Tripurasundari Shodashopachara nach dem Brihat Tantrasara

Aus Yogawiki

Tripurasundari Shodashopachara nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um Tripurasundari durch die poetisch gestalteten sechzehn Darbringungen zu verehren.

Voraussetzungen

Vorausgesetzt sind die Kenntnis von Puja und Sanskritrezitation sowie der zu dieser Gottheitsform gehörenden Reinigung, Nyasas und Mudras. Wo die Quelle auf die allgemeine Paddhati verweist, gehört diese Vorbereitung zur Durchführung. Die Besonderheiten und die konkret belegten Formeln folgen unten.

Vorbereitung und Ritualmittel

Die verfügbaren Verehrungsgaben: Wasser, Duft, Gewand oder Tuch, Schmuck, Spiegel, Blumen, Räucherwerk, Lampe, Speise; die weiteren Ehren nach Möglichkeit.

Umfang und Überlieferung

Die Benennung Shodashopachara wird bewahrt. Der Text spricht von sechzehn Versen, während die überlieferte Nummerierung darüber hinausgeht. Keine Verse werden entfernt, um die Zahl künstlich passend zu machen.

Durchführung

  1. Bereite die Darbringung als Verehrung der bereits angerufenen Tripurasundari vor. Stelle die verfügbaren Gaben in der Reihenfolge der Verse bereit.
  2. Rezitiere die Verse P5-0015–0022 und verbinde sie mit Padukas, Thron und Salbung, Haarpflege und Bad, Duft, Gewand, Schmuck, Stirnschmuck und Spiegel.
  3. Bringe mit P5-0023–0027 Blumen, Räucherwerk, Licht, Speise und Betel dar. Jeder Vers ist eine vollständige Rezitationsformel und steht unten mit deutscher Übersetzung.
  4. Vergegenwärtige mit P5-0028–0030 Sonnenschirm, Wedel, Klang, Tanz und Musik als königliche Ehren. Nicht materiell vorhandene Bilddetails werden in der poetischen Anrede vorgestellt; die Verse selbst fordern nicht den Besitz goldener Gefäße.
  5. Beende mit der Hingabebitte P5-0031. P5-0032 erklärt den Zusammenhang dieser Verse als eine Darbringungsfolge.

Sanskrit und deutsche Übersetzung

P5-0015 · 1
atha tripurasundaryāḥ ṣoḍaśopacāramantrāḥ
udyaccandanakuṃkumāruṇapayodhārābhirāplvāvitāṃ,
nānānarghyamaṇipravālaghaṭitāṃ dattāṃ gṛhāṇāmbike |
āmṛṣṭāṃ surasundarībhirabhito hastāmbujairbhaktito, mātaḥ sundari
bhaktakalpalatike śrīpādukāmādarāt
|| 1 ||

Nun die Mantras der sechzehn Darbringungen für Tripurasundarī. „O Ambikā, Mutter Sundarī, Wunscherfüllungsranke für die Verehrer! Nimm ehrerbietig die dargebrachten heiligen Sandalen an, die von rötlichen Strömen aus Sandelholz und Safran übergossen, mit vielfältigen unschätzbaren Edelsteinen und Korallen besetzt und von den schönen Göttinnen ringsum mit ihren Lotushänden hingebungsvoll gereinigt sind.“


P5-0016 · 2
devendrādibhirarcitaṃ suragaṇairādāya siṃhāsanaṃ
cañcatkāñcanasañcayābhiracitaṃ cāruprabhābhāsvaram |
etaccampakaketakīparimalaṃ tailaṃ mahānirmalaṃ,
gandhodvartanamādareṇa taruṇī dattaṃ gṛhāṇāmbike
|| 2 ||

Nachdem du den Löwenthron eingenommen hast, den Indra und die übrigen Götterscharen verehren, der aus glänzendem Gold gestaltet ist und in schöner Helligkeit strahlt, nimm, o Ambikā, dieses von einer jungen Frau ehrerbietig dargebrachte, überaus reine Öl zum duftenden Einreiben an, das nach Campaka und Ketakī duftet.


