Maha Mrityunjaya Homa gemäß Homa Sangraha

Aus Yogawiki

Maha Mrityunjaya Homa gemäß Homa Sangraha ist ein Feueropfer an Shiva als Mrityunjaya, den Überwinder des Todes. Es erbittet Leben, Gesundheit und Furchtlosigkeit, für sich selbst oder für einen geliebten Menschen in Krankheit oder Gefahr. Shiva ist dabei im Rudra-Kumbha, einem geweihten Wassergefäß, gegenwärtig. Die Bitte wird durch eine Folge von Reis-, Durva- und Feuerdarbringungen getragen. Die siebzehn Durva-Gaben verbinden vedische Schutzgebete mit dem Wunsch: „Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen.“ Am Ende werden sauber zurückbehaltene Reisgaben gesegnet und als Prasad gekostet.

Shiva in Meditation: Ruhe und Zuflucht beim Überwinder des Todes.

Die ausführliche Fassung folgt dem Homa Sangraha mit seinem besonderen Mrityunjaya-Abschluss. Sie schenkt der Sorge um einen geliebten Menschen einen klaren Raum für Bhakti, liebevolle Gegenwart und gemeinsames Gebet. Im Geist von Yoga führt sie vom Festhalten an der Angst zur Zuflucht in das unvergängliche Selbst.

Vorbereitung

Die Ritualleitung ist mit vedischer Rezitation und der sicheren Feuerführung vertraut. Der Yajamana trägt den Vorsatz und die Darbringungen; eine helfende Person reicht die Gaben. Die Mantras stehen ohne vedische Tonzeichen. Die Akzentführung wird mit einer geübten Lehrperson gelernt.

Bereite den Homa Kunda auf einer feuerfesten Unterlage vor; halte lose Kleidung und brennbare Gegenstände vom Feuer fern. Zange, eine sichere Ablage für heiße Geräte und ein geeignetes Löschmittel stehen griffbereit. Bereitstehen müssen:

  • Ein sauberer Kunda, reine Erde oder Reismehl, Zündmittel, eine feuerfeste Metallschale und geeignetes trockenes Brennholz.
  • Zwölf kleine Hölzer mit Baumwollfaden für das Anfangsbündel, drei zusätzliche Begrenzungshölzer sowie weitere Hölzer zum Unterhalten des Feuers.
  • Darbha für Umrandung, Gefäßunterlagen und Reinigungen, zwei unbeschädigte Halme für den Reinigungsring und gegebenenfalls den symbolischen Brahma-Sitz.
  • Ghee (bzw. Pflanzenöl), ein wärmebeständiges Gefäß, ein kleiner Schöpflöffel und ein größerer Opferlöffel; genügend Opfersubstanz auch für Anfangs- und Schlussgaben.
  • Besprenggefäß, Pranita-Patra, sauberes Wasser, Auffangschalen, Blumen, Akshata, Sandelpaste, Kumkum, Girlanden, Weihrauch, Lampe und Arati-Schale.
  • Früchte, vegetarische Speisegaben, Tambula und Dakshina; Sitze westlich und südlich des Feuers.

Pflanzenöl und Pflanzenmilch sind heutige vegane Praxisalternativen. Überlieferte Rezitationen und ihre wörtliche Bedeutung bleiben erhalten.

Zusätzlich: ein Ganesha-Bild für die Vorverehrung; ein eigenes Punyaha-Gefäß; nördlich ein gefülltes Rudra-Kumbha mit wasserfester Shiva-Murti und südlich davon ein Navagraha-Mandala; ein separates Abhisheka-Gefäß und eine Auffangschale für das Bad. Für die Gaben werden Tuch, heilige Schnur, kleine Schmuckgaben, sechzehn zusätzliche Blumen, Duftöl, Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt beziehungsweise Pflanzenjoghurt, Honig beziehungsweise pflanzlicher Dicksaft, Zucker, Zuckerrohrsaft, Zitronenwasser, Kokoswasser und Duftwasser gebraucht. Bereite daraus kleine Mengen Panchamrita und Madhuparka vor. Stelle getrennt schlichten gekochten Reis als Charu und süßen Reisbrei als Payasa bereit. Nimm siebzehn kleine Durva-Büschel für die Feuerfolge und weitere Halme für die Bali-Gabe. Bewahre Charu für zwei Feuerportionen, eine Bodengabe und eine saubere essbare Prasad-Portion getrennt auf; außerdem wird ein zusätzliches Holz für die letzte Lebensgabe benötigt.

Das südliche Navagraha-Mandala folgt dieser Ordnung: Surya im Zentrum; Chandra im Südosten, Mangala im Süden, Budha im Nordosten, Brihaspati im Norden, Shukra im Osten, Shani im Westen, Rahu im Südwesten, Ketu im Nordwesten. Farben, Formen und Blickrichtungen werden bei den Einladungen genannt. Die neun Plätze bilden die vorbereitende Himmelsverehrung; die Hauptverehrung gilt Shiva.

Die Feuerfolge enthält zwei Charu-Gaben, fünf Weltengaben, siebzehn Durva-Gaben, vier Lebenssegen-Gaben, acht Mrityu-Gaben und ein letztes Lebensholz. Die allgemeine Feuereinrichtung kommt hinzu. Auf den besonderen Abschluss dieses Ritus folgt keine zusätzlich eingeschobene Purnahuti aus einer anderen Homa-Fassung.

Vollständiger Ablauf

1. Guru und Frieden
Mit gefalteten Händen sprechen.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

Bedeutung: Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.

2. Zustimmung der Versammlung
Die Ritualleitung grüßt die Anwesenden; der Yajamana legt die vorbereitete Dankesgabe vor die Ritualkundigen und bittet um Zustimmung. Die Versammlung gibt ihre Zustimmung mit eigenen Worten.

namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya mahāmṛtyuñjayahomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||

Bedeutung: Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Maha-Mrityunjaya-Homa auszuführen.

3. Den Lebenssegen erbitten
Der Yajamana nennt Ort, Datum und die Person, der das Gebet gilt. Setze deren Namen, Geburtsstern und Tierkreiszeichen in die bezeichneten Felder ein; die Ritualleitung passt die grammatische Personenform an. Das Gebet begleitet Fürsorge und Behandlung, wenn jemand krank ist.

hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
asyāṃ śubhatithau [Geburtsstern] nakṣatre [Tierkreiszeichen] rāśau jātasya [Name im Genitiv] āyurārogyaiśvaryābhivṛddhyarthaṃ śarīravartamānavartiṣyamāṇasamastarogapīḍāparihārārtham ārogyadṛḍhagātratāsiddhyartham apamṛtyunivāraṇārthaṃ mahāmṛtyuñjayaprasādasiddhyarthaṃ sakalacintitamanorathāvāptyarthaṃ mahāmṛtyuñjayahomākhyaṃ karma kariṣye |
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag vollziehe ich das Maha-Mrityunjaya-Homa für die genannte Person: für Lebensfülle, Gesundheit und Gedeihen, Linderung gegenwärtiger und künftiger Krankheit und Bedrängnis, körperliche Festigkeit, Schutz vor vorzeitigem Tod, Mrityunjayas Gnade und Erfüllung der bedachten Anliegen. Zur unbehinderten Vollendung verehre ich Ganesha und segne das Wasser für Herz, Körper, Platz und Geräte.

4. Ganesha betrachten und einladen
Stelle ein Ganesha-Bild oder eine kleine Murti neben den Hauptplatz. Betrachte seine Gestalt und lege Duft, Akshata und Blüten davor.

gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.

Gabe Handlung Rezitation Bedeutung
Ganesha-Gabe 1: Sitz Lege etwas Akshata als Sitzzeichen vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । āsanaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar.
Ganesha-Gabe 2: Fußwasser Gib einen Löffel Fußwasser in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । pādyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar.
Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser Biete einen Löffel Ehrenwasser in der Auffangschale an. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । arghyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.
Ganesha-Gabe 4: Mundwasser Gib einen Löffel Mundwasser in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar.
Ganesha-Gabe 5: Bad Besprenge eine wasserfeste Murti leicht; vor einem Bild genügt eine symbolische Wassergabe in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar.
Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad Biete nach dem Bad erneut einen Löffel Mundwasser an. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar.
Ganesha-Gabe 7: Gewand Lege Akshata als Zeichen des Gewandes vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । vastrārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar.
Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur Lege Akshata als Zeichen der heiligen Schnur vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । upavītārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar.
Ganesha-Gabe 9: Schmuck Lege Akshata als Zeichen des Schmuckes vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar.
Ganesha-Gabe 10: Duft Bringe etwas Sandelpaste an der Murti oder auf dem Gabenteller dar. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । divyagandhān dhārayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar.
Ganesha-Gabe 11: Kumkum Gib etwas Kumkum zur dargebrachten Sandelpaste. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar.
Ganesha-Gabe 12: Girlande Lege die Blütengirlande vor Ganesha oder um die Murti. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । puṣpamālāṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar.

5. Ganeshas Namen
Bei jedem Namen eine Blüte oder etwas Akshata darbringen.

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
Nacheinander Weihrauch und Lampe vor Ganesha zeigen, Wasser anbieten, die Speise vor ihn stellen, erneut Wasser darbringen und Tambula hinlegen.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.

7. Lichtkreis und Gebet
Mit der Arati-Lampe vor Ganesha kreisen, sie sicher abstellen und Wasser darbringen. Danach mit gefalteten Händen beten.

oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Bedeutung: Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.

8. Ganesha danken und die Ritualleitung einsetzen
Verabschiede die vorbereitende Ganesha-Einladung, berühre sauberes Wasser und wende dich an die Person, welche die Feier leitet.

oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
asmin mahāmṛtyuñjayahomakarmaṇi sakalakarma kartum ācāryaṃ tvāṃ vṛṇe ||

Bedeutung: Verehrung Ganesha. Ich verabschiede deine angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Für das Maha-Mrityunjaya-Homa wähle ich dich als Acharya zur Leitung der gesamten Handlung.

9. Varuna anrufen
Die Ritualleitung berührt das Wassergefäß mit Darbha.

imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.

10. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
Jede Wassergabe in das Auffanggefäß geben; bei Gewand und Schnur Akshata hinlegen, danach Duft und Blüten. Die Kurzrubriken des Handbuchs sind hier als vollständige Gabensätze aufgelöst.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.

11. Varunas Namen und letzte Gaben
Zu jedem Namen eine Blüte oder Akshata darbringen; anschließend Weihrauch und Lampe zeigen, eine Speise und Tambula anbieten und mit dem Kampferlicht kreisen.

oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.

12. Die Anwesenden stimmen ein
Die Ritualleitung berührt die Gefäßöffnung mit Darbha. Sie spricht jeweils den ersten Satz; die Anwesenden antworten mit dem zweiten.

śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||

Bedeutung: Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.

13. Punyaha, Svasti und Riddhi
Die Ritualleitung spricht die Verse und die jeweilige Bitte an die Anwesenden. Die drei kurzen Antworten werden jeweils dreimal gesprochen; sie stehen hier vollständig.

punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||

Bedeutung: Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.

14. Segenswünsche über dem Gefäß
Bei jedem kurzen Segenswunsch etwas Wasser auf das Gefäß tropfen.

śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||

Bedeutung: Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.

15. Belastendes abgeben
Etwas Wasser südwestlich neben dem Ritualplatz in eine Schale tropfen.

oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||

Bedeutung: Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.

16. Die Segnung weitet sich
Wieder auf das Gefäß tropfen und anschließend die folgenden Segensverse sprechen.

sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||

Bedeutung: Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.

17. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
Die Ritualleitung spricht die erste Bitte, die Teilnehmenden die Antwort. Dann wird Varuna aus diesem Gefäß entlassen; mit dem Wasser werden Personen, Platz und Geräte leicht besprengt. Die ausgeschriebene Entlassungsformel stammt aus dem Varuna-Abschluss desselben Handbuchs, S. 20.

svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

Bedeutung: Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.

18. Surya im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den südlich des Rudra-Gefäßes vorbereiteten Mandalaplatz von Surya: Mitte, rot, in Gestalt von Kreis. Die dargestellte Gottheit blickt nach Osten. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Surya – vedischer Vers
ā satyena rajasā vartamāno niveśayann amṛtaṃ martyaṃ ca |
hiraṇyayena savitā rathenā devo yāti bhuvanā vipaśyan ||

Bedeutung: Savitar bewegt sich durch den Raum, ordnet Unsterbliche und Sterbliche und fährt auf seinem goldenen Wagen, alle Welten überschauend.

Surya – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ maṇḍalamadhye raktavartulākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ ādityagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Surya mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Surya – Gayatri
oṃ bhāskarāya vidmahe mahādyutikarāya dhīmahi tan no āditya pracodayāt ||

Bedeutung: Den Strahlenden erkennen wir, über den Schöpfer großen Glanzes meditieren wir; Aditya möge unsere Einsicht anregen.

19. Chandra im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den südlich des Rudra-Gefäßes vorbereiteten Mandalaplatz von Chandra: Südosten, weiß, in Gestalt von Quadrat. Die dargestellte Gottheit blickt nach Westen. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Chandra – vedischer Vers
āpyāyasva sametu te viśvataḥ soma vṛṣṇiyam |
bhavā vājasya saṃgathe ||

Bedeutung: Wachse, Soma; von allen Seiten sammle sich deine Kraft. Sei uns Stärke bei der Gewinnung von Fülle.

Chandra – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyāgneyadigbhāge śvetacaturaśrākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ paścimābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ candragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Chandra mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Chandra – Gayatri
oṃ niśākarāya vidmahe sudhāhastāya dhīmahi tan no candra pracodayāt ||

Bedeutung: Den Schöpfer der Nacht erkennen wir, über den mit Nektar in der Hand meditieren wir; Chandra möge unsere Einsicht anregen.

20. Mangala im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den südlich des Rudra-Gefäßes vorbereiteten Mandalaplatz von Mangala: Süden, rot, in Gestalt von Dreieck. Die dargestellte Gottheit blickt nach Süden. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Mangala – vedischer Vers
agnir mūrdhā divaḥ kakutpatiḥ pṛthivyā ayam |
apāṃ retāṃsi jinvati ||

Bedeutung: Agni ist das Haupt des Himmels und der Gipfel, Herr dieser Erde; er belebt die Samenkräfte der Wasser.

Mangala – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya dakṣiṇadigbhāge raktatrikoṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ aṅgārakagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Mangala mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Mangala – Gayatri
oṃ aṅgārakāya vidmahe bhūmiputrāya dhīmahi tan no kuja pracodayāt ||

Bedeutung: Angaraka erkennen wir, über den Sohn der Erde meditieren wir; Kuja möge unsere Einsicht anregen.

21. Budha im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den südlich des Rudra-Gefäßes vorbereiteten Mandalaplatz von Budha: Nordosten, gelb, in Gestalt von Pfeil. Die dargestellte Gottheit blickt nach Osten. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Budha – vedischer Vers
udbudhyasvāgne prati jāgṛhy enam iṣṭāpūrte saṃsṛjethām ayaṃ ca |
punaḥ kṛṇvaṃs tvā pitaraṃ yuvānam anvātāṃsīt tvayi tantum etam ||

Bedeutung: Erwache, Agni, wache über diesen Menschen. Opfer und gemeinnütziges Tun mögen sich mit ihm verbinden. Indem er dich, den Vater, wieder jung macht, führt er in dir diesen Lebensfaden fort.

Budha – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyeśānyadigbhāge pītabāṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ budhagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Budha mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Budha – Gayatri
oṃ saumyakarāya vidmahe somasutāya dhīmahi tan no budha pracodayāt ||

Bedeutung: Den Sanftmut Wirkenden erkennen wir, über den Sohn Somas meditieren wir; Budha möge unsere Einsicht anregen.

22. Brihaspati im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den südlich des Rudra-Gefäßes vorbereiteten Mandalaplatz von Brihaspati: Norden, goldgelb, in Gestalt von Rechteck. Die dargestellte Gottheit blickt nach Norden. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Brihaspati – vedischer Vers
bṛhaspate ati yad aryo arhād dyumad vibhāti kratumaj janeṣu |
yad dīdayac chavasa ṛtaprajāta tad asmāsu draviṇaṃ dhehi citram ||

Bedeutung: Brihaspati, wenn deine verehrungswürdige, einsichtsvolle Kraft unter Menschen hell leuchtet: Aus der Wahrheit Geborener, schenke uns jenen vielfältigen Reichtum, der in Macht erstrahlt.

Brihaspati – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyottaradigbhāge kanakadīrghacaturaśrākāramaṇḍale pratiṣṭhitam uttarābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ bṛhaspatigrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Brihaspati mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Brihaspati – Gayatri
oṃ āṅgirasāya vidmahe vāgīśāya dhīmahi tan no jīva pracodayāt ||

Bedeutung: Angirasa erkennen wir, über den Herrn der Rede meditieren wir; Jiva möge unsere Einsicht anregen.

23. Shukra im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den südlich des Rudra-Gefäßes vorbereiteten Mandalaplatz von Shukra: Osten, weiß, in Gestalt von Fünfeck. Die dargestellte Gottheit blickt nach Osten. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Shukra – vedischer Vers
pra vaḥ śukrāya bhānave bharadhvaṃ havyaṃ matiṃ cāgnaye supūtam |
yo daivyāni mānuṣā janūṃṣy antar viśvāni vidmanā jigāti ||

Bedeutung: Bringt dem hellen, strahlenden Agni die Gabe und das reine Gebet dar. Mit seinem Wissen durchdringt er alle göttlichen und menschlichen Geschlechter.

Shukra – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya pūrvadigbhāge śvetapañcakoṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ śukragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Shukra mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Shukra – Gayatri
oṃ bhārgavāya vidmahe vidyādhīśāya dhīmahi tan no śukra pracodayāt ||

Bedeutung: Bhargava erkennen wir, über den Herrn des Wissens meditieren wir; Shukra möge unsere Einsicht anregen.

24. Shani im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den südlich des Rudra-Gefäßes vorbereiteten Mandalaplatz von Shani: Westen, schwarz, in Gestalt von Bogen. Die dargestellte Gottheit blickt nach Westen. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Shani – vedischer Vers
śaṃ no devīr abhiṣṭaya āpo bhavantu pītaye |
śaṃ yor abhi sravantu naḥ ||

Bedeutung: Die göttlichen Wasser seien uns zur Hilfe und zum Trinken heilsam. Sie mögen uns Heil und Wohlergehen zufließen lassen.

Shani – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya paścimadigbhāge kṛṣṇadhanurākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ paścimābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ śanaiścaragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Shani mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Shani – Gayatri
oṃ śanaiścarāya vidmahe chāyāputrāya dhīmahi tan no manda pracodayāt ||

Bedeutung: Den langsam Wandelnden erkennen wir, über Chayas Sohn meditieren wir; Manda möge unsere Einsicht anregen.

