Rudrabhisheka mit Namakam und Chamakam

Aus Yogawiki

Rudrabhisheka mit Namakam und Chamakam verbindet die Wasserdarbringung an Shiva mit der vollständigen Rezitation der elf Abschnitte des Namakam und der elf Abschnitte des Chamakam. Die Verehrung erkennt Rudra in der ganzen Lebenswelt und bittet um eine heilsame Ausrichtung seiner Kraft.

Shiva als Ausrichtung der Rudra-Rezitation und der Wasserverehrung.

Umfang und Fassung: Ein einfacher vollständiger Lesungsdurchgang von Namakam 1–11 und Chamakam 1–11 mit Wasser-Abhisheka. Namakam und Chamakam stammen aus Taittiriya Samhita 4.5 und 4.7. Die hier gebotene IAST- und Devanagari-Fassung ist eine akzentlose Lesefassung. Für die vedische Rezitation mit Svaras dient die ausdrücklich verlinkte akzentuierte Quelle zusammen mit erlernter Unterweisung. Dies ist kein Ekadasha-, Laghu-, Maha- oder Atirudra.

Anlass und Bedeutung

Abhisheka ist ein ehrendes Übergießen. In dieser Hausform geschieht es sparsam mit reinem Wasser. Im Namakam wird Rudra wiederholt mit „namas“, Verehrung, angesprochen; das Chamakam bittet mit „ca me“, „und mir sei“, um die vielen Voraussetzungen eines getragenen Lebens. Der Text umfasst Frieden und Kraft, Nahrung, Lernen, Werkzeuge, Lebensalter und die Fachsprache des vedischen Opfers.

Die Bitte um Fülle kann zur Frage werden, wie die eigenen Kräfte dem Leben dienen. Die historischen Feindformeln bleiben als Text erkennbar; sie werden in dieser Zeremonie nicht auf bestimmte Menschen gerichtet.

Vorbereitung

Verwende ein zum Übergießen geeignetes kleines Shiva Linga in einer ausreichend großen, standsicheren Auffangschale. Bei einem Papierbild oder empfindlichen Material wird das Wasser ausschließlich in eine eigene Schale vor dem Bild gegeben; das ist dann eine begleitende Wasserwidmung. Bereite etwa einen halben Liter frisches Wasser, einen kleinen Becher oder Löffel, Blüten, ein sauberes Tuch und eine kleine vegetarische Speise vor.

Eine Person liest, eine zweite kann die Wassergaben übernehmen. Plane 22 kleine Hauptgaben von je ungefähr 10 bis 20 ml; halte außerdem einige Tropfen für den Beginn und etwas Wasser zum abschließenden Reinigen zurück. Die Mengen sind praktische Richtwerte. Milch, Joghurt, Honig und zusätzliche Flüssigkeiten sind für diese Wasserform nicht nötig. Halte Bücher und elektrische Geräte trocken. Plane etwa 60 bis 120 Minuten, beim gemeinsamen Lesen der deutschen Übersetzung länger.

Wenn die vedische Tonführung noch nicht erlernt ist, übe zunächst den Wortlaut und höre eine geeignete Aufnahme. Die unten verlinkten akzentuierten Sanskritfassungen bewahren die Tonzeichen, die diese praktische Druckfassung nicht darstellt. Eine Wortlesung ohne Svaras wird ehrlich als solche bezeichnet.

Durchführung

1. Den Platz vorbereiten
Wasche die Hände und richte Linga, Auffangschale und Text so her, dass du ohne Hast lesen kannst. Prüfe die Standfestigkeit. Nenne die Absicht auf Deutsch: „Ich verehre Shiva als Gegenwart in allen Wesen. Mögen meine Kräfte heilsam werden und Frieden fördern.“

2. Ganesha und Shiva grüßen
Sprich den belegten Ganesha-Mantra dreimal:

Ganesha-Mantra
gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Gam. Verehrung Ganapati, dem Herrn der Ganas. Gam ist ein Bija und hat hier keine gesonderte wörtliche Übersetzung.

Danach sprich den fünfsilbigen Shiva-Mantra zwölfmal:

Shiva Panchakshara
namaḥ śivāya

Übersetzung: Verehrung Shiva.

Diese Rahmenrezitationen sind eine redaktionelle Ergänzung zum vedischen Haupttext. Setze kein zusätzliches Om vor eine Formel, wenn du genau der hier angegebenen Quellenform folgst.

3. Den Abhisheka beginnen
Lege eine Blüte neben das Linga. Gib zunächst einige Tropfen Wasser darüber und sprich: „Diese Wassergabe widme ich Shiva.“ Beginne danach Namakam 1 mit seiner in der Vorlage enthaltenen Eingangsverehrung. Rezitiere ruhig, ohne den Atem künstlich anzuhalten.

Yoga-Vidya-Vortrag über Japa und die bewusste Wiederholung eines Mantras. Das Begleitvideo erläutert einen Teilaspekt und ersetzt keine persönliche Ritualunterweisung.

4. Namakam vollständig rezitieren
Lies Namakam 1 bis 11 in der angegebenen Reihenfolge. Zu Beginn jedes Anuvaka wird eine kleine Portion Wasser langsam über das Linga gegeben; danach darf das Übergießen pausieren, während die Rezitation weitergeht. So entstehen elf Hauptgaben. Die Wasserportion ist kein Ersatz für den jeweiligen Textabschnitt.

Nach Anuvaka 1 steht in der gewählten Vorlage die Shambhu-Mahadeva-Anrufung. Sprich sie einmal an dieser Stelle; sie wird als liturgischer Zusatz eigens bezeichnet und nicht als zwölfter Anuvaka gezählt. Fahre anschließend mit Anuvaka 2 fort. Am Ende des elften Abschnitts folgt eine kurze stille Pause.

Shiva, Parvati und Ganesha: Verehrung verbindet Sammlung mit einer umfassenden Sicht auf das Göttliche.

5. Chamakam vollständig anschließen
Rezitiere nun die elf Anuvakas des Chamakam, jeweils einmal. Zu Beginn jedes Abschnitts folgt eine weitere kleine Wassergabe. Damit umfasst der Hauptdurchgang insgesamt 22 Gaben. Lies auch die langen Aufzählungen vollständig; „und so weiter“ ersetzt keine Zeile. Die Worte über Opfergeräte, Soma-Schöpfungen und Tiere gehören zur Rezitation und verpflichten in dieser Hausform nicht zur Beschaffung oder Durchführung dieser vedischen Opferbestandteile.

Sprich anschließend das ausgeschriebene Ida-Gebet und den dreifachen Friedensruf. Der Schlussvermerk der Vorlage kann einmal gelesen werden. Er gehört nicht als weiterer Anuvaka zur Elfzahl.

6. Reinigen, schmücken und in Stille bleiben
Spüle das Linga sparsam mit dem restlichen reinen Wasser ab. Trockne die äußere Unterlage und lege eine frische Blüte dazu. Bei einer bloßen Wasserwidmung bleibt das Bild trocken. Stelle die vegetarische Speise vor den Altar. Sprich den Shiva-Mantra dreimal und bleibe zwei bis fünf Minuten still.

7. Den vollständigen Tryambaka-Mantra sprechen
Sprich den folgenden belegten Mantra dreimal als bewusst gewählten Abschluss:

Tryambaka-Mantra
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt

Übersetzung: Wir verehren den Dreiäugigen, den Duftenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine Gurkenfrucht von ihrer Bindung möge ich vom Tod gelöst werden, nicht von der Unsterblichkeit.

Die Übersetzung bittet um Befreiung vom Tod und um Unsterblichkeit im religiösen Sinn. Sie verspricht keine Verlängerung eines individuellen Lebens durch eine bestimmte Wiederholungszahl.

8. Widmen, Prasad teilen und aufräumen
Sprich einmal die Widmung:

Kurze Widmung
brahmārpaṇamastu

Übersetzung: Es sei eine Darbringung an Brahman.

Verteile die frische Speise als Prasad. Das Abhisheka-Wasser wird separat aufgefangen; ob es als Tirtha verwendet werden kann, hängt von einem sauberen, dafür geeigneten Kultgegenstand und der eigenen Tradition ab. Diese Anleitung sieht keine Trinkpflicht vor. Entsorge nicht geeignete Flüssigkeiten sauber, reinige die Schale und beende die Feier.

Überlieferung und Grenzen dieser Fassung

Der Umfang ist präzise begrenzt: vollständiges Namakam und vollständiges Chamakam, je elf Anuvakas, dazu die genannten Rahmengebete. Laghunyasa, Mahanyasa, Shiva-Upasana-Mantras und die zusätzliche Gebetssammlung nach dem Namakam der Quelldatei sind nicht Bestandteil dieser gewählten Zeremonie. Deshalb werden sie nicht als angeblich mitvollzogen gezählt.

Die im vedischen Text genannten Waffen, Feinde, Tiere und Opfermaterialien werden in der Übersetzung bewahrt. Eine heutige innere Deutung auf Aggression, Bindung oder Unwissenheit kann der Besinnung dienen; sie wird nicht an die Stelle des historischen Wortlauts gesetzt. Das Wasser-Abhisheka ohne priesterliche Vollpaddhati ist ausdrücklich eine Hausform.

Rezitationstexte in IAST mit deutscher Übersetzung

Hier stehen sämtliche in dieser Hausform verwendeten Sanskritrezitationen, jeweils einmal vollständig. Die Wiederholungszahlen stehen bei den einzelnen Handlungsschritten. Persönliche Namen und die ausdrücklich deutschen Widmungen werden in der eigenen Sprache gesprochen. Versnummern werden nicht mitrezitiert.

Ganesha-Mantra
gaṃ gaṇapataye namaḥ

Übersetzung: Gam. Verehrung Ganapati, dem Herrn der Ganas. Gam ist ein Bija und hat hier keine gesonderte wörtliche Übersetzung.

Quelle: Pranatosini Tantra, Ganesha-Abschnitt, Zeile 42751; die dort ausgeschriebene Form beginnt ohne zusätzliches Om.

Shiva Panchakshara
namaḥ śivāya

Übersetzung: Verehrung Shiva.

Quelle: Pranatosini Tantra, Tripundra-Abschnitt, ausdrücklich namaḥ śivāya; ebenso im Shivaratri-Abschnitt.

Namakam, Anuvaka 1
oṃ namo bhagavate rudrāya ||
oṃ namaste rudra manyava utota iṣave namaḥ | namaste astu
dhanvane bāhubhyāmuta te namaḥ | yā ta iṣuḥ śivatamā
śivaṃ babhūva te dhanuḥ | śivā śaravyā yā tava tayā
no rudra mṛḍaya | yā te rudra śivā tanūraghorā'pāpakāśinī |
tayā nastanuvā śantamayā giriśantābhicākaśīhi |
yāmiṣuṃ giriśanta haste bibharṣyastave | śivāṃ giritra
tāṃ kuru mā hiṃsīḥ puruṣaṃ jagat | śivena vacasā
tvā giriśācchāvadāmasi | yathā naḥ sarvamijjagadayakṣmaṃ
sumanā asat | adhyavocadadhivaktā prathamo daivyo bhiṣak |
ahīṃśca sarvāñjambhayantsarvāśca yātudhānyaḥ | asau
yastāmro aruṇa uta babhruḥ sumaṅgalaḥ | ye cemāṃ
rudrā abhito dikṣu śritāḥ sahasraśo'vaiṣāṃ
heḍa īmahe | asau yo'vasarpati nīlagrīvo vilohitaḥ |
utainaṃ gopā adṛśannadṛśannudahāryaḥ |
utainaṃ viśvā bhūtāni sa dṛṣṭo mṛḍayāti naḥ |
namo astu nīlagrīvāya sahasrākṣāya mīḍhuṣe | atho
ye asya sattvāno'haṃ tebhyo'karannamaḥ | pramuñca
dhanvanastvamubhayorārtniyorjyām | yāśca te hasta
iṣavaḥ parā tā bhagavo vapa | avatatya dhanustvaṃ
sahasrākṣa śateṣudhe | niśīrya śalyānāṃ mukhā
śivo naḥ sumanā bhava | vijyaṃ dhanuḥ kapardino
viśalyo bāṇavāṃ uta | aneśannasyeṣava ābhurasya
niṣaṃgathiḥ | yā te hetirmīḍhuṣṭama haste babhūva te
dhanuḥ | tayā'smān, viśvatastvamayakṣmayā paribbhuja |
namaste astvāyudhāyānātatāya dhṛṣṇave | ubhābhyāmuta
te namo bāhubhyāṃ tava dhanvane | pari te dhanvano
hetirasmānvṛṇaktu viśvataḥ | atho ya iṣudhistavāre
asmannidhehi tam || 1||

Übersetzung: Om. Verehrung dem erhabenen Rudra. Om. Verehrung deinem Zorn, Rudra, und Verehrung deinem Pfeil. Verehrung deinem Bogen und deinen beiden Armen. Mit deinem ganz heilsamen Pfeil, deinem heilsam gewordenen Bogen und deinem heilsamen Köcher sei uns gnädig, Rudra. Zeige dich uns, Bergbewohner, mit deiner friedvollen Gestalt, die nichts Schreckliches hat und frei von Übel erstrahlt. Den Pfeil, den du, Bergbewohner, in der Hand zum Abschuss hältst, mache heilsam, Beschützer des Berges; verletze weder den Menschen noch die bewegte Lebenswelt. Mit friedvollen Worten sprechen wir dich an, Bergbewohner, damit unsere gesamte Lebenswelt frei von Krankheit und guten Mutes sei.

Der Fürsprecher, der erste göttliche Arzt, möge für uns sprechen und alle Schlangen sowie alle dämonischen Mächte niederhalten. Der dort kupferrot, morgenrot und braun erscheint, ist glückverheißend. Auch die Tausende von Rudras, die ringsum in den Himmelsrichtungen wohnen, bitten wir, ihren Zorn abzuwenden. Den dort herabziehenden, blauhalsigen, tiefroten Gott sehen die Hirten, ihn sehen die Wasserträgerinnen, ihn sehen alle Wesen. Möge er, wenn er gesehen wird, uns gnädig sein. Verehrung dem Blauhalsigen, Tausendäugigen, Spendenden; auch seinen Gefolgsleuten habe ich Verehrung erwiesen.

