Tempel, Stirnzeichen oder Rezitation beschränkt bleiben. Sie bewährt sich in Ahimsa, Wahrhaftigkeit, Mitgefühl und verantwortlichem Handeln.

Bedeutung der Fruchtverheißungen
Am Ende verheißt die Upanishad Läuterung, die Frucht von Pilgerfahrten und Opfern, unerschütterliche Hingabe, rechte Erkenntnis und Vereinigung mit Vishnu. Solche Aussagen gehören zur religiösen Gattung der phalaśruti, der Verkündigung der Früchte von Studium und Praxis. Sie wollen Vertrauen und Ernsthaftigkeit stärken. Sie sind weder naturwissenschaftliche Garantien noch ein Ersatz für ethische Verantwortung.
Bedeutung für heutige Yogaübende und Yogalehrende
Für Übende kann das Urdhva Pundra ein konkretes religiöses Zeichen sein oder symbolisch verstanden werden: Richte Denken, Fühlen und Handeln immer wieder auf das Höchste aus. Die stärkste Praxis des Textes ist die Verbindung von Gottesnamen, Herzmeditation und der Erkenntnis des einen Selbst in allen.
Für Yogalehrer ist die Schrift zugleich eine Mahnung zu kultureller Genauigkeit. Ein Tilaka ist kein exotisches Dekorationselement. Wer es erklärt oder verwendet, sollte seinen vaishnavitischen Kontext, seine Mantras und seine Bedeutung kennen. Ebenso sollte zwischen traditioneller Glaubensaussage, symbolischer Deutung und empirisch überprüfbarer Wirkung unterschieden werden. So kann die Vasudeva Upanishad inspirieren, ohne vereinnahmt oder verflacht zu werden.
Vasudeva Upanishad – vollständiger Text in Devanagari
यत्सर्वहृदयागारं यत्र सर्वं प्रतिष्ठितम् ।
वस्तुतो यन्निराधारं वासुदेवपदं भजे ॥
ॐ आप्यायन्तु ममाङ्गानि वाक्प्राणश्चक्षुः
श्रोत्रमथो बलमिन्द्रियाणि च ॥ सर्वाणि सर्वं ब्रह्मोपनिषदं
माहं ब्रह्म निराकुर्यां मा मा ब्रह्म निराकरोदनिराकरणमस्त्वनिराकरणं मेऽस्तु
तदात्मनि निरते य उपनिषत्सु धर्मास्ते मयि सन्तु ते मयि सन्तु ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
ॐ नमस्कृत्य भगवान्नारदः सर्वेश्वरं वासुदेवं पप्रच्छ
अधीहि भगवन्नूर्ध्वपुण्ड्रविधिं द्रव्यमन्त्रस्थानादिसहितं मे
ब्रूहीति ।
तं होवाच भगवान्वासुदेवो वैकुण्ठस्थानादुत्पन्नं
मम प्रीतिकरं मद्भक्तैर्ब्रह्मादिभिर्धारितं विष्णुचन्दनं
ममाङ्गे प्रतिदिनमालिप्तं गोपीभिः प्रक्षालनाद्गोपीचन्दनमाख्यातं
मदङ्गलेपनं पुण्यं चक्रतीर्थान्तःस्थितं
चक्रसमायुक्तं पीतवर्णं मुक्तिसाधनं भवति ।
अथ गोपीचन्दनं नमस्कृत्वोद्धृत्य ।
गोपीचन्दन पापघ्न विष्णुदेहसमुद्भव ।
चक्राङ्कित नमस्तुभ्यं धारणान्मुक्तिदो भव ।
