Adhyatmika

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Freude - Leid Masken

Adhyatmika (Sanskrit: आध्यात्मिक ādhyātmika adj. u. n.) zum Selbst (Atman) in Beziehung stehend, zum (wahrnehmenden) Subjekt in Beziehung stehend, subjektiv; zur Allseele (Paramatman) in Beziehung stehend.

Adhyatmika kann man auch übersetzen mit "spirituell". Es gibt auch den Ausdruck Adhyatmika Tapa, das Leiden, das man sich selbst zugefügt hat. Man kann es auch als spirituelle Sehnsucht übersetzen.

Sukadev über Adhyatmika

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Adhyatmika

Adhyatmika heißt „spirituell“, Adhyatmika heißt „auf sich selbst bezogen“, Adhyatmika heißt auch „auf das höchste Selbst bezogen“. Adhyatmika ist ein Sanskrit-Ausdruck, der je nach Kontext unterschiedliche Bedeutung hat. Adhyatma kommt von Adhi und Adhi heißt „oberhalb“ oder auch „daneben“ oder auch „bezogen auf“. Und Atman ist Selbst. Atman kann im Sanskrit sowohl heißen „das individuelle Selbst“, dann wird es oft als Jivatman bezeichnet oder „du selbst“, Atman bezieht sich aber auch auf das höchste Selbst, deine höchste Natur, Paramatman genannt oder auch Adhyatma genannt. Adhyatma ist also das, was um das Selbst herum ist, auf das Selbst bezogen ist, oder auch das höchste Selbst. Und Adhyatmika ist dann das Adjektiv, und Adhyatmika kann heißen, „auf das Selbst bezogen“. Du kannst Dinge auf das Selbst bezogen haben, Adhyatmika. Du kannst dich selbst auf dein Selbst beziehen.

Adhyatmika kann aber auch nicht nur heißen, „bezogen auf das individuelle Selbst“, sondern Adhyatmika kann auch heißen, „bezogen auf das höchste Selbst“, also, wenn man Atman als Höchstes sieht, und so ist Adhyatmika auch spirituell. Du kannst die Dinge Adhyatmika sehen. Du kannst sie entweder Adhyatmika sehen, in Bezug auf: „Was heißen sie für mich?“ Oder Adhyatmika: „Was heißen sie vom Standpunkt des höchsten Selbst aus?“ Adhyatmika wird auch verwendet im Kontext zu Tapa. Der große Yogameister Shri Kartikeyan, der Yoga Vidya während fast zwanzig Jahre regelmäßig besucht hat, hat gerne gesagt: „Wir sagen dreimal Shanti, um drei Arten von Tapa zu überwinden.“ Shanti heißt Frieden und so beginnen und schließen wir jede Yoga Stunde mit „Shanti“ und wiederholen auch am Anfang und am Ende von Vorträgen und Meditationen „Shanti“. Dreimal sagen wir „Shanti“, „Frieden“. Und eine der Interpretationen ist, dass wir dreimal „Frieden“ sagen, um drei Arten von Leiden zu mildern, für uns selbst und für andere. Und diese drei Arten von Leiden heißen Tapa.

Tapa – Leiden. Die drei Arten sind: Adhibhautika Tapa, das ist das Leiden, das von anderen Lebewesen und von materiellen Schwierigkeiten kommt. Dann gibt es Adhidaivika Tapa, das Leiden, das kommt durch höhere Gewalt, wie Vulkanausbrüche, Erdbeben, Hungersnöte, Seuchen, Epidemien usw. Und dann gibt es Adhyatmika Tapa, das ist dann Leiden, das aus uns selbst heraus kommt. Also, da gibt es eigentlich gar keinen richtigen Grund, sondern wir schaffen uns das Leiden selbst. Adhyatmika Tapa, also Leiden, das kommt, weil wir selbst ungeschickt mit uns und mit anderen umgehen. Alle drei Arten von Leiden mögen gemäßigt werden. Und Adhyatmika Tapa kann auch gemindert werden, wenn du Adhyatmika nicht mehr verstehst auf dich selbst als Individuum bezogen, sondern Adhyatmika auf das höchste Selbst bezogen. In dem Moment, wo du aufhörst, Dinge auf dich selbst zu beziehen, und auch in dem Moment, wo du selbst dir inneres Leiden schaffst und dich verankerst mit dem höchsten Selbst, mit deinem wahren Selbst, ist alles Leiden vorbei.

Also, das relative Leiden aus Adhyatmika kommt aus dem höheren Bewusstsein, dass du Adhyatmika, alles auf das höchste Selbst beziehst. Und so kannst du manchmal – und das ist jetzt dieses Paradoxe, dass Adhyatmika sowohl auf das niedere Selbst wie auch auf das höhere Selbst heißen kann, so kannst du manchmal durch Adhyatmika zum Leiden kommen, und durch Adhyatmika zum tiefen Frieden. Du kannst durch verschiedene Gemütszustände gehen und dir viele Sorgen machen, Adhyatmika, und kannst dir so Sorgen machen, oder du kannst sagen: „Auf der oberflächlichen Ebene mag ich jetzt gerade durch Emotionen und Gefühle gehen, aber tief im Inneren, in meinem höchsten Selbst, bin ich Sein, Wissen und Glückseligkeit. Auf einer oberflächlichen Ebene mag es die eine oder andere Unruhe geben und Ängste und ich habe auch gute Gründe dafür, aber tief im Inneren, wenn ich das auf mein höchstes Selbst beziehe, Adhyatmika, bin ich Freude, Glück, Liebe, Jetzt. Und mittelfristig werde ich das auch an der Oberfläche meines Geistes spüren. “Adhyatmika – auf das Selbst bezogen. Adhyatmika – vom Selbst her. Adhyatmika kann sowohl heißen, spirituell, auch das höchste Selbst bezogen, als auch auf sich selbst bezogen, auf sein Selbst im Sinne seiner Persönlichkeit und dem, mit dem man sich identifiziert.

Adhyatmika आध्यात्मिक ādhyātmika Aussprache

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Adhyatmika, आध्यात्मिक, ādhyātmika ausgesprochen wird:

Siehe auch

Literatur

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