Löse die Sehne von beiden Enden deines Bogens. Lege die Pfeile in deiner Hand fort, Erhabener. Entspanne den Bogen, Tausendäugiger mit den hundert Köchern; stumpfe die Spitzen der Geschosse ab und sei uns wohlgesinnt und heilsam. Der Bogen des Flechtenträgers sei ohne Sehne und sein Köcher ohne scharfe Pfeile; seine Pfeile mögen verschwinden, sein Pfeilbehälter vermag uns nichts anzutun. Mit deiner Waffe und dem Bogen in deiner Hand, Freigebigster, umhülle und schütze uns ringsum, sodass sie keine Krankheit bringen. Verehrung deiner machtvollen, ungespannten Waffe; Verehrung deinen beiden Armen und deinem Bogen. Das Geschoss deines Bogens möge uns von allen Seiten verschonen. Deinen Köcher halte weit von uns fern.

Erläuterung: Lesefassung: „dhanustavaṃ“ der digitalen Vorlage wird hier als „dhanustvaṃ“ wiedergegeben. Redaktionelle Korrektur der überzähligen Silbe; gemeint ist „deinen Bogen, du …“. Die ältere Vergleichsdatei rudram.itx bietet „dhanustva“. Lesefassung: „ahīgśca“ der digitalen Vorlage wird hier als „ahīṃśca“ wiedergegeben. Das g der ITRANS-Vorlage bezeichnet hier eine vedische Nasalwiedergabe. In der akzentlosen Lesefassung wird sie als Anusvara normalisiert; vgl. die nasalisierte Wiedergabe im Yoga-Vidya-Text Shri Rudram Chamakam.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Shambhu-Mahadeva-Anrufung nach Namakam 1
śambhave namaḥ | namaste astu bhagavanviśveśvarāya
mahādevāya tryambakāya tripurāntakāya trikāgnikālāya
kālāgnirudrāya nīlakaṇṭhāya mṛtyuñjayāya sarveśvarāya
sadāśivāya śrīmanmahādevāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung Shambhu. Dir sei Verehrung, Erhabener: dem Herrn des Alls, dem großen Gott, dem Dreiäugigen, dem Vernichter der drei Städte, der Macht über die drei Feuer und die Zeit, Rudra als Feuer der Zeit, dem Blauhalsigen, dem Überwinder des Todes, dem Herrn aller, dem immer glückverheißenden Shiva, dem erhabenen großen Gott. Verehrung.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 2
namo hiraṇyabāhave senānye diśāṃ ca pataye namo
namo vṛkṣebhyo harikeśebhyaḥ paśūnāṃ pataye namo
namaḥ saspiñjarāya tviṣīmate pathīnāṃ pataye namo
namo babhluśāya vivyādhine'nnānāṃ pataye namo namo
harikeśāyopavītine puṣṭānāṃ pataye namo namo bhavasya
hetyai jagatāṃ pataye namo namo rudrāyātatāvine
kṣetrāṇāṃ pataye namo namaḥ sūtāyāhantyāya vanānāṃ
pataye namo namo rohitāya sthapataye vṛkṣāṇāṃ pataye
namo namo mantriṇe vāṇijāya kakṣāṇāṃ pataye namo
namo bhuvaṃtaye vārivaskṛtāyauṣadhīnāṃ pataye namo
nama uccairghoṣāyākrandayate pattīnāṃ pataye namo
namaḥ kṛtsnavītāya dhāvate sattvanāṃ pataye namaḥ || 2||

Übersetzung: Verehrung dem Goldarmigen, dem Heerführer und Herrn der Himmelsrichtungen. Verehrung den Bäumen mit grünem Haar und dem Herrn der Tiere. Verehrung dem goldgelben, strahlenden Herrn der Wege. Verehrung dem Braunen, dem Durchbohrenden, dem Herrn der Nahrung. Verehrung dem Grünhaarigen mit der heiligen Schnur, dem Herrn des Gedeihenden. Verehrung der Waffe Bhavas und dem Herrn der Welten. Verehrung Rudra mit gespanntem Bogen, dem Herrn der Felder. Verehrung dem Wagenlenker, dem Unverletzlichen, dem Herrn der Wälder. Verehrung dem Roten, dem Werkmeister, dem Herrn der Bäume. Verehrung dem Ratgeber, dem Kaufmann, dem Herrn des Dickichts. Verehrung dem Entfaltenden, dem Freiraum und Wohlstand Schaffenden, dem Herrn der Pflanzen. Verehrung dem laut Rufenden, dem zum Kampf Aufschreienden, dem Herrn des Fußvolks. Verehrung dem ganz Umschließenden, dem Dahineilenden, dem Herrn der Kämpfer.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 3
namaḥ sahamānāya nivyādhina āvyādhinīnāṃ pataye
namo namaḥ kakubhāya niṣaṅgiṇe stenānāṃ pataye
namo namo niṣaṅgiṇa iṣudhimate taskarāṇāṃ pataye
namo namo vañcate parivañcate stāyūnāṃ pataye
namo namo nicerave paricarāyāraṇyānāṃ pataye namo
namaḥ sṛkāvibhyo jighāṃsadbhyo muṣṇatāṃ pataye namo
namo'simadbhyo naktañcaradbhyaḥ prakṛntānāṃ pataye
namo nama uṣṇīṣiṇe giricarāya kuluñcānāṃ pataye
namo nama iṣumadbhyo dhanvāvibhyaśca vo namo nama
ātanvānebhyaḥ pratidadhānebhyaśca vo namo nama āyacchadbhyo
visṛjadbhyaśca vo namo namo'syadbhyo vidhyadbhyaśca
vo namo nama āsīnebhyaḥ śayānebhyaśca vo namo namaḥ
svapadbhyo jāgradbhyaśca vo namo namastiṣṭhadbhyo
dhāvadbhyaśca vo namo namaḥ sabhābhyaḥ sabhāpatibhyaśca
vo namo namo aśvebhyo'śvapatibhyaśca vo namaḥ || 3||

Übersetzung: Verehrung dem Standhaltenden, dem Durchbohrenden, dem Herrn der angreifenden Scharen. Verehrung dem Hervorragenden mit dem Schwertgehänge, dem Herrn der heimlichen Diebe. Verehrung dem Schwertträger mit dem Köcher, dem Herrn der Räuber. Verehrung dem Täuschenden und dem auf vielfältige Weise Täuschenden, dem Herrn der Betrüger. Verehrung dem Lauernden und Umherstreifenden, dem Herrn der Waldleute. Verehrung den Bewaffneten, die zu töten suchen, und dem Herrn der Plünderer. Verehrung den Schwertträgern, die nachts umherziehen, und dem Herrn der gewaltsam Wegnehmenden. Verehrung dem Turbanträger, dem Bergwanderer, dem Herrn derer, die fremdes Land oder Gut an sich nehmen.

Verehrung euch mit Pfeilen und euch mit Bogen. Verehrung euch, die ihr die Bogen spannt und die Pfeile anlegt. Verehrung euch, die ihr die Sehne anzieht und die Pfeile loslasst. Verehrung euch, die ihr schießt und trefft. Verehrung euch, die ihr sitzt und liegt. Verehrung euch, die ihr schlaft und wacht. Verehrung euch, die ihr steht und lauft. Verehrung den Versammlungen und ihren Vorstehern. Verehrung den Pferden und den Herren der Pferde.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 4
nama āvyādhinībhyo vividhyantībhyaśca vo namo nama
ugaṇābhyastṛṃhatībhyaśca vo namo namo gṛtsebhyo
gṛtsapatibhyaśca vo namo namo vrātebhyo vrātapatibhyaśca
vo namo namo gaṇebhyo gaṇapatibhyaśca vo namo namo
virūpebhyo viśvarūpebhyaśca vo namo namo mahadbhyaḥ,
kṣullakebhyaśca vo namo namo rathibhyo'rathebhyaśca
vo namo namo rathebhyo rathapatibhyaśca vo namo
namaḥ senābhyaḥ senānibhyaśca vo namo namaḥ,
kṣattṛbhyaḥ saṃgrahītṛbhyaśca vo namo namastakṣabhyo
rathakārebhyaśca vo namo namaḥ kulālebhyaḥ karmārebhyaśca
vo namo namaḥ puñjiṣṭebhyo niṣādebhyaśca vo namo nama
iṣukṛdbhyo dhanvakṛdbhyaśca vo namo namo mṛgayubhyaḥ
śvanibhyaśca vo namo namaḥ śvabhyaḥ śvapatibhyaśca vo
namaḥ || 4||

Übersetzung: Verehrung euch, den angreifenden und auf vielfache Weise treffenden Scharen. Verehrung euch, den machtvollen und überwältigenden Gruppen. Verehrung den Kundigen und ihren Anführern. Verehrung den Verbänden und ihren Anführern. Verehrung den Scharen und den Herren der Scharen. Verehrung den verschieden Gestalteten und den allgestaltigen Erscheinungen. Verehrung den Großen und den Kleinen. Verehrung denen mit Wagen und denen ohne Wagen. Verehrung den Wagen und den Wagenherren. Verehrung den Heeren und ihren Heerführern. Verehrung den Wagenlenkern und denen, die die Zügel halten. Verehrung den Zimmerleuten und Wagenbauern. Verehrung den Töpfern und Schmieden. Verehrung den Vogelstellern und Fischern beziehungsweise den Nishadas. Verehrung den Pfeilmachern und Bogenmachern. Verehrung den Jägern und Hundeführern. Verehrung den Hunden und den Herren der Hunde.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 5
namo bhavāya ca rudrāya ca namaḥ śarvāya ca
paśupataye ca namo nīlagrīvāya ca śitikaṇṭhāya ca
namaḥ kapardine ca vyuptakeśāya ca namaḥ sahasrākṣāya ca
śatadhanvane ca namo giriśāya ca śipiviṣṭāya ca namo
mīḍhuṣṭamāya ceṣumate ca namo hrasvāya ca vāmanāya
ca namo bṛhate ca varṣīyase ca namo vṛddhāya ca
saṃvṛdhvane ca namo agriyāya ca prathamāya ca nama
āśave cājirāya ca namaḥ śīghriyāya ca śībhyāya ca
nama ūrmyāya cāvasvanyāya ca namaḥ srotasyāya ca
dvīpyāya ca || 5||

Übersetzung: Verehrung Bhava und Rudra. Verehrung Sharva und Pashupati, dem Herrn der Tiere. Verehrung dem Blauhalsigen und dem Hellkehligen. Verehrung dem Flechtenträger und dem mit geschorenem Haar. Verehrung dem Tausendäugigen und dem Träger von hundert Bogen. Verehrung dem Bergbewohner und dem von Strahlen Durchdrungenen, Shipivishta. Verehrung dem reichlich Spendenden und dem Pfeilträger. Verehrung dem Kleinen und dem Zwerggestaltigen. Verehrung dem Großen und dem noch Größeren. Verehrung dem Alten und dem durch Wachstum Erstarkenden. Verehrung dem Vorzüglichsten und dem Ersten. Verehrung dem Schnellen und dem Behänden. Verehrung dem im reißenden Strom und dem im dahinziehenden Wasser. Verehrung dem in den Wellen und dem im stillen Wasser. Verehrung dem im Wasserlauf und dem auf den Inseln.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 6
namo jyeṣṭhāya ca kaniṣṭhāya ca namaḥ pūrvajāya
cāparajāya ca namo madhyamāya cāpagalbhāya ca
namo jaghanyāya ca budhniyāya ca namaḥ sobhyāya ca
pratisaryāya ca namo yāmyāya ca kṣemyāya ca nama
urvaryāya ca khalyāya ca namaḥ ślokyāya cā'vasānyāya
ca namo vanyāya ca kakṣyāya ca namaḥ śravāya ca
pratiśravāya ca nama āśuṣeṇāya cāśurathāya ca
namaḥ śūrāya cāvabhindate ca namo varmiṇe ca varūthine
ca namo bilmine ca kavacine ca namaḥ śrutāya ca
śrutasenāya ca || 6||

Übersetzung: Verehrung dem Ältesten und dem Jüngsten. Verehrung dem früher und dem später Geborenen. Verehrung dem in der Mitte und dem noch Unreifen. Verehrung dem zuletzt Geborenen und dem am Grunde Befindlichen. Verehrung dem in der Menschenwelt und dem sich in ihr Bewegenden. Verehrung dem in Yamas Bereich und dem in der sicheren Heimat. Verehrung dem im fruchtbaren Feld und dem auf dem Dreschplatz. Verehrung dem im Lobvers und dem in seinem Abschluss. Verehrung dem im Wald und dem im Dickicht. Verehrung dem im Schall und dem im Widerhall. Verehrung dem mit schnellem Heer und dem mit schnellem Wagen. Verehrung dem Helden und dem Durchbrechenden. Verehrung dem Gepanzerten und dem mit schützendem Wehrdach. Verehrung dem Behelmten und dem Gerüsteten. Verehrung dem Berühmten und dem mit berühmtem Heer.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 7
namo dundubhyāya cāhananyāya ca namo dhṛṣṇave ca
pramṛśāya ca namo dūtāya ca prahitāya ca namo
niṣaṅgiṇe ceṣudhimate ca namastīkṣṇeṣave cāyudhine
ca namaḥ svāyudhāya ca sudhanvane ca namaḥ srutyāya
ca pathyāya ca namaḥ kāṭyāya ca nīpyāya ca namaḥ
sūdyāya ca sarasyāya ca namo nādyāya ca vaiśantāya ca
namaḥ kūpyāya cāvaṭyāya ca namo varṣyāya cāvarṣyāya
ca namo meghyāya ca vidyutyāya ca nama īdhriyāya
cātapyāya ca namo vātyāya ca reṣmiyāya ca namo
vāstavyāya ca vāstupāya ca || 7||

Übersetzung: Verehrung dem in der Trommel und dem im Schlägel. Verehrung dem Kühnen und dem umsichtig Prüfenden. Verehrung dem Boten und dem Ausgesandten. Verehrung dem Schwertträger und dem Köcherträger. Verehrung dem mit scharfen Pfeilen und dem Bewaffneten. Verehrung dem mit guten Waffen und dem mit gutem Bogen. Verehrung dem auf schmalem Pfad und dem auf breitem Weg. Verehrung dem im kargen Land und dem in der Niederung. Verehrung dem im Schlamm und dem im See. Verehrung dem im Fluss und dem im kleinen Teich. Verehrung dem im Brunnen und dem in der Vertiefung. Verehrung dem im Regen und dem im Ausbleiben des Regens. Verehrung dem in der Wolke und dem im Blitz. Verehrung dem im hellen Himmel und dem in der Sonnenglut. Verehrung dem im Wind und dem im Unwetter. Verehrung dem in der Wohnstätte und dem Beschützer der Wohnstätte.