इमं मे गङ्गे इति जलमादाय विष्णोर्नुकमिति मर्दयेत् ।
अतो देवा अवन्तु न इत्येतन्मन्त्रैर्विष्णुगायत्र्या केशवादिनामभिर्वा धारयेत् ।
ब्रह्मचारी वानप्रस्थो वा ललाटहृदयकण्ठबाहूमूलेषु
वैष्णवगायत्र्या कृष्णादिनामभिर्वा धारयेत् ।
इति त्रिवारमभिमन्त्र्य
शङ्खचक्रगदापाणे द्वारकानिलयाच्युत ।
गोविन्द पुण्डरीकाक्ष रक्ष मां शरणागतम् । इति ध्यात्वा
गृहस्थो ललाटादिद्वादशस्थलेष्वनामिकाङ्गुल्या
वैष्णवगायत्र्या केशवादिनामभिर्वा धारयेत् ।
ब्रह्मचारी गृहस्थो वा ललाटहृदयकण्ठबाहूमूलेषु
वैष्णवगायत्र्या कृष्णादिनामभिर्वा धारयेत् ।
यतिस्तर्जन्या शिरोललाटहृदयेषु प्रणवेनैव धारयेत् ।
ब्रह्मादयस्त्रयो मूर्तयस्तिस्रो व्याहृतयस्त्रीणि छन्दांसि
त्रयोऽग्नय इति ज्योतिष्मन्तस्त्रयः कालास्तिस्रोऽवस्थास्त्रय
आत्मानः पुण्ड्रात्रय ऊर्ध्वा अकार उकारो मकार एते
प्रणवमयोर्ध्वपुण्ड्रास्तदात्मा सदेतदोमिति ।
तानेकधा समभवत् ।
ऊर्ध्वमुन्नमयत इत्योङ्काराधिकारी ।
तस्मादूर्ध्वपुण्ड्रं धारयेत् । परमहंसो ललाटे
प्रणवेनैकमूर्ध्वपुण्ड्रं वा धारयेत् ।
तत्त्वप्रदीपप्रकाशं स्वात्मानं पश्यन्योगी
मत्सायुज्यमवाप्नोति । अथ वा न्यस्तहृदयपुण्ड्रमध्ये
वा हृदयकमलमध्ये वा ।
तस्य मध्ये वह्निशिखा अणीयोर्ध्वा व्यवस्थिता ।
नीलतोयदमध्यस्थाद्विद्युल्लेखेव भास्वरा ।
नीवारशूकवत्तन्वी परमात्मा व्यवस्थित इति ।
अतः पुण्ड्रस्थं हृदयपुण्डरीकेषु तमभ्यसेत् ।
क्रमादेवं स्वात्मानं भावयेन्मां परं हरिम् ।
एकाग्रमनसा यो मां ध्यायते हरिमव्ययम् ।
हृत्पङ्कजे च स्वात्मानं स मुक्तो नात्र संशयः ।
मद्रूपमद्वयं ब्रह्म आदिमध्यान्तवर्जितम् ।
स्वप्रभं सच्चिदानन्दं भक्त्या जानाति चाव्ययम् ।
एको विष्णुरनेकेषु जङ्गमस्थावरेषु च ।
अनुस्युतो वसत्यात्मा भूतेष्वहमवस्थितः ।
तैलं तिलेषु काष्ठेषु वह्निः क्षीरे घृतं यथा ।
गन्धः पुष्पेषु भूतेषु तथात्मावस्थितो ह्यहम् ।
ब्रह्मरन्ध्रे भ्रुवोर्मध्ये हृदये चिद्रविं हरिम् ।
गोपीचन्दनमालिप्य तत्र ध्यात्वाप्नुयात्परम् ।
ऊर्ध्वदण्डोर्ध्वरेताश्च ऊर्ध्वपुण्ड्रोर्ध्वयोगवान् ।
ऊर्ध्वं पदमवाप्नोति यतिरूर्ध्वचतुष्कवान् ।
इत्येतन्निश्चितं ज्ञानं मद्भक्त्या सिध्यति स्वयम् ।
नित्यमेकाग्रभक्तिः स्याद्गोपीचन्दनधारणात् ।
ब्राह्मणानां तु सर्वेषां वैदिकानामनुत्तमम् ।
गोपीचन्दनवारिभ्यामूर्ध्वपुण्ड्रं विधीयते ।
यो गोपीचन्दनाभावे तुलसीमूलमृत्तिकाम् ।
मुमुक्षुर्धारयेन्नित्यमपरोक्षात्मसिद्धये ।
अतिरात्राग्निहोत्रभस्मनाग्नेर्भसितमिदं विष्णुस्त्रीणि
पदेति मन्त्रैर्वैष्णवगायत्र्या प्रणवेनोद्धूलनं कुर्यात् ।
एवं विधिना गोपीचन्दनं च धारयेत् ।
यस्त्वधीते वा स सर्वपातकेभ्यः पूतो भवति ।
पापबुद्धिस्तस्य न जायते ।
स सर्वेषु तीर्थेषु स्नातो भवति ।
