Shatadhanu

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Shatadhanu (Sanskrit: shatadhanu n.) Ein König, der die tugendhafte und kluge Shaibya zur Frau hatte. Sie waren beide Verehrer Vishnus. Eines Tages begegneten sie einem Andersgläubigen, mit dem Shatadhanu sich unterhielt; seine Frau aber wendete sich von ihm ab und richtete ihren Blick auf die Sonne. Nach einiger Zeit verstarb Shatadhanu und Shaibya bestieg einen Scheiterhaufen. Die Frau wurde als Prinzessin wiedergeboren. Sie hatte ihr vorheriges Leben noch in Erinnerung. Der Mann wurde aber in der Gestalt eines Hundes wiedergeboren. Sie erkannte ihn als Hund wieder und hängte eine hochzeitliche Girlande um seinen Hals. Dann rief sie ihm sein vorheriges Leben und die Schuld wieder in Erinnerung, die seine Herabsetzung hervorgerufen hatte. Er war sehr gedemütigt und starb an seinem gebrochenen Geiste. Er wurde fortlaufend als Schakal, Wolf, eine Krähe und Pfau wiedergeboren. In jeder Erscheinung erkannte ihn seine Frau und machte ihm seine Sünde wieder bewusst. Sie drängte ihn die Anstrengung zu unternehmen, um seine frühere Würde wieder zu bekommen. Letzten Endes wurde er als ein Mensch von Rang und Namen geboren und Shaibya erwählte ihn dann zu ihrem Bräutigam. Wieder hatte er das Wesen ihres Ehemannes und glücklich und zufrieden lebten sie miteinander. Als er starb, folgte sie ihm wieder in den Tod. Beide fuhren in die Himmelreich von Indra hinauf, in die Gegenden, wo alle Wünsche für immer befriedigt werden. Diese Legende geht vor allem auf die Vishnu Purana zurück, obwohl dieser Glaubenssatz angibt, dass er woanders gefunden wurde.

Literatur

  • Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005