Erläuterung: Lesefassung: „vāstu pāya“ der digitalen Vorlage wird hier als „vāstupāya“ wiedergegeben. Zusammenziehen eines typographisch getrennten Wortes, „dem Beschützer der Wohnstätte“.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 8
namaḥ somāya ca rudrāya ca namastāmrāya cāruṇāya
ca namaḥ śaṅgāya ca paśupataye ca nama ugrāya ca
bhīmāya ca namo agrevadhāya ca dūrevadhāya ca namo
hantre ca hanīyase ca namo vṛkṣebhyo harikeśebhyo
namastārāya namaśśambhave ca mayobhave ca namaḥ
śaṅkarāya ca mayaskarāya ca namaḥ śivāya ca
śivatarāya ca namastīrthyāya ca kūlyāya ca namaḥ
pāryāya cāvāryāya ca namaḥ prataraṇāya cottaraṇāya
ca nama ātāryāya cālādyāya ca namaḥ śaṣpyāya ca
phenyāya ca namaḥ sikatyāya ca pravāhyāya ca || 8||

Übersetzung: Verehrung Soma und Rudra. Verehrung dem Kupferroten und dem Morgenroten. Verehrung dem Glückbringenden und dem Herrn der Tiere. Verehrung dem Gewaltigen und dem Furchtgebietenden. Verehrung dem, der aus der Nähe trifft, und dem, der aus der Ferne trifft. Verehrung dem Tötenden und dem noch mächtiger Tötenden. Verehrung den grünhaarigen Bäumen. Verehrung dem Hinüberführenden. Verehrung Shambhu, der Heil entstehen lässt, und Mayobhava, der Freude entstehen lässt. Verehrung Shankara, dem Heilbringenden, und Mayaskara, dem Freudebringenden. Verehrung Shiva, dem Glückverheißenden, und dem noch glückverheißenderen Shiva.

Verehrung dem an der Furt und dem am Ufer. Verehrung dem am jenseitigen und dem am diesseitigen Ufer. Verehrung dem Hinüberführenden und dem Herausführenden. Verehrung dem beim Anlanden und dem beim Erreichen des Ufers. Verehrung dem im jungen Gras und dem im Schaum. Verehrung dem im Sand und dem im strömenden Wasser.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 9
nama iriṇyāya ca prapathyāya ca namaḥ kiṃśilāya
ca kṣayaṇāya ca namaḥ kapardine ca pulastaye ca namo
goṣṭhyāya ca gṛhyāya ca namastalpyāya ca gehyāya ca
namaḥ kāṭyāya ca gahvareṣṭhāya ca namo hradayyāya ca
niveṣpyāya ca namaḥ pāṃsavyāya ca rajasyāya ca
namaḥ śuṣkyāya ca harityāya ca namo lopyāya colapyāya
ca nama ūrvyāya ca sūrmyāya ca namaḥ parṇyāya ca
parṇaśadyāya ca namo'paguramāṇāya cābhighnate ca
nama ākhkhidate ca prakhkhidate ca namo vaḥ kirikebhyo
devānāṃ hṛdayebhyo namo vikṣīṇakebhyo namo
vicinvatkebhyo nama ānirhatebhyo nama āmīvatkebhyaḥ || 9||

Übersetzung: Verehrung dem in der Einöde und dem auf dem viel begangenen Weg. Verehrung dem im steinigen Land und dem am bewohnbaren Ort. Verehrung dem Flechtenträger und dem mit offenem Haar. Verehrung dem im Viehgehege und dem im Haus. Verehrung dem auf dem Lager und dem in der Wohnstatt. Verehrung dem im schwer zugänglichen Land und dem in der Höhle. Verehrung dem im tiefen Wasser und dem im Tau. Verehrung dem im feinen Staub und dem im groben Staub. Verehrung dem im Trockenen und dem im Grünen. Verehrung dem auf kahlem Boden und dem in dichtem Gras. Verehrung dem in der weiten Erde und dem in ihrer guten Woge beziehungsweise Fülle. Verehrung dem im Blatt und dem im abgefallenen Laub. Verehrung dem die Waffe Erhebenden und dem Zuschlagenden. Verehrung dem leicht und dem heftig Verletzenden. Verehrung euch, den Streuenden, den Herzen der Götter. Verehrung den Aufzehrenden. Verehrung den Unterscheidenden. Verehrung den Unbezwingbaren. Verehrung den von allen Seiten Wirkenden.

Erläuterung: Lesefassung: „pāṃ savyāya“ der digitalen Vorlage wird hier als „pāṃsavyāya“ wiedergegeben. Zusammenziehen eines typographisch getrennten Wortes, „dem im Staub“.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 10
drāpe andhasaspate daridrannīlalohita | eṣāṃ puruṣāṇāmeṣāṃ
paśūnāṃ mā bhermā'ro mo eṣāṃ kiñcanāmamat | yā
te rudra śivā tanūḥ śivā viśvāhabheṣajī | śivā
rudrasya bheṣajī tayā no mṛḍa jīvase | imāṃ
rudrāya tavase kapardine kṣayadvīrāya prabharāmahe
matim | yathā naḥ śamasaddvipade catuṣpade viśvaṃ
puṣṭaṃ grāme asminnanāturam | mṛḍā no rudrota no
mayaskṛdhi kṣayadvīrāya namasā vidhema te | yacchaṃ ca
yośca manurāyaje pitā tadaśyāma tava rudra praṇītau |
mā no mahāntamuta mā no arbhakaṃ mā na ukṣantamuta mā
na ukṣitam | mā no'vadhīḥ pitaraṃ mota mātaraṃ priyā
mā nastanuvo rudra rīriṣaḥ | mā nastoke tanaye mā na
āyuṣi mā no goṣu mā no aśveṣu rīriṣaḥ | vīrānmā no
rudra bhāmito'vadhīrhaviṣmanto namasā vidhema te | ārātte
goghna uta pūruṣaghne kṣayadvīrāya sumnamasme te
astu | rakṣā ca no adhi ca deva brūhyadhā ca naḥ śarma
yaccha dvibarhāḥ | stuhi śrutaṃ gartasadaṃ yuvānaṃ
mṛganna bhīmamupahatnumugram | mṛḍā jaritre rudra
stavāno anyante asmannivapantu senāḥ | pariṇo rudrasya
hetirvṛṇaktu pari tveṣasya durmatiraghāyoḥ | ava
sthirā maghavadbhyastanuṣva mīḍhvastokāya tanayāya
mṛḍaya | mīḍhuṣṭama śivatama śivo naḥ sumanā bhava |
parame vṛkṣa āyudhannidhāya kṛttiṃ vasāna ācara
pinākaṃ bibhradāgahi | vikirida vilohita namaste astu
bhagavaḥ | yāste sahasraṃ hetayo'nyamasmannivapantu tāḥ |
sahasrāṇi sahasradhā bāhuvostava hetayaḥ | tāsāmīśāno
bhagavaḥ parācīnā mukhā kṛdhi || 10 ||

Übersetzung: Du im Panzer, Herr der Nahrung, besitzloser Blauroter: Erschrecke diese Menschen und diese Tiere nicht, töte sie nicht; keines von ihnen soll erkranken. Mit deiner heilsamen Gestalt, Rudra, die immer Heilmittel ist, mit Rudras heilsamer Heilgestalt sei uns gnädig, damit wir leben. Rudra, dem Mächtigen mit geflochtenem Haar, dem über Helden Gebietenden, bringen wir diesen Gedanken dar: Mögen Zweibeiner und Vierbeiner bei uns Wohlergehen haben; alles in diesem Dorf sei wohlgenährt und frei von Krankheit. Sei uns gnädig, Rudra, und schenke uns Freude. Dir, dem über Helden Gebietenden, dienen wir mit Verehrung. Das Heil und Wohlergehen, das Vater Manu durch Verehrung erlangte, mögen wir unter deiner Führung erfahren, Rudra.

Verletze bei uns weder den Großen noch das kleine Kind, weder den Heranwachsenden noch den Ausgewachsenen. Töte weder unseren Vater noch unsere Mutter; verletze unsere geliebten Leiber nicht, Rudra. Schade weder unseren Kindern noch unseren Nachkommen, weder unserem Leben noch unseren Kühen oder Pferden. Töte unsere Helden nicht im Zorn, Rudra. Mit Gaben dienen wir dir in Verehrung. Deine Kuh und Mensch treffende Macht bleibe fern; deine Huld sei mit uns, du über Helden Gebietender. Beschütze uns, Gott, sprich für uns und gewähre uns Schutz in zweifacher Stärke.

Preise den berühmten, im Wagen sitzenden jungen Gott, furchterregend wie ein wildes Tier, gewaltig und treffend. Sei deinem Sänger gnädig, Rudra, wenn du gepriesen wirst; deine Heere mögen andere als uns treffen. Rudras Geschoss verschone uns; auch die üble Absicht des glühenden, Schaden bringenden Gottes gehe an uns vorüber. Entspanne deine festen Bogen für die Freigebigen; du Spendender, sei unseren Kindern und Nachkommen gnädig. Freigebigster, Heilsamster, sei uns heilsam und wohlgesinnt. Lege deine Waffe auf den höchsten Baum; komme, in ein Fell gekleidet, und nahe dich mit dem Pinaka-Bogen. Du Zerstreuender, Tiefroter, dir sei Verehrung, Erhabener. Deine tausend Geschosse mögen andere als uns treffen. Tausende von Geschossen befinden sich tausendfach in deinen beiden Armen. Als ihr Herr, Erhabener, wende ihre Spitzen von uns fort.

Erläuterung: Lesefassung: „durmati raghāyoḥ“ der digitalen Vorlage wird hier als „durmatiraghāyoḥ“ wiedergegeben. Wortfuge gemäß dem Satzbau zusammengezogen; keine zusätzliche Silbe. Lesefassung: „hetayonyamasman“ der digitalen Vorlage wird hier als „hetayo'nyamasman“ wiedergegeben. Avagraha zur Kennzeichnung des ausgefallenen a eingefügt; „andere als uns“.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Namakam, Anuvaka 11
sahasrāṇi sahasraśo ye rudrā adhi bhūmyām |
teṣāṃ sahasrayojane'vadhanvāni tanmasi |
asminmahatyarṇave'ntarikṣe bhavā adhi | nīlagrīvāḥ
śitikaṇṭhāḥ śarvā adhaḥ, kṣamācarāḥ | nīlagrīvāḥ
śitikaṇṭhā divaṃ rudrā upaśritāḥ | ye vṛkṣeṣu
saspiñjarā nīlagrīvā vilohitāḥ | ye bhūtānāmadhipatayo
viśikhāsaḥ kapardinaḥ | ye anneṣu vividhyanti pātreṣu
pibato janān | ye pathāṃ pathirakṣaya ailabṛdā yavyudhaḥ |
ye tīrthāni pracaranti sṛkāvanto niṣaṅgiṇaḥ | ya
etāvantaśca bhūyāṃsaśca diśo rudrā vitasthire |
teṣāṃ sahasrayojane'vadhanvāni tanmasi | namo rudrebhyo
ye pṛthivyāṃ ye'ntarikṣe ye divi yeṣāmannaṃ vāto
varṣamiṣavastebhyo daśa prācīrdaśa dakṣiṇā daśa
pratīcīrdaśodīcīrdaśordhvāstebhyo namaste no mṛḍayantu
te yaṃ dviṣmo yaśca no dveṣṭi taṃ vo jambhe dadhāmi || 11 ||

Übersetzung: Die Tausende und Abertausende von Rudras, die auf der Erde sind: Ihre Bogen entspannen wir in der Ferne von tausend Yojanas. Die in diesem großen Meer, dem Zwischenraum, gegenwärtig sind; die blauhalsigen und hellkehligen Sharvas, die unten auf der Erde umherziehen; die blauhalsigen und hellkehligen Rudras, die im Himmel wohnen; die goldgelblichen, blauhalsigen, tiefroten Rudras in den Bäumen; die Herren der Wesen, mit geschorenem Haar oder geflochtenem Haar; die in den Speisen und Gefäßen die essenden und trinkenden Menschen treffen; die Hüter der Wege, die Nahrung bringen und gegen Bedränger kämpfen; die an den Furten umherziehen, bewaffnet und mit Schwertgehänge; all diese und noch weitere Rudras, die sich in die Himmelsrichtungen ausgebreitet haben: Ihre Bogen entspannen wir in der Ferne von tausend Yojanas.

Verehrung den Rudras auf der Erde, im Zwischenraum und im Himmel, deren Pfeile Nahrung, Wind und Regen sind. Ihnen gelten die zehn [gefalteten Finger] nach Osten, zehn nach Süden, zehn nach Westen, zehn nach Norden und zehn nach oben. Ihnen sei Verehrung; mögen sie uns gnädig sein. Wen wir hassen und wer uns hasst, den legen wir in eure Kiefer.

Erläuterung: Die abschließende Feindformel ist als historischer Wortlaut vollständig bewahrt. In dieser Andacht werden keine realen Menschen benannt oder dem Schaden gewidmet; eine innere Deutung auf Hass und Verblendung ist eine heutige Praxisanregung, keine wörtliche Übersetzung.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024.