25. Rahu im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den südlich des Rudra-Gefäßes vorbereiteten Mandalaplatz von Rahu: Südwesten, rauchgrau, in Gestalt von Worfelschwinge. Die dargestellte Gottheit blickt nach Süden. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Rahu – vedischer Vers
kayā naś citra ā bhuvad ūtī sadāvṛdhaḥ sakhā |
kayā śaciṣṭhayā vṛtā ||

Bedeutung: Mit welchem wunderbaren Beistand kommt unser immer stärkender Freund zu uns? Von welcher machtvollsten Hilfe ist er umgeben?

Rahu – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya nairṛtadigbhāge dhūmraśūrpākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ rāhugrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Rahu mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Rahu – Gayatri
oṃ saiṃhikeyāya vidmahe dhūmravarṇāya dhīmahi tan no rāhu pracodayāt ||

Bedeutung: Simhikas Sohn erkennen wir, über den Rauchfarbenen meditieren wir; Rahu möge unsere Einsicht anregen.

26. Ketu im Mandala einladen
Lege eine Blüte an den südlich des Rudra-Gefäßes vorbereiteten Mandalaplatz von Ketu: Nordwesten, mehrfarbig, in Gestalt von Fahne. Die dargestellte Gottheit blickt nach Süden. Sprich zuerst den vedischen Vers, dann die Einladung und die Gayatri.

Ketu – vedischer Vers
ketuṃ kṛṇvann aketave peśo maryā apeśase |
sam uṣadbhir ajāyathāḥ ||

Bedeutung: Ein Zeichen machend für das Zeichenlose, Gestalt für das Gestaltlose, seid ihr, ihr Helden, gemeinsam mit den Morgenröten geboren.

Ketu – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya vāyavyadigbhāge nānāvarṇadhvajākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ ketugrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Ketu mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Ketu – Gayatri
oṃ brahmaputrāya vidmahe citravarṇāya dhīmahi tan no ketu pracodayāt ||

Bedeutung: Brahmas Sohn erkennen wir, über den Vielfarbigen meditieren wir; Ketu möge unsere Einsicht anregen.

27. Shiva als Überwinder des Todes betrachten
Stelle die wasserfeste Shiva-Murti auf den vorbereiteten Platz am nördlichen Rudra-Kumbha. In der Betrachtung begegnet Shiva der Todesangst mit seinem Lächeln und dem Strom des Unsterblichkeitsnektars.

candrārkāgnivilocanaṃ smitamukhaṃ padmadvayāntasthitaṃ
mudrāpāśamṛgākṣasūtravilasatpāṇiṃ himāṃśuprabham |
koṭīndupragalatsudhāplutatanuṃ hārādibhūṣojjvalaṃ
kāntaṃ viśvavimohanaṃ paśupatiṃ mṛtyuñjayaṃ bhāvayet ||
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ asmin kumbhe mṛtyuñjayaparameśvaraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣataṃ samarpayāmi |
svāmin sarvajagannātha yāvat pūjāvasānakam |
tāvat tvaṃ prītibhāvena kumbhe 'smin sannidhiṃ kuru ||

Bedeutung: Betrachte Mrityunjaya, den Herrn der Wesen: Mond, Sonne und Feuer sind seine Augen; lächelnd ruht er zwischen zwei Lotusblüten. Seine Hände zeigen die heilige Geste und tragen Schlinge, Gazelle und Gebetskette. Er glänzt wie der Mond, sein Leib ist vom Nektar unzähliger Monde benetzt und mit Halsketten geschmückt; seine Schönheit bezaubert die Welt. Wir verehren den Dreiäugigen, Wohlriechenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine reife Gurke sich vom Stiel löst, möge ich aus der Bindung des Todes frei werden, nicht aber vom Unsterblichen getrennt sein. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: In diesem Gefäß betrachte ich Mrityunjaya Parameshvara, lade ihn ein, richte seinen Sitz ein und biete Duft und Reis dar. Herr der ganzen Welt, sei bis zum Ende der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig.

28. Shiva verehren: Sitz
Lege Akshata als Sitz hin.

sadyojātāya vai namo namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Dem sogleich Geborenen wieder und wieder Verehrung; ich biete einen Sitz dar.

29. Shiva verehren: Fußwasser
Reiche Wasser in die Auffangschale.

bhave bhave nātibhave bhavasva mām | pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: In jedem Werden bewahre mich vor weiterem Werden; ich biete Fußwasser dar.

30. Shiva verehren: Ehrenwasser
Reiche die Ehrenwassergabe.

bhavodbhavāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem Ursprung des Werdens; ich biete Ehrenwasser dar.

31. Shiva verehren: Mundwasser
Reiche eine kleine Wassergabe.

vāmadevāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Vamadeva; ich biete Mundwasser dar.

32. Shiva verehren: Madhuparka
Stelle die süße Mischung aus Joghurt, Honig und Ghee (bzw. Pflanzenöl) bereit; als heutige pflanzliche Variante aus Pflanzenjoghurt, Dicksaft und Pflanzenöl.

jyeṣṭhāya namaḥ | madhuparkaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem Ältesten; ich biete die süße Madhuparka-Gabe dar.

33. Shiva verehren: Rituelles Bad
Bade die wasserfeste Murti über der Auffangschale nacheinander mit kleinen Mengen Duftöl, Panchamrita, Ghee (bzw. Pflanzenöl), Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt beziehungsweise Pflanzenjoghurt, Honig beziehungsweise Dicksaft, Zuckerrohrsaft, Zitronenwasser, Kokoswasser, Duftwasser und reinem Wasser aus einem dafür vorgesehenen Abhisheka-Gefäß. Panchamrita enthält die genannten Milch-, Joghurt-, Ghee- und Süßzutaten; die pflanzlichen Entsprechungen sind eine heutige Praxisalternative. Trockne die Murti und stelle sie an ihren Platz zurück. Das Rudra-Kumbha bleibt als angerufener Hauptplatz stehen.

śreṣṭhāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem Vortrefflichsten; ich biete ein Bad dar.

34. Shiva verehren: Gewand
Lege ein sauberes Tuch um die Murti.

rudrāya namaḥ | vastrottarīyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Rudra; ich biete Gewand und Obergewand dar.

35. Shiva verehren: Schnur und Schmuck
Lege heilige Schnur und Schmuck oder stellvertretende Akshata dazu.

kālāya namaḥ | yajñopavītābharaṇaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung der Zeitmacht; ich biete heilige Schnur und Schmuck dar.

36. Shiva verehren: Duft und Reis
Trage einen kleinen Punkt Sandelpaste auf und lege Akshata nieder.

kalavikaraṇāya namaḥ | gandhākṣataṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem Verwandler der Teile und Kräfte; ich biete Duft und ungebrochenen Reis dar.

37. Shiva verehren: Blumen
Lege Blumen nieder.

balavikaraṇāya namaḥ | puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem Verwandler der Kraft; ich biete Blumen dar.

38. Die acht Gestalten und ihre Shaktis ehren
Lege sechzehn kleine Blumen nacheinander vor Shiva und seine Shakti; jede Namensanrufung erhält eine Blüte.

oṃ bhavāya devāya namaḥ |
oṃ śarvāya devāya namaḥ |
oṃ īśānāya devāya namaḥ |
oṃ paśupataye devāya namaḥ |
oṃ rudrāya devāya namaḥ |
oṃ ugrāya devāya namaḥ |
oṃ bhīmāya devāya namaḥ |
oṃ mahate devāya namaḥ |
oṃ bhavasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ śarvasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ īśānasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ paśupater devasya patnyai namaḥ |
oṃ rudrasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ ugrasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ bhīmasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ mahato devasya patnyai namaḥ |

Bedeutung: Verehrung den göttlichen Gestalten Bhava, Sharva, Ishana, Pashupati, Rudra, Ugra, Bhima und dem Großen. Verehrung jeweils ihrer göttlichen Gefährtin.

39. Shiva verehren: Rauch
Zeige den Weihrauch.

balāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung der Kraft; ich biete Rauch dar.

40. Shiva verehren: Licht
Zeige die Lampe.

balapramathanāya namaḥ | dīpaṃ darśayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem Überwinder aller Macht; ich zeige Licht.

41. Shiva verehren: Speise
Stelle eine frische vegetarische Speisegabe hin.

sarvabhūtadamanāya namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem Lenker aller Wesen; ich biete Speise dar.

42. Shiva verehren: Tambula
Lege Tambula nieder.

manonmanāya namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem über den Geist Hinausgehenden; ich biete Tambula dar.

43. Das Arati-Licht zeigen und sich verneigen
Kreise die sichere Arati-Flamme vor Shiva; stelle sie danach ab und verneige dich mit gefalteten Händen.

yo vaitāṃ brahmaṇo veda amṛtenāvṛtāṃ purīm |
tasmai brahma ca brahmā ca āyuḥ kīrtiṃ prajāṃ daduḥ ||
oṃ namaḥ śaṃbhavāya ca mayobhavāya ca namaḥ śaṅkarāya ca mayaskarāya ca namaḥ śivāya ca śivatarāya ca |
saparivārāya sāmbaparameśvarāya namaḥ sarvopacārārthe karpūranīrājanaṃ pradarśayāmi |
oṃ namaste astu bhagavan viśveśvarāya mahādevāya tryambakāya tripurāntakāya trikāgnikālāya kālāgnirudrāya nīlakaṇṭhāya mṛtyuñjayāya sarveśvarāya sadāśivāya śrīmanmahādevāya namaḥ ||

Bedeutung: Wer diese von Unsterblichkeit umhüllte Stadt Brahmans erkennt, dem gewähren Brahman und Brahma Leben, Ruhm und Nachkommenschaft. Verehrung dem Heil und Freude Entstehenlassenden, dem Wohltäter und Freudenspender, dem Heilsamen und noch Heilsameren. Samba Parameshvara samt Gefolge gilt dieses Kampferlicht als Erfüllung aller Dienste. Verehrung dem erhabenen Herrn des Alls, Mahadeva, Dreiäugigen, Überwinder Tripuras, Beherrscher der drei Feuer und der Zeit, Rudra als Zeitenfeuer, Blaukehligen, Sieger über den Tod, Herrn von allem und ewig heilsamen großen Gott.

44. Die fünf Brahma-Mantras rezitieren
Sitze gesammelt vor dem Rudra-Kumbha und sprich die fünf vollständigen Texte je einmal. Die Mantras lassen Shivas Gegenwart in ihren friedvollen, verwandelnden und alles durchdringenden Aspekten aufleuchten.

Sadyojata
sadyojātaṃ prapadyāmi sadyojātāya vai namo namaḥ |
bhave bhave nātibhave bhavasva mām | bhavodbhavāya namaḥ ||

Bedeutung: Ich nehme Zuflucht zu Sadyojata. Ihm sei wieder und wieder Verehrung. Bewahre mich im Werden vor weiterem Werden; Verehrung dem Ursprung des Werdens.

Vamadeva
vāmadevāya namo jyeṣṭhāya namaḥ śreṣṭhāya namo rudrāya namaḥ kālāya namaḥ kalavikaraṇāya namo balavikaraṇāya namo balāya namo balapramathanāya namaḥ sarvabhūtadamanāya namo manonmanāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Vamadeva, dem Ältesten, Vortrefflichsten, Rudra, der Zeitmacht, dem Verwandler der Teile und Kräfte, der Kraft, dem Überwinder der Macht, Lenker aller Wesen und dem über den Geist Hinausgehenden.

Aghora
aghorebhyo 'tha ghorebhyo ghoraghoratarebhyaḥ |
sarvebhyaḥ sarvaśarvebhyo namas te astu rudrarūpebhyaḥ ||

Bedeutung: Den friedvollen, den furchtbaren und den noch furchtbareren Gestalten, allen alles auflösenden Rudra-Formen, sei Verehrung.

Tatpurusha
tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi |
tan no rudraḥ pracodayāt ||

Bedeutung: Wir erkennen jenen höchsten Purusha und meditieren über Mahadeva. Rudra möge unsere Einsicht anregen.

Ishana
īśānaḥ sarvavidyānām īśvaraḥ sarvabhūtānāṃ brahmādhipatir brahmaṇo 'dhipatir brahmā śivo me astu sadāśivom ||

Bedeutung: Ishana ist der Herr aller Erkenntnis, Herr aller Wesen, Gebieter des Veda und Brahmans. Brahma, Shiva, sei mir heilsam: Sadashiva, Om.

45. Boden und Linien
Glätte den gereinigten, mit Erde oder Reismehl vorbereiteten Boden des Kunda. Ziehe mit dem Löffelstiel drei Linien von Süden nach Norden, dann drei kreuzende Linien von Westen nach Osten. Je Linie erklingt eine Anrufung. Nimm eine kleine Prise aus der Mitte und lege sie außerhalb südwestlich ab; besprenge den Boden mit einer wassergetauchten Blüte.

oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.

46. Feuer einsetzen
Lege kleine Hölzer bereit. Entzünde das Feuer in einer geeigneten kleinen Metallschale, führe sie dreimal um den vorgesehenen Feuerplatz und bringe die Flamme auf die Hölzer. Vergegenwärtige Agni als aus Vishnus Mund hervorgehend. Für dieses Götteropfer wird die im Namensanhang angegebene Feuerbenennung Havyavahana verwendet: der Träger der Opfergaben.

candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ havyavāhananāmānam agniṃ sthāpayāmi ||

Bedeutung: Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Havyavahana, der Träger der Opfergaben.

Besprenge die für das Übertragen der Flamme benutzte Schale mit Wasser und Akshata und stelle sie südöstlich ab. Nähre das Feuer mit kleinen Hölzern. Lege Darbha-Bündel um das Kunda: im Osten und Westen zeigen die Spitzen nach Norden; im Süden und Norden zeigen sie nach Osten. Nördlich des Feuers liegen auf einer Darbha-Unterlage zunächst umgedreht und paarweise die Opferlöffel, Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl), Besprenggefäß und Pranita-Patra; dazu das mit einem Faden gebundene Bündel von zwölf Brennhölzern. Das Handbuch gestattet statt dieses Bündels auch drei Hölzer. In der hier beschriebenen Hauptfolge wird das Zwölferbündel verwendet; sein Faden wird vor dem Einlegen entfernt.

47. Brahma-Sitz
Wenn eine zweite ritualkundige Person die Brahma-Rolle übernimmt, bitte sie, auf dem Sitz südlich des Feuers Platz zu nehmen. Fehlt sie, lege dort ein Darbha-Bündel oder eine Blüte hin und sprich die zweite Formel als stellvertretende Anrufung. Diese Alternative ist im Handbuch selbst vorgesehen.

asmin mahāmṛtyuñjayahomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Maha-Mrityunjaya-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

48. Wasser und Pranita-Gefäß
Fülle das Besprenggefäß. Führe zwei unbeschädigte, etwa eine Handspanne lange Darbha-Spitzen durch das Wasser, gieße es in das östlich bereitgestellte Pranita-Patra und fülle das Besprenggefäß erneut. Lege Akshata und eine Blüte ins Pranita-Patra und rufe Varuna darin an. Dieses Gefäß bleibt bis zum Abschluss stehen.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.

Gieße das geschmolzene Ghee (bzw. Pflanzenöl) über zwei Darbha-Spitzen ins Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) und prüfe es auf Fremdkörper. Führe den aus zwei Halmen gebildeten Darbha-Reinigungsring mit Daumen und Ringfinger beider Hände durch das Ghee (bzw. Pflanzenöl); löse den Knoten und gib die Halme ins Feuer. Stelle das Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) kurz über eine südöstlich herausgenommene Glut beziehungsweise an eine dort bereitgestellte Wärmequelle, führe einen brennenden Darbha-Halm oder dünnen Span darum und zeige die Dhenu-Mudra. Bilde die Dhenu-Mudra: Die Spitze des linken kleinen Fingers berührt den rechten Ringfinger, die des rechten kleinen Fingers den linken Ringfinger; der linke Zeigefinger berührt den rechten Mittelfinger und der rechte Zeigefinger den linken Mittelfinger. Die Daumen berühren sich. Halte die miteinander verschränkten Hände über das Ghee (bzw. Pflanzenöl); die vier Fingerpaare bilden das Bild eines Euters. Stelle das Gefäß wieder ab und bringe die Glut mit der Zange zurück. Wärme die Opferlöffel über dem Feuer, streife sie mit Darbha ab, wärme sie erneut, besprenge sie und lege sie rechts bereit. Lege je ein Begrenzungsholz südlich, westlich und nördlich des Feuers. Die drei Begrenzungshölzer bleiben während der folgenden Darbringungen an ihrem Platz.

49. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Besprenge mit einer wassergetauchten Blüte zuerst den südlichen, dann den westlichen, dann den nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.

oṃ adite ’numanyasva |
oṃ anumate ’numanyasva |
oṃ sarasvate ’numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||

Bedeutung: Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.

50. Agni-Nyasa
Betrachte den Feuerlaut Ram im Herzen. Berühre nacheinander Herz, Kopf, Scheitel, beide Schultern und die Augenpartie; bei der sechsten Zeile klatsche leicht in die Hände. Bei der letzten Zeile mit Fingerschnippen einen Kreis um den Kopf andeuten.

oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||

Bedeutung: Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.

51. Agni betrachten
Sitze ruhig vor der Flamme und vergegenwärtige Agnis im Vers geschilderte Gestalt.

meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

Bedeutung: Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.

52. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Gib bei den ersten acht Namen Akshata um das Feuer, beginnend im Osten und weiter im Uhrzeigersinn. Die folgenden Verehrungen richten sich an das Opferwesen, das eigene Selbst und die Gemeinschaft.

oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.

53. Hüter der Richtungen
Lege je eine Blüte in Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten.

oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.

54. Brennholz darbringen
Der Yajamana erhebt sich, wendet sich zum Brahma-Sitz und spricht die erste Zeile. Die anwesende Brahma-Person antwortet mit der zweiten. Beim symbolischen Sitz spricht die Ritualleitung beide Teile als Ritualdialog. Lege das vorbereitete, vom Faden gelöste Bündel behutsam ins Feuer.

asmin mahāmṛtyuñjayahomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

Bedeutung: Brahman, in diesem Maha-Mrityunjaya-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

55. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Gieße einen dünnen Strahl Ghee (bzw. Pflanzenöl) von Nordwesten nach Südosten, während du Prajapati innerlich anrufst; den zweiten von Südwesten nach Nordosten für Indra. Danach folgen zwei kleine Gaben für Agni und Soma. Jede Gabe fällt auf svaha; die anschließende Formel spricht den Verzicht auf Eigentum an der Gabe aus.

oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

56. Charu berühren und zweimal darbringen
Bereite vor Beginn schlicht gekochten Reis als Charu und bewahre ihn warm in einer sauberen Schale auf. Berühre vor jeder der beiden Gaben das Charu-Gefäß mit dem Daumen. Auf den Berührungsvers folgt die Opferformel, bei deren Svaha eine kleine Reisportion ins Feuer gegeben wird. Ein sauber abgetrennter Rest bleibt für Bali und Prasad zurück.

