Satyanarayana Puja mit Katha und Prasad
Satyanarayana Puja mit Katha und Prasad verbindet die Verehrung Vishnus als wahrhaftigen Narayana mit dem vollständigen Hören seiner fünfteiligen Gelübdegeschichte und dem Teilen von Prasad. Wahrheit, Verlässlichkeit und gelebte Dankbarkeit stehen im Mittelpunkt.

Umfang und Fassung: Vollständige schlichte Haus-Puja mit der gesamten fünfteiligen Katha der unten bezeichneten Textfassung: 24, 27, 51, 44 und 24 nummerierte Verse, insgesamt 170, einschließlich der Eingangsverehrungen, Kapitelanfänge, aller Sprecherzeilen und fünf Schlussvermerke. Die Puja verwendet einen belegten Narayana-Mantra als redaktionell gewählten Rahmen. Sie enthält keinen Homa und keine vollständige priesterliche Satyanarayana-Paddhati mit Kalasha- und Navagraha-Riten.
Anlass und Bedeutung
Ein erfüllter Wunsch, ein Neubeginn oder ein gemeinsamer Tag der Dankbarkeit kann Anlass für diese Puja sein. Die Katha spricht von erfüllten und vergessenen Versprechen, Gastfreundschaft, Armut, Stolz und der Bereitschaft, das Empfangene zu teilen. Ihre religiösen Verheißungen bleiben als Aussagen der Erzählung erkennbar. Eine Puja ist keine Bezahlung für einen garantierten äußeren Erfolg.
Die Katha selbst lässt in 1.18 einen beliebigen Tag zu und nennt in 1.19 den Beginn des Abends. Ein Vollmondtag kann eine vertraute Familiengewohnheit sein; er wird hier nicht zur einzigen erlaubten Zeit erklärt. Eine kleine Feier mit aufrichtiger Bhakti ist möglich, ohne eine große Gesellschaft bewirten zu müssen.
Vorbereitung
Richte ein Bild von Vishnu oder Narayana auf einem sauberen Tuch her. Bereite Wasser, Löffel, Auffangschale, Blüten, etwas Sandelholzpaste, ein sicheres Licht und eine kleine vegetarische Speise vor. Räucherwerk ist freiwillig; wo Rauch stört, genügt ein duftendes Blütenblatt als Ersatz. Ein bereits verehrtes Bild wird verwendet; eine neue formelle Prana-Pratishtha ist nicht Teil dieser Anleitung.
Für vier kleine Prasad-Portionen kannst du 125 g Weizen- oder Reismehl mit etwa 25 g Ghee vorsichtig anrösten, ungefähr 250 ml Milch einrühren, vollständig durchgaren und mit einer Banane sowie Zucker nach Geschmack süßen. Bereite die Speise vor der Feier frisch zu. Diese Mengen sind eine praktische Küchenbemessung, keine Übersetzung des historischen Maßes. Die Katha nennt „sapāda“, eineinviertel Einheiten, ohne eine heutige Grammzahl festzulegen. Bei Unverträglichkeiten wähle eine geeignete vegetarische Frucht- oder Speisegabe und benenne sie als Anpassung.
Bestimme eine Vorleseperson und gegebenenfalls eine zweite Person zum Austeilen. Halte die fünf Kapitel aus dem Textteil bereit. Plane etwa zwei bis drei Stunden für Puja, ruhige Lesung in einer Sprache und Austausch; bei vollständiger Lesung von Sanskrit und Deutsch entsprechend länger. Die Lesegeschwindigkeit ist individuell. Lege Pausen zwischen die Kapitel.
Durchführung
1. Ankommen und die Absicht klären
Wasche Hände und Gesicht, räume den Platz auf und setze dich bequem. Sage auf Deutsch: „Ich verehre Satyanarayana in Dankbarkeit. Mögen Wahrheit, Verlässlichkeit und Mitgefühl mein Handeln leiten.“ Wenn die Feier ein früheres Gelübde erfüllt, benenne nur das wirklich gegebene Versprechen. Es werden keine unbekannten Gotras oder Kalenderdaten ergänzt.
2. Ganesha grüßen
Lege eine Blüte nieder und sprich diesen belegten kurzen Ganesha-Mantra dreimal als Bitte um einen guten Beginn:
Ganesha-Mantra
gaṃ gaṇapataye namaḥ
Übersetzung: Gam. Verehrung Ganapati, dem Herrn der Ganas. Gam ist ein Bija und hat hier keine gesonderte wörtliche Übersetzung.
Diese vorbereitende Anrufung ist Teil des redaktionellen Hausrahmens; sie ist kein zusätzlicher Vers der Katha.
3. Narayana willkommen heißen
Betrachte das Bild. Vergegenwärtige Narayana mit Muschelhorn, Diskus, Keule und Lotus, wie ihn Katha 1.7 beschreibt. Sprich den folgenden Mantra dreimal:
Narayana-Mantra
oṃ namo nārāyaṇāya
Übersetzung: Om. Verehrung Narayana.
Sage danach auf Deutsch: „Satyanarayana, sei in dieser Verehrung gegenwärtig. Möge unsere Aufmerksamkeit wahrhaftig und unser Herz offen sein.“ Die Einladung ist eine deutsche Andachtsformel, kein behaupteter Sanskrit-Ahvahana-Mantra.
Yoga-Vidya-Beitrag über Prasad und das Teilen geheiligter Speise. Das Begleitvideo erläutert einen Teilaspekt und ersetzt keine persönliche Ritualunterweisung.
4. Fünf Gaben darbringen
Sprich bei jeder Gabe den ausgeschriebenen Narayana-Mantra einmal: Lege zuerst etwas Sandelholzpaste auf einen Gabenteller, dann eine Blüte, biete als dritte Gabe Räucherduft oder das duftende Blütenblatt an, als vierte das Licht und als fünfte die vorbereitete Speise. Stelle frisches Trinkwasser daneben. Berühre ein empfindliches Bild nicht mit Paste oder Wasser. Halte das Licht kurz und ruhig vor dem Bild; stelle es danach sicher ab.
Sprich: „Ich widme diese Gaben mit Dankbarkeit. Mögen alle Anwesenden willkommen sein.“ Die Speise wird erst nach der Katha als Prasad verteilt.
5. Die vollständige Katha hören
Lies jetzt die fünf Kapitel im unten vollständig wiedergegebenen Wortlaut und in ihrer Reihenfolge. Wähle entweder die Sanskritrezitation mit anschließender deutscher Lesung oder für eine deutschsprachige Hausgemeinschaft die vollständige deutsche Übersetzung. Die zweite Möglichkeit ist ausdrücklich eine deutsche Andachtslesung. Eine Inhaltsangabe ersetzt kein Kapitel.
Kapitel 1: Naradas Frage und die Lehre des Gelübdes, 24 Verse. Kapitel 2: der arme Brahmane und der Holzsammler, 27 Verse. Kapitel 3: der Kaufmann, sein vergessenes Versprechen und die Not seiner Familie, 51 Verse. Kapitel 4: Prüfung, Reue und die versäumte Prasad-Gabe, 44 Verse. Kapitel 5: König Tungadhvaja und der Schluss, 24 Verse.
Beginne mit den Eingangsverehrungen vor Kapitel 1. Lies die Kapitelanfänge und Sprecherzeilen mit; die Schlussvermerke werden je einmal gesprochen. Verszahlen, Quellenangaben und redaktionelle Erläuterungen werden nicht mitrezitiert. Nach jedem Kapitel kann eine kurze stille Pause folgen. Wenn du unterbrechen musst, markiere den tatsächlich erreichten Abschnitt und setze dort fort; behaupte keine abgeschlossene Gesamtlesung.
6. Die Erzählung ins eigene Handeln aufnehmen
Bleibe nach dem fünften Kapitel still. Frage dich: Welches Versprechen kann ich zuverlässig erfüllen? Wem kann ich etwas vom Empfangenen weitergeben? Formuliere eine überschaubare Handlung. Die im Text geschilderten Strafen werden nicht benutzt, um Gäste einzuschüchtern oder eine bestimmte Gabe einzufordern.
7. Dank, Licht und Widmung vollziehen
Sprich den Narayana-Mantra noch zwölfmal. Wenn ein sicheres Licht verwendet wird, führe es dreimal langsam im Kreis vor dem Bild und stelle es wieder ab; diese Dreizahl ist die praktische Ordnung dieser Hausform. Verneige dich anschließend oder lege die Hände vor dem Herzen zusammen. Sage: „Was unvollkommen war, möge in Aufrichtigkeit angenommen sein. Das Gute dieser Feier widmen wir dem Wohl aller.“
8. Prasad teilen und abschließen
Lies einmal den vollständigen Speisevers:
Brahmarpana zur Speisensegnung
brahmārpaṇaṃ brahmahavirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 56 ||
Übersetzung: Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie im Feuer Brahmans dargebracht. Brahman allein ist von dem zu erreichen, der ganz in der Handlung als Brahman gesammelt ist.
Verteile die frische Speise und das gesonderte Trinkwasser an alle, die teilnehmen möchten. Achte auf Unverträglichkeiten; niemand muss etwas essen. Gebrauchte Ritualflüssigkeiten sind kein Getränk. Teile auch mit Menschen, die nicht mitrezitiert haben.
Sprich abschließend einmal „brahmārpaṇamastu“ – „Es sei eine Darbringung an Brahman.“ Lösche das Licht, versorge Lebensmittel und Gefäße und führe die gewählte Hilfe oder Gabe tatsächlich aus.
Überlieferung und Grenzen dieser Fassung
Diese Ausgabe bewahrt eine konkret bezeichnete fünfteilige Katha. Andere verbreitete Fassungen können in Namen, Verszahl und Einzelheiten abweichen. Offenkundige Beschädigungen und unsichere Satzverbindungen sind unmittelbar bei den betreffenden Stellen angegeben. Eine kritische Edition sämtlicher Handschriften wird nicht beansprucht.
Die Erzählung spricht aus dem sozialen und religiösen Horizont ihrer Überlieferung. Ihre Aussagen über Geschlechterrollen, Kaste, Schuld, Wunder und Tod werden übersetzt, nicht in heutige Vorschriften umgeschrieben. Die Haus-Puja besteht aus den hier tatsächlich beschriebenen Gaben, der vollständigen Lesung und dem gemeinsamen Prasad.
Rezitationstexte in IAST mit deutscher Übersetzung
Hier stehen sämtliche in dieser Hausform verwendeten Sanskritrezitationen, jeweils einmal vollständig. Die Wiederholungszahlen stehen bei den einzelnen Handlungsschritten. Persönliche Namen und die ausdrücklich deutschen Widmungen werden in der eigenen Sprache gesprochen. Versnummern werden nicht mitrezitiert.
Ganesha-Mantra
gaṃ gaṇapataye namaḥ
Übersetzung: Gam. Verehrung Ganapati, dem Herrn der Ganas. Gam ist ein Bija und hat hier keine gesonderte wörtliche Übersetzung.
Quelle: Pranatosini Tantra, Ganesha-Abschnitt, Zeile 42751; die dort ausgeschriebene Form beginnt ohne zusätzliches Om.
Narayana-Mantra
oṃ namo nārāyaṇāya
Übersetzung: Om. Verehrung Narayana.
Quelle: Pranatosini Tantra, Shalagrama-Puja, ausgeschrieben im Pādya-Mantra und im anschließenden achtgliedrigen Akshara-Nyasa.
Satyanarayana-Katha: Eingangsverehrungen
|| śrī gaṇeśāya namaḥ ||
|| śrīparamātmane namaḥ ||
atha kathā prārambhaḥ |
Übersetzung: Verehrung dem erhabenen Ganesha. Verehrung dem höchsten Selbst. Nun beginnt die Erzählung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Eingangsverehrungen vor Kapitel 1.
Satyanarayana-Katha 1.1
atha prathamo'dhyāyaḥ |
śrīvyāsa uvāca |
ekadā naimiṣāraṇye ṛṣayaḥ śaunakādayaḥ |
papracchurmunayaḥ sarve sūtaṃ paurāṇikaṃ khalu || 1||
Übersetzung: Nun folgt das erste Kapitel.
Der ehrwürdige Vyasa sprach: Einst fragten im Naimisha-Wald die Rishis, Shaunaka und die anderen Weisen, gemeinsam Suta, den Kenner der Puranas.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 1.
Satyanarayana-Katha 1.2
ṛṣaya ūcuḥ |
vratena tapasā kiṃ vā prāpyate vāñchitaṃ phalam |
tatsarvaṃ śrotumicchāmaḥ kathayasva mahāmune || 2||
Übersetzung: Die Rishis sprachen: Durch welches Gelübde, welche Askese oder welches andere Mittel erlangt man die ersehnte Frucht? Das alles möchten wir hören; erzähle es, großer Weiser.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 2.
Satyanarayana-Katha 1.3
sūta uvāca |
nāradenaiva sampṛṣṭo bhagavān kamalāpatiḥ |
surarṣaye yathaivāha tacchṛṇudhvaṃ samāhitāḥ || 3||
Übersetzung: Suta sprach: Hört gesammelt, was der erhabene Gemahl der Kamala dem Götterweisen antwortete, als Narada ihn danach fragte.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 3.
Satyanarayana-Katha 1.4
ekadā nārado yogī parānugrahakāṅkṣayā |
paryaṭan vividhān lokān martyalokamupāgataḥ || 4||
Übersetzung: Einst durchwanderte der Yogi Narada verschiedene Welten, weil er anderen Gnade und Hilfe bringen wollte, und gelangte in die Welt der Sterblichen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 4.
Satyanarayana-Katha 1.5
tatodṛṣṭvā janānsarvān nānākleśasamanvitān |
nānāyonisamutpannān kliśyamānān svakarmabhiḥ || 5||
Übersetzung: Dort sah er die Menschen, von vielerlei Leiden bedrängt, in unterschiedlichen Daseinsformen geboren und durch die eigenen Taten gequält.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 5.
Satyanarayana-Katha 1.6
kenopāyena caiteṣāṃ duḥkhanāśo bhaved dhruvam |
iti sañcintya manasā viṣṇulokaṃ gatastadā || 6||
Übersetzung: Er überlegte: „Durch welches Mittel könnte ihr Leid sicher ein Ende finden?“ Mit diesem Gedanken ging er in die Welt Vishnus.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 6.
Satyanarayana-Katha 1.7
tatra nārāyaṇaṃ devaṃ śuklavarṇaṃ caturbhujam |
śaṅkha-cakra-gadā-padma-vanamālā-vibhūṣitam || 7||
Übersetzung: Dort sah er den Gott Narayana, weiß von Farbe, vierarmig, geschmückt mit Muschelhorn, Diskus, Keule, Lotus und einer Waldblumengirlande.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 7.
Satyanarayana-Katha 1.8
dṛṣṭvā taṃ devadeveśaṃ stotuṃ samupacakrame |
nārada uvāca |
namo vāṅgamanasātītarūpāyānantaśaktaye |
ādimadhyāntahīnāya nirguṇāya guṇātmane || 8||
Übersetzung: Als er den Herrn der Götter erblickte, begann er ihn zu preisen. Narada sprach: Verehrung dir, dessen Gestalt jenseits von Wort und Denken liegt, dessen Kraft grenzenlos ist; dir ohne Anfang, Mitte und Ende, ohne Eigenschaften und zugleich dem Wesen aller Eigenschaften.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 8.
Satyanarayana-Katha 1.9
sarveṣāmādibhūtāya bhaktānāmārtināśine |
śrutvā stotraṃ tato viṣṇurnāradaṃ pratyabhāṣata || 9||
Übersetzung: Dir, dem Ursprung aller Wesen, dem Vernichter der Not seiner Verehrer, sei Verehrung. Nachdem Vishnu diesen Lobpreis gehört hatte, antwortete er Narada.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 9.
Satyanarayana-Katha 1.10
śrībhagavānuvāca |
kimarthamāgato'si tvaṃ kiṃ te manasi vartate |
kathayasva mahābhāga tatsarvaṃ kathayāmi te || 10||
Übersetzung: Der Erhabene sprach: Weshalb bist du gekommen? Was bewegt deinen Geist? Sage es, Glücklicher; ich werde dir alles erklären.
Erläuterung: Lesefassung: „kathāyāmi“ der digitalen Vorlage wird hier als „kathayāmi“ wiedergegeben. Die reguläre Verbform bedeutet „ich werde erzählen“. Redaktionelle orthographische Berichtigung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 10.
Satyanarayana-Katha 1.11
nārada uvāca |
martyaloke janāḥ sarve nānākleśasamanvitāḥ |
nānāyonisamutpannāḥ pacyante pāpakarmabhiḥ || 11||
Übersetzung: Narada sprach: In der Welt der Sterblichen sind die Menschen von vielerlei Leiden bedrängt. In unterschiedlichen Daseinsformen geboren, werden sie durch ihre schlechten Taten gepeinigt.
Erläuterung: Lesefassung: „nanāyoni“ der digitalen Vorlage wird hier als „nānāyoni“ wiedergegeben. Vokallänge in „vielerlei Geburten“ berichtigt; vgl. dieselbe Wendung in 1.5.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 11.
Satyanarayana-Katha 1.12
tatkathaṃ śamayennātha laghūpāyena tadvada |
śrotumicchāmi tatsarvaṃ kṛpāsti yadi te mayi || 12||
Übersetzung: Herr, sage, wie dies durch ein leichtes Mittel gestillt werden kann. Ich möchte alles darüber hören, wenn du Erbarmen mit mir hast.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 12.
Satyanarayana-Katha 1.13
śrībhagavānuvāca |
sādhu pṛṣṭaṃ tvayā vatsa lokānugrahakāṅkṣayā |
yatkṛtvā mucyate mohāt tacchṛṇuṣva vadāmi te || 13||
Übersetzung: Der Erhabene sprach: Gut hast du gefragt, mein Kind, aus dem Wunsch, den Menschen zu helfen. Höre, was man tun kann, um aus Verblendung frei zu werden; ich werde es dir sagen.
Erläuterung: Lesefassung: „mohat“ der digitalen Vorlage wird hier als „mohāt“ wiedergegeben. Ablativendung „aus Verblendung“ berichtigt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 13.
Satyanarayana-Katha 1.14
vratamasti mahatpuṇyaṃ svarge martye ca durlabham |
tava snehānmayā vatsa prakāśaḥ kriyate'dhunā || 14||
Übersetzung: Es gibt ein Gelübde von großem religiösem Verdienst, das selbst im Himmel und in der Menschenwelt schwer zu erlangen ist. Aus Liebe zu dir, mein Kind, offenbare ich es jetzt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 14.
Satyanarayana-Katha 1.15
satyanārāyaṇasyaiva vrataṃ samyagvidhānataḥ |
kṛtvā sadyaḥ sukhaṃ bhuktvā paratra mokṣamāpnuyāt |
tacchrutvā bhagavadvākyaṃ nārado munirabravīt || 15||
Übersetzung: Wer das Gelübde für Satyanarayana in rechter Weise vollzieht, kann hier Glück genießen und danach Befreiung erlangen. Als der Weise Narada diese Worte des Erhabenen gehört hatte, sprach er.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 15.
Satyanarayana-Katha 1.16
nārada uvāca |
kiṃ phalaṃ kiṃ vidhānaṃ ca kṛtaṃ kenaiva tad vratam |
tatsarvaṃ vistarād brūhi kadā kāryaṃ vrataṃ prabho || 16||
Übersetzung: Narada sagte: Welche Frucht bringt es, wie wird es durchgeführt und wer hat dieses Gelübde bereits vollzogen? Erkläre all dies ausführlich, Herr; wann soll es ausgeführt werden?
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 16.
Satyanarayana-Katha 1.17
śrībhagavānuvāca |
duḥkhaśokādiśamanaṃ dhanadhānyapravardhanam || 17||
Übersetzung: Der Erhabene sprach: Es stillt Leid, Kummer und dergleichen und lässt Wohlstand und Getreidevorräte wachsen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 17.
Satyanarayana-Katha 1.18
saubhāgyasantatikaraṃ sarvatra vijayapradam |
yasmin kasmin dine martyo bhaktiśraddhāsamanvitaḥ || 18||
Übersetzung: Es schenkt Wohlergehen und Nachkommenschaft und gewährt überall Sieg. An einem beliebigen Tag soll ein Mensch, erfüllt von Hingabe und Vertrauen,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 18.
Satyanarayana-Katha 1.19
satyanārāyaṇaṃ devaṃ yajeccaiva niśāmukhe |
brāhmaṇairbāndhavaiścaiva sahito dharmatatparaḥ || 19||
Übersetzung: zu Beginn des Abends den Gott Satyanarayana verehren, zusammen mit Brahmanen und Angehörigen, dem Dharma zugewandt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 19.
Satyanarayana-Katha 1.20
naivedyaṃ bhaktito dadyāt sapādaṃ bhakṣyamuttamam |
rambhāphalaṃ ghṛtaṃ kṣīraṃ godhūmasya ca cūrṇakam || 20||
Übersetzung: Voller Hingabe soll er eine vorzügliche Speisegabe im Maß von eins und einem Viertel darbringen: Bananenfrucht, Ghee, Milch und Weizenmehl.
Erläuterung: „Sapāda“ bezeichnet hier eineinviertel Einheiten. Die digitale Katha legt keine moderne Grammzahl fest; die Mengen der praktischen Anleitung sind eine heutige Haushaltsbemessung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 20.
Satyanarayana-Katha 1.21
abhāve śālicūrṇaṃ vā śarkarā vā guḍastathā |
sapādaṃ sarvabhakṣyāṇi caikīkṛtya nivedayet || 21||
Übersetzung: Fehlt dieses, kann Reismehl verwendet werden, dazu Zucker oder Rohrzucker. Alle Speisen sollen im Maß von eins und einem Viertel zusammengebracht und dargebracht werden.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 21.
