Satyanarayana Puja – Wahrhaftigkeit und Dankbarkeit mit fünf Gaben feiern

Aus Yogawiki

Satyanarayana Puja – Wahrhaftigkeit und Dankbarkeit mit fünf Gaben feiern ist eine häusliche Verehrung für Einzelne, Paare und Familien, die ihre Vorhaben und ihren Alltag der Wahrheit Gottes anvertrauen möchten. Satyanarayana wird als Gestalt Vishnus gemeinsam mit Rama verehrt. Die moderne, ausdrücklich für die selbstständige Hauspraxis verfasste Ati Laghu Paddhati (eine sehr kurze Ritualanleitung) von P. V. R. Narasimha Rao verbindet wenige Gaben mit Mantrawiederholung, einer lehrreichen Erzählung und stiller Hingabe. Die bevorzugte Zeit ist der Abend; Vollmond, Ekadashi oder Sankranti bieten sich an, doch die Fassung ist auch an anderen Tagen und zu anderen Tageszeiten möglich. Die ausführende Person spricht selbst, Mitfeiernde können die Erzählung vorlesen. Ein Priester ist für diese Handbuchfassung nicht vorausgesetzt.

Vishnu wird in dieser Feier als Satyanarayana, göttliche Wahrheit, verehrt.

Vorbereitung

Bereite einen sauberen Hausaltar mit einer Gestalt Satya Narayanas und Ramas oder Lakshmi-Narayanas vor. Das Handbuch erlaubt ersatzweise einen geeigneten Metall-, Ton- oder Stein-Gegenstand. Stelle einen Kalasha mit Wasser, einer Prise Sandel- oder Kurkumapulver und wenigen Akshatas bereit; eine Kokosnuss oder andere ganze Frucht liegt als Kopf auf seiner Öffnung. Diese Gefäßfrucht und die zusätzliche ganze Schlussfrucht sind getrennte Gaben.

Benötigt werden außerdem Trinkwasser in einem Becher mit Löffel, eine Auffangschale, roher Reis mit einem Tropfen Öl und etwas Kurkuma als Akshata, Sandelpaste, frische Blüten für Wasser und Hauptgabe, Räucherwerk samt Halter, eine Lampe mit Docht und Ghee (bzw. Pflanzenöl), Streichhölzer, eine vegetarische Speise und eine zusätzliche ganze Frucht. Für diese übersichtliche Hauptfassung kann die Speise aus Obst bestehen. Wer den empfohlenen Grießbrei zubereitet, verwendet Milch (bzw. Pflanzenmilch), Ghee (bzw. Pflanzenöl) und Zucker; Pflanzenalternativen sind heutige Anpassungen. Die Speise enthält keine Eier, Fleisch oder Fisch; die Quelle vermeidet außerdem Zwiebeln und Knoblauch. Lege alle Blüten und Körner für spätere Schritte getrennt bereit.

Nimm vor Beginn ein Bad und sammle dich. Das Handbuch empfiehlt einen leeren Magen und, wenn möglich, Tagesfasten; es erlaubt die Feier ausdrücklich auch ohne dieses Fasten. Hier wird die fünffache Hauptverehrung gewählt; die zusätzlich angebotenen sechzehn Gaben und langen Namenshymnen sind keine Pflichtteile dieser Fassung.

Vollständiger Ablauf

1. Gedenken und Achamana
Setze dich nach dem Bad zum Altar, möglichst nach Osten. Gedenke der Erde, Ganeshas, deiner verehrten Gottheit, deiner Eltern, der Rishis und deiner Lehrer. Nimm beim Achamana dreimal mit dem Löffel wenig Trinkwasser in die rechte Hand; trinke je eine kleine Portion nach einer Formel.

oṃ keśavāya svāhā |
oṃ nārāyaṇāya svāhā |
oṃ mādhavāya svāhā |

Bedeutung: Hingabe an Keshava, Narayana und Madhava, die drei hier angerufenen Namen Vishnus.

2. Ganesha anrufen
Falte die Hände und bitte Ganesha mit diesen drei Versen, Hindernisse von der Feier fernzuhalten.

śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
agajānana padmārkaṃ gajānanamaharniśam |
anekadaṃ taṃ bhaktānām ekadantam upāsmahe ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||

Bedeutung: Man meditiere auf den weiß Gewandeten, Allgegenwärtigen, Mondfarbenen, Vierarmigen mit heiterem Antlitz, damit alle Hindernisse Frieden finden. Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für das Lotusantlitz der Tochter des Berges, der seinen Verehrenden vieles schenkt und einen Stoßzahn besitzt. O Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie zehn Millionen Sonnen, lass all mein Tun stets ohne Hindernis sein.

3. Den Atem sammeln
Lege einige Reiskörner in die linke Hand auf dem linken Oberschenkel. Beim Pranayama schließt die rechte Hand mit Ring- und kleinem Finger links, mit dem Daumen rechts. Atme rechts ein, halte sanft, atme links aus; atme links ein, halte sanft und atme rechts aus. Sprich während jeder dieser sechs Phasen das folgende Mantra einmal innerlich. Bleibe ohne Atemdruck; die Quelle legt keine Sekunden fest. Das ist eine vollständige Runde.

oṃ namo bhagavate vāsudevāya |

Bedeutung: Om, Verehrung dem erhabenen Vasudeva.

