Meditation und Achtsamkeit

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Meditation und Achtsamkeit - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Meditation und Achtsamkeit Meditation hat viel mit Achtsamkeit zu tun

Meditation und Achtsamkeit

Meditation und Achtsamkeit beides hängt zusammen. Auf gewisse Weise könntest du sagen Meditation ist Achtsamkeitstrainig. Und Meditation kann dir auch helfen achtsam im Alltag zu sein. Und wenn du im Alltag Achtsamkeit übst wird auch die Meditation tiefer.

Formen der Achtsamkeit

Wenn wir über Meditation und Achtsamkeit sprechen müssen wir erst einmal schauen welche Formen der Achtsamkeit gibt es denn? Wir unterscheiden gerne drei Achtsamkeiten:

Erstens: die beobachtende Achtsamkeit. Zweitens: die konzentrierende Achtsamkeit und damit auch die entspannte konzentrierte Achtsamkeit Drittens: die intensive Achtsamkeit.

Alle drei übt man in der Meditation. In einem engeren Sinn wird manchmal unter Achtsamkeit nur die beobachtende Achtsamkeit bezeichnet.

Zunächst einmal die beobachtende Achtsamkeit: die beobachtende Achtsamkeit hilft dir, dich von Etwas zu lösen. Du beobachtest zum Beispiel den Atem. Du spürst wie der Atem einströmt und ausströmt. Oder du gehst durch den Körper hindurch und spürst die einzelnen Körperteile. Du spürst vielleicht auch irgendwo wo Schmerz ist. Du spürst wo Emotionen sind. Du beobachtest die Bilder in deinem Geist. Du beobachtest die Worte, die du formulierst. Das ist alles beobachtende Achtsamkeit. Das heißt, du versuchst nicht irgend einen Gedanken hervor zu rufen. Sondern du beobachtest einfach, was von selbst da ist und du lernst, dich davon nicht beeinflussen zu lassen. Und du lernst auch, dich nicht damit zu identifizieren. Für die beobachtende Achtsamkeit, auch genannt Sakshi Bav oder auf gut Buddhistisch Vipassana gilt: nicht analysieren, nicht beurteilen, nicht verurteilen, nicht reagieren, nur beobachten. Diese Art von Achtsamkeit gibt es eben als Meditation wie auch im Alltag.

Zweitens die konzentrierte Achtsamkeit: Du tust das, was du tust, bewusst. Wenn du dir zum Beispiel Essen kochst, kochst du nur das Essen. Wenn du isst, isst du nur. Wenn du bügelst, bügelst du bewusst. Wenn du mit einem Menschen sprichst und der Andere spricht, dann hörst du ihm mit voller Achtsamkeit zu. Wenn du sprichst achtest du auf den Anderen wie das wirkt. Das ist also die konzentrierte Achtsamkeit. Und auch dafür gilt, was auch für die Meditation gilt. Du kannst dich voll konzentrieren auf dein drittes Auge. Du kannst auch ein Mantra wiederholen und dich dabei konzentrieren. Das ist die sanfte konzentrierte Achtsamkeit.

Und als drittes gibt es die intensive konzentrierte Achtsameit . Zum Beispiel spürst du dein Sahasrara Chakra, Scheitelgegend und du bringst die Konzentration vom Scheitel nach oben. Und du richtest dann alle Aufmerksamkeit auf das Licht oberhalb des Kopfes oder auf Segen, der von oben in dich hinein dringt. Mit all deinem Wesen, mit all deiner Intensität spürst du diesen Bereich. Oder du schaust deinem Partner in die Augen zuerst ganz entspannt. Und dann spürst du ihn oder sie vom Herzen her. Und dann gebt ihr euch gegenseitig die intensive Achtsamkeit bis ihr zur Verschmelzung kommt und in eine Art überbewussten Zustand fallt.

Das wird dann Dhyana, die echte, die tiefe Meditation, die in Samadhi mündet, in das Überbewusstsein.

Also Achtsamkeit gibt es im täglichen Leben und in der Meditation. Wenn du meditierst ist das auch ein Achsamkeitstraining das dir hilft, im Alltag achtsam zu sein.

Umgekehrt, wenn du dich bemühst im Alltag immer wieder Achtsamkeit zu üben, nicht die ganze Zeit, du musst auch mal nachdenken, überlegen, reagieren und so weiter. Aber immer wieder im Alltag Achtsamkeit üben hilft dir, auch in die Tiefe der Meditation zu fallen.

Mehr über die Ausdrücke Achtsamkeit und auch Meditation und Meditationsanleitungen gibt es auf den Yoga Vidya Internetseiten.

Erklärung von Achtsamkeit

Es gibt viele verschiede Formen von Meditation und der Ausdruck Achtsamkeit hat ja auch ein dreifache Bedeutung.

  • Erstens: [Achtsamkeit] bedeutet das, was du tust, bewusst zu machen.
  • Die zweite Bedeutung von Achtsamkeit ist, dass du das was erlebbar ist einfach beobachtest. Das wäre die beobachtende Achtsamkeit.
  • Und die dritte Form der Achtsamkeit ist die intensive Achtsamkeit, etwas mit großer Intensität zu machen. All das kannst du auch in der Meditation umsetzen.

Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit im Alltag würde zum Beispiel heißen, wenn du gehst, gehst du bewusst. Du spürst das Gehen, du siehst deine Umgebung, du merkst deinen Atem und so weiter. Genauso wenn du meditierst, könntest du auch durch den Körper hindurchgehen und spüren was der Körper macht. Und du wiederholst das Mantra und bist bewusst bei dem Mantra. Du visualisierst etwas und du bist bewusst bei dieser Visualisierung. Du lässt es nicht zu, dass dein Geist etwas visualisiert im dritten Auge und parallel denkst du darüber nach, was du heute noch alles machen könntest anstatt zu meditieren.

Achtsamkeit in der Meditation - Sakshi-Bhav Achtsamkeit in der Meditation heißt, was auch immer du für eine Technik wählst, du bist bei dieser Technik.

Aufmerksamkeit intensivieren

Die dritte Form der Achtsamkeit ist, du intensivierst deine Aufmerksamkeit. Du wiederholst das Mantra, du wiederholst es mit großer Intensität, mit aller Aufmerksamkeit. Also ob es nichts wichtigeres gäbe als mit Intensität das Mantra zu wiederholen. Das ist die dritte Form der Achtsamkeit, die intensive Achtsamkeit.

Alle drei Formen von Achtsamkeit:

Wir haben bei Yoga Vidya auch die Achtsamkeitslehrerausbildung und Achtsamkeitsmeditation Kursleiterausbildung, Informationen dazu findest du auf Yoga Vidya. Dort findest du ein Suchfeld und kannst eingeben, wonach du suchen willst.

Video Meditation und Achtsamkeit

Hier findest du ein Vortragsvideo mit dem Thema Meditation und Achtsamkeit :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

Meditation und Achtsamkeit Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Meditation und Achtsamkeit :

Siehe auch

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