Satyanarayana-Katha 1.22
viprāya dakṣiṇāṃ dadyāt kathāṃ śrutvā janaiḥ saha |
tataśca bandhubhiḥ sārdhaṃ viprāṃśca pratibhojayet || 22||
Übersetzung: Er gebe dem Brahmanen eine Dakshina und höre gemeinsam mit den Menschen die Erzählung. Danach bewirte er zusammen mit seinen Angehörigen auch die Brahmanen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 22.
Satyanarayana-Katha 1.23
prasādaṃ bhakṣayed bhaktyā nṛtyagītādikaṃ caret |
tataśca svagṛhaṃ gacchet satyanārāyaṇaṃ smaran || 23||
Übersetzung: Er esse das Prasad mit Hingabe und feiere mit Tanz, Gesang und dergleichen. Anschließend kehre er nach Hause zurück und erinnere sich an Satyanarayana.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 23.
Satyanarayana-Katha 1.24
evaṃ kṛte manuṣyāṇāṃ vāñchāsiddhirbhaved dhruvam |
viśeṣataḥ kaliyuge laghūpāyo'sti bhūtale || 24||
Übersetzung: Wenn dies so vollzogen wird, erfüllt sich nach der Verheißung des Textes das menschliche Verlangen gewiss. Besonders im Kali Yuga gilt es auf Erden als leicht zugängliches Mittel.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Vers 24.
Satyanarayana-Katha 1.Schlussvermerk
|| iti śrīskandapurāṇe revākhaṇḍe śrīsatyanārāyaṇa vratakathāyāṃ prathamo'dhyāyaḥ || 1||
Übersetzung: So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das erste Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 1, Kolophon.
Satyanarayana-Katha 2.1
atha dvitīyo'dhyāyaḥ |
sūta uvāca |
athānyat sampravakṣyāmi kṛtaṃ yena purā dvijāḥ |
kaścit kāśīpure ramye hyāsīdvipro'tinirdhanaḥ || 1||
Übersetzung: Nun folgt das zweite Kapitel.
Suta sprach: Ihr Brahmanen, nun erzähle ich weiter, wer dieses Gelübde einst vollzog. In der schönen Stadt Kashi lebte ein äußerst armer Brahmane.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 1.
Satyanarayana-Katha 2.2
kṣuttṛḍbhyāṃ vyākulobhūtvā nityaṃ babhrāma bhūtale |
duḥkhitaṃ brāhmaṇaṃ dṛṣṭvā bhagavān brāhmaṇapriyaḥ || 2||
Übersetzung: Von Hunger und Durst bedrängt, wanderte er täglich umher. Als der Erhabene, der den Brahmanen zugetan ist, diesen leidenden Brahmanen sah,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 2.
Satyanarayana-Katha 2.3
vṛddhabrāhmaṇa rūpastaṃ papraccha dvijamādarāt |
kimarthaṃ bhramase vipra mahīṃ nityaṃ suduḥkhitaḥ |
tatsarvaṃ śrotumicchāmi kathyatāṃ dvija sattama || 3||
Übersetzung: trat er in der Gestalt eines alten Brahmanen zu ihm und fragte ihn freundlich: „Warum wanderst du, Brahmane, täglich so leidvoll über die Erde? Das alles möchte ich hören; erzähle es, Bester der Zweimalgeborenen.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 3.
Satyanarayana-Katha 2.4
brāhmaṇa uvāca |
brāhmaṇo'ti daridro'haṃ bhikṣārthaṃ vai bhrame mahīm || 4||
Übersetzung: Der Brahmane sprach: „Ich bin ein sehr armer Brahmane und wandere über die Erde, um Almosen zu erbitten.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 4.
Satyanarayana-Katha 2.5
upāyaṃ yadi jānāsi kṛpayā kathaya prabho |
vṛddhabrāhmaṇa uvāca |
satyanārāyaṇo viṣṇurvāñchitārthaphalapradaḥ || 5||
Übersetzung: Wenn du ein Mittel kennst, Herr, sage es mir bitte aus Erbarmen.“ Der alte Brahmane sprach: „Satyanarayana ist Vishnu, der die Frucht des Ersehnten schenkt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 5.
Satyanarayana-Katha 2.6
tasya tvaṃ pūjanaṃ vipra kuruṣva vratamuttamam |
yatkṛtvā sarvaduḥkhebhyo mukto bhavati mānavaḥ || 6||
Übersetzung: Verehre ihn, Brahmane, und vollziehe sein vorzügliches Gelübde. Wer es vollzieht, wird von allen Leiden frei.“
Erläuterung: Lesefassung: „vratamuttamama“ der digitalen Vorlage wird hier als „vratamuttamam“ wiedergegeben. Die in der Vorlage ausdrücklich eingeklammerte korrekte Alternativlesung wird übernommen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 6.
Satyanarayana-Katha 2.7
vidhānaṃ ca vratasyāpi viprāyābhāṣya yatnataḥ |
satyanārāyaṇo vṛddhastatraivāntaradhīyata || 7||
Übersetzung: Nachdem Satyanarayana in der Gestalt des Alten dem Brahmanen die Ordnung des Gelübdes sorgfältig erklärt hatte, verschwand er an eben dieser Stelle.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 7.
Satyanarayana-Katha 2.8
tad vrataṃ saṅkariṣyāmi yaduktaṃ brāhmaṇena vai |
iti sañcintya vipro'sau rātrau nidrāṃ na labdhavān || 8||
Übersetzung: „Ich werde dieses Gelübde vollziehen, das mir der Brahmane erklärt hat“, dachte der Brahmane; in jener Nacht fand er keinen Schlaf.
Erläuterung: Lesefassung: „nidrā na“ der digitalen Vorlage wird hier als „nidrāṃ na“ wiedergegeben. Die Akkusativform aus der eingeklammerten Alternativlesung der Vorlage wird übernommen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 8.
Satyanarayana-Katha 2.9
tataḥ prātaḥ samutthāya satyanārāyaṇavratam |
kariṣya iti saṅkalpya bhikṣārthamagamaddvijaḥ || 9||
Übersetzung: Am Morgen stand er auf und fasste den Entschluss: „Ich werde das Satyanarayana-Gelübde vollziehen.“ Dann ging der Brahmane aus, um Almosen zu sammeln.
Erläuterung: Lesefassung: „bhikṣārthamagamadvijaḥ“ der digitalen Vorlage wird hier als „bhikṣārthamagamaddvijaḥ“ wiedergegeben. Die eingeklammerte Alternativlesung der Vorlage ergänzt die für „der Brahmane ging“ erforderliche Wortfuge.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 9.
Satyanarayana-Katha 2.10
tasminneva dine vipraḥ pracuraṃ dravyamāptavān |
tenaiva bandhubhiḥ sārdhaṃ satyasyavratamācarat || 10||
Übersetzung: An eben diesem Tag erhielt er viele Gaben. Mit ihnen vollzog er gemeinsam mit seinen Angehörigen das Gelübde für Satya.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 10.
Satyanarayana-Katha 2.11
sarvaduḥkhavinirmuktaḥ sarvasampatsamanvitaḥ |
babhūva sa dvijaśreṣṭho vratasyāsya prabhāvataḥ || 11||
Übersetzung: Durch die Kraft dieses Gelübdes wurde der treffliche Brahmane von allen Leiden frei und erlangte umfassendes Wohlergehen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 11.
Satyanarayana-Katha 2.12
tataḥ prabhṛti kālaṃ ca māsi māsi vrataṃ kṛtam |
evaṃ nārāyaṇasyedaṃ vrataṃ kṛtvā dvijottamaḥ || 12||
Übersetzung: Von dieser Zeit an vollzog er das Gelübde Monat für Monat. Indem der Brahmane so dieses Gelübde für Narayana ausführte,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 12.
Satyanarayana-Katha 2.13
sarvapāpavinirmukto durlabhaṃ mokṣamāptavān |
vratamasya yadā vipra pṛthivyāṃ saṅkariṣyati || 13||
Übersetzung: wurde er von allem Übel frei und erlangte die schwer erreichbare Befreiung. Wann immer, Brahmane, jemand dieses Gelübde auf Erden vollziehen wird,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 13.
Satyanarayana-Katha 2.14
tadaiva sarvaduḥkhaṃ tu manujasya vinaśyati |
evaṃ nārāyaṇenoktaṃ nāradāya mahātmane || 14||
Übersetzung: wird das Leid dieses Menschen vergehen. So sprach Narayana zum großen Narada.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 14.
Satyanarayana-Katha 2.15
mayā tatkathitaṃ viprāḥ kimanyat kathayāmi vaḥ |
ṛṣaya ūcuḥ |
tasmād viprācchrutaṃ kena pṛthivyāṃ caritaṃ mune |
tatsarvaṃ śrotumicchāmaḥ śraddhā'smākaṃ prajāyate || 15||
Übersetzung: Dies habe ich euch erzählt, Brahmanen; was soll ich euch noch berichten? Die Rishis sprachen: „Wer hörte davon bei jenem Brahmanen und vollzog es auf Erden, Weiser? Das alles möchten wir hören; unser Vertrauen wächst.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 15.
Satyanarayana-Katha 2.16
sūta uvāca |
śṛṇudhvaṃ munayaḥ sarve vrataṃ yena kṛtaṃ bhuvi |
ekadā sa dvijavaro yathāvibhava vistaraiḥ || 16||
Übersetzung: Suta sprach: Hört alle, ihr Weisen, von dem, der dieses Gelübde auf Erden vollzog. Einst bereitete jener treffliche Brahmane, entsprechend seinen Mitteln,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 16.
Satyanarayana-Katha 2.17
bandhubhiḥ svajanaiḥ sārdhaṃ vrataṃ kartuṃ samudyataḥ |
etasminnantare kāle kāṣṭhakretā samāgamat || 17||
Übersetzung: gemeinsam mit Angehörigen und Freunden das Gelübde vor. In diesem Augenblick kam ein Holzhändler herbei.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 17.
Satyanarayana-Katha 2.18
bahiḥ kāṣṭhaṃ ca saṃsthāpya viprasya gṛhamāyayau |
tṛṣṇāyā pīḍitātmā ca dṛṣṭvā vipraṃ kṛtaṃ vratam || 18||
Übersetzung: Er stellte sein Holz draußen ab und trat in das Haus des Brahmanen. Er litt unter Durst und sah den Brahmanen bei der Gelübdefeier.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 18.
Satyanarayana-Katha 2.19
praṇipatya dvijaṃ prāha kimidaṃ kriyate tvayā |
kṛte kiṃ phalamāpnoti vistarād vada me prabho || 19||
Übersetzung: Er verneigte sich vor ihm und sagte: „Was vollziehst du hier? Welche Frucht erlangt man dadurch? Erkläre es mir ausführlich, Herr.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 19.
Satyanarayana-Katha 2.20
vipra uvāca |
satyanārāyaṇasyedaṃ vrataṃ sarvepsitapradam |
tasya prasādānme sarvaṃ dhanadhānyādikaṃ mahat || 20||
Übersetzung: Der Brahmane sprach: „Dies ist das Gelübde für Satyanarayana, das alles Ersehnte gewährt. Seiner Gnade verdanke ich meinen ganzen großen Vorrat an Vermögen, Getreide und anderem.“
Erläuterung: Lesefassung: „satyanārāyaṇesyedaṃ“ der digitalen Vorlage wird hier als „satyanārāyaṇasyedaṃ“ wiedergegeben. Genitivendung des Gottesnamens redaktionell berichtigt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 20.
Satyanarayana-Katha 2.21
tasmādetad vrataṃ jñātvā kāṣṭhakretā'tiharṣitaḥ |
papau jalaṃ prasādaṃ ca bhuktvā sa nagaraṃ yayau || 21||
Übersetzung: Als der Holzhändler dieses Gelübde kennengelernt hatte, freute er sich sehr. Er trank Wasser, aß Prasad und ging in die Stadt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 21.
Satyanarayana-Katha 2.22
satyanārāyaṇaṃ devaṃ manasā ityacintayat |
kāṣṭhaṃ vikrayato grāme prāpyate cādya yad dhanam || 22||
Übersetzung: In Gedanken wandte er sich an Satyanarayana: „Was immer ich heute im Ort durch den Verkauf des Holzes erhalten werde,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 22.
Satyanarayana-Katha 2.23
tenaiva satyadevasya kariṣye vratamuttamam |
iti sañcintya manasā kāṣṭhaṃ dhṛtvā tu mastake || 23||
Übersetzung: mit diesem Erlös werde ich das vorzügliche Gelübde für Satyadeva vollziehen.“ Mit diesem Entschluss nahm er das Holz auf seinen Kopf.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 23.
Satyanarayana-Katha 2.24
jagāma nagare ramye dhanināṃ yatra saṃsthitiḥ |
taddine kāṣṭhamūlyaṃ ca dviguṇaṃ prāptavānasau || 24||
Übersetzung: Er ging in die schöne Stadt zu den Häusern der Wohlhabenden. An diesem Tag erhielt er für das Holz den doppelten Preis.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 24.
Satyanarayana-Katha 2.25
tataḥ prasannahṛdayaḥ supakvaṃ kadalī phalam |
śarkarāghṛtadugdhaṃ ca godhūmasya ca cūrṇakam || 25||
Übersetzung: Erfreuten Herzens beschaffte er gut gereifte Bananen, Zucker, Ghee, Milch und Weizenmehl.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 25.
Satyanarayana-Katha 2.26
kṛtvaikatra sapādaṃ ca gṛhītvā svagṛhaṃ yayau |
tato bandhūn samāhūya cakāra vidhinā vratam || 26||
Übersetzung: Er brachte alles zusammen, jeweils im Maß von eins und einem Viertel, nahm es mit nach Hause, rief seine Angehörigen zusammen und vollzog das Gelübde nach der Vorschrift.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 26.
Satyanarayana-Katha 2.27
tad vratasya prabhāveṇa dhanaputrānvito'bhavat |
ihaloke sukhaṃ bhuktvā cānte satyapuraṃ yayau || 27||
Übersetzung: Durch die Kraft dieses Gelübdes erlangte er Wohlstand und Kinder. Er genoss Glück in dieser Welt und gelangte am Ende in die Stadt Satyas.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Vers 27.
Satyanarayana-Katha 2.Schlussvermerk
|| iti śrīskandapurāṇe revākhaṇḍe śrīsatyanārāyaṇa vratakathāyāṃ dvitīyo'dhyāyaḥ || 2||
Übersetzung: So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das zweite Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 2, Kolophon.
Satyanarayana-Katha 3.1
atha tṛtīyo'dhyāyaḥ |
sūta uvāca |
punaragre pravakṣyāmi śṛṇudhvaṃ muni sattamāḥ |
purā colkāmukho nāma nṛpaścāsīnmahāmatiḥ || 1||
Übersetzung: Nun folgt das dritte Kapitel.
Suta sprach: Nun erzähle ich weiter; hört zu, ihr besten Weisen. Einst lebte ein verständiger König mit Namen Ulkamukha.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 1.
Satyanarayana-Katha 3.2
jitendriyaḥ satyavādī yayau devālayaṃ prati |
dine dine dhanaṃ dattvā dvijān santoṣayat sudhīḥ || 2||
Übersetzung: Er beherrschte seine Sinne, sprach wahrhaftig und ging zum Tempel. Tag für Tag gab der Einsichtige den Brahmanen Gaben und stellte sie zufrieden.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 2.
Satyanarayana-Katha 3.3
bhāryā tasya pramugdhā ca sarojavadanā satī |
bhadraśīlānadī tīre satyasyavratamācarat || 3||
Übersetzung: Seine treue Frau war anmutig und lotusgesichtig. Am Ufer des Flusses Bhadrashila vollzog er das Gelübde für Satya.
Erläuterung: Der erste Halbvers beschreibt die Frau, der folgende die Gelübdepraxis am Flussufer. Die Übersetzung bezieht den Handelnden nach dem Fortgang in 3.5 auf den König; die Quelle wechselt hier den Bezug ohne erneute Namensnennung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 3.
Satyanarayana-Katha 3.4
etasminnantare tatra sādhurekaḥ samāgataḥ |
vāṇijyārthaṃ bahudhanairanekaiḥ paripūritaḥ || 4||
Übersetzung: Währenddessen kam ein Kaufmann namens Sadhu dorthin, mit zahlreichen wertvollen Gütern für seinen Handel beladen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 4.
Satyanarayana-Katha 3.5
nāvaṃ saṃsthāpya tattīre jagāma nṛpatiṃ prati |
dṛṣṭvā sa vratinaṃ bhūpaṃ papraccha vinayānvitaḥ || 5||
Übersetzung: Er legte sein Schiff am Ufer an und ging zum König. Als er den Herrscher beim Gelübde sah, fragte er bescheiden.
Erläuterung: Lesefassung: „prapaccha“ der digitalen Vorlage wird hier als „papraccha“ wiedergegeben. Offenkundige Vertauschung im Perfekt „fragte“ berichtigt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 5.
Satyanarayana-Katha 3.6
sādhuruvāca |
kimidaṃ kuruṣe rājan bhaktiyuktena cetasā |
prakāśaṃ kuru tatsarvaṃ śrotumicchāmi sāmpratam || 6||
Übersetzung: Sadhu sprach: „Was vollziehst du hier, König, mit so hingebungsvollem Herzen? Erkläre es mir vollständig; ich möchte es jetzt hören.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 6.
Satyanarayana-Katha 3.7
rājovāca |
pūjanaṃ kriyate sādho viṣṇoratulatejasaḥ |
vrataṃ ca svajanaiḥ sārdhaṃ putrādyāvāpti kāmyayā || 7||
Übersetzung: Der König sprach: „Wir verehren Vishnu von unvergleichlichem Glanz. Gemeinsam mit den Angehörigen vollziehen wir dieses Gelübde im Wunsch nach Kindern und weiteren Segnungen.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 7.
Satyanarayana-Katha 3.8
bhūpasya vacanaṃ śrutvā sādhuḥ provāca sādaram |
sarvaṃ kathaya me rājan kariṣye'haṃ tavoditam || 8||
Übersetzung: Nachdem Sadhu die Worte des Königs gehört hatte, sagte er respektvoll: „Erkläre mir alles, König; ich werde tun, was du beschreibst.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 8.
Satyanarayana-Katha 3.9
mamāpi santatirnāsti hyetasmājjāyate dhruvam |
tato nivṛttya vāṇijyāt sānando gṛhamāgataḥ || 9||
Übersetzung: Auch ich habe keine Nachkommen; durch dieses Gelübde werden sie gewiss geboren.“ Nach dem Ende seiner Handelsreise kehrte er froh nach Hause zurück.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 9.
Satyanarayana-Katha 3.10
bhāryāyai kathitaṃ sarvaṃ vrataṃ santati dāyakam |
tadā vrataṃ kariṣyāmi yadā me santatirbhavet || 10||
Übersetzung: Er erzählte seiner Frau alles über das Gelübde, das Nachkommenschaft schenkt: „Wenn ich Nachkommen habe, werde ich dieses Gelübde vollziehen.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 10.
Satyanarayana-Katha 3.11
iti līlāvatīṃ prāha patnīṃ sādhuḥ sa sattamaḥ |
ekasmin divase tasya bhāryā līlāvatī satī || 11||
Übersetzung: So sprach der treffliche Sadhu zu seiner Frau Lilavati. Eines Tages war seine treue Frau Lilavati,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 11.
Satyanarayana-Katha 3.12
bhartṛyuktānandacittā'bhavad dharmaparāyaṇā |
garbhiṇī sā'bhavat tasya bhāryā satyaprasādataḥ || 12||
Übersetzung: mit ihrem Mann vereint, freudigen Herzens und dem Dharma ergeben. Durch Satyas Gnade wurde seine Frau schwanger.
Erläuterung: Lesefassung: „rgabhiṇī“ der digitalen Vorlage wird hier als „garbhiṇī“ wiedergegeben. Offenkundige Buchstabenvertauschung im Wort „schwanger“; redaktionelle Berichtigung, keine behauptete neue Handschriftenlesung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 12.
Satyanarayana-Katha 3.13
daśame māsi vai tasyāḥ kanyāratnamajāyata |
dine dine sā vavṛdhe śuklapakṣe yathā śaśī || 13||
Übersetzung: Im zehnten Monat wurde ihr ein kostbares Töchterchen geboren. Es wuchs von Tag zu Tag wie der Mond in der hellen Monatshälfte.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 13.
Satyanarayana-Katha 3.14
nāmnā kalāvatī ceti tannāmakaraṇaṃ kṛtam |
tato līlāvatī prāha svāminaṃ madhuraṃ vacaḥ || 14||
Übersetzung: Bei der Namengebung erhielt das Kind den Namen Kalavati. Darauf sprach Lilavati freundlich zu ihrem Mann.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 14.
Satyanarayana-Katha 3.15
na karoṣi kimarthaṃ vai purā saṅkalpitaṃ vratam |
sādhuruvāca |
vivāha samaye tvasyāḥ kariṣyāmi vrataṃ priye || 15||
Übersetzung: „Warum vollziehst du nicht das Gelübde, das du dir früher vorgenommen hast?“ Sadhu antwortete: „Bei ihrer Hochzeit werde ich das Gelübde vollziehen, Liebe.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 15.
Satyanarayana-Katha 3.16
iti bhāryāṃ samāśvāsya jagāma nagaraṃ prati |
tataḥ kalāvatī kanyā vavṛdhe pitṛveśmani || 16||
Übersetzung: Nachdem er seine Frau so beruhigt hatte, ging er in die Stadt. Das Mädchen Kalavati wuchs im Haus seines Vaters heran.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 16.