Chamakam, Anuvaka 1
oṃ agnāviṣṇū sajoṣasemā vardhantu vāṃ giraḥ |
dyumnairvājebhirāgatam | vājaśca me prasavaśca me
prayatiśca me prasitiśca me dhītiśca me kratuśca
me svaraśca me ślokaśca me śrāvaśca me śrutiśca
me jyotiśca me suvaśca me prāṇaśca me'pānaśca me
vyānaśca me'suśca me cittaṃ ca ma ādhītaṃ ca me
vākca me manaśca me cakṣuśca me śrotraṃ ca me
dakṣaśca me balaṃ ca ma ojaśca me sahaśca ma
āyuśca me jarā ca ma ātmā ca me tanūśca me śarma
ca me varma ca me'ṅgāni ca me'sthāni ca me parūṃṣi
ca me śarīrāṇi ca me || 1||

Übersetzung: Om. Agni und Vishnu, möge dieser Lobgesang euch in gemeinsamer Freude stärken. Kommt mit Glanz und Nahrungskraft. Mir seien Nahrungskraft und Antrieb, eifriger Einsatz und voranschreitendes Wirken, Besinnung und Entschluss, Stimme und Lobgesang, Gehörfindung und Hören, Licht und Himmelsglanz, Einatem und Ausatem, der durchströmende Lebenshauch und Lebenskraft, Bewusstsein und Erlerntes, Sprache und Geist, Auge und Ohr, Geschick und Stärke, Lebensmacht und Widerstandskraft, Lebensdauer und hohes Alter, Selbst und Leib, Geborgenheit und Schutz, Gliedmaßen und Knochen, Gelenke und körperliche Teile zuteil.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 2
jyaiṣṭhyaṃ ca ma ādhipatyaṃ ca me manyuśca me bhāmaśca
me'maśca me'mbhaśca me jemā ca me mahimā ca me
varimā ca me prathimā ca me varṣmā ca me drāghuyā ca me
vṛddhaṃ ca me vṛddhiśca me satyaṃ ca me śraddhā ca
me jagacca me dhanaṃ ca me vaśaśca me tviṣiśca me
krīḍā ca me modaśca me jātaṃ ca me janiṣyamāṇaṃ ca me
sūktaṃ ca me sukṛtaṃ ca me vittaṃ ca me vedyaṃ ca me
bhūtaṃ ca me bhaviṣyacca me sugaṃ ca me supathaṃ ca ma
ṛddhaṃ ca ma ṛddhiśca me kḷptaṃ ca me kḷptiśca
me matiśca me sumatiśca me || 2||

Übersetzung: Mir seien Vorrang und Herrschaft, leidenschaftliche Kraft und Zornesglut, Stärke und Fülle, Überlegenheit und Größe, Weite und Ausdehnung, Höhe und lange Dauer, Gewachsenes und Wachstum, Wahrheit und Vertrauen, beweglicher Besitz und Vermögen, Einfluss und Glanz, Spiel und Freude, Geborenes und künftig Geborenes, guter Lobgesang und gutes Handeln, erworbener Besitz und noch zu Erwerbendes beziehungsweise zu Wissendes, Gewordenes und Zukünftiges, leichtes Vorankommen und ein guter Weg, Gediehenes und Gedeihen, Geordnetes und ordnende Fähigkeit, Einsicht und gute Einsicht zuteil.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 3
śaṃ ca me mayaśca me priyaṃ ca me'nukāmaśca me
kāmaśca me saumanasaśca me bhadraṃ ca me śreyaśca me
vasyaśca me yaśaśca me bhagaśca me draviṇaṃ ca me
yantā ca me dhartā ca me kṣemaśca me dhṛtiśca me
viśvaṃ ca me mahaśca me saṃvicca me jñātraṃ ca me
sūśca me prasūśca me sīraṃ ca me layaśca ma ṛtaṃ ca
me'mṛtaṃ ca me'yakṣmaṃ ca me'nāmayacca me jīvātuśca
me dīrghāyutvaṃ ca me'namitraṃ ca me'bhayaṃ ca me sugaṃ ca
me śayanaṃ ca me sūṣā ca me sudinaṃ ca me || 3||

Übersetzung: Mir seien Heil und Freude, Liebes und das meinen Wünschen Entsprechende, Wunschkraft und guter Mut, Gutes und das höhere Gute, bessere Lebenslage und Ruhm, glücklicher Anteil und Vermögen, ein Lenker und ein Erhalter, Sicherheit und Standfestigkeit, das Ganze und Größe, Erkenntnis und Verständnis, Hervorbringen und weiteres Hervorbringen, der Pflug beziehungsweise produktive Kraft und Ruhe, rechte Ordnung und Unsterblichkeit, Freiheit von Krankheit und Freiheit von Beschwerden, Lebenskraft und langes Leben, Feindlosigkeit und Furchtlosigkeit, ein leichter Weg und ein gutes Lager, ein guter Morgen und ein guter Tag zuteil.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 4
ūrkca me sūnṛtā ca me payaśca me rasaśca me
ghṛtaṃ ca me madhu ca me sagdhiśca me sapītiśca me
kṛṣiśca me vṛṣṭiśca me jaitraṃ ca ma audbhidyaṃ
ca me rayiśca me rāyaśca me puṣṭaṃ ca me puṣṭiśca me
vibhu ca me prabhu ca me bahu ca me bhūyaśca me pūrṇaṃ
ca me pūrṇataraṃ ca me'kṣitiśca me kūyavāśca me'nnaṃ
ca me'kṣucca me vrīhayaśca me yavāśca me māṣāśca
me tilāśca me mudgāśca me khalvāśca me godhūmāśca me
masurāśca me priyaṃgavaśca me'ṇavaśca me śyāmakāśca
me nīvārāśca me || 4||

Übersetzung: Mir seien Nahrungskraft und freundliche wahre Rede, Milch und Saft, Ghee und Honig, gemeinsames Essen und gemeinsames Trinken, Ackerbau und Regen, Siegeskraft und das Emporwachsen der Pflanzen, Reichtum und Wohlstand, gut Genährtes und Gedeihen, umfassende Fülle und reichliche Macht, Vieles und noch mehr, Fülle und größere Fülle, Unerschöpflichkeit und reichlich Gerste, Nahrung und Freiheit von Hunger zuteil; ebenso Reis, Gerste, schwarze Bohnen, Sesam, Mungbohnen, Khalva-Hülsenfrüchte, Weizen, Linsen, Priyangu-Hirse, Anu-Korn, Shyamaka-Hirse und wild wachsender Nivara-Reis.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 5
aśmā ca me mṛttikā ca me girayaśca me parvatāśca me
sikatāśca me vanaspatayaśca me hiraṇyaṃ ca me'yaśca
me sīsaṃ ca me trapuśca me śyāmaṃ ca me lohaṃ ca
me'gniśca ma āpaśca me vīrudhaśca ma oṣadhayaśca
me kṛṣṭapacyaṃ ca me'kṛṣṭapacyaṃ ca me grāmyāśca
me paśava āraṇyāśca yajñena kalpantāṃ vittaṃ ca me
vittiśca me bhūtaṃ ca me bhūtiśca me vasu ca me
vasatiśca me karma ca me śaktiśca me'rthaśca ma
emaśca ma itiśca me gatiśca me || 5||

Übersetzung: Mir seien Stein und Erde, Hügel und Berge, Sand und Bäume, Gold und Metall, Blei und Zinn, dunkles Metall und rötliches Metall, Feuer und Wasser, rankende Gewächse und Pflanzen, auf bearbeitetem Land und auf unbearbeitetem Land Reifendes zuteil. Haustiere und Wildtiere mögen durch das Opfer gedeihen. Mir seien Besitz und Erwerb, Gewordenes und Gedeihen, Gut und Wohnstätte, Arbeit und Kraft, ein Ziel und das Herangehen, Fortgang und Ankunft zuteil.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 6
agniśca ma indraśca me somaśca ma indraśca me savitā
ca ma indraśca me sarasvatī ca ma indraśca me pūṣā ca
ma indraśca me bṛhaspatiśca ma indraśca me mitraśca
ma indraśca me varuṇaśca ma indraśca me tvaṣṭā ca
ma indraśca me dhātā ca ma indraśca me viṣṇuśca ma
indraśca me'śvinau ca ma indraśca me marutaśca ma
indraśca me viśve ca me devā indraśca me pṛthivī ca
ma indraśca me'ntarikṣaṃ ca ma indraśca me dyauśca
ma indraśca me diśaśca ma indraśca me mūrdhā ca ma
indraśca me prajāpatiśca ma indraśca me || 6||

Übersetzung: Agni und Indra seien mir zugewandt; Soma und Indra, Savitri und Indra, Sarasvati und Indra, Pushan und Indra, Brihaspati und Indra, Mitra und Indra, Varuna und Indra, Tvashtar und Indra, Dhatar und Indra, Vishnu und Indra, die beiden Ashvins und Indra, die Maruts und Indra, alle Götter und Indra, die Erde und Indra, der Zwischenraum und Indra, der Himmel und Indra, die Himmelsrichtungen und Indra, der Scheitel beziehungsweise die höchste Region und Indra, Prajapati und Indra seien mir zugewandt.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 7
aṃśuśca me raśmiśca me'dābhyaśca me'dhipatiśca
ma upāṃśuśca me'ntaryāmaśca ma aindravāyavaśca
me maitrāvaruṇaśca ma āśvinaśca me pratiprasthānaśca me
śukraśca me manthī ca ma āgrayaṇaśca me vaiśvadevaśca
me dhruvaśca me vaiśvānaraśca ma ṛtugrahāśca
me'tigrāhyāśca ma aindrāgnaśca me vaiśvadevaśca
me marutvatīyāśca me māhendraśca ma ādityaśca
me sāvitraśca me sārasvataśca me pauṣṇaśca me
pātnīvataśca me hāriyojanaśca me || 7||

Übersetzung: Mir seien die folgenden Soma-Schöpfungen und Opferanteile zuteil: Amshu, Rashmi, Adabhya, Adhipati, Upamshu, Antaryama, Aindravayava für Indra und Vayu, Maitravaruna für Mitra und Varuna, Ashvina für die Ashvins, Pratiprasthana, Shukra, Manthin, Agrayana, Vaishvadeva für alle Götter, Dhruva, Vaishvanara, die saisonalen Ritu-Grahas, die zusätzlichen Atigrahya-Grahas, Aindragna für Indra und Agni, nochmals Vaishvadeva, die Marutvatiya-Grahas, Mahendra für den großen Indra, Aditya, Savitra, Sarasvata und Paushna für die entsprechenden Gottheiten, Patnivata mit Bezug auf die Göttergattinnen und Hariyojana mit Bezug auf Indras Falben.

Erläuterung: Die zahlreichen Namen bezeichnen vor allem Soma-Schöpfungen beziehungsweise Opfergefäße und ihre Gottheitsbezüge. Eigennamen bleiben erkennbar; die Hauszeremonie führt diese vedischen Teilopfer nicht aus.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 8
idhmaśca me barhiśca me vediśca me dhiṣṇiyāśca me
srucaśca me camasāśca me grāvāṇaśca me svaravaśca
ma uparavāśca me'dhiṣavaṇe ca me droṇakalaśaśca
me vāyavyāni ca me pūtabhṛcca ma ādhavanīyaśca ma
āgnīdhraṃ ca me havirdhānaṃ ca me gṛhāśca me sadaśca
me puroḍāśāśca me pacatāśca me'vabhṛthaśca me
svagākāraśca me || 8||

Übersetzung: Mir seien Brennholz, Opfergras, Altar, die Dhishnya-Feuerplätze, Opferlöffel, Soma-Becher, Presssteine, die Svaru-Holzstücke, die Uparava-Gruben, die beiden Pressbretter, der große Drona-Behälter, die Vayavya-Gefäße, der Putabhrit-Behälter für den geläuterten Soma, der Adhavaniya-Mischbehälter, der Agnidhra-Platz, der Havirdhana-Raum für die Opferstoffe, die Ritualhäuser, die Versammlungshalle, die Opferkuchen, die Kochenden beziehungsweise ihre Zubereitungen, das abschließende Avabhrita-Bad und der Willkommensruf Svaga zuteil.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 9
agniśca me gharmaśca me'rkaśca me sūryaśca me
prāṇaśca me'śvamedhaśca me pṛthivī ca me'ditiśca me
ditiśca me dyauśca me śakkvarīraṅgulayo diśaśca
me yajñena kalpantāmṛkca me sāma ca me stomaśca me
yajuśca me dīkṣā ca me tapaśca ma ṛtuśca me vrataṃ
ca me'horātrayorvṛṣṭyā bṛhadrathantare ca me yajñena
kalpetām || 9||

Übersetzung: Feuer, das heiße Gharma-Opfer, der Arka-Lobpreis, die Sonne, der Lebenshauch, das Ashvamedha, die Erde, Aditi, Diti, der Himmel, die Shakvari-Kräfte, die Finger und die Himmelsrichtungen mögen für mich durch das Opfer zum Gelingen kommen. Rig-Verse, Saman-Gesänge, Stoma-Lobformen, Yajus-Formeln, Weihe, Askese, Jahreszeit und Gelübde seien mir zuteil. Durch das Regenwirken von Tag und Nacht mögen die beiden Saman-Weisen Brihat und Rathantara für mich durch das Opfer zum Gelingen kommen.

Erläuterung: Shakvari, Pravargya, Prishtha und weitere Ausdrücke gehören zur Fachsprache des vedischen Opfers. Die Bedeutungsangaben erläutern den Text, ohne alle schulspezifischen Deutungen zu vereinheitlichen.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 10
garbhāśca me vatsāśca me tryaviśca me tryavī ca me
dityavāṭ ca me dityauhī ca me pañcāviśca me pañcāvī
ca me trivatsaśca me trivatsā ca me turyavāṭ ca me
turyauhī ca me paṣṭhavāṭ ca me paṣṭhauhī ca ma ukṣā ca
me vaśā ca ma ṛṣabhaśca me vehacca me'naḍvāñca
me dhenuśca ma āyuryajñena kalpatāṃ prāṇo yajñena
kalpatāmapāno yajñena kalpatāṃ vyāno yajñena kalpatāṃ
cakṣuryajñena kalpatāṃ śrotraṃ yajñena kalpatāṃ mano
yajñena kalpatāṃ vāgyajñena kalpatāmātmā yajñena kalpatāṃ
yajño yajñena kalpatām || 10||

Übersetzung: Mir seien ungeborene Jungtiere und Kälber zuteil, eineinhalbjährige männliche und weibliche Tiere, zweijährige männliche und weibliche Tiere, zweieinhalbjährige männliche und weibliche Tiere, dreijährige männliche und weibliche Tiere, dreieinhalbjährige männliche und weibliche Tiere, vierjährige männliche und weibliche Tiere, der Zuchtstier und die unfruchtbare Kuh, der kräftige Bulle und die fehltragende Kuh, der Zugochse und die Milchkuh. Das Leben möge durch das Opfer gedeihen, der Einatem durch das Opfer gedeihen, der Ausatem durch das Opfer gedeihen, der durchströmende Lebenshauch durch das Opfer gedeihen, das Auge durch das Opfer gedeihen, das Ohr durch das Opfer gedeihen, der Geist durch das Opfer gedeihen, die Sprache durch das Opfer gedeihen, das Selbst durch das Opfer gedeihen und das Opfer selbst durch das Opfer gedeihen.