स सर्वैर्यज्ञैर्याजितो भवति ।
स सर्वैर्देवैः पूज्यो भवति ।
श्रीमन्नारायणे मय्यचञ्चला भक्तिश्च भवति ।
स सम्यग्ज्ञानं च लब्ध्वा विष्णुसायुज्यमवाप्नोति ।
न च पुनरावर्तते न च पुनरावर्तते इत्याह भगवान्वासुदेवः ।
यस्त्वेतद्वाधीते सोऽप्येवमेव भवतीत्यों सत्यमित्युपनिषत् ॥
ॐ आप्यायन्तु ममाङ्गानि वाक्प्राणश्चक्षुः श्रोत्रमथो
बलमिन्द्रियाणि च ॥ सर्वाणि सर्वं ब्रह्मोपनिषदं माहं ब्रह्म
निराकुर्यां मा मा ब्रह्म निराकरोदनिराकरणमस्त्वनिराकरणं मेऽस्तु
तदात्मनि निरते य उपनिषत्सु धर्मास्ते मयि सन्तु ते मयि सन्तु ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
इति वासुदेवोपनिषत्समाप्ता ॥
Vasudeva Upanishad – vollständiger Text in IAST
yatsarvahṛdayāgāraṃ yatra sarvaṃ pratiṣṭhitam |
vastuto yannirādhāraṃ vāsudevapadaṃ bhaje ||
oṃ āpyāyantu mamāṅgāni vākprāṇaścakṣuḥ
śrotramatho balamindriyāṇi ca || sarvāṇi sarvaṃ brahmopaniṣadaṃ
māhaṃ brahma nirākuryāṃ mā mā brahma nirākarodanirākaraṇamastvanirākaraṇaṃ me'stu
tadātmani nirate ya upaniṣatsu dharmāste mayi santu te mayi santu ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
oṃ namaskṛtya bhagavānnāradaḥ sarveśvaraṃ vāsudevaṃ papraccha
adhīhi bhagavannūrdhvapuṇḍravidhiṃ dravyamantrasthānādisahitaṃ me
brūhīti |
taṃ hovāca bhagavānvāsudevo vaikuṇṭhasthānādutpannaṃ
mama prītikaraṃ madbhaktairbrahmādibhirdhāritaṃ viṣṇucandanaṃ
mamāṅge pratidinamāliptaṃ gopībhiḥ prakṣālanādgopīcandanamākhyātaṃ
madaṅgalepanaṃ puṇyaṃ cakratīrthāntaḥsthitaṃ
cakrasamāyuktaṃ pītavarṇaṃ muktisādhanaṃ bhavati |
atha gopīcandanaṃ namaskṛtvoddhṛtya |
gopīcandana pāpaghna viṣṇudehasamudbhava |
cakrāṅkita namastubhyaṃ dhāraṇānmuktido bhava |
imaṃ me gaṅge iti jalamādāya viṣṇornukamiti mardayet |
ato devā avantu na ityetanmantrairviṣṇugāyatryā keśavādināmabhirvā dhārayet |
brahmacārī vānaprastho vā lalāṭahṛdayakaṇṭhabāhūmūleṣu
vaiṣṇavagāyatryā kṛṣṇādināmabhirvā dhārayet |
iti trivāramabhimantrya
śaṅkhacakragadāpāṇe dvārakānilayācyuta |
govinda puṇḍarīkākṣa rakṣa māṃ śaraṇāgatam | iti dhyātvā
gṛhastho lalāṭādidvādaśasthaleṣvanāmikāṅgulyā
vaiṣṇavagāyatryā keśavādināmabhirvā dhārayet |
brahmacārī gṛhastho vā lalāṭahṛdayakaṇṭhabāhūmūleṣu
vaiṣṇavagāyatryā kṛṣṇādināmabhirvā dhārayet |
yatistarjanyā śirolalāṭahṛdayeṣu praṇavenaiva dhārayet |
brahmādayastrayo mūrtayastisro vyāhṛtayastrīṇi chandāṃsi
trayo'gnaya iti jyotiṣmantastrayaḥ kālāstisro'vasthāstraya