Satyanarayana-Katha 3.17
dṛṣṭvā kanyāṃ tataḥ sādhurnagare sakhibhiḥ saha |
mantrayitvā drutaṃ dūtaṃ preṣayāmāsa dharmavit || 17||
Übersetzung: Als Sadhu seine herangewachsene Tochter sah, beriet er sich in der Stadt mit seinen Freunden. Der dharmakundige Mann sandte unverzüglich einen Boten aus.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 17.
Satyanarayana-Katha 3.18
vivāhārthaṃ ca kanyāyā varaṃ śreṣṭhaṃ vicāraya |
tenājñaptaśca dūto'sau kāñcanaṃ nagaraṃ yayau || 18||
Übersetzung: „Suche für die Hochzeit meiner Tochter einen vorzüglichen Bräutigam.“ Der so beauftragte Bote ging in die Stadt Kanchana.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 18.
Satyanarayana-Katha 3.19
tasmādekaṃ vaṇikputraṃ samādāyāgato hi saḥ |
dṛṣṭvā tu sundaraṃ bālaṃ vaṇikputraṃ guṇānvitam || 19||
Übersetzung: Von dort kehrte er mit dem Sohn eines Kaufmanns zurück. Sadhu sah den schönen jungen Kaufmannssohn mit seinen guten Eigenschaften.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 19.
Satyanarayana-Katha 3.20
jñātibhirbandhubhiḥ sārdhaṃ parituṣṭena cetasā |
dattavān sādhuputrāya kanyāṃ vidhividhānataḥ || 20||
Übersetzung: Freudigen Herzens, gemeinsam mit Verwandten und Angehörigen, gab er seine Tochter nach der vorgeschriebenen Ordnung diesem Kaufmannssohn zur Frau.
Erläuterung: Lesefassung: „dattāvān“ der digitalen Vorlage wird hier als „dattavān“ wiedergegeben. Vokallänge des Partizips „gab“ berichtigt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 20.
Satyanarayana-Katha 3.21
tato'bhāgyavaśāt tena vismṛtaṃ vratamuttamam |
vivāhasamaye tasyāstena ruṣṭo'bhavat prabhuḥ || 21||
Übersetzung: Doch durch sein Ungeschick vergaß er bei ihrer Hochzeit das vorzügliche Gelübde. Darüber wurde der Herr zornig.
Erläuterung: Lesefassung: „ruṣṭo bhavat“ der digitalen Vorlage wird hier als „ruṣṭo'bhavat“ wiedergegeben. Die eingeklammerte Alternativlesung der Vorlage wird übernommen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 21.
Satyanarayana-Katha 3.22
tataḥ kālena niyato nijakarma viśāradaḥ |
vāṇijyārthaṃ tataḥ śīghraṃ jāmātṛ sahito vaṇik || 22||
Übersetzung: Nach einiger Zeit brach der Kaufmann, erfahren in seinem Beruf und dem Lauf der Zeit unterworfen, gemeinsam mit seinem Schwiegersohn rasch zu einer Handelsreise auf.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 22.
Satyanarayana-Katha 3.23
ratnasārapure ramye gatvā sindhu samīpataḥ |
vāṇijyamakarot sādhurjāmātrā śrīmatā saha || 23||
Übersetzung: Er gelangte in das schöne Ratnasarapura nahe am Meer. Dort betrieb Sadhu zusammen mit seinem angesehenen Schwiegersohn Handel.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 23.
Satyanarayana-Katha 3.24
tau gatau nagare ramye candraketornṛpasya ca |
etasminneva kāle tu satyanārāyaṇaḥ prabhuḥ || 24||
Übersetzung: Die beiden waren in die schöne Stadt des Königs Chandraketu gekommen. Zu eben dieser Zeit sah der Herr Satyanarayana,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 24.
Satyanarayana-Katha 3.25
bhraṣṭapratijñamālokya śāpaṃ tasmai pradattavān |
dāruṇaṃ kaṭhinaṃ cāsya mahad duḥkhaṃ bhaviṣyati || 25||
Übersetzung: dass Sadhu sein Versprechen gebrochen hatte, und sprach einen Fluch gegen ihn aus: „Großes, furchtbares und schweres Leid wird ihn treffen.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 25.
Satyanarayana-Katha 3.26
ekasmindivase rājño dhanamādāya taskaraḥ |
tatraiva cāgata ścauro vaṇijau yatra saṃsthitau || 26||
Übersetzung: Eines Tages stahl ein Dieb Vermögen des Königs. Mit der Beute kam er dorthin, wo sich die beiden Kaufleute aufhielten.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 26.
Satyanarayana-Katha 3.27
tatpaścād dhāvakān dūtān dṛṣṭvā bhītena cetasā |
dhanaṃ saṃsthāpya tatraiva sa tu śīghramalakṣitaḥ || 27||
Übersetzung: Als er die Diener sah, die ihn verfolgten, erschrak er. Er legte das Vermögen dort ab und verschwand rasch ungesehen.
Erläuterung: Lesefassung: „dṛṣṭavā“ der digitalen Vorlage wird hier als „dṛṣṭvā“ wiedergegeben. Überzähligen Vokal im Absolutiv „gesehen habend“ entfernt. Der Sanskritsatz lässt die Bewegung des Diebes nach dem Niederlegen des Geldes elliptisch; die Übersetzung „verschwand“ verdeutlicht den Erzählzusammenhang, ohne ein Sanskritverb zu ergänzen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 27.
Satyanarayana-Katha 3.28
tato dūtāḥsamāyātā yatrāste sajjano vaṇik |
dṛṣṭvā nṛpadhanaṃ tatra baddhvā''nītau vaṇiksutau || 28||
Übersetzung: Dann kamen die Diener an den Ort des rechtschaffenen Kaufmanns. Sie sahen dort das königliche Vermögen, fesselten die beiden Kaufleute und führten sie ab.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 28.
Satyanarayana-Katha 3.29
harṣeṇa dhāvamānāśca procurnṛpasamīpataḥ |
taskarau dvau samānītau vilokyājñāpaya prabho || 29||
Übersetzung: Voller Freude liefen sie zum König und sagten: „Zwei Diebe haben wir hergebracht. Sieh sie an und gib deinen Befehl, Herr.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 29.
Satyanarayana-Katha 3.30
rājñā''jñaptāstataḥ śīghraṃ dṛḍhaṃ baddhvā tu tāvubhau |
sthāpitau dvau mahādurge kārāgāre'vicārataḥ || 30||
Übersetzung: Auf Befehl des Königs wurden beide rasch fest gebunden und ohne Untersuchung in einem schwer bewachten Gefängnis der Festung eingesperrt.
Erläuterung: Lesefassung: „tā vubhau“ der digitalen Vorlage wird hier als „tāvubhau“ wiedergegeben. Ein typographisch getrenntes Wort wird zusammengezogen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 30.
Satyanarayana-Katha 3.31
māyayā satyadevasya na śrutaṃ kaistayorvacaḥ |
atastayordhanaṃ rājñā gṛhītaṃ candraketunā || 31||
Übersetzung: Durch die Maya Satyadevas hörte niemand auf ihre Worte. König Chandraketu zog daher ihr Vermögen ein.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 31.
Satyanarayana-Katha 3.32
tacchāpācca tayorgehe bhāryā caivāti duḥkhitā |
caureṇāpahṛtaṃ sarvaṃ gṛhe yacca sthitaṃ dhanam || 32||
Übersetzung: Durch diesen Fluch geriet auch die Frau zu Hause in großes Leid. Ein Dieb raubte das gesamte Vermögen, das sich im Haus befand.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 32.
Satyanarayana-Katha 3.33
ādhivyādhisamāyuktā kṣutpipāsāti duḥkhitā |
annacintāparā bhūtvā babhrāma ca gṛhe gṛhe |
kalāvatī tu kanyāpi babhrāma prativāsaram || 33||
Übersetzung: Von Sorgen und Krankheit, Hunger und Durst schwer bedrängt, dachte sie nur noch an Nahrung und wanderte von Haus zu Haus. Auch die Tochter Kalavati ging Tag für Tag umher.
Erläuterung: Lesefassung: „kṣutpipāśāti“ der digitalen Vorlage wird hier als „kṣutpipāsāti“ wiedergegeben. Die eingeklammerte Alternativlesung der Vorlage zu „Hunger und Durst“ wird übernommen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 33.
Satyanarayana-Katha 3.34
ekasmin divase yātā kṣudhārtā dvijamandiram |
gatvā'paśyad vrataṃ tatra satyanārāyaṇasya ca || 34||
Übersetzung: Eines Tages kam sie hungrig zum Haus eines Brahmanen. Dort sah sie das Gelübde für Satyanarayana.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 34.
Satyanarayana-Katha 3.35
upaviśya kathāṃ śrutvā varaṃ prārthitavatyapi |
prasāda bhakṣaṇaṃ kṛtvā yayau rātrau gṛhaṃ prati || 35||
Übersetzung: Sie setzte sich, hörte die Erzählung und bat um einen Segen. Nachdem sie Prasad gegessen hatte, ging sie nachts nach Hause.
Erläuterung: Lesefassung: „rprāthitavatyapi“ der digitalen Vorlage wird hier als „prārthitavatyapi“ wiedergegeben. Redaktionelle Berichtigung des beschädigten Verbs „erbat“; die fehlerhafte Vorlage bleibt hier dokumentiert.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 35.
Satyanarayana-Katha 3.36
mātā kalāvatīṃ kanyāṃ kathayāmāsa premataḥ |
putri rātrau sthitā kutra kiṃ te manasi vartate || 36||
Übersetzung: Die Mutter sprach liebevoll zu ihrer Tochter Kalavati: „Kind, wo bist du in der Nacht geblieben? Was bewegt dein Herz?“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 36.
Satyanarayana-Katha 3.37
kanyā kalāvatī prāha mātaraṃ prati satvaram |
dvijālaye vrataṃ mātardṛṣṭaṃ vāñchitasiddhidam || 37||
Übersetzung: Kalavati antwortete ihrer Mutter sofort: „Mutter, im Haus eines Brahmanen habe ich ein Gelübde gesehen, das das Ersehnte gewährt.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 37.
Satyanarayana-Katha 3.38
tacchrutvā kanyakā vākyaṃ vrataṃ kartuṃ samudyatā |
sā mudā tu vaṇigbhāryā satyanārāyaṇasya ca || 38||
Übersetzung: Als die Kaufmannsfrau diese Worte ihrer Tochter gehört hatte, machte sie sich freudig daran, das Gelübde für Satyanarayana zu vollziehen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 38.
Satyanarayana-Katha 3.39
vrataṃ cakre saiva sādhvī bandhubhiḥ svajanaiḥ saha |
bhartṛjāmātarau kṣipramāgacchetāṃ svamāśramam || 39||
Übersetzung: Die treue Frau vollzog es gemeinsam mit Angehörigen und Freunden und bat: „Mögen mein Mann und mein Schwiegersohn bald in ihr Zuhause zurückkehren.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 39.
Satyanarayana-Katha 3.40
aparādhaṃ ca me bharturjāmātuḥ kṣantumarhasi |
vratenānena tuṣṭo'sau satyanārāyaṇaḥ punaḥ || 40||
Übersetzung: Bitte verzeihe die Verfehlung meines Mannes und meines Schwiegersohns.“ Durch dieses Gelübde wurde Satyanarayana wiederum erfreut.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 40.
Satyanarayana-Katha 3.41
darśayāmāsa svapnaṃ hī candraketuṃ nṛpottamam |
bandinau mocaya prātarvaṇijau nṛpasattama || 41||
Übersetzung: Er erschien dem trefflichen König Chandraketu im Traum: „Lass die beiden gefangenen Kaufleute am Morgen frei, bester König.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 41.
Satyanarayana-Katha 3.42
deyaṃ dhanaṃ ca tatsarvaṃ gṛhītaṃ yat tvayā'dhunā |
no cet tvāṃ nāśayiṣyāmi sarājyadhanaputrakam || 42||
Übersetzung: Gib ihnen das gesamte Vermögen zurück, das du eingezogen hast. Wenn nicht, werde ich dich mitsamt Reich, Besitz und Kindern vernichten.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 42.
Satyanarayana-Katha 3.43
evamābhāṣya rājānaṃ dhyānagamyo'bhavat prabhuḥ |
tataḥ prabhātasamaye rājā ca svajanaiḥ saha || 43||
Übersetzung: Nachdem der Herr so zum König gesprochen hatte, entzog er sich wieder dem sichtbaren Erscheinen und war nur in der Versenkung zugänglich. Bei Tagesanbruch setzte sich der König mit seinem Gefolge
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 43.
Satyanarayana-Katha 3.44
upaviśya sabhāmadhye prāha svapnaṃ janaṃ prati |
baddhau mahājanau śīghraṃ mocaya dvau vaṇiksutau || 44||
Übersetzung: in die Versammlung und erzählte den Menschen den Traum: „Befreit rasch die beiden festgehaltenen angesehenen Kaufleute.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 44.
Satyanarayana-Katha 3.45
iti rājño vacaḥ śrutvā mocayitvā mahājanau |
samānīya nṛpasyāgre prāhuste vinayānvitāḥ || 45||
Übersetzung: Als die Diener die Worte des Königs gehört hatten, ließen sie die beiden angesehenen Männer frei, führten sie vor den Herrscher und sagten bescheiden:
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 45.
Satyanarayana-Katha 3.46
ānītau dvau vaṇikputrau muktau nigaḍabandhanāt |
tato mahājanau natvā candraketuṃ nṛpottamam || 46||
Übersetzung: „Die beiden Kaufleute sind hergebracht, von ihren Fesseln befreit.“ Darauf verneigten sich die beiden vor dem trefflichen König Chandraketu.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 46.
Satyanarayana-Katha 3.47
smarantau pūrva vṛttāntaṃ nocaturbhayavihvalau |
rājā vaṇiksutau vīkṣya vacaḥ provāca sādaram || 47||
Übersetzung: In Erinnerung an das zuvor Geschehene konnten sie vor Angst nicht sprechen. Der König blickte die beiden Kaufleute an und redete freundlich mit ihnen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 47.
Satyanarayana-Katha 3.48
devāt prāptaṃ mahadduḥkhamidānīṃ nāsti vai bhayam |
tadā nigaḍasantyāgaṃ kṣaurakarmādyakārayat || 48||
Übersetzung: „Durch die göttliche Macht ist großes Leid über euch gekommen. Jetzt besteht kein Anlass zur Furcht mehr.“ Er veranlasste, dass sie von den Fesseln frei waren und dass Haarpflege und die weitere Versorgung vorgenommen wurden.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 48.
Satyanarayana-Katha 3.49
vastrālaṅkārakaṃ dattvā paritoṣya nṛpaśca tau |
puraskṛtya vaṇikputrau vacasā'toṣayad bhṛśam || 49||
Übersetzung: Der König gab ihnen Kleider und Schmuck, erfreute und ehrte die beiden Kaufleute und sprach ihnen sehr freundlich zu.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 49.
Satyanarayana-Katha 3.50
purānītaṃ tu yad dravyaṃ dviguṇīkṛtya dattavān |
provāca ca tato rājā gaccha sādho nijāśramam || 50||
Übersetzung: Das früher eingezogene Vermögen gab er ihnen in doppeltem Umfang zurück. Dann sagte der König: „Sadhu, kehre in dein eigenes Haus zurück.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 50.
Satyanarayana-Katha 3.51
rājānaṃ praṇipatyāha gantavyaṃ tvatprasādataḥ |
ityuktvā tau mahāvaiśyau jagmatuḥ svagṛhaṃ prati || 51||
Übersetzung: Der Kaufmann verneigte sich vor dem König und sagte: „Durch deine Gunst dürfen wir gehen.“ Nachdem sie so gesprochen hatten, machten sich die beiden angesehenen Händler auf den Heimweg.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Vers 51.
Satyanarayana-Katha 3.Schlussvermerk
|| iti śrīskanda purāṇe revākhaṇḍe śrīsatyanārāyaṇa vratakathāyāṃ tṛtīyo'dhyāyaḥ || 3||
Übersetzung: So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das dritte Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 3, Kolophon.
Satyanarayana-Katha 4.1
atha caturtho'dhyāyaḥ |
sūta uvāca |
yātrāṃ tu kṛtavān sādhurmaṅgalāyanapūrvikām |
brāhmaṇebhyo dhanaṃ dattvā tadā tu nagaraṃ yayau || 1||
Übersetzung: Nun folgt das vierte Kapitel.
Suta sprach: Sadhu trat die Reise nach glückverheißenden Vorbereitungen an. Er gab den Brahmanen Gaben und zog dann seiner Heimatstadt entgegen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 1.
Satyanarayana-Katha 4.2
kiyad dūre gate sādho satyanārāyaṇaḥ prabhuḥ |
jijñāsāṃ kṛtavān sādhau kimasti tava nausthitam || 2||
Übersetzung: Als Sadhu ein Stück weit gekommen war, wollte der Herr Satyanarayana ihn prüfen und fragte: „Was befindet sich auf deinem Schiff?“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 2.
Satyanarayana-Katha 4.3
tato mahājanau mattau helayā ca prahasya vai |
kathaṃ pṛcchasi bho daṇḍin mudrāṃ netuṃ kimicchasi || 3||
Übersetzung: Die beiden angesehenen Händler, übermütig geworden, lachten geringschätzig: „Warum fragst du, Stabträger? Willst du etwa Geld mitnehmen?
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 3.
Satyanarayana-Katha 4.4
latāpatrādikaṃ caiva vartate taraṇau mama |
niṣṭhuraṃ ca vacaḥ śrutvā satyaṃ bhavatu te vacaḥ || 4||
Übersetzung: Auf meinem Schiff liegen nur Ranken, Blätter und dergleichen.“ Als er diese harten Worte hörte, sagte der Herr: „Deine Worte sollen wahr werden.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 4.
Satyanarayana-Katha 4.5
evamuktvā gataḥ śīghraṃ daṇḍī tasya samīpataḥ |
kiyad dūre tato gatvā sthitaḥ sindhu samīpataḥ || 5||
Übersetzung: Mit diesen Worten entfernte sich der stabtragende Asket rasch von ihm. Er ging ein Stück weiter und blieb am Meer stehen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 5.
Satyanarayana-Katha 4.6
gate daṇḍini sādhuśca kṛtanityakriyastadā |
utthitāṃ taraṇīṃ dṛṣṭvā vismayaṃ paramaṃ yayau || 6||
Übersetzung: Nachdem der Asket gegangen war, verrichtete Sadhu seine täglichen Handlungen. Als er das ungewöhnlich hoch schwimmende Schiff sah, war er sehr erstaunt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 6.
Satyanarayana-Katha 4.7
dṛṣṭvā latādikaṃ caiva mūrcchito nyapatad bhuvi |
labdhasaṃjño vaṇikputrastataścintānvito'bhavat || 7||
Übersetzung: Er erblickte darin Ranken und dergleichen und fiel ohnmächtig zu Boden. Als der Kaufmann wieder zu Bewusstsein kam, wurde er von Sorgen erfüllt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 7.
Satyanarayana-Katha 4.8
tadā tu duhituḥ kānto vacanaṃ cedamabravīt |
kimarthaṃ kriyate śokaḥ śāpo dattaśca daṇḍinā || 8||
Übersetzung: Da sagte der Mann seiner Tochter zu ihm: „Warum gibst du dich dem Kummer hin? Der Stabträger hat diesen Fluch ausgesprochen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 8.
Satyanarayana-Katha 4.9
śakyate tena sarvaṃ hi kartuṃ cātra na saṃśayaḥ |
atastaccharaṇaṃ yāmo vāñchitārtho bhaviṣyati || 9||
Übersetzung: Er vermag all dies zu tun; daran besteht kein Zweifel. Deshalb wollen wir bei ihm Zuflucht suchen. Dann wird sich unser Wunsch erfüllen.“
Erläuterung: Lesefassung: „vāñchatārtho“ der digitalen Vorlage wird hier als „vāñchitārtho“ wiedergegeben. Die eingeklammerte Alternativlesung der Vorlage zu „das Gewünschte“ wird übernommen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 9.
Satyanarayana-Katha 4.10
jāmāturvacanaṃ śrutvā tatsakāśaṃ gatastadā |
dṛṣṭvā ca daṇḍinaṃ bhaktyā natvā provāca sādaram || 10||
Übersetzung: Als er die Worte seines Schwiegersohns gehört hatte, ging er zu jenem Asketen. Er sah ihn, verneigte sich hingebungsvoll und sagte respektvoll:
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 10.
Satyanarayana-Katha 4.11
kṣamasva cāparādhaṃ me yaduktaṃ tava sannidhau |
evaṃ punaḥ punarnatvā mahāśokākulo'bhavat || 11||
Übersetzung: „Verzeihe mir die Verfehlung dessen, was ich vor dir gesagt habe.“ Wieder und wieder verneigte er sich so, von großem Kummer überwältigt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 11.
Satyanarayana-Katha 4.12
provāca vacanaṃ daṇḍī vilapantaṃ vilokya ca |
mā rodīḥ śṛṇumadvākyaṃ mama pūjābahirmukhaḥ || 12||
Übersetzung: Als der Stabträger den Klagenden sah, sagte er: „Weine nicht; höre meine Worte. Du hast dich von meiner Verehrung abgewandt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 12.
Satyanarayana-Katha 4.13
mamājñayā ca durbuddhe labdhaṃ duḥkhaṃ muhurmuhuḥ |
tacchrutvā bhagavadvākyaṃ stutiṃ kartuṃ samudyataḥ || 13||
Übersetzung: Durch meine Verfügung hast du, Unverständiger, wiederholt Leid erfahren.“ Als Sadhu die Worte des Erhabenen hörte, begann er ihn zu preisen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 13.
Satyanarayana-Katha 4.14
sādhuruvāca |
tvanmāyāmohitāḥ sarve brahmādyāstridivaukasaḥ |
na jānanti guṇān rūpaṃ tavāścaryamidaṃ prabho || 14||
Übersetzung: Sadhu sprach: „Alle Himmelsbewohner, selbst Brahma und die anderen, sind durch deine Maya verblendet. Sie erkennen deine Eigenschaften und deine Gestalt nicht. Dies ist dein Wunder, Herr.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 14.