P5-0017 · 3
paścāddevi gṛhāṇa śambhugṛhiṇi śrīsundari prāyaśo,
gandhadravyasamūhanirbharataraṃ dhātrīphalaṃ nirmalam |
tatkeśāna pariśodhya kaṅkatikayā mandākinīsrotasi, snātvā
projvalagandhakaṃ bhavatu te śrīsundari tvanmude
|| 3 ||

Danach, o Göttin, Gemahlin Śambhus, heilige Sundarī, nimm die reine Āmalaka-Frucht an, reich versehen mit vielerlei Duftstoffen. Reinige damit dein Haar, kämme es und bade im Strom der Mandākinī. Das glänzende Duftmittel möge dir zur Freude dienen, o heilige Sundarī. [Die Lesart projvalagandhakaṃ ist unsicher.]


P5-0018 · 4
surādhipatikāminīkarasarojanālīdhṛtāṃ,
sacandanakuṃkumāgurubhareṇa vibhrājitām |
mahāparimalojvalāṃ sarasaśuddhakantūrikāṃ, gṛhāṇa varadāyini
tripurasundari śrīpade
|| 4 ||

O Gaben spendende Tripurasundarī, du von heiliger Würde, nimm den frischen, reinen Moschus an, der in den Lotushänden der Gemahlin des Götterherrn ruht, durch reichliches Sandelholz, Safran und Aloeholz glänzt und von mächtigem Duft erfüllt ist. [kantūrikāṃ ist eine beschädigte Lesart.]


P5-0019 · 5
gandharvāmarakinnarapriyatamāsantānahastāmbujaprastārairdhriyamā-
namuttamataraṃ kāśmīrajāpiñjaram |
mātarbhāsvarabhānumaṇḍalalasatkāntipradānojvalaṃ, cainaṃ
nirmalamātanotu vasanaṃ śrīsundari tvanmude
|| 5 ||

Mutter, dieses vorzügliche, goldgelbe Gewand aus Kaschmir, von den ausgebreiteten Lotushänden der geliebten Frauen der Gandharvas, Götter und Kinnaras gehalten, möge reine Schönheit entfalten und dir Freude bereiten, o heilige Sundarī; es leuchtet mit der Pracht des strahlenden Sonnenrunds.


P5-0020 · 6
svarṇākalpitakuṇḍale śrutiyuge hastāmbuje mudrikā, madhye
sarāsanā nitambaphalake mañjīramaghridvaye |
hāro vakṣasi kaṅkaṇau kvaṇaraṇatkārau karadvandvake, vinyastaṃ,
mukuṭaṃ śirasyanudinaṃ dattonmudaṃ stūyatām
|| 6 ||

Goldene Ohrringe an beiden Ohren, ein Ring an der Lotushand, ein Gürtel um die Mitte und die Hüften, Fußglöckchen an beiden Füßen, eine Kette auf der Brust, klingende Armreifen an beiden Händen und eine Krone auf dem Haupt: Der täglich dargebrachte Schmuck, der große Freude schenkt, sei gepriesen. [sarāsanā und aghri sind unsichere Lesarten.]


P5-0021 · 7
grīvāyāṃ dhṛtakāntikāntapaṭalaṃ graiveyakaṃ sundaraṃ, sindūraṃ
vilasallalāṭaphalake saundaryamudrādharam |
rājatkajjavalamujjvalotpaladalaśrīmocane locane, taddivyauṣadhinirmitaṃ
racayatu śrīśāmbhavi śrīpade
|| 7 ||

Ein schönes Halsgeschmeide, dessen Glanz die Schönheit des Halses trägt; Zinnober auf der leuchtenden Stirnfläche, der das Siegel der Schönheit bildet; strahlende Augenschminke, durch die die Augen den Glanz heller Lotusblätter entfalten: Der aus göttlichen Heilpflanzen bereitete Schmuck möge dich zieren, o heilige Śāmbhavī von heiliger Würde. [Mehrere Wörter sind in der Vorlage beschädigt.]