Erläuterung: Lesefassung: „kalpatāg śrotraṃ“ der digitalen Vorlage wird hier als „kalpatāṃ śrotraṃ“ wiedergegeben. Die besondere vedische Nasalwiedergabe wird für diese akzentlose Lesefassung als Anusvara dargestellt.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam, Anuvaka 11
ekā ca me tisraśca me pañca ca me sapta ca me nava
ca ma ekādaśa ca me trayodaśa ca me pañcadaśa ca
me saptadaśa ca me navadaśa ca ma ekaviṃśatiśca
me trayoviṃśatiśca me pañcaviṃśatiśca
me saptaviṃśatiśca me navaviṃśatiśca
ma ekatriṃśacca me trayastriṃśacca me
catasraśca me'ṣṭau ca me dvādaśa ca me ṣoḍaśa
ca me viṃśatiśca me caturviṃśatiśca
me'ṣṭāviṃśatiśca me dvātriṃśacca me
ṣaṭtriṃśacca me catvariṃśacca me
catuścatvāriṃśacca me'ṣṭācatvāriṃśacca me
vājaśca prasavaścāpijaśca kratuśca suvaśca
mūrdhā ca vyaśniyaścāntyāyanaścāntyaśca bhauvanaśca
bhuvanaścādhipatiśca || 11||

Übersetzung: Mir seien eins, drei, fünf, sieben, neun, elf, dreizehn, fünfzehn, siebzehn, neunzehn, einundzwanzig, dreiundzwanzig, fünfundzwanzig, siebenundzwanzig, neunundzwanzig, einunddreißig und dreiunddreißig zuteil; ebenso vier, acht, zwölf, sechzehn, zwanzig, vierundzwanzig, achtundzwanzig, zweiunddreißig, sechsunddreißig, vierzig, vierundvierzig und achtundvierzig. [Es folgen benannte Kräfte:] Vaja, Nahrungskraft; Prasava, Antrieb; Apija, weitere Hervorbringung; Kratu, Entschlusskraft; Suva, Himmelslicht; Murdhan, Gipfel; Vyashniya, Durchdringung; Antyayana, das zum Abschluss Führende; Antya, das Letzte; Bhauvana, das zur Welt Gehörige; Bhuvana, die Welt; und Adhipati, der Gebieter.

Erläuterung: Die abschließende Namensreihe von Vaja bis Adhipati lässt mehrere rituelle Deutungen zu. Die deutschen Bedeutungsnäherungen ersetzen keine Erklärung einer bestimmten vedischen Schule.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Ida-Gebet und Friedensruf nach Chamakam
oṃ iḍā devahūrmanuryajñanīrbṛhaspatirukthāmadāni
śaṃsiṣadviśvedevāḥ sūktavācaḥ pṛthivīmātarmā mā
hiṃsīrmadhu maniṣye madhu janiṣye madhu vakṣyāmi
madhu vadiṣyāmi madhumatīṃ devebhyo vācamudyāsaṃ
śuśrūṣeṇyāṃ manuṣyebhyastaṃ mā devā avantu śobhāyai
pitaro'numadantu||

oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Übersetzung: Om. Ida, die die Götter herbeiruft, Manu, der das Opfer führt, und Brihaspati mögen die Lobpreisungen verkünden; alle Götter mögen gute Hymnen sprechen. Mutter Erde, verletze mich nicht. Süßes und Wohltuendes will ich denken, Süßes hervorbringen, Süßes aussprechen, Süßes sagen. Eine süße, wohltuende Rede will ich zu den Göttern erheben, eine für die Menschen hörenswerte. Mich mögen die Götter zu Glanz und Wohlergehen beschützen; die Ahnen mögen zustimmen. Om. Friede, Friede, Friede.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Chamakam: Schlussvermerk der Vorlage
|| iti śrī kṛṣṇayajurvedīya taittirīya saṃhitāyāṃ
caturthakāṇḍe saptamaḥ prapāṭhakaḥ ||

Übersetzung: So endet in der Taittiriya-Samhita des Krishna-Yajurveda im vierten Kanda der siebte Prapathaka.

Quelle: SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022.

Tryambaka-Mantra
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt

Übersetzung: Wir verehren den Dreiäugigen, den Duftenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine Gurkenfrucht von ihrer Bindung möge ich vom Tod gelöst werden, nicht von der Unsterblichkeit.

Quelle: Mantramahodadhi, Naukā zu 16.3, ausgeschriebener vedischer Mantra.

Kurze Widmung
brahmārpaṇamastu

Übersetzung: Es sei eine Darbringung an Brahman.

Quelle: Mahanirvana Tantra 3.103, dort ausdrücklich als Satz vor Trinken und Essen genannt.

Rezitationstexte in Devanagari

Ganesha-Mantra
गं गणपतये नमः

Shiva Panchakshara
नमः शिवाय

Namakam, Anuvaka 1
ॐ नमो भगवते रुद्राय ॥
ॐ नमस्ते रुद्र मन्यव उतोत इषवे नमः । नमस्ते अस्तु
धन्वने बाहुभ्यामुत ते नमः । या त इषुः शिवतमा
शिवं बभूव ते धनुः । शिवा शरव्या या तव तया
नो रुद्र मृडय । या ते रुद्र शिवा तनूरघोराऽपापकाशिनी ।
तया नस्तनुवा शन्तमया गिरिशन्ताभिचाकशीहि ।
यामिषुं गिरिशन्त हस्ते बिभर्ष्यस्तवे । शिवां गिरित्र
तां कुरु मा हिंसीः पुरुषं जगत् । शिवेन वचसा
त्वा गिरिशाच्छावदामसि । यथा नः सर्वमिज्जगदयक्ष्मं
सुमना असत् । अध्यवोचदधिवक्ता प्रथमो दैव्यो भिषक् ।
अहींश्च सर्वाञ्जम्भयन्त्सर्वाश्च यातुधान्यः । असौ
यस्ताम्रो अरुण उत बभ्रुः सुमङ्गलः । ये चेमां
रुद्रा अभितो दिक्षु श्रिताः सहस्रशोऽवैषां
हेड ईमहे । असौ योऽवसर्पति नीलग्रीवो विलोहितः ।
उतैनं गोपा अदृशन्नदृशन्नुदहार्यः ।
उतैनं विश्वा भूतानि स दृष्टो मृडयाति नः ।
नमो अस्तु नीलग्रीवाय सहस्राक्षाय मीढुषे । अथो
ये अस्य सत्त्वानोऽहं तेभ्योऽकरन्नमः । प्रमुञ्च
धन्वनस्त्वमुभयोरार्त्नियोर्ज्याम् । याश्च ते हस्त
इषवः परा ता भगवो वप । अवतत्य धनुस्त्वं
सहस्राक्ष शतेषुधे । निशीर्य शल्यानां मुखा
शिवो नः सुमना भव । विज्यं धनुः कपर्दिनो
विशल्यो बाणवां उत । अनेशन्नस्येषव आभुरस्य
निषंगथिः । या ते हेतिर्मीढुष्टम हस्ते बभूव ते
धनुः । तयाऽस्मान्, विश्वतस्त्वमयक्ष्मया परिब्भुज ।
नमस्ते अस्त्वायुधायानातताय धृष्णवे । उभाभ्यामुत
ते नमो बाहुभ्यां तव धन्वने । परि ते धन्वनो
हेतिरस्मान्वृणक्तु विश्वतः । अथो य इषुधिस्तवारे
अस्मन्निधेहि तम् ॥ १॥

Shambhu-Mahadeva-Anrufung nach Namakam 1
शम्भवे नमः । नमस्ते अस्तु भगवन्विश्वेश्वराय
महादेवाय त्र्यम्बकाय त्रिपुरान्तकाय त्रिकाग्निकालाय
कालाग्निरुद्राय नीलकण्ठाय मृत्युञ्जयाय सर्वेश्वराय
सदाशिवाय श्रीमन्महादेवाय नमः ॥

Namakam, Anuvaka 2
नमो हिरण्यबाहवे सेनान्ये दिशां च पतये नमो
नमो वृक्षेभ्यो हरिकेशेभ्यः पशूनां पतये नमो
नमः सस्पिञ्जराय त्विषीमते पथीनां पतये नमो
नमो बभ्लुशाय विव्याधिनेऽन्नानां पतये नमो नमो
हरिकेशायोपवीतिने पुष्टानां पतये नमो नमो भवस्य
हेत्यै जगतां पतये नमो नमो रुद्रायातताविने
क्षेत्राणां पतये नमो नमः सूतायाहन्त्याय वनानां
पतये नमो नमो रोहिताय स्थपतये वृक्षाणां पतये
नमो नमो मन्त्रिणे वाणिजाय कक्षाणां पतये नमो
नमो भुवंतये वारिवस्कृतायौषधीनां पतये नमो
नम उच्चैर्घोषायाक्रन्दयते पत्तीनां पतये नमो
नमः कृत्स्नवीताय धावते सत्त्वनां पतये नमः ॥ २॥

Namakam, Anuvaka 3
नमः सहमानाय निव्याधिन आव्याधिनीनां पतये
नमो नमः ककुभाय निषङ्गिणे स्तेनानां पतये
नमो नमो निषङ्गिण इषुधिमते तस्कराणां पतये
नमो नमो वञ्चते परिवञ्चते स्तायूनां पतये
नमो नमो निचेरवे परिचरायारण्यानां पतये नमो
नमः सृकाविभ्यो जिघांसद्भ्यो मुष्णतां पतये नमो
नमोऽसिमद्भ्यो नक्तञ्चरद्भ्यः प्रकृन्तानां पतये
नमो नम उष्णीषिणे गिरिचराय कुलुञ्चानां पतये
नमो नम इषुमद्भ्यो धन्वाविभ्यश्च वो नमो नम
आतन्वानेभ्यः प्रतिदधानेभ्यश्च वो नमो नम आयच्छद्भ्यो
विसृजद्भ्यश्च वो नमो नमोऽस्यद्भ्यो विध्यद्भ्यश्च
वो नमो नम आसीनेभ्यः शयानेभ्यश्च वो नमो नमः
स्वपद्भ्यो जाग्रद्भ्यश्च वो नमो नमस्तिष्ठद्भ्यो
धावद्भ्यश्च वो नमो नमः सभाभ्यः सभापतिभ्यश्च
वो नमो नमो अश्वेभ्योऽश्वपतिभ्यश्च वो नमः ॥ ३॥

Namakam, Anuvaka 4
नम आव्याधिनीभ्यो विविध्यन्तीभ्यश्च वो नमो नम
उगणाभ्यस्तृंहतीभ्यश्च वो नमो नमो गृत्सेभ्यो
गृत्सपतिभ्यश्च वो नमो नमो व्रातेभ्यो व्रातपतिभ्यश्च
वो नमो नमो गणेभ्यो गणपतिभ्यश्च वो नमो नमो
विरूपेभ्यो विश्वरूपेभ्यश्च वो नमो नमो महद्भ्यः,
क्षुल्लकेभ्यश्च वो नमो नमो रथिभ्योऽरथेभ्यश्च
वो नमो नमो रथेभ्यो रथपतिभ्यश्च वो नमो
नमः सेनाभ्यः सेनानिभ्यश्च वो नमो नमः,
क्षत्तृभ्यः संग्रहीतृभ्यश्च वो नमो नमस्तक्षभ्यो
रथकारेभ्यश्च वो नमो नमः कुलालेभ्यः कर्मारेभ्यश्च
वो नमो नमः पुञ्जिष्टेभ्यो निषादेभ्यश्च वो नमो नम
इषुकृद्भ्यो धन्वकृद्भ्यश्च वो नमो नमो मृगयुभ्यः
श्वनिभ्यश्च वो नमो नमः श्वभ्यः श्वपतिभ्यश्च वो
नमः ॥ ४॥

Namakam, Anuvaka 5
नमो भवाय च रुद्राय च नमः शर्वाय च
पशुपतये च नमो नीलग्रीवाय च शितिकण्ठाय च
नमः कपर्दिने च व्युप्तकेशाय च नमः सहस्राक्षाय च
शतधन्वने च नमो गिरिशाय च शिपिविष्टाय च नमो
मीढुष्टमाय चेषुमते च नमो ह्रस्वाय च वामनाय
च नमो बृहते च वर्षीयसे च नमो वृद्धाय च
संवृध्वने च नमो अग्रियाय च प्रथमाय च नम
आशवे चाजिराय च नमः शीघ्रियाय च शीभ्याय च
नम ऊर्म्याय चावस्वन्याय च नमः स्रोतस्याय च
द्वीप्याय च ॥ ५॥

Namakam, Anuvaka 6
नमो ज्येष्ठाय च कनिष्ठाय च नमः पूर्वजाय
चापरजाय च नमो मध्यमाय चापगल्भाय च
नमो जघन्याय च बुध्नियाय च नमः सोभ्याय च
प्रतिसर्याय च नमो याम्याय च क्षेम्याय च नम
उर्वर्याय च खल्याय च नमः श्लोक्याय चाऽवसान्याय
च नमो वन्याय च कक्ष्याय च नमः श्रवाय च
प्रतिश्रवाय च नम आशुषेणाय चाशुरथाय च
नमः शूराय चावभिन्दते च नमो वर्मिणे च वरूथिने
च नमो बिल्मिने च कवचिने च नमः श्रुताय च
श्रुतसेनाय च ॥ ६॥

Namakam, Anuvaka 7
नमो दुन्दुभ्याय चाहनन्याय च नमो धृष्णवे च
प्रमृशाय च नमो दूताय च प्रहिताय च नमो
निषङ्गिणे चेषुधिमते च नमस्तीक्ष्णेषवे चायुधिने
च नमः स्वायुधाय च सुधन्वने च नमः स्रुत्याय
च पथ्याय च नमः काट्याय च नीप्याय च नमः
सूद्याय च सरस्याय च नमो नाद्याय च वैशन्ताय च
नमः कूप्याय चावट्याय च नमो वर्ष्याय चावर्ष्याय
च नमो मेघ्याय च विद्युत्याय च नम ईध्रियाय
चातप्याय च नमो वात्याय च रेष्मियाय च नमो
वास्तव्याय च वास्तुपाय च ॥ ७॥

Namakam, Anuvaka 8
नमः सोमाय च रुद्राय च नमस्ताम्राय चारुणाय
च नमः शङ्गाय च पशुपतये च नम उग्राय च
भीमाय च नमो अग्रेवधाय च दूरेवधाय च नमो
हन्त्रे च हनीयसे च नमो वृक्षेभ्यो हरिकेशेभ्यो
नमस्ताराय नमश्शम्भवे च मयोभवे च नमः
शङ्कराय च मयस्कराय च नमः शिवाय च
शिवतराय च नमस्तीर्थ्याय च कूल्याय च नमः
पार्याय चावार्याय च नमः प्रतरणाय चोत्तरणाय
च नम आतार्याय चालाद्याय च नमः शष्प्याय च
फेन्याय च नमः सिकत्याय च प्रवाह्याय च ॥ ८॥

Namakam, Anuvaka 9
नम इरिण्याय च प्रपथ्याय च नमः किंशिलाय
च क्षयणाय च नमः कपर्दिने च पुलस्तये च नमो
गोष्ठ्याय च गृह्याय च नमस्तल्प्याय च गेह्याय च
नमः काट्याय च गह्वरेष्ठाय च नमो ह्रदय्याय च
निवेष्प्याय च नमः पांसव्याय च रजस्याय च
नमः शुष्क्याय च हरित्याय च नमो लोप्याय चोलप्याय
च नम ऊर्व्याय च सूर्म्याय च नमः पर्ण्याय च
पर्णशद्याय च नमोऽपगुरमाणाय चाभिघ्नते च
नम आख्खिदते च प्रख्खिदते च नमो वः किरिकेभ्यो
देवानां हृदयेभ्यो नमो विक्षीणकेभ्यो नमो
विचिन्वत्केभ्यो नम आनिर्हतेभ्यो नम आमीवत्केभ्यः ॥ ९॥