Satyanarayana-Katha 4.15
mūḍho'haṃ tvāṃ kathaṃ jāne mohitastavamāyayā |
prasīda pūjayiṣyāmi yathāvibhavavistaraiḥ || 15||
Übersetzung: Wie sollte ich, ein Tor, dich erkennen, verblendet durch deine Maya? Sei gnädig; ich werde dich entsprechend meinen Mitteln verehren.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 15.
Satyanarayana-Katha 4.16
purā vittaṃ ca tat sarvaṃ trāhi māṃ śaraṇāgatam |
śrutvā bhaktiyutaṃ vākyaṃ parituṣṭo janārdanaḥ || 16||
Übersetzung: Und all das frühere Vermögen … Rette mich, der ich bei dir Zuflucht suche.“ Als Janardana diese hingebungsvollen Worte hörte, wurde er erfreut.
Erläuterung: Der erste Versfuß „purā vittaṃ ca tat sarvaṃ“ ist ohne eindeutigen syntaktischen Anschluss überliefert. Die Übersetzung bewahrt die Wörter als unvollständige Wortgruppe. Ihre Auslassungspunkte kennzeichnen den unklaren Anschluss, keinen ausgelassenen Sanskrittext; ein Verb wie „anvertrauen“ lässt sich der Vorlage nicht entnehmen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 16.
Satyanarayana-Katha 4.17
varaṃ ca vāñchitaṃ dattvā tatraivāntardadhe hariḥ |
tato nāvaṃ samārūhya dṛṣṭvā vittaprapūritām || 17||
Übersetzung: Hari gewährte den ersehnten Segen und verschwand an eben dieser Stelle. Dann bestieg der Kaufmann sein Schiff und sah es wieder mit Vermögen gefüllt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 17.
Satyanarayana-Katha 4.18
kṛpayā satyadevasya saphalaṃ vāñchitaṃ mama |
ityuktvā svajanaiḥ sārdhaṃ pūjāṃ kṛtvā yathāvidhi || 18||
Übersetzung: „Durch die Gnade Satyadevas ist mein Wunsch erfüllt.“ Mit diesen Worten verehrte er den Gott gemeinsam mit den Seinen nach der vorgeschriebenen Ordnung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 18.
Satyanarayana-Katha 4.19
harṣeṇa cābhavat pūrṇaḥsatyadevaprasādataḥ |
nāvaṃ saṃyojya yatnena svadeśagamanaṃ kṛtam || 19||
Übersetzung: Durch Satyadevas Gnade war er voller Freude. Das Schiff wurde sorgfältig bereitgemacht, und sie begaben sich auf die Fahrt in die Heimat.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 19.
Satyanarayana-Katha 4.20
sādhurjāmātaraṃ prāha paśya ratnapurīṃ mama |
dūtaṃ ca preṣayāmāsa nijavittasya rakṣakam || 20||
Übersetzung: Sadhu sagte zu seinem Schwiegersohn: „Sieh meine Stadt Ratnapuri.“ Er sandte den Hüter seines Vermögens als Boten voraus.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 20.
Satyanarayana-Katha 4.21
tato'sau nagaraṃ gatvā sādhubhāryāṃ vilokya ca |
provāca vāñchitaṃ vākyaṃ natvā baddhāñjalistadā || 21||
Übersetzung: Dieser kam in die Stadt, traf Sadhus Frau, verneigte sich mit gefalteten Händen und sprach die ersehnte Nachricht aus.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 21.
Satyanarayana-Katha 4.22
nikaṭe nagarasyaiva jāmātrā sahito vaṇik |
āgato bandhuvargaiśca vittaiśca bahubhiryutaḥ || 22||
Übersetzung: „Der Kaufmann ist mit seinem Schwiegersohn ganz in der Nähe der Stadt angekommen, begleitet von Angehörigen und mit großen Reichtümern.“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 22.
Satyanarayana-Katha 4.23
śrutvā dūtamukhādvākyaṃ mahāharṣavatī satī |
satyapūjāṃ tataḥ kṛtvā provāca tanujāṃ prati || 23||
Übersetzung: Als die treue Frau dies aus dem Mund des Boten hörte, war sie hocherfreut. Sie vollendete ihre Satya-Puja und sagte dann zu ihrer Tochter:
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 23.
Satyanarayana-Katha 4.24
vrajāmi śīghramāgaccha sādhusandarśanāya ca |
iti mātṛvacaḥ śrutvā vrataṃ kṛtvā samāpya ca || 24||
Übersetzung: „Ich gehe voraus; komm schnell nach, um Sadhu zu sehen.“ Als die Tochter die Worte ihrer Mutter gehört hatte, vollendete auch sie ihr Gelübde.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 24.
Satyanarayana-Katha 4.25
prasādaṃ ca parityajya gatā sā'pi patiṃ prati |
tena ruṣṭaḥ satyadevo bhartāraṃ taraṇiṃ tathā || 25||
Übersetzung: Sie ließ jedoch das Prasad zurück und ging ihrem Mann entgegen. Darüber wurde Satyadeva zornig und nahm ihren Mann und das Schiff
Erläuterung: Lesefassung: „ruṣṭāḥ“ der digitalen Vorlage wird hier als „ruṣṭaḥ“ wiedergegeben. Die eingeklammerte Alternativlesung der Vorlage berichtigt den Singularbezug auf Satyadeva.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 25.
Satyanarayana-Katha 4.26
saṃhṛtya ca dhanaiḥ sārdhaṃ jale tasyāvamajjayat |
tataḥ kalāvatī kanyā na vilokya nijaṃ patim || 26||
Übersetzung: mitsamt dem Vermögen fort und ließ es vor ihr im Wasser versinken. Als das Mädchen Kalavati den eigenen Mann nicht mehr sah,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 26.
Satyanarayana-Katha 4.27
śokena mahatā tatra rudantī cāpatad bhuvi |
dṛṣṭvā tathāvidhāṃ nāvaṃ kanyāṃ ca bahuduḥkhitām || 27||
Übersetzung: weinte sie vor großem Kummer und fiel zu Boden. Der Kaufmann sah, was dem Schiff geschehen war, und die schwer leidende Tochter.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 27.
Satyanarayana-Katha 4.28
bhītena manasā sādhuḥ kimāścaryamidaṃ bhavet |
cintyamānāśca te sarve babhūvustarivāhakāḥ || 28||
Übersetzung: Sadhu dachte furchtsam: „Was ist dies für ein Wunder?“ Auch alle Schiffsleute wurden von Sorge erfasst.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 28.
Satyanarayana-Katha 4.29
tato līlāvatī kanyāṃ dṛṣṭvā sā vihvalā'bhavat |
vilalāpātiduḥkhena bhartāraṃ cedamabravīt || 29||
Übersetzung: Als Lilavati ihre Tochter sah, geriet auch sie außer sich. Sie klagte in großem Schmerz und sagte zu ihrem Mann:
Erläuterung: Lesefassung: „abravīta“ der digitalen Vorlage wird hier als „abravīt“ wiedergegeben. Die reguläre Verbform „sprach“ wird hergestellt; redaktionelle Berichtigung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 29.
Satyanarayana-Katha 4.30
idānīṃ naukayā sārdhaṃ kathaṃ so'bhūdalakṣitaḥ |
na jāne kasya devasya helayā caiva sā hṛtā || 30||
Übersetzung: „Wie konnte er jetzt zusammen mit dem Schiff unsichtbar werden? Ich weiß nicht, durch die Missachtung welchen Gottes es fortgenommen wurde.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 30.
Satyanarayana-Katha 4.31
satyadevasya māhātmyaṃ jñātuṃ vā kena śakyate |
ityuktvā vilalāpaiva tataśca svajanaiḥ saha || 31||
Übersetzung: Wer vermag denn die Größe Satyadevas zu erkennen?“ Mit diesen Worten klagte sie gemeinsam mit den Angehörigen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 31.
Satyanarayana-Katha 4.32
tato līlāvatī kanyāṃ kroḍe kṛtvā ruroda ha |
tataḥkalāvatī kanyā naṣṭe svāmini duḥkhitā || 32||
Übersetzung: Dann nahm Lilavati ihre Tochter auf den Schoß und weinte. Kalavati litt schwer, weil ihr Mann verschwunden war.
Erläuterung: Lesefassung: „krauḍe“ der digitalen Vorlage wird hier als „kroḍe“ wiedergegeben. Redaktionelle Berichtigung zu „im Schoß“.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 32.
Satyanarayana-Katha 4.33
gṛhītvā pāduke tasyānugatuṃ ca manodadhe |
kanyāyāścaritaṃ dṛṣṭvā sabhāryaḥ sajjano vaṇik || 33||
Übersetzung: Sie nahm seine Sandalen und fasste den Gedanken, ihm in den Tod zu folgen. Als der rechtschaffene Kaufmann und seine Frau sahen, was die Tochter tun wollte,
Erläuterung: Die Erzählung beschreibt den Gedanken, dem Gatten in den Tod zu folgen; sie gibt damit keinen auszuführenden Ritualschritt vor. Die Geschichte führt zur Rückkehr des lebenden Gatten.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 33.
Satyanarayana-Katha 4.34
atiśokena santaptaścintayāmāsa dharmavit |
hṛtaṃ vā satyadevena bhrānto'haṃ satyamāyayā || 34||
Übersetzung: wurde der dharmakundige Mann von tiefstem Kummer gequält und überlegte: „Vielleicht hat Satyadeva dies fortgenommen. Ich bin durch Satyas Maya verwirrt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 34.
Satyanarayana-Katha 4.35
satyapūjāṃ kariṣyāmi yathāvibhavavistaraiḥ |
iti sarvān samāhūya kathayitvā manoratham || 35||
Übersetzung: Ich werde Satya entsprechend meinen Mitteln verehren.“ Er rief alle zusammen, teilte ihnen diesen Entschluss mit
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 35.
Satyanarayana-Katha 4.36
natvā ca daṇḍavad bhūmau satyadevaṃ punaḥ punaḥ |
tatastuṣṭaḥ satyadevo dīnānāṃ paripālakaḥ || 36||
Übersetzung: und warf sich immer wieder lang ausgestreckt vor Satyadeva auf die Erde. Da wurde Satyadeva, der Beschützer der Bedrängten, erfreut.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 36.
Satyanarayana-Katha 4.37
jagāda vacanaṃ cainaṃ kṛpayā bhaktavatsalaḥ |
tyaktvā prasādaṃ te kanyā patiṃ draṣṭuṃ samāgatā || 37||
Übersetzung: Aus Erbarmen sagte der seinen Verehrern zugewandte Gott zu ihm: „Deine Tochter hat das Prasad zurückgelassen und ist gekommen, um ihren Mann zu sehen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 37.
Satyanarayana-Katha 4.38
ato'dṛṣṭo'bhavattasyāḥ kanyakāyāḥ patirdhruvam |
gṛhaṃ gatvā prasādaṃ ca bhuktvā sā''yāti cetpunaḥ || 38||
Übersetzung: Deshalb ist der Mann für deine Tochter unsichtbar geworden. Wenn sie nach Hause geht, das Prasad isst und dann wieder zurückkommt,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 38.
Satyanarayana-Katha 4.39
labdhabhartrī sutā sādho bhaviṣyati na saṃśayaḥ |
kanyakā tādṛśaṃ vākyaṃ śrutvā gaganamaṇḍalāt || 39||
Übersetzung: wird deine Tochter ihren Mann wiedererlangen, Sadhu; daran besteht kein Zweifel.“ Das Mädchen hörte diese Worte aus dem Himmelsraum.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 39.
Satyanarayana-Katha 4.40
kṣipraṃ tadā gṛhaṃ gatvā prasādaṃ ca bubhoja sā |
paścāt sā punarāgatya dadarśa svajanaṃ patim || 40||
Übersetzung: Sogleich ging sie nach Hause und aß das Prasad. Danach kam sie zurück und sah ihren geliebten Mann wieder.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 40.
Satyanarayana-Katha 4.41
tataḥ kalāvatī kanyā jagāda pitaraṃ prati |
idānīṃ ca gṛhaṃ yāhi vilambaṃ kuruṣe katham || 41||
Übersetzung: Darauf sagte Kalavati zu ihrem Vater: „Geh nun nach Hause. Warum zögerst du noch?“
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 41.
Satyanarayana-Katha 4.42
tacchrutvā kanyakāvākyaṃ santuṣṭo'bhūdvaṇiksutaḥ |
pūjanaṃ satyadevasya kṛtvā vidhividhānataḥ || 42||
Übersetzung: Als der Kaufmann die Worte seiner Tochter gehört hatte, wurde er zufrieden. Er verehrte Satyadeva nach der vorgeschriebenen Ordnung
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 42.
Satyanarayana-Katha 4.43
dhanairbandhugaṇaiḥ sārdhaṃ jagāma nijamandiram |
paurṇamāsyāṃ ca saṅkrāntau kṛtavān satyasya pūjanam || 43||
Übersetzung: und ging mit seinem Vermögen und seinen Angehörigen nach Hause. An Vollmond und an Sankranti vollzog er fortan die Verehrung Satyas.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 43.
Satyanarayana-Katha 4.44
ihaloke sukhaṃ bhuktvā cānte satyapuraṃ yayau || 44||
Übersetzung: Nachdem er in dieser Welt Glück genossen hatte, gelangte er am Ende in die Stadt Satyas.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Vers 44.
Satyanarayana-Katha 4.Schlussvermerk
|| iti śrīskanda purāṇe revākhaṇḍe śrīsatyanārāyaṇa vratakathāyāṃ caturtho'dhyāyaḥ || 4||
Übersetzung: So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das vierte Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 4, Kolophon.
Satyanarayana-Katha 5.1
atha pañcamo'dhyāyaḥ |
sūta uvāca |
athānyacca pravakṣyāmi śṛṇudhvaṃ munisattamāḥ |
āsīt tuṅgadhvajo rājā prajāpālanatatparaḥ || 1||
Übersetzung: Nun folgt das fünfte Kapitel.
Suta sprach: Nun erzähle ich noch etwas anderes; hört zu, beste Weisen. Es lebte ein König namens Tungadhvaja, der für den Schutz seiner Untertanen sorgte.
Erläuterung: Lesefassung: „śruṇudhvaṃ“ der digitalen Vorlage wird hier als „śṛṇudhvaṃ“ wiedergegeben. Der Vokal der Aufforderung „hört“ wird berichtigt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 1.
Satyanarayana-Katha 5.2
prasādaṃ satyadevasya tyaktvā duḥkhamavāpa saḥ |
ekadā sa vanaṃ gatvā hatvā bahuvidhān paśūn || 2||
Übersetzung: Weil er Satyadevas Prasad zurückwies, erfuhr er Leid. Eines Tages ging er in den Wald und erlegte verschiedene Tiere.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 2.
Satyanarayana-Katha 5.3
āgatya vaṭamūlaṃ ca dṛṣṭvā satyasya pūjanam |
gopāḥ kurvanti santuṣṭā bhaktiyuktāḥ sa bāndhavāḥ || 3||
Übersetzung: Dann kam er an den Fuß eines Banyanbaums und sah eine Satya-Puja: Hirten vollzogen sie freudig und hingebungsvoll zusammen mit ihren Angehörigen.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 3.
Satyanarayana-Katha 5.4
rājā dṛṣṭvā tu darpeṇa na gato na nanāma saḥ |
tato gopagaṇāḥ sarve prasādaṃ nṛpasannidhau || 4||
Übersetzung: Der König sah dies, doch aus Stolz ging er nicht zu ihnen und verneigte sich nicht. Da brachten die Hirten Prasad zum König,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 4.
Satyanarayana-Katha 5.5
saṃsthāpya punarāgatya bhuktvā sarve yathepsitam |
tataḥ prasādaṃ santyajya rājā duḥkhamavāpa saḥ || 5||
Übersetzung: stellten es vor ihm ab und kehrten zurück; alle aßen, so viel sie wollten. Der König jedoch ließ das Prasad unbeachtet und geriet dadurch in Leid.
Erläuterung: Lesefassung: „bhuktatvā“ der digitalen Vorlage wird hier als „bhuktvā“ wiedergegeben. Überzählige Silbe im Absolutiv „gegessen habend“ entfernt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 5.
Satyanarayana-Katha 5.6
tasya putraśataṃ naṣṭaṃ dhanadhānyādikaṃ ca yat |
satyadevena tatsarvaṃ nāśitaṃ mama niścitam || 6||
Übersetzung: Seine hundert Söhne kamen um, ebenso gingen Vermögen, Getreide und die übrigen Güter zugrunde. „All dies hat gewiss Satyadeva mir genommen“, dachte er.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 6.
Satyanarayana-Katha 5.7
atastatraiva gacchāmi yatra devasya pūjanam |
manasā tu viniścitya yayau gopālasannidhau || 7||
Übersetzung: „Deshalb gehe ich dorthin zurück, wo die Verehrung des Gottes stattfand.“ Mit diesem festen Entschluss begab er sich zu den Hirten.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 7.
Satyanarayana-Katha 5.8
tato'sau satyadevasya pūjāṃ gopagaṇaiḥsaha |
bhaktiśraddhānvito bhūtvā cakāra vidhinā nṛpaḥ || 8||
Übersetzung: Dort vollzog der König zusammen mit den Hirten die Verehrung Satyadevas, erfüllt von Hingabe und Vertrauen, nach der vorgeschriebenen Ordnung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 8.
Satyanarayana-Katha 5.9
satyadevaprasādena dhanaputrānvito'bhavat |
ihaloke sukhaṃ bhuktvā cānte satyapuraṃ yayau || 9||
Übersetzung: Durch Satyadevas Gnade erlangte er Vermögen und Kinder wieder. Nachdem er in dieser Welt Glück genossen hatte, gelangte er am Ende in die Stadt Satyas.
Erläuterung: Lesefassung: „bhuktatvā“ der digitalen Vorlage wird hier als „bhuktvā“ wiedergegeben. Überzählige Silbe im Absolutiv „genossen habend“ entfernt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 9.
Satyanarayana-Katha 5.10
ya idaṃ kurute satyavrataṃ paramadurlabham |
śṛṇoti ca kathāṃ puṇyāṃ bhaktiyuktaḥ phalapradām || 10||
Übersetzung: Wer dieses schwer zu erlangende Satya-Gelübde vollzieht und die heilige, fruchtbringende Erzählung mit Hingabe hört,
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 10.
Satyanarayana-Katha 5.11
dhanadhānyādikaṃ tasya bhavet satyaprasādataḥ |
daridro labhate vittaṃ baddho mucyeta bandhanāt || 11||
Übersetzung: dem werden durch Satyas Gnade Vermögen, Getreide und weitere Güter zuteil. Der Arme erlangt Besitz, der Gefesselte wird aus seinen Fesseln befreit.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 11.
Satyanarayana-Katha 5.12
bhīto bhayāt pramucyeta satyameva na saṃśayaḥ |
īpsitaṃ ca phalaṃ bhuktvā cānte satyapuraṃvrajet || 12||
Übersetzung: Der Ängstliche wird von der Angst frei; dies ist wahr, daran besteht kein Zweifel. Nachdem er die ersehnte Frucht genossen hat, gelangt er am Ende in die Stadt Satyas.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 12.
Satyanarayana-Katha 5.13
iti vaḥ kathitaṃ viprāḥ satyanārāyaṇavratam |
yat kṛtvā sarvaduḥkhebhyo mukto bhavati mānavaḥ || 13||
Übersetzung: So habe ich euch, Brahmanen, das Satyanarayana-Gelübde erklärt. Wer es vollzieht, wird nach der Verheißung des Textes von allen Leiden befreit.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 13.
Satyanarayana-Katha 5.14
viśeṣataḥ kaliyuge satyapūjā phalapradā |
kecit kālaṃ vadiṣyanti satyamīśaṃ tameva ca || 14||
Übersetzung: Besonders im Kali Yuga ist die Satya-Puja fruchtbringend. Einige werden ihn Kala, die Zeit, nennen, andere Satya, die Wahrheit, und Ishvara, den Herrn.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 14.
Satyanarayana-Katha 5.15
satyanārāyaṇaṃ kecit satyadevaṃ tathāpare |
nānārūpadharo bhūtvā sarveṣāmīpsitapradam || 15||
Übersetzung: Einige nennen ihn Satyanarayana, andere Satyadeva. Indem er verschiedene Gestalten annimmt, gewährt er allen das Ersehnte.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 15.
Satyanarayana-Katha 5.16
bhaviṣyati kalau satyavratarūpī sanātanaḥ |
śrīviṣṇunā dhṛtaṃ rūpaṃ sarveṣāmīpsitapradam || 16||
Übersetzung: Im Kali Yuga wird der Ewige in der Gestalt des Satya-Gelübdes gegenwärtig sein. Die von Vishnu angenommene Gestalt gewährt allen das Ersehnte.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 16.
Satyanarayana-Katha 5.17
ya idaṃ paṭhate nityaṃ śṛṇoti munisattamāḥ |
tasya naśyanti pāpāni satyadevaprasādataḥ || 17||
Übersetzung: Wer dies regelmäßig liest oder hört, beste Weisen, dessen Verfehlungen vergehen durch Satyadevas Gnade.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 17.
Satyanarayana-Katha 5.18
vrataṃ yaistu kṛtaṃ pūrvaṃ satyanārāyaṇasya ca |
teṣāṃ tvaparajanmāni kathayāmi munīśvarāḥ || 18||
Übersetzung: Nun erzähle ich euch, Herren der Weisen, von den späteren Geburten jener, die einst Satyanarayanas Gelübde vollzogen hatten.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 18.