ātmānaḥ puṇḍrātraya ūrdhvā akāra ukāro makāra ete
praṇavamayordhvapuṇḍrāstadātmā sadetadomiti |
tānekadhā samabhavat |
ūrdhvamunnamayata ityoṅkārādhikārī |
tasmādūrdhvapuṇḍraṃ dhārayet | paramahaṃso lalāṭe
praṇavenaikamūrdhvapuṇḍraṃ vā dhārayet |
tattvapradīpaprakāśaṃ svātmānaṃ paśyanyogī
matsāyujyamavāpnoti | atha vā nyastahṛdayapuṇḍramadhye
vā hṛdayakamalamadhye vā |
tasya madhye vahniśikhā aṇīyordhvā vyavasthitā |
nīlatoyadamadhyasthādvidyullekheva bhāsvarā |
nīvāraśūkavattanvī paramātmā vyavasthita iti |
ataḥ puṇḍrasthaṃ hṛdayapuṇḍarīkeṣu tamabhyaset |
kramādevaṃ svātmānaṃ bhāvayenmāṃ paraṃ harim |
ekāgramanasā yo māṃ dhyāyate harimavyayam |
hṛtpaṅkaje ca svātmānaṃ sa mukto nātra saṃśayaḥ |
madrūpamadvayaṃ brahma ādimadhyāntavarjitam |
svaprabhaṃ saccidānandaṃ bhaktyā jānāti cāvyayam |
eko viṣṇuranekeṣu jaṅgamasthāvareṣu ca |
anusyuto vasatyātmā bhūteṣvahamavasthitaḥ |
tailaṃ tileṣu kāṣṭheṣu vahniḥ kṣīre ghṛtaṃ yathā |
gandhaḥ puṣpeṣu bhūteṣu tathātmāvasthito hyaham |
brahmarandhre bhruvormadhye hṛdaye cidraviṃ harim |
gopīcandanamālipya tatra dhyātvāpnuyātparam |
ūrdhvadaṇḍordhvaretāśca ūrdhvapuṇḍrordhvayogavān |
ūrdhvaṃ padamavāpnoti yatirūrdhvacatuṣkavān |
ityetanniścitaṃ jñānaṃ madbhaktyā sidhyati svayam |
nityamekāgrabhaktiḥ syādgopīcandanadhāraṇāt |
brāhmaṇānāṃ tu sarveṣāṃ vaidikānāmanuttamam |
gopīcandanavāribhyāmūrdhvapuṇḍraṃ vidhīyate |
yo gopīcandanābhāve tulasīmūlamṛttikām |
mumukṣurdhārayennityamaparokṣātmasiddhaye |
atirātrāgnihotrabhasmanāgnerbhasitamidaṃ viṣṇustrīṇi
padeti mantrairvaiṣṇavagāyatryā praṇavenoddhūlanaṃ kuryāt |
evaṃ vidhinā gopīcandanaṃ ca dhārayet |
yastvadhīte vā sa sarvapātakebhyaḥ pūto bhavati |
pāpabuddhistasya na jāyate |
sa sarveṣu tīrtheṣu snāto bhavati |
sa sarvairyajñairyājito bhavati |
sa sarvairdevaiḥ pūjyo bhavati |
śrīmannārāyaṇe mayyacañcalā bhaktiśca bhavati |
sa samyagjñānaṃ ca labdhvā viṣṇusāyujyamavāpnoti |
na ca punarāvartate na ca punarāvartate ityāha bhagavānvāsudevaḥ |
yastvetadvādhīte so'pyevameva bhavatītyoṃ satyamityupaniṣat ||
oṃ āpyāyantu mamāṅgāni vākprāṇaścakṣuḥ śrotramatho
balamindriyāṇi ca || sarvāṇi sarvaṃ brahmopaniṣadaṃ māhaṃ brahma
nirākuryāṃ mā mā brahma nirākarodanirākaraṇamastvanirākaraṇaṃ me'stu
tadātmani nirate ya upaniṣatsu dharmāste mayi santu te mayi santu ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