4. Sankalpa und Altarlicht
Nimm die Körner in die geschlossene rechte Hand; lege diese auf die offene linke Hand über dem rechten Oberschenkel. Sprich den Sankalpa. Lege danach die Körner vor die Gestalt, besprenge die Hände mit wenig Wasser. Fülle die Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl), lege den Docht ein und entzünde ihn.

oṃ mamopātta samasta duritakṣayadvārā śrī parameśvara prītyartham śrī satya nārāyaṇa prasāda siddhyartham adya śubhadine śubhamuhūrte śrī satyanārāyaṇa vratakarma yathāśakti kariṣye |

Bedeutung: Zur Überwindung aller von mir angesammelten Verfehlungen, zur Freude des höchsten Herrn und um Satya Narayanas Gnade zu empfangen, werde ich heute, an diesem guten Tag und in dieser guten Stunde, das Gelübderitual Satya Narayanas nach meinen Kräften vollziehen.

5. Wasser segnen
Gib wenige Körner und eine frische Blüte in den Wasserbecher. Bei der Kalasha Shuddhi spricht man vaṃ elfmal. Sprich danach die Flussanrufung. Besprenge dich, die Gestalt und die Gaben mit etwas Wasser vom Löffel. Die in der Quelle nur bei Kenntnis vorgesehene Dhenu Mudra ist für diese Hauptfassung nicht erforderlich.

vaṃ
gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
amṛtaṃ bhavatu |

Bedeutung: Vaṃ ist die Keimsilbe der Wasserläuterung. Ganga und Yamuna, Godavari und Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig. Möge es Nektar sein.

6. Prana Pratishtha – Anrufung vorbereiten
Lies die vollständige Einsetzungsformel und das Meditationsgebet. Die Quelle erlaubt ausdrücklich das Lesen ohne die nur bei Kenntnis auszuführenden Karanyasa- und Anganyasa-Berührungen. Stelle dir Satya Narayana vor, dessen Gegenwart aus deinem Herzen in Bild und Gefäß erstrahlt.

asya śrī prāṇapratiṣṭhāpana mantrasya brahma viṣṇu maheśvarā ṛṣayaḥ |
ṛgyajussāmātharvāṇi chandāṃsi śrīsatyanārāyaṇo devatā |
hrāṃ bījaṃ hrīṃ śaktiḥ kroṃ kīlakam |
hrām aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ | hrīṃ tarjanībhyāṃ namaḥ |
hrūṃ madhyamābhyāṃ namaḥ | hraim anāmikābhyāṃ namaḥ |
hrauṃ kaniṣṭhikābhyāṃ namaḥ | hraḥ karatala karapṛṣṭhābhyāṃ namaḥ |
hrāṃ hṛdayāya namaḥ | hrīṃ śirase svāhā |
hrūṃ śikhāyai vaṣaṭ | hraiṃ kavacāya huṃ |
hrauṃ netratrayāya vauṣaṭ | hraḥ astrāya phaṭ |
bhūrbhuvassuvaromiti digbandhaḥ |
satyanārāyaṇaṃ devaṃ vande’haṃ kāmadaṃ prabhum |
līlayā vitataṃ viśvaṃ yena tasyai namonamaḥ ||

Bedeutung: Seher dieses Mantras zur Einsetzung des Lebens sind Brahma, Vishnu und Maheshvara; seine Versmaße sind die vier Veden, seine Gottheit ist Satya Narayana. Hrāṃ ist sein Same, hrīṃ seine Kraft, kroṃ sein Verschluss. Verehrung den Daumen, Zeigefingern, Mittelfingern, Ringfingern, kleinen Fingern, Handflächen und Handrücken mit den jeweils genannten Silben; Verehrung dem Herzen, Hingabe dem Haupt, der Haarlocke, dem Schutzpanzer, den drei Augen und der Waffe. Mit bhūḥ, bhuvaḥ, suvaḥ und Om werden die Richtungen umgrenzt. Ich verehre Satya Narayana, den Herrn, der Wünsche erfüllt und durch dessen Spiel das Weltall entfaltet ist; wieder und wieder Verehrung ihm.

7. Die göttliche Gegenwart einladen
Sprich die Prana Pratishtha für die Dauer dieser Hausfeier. Halte das Bewusstsein bei Rama und Satya Narayana, die in Gestalt und Kalasha gegenwärtig sein mögen.

oṃ hrāṃ hrīṃ kroṃ yaṃ raṃ laṃ vaṃ śaṃ ṣaṃ saṃ haṃ ḷaṃ kṣaṃ |
oṃ haṃsaḥ so’haṃ so’haṃ haṃsaḥ |
śrī ramāsahita satyanārāyaṇasya prāṇa iha prāṇaḥ | jīva iha sthitaḥ |
sarvendriyāṇi vāṅmanastvak cakṣuḥ śrotra jihvāghrāṇa prāṇāpānavyānodānasamānāḥ ihaivāgatya sukhaṃ ciraṃ tiṣṭhantu svāhā | sānnidhyaṃ kurvantu svāhā |
asunīte punarasmāsu cakṣuḥ punaḥ prāṇamiha no dehi bhogam |
jyokpaśyema sūryamuccarantamanumate mṛḷayā naḥ svasti |
hrāṃ hrīṃ kroṃ | kroṃ hrīṃ hrāṃ |
oṃ śrī ramāsahita satyanārāyaṇa prāṇaśaktyai namaḥ | atra āgaccha |

Bedeutung: Om und die Keimsilben; der göttliche Schwan: Er bin ich, ich bin Er. Satya Narayanas mit Rama verbundenes Leben sei hier lebendig; sein Lebenswesen sei hier gegenwärtig. Alle Sinne, Sprache, Denken, Haut, Sehen, Hören, Zunge und Riechen und die fünf Lebenskräfte mögen hierherkommen und lange glücklich weilen. Sie mögen Gegenwart schenken. Lebensführende Gottheit, gib uns Sehkraft, Leben und Genuss erneut; lass uns lange die aufgehende Sonne schauen. Wohlgesinnte, sei uns gnädig zum Heil. Verehrung der Lebenskraft Satya Narayanas mit Rama: Komm hierher.