Erste Berührung
apaitu mṛtyur amṛtaṃ na āgan vaivasvato no abhayaṃ kṛṇotu |
parṇaṃ vanaspater ivābhi naḥ śīyatāṃ rayiḥ sacatāṃ naḥ śacīpatiḥ ||

Bedeutung: Der Tod möge weichen, das Unsterbliche zu uns kommen; Yama Vaivasvata schenke uns Furchtlosigkeit. Wie das Blatt eines Baumes falle die Fülle uns zu; der Herr der Kraft stehe uns bei.

Erste Charu-Gabe
paraṃ mṛtyo anuparehi panthāṃ yas te sva itaro devayānāt |
cakṣuṣmate śṛṇvate te bravīmi mā naḥ prajāṃ rīriṣo mota vīrān svāhā |
mṛtyava idaṃ na mama ||

Bedeutung: Tod, gehe fort auf deinem eigenen Weg, einem anderen als dem Götterweg. Dir, der sieht und hört, sage ich: Verletze unsere Kinder und unsere Menschen nicht. Svaha. Dem Tod gilt diese Gabe, nicht mir.

Zweite Berührung
hariṃ harantam anuyanti devā viśvasyeśānaṃ vṛṣabhaṃ matīnām |
brahma sarūpam anu medam āgād ayanaṃ mā vivadhīr vikramasva ||

Bedeutung: Die Götter folgen Hari, der alles zu sich nimmt, dem Herrn des Alls, dem kraftvollen Führer der Gedanken. Die Brahman entsprechende Wirklichkeit möge zu mir kommen. Versperre mir den Weg nicht; schreite machtvoll voran.

Zweite Charu-Gabe
mā cchido mṛtyo mā vadhīr mā me balaṃ vivṛho mā pramoṣīḥ |
prajāṃ mā me rīriṣa āyur ugra nṛcakṣasaṃ tvā haviṣā vidhema svāhā |
mṛtyava idaṃ na mama ||

Bedeutung: Tod, schneide mein Leben nicht ab, verletze mich nicht, mindere meine Kraft nicht und beraube mich nicht. Schade meinen Kindern und meinem Leben nicht, du Gewaltiger. Dir, der auf die Menschen blickt, bringen wir die Gabe dar. Svaha. Dies gilt dem Tod, nicht mir.

57. Fünf Gaben für die Welten und ihre Kräfte
Bringe mit jeder Formel einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar.

Erde
bhūr agnaye ca pṛthivyai ca mahate ca svāhā | agnaye pṛthivyā idaṃ ||

Bedeutung: Der Erde, Agni, der Erdgöttin und dem Großen gilt diese Gabe.

Zwischenraum
bhuvo vāyave cāntarikṣāya ca mahate ca svāhā | vāyave antarikṣāya cedam ||

Bedeutung: Dem Zwischenraum, Vayu und dem Großen gilt diese Gabe.

Himmel
suvar ādityāya ca dive ca mahate ca svāhā | ādityāya dive cedam ||

Bedeutung: Dem Himmel, Aditya und dem Großen gilt diese Gabe.

Mond, Sterne und Richtungen
bhūr bhuvaḥ suvaś candramase ca nakṣatrebhyaś ca digbhyaś ca mahate ca svāhā | candramase nakṣatrebhyo digbhyo mahata idam ||

Bedeutung: Erde, Zwischenraum und Himmel, Mond, Sterne, Richtungen und das Große empfangen diese Gabe.

Prajapati
bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idam ||

Bedeutung: Erde, Zwischenraum und Himmel: Diese Gabe gilt Prajapati.

58. Die siebzehn Durva-Gaben mit Payasa
Tauche vor jeder Darbringung einen kleinen Durva-Büschel in den vorbereiteten süßen Reisbrei aus Milch (bzw. Pflanzenmilch). Sprich jeweils die vollständige Formel und bringe den Büschel bei Svaha dar. Es sind siebzehn tatsächlich überlieferte Formeln; die Reihenfolge bleibt erhalten.

Durva-Gabe 1
apaitu mṛtyur amṛtaṃ na āgan vaivasvato no abhayaṃ kṛṇotu |
parṇaṃ vanaspater ivābhi naḥ śīyatāṃ rayiḥ sacatāṃ naḥ śacīpatiḥ | mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ svāhā | mṛtyava idaṃ na mama ||

Bedeutung: Der Tod möge weichen, das Unsterbliche zu uns kommen; Yama Vaivasvata schenke uns Furchtlosigkeit. Wie das Blatt eines Baumes falle die Fülle uns zu; der Herr der Kraft stehe uns bei. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt dem Tod, nicht mir.

Durva-Gabe 2
paraṃ mṛtyo anuparehi panthāṃ yaste sva itaro devayānāt | cakṣuṣmate śṛṇvate te bravīmi mā naḥ prajāṃ rīriṣo mota vīrān || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || mṛtyava idaṃ na mama ||

Bedeutung: Tod, gehe fort auf deinem eigenen Weg, verschieden vom Götterweg. Du siehst und hörst: Verletze unsere Nachkommen und Menschen nicht. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt dem Tod, nicht mir.

Durva-Gabe 3
vāta prāṇaṃ manasā'nvārabhāmahe prajāpatiṃ yo bhuvanasya gopāḥ | sa no mṛtyos trāyatāṃ pātvaṃ haso jyog-jīvā jarām-aśīmahi || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || mṛtyava idaṃ na mama ||

Bedeutung: Wir wenden uns im Geist an den Lebensatem und Wind, an Prajapati, den Hüter der Welt. Er bewahre uns vor Tod und Bedrängnis; lebendig mögen wir das Alter erreichen. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt dem Tod, nicht mir.

Durva-Gabe 4
amutra bhūyād adha yad yamasya bṛhaspate abhiśastera muñcaḥ | pratyauhatām aśvinā mṛtyum asmād devānām agne bhiṣajā śacībhiḥ || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || bṛhaspataye, agnaye aśvibhyām idaṃ na mama ||

Bedeutung: Brihaspati, du hast uns vom Fluch und von Yamas fernem Reich gelöst. Die beiden Ashvins, Ärzte der Götter, mögen mit ihren Kräften den Tod von uns abwehren, o Agni. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Brihaspati, Agni und den beiden Ashvins, nicht mir.

Durva-Gabe 5
mācchido mṛtyo mā vadhīḥ | mā me balaṃ vivṛho mā pramoṣīḥ | prajāṃ mā me rīriṣa āyur ugra | nṛcakṣasaṃ tvā haviṣā vidhema || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || rudrāya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Tod, schneide mein Leben nicht ab, verletze mich nicht und mindere meine Kraft nicht. Schade meinen Kindern und meiner Lebenszeit nicht. Dir, der auf die Menschen blickt, bringen wir Verehrung dar. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Rudra, nicht mir.

Durva-Gabe 6
mā no mahāntam uta māno arbhakaṃ māna ukṣantam uta mā na ukṣitam | mā no vadhī pitaraṃ mota mātaraṃ priyā mā nas tanuvo rudra rīriṣā || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || rudrāya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Rudra, verletze weder unsere Alten noch unsere Kleinen, weder die Heranwachsenden noch die Erwachsenen. Töte weder Vater noch Mutter und schade unseren geliebten Körpern nicht. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Rudra, nicht mir.

Durva-Gabe 7
mā nastoke tanaye mā na āyuṣi mā no goṣu mā no aśveṣu rīriṣaḥ | vīrān mā no rudra bhamito 'vadhir haviṣmanto namasā vidhema te || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || rudrāya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Rudra, schade weder unseren Kindern noch unserer Lebenszeit, weder Kühen noch Pferden. Töte unsere Menschen nicht im Zorn; mit Gaben und Verneigung verehren wir dich. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Rudra, nicht mir.

Durva-Gabe 8
prajāpate na tvad etāny-anyo viśvā jātāni pari tā babhūva | yat kāmas te juhumas tanno astu vayaṃ syāma patayo rayīṇām || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || prajāpataye idaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, niemand außer dir umfasst all diese entstandenen Wesen. Gewähre das Anliegen unserer Darbringung; mögen wir Herren von Fülle werden. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Prajapati, nicht mir.

Durva-Gabe 9
yata indra bhayāmahe tato no abhayaṃ kṛdhi | maghavan śagdhi tava tanna ūtaye vidviṣo vimṛdho jahi || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || indrāya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Indra, schenke uns Furchtlosigkeit dort, wo wir uns fürchten. Gib deinen Schutz und überwinde die feindlichen Mächte. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Indra, nicht mir.

Durva-Gabe 10
svasti dā viśas-patir vṛtrahā vimṛdho vaśī | vṛṣendraḥ pura etu naḥ svasti dā abhayaṅkaraḥ || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || abhayankarāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Indra, Herr des Volkes, Überwinder Vritras, gehe uns voran, Wohlergehen und Furchtlosigkeit gewährend. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Abhayankara, dem Furchtlosigkeit Gewährenden, nicht mir.

Durva-Gabe 11
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭi vardhanam | urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || tryambakāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Wir verehren den Dreiäugigen, Wohlriechenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine reife Gurke sich vom Stiel löst, möge ich aus der Bindung des Todes frei werden, nicht aber vom Unsterblichen getrennt sein. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Tryambaka, nicht mir.

Durva-Gabe 12
hariṃ harantam anuyanti devā viśvasyeśānaṃ vṛṣabhaṃ matīnām |
brahma sarūpam anu medam āgād ayanaṃ mā vivadhīr vikramasva svāhā | brahmaṇa idaṃ na mama ||

Bedeutung: Die Götter folgen Hari, der alles zu sich nimmt, dem Herrn des Alls, dem kraftvollen Führer der Gedanken. Die Brahman entsprechende Wirklichkeit möge zu mir kommen. Versperre mir den Weg nicht; schreite machtvoll voran. Svaha; die Gabe gilt Brahman, nicht mir.

Durva-Gabe 13
śalkair agnim indhāna ubhau lokau sanem aham | ubhayor lokayo ṛdhvā'ti mṛtyuṃ tarāmyahaṃ svāhā || mṛtyava idaṃ ||

Bedeutung: Indem ich Agni mit Holzspänen entzünde, möge ich beide Welten erlangen. In beiden gedeihend, überschreite ich den Tod. Svaha; die Gabe gilt dem Tod.

Durva-Gabe 14
apamṛtyum apakṣudhaṃ | apetaś-śapathaṃ jahi | adho no agna āvaha | rāyas poṣaṃ sahasriṇaṃ svāhā || agnaya idaṃ ||

Bedeutung: Agni, wehre vorzeitigen Tod und Hunger ab und vernichte den Fluch. Bringe uns tausendfältige Fülle und Gedeihen. Svaha; die Gabe gilt Agni.

Durva-Gabe 15
ye te sahasram ayutaṃ pāśā mṛtyo martyāya hantave | tān yajñasya māyayā sarvān ava yajāmahe svāhā || mṛtyava idaṃ na mama ||

Bedeutung: Tod, deine tausend und zehntausend Schlingen, mit denen du Sterbliche fängst, wehren wir durch die Macht des Opfers allesamt ab. Svaha; die Gabe gilt dem Tod, nicht mir.

Durva-Gabe 16
jātavedase sunavāma somam arātī yato nidahāti vedaḥ | sa naḥ parṣadati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritātyagnis svāhā || agni jātavedase idaṃ ||

Bedeutung: Dem alles erkennenden Agni bereiten wir Soma; er verbrennt die feindliche Macht. Er führe uns über alle Schwierigkeiten, wie ein Boot über den Strom. Svaha; die Gabe gilt Agni Jatavedas.

Durva-Gabe 17
oṃ bhūr-bhuvas-suvaḥ | ojo balam | brahma-kṣatram | yaśo mahat | satyaṃ tapo nāma | rūpam amṛtam | cakṣuś śrotram | mana āyuḥ | viśvaṃ yaśo mahaḥ | samantapo haro bhāḥ | jātavedā yadi vā pāvako'si | vaiśvānaro yadi vā vaidyuto'si | śaṃ prajābhyo yajamānāya lokam | ūrjaṃ puṣṭiṃ dadabhyā vṛtsva svāhā || agni jātavedase vaiśvānarāya idaṃ ||

Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Kraft und Stärke, geistliche und königliche Macht, Ruhm und Größe, Wahrheit und Askese, Name, Gestalt und Unsterblichkeit, Sehen, Hören, Geist und Leben, allumfassender Glanz, Wärme, Macht und Licht: Jatavedas, ob du der Läuternde bist, Vaishvanara oder das Blitzfeuer, schenke den Nachkommen Frieden und dem Yajamana Raum, gib Kraft und Gedeihen und wende dich uns zu. Svaha; die Gabe gilt Agni Jatavedas Vaishvanara.

59. Die vier Lebenssegen-Gaben
Bringe mit jedem Svaha einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar.

Erde
mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Bedeutung: Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

Zwischenraum
mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama ||

Bedeutung: Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Vayu gilt diese Gabe, nicht mir.

Himmel
mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Surya gilt diese Gabe, nicht mir.

Drei Welten
mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.

60. Acht Gaben an Mrityu
Die Ritualleitung bringt acht kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Jede Gabe erhält die vollständige Formel.

oṃ mṛtyave svāhā ||

Bedeutung: Om, dem Tod als göttlicher Macht gilt diese Darbringung.

61. Abschließendes Besprengen
Sammle den Atem ruhig, ohne erzwungenes Anhalten. Besprenge mit einer Blüte den südlichen, westlichen und nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.

adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

Bedeutung: Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

62. Eine Reisgabe auf Durva niederlegen
Lege auf einen sauberen Bodenteller Durva und darauf eine kleine Portion des zurückbehaltenen Charu. Diese Bali-Gabe bleibt außerhalb des Feuers.

sarvo vai rudras tasmai rudrāya namo astu |
puruṣo vai rudraḥ san maho namo namaḥ ||

Bedeutung: Alles ist wahrhaft Rudra; diesem Rudra sei Verehrung. Der Purusha ist wahrhaft Rudra, die große Wirklichkeit. Wieder und wieder Verehrung.

63. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Lege eine Blüte zum Pranita-Gefäß und sprich die Entlassung.

varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

64. Wasser in die Richtungen geben
Gieße jeweils ein wenig Pranita-Wasser nach Osten, Süden, Westen und Norden in geeignete Auffangschalen oder auf sauberen Boden. Bei der fünften Formel sprenge etwas nach oben, ohne andere zu treffen. Die praktische Verwendung von Auffangschalen dient dem sauberen Ablauf.

prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

Bedeutung: Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

65. Ein letztes Lebensholz darbringen
Sprich zuerst die Agni-Gayatri. Mit dem anschließenden Lebensgebet lege bei Svaha ein zusätzliches kleines Brennholz ins Feuer.

oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
āyurdā agne haviṣo juṣāṇo ghṛtapratīko ghṛtayonir edhi |
ghṛtaṃ pītvā madhu cāru gavyaṃ piteva putram abhi rakṣatād imaṃ svāhā ||

Bedeutung: Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Lebenspendender Agni, erfreue dich an der Gabe; Ghee sei dein Antlitz und dein Ursprung. Nachdem du das süße, schöne, von der Kuh stammende Ghee getrunken hast, beschütze diesen Menschen wie ein Vater seinen Sohn. Svaha.

66. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Schaue auf das Feuer, sprich das Gebet um den guten Weg und führe dann die Hände zum Herzen.

agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

Bedeutung: Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.

67. Shivas Namen als Vollendung sprechen
Falte die Hände und richte den Geist auf Shiva und Uma.

yatpādapaṅkajasmaraṇād yasya nāmajapād api |
nyūnaṃ karma bhavet pūrṇaṃ taṃ vande sāmbam īśvaram ||
oṃ sāmbasadāśiva oṃ sāmbasadāśiva oṃ sāmbasadāśiva ||

Bedeutung: Dem Herrn mit Amba verneige ich mich: Durch das Gedenken seiner Lotusfüße und die Wiederholung seines Namens wird eine unvollkommene Handlung ganz. Om, Sadashiva mit Amba; Om, Sadashiva mit Amba; Om, Sadashiva mit Amba.

68. Die zurückbehaltenen Gaben segnen
Die Ritualleitung berührt die sauberen, nicht dem Feuer entnommenen Restgaben: Charu, den für die Bali-Portion reservierten Rest und Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sprich die folgende ganze Segensfolge viermal; danach einmal das Gebet „Apaitu“. Zum Essen bleibt die auf einem sauberen Teller getrennt bewahrte Charu-Portion bestimmt.

agnir āyuṣmān sa vanaspatibhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
soma āyuṣmān sa oṣadhibhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
yajña āyuṣmān sa dakṣiṇābhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
brahmāyuṣmat tad brāhmaṇair āyuṣmat tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
devā āyuṣmantas te 'mṛtenāyuṣmantas tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi ||
apaitu mṛtyur amṛtaṃ na āgan vaivasvato no abhayaṃ kṛṇotu |
parṇaṃ vanaspater ivābhi naḥ śīyatāṃ rayiḥ sacatāṃ naḥ śacīpatiḥ ||

Bedeutung: Agni ist lebenskräftig durch die Bäume, Soma durch die Heilkräuter, das Opfer durch die Dankesgaben, das heilige Wort durch die Brahmanen, die Götter durch das Unsterbliche. Mit dieser Lebenskraft segne ich dich zu einem langen Leben. Der Tod möge weichen, das Unsterbliche zu uns kommen; Yama Vaivasvata schenke uns Furchtlosigkeit. Wie das Blatt eines Baumes falle die Fülle uns zu; der Herr der Kraft stehe uns bei.

69. Prasad kosten
Der Yajamana kostet eine kleine Menge der sauber zurückbehaltenen Reisgabe.

āyur asi tat te prayacchāmi | āyuṣmad astu te mukham | āyuṣmac chiro astu te |
āyuṣmān viśvataḥ pratyaṅg āyuṣā saṃpipṛgdhi mā ||

Bedeutung: Du bist Leben; dieses gebe ich dir. Leben sei deinem Mund und deinem Haupt geschenkt. Auf allen Seiten sei Lebenskraft; erfülle mich ganz mit Leben.

70. Das Mrityunjaya-Stotra sprechen
Bleibe vor dem Rudra-Kumbha sitzen. Die zwölf Strophen bilden den im Homa-Handbuch verwendeten Lobpreis; die wiederkehrende Zeile trägt das Vertrauen über die Todesangst hinaus.