Satyanarayana-Katha 5.19
śatānandomahāprājñaḥsudāmābrāhmaṇo hyabhūt |
tasmiñjanmani śrīkṛṣṇaṃ dhyātvā mokṣamavāpa ha || 19||
Übersetzung: Der hochweise Shatananda wurde zum Brahmanen Sudama. In jener Geburt meditierte er über Shri Krishna und erlangte Befreiung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 19.
Satyanarayana-Katha 5.20
kāṣṭhabhāravaho bhillo guharājo babhūva ha |
tasmiñjanmani śrīrāmaṃ sevya mokṣaṃ jagāma vai || 20||
Übersetzung: Der Bhilla, der Holzlasten getragen hatte, wurde zu König Guha. In jener Geburt diente er Shri Rama und gelangte zur Befreiung.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 20.
Satyanarayana-Katha 5.21
ulkāmukho mahārājo nṛpo daśaratho'bhavat |
śrīraṅganāthaṃ sampūjya śrīvaikuṇṭhaṃ tadāgamat || 21||
Übersetzung: Der große König Ulkamukha wurde zu König Dasharatha. Er verehrte Shri Ranganatha und gelangte nach Vaikuntha.
Erläuterung: Die Vorlage nennt im Haupttext Ranganatha und in Klammern als Variante Shri Ramachandra. Die Übersetzung folgt dem Haupttext; die Varianten werden am Ende des Quellenabschnitts bewahrt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 21.
Satyanarayana-Katha 5.22
dhārmikaḥ satyasandhaśca sādhurmoradhvajo'bhavat |
dehārdhaṃ krakacaiśchittvā datvā mokṣamavāpa ha || 22||
Übersetzung: Der rechtschaffene und wahrhaftige Sadhu wurde zu Moradhvaja. Nachdem er die Hälfte seines Körpers mit Sägen hatte abtrennen lassen und sie hingab, erlangte er Befreiung.
Erläuterung: Lesefassung: „rdhāmikaḥ“ der digitalen Vorlage wird hier als „dhārmikaḥ“ wiedergegeben. Offenkundige Buchstabenvertauschung in „rechtschaffen“ berichtigt. Dies ist eine hagiographische Erzählung über Moradhvaja. Die genannte Verletzung gehört nicht zur Satyanarayana-Puja und wird nicht nachgeahmt.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 22.
Satyanarayana-Katha 5.23
tuṅgadhvajo mahārājaḥ svāyambhuvo'bhavat kila |
sarvān bhāgavatān kṛtvā śrīvaikuṇṭhaṃ tadā'gamat || 23||
Übersetzung: Der große König Tungadhvaja wurde, so heißt es, zu Svayambhuva. Nachdem er alle zu Verehrern des Erhabenen gemacht hatte, gelangte er nach Vaikuntha.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 23.
Satyanarayana-Katha 5.24
bhūtvā gopāśca te sarve vrajamaṇḍalavāsinaḥ |
nihatya rākṣasān sarvān golokaṃ tu tadā yayuḥ || 24||
Übersetzung: Alle jene Hirten wurden Bewohner des Landes Vraja. Nachdem sie sämtliche Rakshasas besiegt hatten, gelangten sie nach Goloka.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Vers 24.
Satyanarayana-Katha 5.Schlussvermerk
|| iti śrīskandapurāṇe revākhaṇḍe śrīsatyanārāyaṇa vratakathāyāṃ pañcamo'dhyāyaḥ || 5||
Übersetzung: So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das fünfte Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Quelle: SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023, Kapitel 5, Kolophon.
Brahmarpana zur Speisensegnung
brahmārpaṇaṃ brahmahavirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 56 ||
Übersetzung: Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie im Feuer Brahmans dargebracht. Brahman allein ist von dem zu erreichen, der ganz in der Handlung als Brahman gesammelt ist.
Quelle: Mahanirvana Tantra 3.56.
Kurze Widmung
brahmārpaṇamastu
Übersetzung: Es sei eine Darbringung an Brahman.
Quelle: Mahanirvana Tantra 3.103, dort ausdrücklich als Satz vor Trinken und Essen genannt.
Rezitationstexte in Devanagari
Ganesha-Mantra
गं गणपतये नमः
Narayana-Mantra
ॐ नमो नारायणाय
Satyanarayana-Katha: Eingangsverehrungen
॥ श्री गणेशाय नमः ॥
॥ श्रीपरमात्मने नमः ॥
अथ कथा प्रारम्भः ।
Satyanarayana-Katha 1.1
अथ प्रथमोऽध्यायः ।
श्रीव्यास उवाच ।
एकदा नैमिषारण्ये ऋषयः शौनकादयः ।
पप्रच्छुर्मुनयः सर्वे सूतं पौराणिकं खलु ॥ १॥
Satyanarayana-Katha 1.2
ऋषय ऊचुः ।
व्रतेन तपसा किं वा प्राप्यते वाञ्छितं फलम् ।
तत्सर्वं श्रोतुमिच्छामः कथयस्व महामुने ॥ २॥
Satyanarayana-Katha 1.3
सूत उवाच ।
नारदेनैव सम्पृष्टो भगवान् कमलापतिः ।
सुरर्षये यथैवाह तच्छृणुध्वं समाहिताः ॥ ३॥
Satyanarayana-Katha 1.4
एकदा नारदो योगी परानुग्रहकाङ्क्षया ।
पर्यटन् विविधान् लोकान् मर्त्यलोकमुपागतः ॥ ४॥
Satyanarayana-Katha 1.5
ततोदृष्ट्वा जनान्सर्वान् नानाक्लेशसमन्वितान् ।
नानायोनिसमुत्पन्नान् क्लिश्यमानान् स्वकर्मभिः ॥ ५॥
Satyanarayana-Katha 1.6
केनोपायेन चैतेषां दुःखनाशो भवेद् ध्रुवम् ।
इति सञ्चिन्त्य मनसा विष्णुलोकं गतस्तदा ॥ ६॥
Satyanarayana-Katha 1.7
तत्र नारायणं देवं शुक्लवर्णं चतुर्भुजम् ।
शङ्ख-चक्र-गदा-पद्म-वनमाला-विभूषितम् ॥ ७॥
Satyanarayana-Katha 1.8
दृष्ट्वा तं देवदेवेशं स्तोतुं समुपचक्रमे ।
नारद उवाच ।
नमो वाङ्गमनसातीतरूपायानन्तशक्तये ।
आदिमध्यान्तहीनाय निर्गुणाय गुणात्मने ॥ ८॥
Satyanarayana-Katha 1.9
सर्वेषामादिभूताय भक्तानामार्तिनाशिने ।
श्रुत्वा स्तोत्रं ततो विष्णुर्नारदं प्रत्यभाषत ॥ ९॥
Satyanarayana-Katha 1.10
श्रीभगवानुवाच ।
किमर्थमागतोऽसि त्वं किं ते मनसि वर्तते ।
कथयस्व महाभाग तत्सर्वं कथयामि ते ॥ १०॥
Satyanarayana-Katha 1.11
नारद उवाच ।
मर्त्यलोके जनाः सर्वे नानाक्लेशसमन्विताः ।
नानायोनिसमुत्पन्नाः पच्यन्ते पापकर्मभिः ॥ ११॥
Satyanarayana-Katha 1.12
तत्कथं शमयेन्नाथ लघूपायेन तद्वद ।
श्रोतुमिच्छामि तत्सर्वं कृपास्ति यदि ते मयि ॥ १२॥
Satyanarayana-Katha 1.13
श्रीभगवानुवाच ।
साधु पृष्टं त्वया वत्स लोकानुग्रहकाङ्क्षया ।
यत्कृत्वा मुच्यते मोहात् तच्छृणुष्व वदामि ते ॥ १३॥
Satyanarayana-Katha 1.14
व्रतमस्ति महत्पुण्यं स्वर्गे मर्त्ये च दुर्लभम् ।
तव स्नेहान्मया वत्स प्रकाशः क्रियतेऽधुना ॥ १४॥
Satyanarayana-Katha 1.15
सत्यनारायणस्यैव व्रतं सम्यग्विधानतः ।
कृत्वा सद्यः सुखं भुक्त्वा परत्र मोक्षमाप्नुयात् ।
तच्छ्रुत्वा भगवद्वाक्यं नारदो मुनिरब्रवीत् ॥ १५॥
Satyanarayana-Katha 1.16
नारद उवाच ।
किं फलं किं विधानं च कृतं केनैव तद् व्रतम् ।
तत्सर्वं विस्तराद् ब्रूहि कदा कार्यं व्रतं प्रभो ॥ १६॥
Satyanarayana-Katha 1.17
श्रीभगवानुवाच ।
दुःखशोकादिशमनं धनधान्यप्रवर्धनम् ॥ १७॥
Satyanarayana-Katha 1.18
सौभाग्यसन्ततिकरं सर्वत्र विजयप्रदम् ।
यस्मिन् कस्मिन् दिने मर्त्यो भक्तिश्रद्धासमन्वितः ॥ १८॥
Satyanarayana-Katha 1.19
सत्यनारायणं देवं यजेच्चैव निशामुखे ।
ब्राह्मणैर्बान्धवैश्चैव सहितो धर्मतत्परः ॥ १९॥
Satyanarayana-Katha 1.20
नैवेद्यं भक्तितो दद्यात् सपादं भक्ष्यमुत्तमम् ।
रम्भाफलं घृतं क्षीरं गोधूमस्य च चूर्णकम् ॥ २०॥
Satyanarayana-Katha 1.21
अभावे शालिचूर्णं वा शर्करा वा गुडस्तथा ।
सपादं सर्वभक्ष्याणि चैकीकृत्य निवेदयेत् ॥ २१॥
Satyanarayana-Katha 1.22
विप्राय दक्षिणां दद्यात् कथां श्रुत्वा जनैः सह ।
ततश्च बन्धुभिः सार्धं विप्रांश्च प्रतिभोजयेत् ॥ २२॥
Satyanarayana-Katha 1.23
प्रसादं भक्षयेद् भक्त्या नृत्यगीतादिकं चरेत् ।
ततश्च स्वगृहं गच्छेत् सत्यनारायणं स्मरन् ॥ २३॥
Satyanarayana-Katha 1.24
एवं कृते मनुष्याणां वाञ्छासिद्धिर्भवेद् ध्रुवम् ।
विशेषतः कलियुगे लघूपायोऽस्ति भूतले ॥ २४॥
Satyanarayana-Katha 1.Schlussvermerk
॥ इति श्रीस्कन्दपुराणे रेवाखण्डे श्रीसत्यनारायण व्रतकथायां प्रथमोऽध्यायः ॥ १॥
Satyanarayana-Katha 2.1
अथ द्वितीयोऽध्यायः ।
सूत उवाच ।
अथान्यत् सम्प्रवक्ष्यामि कृतं येन पुरा द्विजाः ।
कश्चित् काशीपुरे रम्ये ह्यासीद्विप्रोऽतिनिर्धनः ॥ १॥
Satyanarayana-Katha 2.2
क्षुत्तृड्भ्यां व्याकुलोभूत्वा नित्यं बभ्राम भूतले ।
दुःखितं ब्राह्मणं दृष्ट्वा भगवान् ब्राह्मणप्रियः ॥ २॥
Satyanarayana-Katha 2.3
वृद्धब्राह्मण रूपस्तं पप्रच्छ द्विजमादरात् ।
किमर्थं भ्रमसे विप्र महीं नित्यं सुदुःखितः ।
तत्सर्वं श्रोतुमिच्छामि कथ्यतां द्विज सत्तम ॥ ३॥
Satyanarayana-Katha 2.4
ब्राह्मण उवाच ।
ब्राह्मणोऽति दरिद्रोऽहं भिक्षार्थं वै भ्रमे महीम् ॥ ४॥
Satyanarayana-Katha 2.5
उपायं यदि जानासि कृपया कथय प्रभो ।
वृद्धब्राह्मण उवाच ।
सत्यनारायणो विष्णुर्वाञ्छितार्थफलप्रदः ॥ ५॥
Satyanarayana-Katha 2.6
तस्य त्वं पूजनं विप्र कुरुष्व व्रतमुत्तमम् ।
यत्कृत्वा सर्वदुःखेभ्यो मुक्तो भवति मानवः ॥ ६॥
Satyanarayana-Katha 2.7
विधानं च व्रतस्यापि विप्रायाभाष्य यत्नतः ।
सत्यनारायणो वृद्धस्तत्रैवान्तरधीयत ॥ ७॥
Satyanarayana-Katha 2.8
तद् व्रतं सङ्करिष्यामि यदुक्तं ब्राह्मणेन वै ।
इति सञ्चिन्त्य विप्रोऽसौ रात्रौ निद्रां न लब्धवान् ॥ ८॥
Satyanarayana-Katha 2.9
ततः प्रातः समुत्थाय सत्यनारायणव्रतम् ।
करिष्य इति सङ्कल्प्य भिक्षार्थमगमद्द्विजः ॥ ९॥
Satyanarayana-Katha 2.10
तस्मिन्नेव दिने विप्रः प्रचुरं द्रव्यमाप्तवान् ।
तेनैव बन्धुभिः सार्धं सत्यस्यव्रतमाचरत् ॥ १०॥
Satyanarayana-Katha 2.11
सर्वदुःखविनिर्मुक्तः सर्वसम्पत्समन्वितः ।
बभूव स द्विजश्रेष्ठो व्रतस्यास्य प्रभावतः ॥ ११॥
Satyanarayana-Katha 2.12
ततः प्रभृति कालं च मासि मासि व्रतं कृतम् ।
एवं नारायणस्येदं व्रतं कृत्वा द्विजोत्तमः ॥ १२॥
Satyanarayana-Katha 2.13
सर्वपापविनिर्मुक्तो दुर्लभं मोक्षमाप्तवान् ।
व्रतमस्य यदा विप्र पृथिव्यां सङ्करिष्यति ॥ १३॥
Satyanarayana-Katha 2.14
तदैव सर्वदुःखं तु मनुजस्य विनश्यति ।
एवं नारायणेनोक्तं नारदाय महात्मने ॥ १४॥
Satyanarayana-Katha 2.15
मया तत्कथितं विप्राः किमन्यत् कथयामि वः ।
ऋषय ऊचुः ।
तस्माद् विप्राच्छ्रुतं केन पृथिव्यां चरितं मुने ।
तत्सर्वं श्रोतुमिच्छामः श्रद्धाऽस्माकं प्रजायते ॥ १५॥
Satyanarayana-Katha 2.16
सूत उवाच ।
शृणुध्वं मुनयः सर्वे व्रतं येन कृतं भुवि ।
एकदा स द्विजवरो यथाविभव विस्तरैः ॥ १६॥
Satyanarayana-Katha 2.17
बन्धुभिः स्वजनैः सार्धं व्रतं कर्तुं समुद्यतः ।
एतस्मिन्नन्तरे काले काष्ठक्रेता समागमत् ॥ १७॥
Satyanarayana-Katha 2.18
बहिः काष्ठं च संस्थाप्य विप्रस्य गृहमाययौ ।
तृष्णाया पीडितात्मा च दृष्ट्वा विप्रं कृतं व्रतम् ॥ १८॥
Satyanarayana-Katha 2.19
प्रणिपत्य द्विजं प्राह किमिदं क्रियते त्वया ।
कृते किं फलमाप्नोति विस्तराद् वद मे प्रभो ॥ १९॥
Satyanarayana-Katha 2.20
विप्र उवाच ।
सत्यनारायणस्येदं व्रतं सर्वेप्सितप्रदम् ।
तस्य प्रसादान्मे सर्वं धनधान्यादिकं महत् ॥ २०॥
Satyanarayana-Katha 2.21
तस्मादेतद् व्रतं ज्ञात्वा काष्ठक्रेताऽतिहर्षितः ।
पपौ जलं प्रसादं च भुक्त्वा स नगरं ययौ ॥ २१॥
Satyanarayana-Katha 2.22
सत्यनारायणं देवं मनसा इत्यचिन्तयत् ।
काष्ठं विक्रयतो ग्रामे प्राप्यते चाद्य यद् धनम् ॥ २२॥
Satyanarayana-Katha 2.23
तेनैव सत्यदेवस्य करिष्ये व्रतमुत्तमम् ।
इति सञ्चिन्त्य मनसा काष्ठं धृत्वा तु मस्तके ॥ २३॥
Satyanarayana-Katha 2.24
जगाम नगरे रम्ये धनिनां यत्र संस्थितिः ।
तद्दिने काष्ठमूल्यं च द्विगुणं प्राप्तवानसौ ॥ २४॥
Satyanarayana-Katha 2.25
ततः प्रसन्नहृदयः सुपक्वं कदली फलम् ।
शर्कराघृतदुग्धं च गोधूमस्य च चूर्णकम् ॥ २५॥
Satyanarayana-Katha 2.26
कृत्वैकत्र सपादं च गृहीत्वा स्वगृहं ययौ ।
ततो बन्धून् समाहूय चकार विधिना व्रतम् ॥ २६॥
Satyanarayana-Katha 2.27
तद् व्रतस्य प्रभावेण धनपुत्रान्वितोऽभवत् ।
इहलोके सुखं भुक्त्वा चान्ते सत्यपुरं ययौ ॥ २७॥
Satyanarayana-Katha 2.Schlussvermerk
॥ इति श्रीस्कन्दपुराणे रेवाखण्डे श्रीसत्यनारायण व्रतकथायां द्वितीयोऽध्यायः ॥ २॥
Satyanarayana-Katha 3.1
अथ तृतीयोऽध्यायः ।
सूत उवाच ।
पुनरग्रे प्रवक्ष्यामि शृणुध्वं मुनि सत्तमाः ।
पुरा चोल्कामुखो नाम नृपश्चासीन्महामतिः ॥ १॥
Satyanarayana-Katha 3.2
जितेन्द्रियः सत्यवादी ययौ देवालयं प्रति ।
दिने दिने धनं दत्त्वा द्विजान् सन्तोषयत् सुधीः ॥ २॥
Satyanarayana-Katha 3.3
भार्या तस्य प्रमुग्धा च सरोजवदना सती ।
भद्रशीलानदी तीरे सत्यस्यव्रतमाचरत् ॥ ३॥
Satyanarayana-Katha 3.4
एतस्मिन्नन्तरे तत्र साधुरेकः समागतः ।
वाणिज्यार्थं बहुधनैरनेकैः परिपूरितः ॥ ४॥
Satyanarayana-Katha 3.5
नावं संस्थाप्य तत्तीरे जगाम नृपतिं प्रति ।
दृष्ट्वा स व्रतिनं भूपं पप्रच्छ विनयान्वितः ॥ ५॥
Satyanarayana-Katha 3.6
साधुरुवाच ।
किमिदं कुरुषे राजन् भक्तियुक्तेन चेतसा ।
प्रकाशं कुरु तत्सर्वं श्रोतुमिच्छामि साम्प्रतम् ॥ ६॥
Satyanarayana-Katha 3.7
राजोवाच ।
पूजनं क्रियते साधो विष्णोरतुलतेजसः ।
व्रतं च स्वजनैः सार्धं पुत्राद्यावाप्ति काम्यया ॥ ७॥
Satyanarayana-Katha 3.8
भूपस्य वचनं श्रुत्वा साधुः प्रोवाच सादरम् ।
सर्वं कथय मे राजन् करिष्येऽहं तवोदितम् ॥ ८॥
Satyanarayana-Katha 3.9
ममापि सन्ततिर्नास्ति ह्येतस्माज्जायते ध्रुवम् ।
ततो निवृत्त्य वाणिज्यात् सानन्दो गृहमागतः ॥ ९॥
Satyanarayana-Katha 3.10
भार्यायै कथितं सर्वं व्रतं सन्तति दायकम् ।
तदा व्रतं करिष्यामि यदा मे सन्ततिर्भवेत् ॥ १०॥
Satyanarayana-Katha 3.11
इति लीलावतीं प्राह पत्नीं साधुः स सत्तमः ।
एकस्मिन् दिवसे तस्य भार्या लीलावती सती ॥ ११॥
Satyanarayana-Katha 3.12
भर्तृयुक्तानन्दचित्ताऽभवद् धर्मपरायणा ।
गर्भिणी साऽभवत् तस्य भार्या सत्यप्रसादतः ॥ १२॥
Satyanarayana-Katha 3.13
दशमे मासि वै तस्याः कन्यारत्नमजायत ।
दिने दिने सा ववृधे शुक्लपक्षे यथा शशी ॥ १३॥
Satyanarayana-Katha 3.14
नाम्ना कलावती चेति तन्नामकरणं कृतम् ।
ततो लीलावती प्राह स्वामिनं मधुरं वचः ॥ १४॥
Satyanarayana-Katha 3.15
न करोषि किमर्थं वै पुरा सङ्कल्पितं व्रतम् ।
साधुरुवाच ।
विवाह समये त्वस्याः करिष्यामि व्रतं प्रिये ॥ १५॥
Satyanarayana-Katha 3.16
इति भार्यां समाश्वास्य जगाम नगरं प्रति ।
ततः कलावती कन्या ववृधे पितृवेश्मनि ॥ १६॥
Satyanarayana-Katha 3.17
दृष्ट्वा कन्यां ततः साधुर्नगरे सखिभिः सह ।
मन्त्रयित्वा द्रुतं दूतं प्रेषयामास धर्मवित् ॥ १७॥
Satyanarayana-Katha 3.18
विवाहार्थं च कन्याया वरं श्रेष्ठं विचारय ।
तेनाज्ञप्तश्च दूतोऽसौ काञ्चनं नगरं ययौ ॥ १८॥
Satyanarayana-Katha 3.19
तस्मादेकं वणिक्पुत्रं समादायागतो हि सः ।
दृष्ट्वा तु सुन्दरं बालं वणिक्पुत्रं गुणान्वितम् ॥ १९॥
Satyanarayana-Katha 3.20
ज्ञातिभिर्बन्धुभिः सार्धं परितुष्टेन चेतसा ।