Namakam, Anuvaka 10
द्रापे अन्धसस्पते दरिद्रन्नीललोहित । एषां पुरुषाणामेषां
पशूनां मा भेर्माऽरो मो एषां किञ्चनाममत् । या
ते रुद्र शिवा तनूः शिवा विश्वाहभेषजी । शिवा
रुद्रस्य भेषजी तया नो मृड जीवसे । इमां
रुद्राय तवसे कपर्दिने क्षयद्वीराय प्रभरामहे
मतिम् । यथा नः शमसद्द्विपदे चतुष्पदे विश्वं
पुष्टं ग्रामे अस्मिन्ननातुरम् । मृडा नो रुद्रोत नो
मयस्कृधि क्षयद्वीराय नमसा विधेम ते । यच्छं च
योश्च मनुरायजे पिता तदश्याम तव रुद्र प्रणीतौ ।
मा नो महान्तमुत मा नो अर्भकं मा न उक्षन्तमुत मा
न उक्षितम् । मा नोऽवधीः पितरं मोत मातरं प्रिया
मा नस्तनुवो रुद्र रीरिषः । मा नस्तोके तनये मा न
आयुषि मा नो गोषु मा नो अश्वेषु रीरिषः । वीरान्मा नो
रुद्र भामितोऽवधीर्हविष्मन्तो नमसा विधेम ते । आरात्ते
गोघ्न उत पूरुषघ्ने क्षयद्वीराय सुम्नमस्मे ते
अस्तु । रक्षा च नो अधि च देव ब्रूह्यधा च नः शर्म
यच्छ द्विबर्हाः । स्तुहि श्रुतं गर्तसदं युवानं
मृगन्न भीममुपहत्नुमुग्रम् । मृडा जरित्रे रुद्र
स्तवानो अन्यन्ते अस्मन्निवपन्तु सेनाः । परिणो रुद्रस्य
हेतिर्वृणक्तु परि त्वेषस्य दुर्मतिरघायोः । अव
स्थिरा मघवद्भ्यस्तनुष्व मीढ्वस्तोकाय तनयाय
मृडय । मीढुष्टम शिवतम शिवो नः सुमना भव ।
परमे वृक्ष आयुधन्निधाय कृत्तिं वसान आचर
पिनाकं बिभ्रदागहि । विकिरिद विलोहित नमस्ते अस्तु
भगवः । यास्ते सहस्रं हेतयोऽन्यमस्मन्निवपन्तु ताः ।
सहस्राणि सहस्रधा बाहुवोस्तव हेतयः । तासामीशानो
भगवः पराचीना मुखा कृधि ॥ १० ॥

Namakam, Anuvaka 11
सहस्राणि सहस्रशो ये रुद्रा अधि भूम्याम् ।
तेषां सहस्रयोजनेऽवधन्वानि तन्मसि ।
अस्मिन्महत्यर्णवेऽन्तरिक्षे भवा अधि । नीलग्रीवाः
शितिकण्ठाः शर्वा अधः, क्षमाचराः । नीलग्रीवाः
शितिकण्ठा दिवं रुद्रा उपश्रिताः । ये वृक्षेषु
सस्पिञ्जरा नीलग्रीवा विलोहिताः । ये भूतानामधिपतयो
विशिखासः कपर्दिनः । ये अन्नेषु विविध्यन्ति पात्रेषु
पिबतो जनान् । ये पथां पथिरक्षय ऐलबृदा यव्युधः ।
ये तीर्थानि प्रचरन्ति सृकावन्तो निषङ्गिणः । य
एतावन्तश्च भूयांसश्च दिशो रुद्रा वितस्थिरे ।
तेषां सहस्रयोजनेऽवधन्वानि तन्मसि । नमो रुद्रेभ्यो
ये पृथिव्यां येऽन्तरिक्षे ये दिवि येषामन्नं वातो
वर्षमिषवस्तेभ्यो दश प्राचीर्दश दक्षिणा दश
प्रतीचीर्दशोदीचीर्दशोर्ध्वास्तेभ्यो नमस्ते नो मृडयन्तु
ते यं द्विष्मो यश्च नो द्वेष्टि तं वो जम्भे दधामि ॥ ११ ॥

Chamakam, Anuvaka 1
ॐ अग्नाविष्णू सजोषसेमा वर्धन्तु वां गिरः ।
द्युम्नैर्वाजेभिरागतम् । वाजश्च मे प्रसवश्च मे
प्रयतिश्च मे प्रसितिश्च मे धीतिश्च मे क्रतुश्च
मे स्वरश्च मे श्लोकश्च मे श्रावश्च मे श्रुतिश्च
मे ज्योतिश्च मे सुवश्च मे प्राणश्च मेऽपानश्च मे
व्यानश्च मेऽसुश्च मे चित्तं च म आधीतं च मे
वाक्च मे मनश्च मे चक्षुश्च मे श्रोत्रं च मे
दक्षश्च मे बलं च म ओजश्च मे सहश्च म
आयुश्च मे जरा च म आत्मा च मे तनूश्च मे शर्म
च मे वर्म च मेऽङ्गानि च मेऽस्थानि च मे परूंषि
च मे शरीराणि च मे ॥ १॥

Chamakam, Anuvaka 2
ज्यैष्ठ्यं च म आधिपत्यं च मे मन्युश्च मे भामश्च
मेऽमश्च मेऽम्भश्च मे जेमा च मे महिमा च मे
वरिमा च मे प्रथिमा च मे वर्ष्मा च मे द्राघुया च मे
वृद्धं च मे वृद्धिश्च मे सत्यं च मे श्रद्धा च
मे जगच्च मे धनं च मे वशश्च मे त्विषिश्च मे
क्रीडा च मे मोदश्च मे जातं च मे जनिष्यमाणं च मे
सूक्तं च मे सुकृतं च मे वित्तं च मे वेद्यं च मे
भूतं च मे भविष्यच्च मे सुगं च मे सुपथं च म
ऋद्धं च म ऋद्धिश्च मे कॢप्तं च मे कॢप्तिश्च
मे मतिश्च मे सुमतिश्च मे ॥ २॥

Chamakam, Anuvaka 3
शं च मे मयश्च मे प्रियं च मेऽनुकामश्च मे
कामश्च मे सौमनसश्च मे भद्रं च मे श्रेयश्च मे
वस्यश्च मे यशश्च मे भगश्च मे द्रविणं च मे
यन्ता च मे धर्ता च मे क्षेमश्च मे धृतिश्च मे
विश्वं च मे महश्च मे संविच्च मे ज्ञात्रं च मे
सूश्च मे प्रसूश्च मे सीरं च मे लयश्च म ऋतं च
मेऽमृतं च मेऽयक्ष्मं च मेऽनामयच्च मे जीवातुश्च
मे दीर्घायुत्वं च मेऽनमित्रं च मेऽभयं च मे सुगं च
मे शयनं च मे सूषा च मे सुदिनं च मे ॥ ३॥

Chamakam, Anuvaka 4
ऊर्क्च मे सूनृता च मे पयश्च मे रसश्च मे
घृतं च मे मधु च मे सग्धिश्च मे सपीतिश्च मे
कृषिश्च मे वृष्टिश्च मे जैत्रं च म औद्भिद्यं
च मे रयिश्च मे रायश्च मे पुष्टं च मे पुष्टिश्च मे
विभु च मे प्रभु च मे बहु च मे भूयश्च मे पूर्णं
च मे पूर्णतरं च मेऽक्षितिश्च मे कूयवाश्च मेऽन्नं
च मेऽक्षुच्च मे व्रीहयश्च मे यवाश्च मे माषाश्च
मे तिलाश्च मे मुद्गाश्च मे खल्वाश्च मे गोधूमाश्च मे
मसुराश्च मे प्रियंगवश्च मेऽणवश्च मे श्यामकाश्च
मे नीवाराश्च मे ॥ ४॥

Chamakam, Anuvaka 5
अश्मा च मे मृत्तिका च मे गिरयश्च मे पर्वताश्च मे
सिकताश्च मे वनस्पतयश्च मे हिरण्यं च मेऽयश्च
मे सीसं च मे त्रपुश्च मे श्यामं च मे लोहं च
मेऽग्निश्च म आपश्च मे वीरुधश्च म ओषधयश्च
मे कृष्टपच्यं च मेऽकृष्टपच्यं च मे ग्राम्याश्च
मे पशव आरण्याश्च यज्ञेन कल्पन्तां वित्तं च मे
वित्तिश्च मे भूतं च मे भूतिश्च मे वसु च मे
वसतिश्च मे कर्म च मे शक्तिश्च मेऽर्थश्च म
एमश्च म इतिश्च मे गतिश्च मे ॥ ५॥

Chamakam, Anuvaka 6
अग्निश्च म इन्द्रश्च मे सोमश्च म इन्द्रश्च मे सविता
च म इन्द्रश्च मे सरस्वती च म इन्द्रश्च मे पूषा च
म इन्द्रश्च मे बृहस्पतिश्च म इन्द्रश्च मे मित्रश्च
म इन्द्रश्च मे वरुणश्च म इन्द्रश्च मे त्वष्टा च
म इन्द्रश्च मे धाता च म इन्द्रश्च मे विष्णुश्च म
इन्द्रश्च मेऽश्विनौ च म इन्द्रश्च मे मरुतश्च म
इन्द्रश्च मे विश्वे च मे देवा इन्द्रश्च मे पृथिवी च
म इन्द्रश्च मेऽन्तरिक्षं च म इन्द्रश्च मे द्यौश्च
म इन्द्रश्च मे दिशश्च म इन्द्रश्च मे मूर्धा च म
इन्द्रश्च मे प्रजापतिश्च म इन्द्रश्च मे ॥ ६॥

Chamakam, Anuvaka 7
अंशुश्च मे रश्मिश्च मेऽदाभ्यश्च मेऽधिपतिश्च
म उपांशुश्च मेऽन्तर्यामश्च म ऐन्द्रवायवश्च
मे मैत्रावरुणश्च म आश्विनश्च मे प्रतिप्रस्थानश्च मे
शुक्रश्च मे मन्थी च म आग्रयणश्च मे वैश्वदेवश्च
मे ध्रुवश्च मे वैश्वानरश्च म ऋतुग्रहाश्च
मेऽतिग्राह्याश्च म ऐन्द्राग्नश्च मे वैश्वदेवश्च
मे मरुत्वतीयाश्च मे माहेन्द्रश्च म आदित्यश्च
मे सावित्रश्च मे सारस्वतश्च मे पौष्णश्च मे
पात्नीवतश्च मे हारियोजनश्च मे ॥ ७॥

Chamakam, Anuvaka 8
इध्मश्च मे बर्हिश्च मे वेदिश्च मे धिष्णियाश्च मे
स्रुचश्च मे चमसाश्च मे ग्रावाणश्च मे स्वरवश्च
म उपरवाश्च मेऽधिषवणे च मे द्रोणकलशश्च
मे वायव्यानि च मे पूतभृच्च म आधवनीयश्च म
आग्नीध्रं च मे हविर्धानं च मे गृहाश्च मे सदश्च
मे पुरोडाशाश्च मे पचताश्च मेऽवभृथश्च मे
स्वगाकारश्च मे ॥ ८॥

Chamakam, Anuvaka 9
अग्निश्च मे घर्मश्च मेऽर्कश्च मे सूर्यश्च मे
प्राणश्च मेऽश्वमेधश्च मे पृथिवी च मेऽदितिश्च मे
दितिश्च मे द्यौश्च मे शक्क्वरीरङ्गुलयो दिशश्च
मे यज्ञेन कल्पन्तामृक्च मे साम च मे स्तोमश्च मे
यजुश्च मे दीक्षा च मे तपश्च म ऋतुश्च मे व्रतं
च मेऽहोरात्रयोर्वृष्ट्या बृहद्रथन्तरे च मे यज्ञेन
कल्पेताम् ॥ ९॥

Chamakam, Anuvaka 10
गर्भाश्च मे वत्साश्च मे त्र्यविश्च मे त्र्यवी च मे
दित्यवाट् च मे दित्यौही च मे पञ्चाविश्च मे पञ्चावी
च मे त्रिवत्सश्च मे त्रिवत्सा च मे तुर्यवाट् च मे
तुर्यौही च मे पष्ठवाट् च मे पष्ठौही च म उक्षा च
मे वशा च म ऋषभश्च मे वेहच्च मेऽनड्वाञ्च
मे धेनुश्च म आयुर्यज्ञेन कल्पतां प्राणो यज्ञेन
कल्पतामपानो यज्ञेन कल्पतां व्यानो यज्ञेन कल्पतां
चक्षुर्यज्ञेन कल्पतां श्रोत्रं यज्ञेन कल्पतां मनो
यज्ञेन कल्पतां वाग्यज्ञेन कल्पतामात्मा यज्ञेन कल्पतां
यज्ञो यज्ञेन कल्पताम् ॥ १०॥

Chamakam, Anuvaka 11
एका च मे तिस्रश्च मे पञ्च च मे सप्त च मे नव
च म एकादश च मे त्रयोदश च मे पञ्चदश च
मे सप्तदश च मे नवदश च म एकविंशतिश्च
मे त्रयोविंशतिश्च मे पञ्चविंशतिश्च
मे सप्तविंशतिश्च मे नवविंशतिश्च
म एकत्रिंशच्च मे त्रयस्त्रिंशच्च मे
चतस्रश्च मेऽष्टौ च मे द्वादश च मे षोडश
च मे विंशतिश्च मे चतुर्विंशतिश्च
मेऽष्टाविंशतिश्च मे द्वात्रिंशच्च मे
षट्त्रिंशच्च मे चत्वरिंशच्च मे
चतुश्चत्वारिंशच्च मेऽष्टाचत्वारिंशच्च मे
वाजश्च प्रसवश्चापिजश्च क्रतुश्च सुवश्च
मूर्धा च व्यश्नियश्चान्त्यायनश्चान्त्यश्च भौवनश्च
भुवनश्चाधिपतिश्च ॥ ११॥

Ida-Gebet und Friedensruf nach Chamakam
ॐ इडा देवहूर्मनुर्यज्ञनीर्बृहस्पतिरुक्थामदानि
शंसिषद्विश्वेदेवाः सूक्तवाचः पृथिवीमातर्मा मा
हिंसीर्मधु मनिष्ये मधु जनिष्ये मधु वक्ष्यामि
मधु वदिष्यामि मधुमतीं देवेभ्यो वाचमुद्यासं
शुश्रूषेण्यां मनुष्येभ्यस्तं मा देवा अवन्तु शोभायै
पितरोऽनुमदन्तु॥

ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

Chamakam: Schlussvermerk der Vorlage
॥ इति श्री कृष्णयजुर्वेदीय तैत्तिरीय संहितायां
चतुर्थकाण्डे सप्तमः प्रपाठकः ॥

Tryambaka-Mantra
त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम् ।
उर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मामृतात्

Kurze Widmung
ब्रह्मार्पणमस्तु

Vollständige deutsche Lesefassung

Hier folgen die vollständigen Übersetzungen aller oben aufgeführten Rezitationstexte in derselben Reihenfolge. Wähle für die Durchführung die jeweils im Handlungsschritt genannten Texte und Wiederholungen. Quellenangaben und Erläuterungen stehen im IAST-Abschnitt. Die Bezeichnungen vor den Abschnitten dienen der Orientierung und werden nicht mitgelesen.