iti vāsudevopaniṣatsamāptā ||
Vasudeva Upanishad – vollständige deutsche Übersetzung
Eröffnungsvers der Vasudeva Upanishad
Ich verehre den Zustand Vasudevas, der die Wohnstatt aller Herzen ist, in dem alles gegründet ist und der in Wahrheit selbst ohne äußere Grundlage besteht.
Eröffnendes Shanti Mantra der Vasudeva Upanishad
Om. Mögen meine Glieder erstarken – Rede, Prana, Augen, Ohren, Kraft und alle Sinne. Alles ist das Brahman der Upanishaden. Möge ich Brahman nicht zurückweisen; möge Brahman mich nicht zurückweisen. Möge keine Zurückweisung geschehen; möge bei mir keine Zurückweisung sein. Mögen die in den Upanishaden verkündeten Eigenschaften in mir sein, der ich dem Atman hingegeben bin; mögen sie in mir sein. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Prosastelle 1 – Naradas Frage nach dem Urdhva Pundra
Om. Nachdem der ehrwürdige Narada den allherrschenden Vasudeva verehrt hatte, fragte er: „Lehre mich, o Erhabener, die Vorschrift für das Urdhva Pundra; erkläre mir die zugehörige Substanz, die Mantras, die Körperstellen und alles Weitere.“
Prosastelle 2 – Ursprung und Bedeutung des Gopichandana
Der ehrwürdige Vasudeva antwortete ihm: „Das Vishnu-Chandana ist aus der Stätte Vaikuntha hervorgegangen, bereitet mir Freude und wird von meinen Verehrern – von Brahma an – getragen. Weil es täglich auf meinen Körper aufgetragen und von den Gopis abgewaschen wurde, heißt es Gopichandana. Diese heilige Salbung meines Leibes befindet sich im Bereich des Chakra-Tirtha, trägt das Zeichen des Diskus, ist gelb und gilt als Mittel zur Befreiung.“
Prosastelle 3 – Das ehrfürchtige Aufnehmen der Tonerde
Dann soll man sich vor dem Gopichandana verneigen und es ehrfürchtig aufnehmen.
Mantra an das Gopichandana
„O Gopichandana, du Tilger der Verfehlungen, aus Vishnus Leib hervorgegangen und mit dem Diskus gezeichnet: Verehrung sei dir. Schenke durch dein Tragen Befreiung.“
Prosastelle 4 – Bereitung mit Wasser
Mit den Worten „imaṃ me gaṅge“ soll man Wasser nehmen und die Tonerde unter dem Vers „viṣṇor nu kam“ verreiben.
Prosastelle 5 – Mantras beim Auftragen
Man soll das Zeichen mit den Mantras, die mit „ato devā avantu naḥ“ beginnen, mit der Vishnu-Gayatri oder mit den Namen Keshava und den weiteren Namen Vishnus auftragen.