P5-0022 · 9
amandataramandaronmathitadugdhasindhudbhuvaṃ niśākarakaropamaṃ
tripurasundari śrīpade |
gṛhāṇa mukhamīkṣituṃ mukuravimbāvidrumairvinirmitamaghacchide
ratikarāmbujasthāyinam |
kastūrīdravacandanāgurusudhādhārābhirāplāvitaṃ,
cañcaccampakapāṭalādisurabhidravyaiḥ sugandhīkṛtam |
devastrīgaṇamastakasthitamahāratnādikumbhavrajairambhaḥ śāmbhavi
vimalaṃ saṃbhrameṇa dattaṃ gṛhāṇāmbike
|| 9 ||

O Tripurasundarī von heiliger Würde, du Beseitigerin des Übels, nimm den in Ratis Lotushand ruhenden Spiegel an, um dein Gesicht zu betrachten: Er gleicht einem Mondstrahl und ist aus [mukuravimbāvidruma: Materialangabe beschädigt] gefertigt, aus dem Milchozean hervorgegangen, als der Mandara ihn heftig aufwühlte. O Śāmbhavī, Ambikā, nimm das reine Wasser an, das voll Eifer dargebracht wird, mit Nektarströmen aus flüssigem Moschus, Sandelholz und Aloeholz durchtränkt, mit duftendem Campaka, Pāṭala und anderen Stoffen parfümiert und in großen, edelsteinbesetzten Krügen auf den Häuptern der Göttinnen getragen. [Der Spiegelvers trägt in der Vorlage keine eigene Schlussnummer; er steht hier zusammen mit dem als 9 bezeichneten Wasservers.]


P5-0023 · 10
kahlārotpalanāgakeśarasarojākhyāvalīmālatīmallīkairavaketakādi-
kusumaiḥ raktāśvamārādibhiḥ |
puṣpairmālya bhareṇa vai surabhiṇā nānārasasrotasā,
tāmrāmbhojanivāsinīṃ bhagavatīṃ śrīsundarīṃ pūjaye
|| 10 ||

Ich verehre die erhabene Śrī Sundarī, die im kupferroten Lotus wohnt, mit Kahlāra, Utpala, Nāgakeśara, Lotus, [ākhyāvalī: Lesung unsicher], Mālatī, Mallikā, Kairava, Ketakī und anderen Blüten, mit rotem Oleander und weiteren Blumen, mit einer Fülle duftender Kränze und Strömen vielfältiger Säfte.


P5-0024 · 11
māṃsīguggulacandanāgururajaḥkarpūraśaileyajairmādhvīkaiḥ saha
kuṃkumaiḥ surabhitaiḥ sarpirbhirāmiśritaḥ |
saurabhyāsthitimandire maṇimaye pātre'bhavatprītaye dhūpo'yaṃ
surakāminīviracitaḥ śrīsundari tvanmude
|| 11 ||

Dieser von einer Götterfrau bereitete Weihrauch aus Māṃsī, Guggulu, Sandelholz- und Aloeholzpulver, Kampfer, Śaileya, duftendem Safran und Madhvīka, vermischt mit geklärter Butter, ruht im edelsteinbesetzten Gefäß in der Stätte des Wohlgeruchs. Er möge dir Wohlgefallen und Freude bringen, o heilige Sundarī.


P5-0025 · 12
ghṛtadravaparisphuradruciraratnayaṣṭyānvito mahātimiranāśanaḥ
suranitambinīnirmitaḥ |
suvarṇacaṣakasthitaḥ saghanasāravartyānvitastavatripurasundari sphuratu
devi dīpo mude
|| 12 ||

O Göttin Tripurasundarī, die von einer göttlichen Frau bereitete Lampe möge zu deiner Freude strahlen: In einem goldenen Becher, mit einem Kampferdocht und einer schönen edelsteinbesetzten Halterung, leuchtet sie durch flüssige geklärte Butter und vertreibt große Finsternis.