Strophe 1
rudraṃ paśupatiṃ sthāṇuṃ nīlakaṇṭham umāpatim |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Bedeutung: Ich verneige mein Haupt vor Rudra, dem Herrn der Wesen, dem Unerschütterlichen, dem Blaukehligen und Gemahl Umas. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 2
kālakaṇṭhaṃ kālamūrtiṃ kālajñaṃ kālanāśanam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Bedeutung: Ich verneige mein Haupt vor dem Dunkelkehligen, der Gestalt der Zeit, dem Kenner und Überwinder der Zeit. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 3
nīlakaṇṭhaṃ virūpākṣaṃ nirmalaṃ vimalaprabham |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Bedeutung: Ich verneige mein Haupt vor dem Blaukehligen mit ungewöhnlichen Augen, dem Makellosen und rein Strahlenden. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 4
vāmadevaṃ mahādevaṃ lokanāthaṃ jagadgurum |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Bedeutung: Ich verneige mein Haupt vor Vamadeva, Mahadeva, dem Herrn der Welt und Weltenlehrer. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 5
devadevaṃ jagannāthaṃ deveśaṃ vṛṣabhadhvajam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Bedeutung: Ich verneige mein Haupt vor dem Gott der Götter, dem Herrn des Alls, dem göttlichen Herrn mit dem Stierbanner. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 6
gaṅgādharaṃ mahādevaṃ sarvābharaṇabhūṣitam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Bedeutung: Ich verneige mein Haupt vor dem Träger der Ganga, Mahadeva, dem mit allem Schmuck Gezierten. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 7
anāthaṃ paramānandaṃ kaivalyapadadāyinam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Bedeutung: Ich verneige mein Haupt vor dem, der keinen Herrn über sich hat, der höchsten Glückseligkeit und dem Geber der Befreiung. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 8
svargāpavargadātāraṃ sṛṣṭisthityantakāraṇam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Bedeutung: Ich verneige mein Haupt vor dem Geber von Himmel und Befreiung, der Ursache des Entstehens, Bestehens und Vergehens. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 9
utpattisthitisaṃhārakartāraṃ ceśvaraṃ gurum |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Bedeutung: Ich verneige mein Haupt vor dem Schöpfer, Erhalter und Auflöser, dem Herrn und Guru. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 10
mārkaṇḍeyakṛtaṃ stotraṃ yaḥ paṭhec chivasannidhau |
tasya mṛtyubhayaṃ nāsti nāgnicaurabhayaṃ kvacit ||

Bedeutung: Wer dieses Markandeya zugeschriebene Stotra in Shivas Gegenwart rezitiert, dem verheißt es Freiheit von Todesangst sowie von Furcht vor Feuer und Dieben.

Strophe 11
mṛtyuñjaya mahādeva trāhi māṃ śaraṇāgatam |
janmamṛtyujarārogaiḥ pīḍitaṃ karmabandhanaiḥ ||

Bedeutung: Mrityunjaya, Mahadeva, beschütze mich, der ich Zuflucht genommen habe, bedrängt von Geburt, Tod, Alter und Krankheit und den Bindungen des Karma.

Strophe 12
namaḥ śivāya sāmbāya haraye paramātmane |
praṇatakleśanāśāya yogināṃ pataye namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Shiva mit Amba, Hara, dem höchsten Selbst, der das Leid der sich Verneigenden löst, dem Herrn der Yogis.

71. Die abschließende Blumenhand darbringen
Nimm Blumen in beide Hände, sprich die vollständigen sechs Gebete und lege die Blumen vor Shiva nieder. Die Herrschaftsformel wird als überliefertes Segenswort gesprochen.

Goldene Gestalt
oṃ namo hiraṇyabāhave hiraṇyavarṇāya hiraṇyarūpāya hiraṇyapataye 'mbikāpataya umāpataye paśupataye namo namaḥ ||

Bedeutung: Wieder und wieder Verehrung dem Goldarmigen, Goldfarbenen, Goldgestaltigen und Herrn des Goldes, dem Gemahl Ambikas und Umas, dem Herrn der Wesen.

Höchstes Brahman
ṛtaṃ satyaṃ paraṃ brahma puruṣaṃ kṛṣṇapiṅgalam |
ūrdhvaretaṃ virūpākṣaṃ viśvarūpāya vai namo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung der Ordnung, Wahrheit, dem höchsten Brahman, dem dunkelgoldenen Purusha, dessen Kraft aufwärts gerichtet ist, dem mit ungewöhnlichen Augen und allumfassender Gestalt.

Alles ist Rudra
sarvo vai rudras tasmai rudrāya namo astu | puruṣo vai rudraḥ san maho namo namaḥ |
viśvaṃ bhūtaṃ bhuvanaṃ citraṃ bahudhā jātaṃ jāyamānaṃ ca yat | sarvo hy eṣa rudras tasmai rudrāya namo astu ||

Bedeutung: Alles ist Rudra; ihm sei Verehrung. Der Purusha ist Rudra, die große Wirklichkeit. Die ganze mannigfaltige Welt, alle Wesen, das Entstandene und Entstehende: All dies ist Rudra, ihm sei Verehrung.

Rudras Herz
kad rudrāya pracetase mīḍhuṣṭamāya tavyase |
vocema śantamaṃ hṛde | sarvo hy eṣa rudras tasmai rudrāya namo astu ||

Bedeutung: Was sollen wir dem weisen, reich spendenden, mächtigen Rudra sagen, das seinem Herzen Frieden bringt? Alles ist dieser Rudra; ihm sei Verehrung.

Vaishravana
rājādhirājāya prasahyasāhine namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe |
sa me kāmān kāmakāmāya mahyaṃ kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu |
kuberāya vaiśravaṇāya mahārājāya namaḥ ||

Bedeutung: Wir verehren Vaishravana, König der Könige, den machtvoll Siegenden. Als Herr der Wünsche gewähre er mir das Ersehnte. Verehrung Kubera Vaishravana, dem großen König.

Weite Herrschaft
oṃ svasti sāmrājyaṃ bhaujyaṃ svārājyaṃ vairājyaṃ pārameṣṭhyaṃ rājyaṃ mahārājyam ādhipatyam samantaparyāyī syāt sārvabhaumaḥ sārvāyuṣa āntād āparārdhāt pṛthivyai samudraparyantāyā ekarāḍ iti ||

Bedeutung: Om, Heil sei mit umfassender, genussreicher, freier, erhabener und höchster Herrschaft, mit großem Reich und Oberhoheit. Ringsum reiche sie, die ganze Erde bis zum Meer umfassend, mit voller Lebenszeit bis an die fernste Grenze: eine einzige Herrschaft.

72. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
Lege zum Dank eine letzte Blüte an die zugehörigen Plätze und falte die Hände. Die folgende Brahma-Verabschiedung gilt für einen symbolischen Sitz; einer Person in dieser Rolle danke mit eigenen Worten.

Mrityunjaya
oṃ mṛtyuñjayāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Mrityunjaya. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyaḥ namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

Brahma
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Brahma. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

73. Segen empfangen und danken
Die Ritualkundigen sprechen die beiden vedischen Segensverse. Nenne danach die gesegnete Person und überreiche die Dakshina.

yata indra bhayāmahe tato no abhayaṃ kṛdhi |
maghavan śagdhi tava tan na ūtaye vidviṣo vimṛdho jahi ||
svastidā viśaspatir vṛtrahā vimṛdho vaśī |
vṛṣendraḥ pura etu naḥ svastidā abhayaṅkaraḥ ||
sarvavidharoganivāraṇārtham āyurārogyadīrghāyurabhivṛddhyartham |
samastarogavihīnasusvāsthyaprāptyarthaṃ bhagavacchrītryambakeśvaradevāśīrvādaprāptir astu ||

Bedeutung: Indra, schenke uns Furchtlosigkeit dort, wo wir uns fürchten. Gewähre deinen Beistand und überwinde die feindlichen Mächte. Der kraftvolle Indra, Herr des Volkes und Überwinder Vritras, gehe uns voran, Wohlergehen und Furchtlosigkeit spendend. Zum Weichen aller Krankheiten, zum Wachstum von Lebensfülle, Gesundheit und langem Leben, zu Wohlergehen frei von Krankheit, möge der Segen Tryambakeshvaras empfangen werden.

Nachklang
Lass Feuer und Lampen unter Aufsicht ausbrennen. Asche wird erst nach vollständigem Erkalten entnommen. Teile die unversehrten Speisegaben als Prasad. Unvermischtes reines Ritualwasser kann an eine Pflanze oder auf sauberen Boden gegeben werden; Auffangwasser mit Asche, Öl oder anderen Rückständen wird getrennt entsorgt und nicht getrunken. Reinige die Gefäße und bewahre die Kultgegenstände für die nächste Verehrung auf.

Sitze einige Augenblicke in Meditation und lasse den Atem ruhig werden. Wenn das Gebet einem kranken Menschen gilt, verbinde den Segen mit einer konkreten liebevollen Handlung: zuhören, Nahrung reichen, einen Besuch ermöglichen oder Ruhe schenken. So bleibt die Bitte um Leben auch nach dem Erlöschen der Flamme gegenwärtig.

Zusammenhängende Rezitation

IAST
Die Reihenfolge entspricht den Handlungsschritten; Wiederholungszahlen und bedingte Formeln stehen jeweils im Ablauf.

1. Guru und Frieden
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

2. Zustimmung der Versammlung
namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya mahāmṛtyuñjayahomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||

3. Den Lebenssegen erbitten
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
asyāṃ śubhatithau [Geburtsstern] nakṣatre [Tierkreiszeichen] rāśau jātasya [Name im Genitiv] āyurārogyaiśvaryābhivṛddhyarthaṃ śarīravartamānavartiṣyamāṇasamastarogapīḍāparihārārtham ārogyadṛḍhagātratāsiddhyartham apamṛtyunivāraṇārthaṃ mahāmṛtyuñjayaprasādasiddhyarthaṃ sakalacintitamanorathāvāptyarthaṃ mahāmṛtyuñjayahomākhyaṃ karma kariṣye |
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||

4. Ganesha betrachten und einladen
4. Ganesha betrachten und einladen
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 1: Sitz
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 5: Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 7: Gewand
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 9: Schmuck
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 10: Duft
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān dhārayāmi ||

Ganesha-Gabe 11: Kumkum
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 12: Girlande
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālāṃ samarpayāmi ||

5. Ganeshas Namen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

7. Lichtkreis und Gebet
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

8. Ganesha danken und die Ritualleitung einsetzen
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
asmin mahāmṛtyuñjayahomakarmaṇi sakalakarma kartum ācāryaṃ tvāṃ vṛṇe ||

9. Varuna anrufen
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

10. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||

11. Varunas Namen und letzte Gaben
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||

12. Die Anwesenden stimmen ein
śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||

13. Punyaha, Svasti und Riddhi
punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||

14. Segenswünsche über dem Gefäß
śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||

15. Belastendes abgeben
oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||

16. Die Segnung weitet sich
sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||

17. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

18. Surya im Mandala einladen
Surya – vedischer Vers
ā satyena rajasā vartamāno niveśayann amṛtaṃ martyaṃ ca |
hiraṇyayena savitā rathenā devo yāti bhuvanā vipaśyan ||

Surya – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ maṇḍalamadhye raktavartulākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ ādityagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Surya – Gayatri
oṃ bhāskarāya vidmahe mahādyutikarāya dhīmahi tan no āditya pracodayāt ||

19. Chandra im Mandala einladen
Chandra – vedischer Vers
āpyāyasva sametu te viśvataḥ soma vṛṣṇiyam |
bhavā vājasya saṃgathe ||

Chandra – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyāgneyadigbhāge śvetacaturaśrākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ paścimābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ candragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Chandra – Gayatri
oṃ niśākarāya vidmahe sudhāhastāya dhīmahi tan no candra pracodayāt ||

20. Mangala im Mandala einladen
Mangala – vedischer Vers
agnir mūrdhā divaḥ kakutpatiḥ pṛthivyā ayam |
apāṃ retāṃsi jinvati ||

Mangala – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya dakṣiṇadigbhāge raktatrikoṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ aṅgārakagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Mangala – Gayatri
oṃ aṅgārakāya vidmahe bhūmiputrāya dhīmahi tan no kuja pracodayāt ||

21. Budha im Mandala einladen
Budha – vedischer Vers
udbudhyasvāgne prati jāgṛhy enam iṣṭāpūrte saṃsṛjethām ayaṃ ca |
punaḥ kṛṇvaṃs tvā pitaraṃ yuvānam anvātāṃsīt tvayi tantum etam ||

Budha – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyeśānyadigbhāge pītabāṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ budhagrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Budha – Gayatri
oṃ saumyakarāya vidmahe somasutāya dhīmahi tan no budha pracodayāt ||

22. Brihaspati im Mandala einladen
Brihaspati – vedischer Vers
bṛhaspate ati yad aryo arhād dyumad vibhāti kratumaj janeṣu |
yad dīdayac chavasa ṛtaprajāta tad asmāsu draviṇaṃ dhehi citram ||

Brihaspati – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasyottaradigbhāge kanakadīrghacaturaśrākāramaṇḍale pratiṣṭhitam uttarābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ bṛhaspatigrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Brihaspati – Gayatri
oṃ āṅgirasāya vidmahe vāgīśāya dhīmahi tan no jīva pracodayāt ||

23. Shukra im Mandala einladen
Shukra – vedischer Vers
pra vaḥ śukrāya bhānave bharadhvaṃ havyaṃ matiṃ cāgnaye supūtam |
yo daivyāni mānuṣā janūṃṣy antar viśvāni vidmanā jigāti ||

Shukra – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya pūrvadigbhāge śvetapañcakoṇākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ pūrvābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ śukragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Shukra – Gayatri
oṃ bhārgavāya vidmahe vidyādhīśāya dhīmahi tan no śukra pracodayāt ||

24. Shani im Mandala einladen
Shani – vedischer Vers
śaṃ no devīr abhiṣṭaya āpo bhavantu pītaye |
śaṃ yor abhi sravantu naḥ ||

Shani – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya paścimadigbhāge kṛṣṇadhanurākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ paścimābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ śanaiścaragrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Shani – Gayatri
oṃ śanaiścarāya vidmahe chāyāputrāya dhīmahi tan no manda pracodayāt ||

25. Rahu im Mandala einladen
Rahu – vedischer Vers
kayā naś citra ā bhuvad ūtī sadāvṛdhaḥ sakhā |
kayā śaciṣṭhayā vṛtā ||

Rahu – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya nairṛtadigbhāge dhūmraśūrpākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ rāhugrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Rahu – Gayatri
oṃ saiṃhikeyāya vidmahe dhūmravarṇāya dhīmahi tan no rāhu pracodayāt ||

26. Ketu im Mandala einladen
Ketu – vedischer Vers
ketuṃ kṛṇvann aketave peśo maryā apeśase |
sam uṣadbhir ajāyathāḥ ||

Ketu – Einladung
sadeśaṃ sagotraṃ sarūpaṃ savarṇaṃ sarṣicchandasaṃ ādityagrahasya vāyavyadigbhāge nānāvarṇadhvajākāramaṇḍale pratiṣṭhitaṃ dakṣiṇābhimukham adhidevatāpratyadhidevatāsahitaṃ ketugrahaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Ketu – Gayatri
oṃ brahmaputrāya vidmahe citravarṇāya dhīmahi tan no ketu pracodayāt ||

27. Shiva als Überwinder des Todes betrachten
candrārkāgnivilocanaṃ smitamukhaṃ padmadvayāntasthitaṃ
mudrāpāśamṛgākṣasūtravilasatpāṇiṃ himāṃśuprabham |
koṭīndupragalatsudhāplutatanuṃ hārādibhūṣojjvalaṃ
kāntaṃ viśvavimohanaṃ paśupatiṃ mṛtyuñjayaṃ bhāvayet ||
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭivardhanam |
urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ asmin kumbhe mṛtyuñjayaparameśvaraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣataṃ samarpayāmi |
svāmin sarvajagannātha yāvat pūjāvasānakam |
tāvat tvaṃ prītibhāvena kumbhe 'smin sannidhiṃ kuru ||

28. Shiva verehren: Sitz
sadyojātāya vai namo namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

29. Shiva verehren: Fußwasser
bhave bhave nātibhave bhavasva mām | pādyaṃ samarpayāmi ||

30. Shiva verehren: Ehrenwasser
bhavodbhavāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

31. Shiva verehren: Mundwasser
vāmadevāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

32. Shiva verehren: Madhuparka
jyeṣṭhāya namaḥ | madhuparkaṃ samarpayāmi ||

33. Shiva verehren: Rituelles Bad
śreṣṭhāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

34. Shiva verehren: Gewand
rudrāya namaḥ | vastrottarīyaṃ samarpayāmi ||

35. Shiva verehren: Schnur und Schmuck
kālāya namaḥ | yajñopavītābharaṇaṃ samarpayāmi ||

36. Shiva verehren: Duft und Reis
kalavikaraṇāya namaḥ | gandhākṣataṃ samarpayāmi ||

37. Shiva verehren: Blumen
balavikaraṇāya namaḥ | puṣpāṇi samarpayāmi ||

38. Die acht Gestalten und ihre Shaktis ehren
oṃ bhavāya devāya namaḥ |
oṃ śarvāya devāya namaḥ |
oṃ īśānāya devāya namaḥ |
oṃ paśupataye devāya namaḥ |
oṃ rudrāya devāya namaḥ |
oṃ ugrāya devāya namaḥ |
oṃ bhīmāya devāya namaḥ |
oṃ mahate devāya namaḥ |
oṃ bhavasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ śarvasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ īśānasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ paśupater devasya patnyai namaḥ |
oṃ rudrasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ ugrasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ bhīmasya devasya patnyai namaḥ |
oṃ mahato devasya patnyai namaḥ |

39. Shiva verehren: Rauch
balāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi ||

40. Shiva verehren: Licht
balapramathanāya namaḥ | dīpaṃ darśayāmi ||

41. Shiva verehren: Speise
sarvabhūtadamanāya namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi ||

42. Shiva verehren: Tambula
manonmanāya namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

43. Das Arati-Licht zeigen und sich verneigen
yo vaitāṃ brahmaṇo veda amṛtenāvṛtāṃ purīm |
tasmai brahma ca brahmā ca āyuḥ kīrtiṃ prajāṃ daduḥ ||
oṃ namaḥ śaṃbhavāya ca mayobhavāya ca namaḥ śaṅkarāya ca mayaskarāya ca namaḥ śivāya ca śivatarāya ca |
saparivārāya sāmbaparameśvarāya namaḥ sarvopacārārthe karpūranīrājanaṃ pradarśayāmi |
oṃ namaste astu bhagavan viśveśvarāya mahādevāya tryambakāya tripurāntakāya trikāgnikālāya kālāgnirudrāya nīlakaṇṭhāya mṛtyuñjayāya sarveśvarāya sadāśivāya śrīmanmahādevāya namaḥ ||

44. Die fünf Brahma-Mantras rezitieren
Sadyojata
sadyojātaṃ prapadyāmi sadyojātāya vai namo namaḥ |
bhave bhave nātibhave bhavasva mām | bhavodbhavāya namaḥ ||

Vamadeva
vāmadevāya namo jyeṣṭhāya namaḥ śreṣṭhāya namo rudrāya namaḥ kālāya namaḥ kalavikaraṇāya namo balavikaraṇāya namo balāya namo balapramathanāya namaḥ sarvabhūtadamanāya namo manonmanāya namaḥ ||

Aghora
aghorebhyo 'tha ghorebhyo ghoraghoratarebhyaḥ |
sarvebhyaḥ sarvaśarvebhyo namas te astu rudrarūpebhyaḥ ||