Prosastelle 6 – Vorschrift für Brahmachari und Vanaprastha
Ein Brahmachari oder Vanaprastha soll das Zeichen an Stirn, Herz, Kehle und Oberarmen anlegen, indem er die vaishnavitische Gayatri oder die Namen Krishnas und weitere Gottesnamen verwendet.
Schutzmantra an Vishnu-Krishna
Nachdem man es dreimal so mit dem Mantra versehen hat, meditiert man: „O du, der Muschel, Diskus und Keule in den Händen hält; o Achyuta, Bewohner Dvarakas; o Govinda, Lotusäugiger, beschütze mich, der ich bei dir Zuflucht gesucht habe.“
Prosastelle 7 – Vorschrift für den Haushälter
Der Haushälter soll das Zeichen mit dem Ringfinger an zwölf Stellen – beginnend mit der Stirn – anlegen und dabei die vaishnavitische Gayatri oder die Namen Keshavas und die weiteren Namen Vishnus verwenden.
Prosastelle 8 – Weitere Vorschrift für Brahmachari und Haushälter
Ein Brahmachari oder Haushälter soll das Zeichen an Stirn, Herz, Kehle und den Ansätzen der Arme anlegen, begleitet von der vaishnavitischen Gayatri oder von Namen Krishnas.
Prosastelle 9 – Vorschrift für den Yati
Ein Yati soll es mit dem Zeigefinger auf Scheitel, Stirn und Herz anlegen und dabei allein den Pranava verwenden.
Prosastelle 10 – Die Dreiheiten des Urdhva Pundra
Brahma und die beiden anderen bilden die drei göttlichen Gestalten; dazu kommen die drei Vyahritis, drei Metren, drei Feuer, drei lichtvolle Zeiten, drei Bewusstseinszustände und drei Formen des Selbst. Die drei aufwärts gerichteten Linien entsprechen A, U und M. Diese Urdhva-Pundras bestehen aus dem Pranava; ihr innerstes Wesen ist das immerwährende Om.
Prosastelle 11 – Das Eine wird vielfältig
Das Eine trat in diesen Formen als Vielheit hervor.
Prosastelle 12 – Die aufwärtsführende Kraft des Om
Wer zum Om-Laut befähigt ist, soll das Bewusstsein nach oben erheben – so deutet der Text das Urdhva, das „Aufwärtsgerichtete“.
Prosastelle 13 – Das Zeichen des Paramahamsa
Darum soll man das Urdhva Pundra tragen. Ein Paramahamsa kann auf der Stirn auch ein einziges aufwärts gerichtetes Zeichen anlegen und dabei den Pranava sprechen.
Prosastelle 14 – Schau des eigenen Selbst
Der Yogi, der sein eigenes Selbst als das Licht der Leuchte der Wahrheit schaut, erlangt Vereinigung mit mir. Er kann es inmitten des auf dem Herzen angebrachten Zeichens oder in der Mitte des Herzlotus betrachten.
Meditationsvers 1 – Die Flamme im Herzen
In dessen Mitte befindet sich eine äußerst feine, nach oben gerichtete Feuerflamme.
Meditationsvers 2 – Leuchten wie ein Blitz
Sie leuchtet wie die Spur eines Blitzes inmitten einer dunkelblauen Regenwolke.
Meditationsvers 3 – Der feine Paramatman
Fein wie die Spitze einer Wildreisspelze ist dort der Paramatman, das höchste Selbst, gegenwärtig.
Prosastelle 15 – Übung im Herzlotus
Darum soll man ihn, der im heiligen Zeichen gegenwärtig ist, im Lotus des Herzens meditativ üben.
Meditationsvers 4 – Das Selbst als höchster Hari
Schrittweise soll man so das eigene Selbst als mich, den höchsten Hari, vergegenwärtigen.