8. Um Verweilen bitten
Sprich die Einladung. Die fünf in der Quelle optionalen Einladungsmudras müssen ohne entsprechende Kenntnis nicht ausgeführt werden.

āvāhito bhava | sthāpito bhava | sannihito bhava | sanniruddho bhava | avakuṇṭhito bhava |
deva prasīda prasīda | deva sarva jagannātha yāvatpūjāvasānakam |
tāvattvaṃ prītibhāvena mūrtau kalaśe ca sannidhiṃ kuru |

Bedeutung: Sei eingeladen, eingesetzt, gegenwärtig, bewahrt und verhüllt. O Gott, sei gnädig. Herr der ganzen Welt, bleibe voll Liebe bis zum Ende der Puja in der Gestalt und im Gefäß gegenwärtig.

9. Die begleitenden Gottheiten grüßen
Für die Parivara Puja wird hier die von Rao ausdrücklich angebotene Kurzform verwendet. Verehre die drei Gruppen im Herzen; es sind hier keine zusätzlichen Gaben vorgeschrieben.

oṃ gaṇeśādi lokapālaka devatābhyo namaḥ |
oṃ adhidevatā pratyadhidevatā sahita sūryādi navagraha devatābhyo namaḥ |
oṃ indrādi daśa dikpālaka devatābhyo namaḥ |

Bedeutung: Verehrung den Welthütern, beginnend mit Ganesha; den neun Grahas, beginnend mit Surya, samt ihren übergeordneten und begleitenden Gottheiten; und den zehn Richtungshütern, beginnend mit Indra.

10. Duft und Blüte
Beginne die Panchopachara Puja mit zwei Gaben. Trage bei der ersten Formel etwas Sandelpaste auf den dafür geeigneten Gegenstand auf oder lege sie davor. Lege bei der zweiten eine frische Blüte nieder.

oṃ namo bhagavate satyadevāya | laṃ pṛthivyātmane namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ namo bhagavate satyadevāya | ham ākāśātmane namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi |

Bedeutung: Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit. Laṃ, Verehrung dem Wesen der Erde: Ich bringe Duft dar. Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit. Ham, Verehrung dem Wesen des Raumes: Ich bringe eine Blüte dar.

11. Mantra und Katha
Wiederhole das Hauptmantra aufmerksam, so oft du mit Sammlung kannst; die Quelle legt keine feste Zahl fest. Für diese Hauptfassung sitze ruhig mit aufrechtem Rücken und geschlossenen Augen. Lies danach die vollständige deutsche Erzählung im folgenden Abschnitt. Wer sie bei regelmäßiger Praxis gut kennt, darf sie gemäß Quelle im Geist vergegenwärtigen.

oṃ namo bhagavate satyadevāya |

Bedeutung: Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit.

12. Räucherduft, Licht und Speise
Entzünde das Räucherstäbchen und lösche seine offene Flamme, sodass es duftet. Zeige es bei der ersten Formel vor der Gestalt. Zeige danach die bereits brennende Lampe und bei der dritten Formel die bereitete vegetarische Speise vor Gestalt und Gefäß.

oṃ namo bhagavate satyadevāya | yaṃ vāyvātmane namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ namo bhagavate satyadevāya | ram agnyātmane namaḥ | dīpaṃ darśayāmi |
oṃ namo bhagavate satyadevāya | vam amṛtātmane namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi |

Bedeutung: Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit. Yaṃ, Verehrung dem Wesen des Windes: Ich lasse Räucherduft entgegenströmen. Ram, Verehrung dem Wesen des Feuers: Ich zeige das Licht. Vam, Verehrung dem Wesen des Nektars: Ich bringe Speise dar.

13. Alle Dienste und Umschreitung
Gib mit der Formel einige frische Reiskörner. Stehe dann auf und umschreite den Altar einmal im Uhrzeigersinn; die Quelle erlaubt auch drei Runden. Setze dich anschließend wieder.

oṃ namo bhagavate satyadevāya | saṃ sarvātmane namaḥ | sarvopacārān samarpayāmi |

Bedeutung: Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit. Saṃ, Verehrung dem Selbst von allem: Ich bringe alle ehrenden Dienste dar.

14. Die ganze Frucht darbringen
Lege bei Purna Phala eine ganze Frucht vor den Altar. Sie steht in Raos Deutung für die Hingabe des eigenen Ichanspruchs.

oṃ pūrṇamadaḥ pūrṇamidaṃ pūrṇātpūrṇamudacyate |
pūrṇasya pūrṇamādāya pūrṇamevāvaśiṣyate ||
oṃ namo bhagavate satyadevāya | pūrṇaphalaṃ samarpayāmi |

Bedeutung: Jenes ist Fülle, dieses ist Fülle. Aus der Fülle geht Fülle hervor. Nimmt man Fülle aus der Fülle, bleibt allein Fülle. Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit: Ich bringe die ganze Frucht dar.