Ganesha-Mantra
Gam. Verehrung Ganapati, dem Herrn der Ganas. Gam ist ein Bija und hat hier keine gesonderte wörtliche Übersetzung.

Shiva Panchakshara
Verehrung Shiva.

Namakam, Anuvaka 1
Om. Verehrung dem erhabenen Rudra. Om. Verehrung deinem Zorn, Rudra, und Verehrung deinem Pfeil. Verehrung deinem Bogen und deinen beiden Armen. Mit deinem ganz heilsamen Pfeil, deinem heilsam gewordenen Bogen und deinem heilsamen Köcher sei uns gnädig, Rudra. Zeige dich uns, Bergbewohner, mit deiner friedvollen Gestalt, die nichts Schreckliches hat und frei von Übel erstrahlt. Den Pfeil, den du, Bergbewohner, in der Hand zum Abschuss hältst, mache heilsam, Beschützer des Berges; verletze weder den Menschen noch die bewegte Lebenswelt. Mit friedvollen Worten sprechen wir dich an, Bergbewohner, damit unsere gesamte Lebenswelt frei von Krankheit und guten Mutes sei.

Der Fürsprecher, der erste göttliche Arzt, möge für uns sprechen und alle Schlangen sowie alle dämonischen Mächte niederhalten. Der dort kupferrot, morgenrot und braun erscheint, ist glückverheißend. Auch die Tausende von Rudras, die ringsum in den Himmelsrichtungen wohnen, bitten wir, ihren Zorn abzuwenden. Den dort herabziehenden, blauhalsigen, tiefroten Gott sehen die Hirten, ihn sehen die Wasserträgerinnen, ihn sehen alle Wesen. Möge er, wenn er gesehen wird, uns gnädig sein. Verehrung dem Blauhalsigen, Tausendäugigen, Spendenden; auch seinen Gefolgsleuten habe ich Verehrung erwiesen.

Löse die Sehne von beiden Enden deines Bogens. Lege die Pfeile in deiner Hand fort, Erhabener. Entspanne den Bogen, Tausendäugiger mit den hundert Köchern; stumpfe die Spitzen der Geschosse ab und sei uns wohlgesinnt und heilsam. Der Bogen des Flechtenträgers sei ohne Sehne und sein Köcher ohne scharfe Pfeile; seine Pfeile mögen verschwinden, sein Pfeilbehälter vermag uns nichts anzutun. Mit deiner Waffe und dem Bogen in deiner Hand, Freigebigster, umhülle und schütze uns ringsum, sodass sie keine Krankheit bringen. Verehrung deiner machtvollen, ungespannten Waffe; Verehrung deinen beiden Armen und deinem Bogen. Das Geschoss deines Bogens möge uns von allen Seiten verschonen. Deinen Köcher halte weit von uns fern.

Shambhu-Mahadeva-Anrufung nach Namakam 1
Verehrung Shambhu. Dir sei Verehrung, Erhabener: dem Herrn des Alls, dem großen Gott, dem Dreiäugigen, dem Vernichter der drei Städte, der Macht über die drei Feuer und die Zeit, Rudra als Feuer der Zeit, dem Blauhalsigen, dem Überwinder des Todes, dem Herrn aller, dem immer glückverheißenden Shiva, dem erhabenen großen Gott. Verehrung.

Namakam, Anuvaka 2
Verehrung dem Goldarmigen, dem Heerführer und Herrn der Himmelsrichtungen. Verehrung den Bäumen mit grünem Haar und dem Herrn der Tiere. Verehrung dem goldgelben, strahlenden Herrn der Wege. Verehrung dem Braunen, dem Durchbohrenden, dem Herrn der Nahrung. Verehrung dem Grünhaarigen mit der heiligen Schnur, dem Herrn des Gedeihenden. Verehrung der Waffe Bhavas und dem Herrn der Welten. Verehrung Rudra mit gespanntem Bogen, dem Herrn der Felder. Verehrung dem Wagenlenker, dem Unverletzlichen, dem Herrn der Wälder. Verehrung dem Roten, dem Werkmeister, dem Herrn der Bäume. Verehrung dem Ratgeber, dem Kaufmann, dem Herrn des Dickichts. Verehrung dem Entfaltenden, dem Freiraum und Wohlstand Schaffenden, dem Herrn der Pflanzen. Verehrung dem laut Rufenden, dem zum Kampf Aufschreienden, dem Herrn des Fußvolks. Verehrung dem ganz Umschließenden, dem Dahineilenden, dem Herrn der Kämpfer.

Namakam, Anuvaka 3
Verehrung dem Standhaltenden, dem Durchbohrenden, dem Herrn der angreifenden Scharen. Verehrung dem Hervorragenden mit dem Schwertgehänge, dem Herrn der heimlichen Diebe. Verehrung dem Schwertträger mit dem Köcher, dem Herrn der Räuber. Verehrung dem Täuschenden und dem auf vielfältige Weise Täuschenden, dem Herrn der Betrüger. Verehrung dem Lauernden und Umherstreifenden, dem Herrn der Waldleute. Verehrung den Bewaffneten, die zu töten suchen, und dem Herrn der Plünderer. Verehrung den Schwertträgern, die nachts umherziehen, und dem Herrn der gewaltsam Wegnehmenden. Verehrung dem Turbanträger, dem Bergwanderer, dem Herrn derer, die fremdes Land oder Gut an sich nehmen.

Verehrung euch mit Pfeilen und euch mit Bogen. Verehrung euch, die ihr die Bogen spannt und die Pfeile anlegt. Verehrung euch, die ihr die Sehne anzieht und die Pfeile loslasst. Verehrung euch, die ihr schießt und trefft. Verehrung euch, die ihr sitzt und liegt. Verehrung euch, die ihr schlaft und wacht. Verehrung euch, die ihr steht und lauft. Verehrung den Versammlungen und ihren Vorstehern. Verehrung den Pferden und den Herren der Pferde.

Namakam, Anuvaka 4
Verehrung euch, den angreifenden und auf vielfache Weise treffenden Scharen. Verehrung euch, den machtvollen und überwältigenden Gruppen. Verehrung den Kundigen und ihren Anführern. Verehrung den Verbänden und ihren Anführern. Verehrung den Scharen und den Herren der Scharen. Verehrung den verschieden Gestalteten und den allgestaltigen Erscheinungen. Verehrung den Großen und den Kleinen. Verehrung denen mit Wagen und denen ohne Wagen. Verehrung den Wagen und den Wagenherren. Verehrung den Heeren und ihren Heerführern. Verehrung den Wagenlenkern und denen, die die Zügel halten. Verehrung den Zimmerleuten und Wagenbauern. Verehrung den Töpfern und Schmieden. Verehrung den Vogelstellern und Fischern beziehungsweise den Nishadas. Verehrung den Pfeilmachern und Bogenmachern. Verehrung den Jägern und Hundeführern. Verehrung den Hunden und den Herren der Hunde.

Namakam, Anuvaka 5
Verehrung Bhava und Rudra. Verehrung Sharva und Pashupati, dem Herrn der Tiere. Verehrung dem Blauhalsigen und dem Hellkehligen. Verehrung dem Flechtenträger und dem mit geschorenem Haar. Verehrung dem Tausendäugigen und dem Träger von hundert Bogen. Verehrung dem Bergbewohner und dem von Strahlen Durchdrungenen, Shipivishta. Verehrung dem reichlich Spendenden und dem Pfeilträger. Verehrung dem Kleinen und dem Zwerggestaltigen. Verehrung dem Großen und dem noch Größeren. Verehrung dem Alten und dem durch Wachstum Erstarkenden. Verehrung dem Vorzüglichsten und dem Ersten. Verehrung dem Schnellen und dem Behänden. Verehrung dem im reißenden Strom und dem im dahinziehenden Wasser. Verehrung dem in den Wellen und dem im stillen Wasser. Verehrung dem im Wasserlauf und dem auf den Inseln.

Namakam, Anuvaka 6
Verehrung dem Ältesten und dem Jüngsten. Verehrung dem früher und dem später Geborenen. Verehrung dem in der Mitte und dem noch Unreifen. Verehrung dem zuletzt Geborenen und dem am Grunde Befindlichen. Verehrung dem in der Menschenwelt und dem sich in ihr Bewegenden. Verehrung dem in Yamas Bereich und dem in der sicheren Heimat. Verehrung dem im fruchtbaren Feld und dem auf dem Dreschplatz. Verehrung dem im Lobvers und dem in seinem Abschluss. Verehrung dem im Wald und dem im Dickicht. Verehrung dem im Schall und dem im Widerhall. Verehrung dem mit schnellem Heer und dem mit schnellem Wagen. Verehrung dem Helden und dem Durchbrechenden. Verehrung dem Gepanzerten und dem mit schützendem Wehrdach. Verehrung dem Behelmten und dem Gerüsteten. Verehrung dem Berühmten und dem mit berühmtem Heer.

Namakam, Anuvaka 7
Verehrung dem in der Trommel und dem im Schlägel. Verehrung dem Kühnen und dem umsichtig Prüfenden. Verehrung dem Boten und dem Ausgesandten. Verehrung dem Schwertträger und dem Köcherträger. Verehrung dem mit scharfen Pfeilen und dem Bewaffneten. Verehrung dem mit guten Waffen und dem mit gutem Bogen. Verehrung dem auf schmalem Pfad und dem auf breitem Weg. Verehrung dem im kargen Land und dem in der Niederung. Verehrung dem im Schlamm und dem im See. Verehrung dem im Fluss und dem im kleinen Teich. Verehrung dem im Brunnen und dem in der Vertiefung. Verehrung dem im Regen und dem im Ausbleiben des Regens. Verehrung dem in der Wolke und dem im Blitz. Verehrung dem im hellen Himmel und dem in der Sonnenglut. Verehrung dem im Wind und dem im Unwetter. Verehrung dem in der Wohnstätte und dem Beschützer der Wohnstätte.

Namakam, Anuvaka 8
Verehrung Soma und Rudra. Verehrung dem Kupferroten und dem Morgenroten. Verehrung dem Glückbringenden und dem Herrn der Tiere. Verehrung dem Gewaltigen und dem Furchtgebietenden. Verehrung dem, der aus der Nähe trifft, und dem, der aus der Ferne trifft. Verehrung dem Tötenden und dem noch mächtiger Tötenden. Verehrung den grünhaarigen Bäumen. Verehrung dem Hinüberführenden. Verehrung Shambhu, der Heil entstehen lässt, und Mayobhava, der Freude entstehen lässt. Verehrung Shankara, dem Heilbringenden, und Mayaskara, dem Freudebringenden. Verehrung Shiva, dem Glückverheißenden, und dem noch glückverheißenderen Shiva.

Verehrung dem an der Furt und dem am Ufer. Verehrung dem am jenseitigen und dem am diesseitigen Ufer. Verehrung dem Hinüberführenden und dem Herausführenden. Verehrung dem beim Anlanden und dem beim Erreichen des Ufers. Verehrung dem im jungen Gras und dem im Schaum. Verehrung dem im Sand und dem im strömenden Wasser.

Namakam, Anuvaka 9
Verehrung dem in der Einöde und dem auf dem viel begangenen Weg. Verehrung dem im steinigen Land und dem am bewohnbaren Ort. Verehrung dem Flechtenträger und dem mit offenem Haar. Verehrung dem im Viehgehege und dem im Haus. Verehrung dem auf dem Lager und dem in der Wohnstatt. Verehrung dem im schwer zugänglichen Land und dem in der Höhle. Verehrung dem im tiefen Wasser und dem im Tau. Verehrung dem im feinen Staub und dem im groben Staub. Verehrung dem im Trockenen und dem im Grünen. Verehrung dem auf kahlem Boden und dem in dichtem Gras. Verehrung dem in der weiten Erde und dem in ihrer guten Woge beziehungsweise Fülle. Verehrung dem im Blatt und dem im abgefallenen Laub. Verehrung dem die Waffe Erhebenden und dem Zuschlagenden. Verehrung dem leicht und dem heftig Verletzenden. Verehrung euch, den Streuenden, den Herzen der Götter. Verehrung den Aufzehrenden. Verehrung den Unterscheidenden. Verehrung den Unbezwingbaren. Verehrung den von allen Seiten Wirkenden.

Namakam, Anuvaka 10
Du im Panzer, Herr der Nahrung, besitzloser Blauroter: Erschrecke diese Menschen und diese Tiere nicht, töte sie nicht; keines von ihnen soll erkranken. Mit deiner heilsamen Gestalt, Rudra, die immer Heilmittel ist, mit Rudras heilsamer Heilgestalt sei uns gnädig, damit wir leben. Rudra, dem Mächtigen mit geflochtenem Haar, dem über Helden Gebietenden, bringen wir diesen Gedanken dar: Mögen Zweibeiner und Vierbeiner bei uns Wohlergehen haben; alles in diesem Dorf sei wohlgenährt und frei von Krankheit. Sei uns gnädig, Rudra, und schenke uns Freude. Dir, dem über Helden Gebietenden, dienen wir mit Verehrung. Das Heil und Wohlergehen, das Vater Manu durch Verehrung erlangte, mögen wir unter deiner Führung erfahren, Rudra.

Verletze bei uns weder den Großen noch das kleine Kind, weder den Heranwachsenden noch den Ausgewachsenen. Töte weder unseren Vater noch unsere Mutter; verletze unsere geliebten Leiber nicht, Rudra. Schade weder unseren Kindern noch unseren Nachkommen, weder unserem Leben noch unseren Kühen oder Pferden. Töte unsere Helden nicht im Zorn, Rudra. Mit Gaben dienen wir dir in Verehrung. Deine Kuh und Mensch treffende Macht bleibe fern; deine Huld sei mit uns, du über Helden Gebietender. Beschütze uns, Gott, sprich für uns und gewähre uns Schutz in zweifacher Stärke.