P5-0026 · 13
jātīsaurabhanirbharaṃ rucikaraṃ śālyodanaṃ nirmalaṃ, yuktaṃ
hiṃgumarīcajīrasurabhidravyānvitairvyañjanaiḥ |
pakvānnena sapāyasenamadhunā dadhyājyasaṃmiśritaṃ, naivedyaṃ
surakāminīviracitaṃ śrīsundari tvanmude
|| 13 ||

O heilige Sundarī, die von einer Götterfrau bereitete Speisegabe möge dir Freude bereiten: reiner, schmackhafter Reis, reich an Jātī-Duft, mit Beilagen aus duftenden Zutaten wie Asafoetida, Pfeffer und Kreuzkümmel, mit gekochten Speisen und Milchreis, vermischt mit Honig, Dickmilch und geklärter Butter.


P5-0027 · 14
lavaṅgakalikojjvalaṃ bahulanāgavallīdalaṃ sajātiphalakomalaṃ
saghanasārapūgīphalam |
sudhāmadhurimākulaṃ ruciratnapātrasthitaṃ, gṛhāṇa mukhapaṅkaje
sphuritamanba tāmbūlakam
|| 14 ||

O Mutter, nimm in deinem Lotusmund den Betel an, der mit glänzenden Gewürznelkenknospen, vielen Betelblättern, zarter Muskatnuss, Kampfer und Arekanuss versehen ist, von nektargleicher Süße erfüllt und in einem schönen Edelsteingefäß dargebracht wird.


P5-0028 · 15
śaratprabhavacandramaḥsphuritacandrikāsundaraṃ,
dalatsurataraṅgiṇīlalitamauktikāḍambaram |
gṛhāṇa navakāñcanaprabhavadaṇḍakhaṇḍojjvalaṃ,
mahātripurasundari prakaṭamātapatraṃ mahat
|| 15 ||

O Mahātripurasundarī, nimm den großen, ausgebreiteten Sonnenschirm an, schön wie das leuchtende Mondlicht des Herbstmondes, mit prachtvollen Perlen aus den sich öffnenden Wellen des Götterstroms und einem glänzenden Stab aus neuem Gold.


P5-0029 · 16
mātastvanmudamātanotu subhagastrībhiḥ sadāndolitaṃ, śubhraṃ
cāmaramindukundasadṛśaṃ prasvedaduḥkhāpaham |
sadyo'gastya-vasiṣṭhanāradaśukavyāsādivālmīkibhiḥ sve citte
kriyamāṇa eva kurutāṃ śarmāṇi vedadhvaniḥ
|| 16 ||

Mutter, der von schönen Frauen unablässig geschwenkte weiße Yakhaarwedel, dem Mond und den Kundablüten gleich, möge dir Freude bereiten und die Beschwerde des Schwitzens vertreiben. Der Klang des Veda, den Agastya, Vasiṣṭha, Nārada, Śuka, Vyāsa, Vālmīki und andere in ihrem eigenen Geist hervorbringen, möge dir sogleich Wohlergehen bereiten.


P5-0030 · 17
svāṅgane veṇumṛdaṅga śaṅkhabherīninādairupagīyamānā |
kolāhalairākulitā tavāstuvidyādharīnṛtyakalāsukhāya
|| 17 ||

In deinem eigenen Hof werde die Tanzkunst der Vidyādharī zum Vergnügen für dich, begleitet von Flöten, Mṛdaṅga-Trommeln, Muschelhörnern und großen Trommeln, erfüllt vom lauten Klang der Musik.


P5-0031 · 18
devibhaktirasabhāvitavṛtte prīyatāṃ yadi kuto'pi labhyate |
tatranaunyamapi satphalamekaṃ janmakoṭibhirapīha na labhyam
|| 18 ||

Göttin, deren Wesen vom Geschmack der Hingabe durchdrungen ist, mögest du erfreut sein, wenn [eine solche Verehrung] auf irgendeine Weise erlangt wird. Ihre eine wahre Frucht ist selbst in Millionen Geburten nicht zu erreichen. [Die Lesart tatranaunyamapi ist beschädigt; der genaue Satzanschluss bleibt unsicher.]


P5-0032 · 19
etaiḥ ṣoḍaśabhiḥ padyairupacāropakalpitaiḥ |
yaḥ parāṃ devatāṃ stauti sa teṣāṃ phalamāpnuyāt
|| 19 ||

Wer die höchste Gottheit mit diesen sechzehn, als Darbringungen gestalteten Versen preist, erlangt deren Frucht. [Der Text nennt sechzehn Verse, obwohl die überlieferte Nummerierung bis 19 reicht.]