15. Stille Meditation
Verweile in Meditation. Sitze aufrecht und entspannt und lasse das Hauptmantra weiter im Herzen erklingen. Betrachte alle Wesen und Handlungen als Ausdruck der einen göttlichen Gegenwart. Beende die Stille, wenn du bereit bist.

16. Udvasana – Rückkehr ins Herz
Zeige mit deinen Händen auf dein Herz. Stelle dir bei Udvasana vor, dass Rama und Satya Narayana aus Gestalt und Gefäß in dein Herz zurückkehren. Damit endet die zeitweilige Einladung dieser Hauptfassung.

asmānmūrteśca kalaśācca śrī ramāsahita satyanārāyaṇaṃ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |

Bedeutung: Aus dieser Gestalt und diesem Gefäß lasse ich Satya Narayana mit Rama an seinen eigenen Ort zurückkehren.

17. Vergebung und Hingabe
Lege etwas Reis auf die Spitzen von Mittel- und Ringfinger der rechten Hand. Halte die Hand über die Auffangschale und wasche die Körner während dieser drei Gebete mit wenig Wasser hinein.

mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ ramādhipa |
yatpūjitaṃ mayā deva paripūrṇaṃ tadastu te ||
prāyaścittānyaśeṣāṇi tapaḥ karmātmakāni vai |
yāni teṣāmaśeṣāṇāṃ śrī kṛṣṇasmaraṇaṃ param ||
śrī kṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa |
kāyena vācā manasendriyairvā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt |
karomi yadyat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi ||

Bedeutung: Herr Ramas, möge die Verehrung, die ich dir mit unvollkommenem Mantra, Handeln und Hingabe dargebracht habe, für dich vollständig sein. Unter allen Formen der Wiedergutmachung durch Askese und Werke ist das Gedenken an Krishna das Höchste. Shri Krishna, Krishna, Krishna. Was immer ich mit Körper, Sprache, Denken, Sinnen, Einsicht, eigenem Wesen oder aus natürlicher Anlage tue, bringe ich dem höchsten Narayana dar.

18. Frieden und Prasad
Sprich den Abschluss. Teile anschließend Speise und Frucht als Prasad. Das Kalasha-Wasser kann nach der Quelle nach einem späteren Bad als letzte Wassergabe über den Körper gegeben werden. Verwende dafür nur hautverträglich bereitetes Wasser. Das nicht mehr benötigte saubere Ritualwasser gib an Pflanzen; Blüten werden respektvoll kompostiert. Dies sind praktische Hinweise zur häuslichen Nachbereitung.

anayā divya maṅgala pūjayā bhagavān sarvātmakaḥ śrī ramāsahita satyanārāyaṇaḥ prīyatām |
oṃ tatsat | sarvaṃ śrī kṛṣṇārpaṇamastu |
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |

Bedeutung: Möge der erhabene Satya Narayana mit Rama, das Selbst aller Wesen, durch diese göttliche, heilvolle Puja erfreut sein. Om, das ist die Wahrheit. Alles sei Krishna dargebracht. Mögen alle Welten glücklich sein. Om, Frieden, Frieden, Frieden.

Katha – fünf Kapitel zur Lesung im Ritual

Die folgende eigenständige deutsche Nacherzählung gibt die fünf Kapitel der im Handbuch verwendeten Satyanarayana Katha wieder. Sie gehört zwischen Mantrawiederholung und Räucheropfer.

1. Naradas Frage
Im Wald von Naimisharanya bitten Shaunaka und die anderen Weisen Suta, den Schüler Vyasas, um Hilfe für die Menschen des Kali Yuga. Suta erzählt ihnen von Narada, der dieselbe Frage an Vishnu gerichtet hatte: Wie können Menschen ihr Leiden überwinden? Vishnu lehrte ihn die Verehrung Satya Narayanas. Man nehme sich morgens die Feier vor, bade und begehe sie vorzugsweise am Abend. Ekadashi, Vollmond und der monatliche Sonnenübergang sind geeignete Anlässe; auch ein anderer guter Tag ist möglich. Nach Ganesha, Varuna im Gefäß, den Welthütern, Grahas und Richtungshütern verehrt man Satya Narayana mit Rama. Menschen aller gesellschaftlichen Gruppen dürfen daran teilnehmen.

2. Der Gelehrte und der Holzverkäufer
Ein alter Brahmane in Kashi lebte trotz seiner Gelehrsamkeit in Armut. Vishnu erschien ihm in der Gestalt eines Brahmanen und erklärte ihm die Puja. Der Alte nahm sie sich für den nächsten Tag vor. Er fastete und kaufte von seinen erbettelten Mitteln die Gaben. Er feierte nach seinen Möglichkeiten, fand Gottes Wohlgefallen und lebte fortan glücklich; am Lebensende erreichte er Satya Loka. Ein Mann, der Holz verkaufte, sah die Feier und ließ sich unterweisen. Am nächsten Tag erhielt er in einer wohlhabenden Straße den doppelten Erlös für sein Holz. Er besorgte Gaben und verehrte den Herrn ebenfalls nach seinen Kräften. Auch er fand ein glückliches Leben und schließlich Satya Loka.