Preise den berühmten, im Wagen sitzenden jungen Gott, furchterregend wie ein wildes Tier, gewaltig und treffend. Sei deinem Sänger gnädig, Rudra, wenn du gepriesen wirst; deine Heere mögen andere als uns treffen. Rudras Geschoss verschone uns; auch die üble Absicht des glühenden, Schaden bringenden Gottes gehe an uns vorüber. Entspanne deine festen Bogen für die Freigebigen; du Spendender, sei unseren Kindern und Nachkommen gnädig. Freigebigster, Heilsamster, sei uns heilsam und wohlgesinnt. Lege deine Waffe auf den höchsten Baum; komme, in ein Fell gekleidet, und nahe dich mit dem Pinaka-Bogen. Du Zerstreuender, Tiefroter, dir sei Verehrung, Erhabener. Deine tausend Geschosse mögen andere als uns treffen. Tausende von Geschossen befinden sich tausendfach in deinen beiden Armen. Als ihr Herr, Erhabener, wende ihre Spitzen von uns fort.

Namakam, Anuvaka 11
Die Tausende und Abertausende von Rudras, die auf der Erde sind: Ihre Bogen entspannen wir in der Ferne von tausend Yojanas. Die in diesem großen Meer, dem Zwischenraum, gegenwärtig sind; die blauhalsigen und hellkehligen Sharvas, die unten auf der Erde umherziehen; die blauhalsigen und hellkehligen Rudras, die im Himmel wohnen; die goldgelblichen, blauhalsigen, tiefroten Rudras in den Bäumen; die Herren der Wesen, mit geschorenem Haar oder geflochtenem Haar; die in den Speisen und Gefäßen die essenden und trinkenden Menschen treffen; die Hüter der Wege, die Nahrung bringen und gegen Bedränger kämpfen; die an den Furten umherziehen, bewaffnet und mit Schwertgehänge; all diese und noch weitere Rudras, die sich in die Himmelsrichtungen ausgebreitet haben: Ihre Bogen entspannen wir in der Ferne von tausend Yojanas.

Verehrung den Rudras auf der Erde, im Zwischenraum und im Himmel, deren Pfeile Nahrung, Wind und Regen sind. Ihnen gelten die zehn [gefalteten Finger] nach Osten, zehn nach Süden, zehn nach Westen, zehn nach Norden und zehn nach oben. Ihnen sei Verehrung; mögen sie uns gnädig sein. Wen wir hassen und wer uns hasst, den legen wir in eure Kiefer.

Chamakam, Anuvaka 1
Om. Agni und Vishnu, möge dieser Lobgesang euch in gemeinsamer Freude stärken. Kommt mit Glanz und Nahrungskraft. Mir seien Nahrungskraft und Antrieb, eifriger Einsatz und voranschreitendes Wirken, Besinnung und Entschluss, Stimme und Lobgesang, Gehörfindung und Hören, Licht und Himmelsglanz, Einatem und Ausatem, der durchströmende Lebenshauch und Lebenskraft, Bewusstsein und Erlerntes, Sprache und Geist, Auge und Ohr, Geschick und Stärke, Lebensmacht und Widerstandskraft, Lebensdauer und hohes Alter, Selbst und Leib, Geborgenheit und Schutz, Gliedmaßen und Knochen, Gelenke und körperliche Teile zuteil.

Chamakam, Anuvaka 2
Mir seien Vorrang und Herrschaft, leidenschaftliche Kraft und Zornesglut, Stärke und Fülle, Überlegenheit und Größe, Weite und Ausdehnung, Höhe und lange Dauer, Gewachsenes und Wachstum, Wahrheit und Vertrauen, beweglicher Besitz und Vermögen, Einfluss und Glanz, Spiel und Freude, Geborenes und künftig Geborenes, guter Lobgesang und gutes Handeln, erworbener Besitz und noch zu Erwerbendes beziehungsweise zu Wissendes, Gewordenes und Zukünftiges, leichtes Vorankommen und ein guter Weg, Gediehenes und Gedeihen, Geordnetes und ordnende Fähigkeit, Einsicht und gute Einsicht zuteil.

Chamakam, Anuvaka 3
Mir seien Heil und Freude, Liebes und das meinen Wünschen Entsprechende, Wunschkraft und guter Mut, Gutes und das höhere Gute, bessere Lebenslage und Ruhm, glücklicher Anteil und Vermögen, ein Lenker und ein Erhalter, Sicherheit und Standfestigkeit, das Ganze und Größe, Erkenntnis und Verständnis, Hervorbringen und weiteres Hervorbringen, der Pflug beziehungsweise produktive Kraft und Ruhe, rechte Ordnung und Unsterblichkeit, Freiheit von Krankheit und Freiheit von Beschwerden, Lebenskraft und langes Leben, Feindlosigkeit und Furchtlosigkeit, ein leichter Weg und ein gutes Lager, ein guter Morgen und ein guter Tag zuteil.

Chamakam, Anuvaka 4
Mir seien Nahrungskraft und freundliche wahre Rede, Milch und Saft, Ghee und Honig, gemeinsames Essen und gemeinsames Trinken, Ackerbau und Regen, Siegeskraft und das Emporwachsen der Pflanzen, Reichtum und Wohlstand, gut Genährtes und Gedeihen, umfassende Fülle und reichliche Macht, Vieles und noch mehr, Fülle und größere Fülle, Unerschöpflichkeit und reichlich Gerste, Nahrung und Freiheit von Hunger zuteil; ebenso Reis, Gerste, schwarze Bohnen, Sesam, Mungbohnen, Khalva-Hülsenfrüchte, Weizen, Linsen, Priyangu-Hirse, Anu-Korn, Shyamaka-Hirse und wild wachsender Nivara-Reis.

Chamakam, Anuvaka 5
Mir seien Stein und Erde, Hügel und Berge, Sand und Bäume, Gold und Metall, Blei und Zinn, dunkles Metall und rötliches Metall, Feuer und Wasser, rankende Gewächse und Pflanzen, auf bearbeitetem Land und auf unbearbeitetem Land Reifendes zuteil. Haustiere und Wildtiere mögen durch das Opfer gedeihen. Mir seien Besitz und Erwerb, Gewordenes und Gedeihen, Gut und Wohnstätte, Arbeit und Kraft, ein Ziel und das Herangehen, Fortgang und Ankunft zuteil.

Chamakam, Anuvaka 6
Agni und Indra seien mir zugewandt; Soma und Indra, Savitri und Indra, Sarasvati und Indra, Pushan und Indra, Brihaspati und Indra, Mitra und Indra, Varuna und Indra, Tvashtar und Indra, Dhatar und Indra, Vishnu und Indra, die beiden Ashvins und Indra, die Maruts und Indra, alle Götter und Indra, die Erde und Indra, der Zwischenraum und Indra, der Himmel und Indra, die Himmelsrichtungen und Indra, der Scheitel beziehungsweise die höchste Region und Indra, Prajapati und Indra seien mir zugewandt.

Chamakam, Anuvaka 7
Mir seien die folgenden Soma-Schöpfungen und Opferanteile zuteil: Amshu, Rashmi, Adabhya, Adhipati, Upamshu, Antaryama, Aindravayava für Indra und Vayu, Maitravaruna für Mitra und Varuna, Ashvina für die Ashvins, Pratiprasthana, Shukra, Manthin, Agrayana, Vaishvadeva für alle Götter, Dhruva, Vaishvanara, die saisonalen Ritu-Grahas, die zusätzlichen Atigrahya-Grahas, Aindragna für Indra und Agni, nochmals Vaishvadeva, die Marutvatiya-Grahas, Mahendra für den großen Indra, Aditya, Savitra, Sarasvata und Paushna für die entsprechenden Gottheiten, Patnivata mit Bezug auf die Göttergattinnen und Hariyojana mit Bezug auf Indras Falben.

Chamakam, Anuvaka 8
Mir seien Brennholz, Opfergras, Altar, die Dhishnya-Feuerplätze, Opferlöffel, Soma-Becher, Presssteine, die Svaru-Holzstücke, die Uparava-Gruben, die beiden Pressbretter, der große Drona-Behälter, die Vayavya-Gefäße, der Putabhrit-Behälter für den geläuterten Soma, der Adhavaniya-Mischbehälter, der Agnidhra-Platz, der Havirdhana-Raum für die Opferstoffe, die Ritualhäuser, die Versammlungshalle, die Opferkuchen, die Kochenden beziehungsweise ihre Zubereitungen, das abschließende Avabhrita-Bad und der Willkommensruf Svaga zuteil.

Chamakam, Anuvaka 9
Feuer, das heiße Gharma-Opfer, der Arka-Lobpreis, die Sonne, der Lebenshauch, das Ashvamedha, die Erde, Aditi, Diti, der Himmel, die Shakvari-Kräfte, die Finger und die Himmelsrichtungen mögen für mich durch das Opfer zum Gelingen kommen. Rig-Verse, Saman-Gesänge, Stoma-Lobformen, Yajus-Formeln, Weihe, Askese, Jahreszeit und Gelübde seien mir zuteil. Durch das Regenwirken von Tag und Nacht mögen die beiden Saman-Weisen Brihat und Rathantara für mich durch das Opfer zum Gelingen kommen.

Chamakam, Anuvaka 10
Mir seien ungeborene Jungtiere und Kälber zuteil, eineinhalbjährige männliche und weibliche Tiere, zweijährige männliche und weibliche Tiere, zweieinhalbjährige männliche und weibliche Tiere, dreijährige männliche und weibliche Tiere, dreieinhalbjährige männliche und weibliche Tiere, vierjährige männliche und weibliche Tiere, der Zuchtstier und die unfruchtbare Kuh, der kräftige Bulle und die fehltragende Kuh, der Zugochse und die Milchkuh. Das Leben möge durch das Opfer gedeihen, der Einatem durch das Opfer gedeihen, der Ausatem durch das Opfer gedeihen, der durchströmende Lebenshauch durch das Opfer gedeihen, das Auge durch das Opfer gedeihen, das Ohr durch das Opfer gedeihen, der Geist durch das Opfer gedeihen, die Sprache durch das Opfer gedeihen, das Selbst durch das Opfer gedeihen und das Opfer selbst durch das Opfer gedeihen.

Chamakam, Anuvaka 11
Mir seien eins, drei, fünf, sieben, neun, elf, dreizehn, fünfzehn, siebzehn, neunzehn, einundzwanzig, dreiundzwanzig, fünfundzwanzig, siebenundzwanzig, neunundzwanzig, einunddreißig und dreiunddreißig zuteil; ebenso vier, acht, zwölf, sechzehn, zwanzig, vierundzwanzig, achtundzwanzig, zweiunddreißig, sechsunddreißig, vierzig, vierundvierzig und achtundvierzig. [Es folgen benannte Kräfte:] Vaja, Nahrungskraft; Prasava, Antrieb; Apija, weitere Hervorbringung; Kratu, Entschlusskraft; Suva, Himmelslicht; Murdhan, Gipfel; Vyashniya, Durchdringung; Antyayana, das zum Abschluss Führende; Antya, das Letzte; Bhauvana, das zur Welt Gehörige; Bhuvana, die Welt; und Adhipati, der Gebieter.

Ida-Gebet und Friedensruf nach Chamakam
Om. Ida, die die Götter herbeiruft, Manu, der das Opfer führt, und Brihaspati mögen die Lobpreisungen verkünden; alle Götter mögen gute Hymnen sprechen. Mutter Erde, verletze mich nicht. Süßes und Wohltuendes will ich denken, Süßes hervorbringen, Süßes aussprechen, Süßes sagen. Eine süße, wohltuende Rede will ich zu den Göttern erheben, eine für die Menschen hörenswerte. Mich mögen die Götter zu Glanz und Wohlergehen beschützen; die Ahnen mögen zustimmen. Om. Friede, Friede, Friede.

Chamakam: Schlussvermerk der Vorlage
So endet in der Taittiriya-Samhita des Krishna-Yajurveda im vierten Kanda der siebte Prapathaka.

Tryambaka-Mantra
Wir verehren den Dreiäugigen, den Duftenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine Gurkenfrucht von ihrer Bindung möge ich vom Tod gelöst werden, nicht von der Unsterblichkeit.

Kurze Widmung
Es sei eine Darbringung an Brahman.

Quellen und redaktionelle Hinweise

SanskritDocuments: Shri Rudraprashna, Taittiriya Samhita 4.5, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 29.08.2024. Sanskritdatei: rudra.itx.

SanskritDocuments: Shri Chamakam, Taittiriya Samhita 4.7, digitale Erfassung Rajagopal Iyer, Korrekturlesung Rekha Venkatesh, aktualisiert 19.03.2022. Sanskritdatei: chamaka.itx. Beide am 06.10.2026 abgerufen. Verglichen wurden bei einzelnen Lesungsproblemen die ältere SanskritDocuments-Datei rudram.itx und Shri Rudram Chamakam im Yoga-Vidya-Wiki. Die deutschen Übersetzungen wurden neu erstellt.

Vedische Akzente wurden für die vorliegende Lesefassung weggelassen; besondere Nasalzeichen und technische Verbindungszeichen der ITRANS-Datei wurden vereinheitlicht. Die konkreten Wortberichtigungen stehen bei den betreffenden Anuvakas. Die Devanagari-Fassung bildet diese Lesefassung ab, nicht eine zusätzliche akzentuierte Edition. Die Ganesha-, Shiva-, Tryambaka- und Widmungsformeln sind jeweils mit ihrer Projektquelle bezeichnet.

Die deutschen Handlungsschritte, Zeitansätze und Materialmengen sind redaktionelle Ausarbeitungen. Abweichungen vom historischen Ritual sind ausdrücklich benannt. Die Sanskritzitate stammen aus den angegebenen Projekttexten und den ausdrücklich bezeichneten zusätzlich recherchierten digitalen Originaltexten. Eine OCR-Rekonstruktion oder eine Ergänzung von Versen aus dem Gedächtnis wurde nicht vorgenommen. Devanagari wurde aus der hier verwendeten IAST-Fassung erzeugt und durch Rückübertragung kontrolliert; es ist kein unabhängiger Textzeuge. Religiöse Verheißungen werden als Aussagen der jeweiligen Überlieferung verstanden.

Die Abbildungen und Yoga-Vidya-Videos begleiten das Thema. Sie dokumentieren nicht die Durchführung genau dieser Textfassung.

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