Kanaka Dasa

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Kanaka Dasa (1509-1609) war ein großer Dichter, Philosoph, Musiker und Komponist aus Karnataka. Er ist bekannt für seine Kirtans und karnatische Ugabhoga-Kompositionen in der Kannadasprache.

Bronzestatue des indischen Dichters Kanaka Dasa in Bankapura, Karnataka; Copyright

Kanaka Dasa hieß ursprünglich Thimmappa Nayaka und gehörte zu einer Familie von Stammesführern in Kaginele im Haveridistrikt. Da er zur Kriegerkaste gehörte, führte ihn eine Niederlage auf dem Schlachtfeld auf den devotionalen Pfad. Später erhielt er den Namen Kanaka Nayaka, da er einen Goldschatz fand. Er vermochte die Gesellschaft im Detail zu analysieren. Hinsichtlich aller Glaubensrichtungen war er neutral.

Kanaka Dasa als Dichter und Sozialreformer

Kanaka Dasa trat der Haridasabewegung bei und folgte Vyasaraja, der ihm seinen Namen gab. Seine Gedichte behandeln viele Aspekte des Lebens und beschreiben die Nutzlosigkeit äusserlicher Rituale. Er behandelte soziale Fragen und auch devotionale Angelegenheiten. Von aggressiver und unverblümter Natur, kritisierte er die Übel der Gesellschaft, wie in seinem Gedicht "Kula Kula Kula vendu hodedhada dhiri". Kanaka Dasa verehrte Adhikeshava von Kaginele. All seine Kompositionen karnatischer Musik enden mit der Kaginele Adhikheshavamudra. Kanaka Dasa war auch ein Sozialreformer. Er versuchte die rückständigen Gemeinschaften zu reformieren, indem er sie zu überzeugen versuchte, ihre veralteten sozialen Praktiken aufzugeben und sich einer wandelnden Welt anzupassen. Er benützte auch die Musik, um seine Philosophie zu vermitteln.

Werke

Kanaka Dasa schrieb Dichtungen wie das Narasimha Stotra, das Ramadhyana Mantra und die Mohanatarangini in jugendlichem Alter. Seine Schriften sind Neuerungen. Seine Hauptwerke sind Nalacharitre (Geschichte Nalas), Haribhaktisara (Essenz der Hingabe an Krishna), Nrisimhastava (Kompositionen zum Lob Narasimhas), Ramadhanyacharitre (Geschichte der Fingerhirse) und Mohanatarangini (Krishna-Fluss).

Kanaka Dasa erschuf rund zweihundertvierzig Kompositionen in karnatischer Musik. Im Ramadhanyacharitre findet sich eine Allegorie über den Konflikt zwischen den sozial starken und schwachen Kasten, dargestellt als Konversation zwischen zwei Getreidearten, Reis und Hirse. Er veranschaulichte Bhakti durch weltliche Gleichnisse. Seine Kompositionen besitzen intime Wirkung die dem Leser hilft, sich mit dem Dichter zu identifizieren.

Mohanatarangini, obwohl ein Kavya, Gedicht im klassischen Stil, mit allen klassischen achtzehn Beschreibungen versehen, handelt von Erotik, vergnügungsorientierter Erotik Shri Krishnas mit den Gespielinnen. Die Erotik zwischen Aniruddha und Usha sind das Hauptthema. Es zeichnet sich durch die Beschreibung zeitgenössischen Lebens aus. Die Beschreibung von Krishnas Dwaravati (Dwaraka) ist der von Vijayanagara unter Krishnadeva Raya, wie sie ausländische Reisende damals gaben, sehr ähnlich. Der Marktplatz mit farbenprächtigen Läden mit verschiedenen Waren, gut ausgebaute Straßen voller Handwerker, Kunden und Kaufleuten, koenigliche Gartenparties und dem herrlichen Palast, finden einen Platz in Mohanatarangini. Es ist ein Widerhall der zeitgenössischen Berichte portugiesischer Reisender. Ein Trinkgelage männlicher und weiblicher Arbeiter wird anschaulich geschildert. Der Leser fühlt, dass Kanaka Dasa einen Kommentar zu einem aktuellen Geschehen gibt. Wegen solcher unkonventionellen und lebensnahen Beschreibungen und seiner sozialen Orientierung ist der große Dichter-Heilige unsterblich geworden.

Kanaka Dasa war ein Anhänger Sri Vyasaraja Swamijis. Seinem Rat folgend war er nach Udupi gekommen. Ausserhalb des Klosters stehend war er im Gebet versunken. Man glaubt dass er Darshan des Herrn durch ein kleines Fenster hatte, eine Denkwürdigkeit im Leben Kanaka Dasas. Das Idol Krishnas wird auch heute noch durch das Fenster verehrt welches Kanakana Kindi genannt wird.

Siehe auch

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