3. Ein aufgeschobenes Versprechen
Der Kaufmann Sadhu beobachtete König Ulkamukha bei der Verehrung am Fluss Bhadrashila. Der König bat um ein Kind. Sadhu, selbst kinderlos, versprach die Feier ebenfalls, wenn ihm ein Kind geschenkt werde. Seine Frau Lilavati gebar nach einem Jahr Kalavati. Als Lilavati ihn erinnerte, schob er das Gelübde auf die Hochzeit der Tochter; auch dann erfüllte er es nicht. Später reiste er mit seinem Schwiegersohn nach Ratnasanu. Diebe, die aus König Chandraketus Palast geflohen waren, ließen ihre Beute neben den Männern fallen. Ohne sie anzuhören, ließ der König beide einsperren. Auch zu Hause raubten Diebe das Vermögen der Familie. Lilavati und Kalavati mussten betteln. Als Kalavati eines Abends verspätet heimkehrte, brachte sie Prasad von einer Satyanarayana-Feier. Lilavati erinnerte sich an das unerfüllte Versprechen und beschloss, selbst am Meeresufer zu verehren. Der Herr erschien Chandraketu im Traum und eröffnete ihm die Wahrheit. Der König entließ die Gefangenen und beschenkte sie reichlich.

4. Die vergessene heilige Speise
Als das Schiff heimkehrte, hatten Mutter und Tochter ihre Feier am Strand beendet. Kalavati lief voller Freude zu ihrem Mann, ohne Prasad zu nehmen. Da schien es ihr, als seien Schiff und Ehemann im Meer verschwunden. Eine Stimme erinnerte sie an die vergessene Gabe. Sie kehrte zurück und nahm die heilige Speise; darauf sah sie Schiff und Mann unversehrt. Sadhu erkannte Gottes Wirken und verehrte fortan an Vollmond und zum Sonnenübergang. Er lebte glücklich und gelangte schließlich nach Satya Loka.

5. Der König und die Waldbewohner
König Tungadhvaja sah auf der Jagd Waldbewohner unter einem Banyanbaum Satya Narayana verehren. Er verachtete ihre einfachen tönernen Gefäße und Bilder und warf das freundlich angebotene Prasad weg. Bald verlor er durch einen Angriff seiner Feinde Reich, Besitz und Kinder. Er erkannte seinen Hochmut, kehrte zu den Waldbewohnern zurück und feierte mit ihnen an denselben einfachen Gegenständen. Nun nahm er ihre heilige Speise an. Mit treuen Gefolgsleuten gewann er sein Reich wieder und wurde erneut mit Kindern gesegnet. Am Ende seines glücklichen Lebens erreichte er Satya Loka. Suta schließt: Wer diese Verehrung vollzieht oder ihr aufmerksam beiwohnt, kann in der schweren Zeit Hilfe finden.

Anregung für den Alltag
Wähle nach der Feier ein bislang aufgeschobenes gutes Versprechen und erfülle es. Die Erzählung verbindet Wahrhaftigkeit mit Dankbarkeit: Beides zeigt sich besonders darin, die Gabe eines anderen Menschen ohne Herablassung anzunehmen.

Vollständige Rezitationsanhänge

IAST
1. Gedenken und Achamana
oṃ keśavāya svāhā |
oṃ nārāyaṇāya svāhā |
oṃ mādhavāya svāhā |

2. Ganesha anrufen
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
agajānana padmārkaṃ gajānanamaharniśam |
anekadaṃ taṃ bhaktānām ekadantam upāsmahe ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||

3. Den Atem sammeln
oṃ namo bhagavate vāsudevāya |

4. Sankalpa und Altarlicht
oṃ mamopātta samasta duritakṣayadvārā śrī parameśvara prītyartham śrī satya nārāyaṇa prasāda siddhyartham adya śubhadine śubhamuhūrte śrī satyanārāyaṇa vratakarma yathāśakti kariṣye |

5. Wasser segnen
vaṃ
gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
amṛtaṃ bhavatu |

6. Prana Pratishtha – Anrufung vorbereiten
asya śrī prāṇapratiṣṭhāpana mantrasya brahma viṣṇu maheśvarā ṛṣayaḥ |
ṛgyajussāmātharvāṇi chandāṃsi śrīsatyanārāyaṇo devatā |
hrāṃ bījaṃ hrīṃ śaktiḥ kroṃ kīlakam |
hrām aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ | hrīṃ tarjanībhyāṃ namaḥ |
hrūṃ madhyamābhyāṃ namaḥ | hraim anāmikābhyāṃ namaḥ |
hrauṃ kaniṣṭhikābhyāṃ namaḥ | hraḥ karatala karapṛṣṭhābhyāṃ namaḥ |
hrāṃ hṛdayāya namaḥ | hrīṃ śirase svāhā |
hrūṃ śikhāyai vaṣaṭ | hraiṃ kavacāya huṃ |
hrauṃ netratrayāya vauṣaṭ | hraḥ astrāya phaṭ |
bhūrbhuvassuvaromiti digbandhaḥ |
satyanārāyaṇaṃ devaṃ vande’haṃ kāmadaṃ prabhum |
līlayā vitataṃ viśvaṃ yena tasyai namonamaḥ ||