Tatpurusha
tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi |
tan no rudraḥ pracodayāt ||

Ishana
īśānaḥ sarvavidyānām īśvaraḥ sarvabhūtānāṃ brahmādhipatir brahmaṇo 'dhipatir brahmā śivo me astu sadāśivom ||

45. Boden und Linien
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

46. Feuer einsetzen
candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ havyavāhananāmānam agniṃ sthāpayāmi ||

47. Brahma-Sitz
asmin mahāmṛtyuñjayahomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

48. Wasser und Pranita-Gefäß
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

49. Zustimmung der göttlichen Kräfte
oṃ adite 'numanyasva |
oṃ anumate 'numanyasva |
oṃ sarasvate 'numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||

50. Agni-Nyasa
oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||

51. Agni betrachten
meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

52. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||

53. Hüter der Richtungen
oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

54. Brennholz darbringen
asmin mahāmṛtyuñjayahomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

55. Erste Ghee-Ströme und Gaben
oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

56. Charu berühren und zweimal darbringen
Erste Berührung
apaitu mṛtyur amṛtaṃ na āgan vaivasvato no abhayaṃ kṛṇotu |
parṇaṃ vanaspater ivābhi naḥ śīyatāṃ rayiḥ sacatāṃ naḥ śacīpatiḥ ||

Erste Charu-Gabe
paraṃ mṛtyo anuparehi panthāṃ yas te sva itaro devayānāt |
cakṣuṣmate śṛṇvate te bravīmi mā naḥ prajāṃ rīriṣo mota vīrān svāhā |
mṛtyava idaṃ na mama ||

Zweite Berührung
hariṃ harantam anuyanti devā viśvasyeśānaṃ vṛṣabhaṃ matīnām |
brahma sarūpam anu medam āgād ayanaṃ mā vivadhīr vikramasva ||

Zweite Charu-Gabe
mā cchido mṛtyo mā vadhīr mā me balaṃ vivṛho mā pramoṣīḥ |
prajāṃ mā me rīriṣa āyur ugra nṛcakṣasaṃ tvā haviṣā vidhema svāhā |
mṛtyava idaṃ na mama ||

57. Fünf Gaben für die Welten und ihre Kräfte
Erde
bhūr agnaye ca pṛthivyai ca mahate ca svāhā | agnaye pṛthivyā idaṃ ||

Zwischenraum
bhuvo vāyave cāntarikṣāya ca mahate ca svāhā | vāyave antarikṣāya cedam ||

Himmel
suvar ādityāya ca dive ca mahate ca svāhā | ādityāya dive cedam ||

Mond, Sterne und Richtungen
bhūr bhuvaḥ suvaś candramase ca nakṣatrebhyaś ca digbhyaś ca mahate ca svāhā | candramase nakṣatrebhyo digbhyo mahata idam ||

Prajapati
bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idam ||

58. Die siebzehn Durva-Gaben mit Payasa
Durva-Gabe 1
apaitu mṛtyur amṛtaṃ na āgan vaivasvato no abhayaṃ kṛṇotu |
parṇaṃ vanaspater ivābhi naḥ śīyatāṃ rayiḥ sacatāṃ naḥ śacīpatiḥ | mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ svāhā | mṛtyava idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 2
paraṃ mṛtyo anuparehi panthāṃ yaste sva itaro devayānāt | cakṣuṣmate śṛṇvate te bravīmi mā naḥ prajāṃ rīriṣo mota vīrān || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || mṛtyava idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 3
vāta prāṇaṃ manasā'nvārabhāmahe prajāpatiṃ yo bhuvanasya gopāḥ | sa no mṛtyos trāyatāṃ pātvaṃ haso jyog-jīvā jarām-aśīmahi || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || mṛtyava idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 4
amutra bhūyād adha yad yamasya bṛhaspate abhiśastera muñcaḥ | pratyauhatām aśvinā mṛtyum asmād devānām agne bhiṣajā śacībhiḥ || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || bṛhaspataye, agnaye aśvibhyām idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 5
mācchido mṛtyo mā vadhīḥ | mā me balaṃ vivṛho mā pramoṣīḥ | prajāṃ mā me rīriṣa āyur ugra | nṛcakṣasaṃ tvā haviṣā vidhema || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || rudrāya idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 6
mā no mahāntam uta māno arbhakaṃ māna ukṣantam uta mā na ukṣitam | mā no vadhī pitaraṃ mota mātaraṃ priyā mā nas tanuvo rudra rīriṣā || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || rudrāya idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 7
mā nastoke tanaye mā na āyuṣi mā no goṣu mā no aśveṣu rīriṣaḥ | vīrān mā no rudra bhamito 'vadhir haviṣmanto namasā vidhema te || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || rudrāya idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 8
prajāpate na tvad etāny-anyo viśvā jātāni pari tā babhūva | yat kāmas te juhumas tanno astu vayaṃ syāma patayo rayīṇām || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || prajāpataye idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 9
yata indra bhayāmahe tato no abhayaṃ kṛdhi | maghavan śagdhi tava tanna ūtaye vidviṣo vimṛdho jahi || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || indrāya idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 10
svasti dā viśas-patir vṛtrahā vimṛdho vaśī | vṛṣendraḥ pura etu naḥ svasti dā abhayaṅkaraḥ || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || abhayankarāyedaṃ na mama ||

Durva-Gabe 11
tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭi vardhanam | urvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya māmṛtāt || mṛtyur-naśyatu āyur-vardhatāṃ svāhā || tryambakāyedaṃ na mama ||

Durva-Gabe 12
hariṃ harantam anuyanti devā viśvasyeśānaṃ vṛṣabhaṃ matīnām |
brahma sarūpam anu medam āgād ayanaṃ mā vivadhīr vikramasva svāhā | brahmaṇa idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 13
śalkair agnim indhāna ubhau lokau sanem aham | ubhayor lokayo ṛdhvā'ti mṛtyuṃ tarāmyahaṃ svāhā || mṛtyava idaṃ ||

Durva-Gabe 14
apamṛtyum apakṣudhaṃ | apetaś-śapathaṃ jahi | adho no agna āvaha | rāyas poṣaṃ sahasriṇaṃ svāhā || agnaya idaṃ ||

Durva-Gabe 15
ye te sahasram ayutaṃ pāśā mṛtyo martyāya hantave | tān yajñasya māyayā sarvān ava yajāmahe svāhā || mṛtyava idaṃ na mama ||

Durva-Gabe 16
jātavedase sunavāma somam arātī yato nidahāti vedaḥ | sa naḥ parṣadati durgāṇi viśvā nāveva sindhuṃ duritātyagnis svāhā || agni jātavedase idaṃ ||

Durva-Gabe 17
oṃ bhūr-bhuvas-suvaḥ | ojo balam | brahma-kṣatram | yaśo mahat | satyaṃ tapo nāma | rūpam amṛtam | cakṣuś śrotram | mana āyuḥ | viśvaṃ yaśo mahaḥ | samantapo haro bhāḥ | jātavedā yadi vā pāvako'si | vaiśvānaro yadi vā vaidyuto'si | śaṃ prajābhyo yajamānāya lokam | ūrjaṃ puṣṭiṃ dadabhyā vṛtsva svāhā || agni jātavedase vaiśvānarāya idaṃ ||

59. Die vier Lebenssegen-Gaben
Erde
mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama ||

Zwischenraum
mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama ||

Himmel
mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||

Drei Welten
mṛtyur naśyatu āyur vardhatāṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

60. Acht Gaben an Mrityu
oṃ mṛtyave svāhā ||

61. Abschließendes Besprengen
adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

62. Eine Reisgabe auf Durva niederlegen
sarvo vai rudras tasmai rudrāya namo astu |
puruṣo vai rudraḥ san maho namo namaḥ ||

63. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

64. Wasser in die Richtungen geben
prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

65. Ein letztes Lebensholz darbringen
oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
āyurdā agne haviṣo juṣāṇo ghṛtapratīko ghṛtayonir edhi |
ghṛtaṃ pītvā madhu cāru gavyaṃ piteva putram abhi rakṣatād imaṃ svāhā ||

66. Agni danken und nach innen zurücknehmen
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

67. Shivas Namen als Vollendung sprechen
yatpādapaṅkajasmaraṇād yasya nāmajapād api |
nyūnaṃ karma bhavet pūrṇaṃ taṃ vande sāmbam īśvaram ||
oṃ sāmbasadāśiva oṃ sāmbasadāśiva oṃ sāmbasadāśiva ||

68. Die zurückbehaltenen Gaben segnen
agnir āyuṣmān sa vanaspatibhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
soma āyuṣmān sa oṣadhibhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
yajña āyuṣmān sa dakṣiṇābhir āyuṣmān tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
brahmāyuṣmat tad brāhmaṇair āyuṣmat tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi |
devā āyuṣmantas te 'mṛtenāyuṣmantas tena tvāyuṣāyuṣmantaṃ karomi ||
apaitu mṛtyur amṛtaṃ na āgan vaivasvato no abhayaṃ kṛṇotu |
parṇaṃ vanaspater ivābhi naḥ śīyatāṃ rayiḥ sacatāṃ naḥ śacīpatiḥ ||

69. Prasad kosten
āyur asi tat te prayacchāmi | āyuṣmad astu te mukham | āyuṣmac chiro astu te |
āyuṣmān viśvataḥ pratyaṅg āyuṣā saṃpipṛgdhi mā ||

70. Das Mrityunjaya-Stotra sprechen
Strophe 1
rudraṃ paśupatiṃ sthāṇuṃ nīlakaṇṭham umāpatim |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Strophe 2
kālakaṇṭhaṃ kālamūrtiṃ kālajñaṃ kālanāśanam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Strophe 3
nīlakaṇṭhaṃ virūpākṣaṃ nirmalaṃ vimalaprabham |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Strophe 4
vāmadevaṃ mahādevaṃ lokanāthaṃ jagadgurum |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Strophe 5
devadevaṃ jagannāthaṃ deveśaṃ vṛṣabhadhvajam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Strophe 6
gaṅgādharaṃ mahādevaṃ sarvābharaṇabhūṣitam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Strophe 7
anāthaṃ paramānandaṃ kaivalyapadadāyinam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Strophe 8
svargāpavargadātāraṃ sṛṣṭisthityantakāraṇam |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Strophe 9
utpattisthitisaṃhārakartāraṃ ceśvaraṃ gurum |
namāmi śirasā devaṃ kiṃ no mṛtyuḥ kariṣyati ||

Strophe 10
mārkaṇḍeyakṛtaṃ stotraṃ yaḥ paṭhec chivasannidhau |
tasya mṛtyubhayaṃ nāsti nāgnicaurabhayaṃ kvacit ||

Strophe 11
mṛtyuñjaya mahādeva trāhi māṃ śaraṇāgatam |
janmamṛtyujarārogaiḥ pīḍitaṃ karmabandhanaiḥ ||

Strophe 12
namaḥ śivāya sāmbāya haraye paramātmane |
praṇatakleśanāśāya yogināṃ pataye namaḥ ||

71. Die abschließende Blumenhand darbringen
Goldene Gestalt
oṃ namo hiraṇyabāhave hiraṇyavarṇāya hiraṇyarūpāya hiraṇyapataye 'mbikāpataya umāpataye paśupataye namo namaḥ ||

Höchstes Brahman
ṛtaṃ satyaṃ paraṃ brahma puruṣaṃ kṛṣṇapiṅgalam |
ūrdhvaretaṃ virūpākṣaṃ viśvarūpāya vai namo namaḥ ||

Alles ist Rudra
sarvo vai rudras tasmai rudrāya namo astu | puruṣo vai rudraḥ san maho namo namaḥ |
viśvaṃ bhūtaṃ bhuvanaṃ citraṃ bahudhā jātaṃ jāyamānaṃ ca yat | sarvo hy eṣa rudras tasmai rudrāya namo astu ||

Rudras Herz
kad rudrāya pracetase mīḍhuṣṭamāya tavyase |
vocema śantamaṃ hṛde | sarvo hy eṣa rudras tasmai rudrāya namo astu ||

Vaishravana
rājādhirājāya prasahyasāhine namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe |
sa me kāmān kāmakāmāya mahyaṃ kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu |
kuberāya vaiśravaṇāya mahārājāya namaḥ ||

Weite Herrschaft
oṃ svasti sāmrājyaṃ bhaujyaṃ svārājyaṃ vairājyaṃ pārameṣṭhyaṃ rājyaṃ mahārājyam ādhipatyam samantaparyāyī syāt sārvabhaumaḥ sārvāyuṣa āntād āparārdhāt pṛthivyai samudraparyantāyā ekarāḍ iti ||

72. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
Mrityunjaya
oṃ mṛtyuñjayāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten
oṃ sūryādinavagrahamaṇḍaladevatābhyaḥ namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Brahma
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

73. Segen empfangen und danken
yata indra bhayāmahe tato no abhayaṃ kṛdhi |
maghavan śagdhi tava tan na ūtaye vidviṣo vimṛdho jahi ||
svastidā viśaspatir vṛtrahā vimṛdho vaśī |
vṛṣendraḥ pura etu naḥ svastidā abhayaṅkaraḥ ||
sarvavidharoganivāraṇārtham āyurārogyadīrghāyurabhivṛddhyartham |
samastarogavihīnasusvāsthyaprāptyarthaṃ bhagavacchrītryambakeśvaradevāśīrvādaprāptir astu ||


Devanagari
Die Reihenfolge entspricht den Handlungsschritten; Wiederholungszahlen und bedingte Formeln stehen jeweils im Ablauf.

1. Guru und Frieden
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षभिर् यजत्राः ।
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देवहितं यद् आयुः ॥
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ॥

2. Zustimmung der Versammlung
नमः सदसे नमः सदसस्पतये नमः सखीनाम् ।
पुरोगाणां चक्षुषे नमो दिवे नमः पृथिव्यै ॥
सप्रथा सभां मे गोपाय । ये च सभ्याः सभासदः ।
तान् इन्द्रियावतः कुरु । सर्वम् आयुर् उपासताम् ॥
अशेष हे परिषद् भवत्पादमूले मया समर्पिताम् इमां सौवर्णीं यत्किञ्चिद् दक्षिणाम् अपि यथोक्तदक्षिणाम् इव स्वीकृत्य महामृत्युञ्जयहोमकर्म कर्तुं योग्यतासिद्धिम् अनुगृहाण ॥

3. Den Lebenssegen erbitten
हरिः ॐ तत् सत् । श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द ।
अस्यां शुभतिथौ [Geburtsstern] नक्षत्रे [Tierkreiszeichen] राशौ जातस्य [Name im Genitiv] आयुरारोग्यैश्वर्याभिवृद्ध्यर्थं शरीरवर्तमानवर्तिष्यमाणसमस्तरोगपीडापरिहारार्थम् आरोग्यदृढगात्रतासिद्ध्यर्थम् अपमृत्युनिवारणार्थं महामृत्युञ्जयप्रसादसिद्ध्यर्थं सकलचिन्तितमनोरथावाप्त्यर्थं महामृत्युञ्जयहोमाख्यं कर्म करिष्ये ।
तदङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वरपूजां करिष्ये ।
तदङ्गत्वेनान्तःकरणशुद्ध्यर्थं शरीरशुद्ध्यर्थं मण्डपशुद्ध्यर्थं सर्वोपकरणशुद्ध्यर्थं स्वस्तिपुण्याहवाचनं करिष्ये ॥

4. Ganesha betrachten und einladen
4. Ganesha betrachten und einladen
गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 1: Sitz
ॐ गं गणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
ॐ गं गणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
ॐ गं गणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
ॐ गं गणपतये नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 5: Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 7: Gewand
ॐ गं गणपतये नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
ॐ गं गणपतये नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 9: Schmuck
ॐ गं गणपतये नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 10: Duft
ॐ गं गणपतये नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ॥

Ganesha-Gabe 11: Kumkum
ॐ गं गणपतये नमः । गन्धस्योपरि कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 12: Girlande
ॐ गं गणपतये नमः । पुष्पमालां समर्पयामि ॥

5. Ganeshas Namen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
ॐ गं गणपतये नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
धूपदीपानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
नैवेद्यानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

7. Lichtkreis und Gebet
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन् नो दन्तिः प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः । आनन्दकर्पूरनीराजनं सन्दर्शयामि ।
कर्पूरनीराजनानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् ।
विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

8. Ganesha danken und die Ritualleitung einsetzen
ॐ गणपतये नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
अस्मिन् महामृत्युञ्जयहोमकर्मणि सकलकर्म कर्तुम् आचार्यं त्वां वृणे ॥

9. Varuna anrufen
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्या च मृडय । त्वाम् अवस्युर् आ चके ।
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आ शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्र मोषीः ॥
अस्मिन् कुम्भे पुण्डरीकाक्षरूपं वरुणं ध्यायामि आवाहयामि ॥

10. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
ॐ वं वरुणाय नमः । आसनं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । स्नानं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । गन्धं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पुष्पं समर्पयामि ॥

11. Varunas Namen und letzte Gaben
ॐ वरुणाय नमः । ॐ प्रचेतसे नमः । ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपांपतये नमः । ॐ मकरवाहनाय नमः । ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः । ॐ श्वेतछत्राय नमः । ॐ अनेकमणिभूषिताय नमः । ॐ झषासनाय नमः ।
ॐ वं वरुणाय नमः । धूपम् आघ्रापयामि । दीपं दर्शयामि । नैवेद्यं निवेदयामि । ताम्बूलं समर्पयामि । कर्पूरनीराजनं दर्शयामि ।
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि तन् नो वरुणः प्रचोदयात् ।
ॐ नमो नमस्ते अस्तु स्फटिकप्रभाय सुश्वेतवस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाशहस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥

12. Die Anwesenden stimmen ein
शिवा आपः सन्तु । सन्तु शिवा आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टम् अस्तु । अस्त्व् अक्षतम् अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । वाच्यताम् ॥

13. Punyaha, Svasti und Riddhi
पुनस् त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धताम् । पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः ।
घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व । सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः ॥
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु ।
स्वस्ति मित्रावरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति । स्वस्ति न इन्द्रश्चाग्निश्च स्वस्ति नो अदिते कृधि ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु ।
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु ॥

14. Segenswünsche über dem Gefäß
शान्तिर् अस्तु । पुष्टिर् अस्तु । तुष्टिर् अस्तु । वृद्धिर् अस्तु । अविघ्नम् अस्तु । आयुष्यम् अस्तु । आरोग्यम् अस्तु ।
ॐ शिवम् अस्तु । ॐ शिवं कर्मास्तु । ॐ कर्मसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धर्मसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ वेदसमृद्धिर् अस्तु । ॐ शास्त्रसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धनधान्यसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ पुत्रपौत्रसम्पद् अस्तु । ॐ इष्टसम्पद् अस्तु ॥

15. Belastendes abgeben
ॐ सकलारिष्टनिरसनम् अस्तु ।
ॐ यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तद् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥

