Kontaktlosigkeit

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Kontaktlosigkeit - was ist das? Wie geht man damit um? Kontaktlosigkeit ist eine Bezeichnung für die Abwesenheit von Sozialkontakten. Manche Menschen leben in Einsamkeit, in Zurückgezogenheit und Kontaktlosigkeit. Manche Menschen leben freiwillig und bewusst als Einsiedler. Ihre Kontaktlosigkeit ist selbstgewählt und etwas, was sie sehr schätzen. So gibt es in einigen Religionen die spirituelle Praxis des Einsiedlers, dessen selbstgewählte Kontaktlosigkeit ihn in Kontakt zu Gott, zum Göttlichen führen soll. Meistens ist Kontaktlosigkeit eines Menschen jedoch das Resultat einer psychischen Störung oder eines schwierigen Lebensereignisses. Manche geraten über die Verzweiflung des Verlustes eines Partners oder den plötzlichen Tod eines Kindes in Kontaktlosigkeit. Kontaktlosigkeit kann auch Begleiterscheinung bzw. Symptom von Depression, von Burnout sein.

Güte, wichtig bei Kontaktlosigkeit

In Mitteleuropa wird die Privatsphäre eines Menschen sehr geachtet, manchmal zu viel: In anderen Gesellschaften wäre es normal, auf Menschen, die ihre Kontakte abbrechen, zuzugehen. In Deutschland fallen Menschen, die eine Weile Ruhe brauchen, ganz in Kontaktlosigkeit. Es wäre gut, auf Menschen, die sich eine Weile lang abschotten, zuzugehen, ihnen immer wieder Kontakt anzubieten. Das Wort Kontaktlosigkeit kommt vom Adjektiv kontaktlos, ohne menschlichen Kontakt, ohne Beziehung mit anderen Menschen. Das Wort Kontakt bedeutet Berührung, Verbindung, Fühlungnahme. Das Wort Kontakt bedeutet in der Physik Berührung von zwei Materialien oder Bestandteilen, z.B. auch die Berührung stromführender Teile, die Vorrichtung zum Schließen eines Stromkreises. In der Psychologie bzw. Soziologie bedeutet Kontakt die innere Verbindung, Beziehung. Von der Etymologie her kommt das Wort Kontakt vom lateinischen contactus, Berührung, Verbindung. Das Adjektiv contactus kommt von contingere, berühren, begegnen. Tangere bedeutet berühren. Seit dem 17. Jahrhundert hat das Wort Kontakt Aufnahme in die deutsche Sprache gefunden und hat sich seit 1950 in immer neuen Kontexten und Zusammensetzungen weiter verbreitet.

Umgang mit Kontaktlosigkeit anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Vielleicht ist in deiner Umgebung jemand, der ziemliche Kontaktlosigkeit hat. Das heißt, er hat keine Konkakte mit anderen. Er spricht kaum mit anderen. Er wird nicht mit einbezogen. Er ist ganz für sich alleine. Du willst ihm oder ihr helfen.

Zunächst gilt es aber zu überlegen, will der andere vielleicht einfach so sein wie er ist? Es gibt Menschen, die sind ganz zufrieden mit ihrem Alleinsein. Manche Menschen wollen nicht so viel Kontakte haben.

Wenn ein Mensch allerdings Kontakt haben will aber keinen hat, dann kannst du überlegen wie kannst du ihm helfen. Zum einen, du könntest selbst Kontakt mit ihm knüpfen, selbst mit ihm öfters sprechen. Du könntest Kollegen ermutigen. Du könntest auch dem betreffenden Menschen selbst um Hilfe bitten, um Rat bitten. Du könntest ihn einladen. Schritt für Schritt kommt er wieder in die Gruppe hinein.

Manchmal reicht es aus, darüber nachzudenken, wie könnte ich dem Menschen helfen. Und dann den einen oder anderen Schritt zu machen. Manchmal erst einen kleinen Schritt und dann den nächsten und sehen wie es geht. Und in jedem Fall kannst du einem Menschen Lichtgedanken schicken, Freudegedanken schicken. Du kannst für ihn beten und Mantras sagen.

Kontaktlosigkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Kontaktlosigkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Kontaktlosigkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Kontaktlosigkeit sind zum Beispiel Isolation, Einsamkeit, Beziehungslosigkeit, Verschlossenheit, Alleinsein, Rückzug .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Kontaktlosigkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Kontaktlosigkeit sind zum Beispiel Gesellschaft, Kontaktfreude, Aufgeschlossenheit, . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Kontaktlosigkeit, die eine positive Konnotation haben:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Kontaktlosigkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Kontaktlosigkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Kontaktlosigkeit sind zum Beispiel das Adjektiv kontaktlos, das Verb kontaktieren, sowie das Substantiv Kontaktloser.

Wer Kontaktlosigkeit hat, der ist kontaktlos beziehungsweise ein Kontaktloser.

Siehe auch

Gottvertrauen entwickeln Yoga Vidya Seminare

Seminare zum Thema Gottvertrauen entwickeln:

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