7. Die göttliche Gegenwart einladen
oṃ hrāṃ hrīṃ kroṃ yaṃ raṃ laṃ vaṃ śaṃ ṣaṃ saṃ haṃ ḷaṃ kṣaṃ |
oṃ haṃsaḥ so’haṃ so’haṃ haṃsaḥ |
śrī ramāsahita satyanārāyaṇasya prāṇa iha prāṇaḥ | jīva iha sthitaḥ |
sarvendriyāṇi vāṅmanastvak cakṣuḥ śrotra jihvāghrāṇa prāṇāpānavyānodānasamānāḥ ihaivāgatya sukhaṃ ciraṃ tiṣṭhantu svāhā | sānnidhyaṃ kurvantu svāhā |
asunīte punarasmāsu cakṣuḥ punaḥ prāṇamiha no dehi bhogam |
jyokpaśyema sūryamuccarantamanumate mṛḷayā naḥ svasti |
hrāṃ hrīṃ kroṃ | kroṃ hrīṃ hrāṃ |
oṃ śrī ramāsahita satyanārāyaṇa prāṇaśaktyai namaḥ | atra āgaccha |

8. Um Verweilen bitten
āvāhito bhava | sthāpito bhava | sannihito bhava | sanniruddho bhava | avakuṇṭhito bhava |
deva prasīda prasīda | deva sarva jagannātha yāvatpūjāvasānakam |
tāvattvaṃ prītibhāvena mūrtau kalaśe ca sannidhiṃ kuru |

9. Die begleitenden Gottheiten grüßen
oṃ gaṇeśādi lokapālaka devatābhyo namaḥ |
oṃ adhidevatā pratyadhidevatā sahita sūryādi navagraha devatābhyo namaḥ |
oṃ indrādi daśa dikpālaka devatābhyo namaḥ |

10. Duft und Blüte
oṃ namo bhagavate satyadevāya | laṃ pṛthivyātmane namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ namo bhagavate satyadevāya | ham ākāśātmane namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi |

11. Mantra und Katha
oṃ namo bhagavate satyadevāya |

12. Räucherduft, Licht und Speise
oṃ namo bhagavate satyadevāya | yaṃ vāyvātmane namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ namo bhagavate satyadevāya | ram agnyātmane namaḥ | dīpaṃ darśayāmi |
oṃ namo bhagavate satyadevāya | vam amṛtātmane namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi |

13. Alle Dienste und Umschreitung
oṃ namo bhagavate satyadevāya | saṃ sarvātmane namaḥ | sarvopacārān samarpayāmi |

14. Die ganze Frucht darbringen
oṃ pūrṇamadaḥ pūrṇamidaṃ pūrṇātpūrṇamudacyate |
pūrṇasya pūrṇamādāya pūrṇamevāvaśiṣyate ||
oṃ namo bhagavate satyadevāya | pūrṇaphalaṃ samarpayāmi |

16. Udvasana – Rückkehr ins Herz
asmānmūrteśca kalaśācca śrī ramāsahita satyanārāyaṇaṃ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |

17. Vergebung und Hingabe
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ ramādhipa |
yatpūjitaṃ mayā deva paripūrṇaṃ tadastu te ||
prāyaścittānyaśeṣāṇi tapaḥ karmātmakāni vai |
yāni teṣāmaśeṣāṇāṃ śrī kṛṣṇasmaraṇaṃ param ||
śrī kṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa |
kāyena vācā manasendriyairvā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt |
karomi yadyat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi ||

18. Frieden und Prasad
anayā divya maṅgala pūjayā bhagavān sarvātmakaḥ śrī ramāsahita satyanārāyaṇaḥ prīyatām |
oṃ tatsat | sarvaṃ śrī kṛṣṇārpaṇamastu |
lokāḥ samastāḥ sukhino bhavantu |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |

Devanagari
1. Gedenken und Achamana
ॐ केशवाय स्वाहा ।
ॐ नारायणाय स्वाहा ।
ॐ माधवाय स्वाहा ।

2. Ganesha anrufen
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥
अगजानन पद्मार्कं गजाननमहर्निशम् ।
अनेकदं तं भक्तानाम् एकदन्तम् उपास्महे ॥
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥

3. Den Atem sammeln
ॐ नमो भगवते वासुदेवाय ।

4. Sankalpa und Altarlicht
ॐ ममोपात्त समस्त दुरितक्षयद्वारा श्री परमेश्वर प्रीत्यर्थम् श्री सत्य नारायण प्रसाद सिद्ध्यर्थम् अद्य शुभदिने शुभमुहूर्ते श्री सत्यनारायण व्रतकर्म यथाशक्ति करिष्ये ।

5. Wasser segnen
वं
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जले’स्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
अमृतं भवतु ।

6. Prana Pratishtha – Anrufung vorbereiten
अस्य श्री प्राणप्रतिष्ठापन मन्त्रस्य ब्रह्म विष्णु महेश्वरा ऋषयः ।
ऋग्यजुस्सामाथर्वाणि छन्दांसि श्रीसत्यनारायणो देवता ।
ह्रां बीजं ह्रीं शक्तिः क्रों कीलकम् ।
ह्राम् अङ्गुष्ठाभ्यां नमः । ह्रीं तर्जनीभ्यां नमः ।
ह्रूं मध्यमाभ्यां नमः । ह्रैम् अनामिकाभ्यां नमः ।
ह्रौं कनिष्ठिकाभ्यां नमः । ह्रः करतल करपृष्ठाभ्यां नमः ।
ह्रां हृदयाय नमः । ह्रीं शिरसे स्वाहा ।
ह्रूं शिखायै वषट् । ह्रैं कवचाय हुं ।
ह्रौं नेत्रत्रयाय वौषट् । ह्रः अस्त्राय फट् ।
भूर्भुवस्सुवरोमिति दिग्बन्धः ।
सत्यनारायणं देवं वन्दे’हं कामदं प्रभुम् ।
लीलया विततं विश्वं येन तस्यै नमोनमः ॥