दत्तवान् साधुपुत्राय कन्यां विधिविधानतः ॥ २०॥
Satyanarayana-Katha 3.21
ततोऽभाग्यवशात् तेन विस्मृतं व्रतमुत्तमम् ।
विवाहसमये तस्यास्तेन रुष्टोऽभवत् प्रभुः ॥ २१॥
Satyanarayana-Katha 3.22
ततः कालेन नियतो निजकर्म विशारदः ।
वाणिज्यार्थं ततः शीघ्रं जामातृ सहितो वणिक् ॥ २२॥
Satyanarayana-Katha 3.23
रत्नसारपुरे रम्ये गत्वा सिन्धु समीपतः ।
वाणिज्यमकरोत् साधुर्जामात्रा श्रीमता सह ॥ २३॥
Satyanarayana-Katha 3.24
तौ गतौ नगरे रम्ये चन्द्रकेतोर्नृपस्य च ।
एतस्मिन्नेव काले तु सत्यनारायणः प्रभुः ॥ २४॥
Satyanarayana-Katha 3.25
भ्रष्टप्रतिज्ञमालोक्य शापं तस्मै प्रदत्तवान् ।
दारुणं कठिनं चास्य महद् दुःखं भविष्यति ॥ २५॥
Satyanarayana-Katha 3.26
एकस्मिन्दिवसे राज्ञो धनमादाय तस्करः ।
तत्रैव चागत श्चौरो वणिजौ यत्र संस्थितौ ॥ २६॥
Satyanarayana-Katha 3.27
तत्पश्चाद् धावकान् दूतान् दृष्ट्वा भीतेन चेतसा ।
धनं संस्थाप्य तत्रैव स तु शीघ्रमलक्षितः ॥ २७॥
Satyanarayana-Katha 3.28
ततो दूताःसमायाता यत्रास्ते सज्जनो वणिक् ।
दृष्ट्वा नृपधनं तत्र बद्ध्वाऽऽनीतौ वणिक्सुतौ ॥ २८॥
Satyanarayana-Katha 3.29
हर्षेण धावमानाश्च प्रोचुर्नृपसमीपतः ।
तस्करौ द्वौ समानीतौ विलोक्याज्ञापय प्रभो ॥ २९॥
Satyanarayana-Katha 3.30
राज्ञाऽऽज्ञप्तास्ततः शीघ्रं दृढं बद्ध्वा तु तावुभौ ।
स्थापितौ द्वौ महादुर्गे कारागारेऽविचारतः ॥ ३०॥
Satyanarayana-Katha 3.31
मायया सत्यदेवस्य न श्रुतं कैस्तयोर्वचः ।
अतस्तयोर्धनं राज्ञा गृहीतं चन्द्रकेतुना ॥ ३१॥
Satyanarayana-Katha 3.32
तच्छापाच्च तयोर्गेहे भार्या चैवाति दुःखिता ।
चौरेणापहृतं सर्वं गृहे यच्च स्थितं धनम् ॥ ३२॥
Satyanarayana-Katha 3.33
आधिव्याधिसमायुक्ता क्षुत्पिपासाति दुःखिता ।
अन्नचिन्तापरा भूत्वा बभ्राम च गृहे गृहे ।
कलावती तु कन्यापि बभ्राम प्रतिवासरम् ॥ ३३॥
Satyanarayana-Katha 3.34
एकस्मिन् दिवसे याता क्षुधार्ता द्विजमन्दिरम् ।
गत्वाऽपश्यद् व्रतं तत्र सत्यनारायणस्य च ॥ ३४॥
Satyanarayana-Katha 3.35
उपविश्य कथां श्रुत्वा वरं प्रार्थितवत्यपि ।
प्रसाद भक्षणं कृत्वा ययौ रात्रौ गृहं प्रति ॥ ३५॥
Satyanarayana-Katha 3.36
माता कलावतीं कन्यां कथयामास प्रेमतः ।
पुत्रि रात्रौ स्थिता कुत्र किं ते मनसि वर्तते ॥ ३६॥
Satyanarayana-Katha 3.37
कन्या कलावती प्राह मातरं प्रति सत्वरम् ।
द्विजालये व्रतं मातर्दृष्टं वाञ्छितसिद्धिदम् ॥ ३७॥
Satyanarayana-Katha 3.38
तच्छ्रुत्वा कन्यका वाक्यं व्रतं कर्तुं समुद्यता ।
सा मुदा तु वणिग्भार्या सत्यनारायणस्य च ॥ ३८॥
Satyanarayana-Katha 3.39
व्रतं चक्रे सैव साध्वी बन्धुभिः स्वजनैः सह ।
भर्तृजामातरौ क्षिप्रमागच्छेतां स्वमाश्रमम् ॥ ३९॥
Satyanarayana-Katha 3.40
अपराधं च मे भर्तुर्जामातुः क्षन्तुमर्हसि ।
व्रतेनानेन तुष्टोऽसौ सत्यनारायणः पुनः ॥ ४०॥
Satyanarayana-Katha 3.41
दर्शयामास स्वप्नं ही चन्द्रकेतुं नृपोत्तमम् ।
बन्दिनौ मोचय प्रातर्वणिजौ नृपसत्तम ॥ ४१॥
Satyanarayana-Katha 3.42
देयं धनं च तत्सर्वं गृहीतं यत् त्वयाऽधुना ।
नो चेत् त्वां नाशयिष्यामि सराज्यधनपुत्रकम् ॥ ४२॥
Satyanarayana-Katha 3.43
एवमाभाष्य राजानं ध्यानगम्योऽभवत् प्रभुः ।
ततः प्रभातसमये राजा च स्वजनैः सह ॥ ४३॥
Satyanarayana-Katha 3.44
उपविश्य सभामध्ये प्राह स्वप्नं जनं प्रति ।
बद्धौ महाजनौ शीघ्रं मोचय द्वौ वणिक्सुतौ ॥ ४४॥
Satyanarayana-Katha 3.45
इति राज्ञो वचः श्रुत्वा मोचयित्वा महाजनौ ।
समानीय नृपस्याग्रे प्राहुस्ते विनयान्विताः ॥ ४५॥
Satyanarayana-Katha 3.46
आनीतौ द्वौ वणिक्पुत्रौ मुक्तौ निगडबन्धनात् ।
ततो महाजनौ नत्वा चन्द्रकेतुं नृपोत्तमम् ॥ ४६॥
Satyanarayana-Katha 3.47
स्मरन्तौ पूर्व वृत्तान्तं नोचतुर्भयविह्वलौ ।
राजा वणिक्सुतौ वीक्ष्य वचः प्रोवाच सादरम् ॥ ४७॥
Satyanarayana-Katha 3.48
देवात् प्राप्तं महद्दुःखमिदानीं नास्ति वै भयम् ।
तदा निगडसन्त्यागं क्षौरकर्माद्यकारयत् ॥ ४८॥
Satyanarayana-Katha 3.49
वस्त्रालङ्कारकं दत्त्वा परितोष्य नृपश्च तौ ।
पुरस्कृत्य वणिक्पुत्रौ वचसाऽतोषयद् भृशम् ॥ ४९॥
Satyanarayana-Katha 3.50
पुरानीतं तु यद् द्रव्यं द्विगुणीकृत्य दत्तवान् ।
प्रोवाच च ततो राजा गच्छ साधो निजाश्रमम् ॥ ५०॥
Satyanarayana-Katha 3.51
राजानं प्रणिपत्याह गन्तव्यं त्वत्प्रसादतः ।
इत्युक्त्वा तौ महावैश्यौ जग्मतुः स्वगृहं प्रति ॥ ५१॥
Satyanarayana-Katha 3.Schlussvermerk
॥ इति श्रीस्कन्द पुराणे रेवाखण्डे श्रीसत्यनारायण व्रतकथायां तृतीयोऽध्यायः ॥ ३॥
Satyanarayana-Katha 4.1
अथ चतुर्थोऽध्यायः ।
सूत उवाच ।
यात्रां तु कृतवान् साधुर्मङ्गलायनपूर्विकाम् ।
ब्राह्मणेभ्यो धनं दत्त्वा तदा तु नगरं ययौ ॥ १॥
Satyanarayana-Katha 4.2
कियद् दूरे गते साधो सत्यनारायणः प्रभुः ।
जिज्ञासां कृतवान् साधौ किमस्ति तव नौस्थितम् ॥ २॥
Satyanarayana-Katha 4.3
ततो महाजनौ मत्तौ हेलया च प्रहस्य वै ।
कथं पृच्छसि भो दण्डिन् मुद्रां नेतुं किमिच्छसि ॥ ३॥
Satyanarayana-Katha 4.4
लतापत्रादिकं चैव वर्तते तरणौ मम ।
निष्ठुरं च वचः श्रुत्वा सत्यं भवतु ते वचः ॥ ४॥
Satyanarayana-Katha 4.5
एवमुक्त्वा गतः शीघ्रं दण्डी तस्य समीपतः ।
कियद् दूरे ततो गत्वा स्थितः सिन्धु समीपतः ॥ ५॥
Satyanarayana-Katha 4.6
गते दण्डिनि साधुश्च कृतनित्यक्रियस्तदा ।
उत्थितां तरणीं दृष्ट्वा विस्मयं परमं ययौ ॥ ६॥
Satyanarayana-Katha 4.7
दृष्ट्वा लतादिकं चैव मूर्च्छितो न्यपतद् भुवि ।
लब्धसंज्ञो वणिक्पुत्रस्ततश्चिन्तान्वितोऽभवत् ॥ ७॥
Satyanarayana-Katha 4.8
तदा तु दुहितुः कान्तो वचनं चेदमब्रवीत् ।
किमर्थं क्रियते शोकः शापो दत्तश्च दण्डिना ॥ ८॥
Satyanarayana-Katha 4.9
शक्यते तेन सर्वं हि कर्तुं चात्र न संशयः ।
अतस्तच्छरणं यामो वाञ्छितार्थो भविष्यति ॥ ९॥
Satyanarayana-Katha 4.10
जामातुर्वचनं श्रुत्वा तत्सकाशं गतस्तदा ।
दृष्ट्वा च दण्डिनं भक्त्या नत्वा प्रोवाच सादरम् ॥ १०॥
Satyanarayana-Katha 4.11
क्षमस्व चापराधं मे यदुक्तं तव सन्निधौ ।
एवं पुनः पुनर्नत्वा महाशोकाकुलोऽभवत् ॥ ११॥
Satyanarayana-Katha 4.12
प्रोवाच वचनं दण्डी विलपन्तं विलोक्य च ।
मा रोदीः शृणुमद्वाक्यं मम पूजाबहिर्मुखः ॥ १२॥
Satyanarayana-Katha 4.13
ममाज्ञया च दुर्बुद्धे लब्धं दुःखं मुहुर्मुहुः ।
तच्छ्रुत्वा भगवद्वाक्यं स्तुतिं कर्तुं समुद्यतः ॥ १३॥
Satyanarayana-Katha 4.14
साधुरुवाच ।
त्वन्मायामोहिताः सर्वे ब्रह्माद्यास्त्रिदिवौकसः ।
न जानन्ति गुणान् रूपं तवाश्चर्यमिदं प्रभो ॥ १४॥
Satyanarayana-Katha 4.15
मूढोऽहं त्वां कथं जाने मोहितस्तवमायया ।
प्रसीद पूजयिष्यामि यथाविभवविस्तरैः ॥ १५॥
Satyanarayana-Katha 4.16
पुरा वित्तं च तत् सर्वं त्राहि मां शरणागतम् ।
श्रुत्वा भक्तियुतं वाक्यं परितुष्टो जनार्दनः ॥ १६॥
Satyanarayana-Katha 4.17
वरं च वाञ्छितं दत्त्वा तत्रैवान्तर्दधे हरिः ।
ततो नावं समारूह्य दृष्ट्वा वित्तप्रपूरिताम् ॥ १७॥
Satyanarayana-Katha 4.18
कृपया सत्यदेवस्य सफलं वाञ्छितं मम ।
इत्युक्त्वा स्वजनैः सार्धं पूजां कृत्वा यथाविधि ॥ १८॥
Satyanarayana-Katha 4.19
हर्षेण चाभवत् पूर्णःसत्यदेवप्रसादतः ।
नावं संयोज्य यत्नेन स्वदेशगमनं कृतम् ॥ १९॥
Satyanarayana-Katha 4.20
साधुर्जामातरं प्राह पश्य रत्नपुरीं मम ।
दूतं च प्रेषयामास निजवित्तस्य रक्षकम् ॥ २०॥
Satyanarayana-Katha 4.21
ततोऽसौ नगरं गत्वा साधुभार्यां विलोक्य च ।
प्रोवाच वाञ्छितं वाक्यं नत्वा बद्धाञ्जलिस्तदा ॥ २१॥
Satyanarayana-Katha 4.22
निकटे नगरस्यैव जामात्रा सहितो वणिक् ।
आगतो बन्धुवर्गैश्च वित्तैश्च बहुभिर्युतः ॥ २२॥
Satyanarayana-Katha 4.23
श्रुत्वा दूतमुखाद्वाक्यं महाहर्षवती सती ।
सत्यपूजां ततः कृत्वा प्रोवाच तनुजां प्रति ॥ २३॥
Satyanarayana-Katha 4.24
व्रजामि शीघ्रमागच्छ साधुसन्दर्शनाय च ।
इति मातृवचः श्रुत्वा व्रतं कृत्वा समाप्य च ॥ २४॥
Satyanarayana-Katha 4.25
प्रसादं च परित्यज्य गता साऽपि पतिं प्रति ।
तेन रुष्टः सत्यदेवो भर्तारं तरणिं तथा ॥ २५॥
Satyanarayana-Katha 4.26
संहृत्य च धनैः सार्धं जले तस्यावमज्जयत् ।
ततः कलावती कन्या न विलोक्य निजं पतिम् ॥ २६॥
Satyanarayana-Katha 4.27
शोकेन महता तत्र रुदन्ती चापतद् भुवि ।
दृष्ट्वा तथाविधां नावं कन्यां च बहुदुःखिताम् ॥ २७॥
Satyanarayana-Katha 4.28
भीतेन मनसा साधुः किमाश्चर्यमिदं भवेत् ।
चिन्त्यमानाश्च ते सर्वे बभूवुस्तरिवाहकाः ॥ २८॥
Satyanarayana-Katha 4.29
ततो लीलावती कन्यां दृष्ट्वा सा विह्वलाऽभवत् ।
विललापातिदुःखेन भर्तारं चेदमब्रवीत् ॥ २९॥
Satyanarayana-Katha 4.30
इदानीं नौकया सार्धं कथं सोऽभूदलक्षितः ।
न जाने कस्य देवस्य हेलया चैव सा हृता ॥ ३०॥
Satyanarayana-Katha 4.31
सत्यदेवस्य माहात्म्यं ज्ञातुं वा केन शक्यते ।
इत्युक्त्वा विललापैव ततश्च स्वजनैः सह ॥ ३१॥
Satyanarayana-Katha 4.32
ततो लीलावती कन्यां क्रोडे कृत्वा रुरोद ह ।
ततःकलावती कन्या नष्टे स्वामिनि दुःखिता ॥ ३२॥
Satyanarayana-Katha 4.33
गृहीत्वा पादुके तस्यानुगतुं च मनोदधे ।
कन्यायाश्चरितं दृष्ट्वा सभार्यः सज्जनो वणिक् ॥ ३३॥
Satyanarayana-Katha 4.34
अतिशोकेन सन्तप्तश्चिन्तयामास धर्मवित् ।
हृतं वा सत्यदेवेन भ्रान्तोऽहं सत्यमायया ॥ ३४॥
Satyanarayana-Katha 4.35
सत्यपूजां करिष्यामि यथाविभवविस्तरैः ।
इति सर्वान् समाहूय कथयित्वा मनोरथम् ॥ ३५॥
Satyanarayana-Katha 4.36
नत्वा च दण्डवद् भूमौ सत्यदेवं पुनः पुनः ।
ततस्तुष्टः सत्यदेवो दीनानां परिपालकः ॥ ३६॥
Satyanarayana-Katha 4.37
जगाद वचनं चैनं कृपया भक्तवत्सलः ।
त्यक्त्वा प्रसादं ते कन्या पतिं द्रष्टुं समागता ॥ ३७॥
Satyanarayana-Katha 4.38
अतोऽदृष्टोऽभवत्तस्याः कन्यकायाः पतिर्ध्रुवम् ।
गृहं गत्वा प्रसादं च भुक्त्वा साऽऽयाति चेत्पुनः ॥ ३८॥
Satyanarayana-Katha 4.39
लब्धभर्त्री सुता साधो भविष्यति न संशयः ।
कन्यका तादृशं वाक्यं श्रुत्वा गगनमण्डलात् ॥ ३९॥
Satyanarayana-Katha 4.40
क्षिप्रं तदा गृहं गत्वा प्रसादं च बुभोज सा ।
पश्चात् सा पुनरागत्य ददर्श स्वजनं पतिम् ॥ ४०॥
Satyanarayana-Katha 4.41
ततः कलावती कन्या जगाद पितरं प्रति ।
इदानीं च गृहं याहि विलम्बं कुरुषे कथम् ॥ ४१॥
Satyanarayana-Katha 4.42
तच्छ्रुत्वा कन्यकावाक्यं सन्तुष्टोऽभूद्वणिक्सुतः ।
पूजनं सत्यदेवस्य कृत्वा विधिविधानतः ॥ ४२॥
Satyanarayana-Katha 4.43
धनैर्बन्धुगणैः सार्धं जगाम निजमन्दिरम् ।
पौर्णमास्यां च सङ्क्रान्तौ कृतवान् सत्यस्य पूजनम् ॥ ४३॥
Satyanarayana-Katha 4.44
इहलोके सुखं भुक्त्वा चान्ते सत्यपुरं ययौ ॥ ४४॥
Satyanarayana-Katha 4.Schlussvermerk
॥ इति श्रीस्कन्द पुराणे रेवाखण्डे श्रीसत्यनारायण व्रतकथायां चतुर्थोऽध्यायः ॥ ४॥
Satyanarayana-Katha 5.1
अथ पञ्चमोऽध्यायः ।
सूत उवाच ।
अथान्यच्च प्रवक्ष्यामि शृणुध्वं मुनिसत्तमाः ।
आसीत् तुङ्गध्वजो राजा प्रजापालनतत्परः ॥ १॥
Satyanarayana-Katha 5.2
प्रसादं सत्यदेवस्य त्यक्त्वा दुःखमवाप सः ।
एकदा स वनं गत्वा हत्वा बहुविधान् पशून् ॥ २॥
Satyanarayana-Katha 5.3
आगत्य वटमूलं च दृष्ट्वा सत्यस्य पूजनम् ।
गोपाः कुर्वन्ति सन्तुष्टा भक्तियुक्ताः स बान्धवाः ॥ ३॥
Satyanarayana-Katha 5.4
राजा दृष्ट्वा तु दर्पेण न गतो न ननाम सः ।
ततो गोपगणाः सर्वे प्रसादं नृपसन्निधौ ॥ ४॥
Satyanarayana-Katha 5.5
संस्थाप्य पुनरागत्य भुक्त्वा सर्वे यथेप्सितम् ।
ततः प्रसादं सन्त्यज्य राजा दुःखमवाप सः ॥ ५॥
Satyanarayana-Katha 5.6
तस्य पुत्रशतं नष्टं धनधान्यादिकं च यत् ।
सत्यदेवेन तत्सर्वं नाशितं मम निश्चितम् ॥ ६॥
Satyanarayana-Katha 5.7
अतस्तत्रैव गच्छामि यत्र देवस्य पूजनम् ।
मनसा तु विनिश्चित्य ययौ गोपालसन्निधौ ॥ ७॥
Satyanarayana-Katha 5.8
ततोऽसौ सत्यदेवस्य पूजां गोपगणैःसह ।
भक्तिश्रद्धान्वितो भूत्वा चकार विधिना नृपः ॥ ८॥
Satyanarayana-Katha 5.9
सत्यदेवप्रसादेन धनपुत्रान्वितोऽभवत् ।
इहलोके सुखं भुक्त्वा चान्ते सत्यपुरं ययौ ॥ ९॥
Satyanarayana-Katha 5.10
य इदं कुरुते सत्यव्रतं परमदुर्लभम् ।
शृणोति च कथां पुण्यां भक्तियुक्तः फलप्रदाम् ॥ १०॥
Satyanarayana-Katha 5.11
धनधान्यादिकं तस्य भवेत् सत्यप्रसादतः ।
दरिद्रो लभते वित्तं बद्धो मुच्येत बन्धनात् ॥ ११॥
Satyanarayana-Katha 5.12
भीतो भयात् प्रमुच्येत सत्यमेव न संशयः ।
ईप्सितं च फलं भुक्त्वा चान्ते सत्यपुरंव्रजेत् ॥ १२॥
Satyanarayana-Katha 5.13
इति वः कथितं विप्राः सत्यनारायणव्रतम् ।
यत् कृत्वा सर्वदुःखेभ्यो मुक्तो भवति मानवः ॥ १३॥
Satyanarayana-Katha 5.14
विशेषतः कलियुगे सत्यपूजा फलप्रदा ।
केचित् कालं वदिष्यन्ति सत्यमीशं तमेव च ॥ १४॥
Satyanarayana-Katha 5.15
सत्यनारायणं केचित् सत्यदेवं तथापरे ।
नानारूपधरो भूत्वा सर्वेषामीप्सितप्रदम् ॥ १५॥
Satyanarayana-Katha 5.16
भविष्यति कलौ सत्यव्रतरूपी सनातनः ।
श्रीविष्णुना धृतं रूपं सर्वेषामीप्सितप्रदम् ॥ १६॥
Satyanarayana-Katha 5.17
य इदं पठते नित्यं शृणोति मुनिसत्तमाः ।
तस्य नश्यन्ति पापानि सत्यदेवप्रसादतः ॥ १७॥
Satyanarayana-Katha 5.18
व्रतं यैस्तु कृतं पूर्वं सत्यनारायणस्य च ।
तेषां त्वपरजन्मानि कथयामि मुनीश्वराः ॥ १८॥
Satyanarayana-Katha 5.19
शतानन्दोमहाप्राज्ञःसुदामाब्राह्मणो ह्यभूत् ।
तस्मिञ्जन्मनि श्रीकृष्णं ध्यात्वा मोक्षमवाप ह ॥ १९॥
Satyanarayana-Katha 5.20
काष्ठभारवहो भिल्लो गुहराजो बभूव ह ।
तस्मिञ्जन्मनि श्रीरामं सेव्य मोक्षं जगाम वै ॥ २०॥
Satyanarayana-Katha 5.21
उल्कामुखो महाराजो नृपो दशरथोऽभवत् ।
श्रीरङ्गनाथं सम्पूज्य श्रीवैकुण्ठं तदागमत् ॥ २१॥
Satyanarayana-Katha 5.22
धार्मिकः सत्यसन्धश्च साधुर्मोरध्वजोऽभवत् ।
देहार्धं क्रकचैश्छित्त्वा दत्वा मोक्षमवाप ह ॥ २२॥
Satyanarayana-Katha 5.23
तुङ्गध्वजो महाराजः स्वायम्भुवोऽभवत् किल ।
सर्वान् भागवतान् कृत्वा श्रीवैकुण्ठं तदाऽगमत् ॥ २३॥
Satyanarayana-Katha 5.24
भूत्वा गोपाश्च ते सर्वे व्रजमण्डलवासिनः ।
निहत्य राक्षसान् सर्वान् गोलोकं तु तदा ययुः ॥ २४॥
Satyanarayana-Katha 5.Schlussvermerk
॥ इति श्रीस्कन्दपुराणे रेवाखण्डे श्रीसत्यनारायण व्रतकथायां पञ्चमोऽध्यायः ॥ ५॥
Brahmarpana zur Speisensegnung
ब्रह्मार्पणं ब्रह्महविर्ब्रह्माग्नौ ब्रह्मणा हुतम् ।
ब्रह्मैव तेन गन्तव्यं ब्रह्मकर्मसमाधिना ॥ ५६ ॥
Kurze Widmung
ब्रह्मार्पणमस्तु
Vollständige deutsche Lesefassung
Hier folgen die vollständigen Übersetzungen aller oben aufgeführten Rezitationstexte in derselben Reihenfolge. Wähle für die Durchführung die jeweils im Handlungsschritt genannten Texte und Wiederholungen. Quellenangaben und Erläuterungen stehen im IAST-Abschnitt. Die Bezeichnungen vor den Abschnitten dienen der Orientierung und werden nicht mitgelesen.