16. Die Segnung weitet sich
सर्वशोभनम् अस्तु । सर्वाः सम्पदः सन्तु ।
ॐ शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ।
आ ब्रह्मन् ब्राह्मणो ब्रह्मवर्चसी जायताम् अस्मिन् राष्ट्रे राजन्य इषव्यः शूरो महारथो जायताम् ।
दोग्ध्री धेनुर् वोढानड्वान् आशुः सप्तिः पुरन्धिर् योषा जिष्णू रथेष्ठाः सभेयो युवास्य यजमानस्य वीरो जायताम् ।
निकामे निकामे नः पर्जन्यो वर्षतु फलिन्यो न ओषधयः पच्यन्तां योगक्षेमो नः कल्पताम् ।
इन्द्रः सुनीती सह मा पुनातु । सोमः स्वस्त्या वरुणः समीच्या ।
यमो राजा प्रमृणाभिः पुनातु मा । जातवेदा मोर्जयन्त्या पुनातु । ॐ भूर् भुवः सुवः ।
तच् छं योर् आवृणीमहे । गातुं यज्ञाय । गातुं यज्ञपतये ।
दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः । स्वस्तिर् मानुषेभ्यः । ऊर्ध्वं जिगातु भेषजम् ।
शं नो अस्तु द्विपदे । शं चतुष्पदे ॥

17. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
स्वामिनः मनः समाधीयताम् । समाहितमनसः स्म ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्म ।
वरुणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतो ऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥
सत्यं शुद्धं तपः शुद्धं ज्ञानशुद्धं तथैव च ।
सर्वभूतदयाशुद्धं जलशुद्धं च पञ्चमम् ॥
अद्भिर् गात्राणि शुद्ध्यन्ति बुद्धिर् ज्ञानेन शुद्ध्यति ।
विद्यातपोभ्यां भूतात्मा मनः सत्येन शुद्ध्यति ॥

18. Surya im Mandala einladen
Surya – vedischer Vers
आ सत्येन रजसा वर्तमानो निवेशयन्न् अमृतं मर्त्यं च ।
हिरण्ययेन सविता रथेना देवो याति भुवना विपश्यन् ॥

Surya – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं मण्डलमध्ये रक्तवर्तुलाकारमण्डले प्रतिष्ठितं पूर्वाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं आदित्यग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Surya – Gayatri
ॐ भास्कराय विद्महे महाद्युतिकराय धीमहि तन् नो आदित्य प्रचोदयात् ॥

19. Chandra im Mandala einladen
Chandra – vedischer Vers
आप्यायस्व समेतु ते विश्वतः सोम वृष्णियम् ।
भवा वाजस्य संगथे ॥

Chandra – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्याग्नेयदिग्भागे श्वेतचतुरश्राकारमण्डले प्रतिष्ठितं पश्चिमाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं चन्द्रग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Chandra – Gayatri
ॐ निशाकराय विद्महे सुधाहस्ताय धीमहि तन् नो चन्द्र प्रचोदयात् ॥

20. Mangala im Mandala einladen
Mangala – vedischer Vers
अग्निर् मूर्धा दिवः ककुत्पतिः पृथिव्या अयम् ।
अपां रेतांसि जिन्वति ॥

Mangala – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य दक्षिणदिग्भागे रक्तत्रिकोणाकारमण्डले प्रतिष्ठितं दक्षिणाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं अङ्गारकग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Mangala – Gayatri
ॐ अङ्गारकाय विद्महे भूमिपुत्राय धीमहि तन् नो कुज प्रचोदयात् ॥

21. Budha im Mandala einladen
Budha – vedischer Vers
उद्बुध्यस्वाग्ने प्रति जागृह्य् एनम् इष्टापूर्ते संसृजेथाम् अयं च ।
पुनः कृण्वंस् त्वा पितरं युवानम् अन्वातांसीत् त्वयि तन्तुम् एतम् ॥

Budha – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्येशान्यदिग्भागे पीतबाणाकारमण्डले प्रतिष्ठितं पूर्वाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं बुधग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Budha – Gayatri
ॐ सौम्यकराय विद्महे सोमसुताय धीमहि तन् नो बुध प्रचोदयात् ॥

22. Brihaspati im Mandala einladen
Brihaspati – vedischer Vers
बृहस्पते अति यद् अर्यो अर्हाद् द्युमद् विभाति क्रतुमज् जनेषु ।
यद् दीदयच् छवस ऋतप्रजात तद् अस्मासु द्रविणं धेहि चित्रम् ॥

Brihaspati – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्योत्तरदिग्भागे कनकदीर्घचतुरश्राकारमण्डले प्रतिष्ठितम् उत्तराभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं बृहस्पतिग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Brihaspati – Gayatri
ॐ आङ्गिरसाय विद्महे वागीशाय धीमहि तन् नो जीव प्रचोदयात् ॥

23. Shukra im Mandala einladen
Shukra – vedischer Vers
प्र वः शुक्राय भानवे भरध्वं हव्यं मतिं चाग्नये सुपूतम् ।
यो दैव्यानि मानुषा जनूंष्य् अन्तर् विश्वानि विद्मना जिगाति ॥

Shukra – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य पूर्वदिग्भागे श्वेतपञ्चकोणाकारमण्डले प्रतिष्ठितं पूर्वाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं शुक्रग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Shukra – Gayatri
ॐ भार्गवाय विद्महे विद्याधीशाय धीमहि तन् नो शुक्र प्रचोदयात् ॥

24. Shani im Mandala einladen
Shani – vedischer Vers
शं नो देवीर् अभिष्टय आपो भवन्तु पीतये ।
शं योर् अभि स्रवन्तु नः ॥

Shani – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य पश्चिमदिग्भागे कृष्णधनुराकारमण्डले प्रतिष्ठितं पश्चिमाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं शनैश्चरग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Shani – Gayatri
ॐ शनैश्चराय विद्महे छायापुत्राय धीमहि तन् नो मन्द प्रचोदयात् ॥

25. Rahu im Mandala einladen
Rahu – vedischer Vers
कया नश् चित्र आ भुवद् ऊती सदावृधः सखा ।
कया शचिष्ठया वृता ॥

Rahu – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य नैरृतदिग्भागे धूम्रशूर्पाकारमण्डले प्रतिष्ठितं दक्षिणाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं राहुग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Rahu – Gayatri
ॐ सैंहिकेयाय विद्महे धूम्रवर्णाय धीमहि तन् नो राहु प्रचोदयात् ॥

26. Ketu im Mandala einladen
Ketu – vedischer Vers
केतुं कृण्वन्न् अकेतवे पेशो मर्या अपेशसे ।
सम् उषद्भिर् अजायथाः ॥

Ketu – Einladung
सदेशं सगोत्रं सरूपं सवर्णं सर्षिच्छन्दसं आदित्यग्रहस्य वायव्यदिग्भागे नानावर्णध्वजाकारमण्डले प्रतिष्ठितं दक्षिणाभिमुखम् अधिदेवताप्रत्यधिदेवतासहितं केतुग्रहं ध्यायामि आवाहयामि ॥

Ketu – Gayatri
ॐ ब्रह्मपुत्राय विद्महे चित्रवर्णाय धीमहि तन् नो केतु प्रचोदयात् ॥

27. Shiva als Überwinder des Todes betrachten
चन्द्रार्काग्निविलोचनं स्मितमुखं पद्मद्वयान्तस्थितं
मुद्रापाशमृगाक्षसूत्रविलसत्पाणिं हिमांशुप्रभम् ।
कोटीन्दुप्रगलत्सुधाप्लुततनुं हारादिभूषोज्ज्वलं
कान्तं विश्वविमोहनं पशुपतिं मृत्युञ्जयं भावयेत् ॥
त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम् ।
उर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मामृतात् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः अस्मिन् कुम्भे मृत्युञ्जयपरमेश्वरं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षतं समर्पयामि ।
स्वामिन् सर्वजगन्नाथ यावत् पूजावसानकम् ।
तावत् त्वं प्रीतिभावेन कुम्भे ऽस्मिन् सन्निधिं कुरु ॥

28. Shiva verehren: Sitz
सद्योजाताय वै नमो नमः । आसनं समर्पयामि ॥

29. Shiva verehren: Fußwasser
भवे भवे नातिभवे भवस्व माम् । पाद्यं समर्पयामि ॥

30. Shiva verehren: Ehrenwasser
भवोद्भवाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

31. Shiva verehren: Mundwasser
वामदेवाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

32. Shiva verehren: Madhuparka
ज्येष्ठाय नमः । मधुपर्कं समर्पयामि ॥

33. Shiva verehren: Rituelles Bad
श्रेष्ठाय नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

34. Shiva verehren: Gewand
रुद्राय नमः । वस्त्रोत्तरीयं समर्पयामि ॥

35. Shiva verehren: Schnur und Schmuck
कालाय नमः । यज्ञोपवीताभरणं समर्पयामि ॥

36. Shiva verehren: Duft und Reis
कलविकरणाय नमः । गन्धाक्षतं समर्पयामि ॥

37. Shiva verehren: Blumen
बलविकरणाय नमः । पुष्पाणि समर्पयामि ॥

38. Die acht Gestalten und ihre Shaktis ehren
ॐ भवाय देवाय नमः ।
ॐ शर्वाय देवाय नमः ।
ॐ ईशानाय देवाय नमः ।
ॐ पशुपतये देवाय नमः ।
ॐ रुद्राय देवाय नमः ।
ॐ उग्राय देवाय नमः ।
ॐ भीमाय देवाय नमः ।
ॐ महते देवाय नमः ।
ॐ भवस्य देवस्य पत्न्यै नमः ।
ॐ शर्वस्य देवस्य पत्न्यै नमः ।
ॐ ईशानस्य देवस्य पत्न्यै नमः ।
ॐ पशुपतेर् देवस्य पत्न्यै नमः ।
ॐ रुद्रस्य देवस्य पत्न्यै नमः ।
ॐ उग्रस्य देवस्य पत्न्यै नमः ।
ॐ भीमस्य देवस्य पत्न्यै नमः ।
ॐ महतो देवस्य पत्न्यै नमः ।

39. Shiva verehren: Rauch
बलाय नमः । धूपम् आघ्रापयामि ॥

40. Shiva verehren: Licht
बलप्रमथनाय नमः । दीपं दर्शयामि ॥

41. Shiva verehren: Speise
सर्वभूतदमनाय नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ॥

42. Shiva verehren: Tambula
मनोन्मनाय नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

43. Das Arati-Licht zeigen und sich verneigen
यो वैतां ब्रह्मणो वेद अमृतेनावृतां पुरीम् ।
तस्मै ब्रह्म च ब्रह्मा च आयुः कीर्तिं प्रजां ददुः ॥
ॐ नमः शंभवाय च मयोभवाय च नमः शङ्कराय च मयस्कराय च नमः शिवाय च शिवतराय च ।
सपरिवाराय साम्बपरमेश्वराय नमः सर्वोपचारार्थे कर्पूरनीराजनं प्रदर्शयामि ।
ॐ नमस्ते अस्तु भगवन् विश्वेश्वराय महादेवाय त्र्यम्बकाय त्रिपुरान्तकाय त्रिकाग्निकालाय कालाग्निरुद्राय नीलकण्ठाय मृत्युञ्जयाय सर्वेश्वराय सदाशिवाय श्रीमन्महादेवाय नमः ॥

44. Die fünf Brahma-Mantras rezitieren
Sadyojata
सद्योजातं प्रपद्यामि सद्योजाताय वै नमो नमः ।
भवे भवे नातिभवे भवस्व माम् । भवोद्भवाय नमः ॥

Vamadeva
वामदेवाय नमो ज्येष्ठाय नमः श्रेष्ठाय नमो रुद्राय नमः कालाय नमः कलविकरणाय नमो बलविकरणाय नमो बलाय नमो बलप्रमथनाय नमः सर्वभूतदमनाय नमो मनोन्मनाय नमः ॥

Aghora
अघोरेभ्यो ऽथ घोरेभ्यो घोरघोरतरेभ्यः ।
सर्वेभ्यः सर्वशर्वेभ्यो नमस् ते अस्तु रुद्ररूपेभ्यः ॥

Tatpurusha
तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि ।
तन् नो रुद्रः प्रचोदयात् ॥

Ishana
ईशानः सर्वविद्यानाम् ईश्वरः सर्वभूतानां ब्रह्माधिपतिर् ब्रह्मणो ऽधिपतिर् ब्रह्मा शिवो मे अस्तु सदाशिवोम् ॥

45. Boden und Linien
ॐ रुद्राय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ॥

46. Feuer einsetzen
चन्द्रमा मनसो जातः । चक्षोः सूर्यो अजायत ।
मुखाद् इन्द्रश्चाग्निश्च । प्राणाद् वायुर् अजायत ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः हव्यवाहननामानम् अग्निं स्थापयामि ॥

47. Brahma-Sitz
अस्मिन् महामृत्युञ्जयहोमकर्मणि ब्रह्माणं त्वां वृणे ।
ॐ खं ब्रह्मणे नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

48. Wasser und Pranita-Gefäß
ॐ वं वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

49. Zustimmung der göttlichen Kräfte
ॐ अदिते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ अनुमते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ सरस्वते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ देव सवितः प्रसुव ॥

50. Agni-Nyasa
ॐ रं हृदयाय नमः ।
ॐ रीं शिरसे स्वाहा ।
ॐ रूं शिखायै वषट् ।
ॐ रैं कवचाय हुं ।
ॐ रौं नेत्रत्रयाय वौषट् ।
ॐ रः अस्त्राय फट् ।
ॐ भूर् भुवः सुवर् ॐ इति दिग्बन्धः ॥

51. Agni betrachten
मेषारूढं च वक्राङ्गं जातवेदसमन्वयम् ।
द्विशीर्षकं सप्तहस्तं त्रिपादं सप्तजिह्वकम् ॥
वरदं शक्तिपाणिं च बिभ्राणं स्रुक्स्रुवौ तथा ।
अभीतिदं चर्मधरं वामे चाज्यधरं करे ॥
चत्वारि शृङ्गा त्रयो ऽस्य पादा द्वे शीर्षे सप्त हस्तासो ऽस्य ।
त्रिधा बद्धो वृषभो रोरवीति महो देवो मर्त्यान् आविवेश ।
एष हि देवः प्रदिशो ऽनु सर्वाः पूर्वो हि जातः स उ गर्भे अन्तः ।
स विजायमानः स जनिष्यमाणः प्रत्यङ्मुखास् तिष्ठति विश्वतोमुखः ।
हे अग्ने प्राङ्मुखो देव ममाभिमुखो भव ॥

52. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
ॐ अग्नये नमः । ॐ जातवेदसे नमः । ॐ सहोजसे नमः । ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
ॐ वैश्वानराय नमः । ॐ नर्यापसे नमः । ॐ पङ्क्तिराधसे नमः । ॐ विसर्पिणे नमः ।
ॐ श्रीयज्ञपुरुषाय नमः । ॐ आत्मने नमः ।
सर्वेभ्यः श्रीवैष्णवेभ्यो नमः । सर्वेभ्यो ब्राह्मणेभ्यो नमः ॥

53. Hüter der Richtungen
ॐ इन्द्राय नमः । ॐ अग्नये नमः । ॐ यमाय नमः । ॐ निरृतये नमः ।
ॐ वरुणाय नमः । ॐ वायवे नमः । ॐ सोमाय नमः । ॐ ईशानाय नमः ॥

54. Brennholz darbringen
अस्मिन् महामृत्युञ्जयहोमकर्मणि ब्रह्मन्न् इध्मम् आधास्ये ।
आधत्स्व ॥

55. Erste Ghee-Ströme und Gaben
ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्रायेदं न मम ।
ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ सोमाय स्वाहा । सोमायेदं न मम ॥

56. Charu berühren und zweimal darbringen
Erste Berührung
अपैतु मृत्युर् अमृतं न आगन् वैवस्वतो नो अभयं कृणोतु ।
पर्णं वनस्पतेर् इवाभि नः शीयतां रयिः सचतां नः शचीपतिः ॥

Erste Charu-Gabe
परं मृत्यो अनुपरेहि पन्थां यस् ते स्व इतरो देवयानात् ।
चक्षुष्मते शृण्वते ते ब्रवीमि मा नः प्रजां रीरिषो मोत वीरान् स्वाहा ।
मृत्यव इदं न मम ॥

Zweite Berührung
हरिं हरन्तम् अनुयन्ति देवा विश्वस्येशानं वृषभं मतीनाम् ।
ब्रह्म सरूपम् अनु मेदम् आगाद् अयनं मा विवधीर् विक्रमस्व ॥

Zweite Charu-Gabe
मा च्छिदो मृत्यो मा वधीर् मा मे बलं विवृहो मा प्रमोषीः ।
प्रजां मा मे रीरिष आयुर् उग्र नृचक्षसं त्वा हविषा विधेम स्वाहा ।
मृत्यव इदं न मम ॥

57. Fünf Gaben für die Welten und ihre Kräfte
Erde
भूर् अग्नये च पृथिव्यै च महते च स्वाहा । अग्नये पृथिव्या इदं ॥

Zwischenraum
भुवो वायवे चान्तरिक्षाय च महते च स्वाहा । वायवे अन्तरिक्षाय चेदम् ॥

Himmel
सुवर् आदित्याय च दिवे च महते च स्वाहा । आदित्याय दिवे चेदम् ॥

Mond, Sterne und Richtungen
भूर् भुवः सुवश् चन्द्रमसे च नक्षत्रेभ्यश् च दिग्भ्यश् च महते च स्वाहा । चन्द्रमसे नक्षत्रेभ्यो दिग्भ्यो महत इदम् ॥

Prajapati
भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदम् ॥

58. Die siebzehn Durva-Gaben mit Payasa
Durva-Gabe 1
अपैतु मृत्युर् अमृतं न आगन् वैवस्वतो नो अभयं कृणोतु ।
पर्णं वनस्पतेर् इवाभि नः शीयतां रयिः सचतां नः शचीपतिः । मृत्युर् नश्यतु आयुर् वर्धतां स्वाहा । मृत्यव इदं न मम ॥

Durva-Gabe 2
परं मृत्यो अनुपरेहि पन्थां यस्ते स्व इतरो देवयानात् । चक्षुष्मते शृण्वते ते ब्रवीमि मा नः प्रजां रीरिषो मोत वीरान् ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ मृत्यव इदं न मम ॥

Durva-Gabe 3
वात प्राणं मनसाऽन्वारभामहे प्रजापतिं यो भुवनस्य गोपाः । स नो मृत्योस् त्रायतां पात्वं हसो ज्योग्-जीवा जराम्-अशीमहि ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ मृत्यव इदं न मम ॥

Durva-Gabe 4
अमुत्र भूयाद् अध यद् यमस्य बृहस्पते अभिशस्तेर मुञ्चः । प्रत्यौहताम् अश्विना मृत्युम् अस्माद् देवानाम् अग्ने भिषजा शचीभिः ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ बृहस्पतये, अग्नये अश्विभ्याम् इदं न मम ॥