7. Die göttliche Gegenwart einladen
ॐ ह्रां ह्रीं क्रों यं रं लं वं शं षं सं हं ळं क्षं ।
ॐ हंसः सो’हं सो’हं हंसः ।
श्री रमासहित सत्यनारायणस्य प्राण इह प्राणः । जीव इह स्थितः ।
सर्वेन्द्रियाणि वाङ्मनस्त्वक् चक्षुः श्रोत्र जिह्वाघ्राण प्राणापानव्यानोदानसमानाः इहैवागत्य सुखं चिरं तिष्ठन्तु स्वाहा । सान्निध्यं कुर्वन्तु स्वाहा ।
असुनीते पुनरस्मासु चक्षुः पुनः प्राणमिह नो देहि भोगम् ।
ज्योक्पश्येम सूर्यमुच्चरन्तमनुमते मृळया नः स्वस्ति ।
ह्रां ह्रीं क्रों । क्रों ह्रीं ह्रां ।
ॐ श्री रमासहित सत्यनारायण प्राणशक्त्यै नमः । अत्र आगच्छ ।

8. Um Verweilen bitten
आवाहितो भव । स्थापितो भव । सन्निहितो भव । सन्निरुद्धो भव । अवकुण्ठितो भव ।
देव प्रसीद प्रसीद । देव सर्व जगन्नाथ यावत्पूजावसानकम् ।
तावत्त्वं प्रीतिभावेन मूर्तौ कलशे च सन्निधिं कुरु ।

9. Die begleitenden Gottheiten grüßen
ॐ गणेशादि लोकपालक देवताभ्यो नमः ।
ॐ अधिदेवता प्रत्यधिदेवता सहित सूर्यादि नवग्रह देवताभ्यो नमः ।
ॐ इन्द्रादि दश दिक्पालक देवताभ्यो नमः ।

10. Duft und Blüte
ॐ नमो भगवते सत्यदेवाय । लं पृथिव्यात्मने नमः । गन्धं समर्पयामि ।
ॐ नमो भगवते सत्यदेवाय । हम् आकाशात्मने नमः । पुष्पं समर्पयामि ।

11. Mantra und Katha
ॐ नमो भगवते सत्यदेवाय ।

12. Räucherduft, Licht und Speise
ॐ नमो भगवते सत्यदेवाय । यं वाय्वात्मने नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
ॐ नमो भगवते सत्यदेवाय । रम् अग्न्यात्मने नमः । दीपं दर्शयामि ।
ॐ नमो भगवते सत्यदेवाय । वम् अमृतात्मने नमः । नैवेद्यं समर्पयामि ।

13. Alle Dienste und Umschreitung
ॐ नमो भगवते सत्यदेवाय । सं सर्वात्मने नमः । सर्वोपचारान् समर्पयामि ।

14. Die ganze Frucht darbringen
ॐ पूर्णमदः पूर्णमिदं पूर्णात्पूर्णमुदच्यते ।
पूर्णस्य पूर्णमादाय पूर्णमेवावशिष्यते ॥
ॐ नमो भगवते सत्यदेवाय । पूर्णफलं समर्पयामि ।

16. Udvasana – Rückkehr ins Herz
अस्मान्मूर्तेश्च कलशाच्च श्री रमासहित सत्यनारायणं यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।

17. Vergebung und Hingabe
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं रमाधिप ।
यत्पूजितं मया देव परिपूर्णं तदस्तु ते ॥
प्रायश्चित्तान्यशेषाणि तपः कर्मात्मकानि वै ।
यानि तेषामशेषाणां श्री कृष्णस्मरणं परम् ॥
श्री कृष्ण कृष्ण कृष्ण ।
कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर्वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् ।
करोमि यद्यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि ॥

18. Frieden und Prasad
अनया दिव्य मङ्गल पूजया भगवान् सर्वात्मकः श्री रमासहित सत्यनारायणः प्रीयताम् ।
ॐ तत्सत् । सर्वं श्री कृष्णार्पणमस्तु ।
लोकाः समस्ताः सुखिनो भवन्तु ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ।

Deutsch
1. Gedenken und Achamana
Hingabe an Keshava, Narayana und Madhava, die drei hier angerufenen Namen Vishnus.

2. Ganesha anrufen
Man meditiere auf den weiß Gewandeten, Allgegenwärtigen, Mondfarbenen, Vierarmigen mit heiterem Antlitz, damit alle Hindernisse Frieden finden. Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für das Lotusantlitz der Tochter des Berges, der seinen Verehrenden vieles schenkt und einen Stoßzahn besitzt. O Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie zehn Millionen Sonnen, lass all mein Tun stets ohne Hindernis sein.

3. Den Atem sammeln
Om, Verehrung dem erhabenen Vasudeva.

4. Sankalpa und Altarlicht
Zur Überwindung aller von mir angesammelten Verfehlungen, zur Freude des höchsten Herrn und um Satya Narayanas Gnade zu empfangen, werde ich heute, an diesem guten Tag und in dieser guten Stunde, das Gelübderitual Satya Narayanas nach meinen Kräften vollziehen.

5. Wasser segnen
Vaṃ ist die Keimsilbe der Wasserläuterung. Ganga und Yamuna, Godavari und Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig. Möge es Nektar sein.