Ganesha-Mantra
Gam. Verehrung Ganapati, dem Herrn der Ganas. Gam ist ein Bija und hat hier keine gesonderte wörtliche Übersetzung.
Narayana-Mantra
Om. Verehrung Narayana.
Satyanarayana-Katha: Eingangsverehrungen
Verehrung dem erhabenen Ganesha. Verehrung dem höchsten Selbst. Nun beginnt die Erzählung.
Satyanarayana-Katha 1.1
Nun folgt das erste Kapitel.
Der ehrwürdige Vyasa sprach: Einst fragten im Naimisha-Wald die Rishis, Shaunaka und die anderen Weisen, gemeinsam Suta, den Kenner der Puranas.
Satyanarayana-Katha 1.2
Die Rishis sprachen: Durch welches Gelübde, welche Askese oder welches andere Mittel erlangt man die ersehnte Frucht? Das alles möchten wir hören; erzähle es, großer Weiser.
Satyanarayana-Katha 1.3
Suta sprach: Hört gesammelt, was der erhabene Gemahl der Kamala dem Götterweisen antwortete, als Narada ihn danach fragte.
Satyanarayana-Katha 1.4
Einst durchwanderte der Yogi Narada verschiedene Welten, weil er anderen Gnade und Hilfe bringen wollte, und gelangte in die Welt der Sterblichen.
Satyanarayana-Katha 1.5
Dort sah er die Menschen, von vielerlei Leiden bedrängt, in unterschiedlichen Daseinsformen geboren und durch die eigenen Taten gequält.
Satyanarayana-Katha 1.6
Er überlegte: „Durch welches Mittel könnte ihr Leid sicher ein Ende finden?“ Mit diesem Gedanken ging er in die Welt Vishnus.
Satyanarayana-Katha 1.7
Dort sah er den Gott Narayana, weiß von Farbe, vierarmig, geschmückt mit Muschelhorn, Diskus, Keule, Lotus und einer Waldblumengirlande.
Satyanarayana-Katha 1.8
Als er den Herrn der Götter erblickte, begann er ihn zu preisen. Narada sprach: Verehrung dir, dessen Gestalt jenseits von Wort und Denken liegt, dessen Kraft grenzenlos ist; dir ohne Anfang, Mitte und Ende, ohne Eigenschaften und zugleich dem Wesen aller Eigenschaften.
Satyanarayana-Katha 1.9
Dir, dem Ursprung aller Wesen, dem Vernichter der Not seiner Verehrer, sei Verehrung. Nachdem Vishnu diesen Lobpreis gehört hatte, antwortete er Narada.
Satyanarayana-Katha 1.10
Der Erhabene sprach: Weshalb bist du gekommen? Was bewegt deinen Geist? Sage es, Glücklicher; ich werde dir alles erklären.
Satyanarayana-Katha 1.11
Narada sprach: In der Welt der Sterblichen sind die Menschen von vielerlei Leiden bedrängt. In unterschiedlichen Daseinsformen geboren, werden sie durch ihre schlechten Taten gepeinigt.
Satyanarayana-Katha 1.12
Herr, sage, wie dies durch ein leichtes Mittel gestillt werden kann. Ich möchte alles darüber hören, wenn du Erbarmen mit mir hast.
Satyanarayana-Katha 1.13
Der Erhabene sprach: Gut hast du gefragt, mein Kind, aus dem Wunsch, den Menschen zu helfen. Höre, was man tun kann, um aus Verblendung frei zu werden; ich werde es dir sagen.
Satyanarayana-Katha 1.14
Es gibt ein Gelübde von großem religiösem Verdienst, das selbst im Himmel und in der Menschenwelt schwer zu erlangen ist. Aus Liebe zu dir, mein Kind, offenbare ich es jetzt.
Satyanarayana-Katha 1.15
Wer das Gelübde für Satyanarayana in rechter Weise vollzieht, kann hier Glück genießen und danach Befreiung erlangen. Als der Weise Narada diese Worte des Erhabenen gehört hatte, sprach er.
Satyanarayana-Katha 1.16
Narada sagte: Welche Frucht bringt es, wie wird es durchgeführt und wer hat dieses Gelübde bereits vollzogen? Erkläre all dies ausführlich, Herr; wann soll es ausgeführt werden?
Satyanarayana-Katha 1.17
Der Erhabene sprach: Es stillt Leid, Kummer und dergleichen und lässt Wohlstand und Getreidevorräte wachsen.
Satyanarayana-Katha 1.18
Es schenkt Wohlergehen und Nachkommenschaft und gewährt überall Sieg. An einem beliebigen Tag soll ein Mensch, erfüllt von Hingabe und Vertrauen,
Satyanarayana-Katha 1.19
zu Beginn des Abends den Gott Satyanarayana verehren, zusammen mit Brahmanen und Angehörigen, dem Dharma zugewandt.
Satyanarayana-Katha 1.20
Voller Hingabe soll er eine vorzügliche Speisegabe im Maß von eins und einem Viertel darbringen: Bananenfrucht, Ghee, Milch und Weizenmehl.
Satyanarayana-Katha 1.21
Fehlt dieses, kann Reismehl verwendet werden, dazu Zucker oder Rohrzucker. Alle Speisen sollen im Maß von eins und einem Viertel zusammengebracht und dargebracht werden.
Satyanarayana-Katha 1.22
Er gebe dem Brahmanen eine Dakshina und höre gemeinsam mit den Menschen die Erzählung. Danach bewirte er zusammen mit seinen Angehörigen auch die Brahmanen.
Satyanarayana-Katha 1.23
Er esse das Prasad mit Hingabe und feiere mit Tanz, Gesang und dergleichen. Anschließend kehre er nach Hause zurück und erinnere sich an Satyanarayana.
Satyanarayana-Katha 1.24
Wenn dies so vollzogen wird, erfüllt sich nach der Verheißung des Textes das menschliche Verlangen gewiss. Besonders im Kali Yuga gilt es auf Erden als leicht zugängliches Mittel.
Satyanarayana-Katha 1.Schlussvermerk
So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das erste Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Satyanarayana-Katha 2.1
Nun folgt das zweite Kapitel.
Suta sprach: Ihr Brahmanen, nun erzähle ich weiter, wer dieses Gelübde einst vollzog. In der schönen Stadt Kashi lebte ein äußerst armer Brahmane.
Satyanarayana-Katha 2.2
Von Hunger und Durst bedrängt, wanderte er täglich umher. Als der Erhabene, der den Brahmanen zugetan ist, diesen leidenden Brahmanen sah,
Satyanarayana-Katha 2.3
trat er in der Gestalt eines alten Brahmanen zu ihm und fragte ihn freundlich: „Warum wanderst du, Brahmane, täglich so leidvoll über die Erde? Das alles möchte ich hören; erzähle es, Bester der Zweimalgeborenen.“
Satyanarayana-Katha 2.4
Der Brahmane sprach: „Ich bin ein sehr armer Brahmane und wandere über die Erde, um Almosen zu erbitten.
Satyanarayana-Katha 2.5
Wenn du ein Mittel kennst, Herr, sage es mir bitte aus Erbarmen.“ Der alte Brahmane sprach: „Satyanarayana ist Vishnu, der die Frucht des Ersehnten schenkt.
Satyanarayana-Katha 2.6
Verehre ihn, Brahmane, und vollziehe sein vorzügliches Gelübde. Wer es vollzieht, wird von allen Leiden frei.“
Satyanarayana-Katha 2.7
Nachdem Satyanarayana in der Gestalt des Alten dem Brahmanen die Ordnung des Gelübdes sorgfältig erklärt hatte, verschwand er an eben dieser Stelle.
Satyanarayana-Katha 2.8
„Ich werde dieses Gelübde vollziehen, das mir der Brahmane erklärt hat“, dachte der Brahmane; in jener Nacht fand er keinen Schlaf.
Satyanarayana-Katha 2.9
Am Morgen stand er auf und fasste den Entschluss: „Ich werde das Satyanarayana-Gelübde vollziehen.“ Dann ging der Brahmane aus, um Almosen zu sammeln.
Satyanarayana-Katha 2.10
An eben diesem Tag erhielt er viele Gaben. Mit ihnen vollzog er gemeinsam mit seinen Angehörigen das Gelübde für Satya.
Satyanarayana-Katha 2.11
Durch die Kraft dieses Gelübdes wurde der treffliche Brahmane von allen Leiden frei und erlangte umfassendes Wohlergehen.
Satyanarayana-Katha 2.12
Von dieser Zeit an vollzog er das Gelübde Monat für Monat. Indem der Brahmane so dieses Gelübde für Narayana ausführte,
Satyanarayana-Katha 2.13
wurde er von allem Übel frei und erlangte die schwer erreichbare Befreiung. Wann immer, Brahmane, jemand dieses Gelübde auf Erden vollziehen wird,
Satyanarayana-Katha 2.14
wird das Leid dieses Menschen vergehen. So sprach Narayana zum großen Narada.
Satyanarayana-Katha 2.15
Dies habe ich euch erzählt, Brahmanen; was soll ich euch noch berichten? Die Rishis sprachen: „Wer hörte davon bei jenem Brahmanen und vollzog es auf Erden, Weiser? Das alles möchten wir hören; unser Vertrauen wächst.“
Satyanarayana-Katha 2.16
Suta sprach: Hört alle, ihr Weisen, von dem, der dieses Gelübde auf Erden vollzog. Einst bereitete jener treffliche Brahmane, entsprechend seinen Mitteln,
Satyanarayana-Katha 2.17
gemeinsam mit Angehörigen und Freunden das Gelübde vor. In diesem Augenblick kam ein Holzhändler herbei.
Satyanarayana-Katha 2.18
Er stellte sein Holz draußen ab und trat in das Haus des Brahmanen. Er litt unter Durst und sah den Brahmanen bei der Gelübdefeier.
Satyanarayana-Katha 2.19
Er verneigte sich vor ihm und sagte: „Was vollziehst du hier? Welche Frucht erlangt man dadurch? Erkläre es mir ausführlich, Herr.“
Satyanarayana-Katha 2.20
Der Brahmane sprach: „Dies ist das Gelübde für Satyanarayana, das alles Ersehnte gewährt. Seiner Gnade verdanke ich meinen ganzen großen Vorrat an Vermögen, Getreide und anderem.“
Satyanarayana-Katha 2.21
Als der Holzhändler dieses Gelübde kennengelernt hatte, freute er sich sehr. Er trank Wasser, aß Prasad und ging in die Stadt.
Satyanarayana-Katha 2.22
In Gedanken wandte er sich an Satyanarayana: „Was immer ich heute im Ort durch den Verkauf des Holzes erhalten werde,
Satyanarayana-Katha 2.23
mit diesem Erlös werde ich das vorzügliche Gelübde für Satyadeva vollziehen.“ Mit diesem Entschluss nahm er das Holz auf seinen Kopf.
Satyanarayana-Katha 2.24
Er ging in die schöne Stadt zu den Häusern der Wohlhabenden. An diesem Tag erhielt er für das Holz den doppelten Preis.
Satyanarayana-Katha 2.25
Erfreuten Herzens beschaffte er gut gereifte Bananen, Zucker, Ghee, Milch und Weizenmehl.
Satyanarayana-Katha 2.26
Er brachte alles zusammen, jeweils im Maß von eins und einem Viertel, nahm es mit nach Hause, rief seine Angehörigen zusammen und vollzog das Gelübde nach der Vorschrift.
Satyanarayana-Katha 2.27
Durch die Kraft dieses Gelübdes erlangte er Wohlstand und Kinder. Er genoss Glück in dieser Welt und gelangte am Ende in die Stadt Satyas.
Satyanarayana-Katha 2.Schlussvermerk
So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das zweite Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Satyanarayana-Katha 3.1
Nun folgt das dritte Kapitel.
Suta sprach: Nun erzähle ich weiter; hört zu, ihr besten Weisen. Einst lebte ein verständiger König mit Namen Ulkamukha.
Satyanarayana-Katha 3.2
Er beherrschte seine Sinne, sprach wahrhaftig und ging zum Tempel. Tag für Tag gab der Einsichtige den Brahmanen Gaben und stellte sie zufrieden.
Satyanarayana-Katha 3.3
Seine treue Frau war anmutig und lotusgesichtig. Am Ufer des Flusses Bhadrashila vollzog er das Gelübde für Satya.
Satyanarayana-Katha 3.4
Währenddessen kam ein Kaufmann namens Sadhu dorthin, mit zahlreichen wertvollen Gütern für seinen Handel beladen.
Satyanarayana-Katha 3.5
Er legte sein Schiff am Ufer an und ging zum König. Als er den Herrscher beim Gelübde sah, fragte er bescheiden.
Satyanarayana-Katha 3.6
Sadhu sprach: „Was vollziehst du hier, König, mit so hingebungsvollem Herzen? Erkläre es mir vollständig; ich möchte es jetzt hören.“
Satyanarayana-Katha 3.7
Der König sprach: „Wir verehren Vishnu von unvergleichlichem Glanz. Gemeinsam mit den Angehörigen vollziehen wir dieses Gelübde im Wunsch nach Kindern und weiteren Segnungen.“
Satyanarayana-Katha 3.8
Nachdem Sadhu die Worte des Königs gehört hatte, sagte er respektvoll: „Erkläre mir alles, König; ich werde tun, was du beschreibst.
Satyanarayana-Katha 3.9
Auch ich habe keine Nachkommen; durch dieses Gelübde werden sie gewiss geboren.“ Nach dem Ende seiner Handelsreise kehrte er froh nach Hause zurück.
Satyanarayana-Katha 3.10
Er erzählte seiner Frau alles über das Gelübde, das Nachkommenschaft schenkt: „Wenn ich Nachkommen habe, werde ich dieses Gelübde vollziehen.“
Satyanarayana-Katha 3.11
So sprach der treffliche Sadhu zu seiner Frau Lilavati. Eines Tages war seine treue Frau Lilavati,
Satyanarayana-Katha 3.12
mit ihrem Mann vereint, freudigen Herzens und dem Dharma ergeben. Durch Satyas Gnade wurde seine Frau schwanger.
Satyanarayana-Katha 3.13
Im zehnten Monat wurde ihr ein kostbares Töchterchen geboren. Es wuchs von Tag zu Tag wie der Mond in der hellen Monatshälfte.
Satyanarayana-Katha 3.14
Bei der Namengebung erhielt das Kind den Namen Kalavati. Darauf sprach Lilavati freundlich zu ihrem Mann.
Satyanarayana-Katha 3.15
„Warum vollziehst du nicht das Gelübde, das du dir früher vorgenommen hast?“ Sadhu antwortete: „Bei ihrer Hochzeit werde ich das Gelübde vollziehen, Liebe.“
Satyanarayana-Katha 3.16
Nachdem er seine Frau so beruhigt hatte, ging er in die Stadt. Das Mädchen Kalavati wuchs im Haus seines Vaters heran.
Satyanarayana-Katha 3.17
Als Sadhu seine herangewachsene Tochter sah, beriet er sich in der Stadt mit seinen Freunden. Der dharmakundige Mann sandte unverzüglich einen Boten aus.
Satyanarayana-Katha 3.18
„Suche für die Hochzeit meiner Tochter einen vorzüglichen Bräutigam.“ Der so beauftragte Bote ging in die Stadt Kanchana.
Satyanarayana-Katha 3.19
Von dort kehrte er mit dem Sohn eines Kaufmanns zurück. Sadhu sah den schönen jungen Kaufmannssohn mit seinen guten Eigenschaften.
Satyanarayana-Katha 3.20
Freudigen Herzens, gemeinsam mit Verwandten und Angehörigen, gab er seine Tochter nach der vorgeschriebenen Ordnung diesem Kaufmannssohn zur Frau.
Satyanarayana-Katha 3.21
Doch durch sein Ungeschick vergaß er bei ihrer Hochzeit das vorzügliche Gelübde. Darüber wurde der Herr zornig.
Satyanarayana-Katha 3.22
Nach einiger Zeit brach der Kaufmann, erfahren in seinem Beruf und dem Lauf der Zeit unterworfen, gemeinsam mit seinem Schwiegersohn rasch zu einer Handelsreise auf.
Satyanarayana-Katha 3.23
Er gelangte in das schöne Ratnasarapura nahe am Meer. Dort betrieb Sadhu zusammen mit seinem angesehenen Schwiegersohn Handel.
Satyanarayana-Katha 3.24
Die beiden waren in die schöne Stadt des Königs Chandraketu gekommen. Zu eben dieser Zeit sah der Herr Satyanarayana,
Satyanarayana-Katha 3.25
dass Sadhu sein Versprechen gebrochen hatte, und sprach einen Fluch gegen ihn aus: „Großes, furchtbares und schweres Leid wird ihn treffen.“
Satyanarayana-Katha 3.26
Eines Tages stahl ein Dieb Vermögen des Königs. Mit der Beute kam er dorthin, wo sich die beiden Kaufleute aufhielten.
Satyanarayana-Katha 3.27
Als er die Diener sah, die ihn verfolgten, erschrak er. Er legte das Vermögen dort ab und verschwand rasch ungesehen.
Satyanarayana-Katha 3.28
Dann kamen die Diener an den Ort des rechtschaffenen Kaufmanns. Sie sahen dort das königliche Vermögen, fesselten die beiden Kaufleute und führten sie ab.
Satyanarayana-Katha 3.29
Voller Freude liefen sie zum König und sagten: „Zwei Diebe haben wir hergebracht. Sieh sie an und gib deinen Befehl, Herr.“
Satyanarayana-Katha 3.30
Auf Befehl des Königs wurden beide rasch fest gebunden und ohne Untersuchung in einem schwer bewachten Gefängnis der Festung eingesperrt.
Satyanarayana-Katha 3.31
Durch die Maya Satyadevas hörte niemand auf ihre Worte. König Chandraketu zog daher ihr Vermögen ein.
Satyanarayana-Katha 3.32
Durch diesen Fluch geriet auch die Frau zu Hause in großes Leid. Ein Dieb raubte das gesamte Vermögen, das sich im Haus befand.
Satyanarayana-Katha 3.33
Von Sorgen und Krankheit, Hunger und Durst schwer bedrängt, dachte sie nur noch an Nahrung und wanderte von Haus zu Haus. Auch die Tochter Kalavati ging Tag für Tag umher.
Satyanarayana-Katha 3.34
Eines Tages kam sie hungrig zum Haus eines Brahmanen. Dort sah sie das Gelübde für Satyanarayana.
Satyanarayana-Katha 3.35
Sie setzte sich, hörte die Erzählung und bat um einen Segen. Nachdem sie Prasad gegessen hatte, ging sie nachts nach Hause.
Satyanarayana-Katha 3.36
Die Mutter sprach liebevoll zu ihrer Tochter Kalavati: „Kind, wo bist du in der Nacht geblieben? Was bewegt dein Herz?“
Satyanarayana-Katha 3.37
Kalavati antwortete ihrer Mutter sofort: „Mutter, im Haus eines Brahmanen habe ich ein Gelübde gesehen, das das Ersehnte gewährt.“
Satyanarayana-Katha 3.38
Als die Kaufmannsfrau diese Worte ihrer Tochter gehört hatte, machte sie sich freudig daran, das Gelübde für Satyanarayana zu vollziehen.