Meditationsvers 5 – Befreiung durch Sammlung im Herzen
Wer mich, den unvergänglichen Hari, mit einpünktigem Geist im Lotus des Herzens als das eigene Selbst meditiert, ist befreit – daran besteht kein Zweifel.
Meditationsvers 6 – Vasudeva als Sat-Chid-Ananda
Durch Bhakti erkennt er meine Gestalt als das nichtduale, unvergängliche Brahman: ohne Anfang, Mitte und Ende, aus sich selbst leuchtend und Sat Chid Ananda – Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit.
Unnummerierter Vers – Vishnu als inneres Selbst aller Wesen
Der eine Vishnu wohnt, alles durchdringend, als Selbst in den vielen beweglichen und unbeweglichen Wesen. Ich bin in allen Geschöpfen gegenwärtig.
Unnummerierter Vers – Das verborgene Selbst
Wie Öl in Sesamsamen, Feuer im Holz, Butterfett in der Milch und Duft in den Blüten verborgen sind, so bin ich wahrhaftig als Atman in den Wesen gegenwärtig.
Unnummerierter Vers – Meditation an Scheitel, Stirn und Herz
Nachdem man Gopichandana an Scheitelöffnung, Augenbrauenmitte und Herz aufgetragen hat, soll man dort Hari als Sonne des Bewusstseins meditieren und so das Höchste erlangen.
Unnummerierter Vers – Die vier aufwärtsgerichteten Merkmale
Der Yati, der den aufrechten Stab trägt, seine schöpferische Kraft nach oben lenkt, das aufwärts gerichtete Zeichen trägt und im aufwärtsführenden Yoga gegründet ist – wer diese vier Formen des Urdhva besitzt, erlangt den höchsten Zustand.
Unnummerierter Vers – Erkenntnis und beständige Hingabe
Diese sichere Erkenntnis reift von selbst durch Hingabe an mich. Das Tragen des Gopichandana soll beständig an einpünktige Bhakti erinnern und sie fördern.
Unnummerierter Vers – Das Urdhva Pundra als vedisches Zeichen
Für die der vedischen Überlieferung folgenden Brahmanen wird das Urdhva Pundra aus Gopichandana und Wasser als vorzüglichstes Zeichen vorgeschrieben.
Unnummerierter Vers – Tulasi-Erde als Ersatz
Wenn kein Gopichandana vorhanden ist, soll ein nach Befreiung Strebender beständig Erde von der Wurzel des Tulasi tragen, um die unmittelbare Verwirklichung des Selbst zu erlangen.
Prosastelle 16 – Verwendung von heiliger Asche
Mit Asche aus dem Atiratra- oder Agnihotra-Feuer soll man die rituelle Bestäubung vollziehen und dabei die in der Textüberlieferung verkürzt genannten Formeln „agner bhasitam“, „idaṃ viṣṇuḥ“ und „trīṇi padā“, die vaishnavitische Gayatri oder den Pranava verwenden.
Prosastelle 17 – Abschließende Anwendungsvorschrift
Auf diese vorgeschriebene Weise soll man auch das Gopichandana tragen.
Prosastelle 18 – Läuterung von Verfehlungen
Wer diese Lehre studiert, so verheißt der Text, wird von allen schweren Verfehlungen geläutert.
Prosastelle 19 – Reinigung des Denkens
In ihm entsteht keine auf Unrecht gerichtete Gesinnung.
Prosastelle 20 – Frucht aller Pilgerbäder
Er gilt als jemand, der in allen heiligen Pilgergewässern gebadet hat.
Prosastelle 21 – Frucht aller Opfer
Er gilt als jemand, der durch alle Opferhandlungen Verehrung dargebracht hat.
Prosastelle 22 – Verehrung durch alle Götter
Er wird der Verehrung durch alle Götter würdig.
Prosastelle 23 – Unerschütterliche Hingabe an Narayana
In ihm entsteht unerschütterliche Hingabe an mich, den erhabenen Narayana.
