Marutta

Aus Yogawiki

Marutta (Sanskrit: मरुत्त marutta m.) ein König und Nachfahre von Manu, Name verschiedener Fürsten.

Darstellung von Vayu, der Gott des Windes

Verschiedene Schreibweisen für Marutta

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Marutta auf Devanagari wird geschrieben " मरुत्त ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " marutta ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " marutta ", in der Velthuis Transkription " marutta ", in der modernen Internet Itrans Transkription " marutta ".

Legenden über Marutta

Marutta war ein Weltenherrscher und Sohn König Avikshits. Gemäß der hinduistischen Mythologie war der Chakravarti der Enkel des legendären Khaaninetra. Marutta regierte mit Milde und Gerechtigkeit und sein Volk verließ sich auf ihn. Indra, der König der Götter, war eifersüchtig auf Maruttas wachsende Popularität. Als er herausfand, dass Marutta ein Yajna für die Götter vorbereitete, stieß er in eine Trompete. Maruttas geistlicher Lehrer und Priester der Götter, Brihaspati, sollte die Yajna ausführen. Indra jedoch warnte Brihaspati, wenn er es ausführte, würde er seine priesterlichen Privilegien bei den Göttern verlieren.

Brihaspati respektierte Indras himmlischen Status und seiner Weisung folgend führte er das Opfer nicht durch. Marutta sorgte sich, wer nun das Opfer vollziehen würde. Der Gedanke, als König zu scheitern, nervte ihn. Die Yajna sollte Regen und eine gute Ernte für das Volk bringen, und wenn er damit scheiterte, würden die Landsleute leiden. Er war kurz davor, Selbstmord zu begehen. Aber Narada betrat gerade rechtzeitig die Szene. Er sagte, es gäbe jemand, der für Brihaspati eintreten könnte, nämlich sein Bruder Samvarta. Brihaspati, der neidisch auf die Fähigkeiten seines Bruders war, hatte gegen ihn konspiriert, so dass Samvarta sein Haus verließ und ein Naga Sadhu wurde. Narada wies Marutta an, nach Varanasi zu reisen und außerhalb der Verbrennungsstätten mit einer Leiche zu warten. Der nackte Sadhu der sich vom Körper wegbewegen würde, sei Samvarta, sagte er.

Marutta folgte Narads Instruktionen, und sobald er einen dünnen drahtigen alten Sadhu sah, der sich hastig von dem Leichnam entfernte, war ihm klar, dass er seinen Mann gefunden hatte. Er verfolgte ihn, aber Samvarta war grob, kurz angebunden und sagte Marutta, dass er nichts mehr mit Menschen oder Göttern zu tun haben wollte. Aber Marutta gab nicht nach, und schließlich stimmte Samvarta zu. Die Bedingung war, dass Marutta zu seinem Wort stehen solle. Schreckliche Zeiten stünden dem König bevor, da er gegen Indras Befehl handeln würde, aber wenn er sein Unternehmen aufgebe, würde ein Fluch schlimmer als die Hölle über ihn kommen.

Marutta begann die Vorbereitungen für die Yajna. Er meditierte im Gebet über Shiva, und als Shiva erschien, schauerte er seine Unterstützung und Segungen auf Marutta nieder. Marutta war zuversichtlich, da Shiva auf seiner Seite war. Dennoch war er schlecht vorbereitet für das, was Indra auf ihn loslassen würde. Das Wetter wandte sich gegen ihn, sein Volk litt und alles wurde unternommen, um ihn von der Yajna abzubringen. Die Untertanen von Maruttas Königreich wurden erschöpft und die Götter argwöhnisch. Denn Indra war ein gemeiner Feind und mit Brihaspati auf seiner Seite musste Zestörung erfolgen.

Als der Tag näher kam, sandte Marutta seine Einladungen aus. Alle Götter, sogar Indra, waren aufgelistet. Dei Ratgeber des Königs wiesen ihn an, Indra von der Yajna fern zu halten, aber Marutta sagte, das würde die Yajna unvollommen machen.

Am Tag des Opfers kamen alle Götter - sogar Indra, aber Brihaspati nicht. Mit ihren Frauen, Fahrzeugen und all ihrer himmlischen Herrlichkeit ließen sich die Götter um das Feuer nieder. Als Samvarta seine Mantras rezitierte, wurden die Götter in ihren Zauber hineingezogen. Die Yajna war ein Erfolg da die Opfergabe des Königs akzeptiert wurde und die Götter am großen Opfer teilnahmen. Samvarta fand seinen Platz in der Welt und Indra und Marutta, so sagt man, lebten danach friedlich zusammen. Marutta ist auch der Name Karandhamas, eines Nachkommens Turvasas.

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