Satyanarayana-Katha 3.39
Die treue Frau vollzog es gemeinsam mit Angehörigen und Freunden und bat: „Mögen mein Mann und mein Schwiegersohn bald in ihr Zuhause zurückkehren.
Satyanarayana-Katha 3.40
Bitte verzeihe die Verfehlung meines Mannes und meines Schwiegersohns.“ Durch dieses Gelübde wurde Satyanarayana wiederum erfreut.
Satyanarayana-Katha 3.41
Er erschien dem trefflichen König Chandraketu im Traum: „Lass die beiden gefangenen Kaufleute am Morgen frei, bester König.
Satyanarayana-Katha 3.42
Gib ihnen das gesamte Vermögen zurück, das du eingezogen hast. Wenn nicht, werde ich dich mitsamt Reich, Besitz und Kindern vernichten.“
Satyanarayana-Katha 3.43
Nachdem der Herr so zum König gesprochen hatte, entzog er sich wieder dem sichtbaren Erscheinen und war nur in der Versenkung zugänglich. Bei Tagesanbruch setzte sich der König mit seinem Gefolge
Satyanarayana-Katha 3.44
in die Versammlung und erzählte den Menschen den Traum: „Befreit rasch die beiden festgehaltenen angesehenen Kaufleute.“
Satyanarayana-Katha 3.45
Als die Diener die Worte des Königs gehört hatten, ließen sie die beiden angesehenen Männer frei, führten sie vor den Herrscher und sagten bescheiden:
Satyanarayana-Katha 3.46
„Die beiden Kaufleute sind hergebracht, von ihren Fesseln befreit.“ Darauf verneigten sich die beiden vor dem trefflichen König Chandraketu.
Satyanarayana-Katha 3.47
In Erinnerung an das zuvor Geschehene konnten sie vor Angst nicht sprechen. Der König blickte die beiden Kaufleute an und redete freundlich mit ihnen.
Satyanarayana-Katha 3.48
„Durch die göttliche Macht ist großes Leid über euch gekommen. Jetzt besteht kein Anlass zur Furcht mehr.“ Er veranlasste, dass sie von den Fesseln frei waren und dass Haarpflege und die weitere Versorgung vorgenommen wurden.
Satyanarayana-Katha 3.49
Der König gab ihnen Kleider und Schmuck, erfreute und ehrte die beiden Kaufleute und sprach ihnen sehr freundlich zu.
Satyanarayana-Katha 3.50
Das früher eingezogene Vermögen gab er ihnen in doppeltem Umfang zurück. Dann sagte der König: „Sadhu, kehre in dein eigenes Haus zurück.“
Satyanarayana-Katha 3.51
Der Kaufmann verneigte sich vor dem König und sagte: „Durch deine Gunst dürfen wir gehen.“ Nachdem sie so gesprochen hatten, machten sich die beiden angesehenen Händler auf den Heimweg.
Satyanarayana-Katha 3.Schlussvermerk
So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das dritte Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Satyanarayana-Katha 4.1
Nun folgt das vierte Kapitel.
Suta sprach: Sadhu trat die Reise nach glückverheißenden Vorbereitungen an. Er gab den Brahmanen Gaben und zog dann seiner Heimatstadt entgegen.
Satyanarayana-Katha 4.2
Als Sadhu ein Stück weit gekommen war, wollte der Herr Satyanarayana ihn prüfen und fragte: „Was befindet sich auf deinem Schiff?“
Satyanarayana-Katha 4.3
Die beiden angesehenen Händler, übermütig geworden, lachten geringschätzig: „Warum fragst du, Stabträger? Willst du etwa Geld mitnehmen?
Satyanarayana-Katha 4.4
Auf meinem Schiff liegen nur Ranken, Blätter und dergleichen.“ Als er diese harten Worte hörte, sagte der Herr: „Deine Worte sollen wahr werden.“
Satyanarayana-Katha 4.5
Mit diesen Worten entfernte sich der stabtragende Asket rasch von ihm. Er ging ein Stück weiter und blieb am Meer stehen.
Satyanarayana-Katha 4.6
Nachdem der Asket gegangen war, verrichtete Sadhu seine täglichen Handlungen. Als er das ungewöhnlich hoch schwimmende Schiff sah, war er sehr erstaunt.
Satyanarayana-Katha 4.7
Er erblickte darin Ranken und dergleichen und fiel ohnmächtig zu Boden. Als der Kaufmann wieder zu Bewusstsein kam, wurde er von Sorgen erfüllt.
Satyanarayana-Katha 4.8
Da sagte der Mann seiner Tochter zu ihm: „Warum gibst du dich dem Kummer hin? Der Stabträger hat diesen Fluch ausgesprochen.
Satyanarayana-Katha 4.9
Er vermag all dies zu tun; daran besteht kein Zweifel. Deshalb wollen wir bei ihm Zuflucht suchen. Dann wird sich unser Wunsch erfüllen.“
Satyanarayana-Katha 4.10
Als er die Worte seines Schwiegersohns gehört hatte, ging er zu jenem Asketen. Er sah ihn, verneigte sich hingebungsvoll und sagte respektvoll:
Satyanarayana-Katha 4.11
„Verzeihe mir die Verfehlung dessen, was ich vor dir gesagt habe.“ Wieder und wieder verneigte er sich so, von großem Kummer überwältigt.
Satyanarayana-Katha 4.12
Als der Stabträger den Klagenden sah, sagte er: „Weine nicht; höre meine Worte. Du hast dich von meiner Verehrung abgewandt.
Satyanarayana-Katha 4.13
Durch meine Verfügung hast du, Unverständiger, wiederholt Leid erfahren.“ Als Sadhu die Worte des Erhabenen hörte, begann er ihn zu preisen.
Satyanarayana-Katha 4.14
Sadhu sprach: „Alle Himmelsbewohner, selbst Brahma und die anderen, sind durch deine Maya verblendet. Sie erkennen deine Eigenschaften und deine Gestalt nicht. Dies ist dein Wunder, Herr.
Satyanarayana-Katha 4.15
Wie sollte ich, ein Tor, dich erkennen, verblendet durch deine Maya? Sei gnädig; ich werde dich entsprechend meinen Mitteln verehren.
Satyanarayana-Katha 4.16
Und all das frühere Vermögen … Rette mich, der ich bei dir Zuflucht suche.“ Als Janardana diese hingebungsvollen Worte hörte, wurde er erfreut.
Satyanarayana-Katha 4.17
Hari gewährte den ersehnten Segen und verschwand an eben dieser Stelle. Dann bestieg der Kaufmann sein Schiff und sah es wieder mit Vermögen gefüllt.
Satyanarayana-Katha 4.18
„Durch die Gnade Satyadevas ist mein Wunsch erfüllt.“ Mit diesen Worten verehrte er den Gott gemeinsam mit den Seinen nach der vorgeschriebenen Ordnung.
Satyanarayana-Katha 4.19
Durch Satyadevas Gnade war er voller Freude. Das Schiff wurde sorgfältig bereitgemacht, und sie begaben sich auf die Fahrt in die Heimat.
Satyanarayana-Katha 4.20
Sadhu sagte zu seinem Schwiegersohn: „Sieh meine Stadt Ratnapuri.“ Er sandte den Hüter seines Vermögens als Boten voraus.
Satyanarayana-Katha 4.21
Dieser kam in die Stadt, traf Sadhus Frau, verneigte sich mit gefalteten Händen und sprach die ersehnte Nachricht aus.
Satyanarayana-Katha 4.22
„Der Kaufmann ist mit seinem Schwiegersohn ganz in der Nähe der Stadt angekommen, begleitet von Angehörigen und mit großen Reichtümern.“
Satyanarayana-Katha 4.23
Als die treue Frau dies aus dem Mund des Boten hörte, war sie hocherfreut. Sie vollendete ihre Satya-Puja und sagte dann zu ihrer Tochter:
Satyanarayana-Katha 4.24
„Ich gehe voraus; komm schnell nach, um Sadhu zu sehen.“ Als die Tochter die Worte ihrer Mutter gehört hatte, vollendete auch sie ihr Gelübde.
Satyanarayana-Katha 4.25
Sie ließ jedoch das Prasad zurück und ging ihrem Mann entgegen. Darüber wurde Satyadeva zornig und nahm ihren Mann und das Schiff
Satyanarayana-Katha 4.26
mitsamt dem Vermögen fort und ließ es vor ihr im Wasser versinken. Als das Mädchen Kalavati den eigenen Mann nicht mehr sah,
Satyanarayana-Katha 4.27
weinte sie vor großem Kummer und fiel zu Boden. Der Kaufmann sah, was dem Schiff geschehen war, und die schwer leidende Tochter.
Satyanarayana-Katha 4.28
Sadhu dachte furchtsam: „Was ist dies für ein Wunder?“ Auch alle Schiffsleute wurden von Sorge erfasst.
Satyanarayana-Katha 4.29
Als Lilavati ihre Tochter sah, geriet auch sie außer sich. Sie klagte in großem Schmerz und sagte zu ihrem Mann:
Satyanarayana-Katha 4.30
„Wie konnte er jetzt zusammen mit dem Schiff unsichtbar werden? Ich weiß nicht, durch die Missachtung welchen Gottes es fortgenommen wurde.
Satyanarayana-Katha 4.31
Wer vermag denn die Größe Satyadevas zu erkennen?“ Mit diesen Worten klagte sie gemeinsam mit den Angehörigen.
Satyanarayana-Katha 4.32
Dann nahm Lilavati ihre Tochter auf den Schoß und weinte. Kalavati litt schwer, weil ihr Mann verschwunden war.
Satyanarayana-Katha 4.33
Sie nahm seine Sandalen und fasste den Gedanken, ihm in den Tod zu folgen. Als der rechtschaffene Kaufmann und seine Frau sahen, was die Tochter tun wollte,
Satyanarayana-Katha 4.34
wurde der dharmakundige Mann von tiefstem Kummer gequält und überlegte: „Vielleicht hat Satyadeva dies fortgenommen. Ich bin durch Satyas Maya verwirrt.
Satyanarayana-Katha 4.35
Ich werde Satya entsprechend meinen Mitteln verehren.“ Er rief alle zusammen, teilte ihnen diesen Entschluss mit
Satyanarayana-Katha 4.36
und warf sich immer wieder lang ausgestreckt vor Satyadeva auf die Erde. Da wurde Satyadeva, der Beschützer der Bedrängten, erfreut.
Satyanarayana-Katha 4.37
Aus Erbarmen sagte der seinen Verehrern zugewandte Gott zu ihm: „Deine Tochter hat das Prasad zurückgelassen und ist gekommen, um ihren Mann zu sehen.
Satyanarayana-Katha 4.38
Deshalb ist der Mann für deine Tochter unsichtbar geworden. Wenn sie nach Hause geht, das Prasad isst und dann wieder zurückkommt,
Satyanarayana-Katha 4.39
wird deine Tochter ihren Mann wiedererlangen, Sadhu; daran besteht kein Zweifel.“ Das Mädchen hörte diese Worte aus dem Himmelsraum.
Satyanarayana-Katha 4.40
Sogleich ging sie nach Hause und aß das Prasad. Danach kam sie zurück und sah ihren geliebten Mann wieder.
Satyanarayana-Katha 4.41
Darauf sagte Kalavati zu ihrem Vater: „Geh nun nach Hause. Warum zögerst du noch?“
Satyanarayana-Katha 4.42
Als der Kaufmann die Worte seiner Tochter gehört hatte, wurde er zufrieden. Er verehrte Satyadeva nach der vorgeschriebenen Ordnung
Satyanarayana-Katha 4.43
und ging mit seinem Vermögen und seinen Angehörigen nach Hause. An Vollmond und an Sankranti vollzog er fortan die Verehrung Satyas.
Satyanarayana-Katha 4.44
Nachdem er in dieser Welt Glück genossen hatte, gelangte er am Ende in die Stadt Satyas.
Satyanarayana-Katha 4.Schlussvermerk
So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das vierte Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Satyanarayana-Katha 5.1
Nun folgt das fünfte Kapitel.
Suta sprach: Nun erzähle ich noch etwas anderes; hört zu, beste Weisen. Es lebte ein König namens Tungadhvaja, der für den Schutz seiner Untertanen sorgte.
Satyanarayana-Katha 5.2
Weil er Satyadevas Prasad zurückwies, erfuhr er Leid. Eines Tages ging er in den Wald und erlegte verschiedene Tiere.
Satyanarayana-Katha 5.3
Dann kam er an den Fuß eines Banyanbaums und sah eine Satya-Puja: Hirten vollzogen sie freudig und hingebungsvoll zusammen mit ihren Angehörigen.
Satyanarayana-Katha 5.4
Der König sah dies, doch aus Stolz ging er nicht zu ihnen und verneigte sich nicht. Da brachten die Hirten Prasad zum König,
Satyanarayana-Katha 5.5
stellten es vor ihm ab und kehrten zurück; alle aßen, so viel sie wollten. Der König jedoch ließ das Prasad unbeachtet und geriet dadurch in Leid.
Satyanarayana-Katha 5.6
Seine hundert Söhne kamen um, ebenso gingen Vermögen, Getreide und die übrigen Güter zugrunde. „All dies hat gewiss Satyadeva mir genommen“, dachte er.
Satyanarayana-Katha 5.7
„Deshalb gehe ich dorthin zurück, wo die Verehrung des Gottes stattfand.“ Mit diesem festen Entschluss begab er sich zu den Hirten.
Satyanarayana-Katha 5.8
Dort vollzog der König zusammen mit den Hirten die Verehrung Satyadevas, erfüllt von Hingabe und Vertrauen, nach der vorgeschriebenen Ordnung.
Satyanarayana-Katha 5.9
Durch Satyadevas Gnade erlangte er Vermögen und Kinder wieder. Nachdem er in dieser Welt Glück genossen hatte, gelangte er am Ende in die Stadt Satyas.
Satyanarayana-Katha 5.10
Wer dieses schwer zu erlangende Satya-Gelübde vollzieht und die heilige, fruchtbringende Erzählung mit Hingabe hört,
Satyanarayana-Katha 5.11
dem werden durch Satyas Gnade Vermögen, Getreide und weitere Güter zuteil. Der Arme erlangt Besitz, der Gefesselte wird aus seinen Fesseln befreit.
Satyanarayana-Katha 5.12
Der Ängstliche wird von der Angst frei; dies ist wahr, daran besteht kein Zweifel. Nachdem er die ersehnte Frucht genossen hat, gelangt er am Ende in die Stadt Satyas.
Satyanarayana-Katha 5.13
So habe ich euch, Brahmanen, das Satyanarayana-Gelübde erklärt. Wer es vollzieht, wird nach der Verheißung des Textes von allen Leiden befreit.
Satyanarayana-Katha 5.14
Besonders im Kali Yuga ist die Satya-Puja fruchtbringend. Einige werden ihn Kala, die Zeit, nennen, andere Satya, die Wahrheit, und Ishvara, den Herrn.
Satyanarayana-Katha 5.15
Einige nennen ihn Satyanarayana, andere Satyadeva. Indem er verschiedene Gestalten annimmt, gewährt er allen das Ersehnte.
Satyanarayana-Katha 5.16
Im Kali Yuga wird der Ewige in der Gestalt des Satya-Gelübdes gegenwärtig sein. Die von Vishnu angenommene Gestalt gewährt allen das Ersehnte.
Satyanarayana-Katha 5.17
Wer dies regelmäßig liest oder hört, beste Weisen, dessen Verfehlungen vergehen durch Satyadevas Gnade.
Satyanarayana-Katha 5.18
Nun erzähle ich euch, Herren der Weisen, von den späteren Geburten jener, die einst Satyanarayanas Gelübde vollzogen hatten.
Satyanarayana-Katha 5.19
Der hochweise Shatananda wurde zum Brahmanen Sudama. In jener Geburt meditierte er über Shri Krishna und erlangte Befreiung.
Satyanarayana-Katha 5.20
Der Bhilla, der Holzlasten getragen hatte, wurde zu König Guha. In jener Geburt diente er Shri Rama und gelangte zur Befreiung.
Satyanarayana-Katha 5.21
Der große König Ulkamukha wurde zu König Dasharatha. Er verehrte Shri Ranganatha und gelangte nach Vaikuntha.
Satyanarayana-Katha 5.22
Der rechtschaffene und wahrhaftige Sadhu wurde zu Moradhvaja. Nachdem er die Hälfte seines Körpers mit Sägen hatte abtrennen lassen und sie hingab, erlangte er Befreiung.
Satyanarayana-Katha 5.23
Der große König Tungadhvaja wurde, so heißt es, zu Svayambhuva. Nachdem er alle zu Verehrern des Erhabenen gemacht hatte, gelangte er nach Vaikuntha.
Satyanarayana-Katha 5.24
Alle jene Hirten wurden Bewohner des Landes Vraja. Nachdem sie sämtliche Rakshasas besiegt hatten, gelangten sie nach Goloka.
Satyanarayana-Katha 5.Schlussvermerk
So endet im Reva-Khanda des ehrwürdigen Skanda-Purana das fünfte Kapitel der Erzählung vom Satyanarayana-Gelübde.
Brahmarpana zur Speisensegnung
Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie im Feuer Brahmans dargebracht. Brahman allein ist von dem zu erreichen, der ganz in der Handlung als Brahman gesammelt ist.
Kurze Widmung
Es sei eine Darbringung an Brahman.
Quellen und redaktionelle Hinweise
SanskritDocuments: Shri Satyanarayanavratakatha, fünfteilige Lesefassung, Korrekturlesung Preeti Bhandare, aktualisiert 26.11.2023. Verwendet wurde der elektronisch verfügbare Sanskrittext satyanArAyaNavratakathA.itx, abgerufen am 06.10.2026. Die deutschen Übersetzungen wurden für diese Ausgabe neu erstellt. Die Kapitelkolophone schreiben die Katha dem Reva Khanda des Skanda Purana zu. Diese überlieferte Zuschreibung ist keine unabhängig nachgewiesene Kapitelzuordnung zu einer kritischen Edition des frühen Skanda Purana.
Der Narayana- und der Ganesha-Mantra stammen aus den bei den Formeln bezeichneten Abschnitten des Pranatosini Tantra. Die Speiseverse sind im Mahanirvana Tantra belegt. Die konkrete Verbindung dieser Texte zur schlichten Haus-Puja ist redaktionell.
Varianten der digitalen Katha-Vorlage
Die folgenden in der Vorlage eingeklammerten Alternativlesungen werden als editorischer Apparat bewahrt. Sie werden nicht zusätzlich zur gewählten Hauptlesung rezitiert. Ihre Reihenfolge entspricht derjenigen im jeweiligen Kapitel; sie sind keine zusätzlichen Erzählungsverse.
Kapitel 1: satyanārāyaṇasyaivaṃ; kāryaṃhitadvratam; laghūpāyosti.
Kapitel 2: hyāsīdviprotinirdhanaḥ; brāhmaṇoti; vratamuttamam; nidrāṃ; bhikṣārthamagamaddvijaḥ; viprāḥ; ca manujasya; śraddhāsmākaṃ; kṛta; vistārād; prāpyateme'dya; dhanaputrānvitobhavat.
Kapitel 3: bhāryāṃ; sābhavat; sādhuḥputrāya; tatobhāgyavaśāt; ruṣṭo'bhavat; nagaretasya; baddhvānītau; kṣutpipāsāti; divase jātā; gatvāpaśyad; tuṣṭosau; tvayādhunā; dhyānagamyobhavat; vacasātoṣayadbhṛśam; provācatau; mahāvaiśyo.
Kapitel 4: matau; vaṇikputrastataścintānvitobhavat; śakyatene na; vāñchitārtho; mahāśokākulobhavat; mūḍhohaṃ; dūtosau; sāpi; ruṣṭaḥ, taraṇīṃ; rudatī; pādukāṃ; sāyāti; sāpaścātpunarāgatya, sajanaṃ; satyapūjanam.
Kapitel 5: cāpaśyat; sarveṣāmīpsitapradaḥ; śrīrāmacandrasamprāpya; sādhurmoradhvajobhavat; svāyambhūrabhavat; kṛttvā, tadāgamat.
Die deutschen Handlungsschritte, Zeitansätze und Materialmengen sind redaktionelle Ausarbeitungen. Abweichungen vom historischen Ritual sind ausdrücklich benannt. Die Sanskritzitate stammen aus den angegebenen Projekttexten und den ausdrücklich bezeichneten zusätzlich recherchierten digitalen Originaltexten. Eine OCR-Rekonstruktion oder eine Ergänzung von Versen aus dem Gedächtnis wurde nicht vorgenommen. Devanagari wurde aus der hier verwendeten IAST-Fassung erzeugt und durch Rückübertragung kontrolliert; es ist kein unabhängiger Textzeuge. Religiöse Verheißungen werden als Aussagen der jeweiligen Überlieferung verstanden.
Die Abbildungen und Yoga-Vidya-Videos begleiten das Thema. Sie dokumentieren nicht die Durchführung genau dieser Textfassung.
Siehe auch
- Narayana Naivedya mit fünf Prana Mudras
- Tulasi Darbringung an Narayana
- Pancha Mahayajnas als täglicher häuslicher Opferzyklus
- Rudrabhisheka mit Namakam und Chamakam
- Chandi Patha als vollständiges Durga Saptashati Parayana
- Puja
- Mantra
- Bhakti
- Sankalpa
- Prasad
- Mahanirvana Tantra
- Brihat Tantrasara
- Ishanashivagurudeva Paddhati
Weitere Rituale: Tantra Rituale und Puja.
Seminare
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