Durva-Gabe 5
माच्छिदो मृत्यो मा वधीः । मा मे बलं विवृहो मा प्रमोषीः । प्रजां मा मे रीरिष आयुर् उग्र । नृचक्षसं त्वा हविषा विधेम ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ रुद्राय इदं न मम ॥

Durva-Gabe 6
मा नो महान्तम् उत मानो अर्भकं मान उक्षन्तम् उत मा न उक्षितम् । मा नो वधी पितरं मोत मातरं प्रिया मा नस् तनुवो रुद्र रीरिषा ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ रुद्राय इदं न मम ॥

Durva-Gabe 7
मा नस्तोके तनये मा न आयुषि मा नो गोषु मा नो अश्वेषु रीरिषः । वीरान् मा नो रुद्र भमितो ऽवधिर् हविष्मन्तो नमसा विधेम ते ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ रुद्राय इदं न मम ॥

Durva-Gabe 8
प्रजापते न त्वद् एतान्य्-अन्यो विश्वा जातानि परि ता बभूव । यत् कामस् ते जुहुमस् तन्नो अस्तु वयं स्याम पतयो रयीणाम् ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ प्रजापतये इदं न मम ॥

Durva-Gabe 9
यत इन्द्र भयामहे ततो नो अभयं कृधि । मघवन् शग्धि तव तन्न ऊतये विद्विषो विमृधो जहि ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ इन्द्राय इदं न मम ॥

Durva-Gabe 10
स्वस्ति दा विशस्-पतिर् वृत्रहा विमृधो वशी । वृषेन्द्रः पुर एतु नः स्वस्ति दा अभयङ्करः ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ अभयन्करायेदं न मम ॥

Durva-Gabe 11
त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टि वर्धनम् । उर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मामृतात् ॥ मृत्युर्-नश्यतु आयुर्-वर्धतां स्वाहा ॥ त्र्यम्बकायेदं न मम ॥

Durva-Gabe 12
हरिं हरन्तम् अनुयन्ति देवा विश्वस्येशानं वृषभं मतीनाम् ।
ब्रह्म सरूपम् अनु मेदम् आगाद् अयनं मा विवधीर् विक्रमस्व स्वाहा । ब्रह्मण इदं न मम ॥

Durva-Gabe 13
शल्कैर् अग्निम् इन्धान उभौ लोकौ सनेम् अहम् । उभयोर् लोकयो ऋध्वाऽति मृत्युं तराम्यहं स्वाहा ॥ मृत्यव इदं ॥

Durva-Gabe 14
अपमृत्युम् अपक्षुधं । अपेतश्-शपथं जहि । अधो नो अग्न आवह । रायस् पोषं सहस्रिणं स्वाहा ॥ अग्नय इदं ॥

Durva-Gabe 15
ये ते सहस्रम् अयुतं पाशा मृत्यो मर्त्याय हन्तवे । तान् यज्ञस्य मायया सर्वान् अव यजामहे स्वाहा ॥ मृत्यव इदं न मम ॥

Durva-Gabe 16
जातवेदसे सुनवाम सोमम् अराती यतो निदहाति वेदः । स नः पर्षदति दुर्गाणि विश्वा नावेव सिन्धुं दुरितात्यग्निस् स्वाहा ॥ अग्नि जातवेदसे इदं ॥

Durva-Gabe 17
ॐ भूर्-भुवस्-सुवः । ओजो बलम् । ब्रह्म-क्षत्रम् । यशो महत् । सत्यं तपो नाम । रूपम् अमृतम् । चक्षुश् श्रोत्रम् । मन आयुः । विश्वं यशो महः । समन्तपो हरो भाः । जातवेदा यदि वा पावकोऽसि । वैश्वानरो यदि वा वैद्युतोऽसि । शं प्रजाभ्यो यजमानाय लोकम् । ऊर्जं पुष्टिं ददभ्या वृत्स्व स्वाहा ॥ अग्नि जातवेदसे वैश्वानराय इदं ॥

59. Die vier Lebenssegen-Gaben
Erde
मृत्युर् नश्यतु आयुर् वर्धतां भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ॥

Zwischenraum
मृत्युर् नश्यतु आयुर् वर्धतां भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ॥

Himmel
मृत्युर् नश्यतु आयुर् वर्धतां सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥

Drei Welten
मृत्युर् नश्यतु आयुर् वर्धतां भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥

60. Acht Gaben an Mrityu
ॐ मृत्यवे स्वाहा ॥

61. Abschließendes Besprengen
अदिते ऽन्वमंस्थाः ।
अनुमते ऽन्वमंस्थाः ।
सरस्वते ऽन्वमंस्थाः ।
देव सवितः प्रासावीः ॥

62. Eine Reisgabe auf Durva niederlegen
सर्वो वै रुद्रस् तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ।
पुरुषो वै रुद्रः सन् महो नमो नमः ॥

63. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ।
यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

64. Wasser in die Richtungen geben
प्राच्यां दिशि देवा ऋत्विजो मार्जयन्ताम् ।
दक्षिणस्यां दिशि मासाः पितरो मार्जयन्ताम् ।
प्रतीच्यां दिशि गृहाः पशवो मार्जयन्ताम् ।
उदीच्यां दिश्य् आप ओषधयो मार्जयन्ताम् ।
ऊर्ध्वायां दिशि यज्ञः संवत्सरो यज्ञपतिर् मार्जयन्ताम् ॥

65. Ein letztes Lebensholz darbringen
ॐ वैश्वानराय विद्महे लालीलाय धीमहि तन् नो ऽग्निः प्रचोदयात् ।
आयुर्दा अग्ने हविषो जुषाणो घृतप्रतीको घृतयोनिर् एधि ।
घृतं पीत्वा मधु चारु गव्यं पितेव पुत्रम् अभि रक्षताद् इमं स्वाहा ॥

66. Agni danken und nach innen zurücknehmen
अग्ने नय सुपथा राये अस्मान् विश्वानि देव वयुनानि विद्वन् ।
युयोध्य् अस्मज् जुहुराणम् एनो भूयिष्ठां ते नम उक्तिं विधेम ॥
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मन्य् उद्वासयामि ॥

67. Shivas Namen als Vollendung sprechen
यत्पादपङ्कजस्मरणाद् यस्य नामजपाद् अपि ।
न्यूनं कर्म भवेत् पूर्णं तं वन्दे साम्बम् ईश्वरम् ॥
ॐ साम्बसदाशिव ॐ साम्बसदाशिव ॐ साम्बसदाशिव ॥

68. Die zurückbehaltenen Gaben segnen
अग्निर् आयुष्मान् स वनस्पतिभिर् आयुष्मान् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ।
सोम आयुष्मान् स ओषधिभिर् आयुष्मान् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ।
यज्ञ आयुष्मान् स दक्षिणाभिर् आयुष्मान् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ।
ब्रह्मायुष्मत् तद् ब्राह्मणैर् आयुष्मत् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ।
देवा आयुष्मन्तस् ते ऽमृतेनायुष्मन्तस् तेन त्वायुषायुष्मन्तं करोमि ॥
अपैतु मृत्युर् अमृतं न आगन् वैवस्वतो नो अभयं कृणोतु ।
पर्णं वनस्पतेर् इवाभि नः शीयतां रयिः सचतां नः शचीपतिः ॥

69. Prasad kosten
आयुर् असि तत् ते प्रयच्छामि । आयुष्मद् अस्तु ते मुखम् । आयुष्मच् छिरो अस्तु ते ।
आयुष्मान् विश्वतः प्रत्यङ्ग् आयुषा संपिपृग्धि मा ॥

70. Das Mrityunjaya-Stotra sprechen
Strophe 1
रुद्रं पशुपतिं स्थाणुं नीलकण्ठम् उमापतिम् ।
नमामि शिरसा देवं किं नो मृत्युः करिष्यति ॥

Strophe 2
कालकण्ठं कालमूर्तिं कालज्ञं कालनाशनम् ।
नमामि शिरसा देवं किं नो मृत्युः करिष्यति ॥

Strophe 3
नीलकण्ठं विरूपाक्षं निर्मलं विमलप्रभम् ।
नमामि शिरसा देवं किं नो मृत्युः करिष्यति ॥

Strophe 4
वामदेवं महादेवं लोकनाथं जगद्गुरुम् ।
नमामि शिरसा देवं किं नो मृत्युः करिष्यति ॥

Strophe 5
देवदेवं जगन्नाथं देवेशं वृषभध्वजम् ।
नमामि शिरसा देवं किं नो मृत्युः करिष्यति ॥

Strophe 6
गङ्गाधरं महादेवं सर्वाभरणभूषितम् ।
नमामि शिरसा देवं किं नो मृत्युः करिष्यति ॥

Strophe 7
अनाथं परमानन्दं कैवल्यपददायिनम् ।
नमामि शिरसा देवं किं नो मृत्युः करिष्यति ॥

Strophe 8
स्वर्गापवर्गदातारं सृष्टिस्थित्यन्तकारणम् ।
नमामि शिरसा देवं किं नो मृत्युः करिष्यति ॥

Strophe 9
उत्पत्तिस्थितिसंहारकर्तारं चेश्वरं गुरुम् ।
नमामि शिरसा देवं किं नो मृत्युः करिष्यति ॥

Strophe 10
मार्कण्डेयकृतं स्तोत्रं यः पठेच् छिवसन्निधौ ।
तस्य मृत्युभयं नास्ति नाग्निचौरभयं क्वचित् ॥

Strophe 11
मृत्युञ्जय महादेव त्राहि मां शरणागतम् ।
जन्ममृत्युजरारोगैः पीडितं कर्मबन्धनैः ॥

Strophe 12
नमः शिवाय साम्बाय हरये परमात्मने ।
प्रणतक्लेशनाशाय योगिनां पतये नमः ॥

71. Die abschließende Blumenhand darbringen
Goldene Gestalt
ॐ नमो हिरण्यबाहवे हिरण्यवर्णाय हिरण्यरूपाय हिरण्यपतये ऽम्बिकापतय उमापतये पशुपतये नमो नमः ॥

Höchstes Brahman
ऋतं सत्यं परं ब्रह्म पुरुषं कृष्णपिङ्गलम् ।
ऊर्ध्वरेतं विरूपाक्षं विश्वरूपाय वै नमो नमः ॥

Alles ist Rudra
सर्वो वै रुद्रस् तस्मै रुद्राय नमो अस्तु । पुरुषो वै रुद्रः सन् महो नमो नमः ।
विश्वं भूतं भुवनं चित्रं बहुधा जातं जायमानं च यत् । सर्वो ह्य् एष रुद्रस् तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥

Rudras Herz
कद् रुद्राय प्रचेतसे मीढुष्टमाय तव्यसे ।
वोचेम शन्तमं हृदे । सर्वो ह्य् एष रुद्रस् तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥

Vaishravana
राजाधिराजाय प्रसह्यसाहिने नमो वयं वैश्रवणाय कुर्महे ।
स मे कामान् कामकामाय मह्यं कामेश्वरो वैश्रवणो ददातु ।
कुबेराय वैश्रवणाय महाराजाय नमः ॥

Weite Herrschaft
ॐ स्वस्ति साम्राज्यं भौज्यं स्वाराज्यं वैराज्यं पारमेष्ठ्यं राज्यं महाराज्यम् आधिपत्यम् समन्तपर्यायी स्यात् सार्वभौमः सार्वायुष आन्ताद् आपरार्धात् पृथिव्यै समुद्रपर्यन्ताया एकराड् इति ॥

72. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
Mrityunjaya
ॐ मृत्युञ्जयाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten
ॐ सूर्यादिनवग्रहमण्डलदेवताभ्यः नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

Brahma
ॐ ब्रह्मणे नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

73. Segen empfangen und danken
यत इन्द्र भयामहे ततो नो अभयं कृधि ।
मघवन् शग्धि तव तन् न ऊतये विद्विषो विमृधो जहि ॥
स्वस्तिदा विशस्पतिर् वृत्रहा विमृधो वशी ।
वृषेन्द्रः पुर एतु नः स्वस्तिदा अभयङ्करः ॥
सर्वविधरोगनिवारणार्थम् आयुरारोग्यदीर्घायुरभिवृद्ध्यर्थम् ।
समस्तरोगविहीनसुस्वास्थ्यप्राप्त्यर्थं भगवच्छ्रीत्र्यम्बकेश्वरदेवाशीर्वादप्राप्तिर् अस्तु ॥


Deutsche Gesamtbedeutung
Die Reihenfolge entspricht den Handlungsschritten; Wiederholungszahlen und bedingte Formeln stehen jeweils im Ablauf.

1. Guru und Frieden
Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.

2. Zustimmung der Versammlung
Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Maha-Mrityunjaya-Homa auszuführen.

3. Den Lebenssegen erbitten
Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag vollziehe ich das Maha-Mrityunjaya-Homa für die genannte Person: für Lebensfülle, Gesundheit und Gedeihen, Linderung gegenwärtiger und künftiger Krankheit und Bedrängnis, körperliche Festigkeit, Schutz vor vorzeitigem Tod, Mrityunjayas Gnade und Erfüllung der bedachten Anliegen. Zur unbehinderten Vollendung verehre ich Ganesha und segne das Wasser für Herz, Körper, Platz und Geräte.

4. Ganesha betrachten und einladen
4. Ganesha betrachten und einladen
Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.

Ganesha-Gabe 1: Sitz
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar.

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar.

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar.

Ganesha-Gabe 5: Bad
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar.

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar.

Ganesha-Gabe 7: Gewand
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar.

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar.

Ganesha-Gabe 9: Schmuck
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar.

Ganesha-Gabe 10: Duft
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar.

Ganesha-Gabe 11: Kumkum
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar.

Ganesha-Gabe 12: Girlande
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar.

5. Ganeshas Namen
Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.

7. Lichtkreis und Gebet
Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.

8. Ganesha danken und die Ritualleitung einsetzen
Verehrung Ganesha. Ich verabschiede deine angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Für das Maha-Mrityunjaya-Homa wähle ich dich als Acharya zur Leitung der gesamten Handlung.

9. Varuna anrufen
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.

10. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.

11. Varunas Namen und letzte Gaben
Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.

12. Die Anwesenden stimmen ein
Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.

13. Punyaha, Svasti und Riddhi
Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.

14. Segenswünsche über dem Gefäß
Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.

15. Belastendes abgeben
Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.

16. Die Segnung weitet sich
Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.

17. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.

18. Surya im Mandala einladen
Surya – vedischer Vers
Savitar bewegt sich durch den Raum, ordnet Unsterbliche und Sterbliche und fährt auf seinem goldenen Wagen, alle Welten überschauend.

Surya – Einladung
Ich betrachte Surya mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Surya – Gayatri
Den Strahlenden erkennen wir, über den Schöpfer großen Glanzes meditieren wir; Aditya möge unsere Einsicht anregen.

19. Chandra im Mandala einladen
Chandra – vedischer Vers
Wachse, Soma; von allen Seiten sammle sich deine Kraft. Sei uns Stärke bei der Gewinnung von Fülle.

Chandra – Einladung
Ich betrachte Chandra mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Chandra – Gayatri
Den Schöpfer der Nacht erkennen wir, über den mit Nektar in der Hand meditieren wir; Chandra möge unsere Einsicht anregen.

20. Mangala im Mandala einladen
Mangala – vedischer Vers
Agni ist das Haupt des Himmels und der Gipfel, Herr dieser Erde; er belebt die Samenkräfte der Wasser.

Mangala – Einladung
Ich betrachte Mangala mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Mangala – Gayatri
Angaraka erkennen wir, über den Sohn der Erde meditieren wir; Kuja möge unsere Einsicht anregen.

21. Budha im Mandala einladen
Budha – vedischer Vers
Erwache, Agni, wache über diesen Menschen. Opfer und gemeinnütziges Tun mögen sich mit ihm verbinden. Indem er dich, den Vater, wieder jung macht, führt er in dir diesen Lebensfaden fort.

Budha – Einladung
Ich betrachte Budha mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Budha – Gayatri
Den Sanftmut Wirkenden erkennen wir, über den Sohn Somas meditieren wir; Budha möge unsere Einsicht anregen.

22. Brihaspati im Mandala einladen
Brihaspati – vedischer Vers
Brihaspati, wenn deine verehrungswürdige, einsichtsvolle Kraft unter Menschen hell leuchtet: Aus der Wahrheit Geborener, schenke uns jenen vielfältigen Reichtum, der in Macht erstrahlt.

Brihaspati – Einladung
Ich betrachte Brihaspati mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Brihaspati – Gayatri
Angirasa erkennen wir, über den Herrn der Rede meditieren wir; Jiva möge unsere Einsicht anregen.

23. Shukra im Mandala einladen
Shukra – vedischer Vers
Bringt dem hellen, strahlenden Agni die Gabe und das reine Gebet dar. Mit seinem Wissen durchdringt er alle göttlichen und menschlichen Geschlechter.

Shukra – Einladung
Ich betrachte Shukra mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Shukra – Gayatri
Bhargava erkennen wir, über den Herrn des Wissens meditieren wir; Shukra möge unsere Einsicht anregen.

24. Shani im Mandala einladen
Shani – vedischer Vers
Die göttlichen Wasser seien uns zur Hilfe und zum Trinken heilsam. Sie mögen uns Heil und Wohlergehen zufließen lassen.

Shani – Einladung
Ich betrachte Shani mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Shani – Gayatri
Den langsam Wandelnden erkennen wir, über Chayas Sohn meditieren wir; Manda möge unsere Einsicht anregen.

25. Rahu im Mandala einladen
Rahu – vedischer Vers
Mit welchem wunderbaren Beistand kommt unser immer stärkender Freund zu uns? Von welcher machtvollsten Hilfe ist er umgeben?

Rahu – Einladung
Ich betrachte Rahu mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Rahu – Gayatri
Simhikas Sohn erkennen wir, über den Rauchfarbenen meditieren wir; Rahu möge unsere Einsicht anregen.

26. Ketu im Mandala einladen
Ketu – vedischer Vers
Ein Zeichen machend für das Zeichenlose, Gestalt für das Gestaltlose, seid ihr, ihr Helden, gemeinsam mit den Morgenröten geboren.

Ketu – Einladung
Ich betrachte Ketu mit Herkunft, Familie, Gestalt, Farbe, Seher und Versmaß, am beschriebenen Platz, samt Adhidevata und Pratyadhidevata, und lade die göttliche Gegenwart ein.

Ketu – Gayatri
Brahmas Sohn erkennen wir, über den Vielfarbigen meditieren wir; Ketu möge unsere Einsicht anregen.

27. Shiva als Überwinder des Todes betrachten
Betrachte Mrityunjaya, den Herrn der Wesen: Mond, Sonne und Feuer sind seine Augen; lächelnd ruht er zwischen zwei Lotusblüten. Seine Hände zeigen die heilige Geste und tragen Schlinge, Gazelle und Gebetskette. Er glänzt wie der Mond, sein Leib ist vom Nektar unzähliger Monde benetzt und mit Halsketten geschmückt; seine Schönheit bezaubert die Welt. Wir verehren den Dreiäugigen, Wohlriechenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine reife Gurke sich vom Stiel löst, möge ich aus der Bindung des Todes frei werden, nicht aber vom Unsterblichen getrennt sein. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: In diesem Gefäß betrachte ich Mrityunjaya Parameshvara, lade ihn ein, richte seinen Sitz ein und biete Duft und Reis dar. Herr der ganzen Welt, sei bis zum Ende der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig.