6. Prana Pratishtha – Anrufung vorbereiten
Seher dieses Mantras zur Einsetzung des Lebens sind Brahma, Vishnu und Maheshvara; seine Versmaße sind die vier Veden, seine Gottheit ist Satya Narayana. Hrāṃ ist sein Same, hrīṃ seine Kraft, kroṃ sein Verschluss. Verehrung den Daumen, Zeigefingern, Mittelfingern, Ringfingern, kleinen Fingern, Handflächen und Handrücken mit den jeweils genannten Silben; Verehrung dem Herzen, Hingabe dem Haupt, der Haarlocke, dem Schutzpanzer, den drei Augen und der Waffe. Mit bhūḥ, bhuvaḥ, suvaḥ und Om werden die Richtungen umgrenzt. Ich verehre Satya Narayana, den Herrn, der Wünsche erfüllt und durch dessen Spiel das Weltall entfaltet ist; wieder und wieder Verehrung ihm.

7. Die göttliche Gegenwart einladen
Om und die Keimsilben; der göttliche Schwan: Er bin ich, ich bin Er. Satya Narayanas mit Rama verbundenes Leben sei hier lebendig; sein Lebenswesen sei hier gegenwärtig. Alle Sinne, Sprache, Denken, Haut, Sehen, Hören, Zunge und Riechen und die fünf Lebenskräfte mögen hierherkommen und lange glücklich weilen. Sie mögen Gegenwart schenken. Lebensführende Gottheit, gib uns Sehkraft, Leben und Genuss erneut; lass uns lange die aufgehende Sonne schauen. Wohlgesinnte, sei uns gnädig zum Heil. Verehrung der Lebenskraft Satya Narayanas mit Rama: Komm hierher.

8. Um Verweilen bitten
Sei eingeladen, eingesetzt, gegenwärtig, bewahrt und verhüllt. O Gott, sei gnädig. Herr der ganzen Welt, bleibe voll Liebe bis zum Ende der Puja in der Gestalt und im Gefäß gegenwärtig.

9. Die begleitenden Gottheiten grüßen
Verehrung den Welthütern, beginnend mit Ganesha; den neun Grahas, beginnend mit Surya, samt ihren übergeordneten und begleitenden Gottheiten; und den zehn Richtungshütern, beginnend mit Indra.

10. Duft und Blüte
Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit. Laṃ, Verehrung dem Wesen der Erde: Ich bringe Duft dar. Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit. Ham, Verehrung dem Wesen des Raumes: Ich bringe eine Blüte dar.

11. Mantra und Katha
Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit.

12. Räucherduft, Licht und Speise
Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit. Yaṃ, Verehrung dem Wesen des Windes: Ich lasse Räucherduft entgegenströmen. Ram, Verehrung dem Wesen des Feuers: Ich zeige das Licht. Vam, Verehrung dem Wesen des Nektars: Ich bringe Speise dar.

13. Alle Dienste und Umschreitung
Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit. Saṃ, Verehrung dem Selbst von allem: Ich bringe alle ehrenden Dienste dar.

14. Die ganze Frucht darbringen
Jenes ist Fülle, dieses ist Fülle. Aus der Fülle geht Fülle hervor. Nimmt man Fülle aus der Fülle, bleibt allein Fülle. Om, Verehrung dem erhabenen Gott der Wahrheit: Ich bringe die ganze Frucht dar.

16. Udvasana – Rückkehr ins Herz
Aus dieser Gestalt und diesem Gefäß lasse ich Satya Narayana mit Rama an seinen eigenen Ort zurückkehren.

17. Vergebung und Hingabe
Herr Ramas, möge die Verehrung, die ich dir mit unvollkommenem Mantra, Handeln und Hingabe dargebracht habe, für dich vollständig sein. Unter allen Formen der Wiedergutmachung durch Askese und Werke ist das Gedenken an Krishna das Höchste. Shri Krishna, Krishna, Krishna. Was immer ich mit Körper, Sprache, Denken, Sinnen, Einsicht, eigenem Wesen oder aus natürlicher Anlage tue, bringe ich dem höchsten Narayana dar.

18. Frieden und Prasad
Möge der erhabene Satya Narayana mit Rama, das Selbst aller Wesen, durch diese göttliche, heilvolle Puja erfreut sein. Om, das ist die Wahrheit. Alles sei Krishna dargebracht. Mögen alle Welten glücklich sein. Om, Frieden, Frieden, Frieden.

Quellen und weiterführende Praxis

Grundlage sind die vollständige Hauptfolge S. 4–12 und die fünf Erzählkapitel S. 13–15 der englischen Ati-Laghu-Ausgabe. Die ausdrücklich fakultativen Langrezitationen der Anhänge B–F gehören nicht zur gewählten Hauptfassung. Die Einladung „yāvatpūjāvasānakam … mūrtau kalaśe“ folgt der Devanagari-Parallelausgabe; damit werden die versehentlich auf Homa und Feuer bezogenen Wörter der englisch transkribierten Ausgabe nicht übernommen. Die dort ebenfalls stehengebliebene Nennung Mahaganapatis in der Visualisierungsanweisung wird durch den tatsächlichen Gegenstand der Feier, Satya Narayana, erläutert. Die Katha wird vollständig in ihren fünf Erzählabschnitten eigenständig auf Deutsch nacherzählt; das Handbuch gibt hierfür selbst keinen Sanskrittext vor. Die Bija-Silben werden als Lautformeln erhalten und nicht durch eine erfundene Wortbedeutung ersetzt.

Siehe auch: Satyanarayana Puja, Puja, Satya, Bhakti Yoga. Yoga verbindet die äußere Verehrung mit innerer Sammlung.

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