Sanskrit in Devanagari

Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.

P5-0015 · 1
अथ त्रिपुरसुन्दर्याः षोडशोपचारमन्त्राः
उद्यच्चन्दनकुंकुमारुणपयोधाराभिराप्ल्वावितां,
नानानर्घ्यमणिप्रवालघटितां दत्तां गृहाणाम्बिके ।
आमृष्टां सुरसुन्दरीभिरभितो हस्ताम्बुजैर्भक्तितो, मातः सुन्दरि
भक्तकल्पलतिके श्रीपादुकामादरात्
॥ १ ॥

P5-0016 · 2
देवेन्द्रादिभिरर्चितं सुरगणैरादाय सिंहासनं
चञ्चत्काञ्चनसञ्चयाभिरचितं चारुप्रभाभास्वरम् ।
एतच्चम्पककेतकीपरिमलं तैलं महानिर्मलं,
गन्धोद्वर्तनमादरेण तरुणी दत्तं गृहाणाम्बिके
॥ २ ॥

P5-0017 · 3
पश्चाद्देवि गृहाण शम्भुगृहिणि श्रीसुन्दरि प्रायशो,
गन्धद्रव्यसमूहनिर्भरतरं धात्रीफलं निर्मलम् ।
तत्केशान परिशोध्य कङ्कतिकया मन्दाकिनीस्रोतसि, स्नात्वा
प्रोज्वलगन्धकं भवतु ते श्रीसुन्दरि त्वन्मुदे
॥ ३ ॥

P5-0018 · 4
सुराधिपतिकामिनीकरसरोजनालीधृतां,
सचन्दनकुंकुमागुरुभरेण विभ्राजिताम् ।
महापरिमलोज्वलां सरसशुद्धकन्तूरिकां, गृहाण वरदायिनि
त्रिपुरसुन्दरि श्रीपदे
॥ ४ ॥

P5-0019 · 5
गन्धर्वामरकिन्नरप्रियतमासन्तानहस्ताम्बुजप्रस्तारैर्ध्रियमा-
नमुत्तमतरं काश्मीरजापिञ्जरम् ।
मातर्भास्वरभानुमण्डललसत्कान्तिप्रदानोज्वलं, चैनं
निर्मलमातनोतु वसनं श्रीसुन्दरि त्वन्मुदे
॥ ५ ॥

P5-0020 · 6
स्वर्णाकल्पितकुण्डले श्रुतियुगे हस्ताम्बुजे मुद्रिका, मध्ये
सरासना नितम्बफलके मञ्जीरमघ्रिद्वये ।
हारो वक्षसि कङ्कणौ क्वणरणत्कारौ करद्वन्द्वके, विन्यस्तं,
मुकुटं शिरस्यनुदिनं दत्तोन्मुदं स्तूयताम्
॥ ६ ॥

P5-0021 · 7
ग्रीवायां धृतकान्तिकान्तपटलं ग्रैवेयकं सुन्दरं, सिन्दूरं
विलसल्ललाटफलके सौन्दर्यमुद्राधरम् ।
राजत्कज्जवलमुज्ज्वलोत्पलदलश्रीमोचने लोचने, तद्दिव्यौषधिनिर्मितं
रचयतु श्रीशाम्भवि श्रीपदे
॥ ७ ॥

P5-0022 · 9
अमन्दतरमन्दरोन्मथितदुग्धसिन्धुद्भुवं निशाकरकरोपमं
त्रिपुरसुन्दरि श्रीपदे ।
गृहाण मुखमीक्षितुं मुकुरविम्बाविद्रुमैर्विनिर्मितमघच्छिदे
रतिकराम्बुजस्थायिनम् ।
कस्तूरीद्रवचन्दनागुरुसुधाधाराभिराप्लावितं,
चञ्चच्चम्पकपाटलादिसुरभिद्रव्यैः सुगन्धीकृतम् ।
देवस्त्रीगणमस्तकस्थितमहारत्नादिकुम्भव्रजैरम्भः शाम्भवि
विमलं संभ्रमेण दत्तं गृहाणाम्बिके
॥ ९ ॥