28. Shiva verehren: Sitz
Dem sogleich Geborenen wieder und wieder Verehrung; ich biete einen Sitz dar.

29. Shiva verehren: Fußwasser
In jedem Werden bewahre mich vor weiterem Werden; ich biete Fußwasser dar.

30. Shiva verehren: Ehrenwasser
Verehrung dem Ursprung des Werdens; ich biete Ehrenwasser dar.

31. Shiva verehren: Mundwasser
Verehrung Vamadeva; ich biete Mundwasser dar.

32. Shiva verehren: Madhuparka
Verehrung dem Ältesten; ich biete die süße Madhuparka-Gabe dar.

33. Shiva verehren: Rituelles Bad
Verehrung dem Vortrefflichsten; ich biete ein Bad dar.

34. Shiva verehren: Gewand
Verehrung Rudra; ich biete Gewand und Obergewand dar.

35. Shiva verehren: Schnur und Schmuck
Verehrung der Zeitmacht; ich biete heilige Schnur und Schmuck dar.

36. Shiva verehren: Duft und Reis
Verehrung dem Verwandler der Teile und Kräfte; ich biete Duft und ungebrochenen Reis dar.

37. Shiva verehren: Blumen
Verehrung dem Verwandler der Kraft; ich biete Blumen dar.

38. Die acht Gestalten und ihre Shaktis ehren
Verehrung den göttlichen Gestalten Bhava, Sharva, Ishana, Pashupati, Rudra, Ugra, Bhima und dem Großen. Verehrung jeweils ihrer göttlichen Gefährtin.

39. Shiva verehren: Rauch
Verehrung der Kraft; ich biete Rauch dar.

40. Shiva verehren: Licht
Verehrung dem Überwinder aller Macht; ich zeige Licht.

41. Shiva verehren: Speise
Verehrung dem Lenker aller Wesen; ich biete Speise dar.

42. Shiva verehren: Tambula
Verehrung dem über den Geist Hinausgehenden; ich biete Tambula dar.

43. Das Arati-Licht zeigen und sich verneigen
Wer diese von Unsterblichkeit umhüllte Stadt Brahmans erkennt, dem gewähren Brahman und Brahma Leben, Ruhm und Nachkommenschaft. Verehrung dem Heil und Freude Entstehenlassenden, dem Wohltäter und Freudenspender, dem Heilsamen und noch Heilsameren. Samba Parameshvara samt Gefolge gilt dieses Kampferlicht als Erfüllung aller Dienste. Verehrung dem erhabenen Herrn des Alls, Mahadeva, Dreiäugigen, Überwinder Tripuras, Beherrscher der drei Feuer und der Zeit, Rudra als Zeitenfeuer, Blaukehligen, Sieger über den Tod, Herrn von allem und ewig heilsamen großen Gott.

44. Die fünf Brahma-Mantras rezitieren
Sadyojata
Ich nehme Zuflucht zu Sadyojata. Ihm sei wieder und wieder Verehrung. Bewahre mich im Werden vor weiterem Werden; Verehrung dem Ursprung des Werdens.

Vamadeva
Verehrung Vamadeva, dem Ältesten, Vortrefflichsten, Rudra, der Zeitmacht, dem Verwandler der Teile und Kräfte, der Kraft, dem Überwinder der Macht, Lenker aller Wesen und dem über den Geist Hinausgehenden.

Aghora
Den friedvollen, den furchtbaren und den noch furchtbareren Gestalten, allen alles auflösenden Rudra-Formen, sei Verehrung.

Tatpurusha
Wir erkennen jenen höchsten Purusha und meditieren über Mahadeva. Rudra möge unsere Einsicht anregen.

Ishana
Ishana ist der Herr aller Erkenntnis, Herr aller Wesen, Gebieter des Veda und Brahmans. Brahma, Shiva, sei mir heilsam: Sadashiva, Om.

45. Boden und Linien
Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.

46. Feuer einsetzen
Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Havyavahana, der Träger der Opfergaben.

47. Brahma-Sitz
Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Maha-Mrityunjaya-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

48. Wasser und Pranita-Gefäß
Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.

49. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.

50. Agni-Nyasa
Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.

51. Agni betrachten
Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.

52. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.

53. Hüter der Richtungen
Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.

54. Brennholz darbringen
Brahman, in diesem Maha-Mrityunjaya-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

55. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

56. Charu berühren und zweimal darbringen
Erste Berührung
Der Tod möge weichen, das Unsterbliche zu uns kommen; Yama Vaivasvata schenke uns Furchtlosigkeit. Wie das Blatt eines Baumes falle die Fülle uns zu; der Herr der Kraft stehe uns bei.

Erste Charu-Gabe
Tod, gehe fort auf deinem eigenen Weg, einem anderen als dem Götterweg. Dir, der sieht und hört, sage ich: Verletze unsere Kinder und unsere Menschen nicht. Svaha. Dem Tod gilt diese Gabe, nicht mir.

Zweite Berührung
Die Götter folgen Hari, der alles zu sich nimmt, dem Herrn des Alls, dem kraftvollen Führer der Gedanken. Die Brahman entsprechende Wirklichkeit möge zu mir kommen. Versperre mir den Weg nicht; schreite machtvoll voran.

Zweite Charu-Gabe
Tod, schneide mein Leben nicht ab, verletze mich nicht, mindere meine Kraft nicht und beraube mich nicht. Schade meinen Kindern und meinem Leben nicht, du Gewaltiger. Dir, der auf die Menschen blickt, bringen wir die Gabe dar. Svaha. Dies gilt dem Tod, nicht mir.

57. Fünf Gaben für die Welten und ihre Kräfte
Erde
Der Erde, Agni, der Erdgöttin und dem Großen gilt diese Gabe.

Zwischenraum
Dem Zwischenraum, Vayu und dem Großen gilt diese Gabe.

Himmel
Dem Himmel, Aditya und dem Großen gilt diese Gabe.

Mond, Sterne und Richtungen
Erde, Zwischenraum und Himmel, Mond, Sterne, Richtungen und das Große empfangen diese Gabe.

Prajapati
Erde, Zwischenraum und Himmel: Diese Gabe gilt Prajapati.

58. Die siebzehn Durva-Gaben mit Payasa
Durva-Gabe 1
Der Tod möge weichen, das Unsterbliche zu uns kommen; Yama Vaivasvata schenke uns Furchtlosigkeit. Wie das Blatt eines Baumes falle die Fülle uns zu; der Herr der Kraft stehe uns bei. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt dem Tod, nicht mir.

Durva-Gabe 2
Tod, gehe fort auf deinem eigenen Weg, verschieden vom Götterweg. Du siehst und hörst: Verletze unsere Nachkommen und Menschen nicht. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt dem Tod, nicht mir.

Durva-Gabe 3
Wir wenden uns im Geist an den Lebensatem und Wind, an Prajapati, den Hüter der Welt. Er bewahre uns vor Tod und Bedrängnis; lebendig mögen wir das Alter erreichen. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt dem Tod, nicht mir.

Durva-Gabe 4
Brihaspati, du hast uns vom Fluch und von Yamas fernem Reich gelöst. Die beiden Ashvins, Ärzte der Götter, mögen mit ihren Kräften den Tod von uns abwehren, o Agni. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Brihaspati, Agni und den beiden Ashvins, nicht mir.

Durva-Gabe 5
Tod, schneide mein Leben nicht ab, verletze mich nicht und mindere meine Kraft nicht. Schade meinen Kindern und meiner Lebenszeit nicht. Dir, der auf die Menschen blickt, bringen wir Verehrung dar. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Rudra, nicht mir.

Durva-Gabe 6
Rudra, verletze weder unsere Alten noch unsere Kleinen, weder die Heranwachsenden noch die Erwachsenen. Töte weder Vater noch Mutter und schade unseren geliebten Körpern nicht. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Rudra, nicht mir.

Durva-Gabe 7
Rudra, schade weder unseren Kindern noch unserer Lebenszeit, weder Kühen noch Pferden. Töte unsere Menschen nicht im Zorn; mit Gaben und Verneigung verehren wir dich. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Rudra, nicht mir.

Durva-Gabe 8
Prajapati, niemand außer dir umfasst all diese entstandenen Wesen. Gewähre das Anliegen unserer Darbringung; mögen wir Herren von Fülle werden. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Prajapati, nicht mir.

Durva-Gabe 9
Indra, schenke uns Furchtlosigkeit dort, wo wir uns fürchten. Gib deinen Schutz und überwinde die feindlichen Mächte. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Indra, nicht mir.

Durva-Gabe 10
Indra, Herr des Volkes, Überwinder Vritras, gehe uns voran, Wohlergehen und Furchtlosigkeit gewährend. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Abhayankara, dem Furchtlosigkeit Gewährenden, nicht mir.

Durva-Gabe 11
Wir verehren den Dreiäugigen, Wohlriechenden, der das Gedeihen mehrt. Wie eine reife Gurke sich vom Stiel löst, möge ich aus der Bindung des Todes frei werden, nicht aber vom Unsterblichen getrennt sein. Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Svaha; die Gabe gilt Tryambaka, nicht mir.

Durva-Gabe 12
Die Götter folgen Hari, der alles zu sich nimmt, dem Herrn des Alls, dem kraftvollen Führer der Gedanken. Die Brahman entsprechende Wirklichkeit möge zu mir kommen. Versperre mir den Weg nicht; schreite machtvoll voran. Svaha; die Gabe gilt Brahman, nicht mir.

Durva-Gabe 13
Indem ich Agni mit Holzspänen entzünde, möge ich beide Welten erlangen. In beiden gedeihend, überschreite ich den Tod. Svaha; die Gabe gilt dem Tod.

Durva-Gabe 14
Agni, wehre vorzeitigen Tod und Hunger ab und vernichte den Fluch. Bringe uns tausendfältige Fülle und Gedeihen. Svaha; die Gabe gilt Agni.

Durva-Gabe 15
Tod, deine tausend und zehntausend Schlingen, mit denen du Sterbliche fängst, wehren wir durch die Macht des Opfers allesamt ab. Svaha; die Gabe gilt dem Tod, nicht mir.

Durva-Gabe 16
Dem alles erkennenden Agni bereiten wir Soma; er verbrennt die feindliche Macht. Er führe uns über alle Schwierigkeiten, wie ein Boot über den Strom. Svaha; die Gabe gilt Agni Jatavedas.

Durva-Gabe 17
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Kraft und Stärke, geistliche und königliche Macht, Ruhm und Größe, Wahrheit und Askese, Name, Gestalt und Unsterblichkeit, Sehen, Hören, Geist und Leben, allumfassender Glanz, Wärme, Macht und Licht: Jatavedas, ob du der Läuternde bist, Vaishvanara oder das Blitzfeuer, schenke den Nachkommen Frieden und dem Yajamana Raum, gib Kraft und Gedeihen und wende dich uns zu. Svaha; die Gabe gilt Agni Jatavedas Vaishvanara.

59. Die vier Lebenssegen-Gaben
Erde
Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

Zwischenraum
Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Vayu gilt diese Gabe, nicht mir.

Himmel
Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Surya gilt diese Gabe, nicht mir.

Drei Welten
Der Tod möge weichen, die Lebenskraft wachsen. Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.

60. Acht Gaben an Mrityu
Om, dem Tod als göttlicher Macht gilt diese Darbringung.

61. Abschließendes Besprengen
Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

62. Eine Reisgabe auf Durva niederlegen
Alles ist wahrhaft Rudra; diesem Rudra sei Verehrung. Der Purusha ist wahrhaft Rudra, die große Wirklichkeit. Wieder und wieder Verehrung.

63. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

64. Wasser in die Richtungen geben
Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

65. Ein letztes Lebensholz darbringen
Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Lebenspendender Agni, erfreue dich an der Gabe; Ghee sei dein Antlitz und dein Ursprung. Nachdem du das süße, schöne, von der Kuh stammende Ghee getrunken hast, beschütze diesen Menschen wie ein Vater seinen Sohn. Svaha.

66. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.

67. Shivas Namen als Vollendung sprechen
Dem Herrn mit Amba verneige ich mich: Durch das Gedenken seiner Lotusfüße und die Wiederholung seines Namens wird eine unvollkommene Handlung ganz. Om, Sadashiva mit Amba; Om, Sadashiva mit Amba; Om, Sadashiva mit Amba.

68. Die zurückbehaltenen Gaben segnen
Agni ist lebenskräftig durch die Bäume, Soma durch die Heilkräuter, das Opfer durch die Dankesgaben, das heilige Wort durch die Brahmanen, die Götter durch das Unsterbliche. Mit dieser Lebenskraft segne ich dich zu einem langen Leben. Der Tod möge weichen, das Unsterbliche zu uns kommen; Yama Vaivasvata schenke uns Furchtlosigkeit. Wie das Blatt eines Baumes falle die Fülle uns zu; der Herr der Kraft stehe uns bei.

69. Prasad kosten
Du bist Leben; dieses gebe ich dir. Leben sei deinem Mund und deinem Haupt geschenkt. Auf allen Seiten sei Lebenskraft; erfülle mich ganz mit Leben.

70. Das Mrityunjaya-Stotra sprechen
Strophe 1
Ich verneige mein Haupt vor Rudra, dem Herrn der Wesen, dem Unerschütterlichen, dem Blaukehligen und Gemahl Umas. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 2
Ich verneige mein Haupt vor dem Dunkelkehligen, der Gestalt der Zeit, dem Kenner und Überwinder der Zeit. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 3
Ich verneige mein Haupt vor dem Blaukehligen mit ungewöhnlichen Augen, dem Makellosen und rein Strahlenden. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 4
Ich verneige mein Haupt vor Vamadeva, Mahadeva, dem Herrn der Welt und Weltenlehrer. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 5
Ich verneige mein Haupt vor dem Gott der Götter, dem Herrn des Alls, dem göttlichen Herrn mit dem Stierbanner. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 6
Ich verneige mein Haupt vor dem Träger der Ganga, Mahadeva, dem mit allem Schmuck Gezierten. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 7
Ich verneige mein Haupt vor dem, der keinen Herrn über sich hat, der höchsten Glückseligkeit und dem Geber der Befreiung. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 8
Ich verneige mein Haupt vor dem Geber von Himmel und Befreiung, der Ursache des Entstehens, Bestehens und Vergehens. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 9
Ich verneige mein Haupt vor dem Schöpfer, Erhalter und Auflöser, dem Herrn und Guru. Was vermag der Tod uns dann anzuhaben?

Strophe 10
Wer dieses Markandeya zugeschriebene Stotra in Shivas Gegenwart rezitiert, dem verheißt es Freiheit von Todesangst sowie von Furcht vor Feuer und Dieben.

Strophe 11
Mrityunjaya, Mahadeva, beschütze mich, der ich Zuflucht genommen habe, bedrängt von Geburt, Tod, Alter und Krankheit und den Bindungen des Karma.

Strophe 12
Verehrung Shiva mit Amba, Hara, dem höchsten Selbst, der das Leid der sich Verneigenden löst, dem Herrn der Yogis.

71. Die abschließende Blumenhand darbringen
Goldene Gestalt
Wieder und wieder Verehrung dem Goldarmigen, Goldfarbenen, Goldgestaltigen und Herrn des Goldes, dem Gemahl Ambikas und Umas, dem Herrn der Wesen.

Höchstes Brahman
Verehrung der Ordnung, Wahrheit, dem höchsten Brahman, dem dunkelgoldenen Purusha, dessen Kraft aufwärts gerichtet ist, dem mit ungewöhnlichen Augen und allumfassender Gestalt.

Alles ist Rudra
Alles ist Rudra; ihm sei Verehrung. Der Purusha ist Rudra, die große Wirklichkeit. Die ganze mannigfaltige Welt, alle Wesen, das Entstandene und Entstehende: All dies ist Rudra, ihm sei Verehrung.

Rudras Herz
Was sollen wir dem weisen, reich spendenden, mächtigen Rudra sagen, das seinem Herzen Frieden bringt? Alles ist dieser Rudra; ihm sei Verehrung.

Vaishravana
Wir verehren Vaishravana, König der Könige, den machtvoll Siegenden. Als Herr der Wünsche gewähre er mir das Ersehnte. Verehrung Kubera Vaishravana, dem großen König.

Weite Herrschaft
Om, Heil sei mit umfassender, genussreicher, freier, erhabener und höchster Herrschaft, mit großem Reich und Oberhoheit. Ringsum reiche sie, die ganze Erde bis zum Meer umfassend, mit voller Lebenszeit bis an die fernste Grenze: eine einzige Herrschaft.

72. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
Mrityunjaya
Verehrung Mrityunjaya. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten
Verehrung den neun Grahas samt ihren Begleitgottheiten. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

Brahma
Verehrung Brahma. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

73. Segen empfangen und danken
Indra, schenke uns Furchtlosigkeit dort, wo wir uns fürchten. Gewähre deinen Beistand und überwinde die feindlichen Mächte. Der kraftvolle Indra, Herr des Volkes und Überwinder Vritras, gehe uns voran, Wohlergehen und Furchtlosigkeit spendend. Zum Weichen aller Krankheiten, zum Wachstum von Lebensfülle, Gesundheit und langem Leben, zu Wohlergehen frei von Krankheit, möge der Segen Tryambakeshvaras empfangen werden.

Quellen und verwandte Anleitungen

  • Pandit Srirama Ramanuja Achari (Sri Ram Sivan): Homa Sangraha – Based on Krishna Yajur Veda, Simha Publications, 7. November 2024, S. 51–63: ausführliches Maha-Mrityunjaya-Homa. Allgemeine Vorriten S. 3–11, Feuereinrichtung bis zu den Agni- und Soma-Gaben S. 13–17, die vorausgesetzten Navagraha-Einladungen S. 37–40.
  • Die eigenständige Laghu-Variante S. 64 mit 108 Gaben ist nicht die hier ausgearbeitete Hauptfolge. Die siebzehn Durva-Texte der ausführlichen Fassung bleiben vollständig erhalten; die fortlaufende Zählung überspringt nicht wie die Druckzählung die Zahl 17.
  • Mahamrityunjaya Stotra, Parallelüberlieferung bei Sanskrit Documents, redigiert von P. P. Narayanaswami: Dhyana und einzelne orthografische Lesarten des zwölfstrophigen Handbuchauszugs. Der längere Paralleltext wird nicht zusätzlich in den Ritus eingefügt.
  • Natha-Tradition, „Dhenu-Mudra“: Fingerkontakte der in der Feuerordnung genannten Geste.
  • Mahamrityunjaya Mantra · Shiva · Markandeya · Homa · Navagraha Shanti Homa gemäß Homa Sangraha

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Das Maha Mrityunjaya Mantra in einer Yoga-Vidya-Rezitation.

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