Prosastelle 24 – Erkenntnis und Vereinigung mit Vishnu
Nachdem er rechte Erkenntnis erlangt hat, erreicht er die Vereinigung mit Vishnu.
Prosastelle 25 – Keine Wiederkehr
„Und er kehrt nicht wieder, er kehrt nicht wieder“, sprach der ehrwürdige Vasudeva.
Prosastelle 26 – Schluss der Lehre
Wer dies studiert, wird ebenfalls eben so. Om. Dies ist Wahrheit. So lautet die Upanishad.
Abschließendes Shanti Mantra der Vasudeva Upanishad
Om. Mögen meine Glieder erstarken – Rede, Prana, Augen, Ohren, Kraft und alle Sinne. Alles ist das Brahman der Upanishaden. Möge ich Brahman nicht zurückweisen; möge Brahman mich nicht zurückweisen. Möge keine Zurückweisung geschehen; möge bei mir keine Zurückweisung sein. Mögen die in den Upanishaden verkündeten Eigenschaften in mir sein, der ich dem Atman hingegeben bin; mögen sie in mir sein. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Kolophon der Vasudeva Upanishad
Damit ist die Vasudeva Upanishad beendet.
Die fünf wichtigsten Empfehlungen der Vasudeva Upanishad
1. Mache jedes äußere Zeichen zu einer inneren Erinnerung.
Ob du ein Tilaka trägst oder nicht: Richte dich morgens bewusst auf das Göttliche aus und frage dich im Tageslauf, ob dein Denken und Handeln dieser Ausrichtung entspricht.
2. Meditiere über das Licht im Herzen.
Stelle dir einige Minuten lang eine feine, ruhige Flamme im Herzraum vor. Verbinde sie mit dem Gedanken: „Das eine Bewusstsein leuchtet in mir und in allen.“
3. Verbinde Bhakti und Selbsterkenntnis.
Wiederhole einen Namen wie „Om Namo Narayanaya“ mit Hingabe und erforsche zugleich, wer die Gegenwart dieses Mantras wahrnimmt.
4. Achte die religiöse Herkunft der Symbole.
Verwende Gopichandana und Urdhva Pundra nicht als exotischen Schmuck. Lerne Bedeutung und Kontext und gehe respektvoll mit einer lebendigen Tradition um.
5. Erkenne Vasudeva in allen Wesen.
Lass die Lehre vom alldurchdringenden Selbst in Ahimsa, Freundlichkeit und verantwortlichem Dienst praktisch werden.
Literatur und Quellen
- Vasudeva Upanishad – verwendete Devanagari-Textgrundlage bei Sanskrit Documents
- Vasudeva Upanishad – englische Vergleichsübersetzung von P. R. Ramachander
- T. M. P. Mahadevan: Upaniṣads: Selections from 108 Upaniṣads. Motilal Banarsidass.
- S. G. Desai: A Critical Study of the Later Upanishads. Bharatiya Vidya Bhavan, 1996.
- S. M. Srinivasa Chari: Vaiṣṇavism: Its Philosophy, Theology, and Religious Discipline. Motilal Banarsidass, 1994.
- Upanishaden – Online-Buch von Swami Krishnananda
Redaktioneller Hinweis: Die deutsche Übersetzung und die Wort-für-Wort-Erläuterungen wurden für diesen Artikel neu erarbeitet. Sanskrit-Komposita werden dort, wo eine künstliche Zerlegung den Sinn verdunkeln würde, als vollständige Sinngruppen erklärt. Traditionelle Fruchtverheißungen werden als Aussagen des Quellentextes wiedergegeben und nicht als wissenschaftlich oder medizinisch garantierte Wirkungen verstanden.
Siehe auch
- Mudgala Upanishad
- Gopalatapaniya Upanishad
- Narayana Upanishad
- Krishna Upanishad
- Urdhva Pundra
- Vishnu
- Krishna
- Bhakti Yoga
- Vedanta
- Upanishaden
Weblinks
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