P5-0023 · 10
कह्लारोत्पलनागकेशरसरोजाख्यावलीमालतीमल्लीकैरवकेतकादि-
कुसुमैः रक्ताश्वमारादिभिः ।
पुष्पैर्माल्य भरेण वै सुरभिणा नानारसस्रोतसा,
ताम्राम्भोजनिवासिनीं भगवतीं श्रीसुन्दरीं पूजये
॥ १० ॥

P5-0024 · 11
मांसीगुग्गुलचन्दनागुरुरजःकर्पूरशैलेयजैर्माध्वीकैः सह
कुंकुमैः सुरभितैः सर्पिर्भिरामिश्रितः ।
सौरभ्यास्थितिमन्दिरे मणिमये पात्रेऽभवत्प्रीतये धूपोऽयं
सुरकामिनीविरचितः श्रीसुन्दरि त्वन्मुदे
॥ ११ ॥

P5-0025 · 12
घृतद्रवपरिस्फुरद्रुचिररत्नयष्ट्यान्वितो महातिमिरनाशनः
सुरनितम्बिनीनिर्मितः ।
सुवर्णचषकस्थितः सघनसारवर्त्यान्वितस्तवत्रिपुरसुन्दरि स्फुरतु
देवि दीपो मुदे
॥ १२ ॥

P5-0026 · 13
जातीसौरभनिर्भरं रुचिकरं शाल्योदनं निर्मलं, युक्तं
हिंगुमरीचजीरसुरभिद्रव्यान्वितैर्व्यञ्जनैः ।
पक्वान्नेन सपायसेनमधुना दध्याज्यसंमिश्रितं, नैवेद्यं
सुरकामिनीविरचितं श्रीसुन्दरि त्वन्मुदे
॥ १३ ॥

P5-0027 · 14
लवङ्गकलिकोज्ज्वलं बहुलनागवल्लीदलं सजातिफलकोमलं
सघनसारपूगीफलम् ।
सुधामधुरिमाकुलं रुचिरत्नपात्रस्थितं, गृहाण मुखपङ्कजे
स्फुरितमन्ब ताम्बूलकम्
॥ १४ ॥

P5-0028 · 15
शरत्प्रभवचन्द्रमःस्फुरितचन्द्रिकासुन्दरं,
दलत्सुरतरङ्गिणीललितमौक्तिकाडम्बरम् ।
गृहाण नवकाञ्चनप्रभवदण्डखण्डोज्ज्वलं,
महात्रिपुरसुन्दरि प्रकटमातपत्रं महत्
॥ १५ ॥

P5-0029 · 16
मातस्त्वन्मुदमातनोतु सुभगस्त्रीभिः सदान्दोलितं, शुभ्रं
चामरमिन्दुकुन्दसदृशं प्रस्वेददुःखापहम् ।
सद्योऽगस्त्य-वसिष्ठनारदशुकव्यासादिवाल्मीकिभिः स्वे चित्ते
क्रियमाण एव कुरुतां शर्माणि वेदध्वनिः
॥ १६ ॥

P5-0030 · 17
स्वाङ्गने वेणुमृदङ्ग शङ्खभेरीनिनादैरुपगीयमाना ।
कोलाहलैराकुलिता तवास्तुविद्याधरीनृत्यकलासुखाय
॥ १७ ॥

P5-0031 · 18
देविभक्तिरसभावितवृत्ते प्रीयतां यदि कुतोऽपि लभ्यते ।
तत्रनौन्यमपि सत्फलमेकं जन्मकोटिभिरपीह न लभ्यम्
॥ १८ ॥

P5-0032 · 19
एतैः षोडशभिः पद्यैरुपचारोपकल्पितैः ।
यः परां देवतां स्तौति स तेषां फलमाप्नुयात्
॥ १९ ॥

Quellen und Textstand

  • Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
  • Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
  • Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
  • Brihat Tantrasara Übersetzung 5: P5-0015–P5-0032


Siehe auch

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