Sanskrit Einführung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Yogawiki
Keine Bearbeitungszusammenfassung
K (Textersetzung - „/?type=1655882548</rss>“ durch „/rssfeed.xml</rss>“)
 
(12 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Luft Himmel Wolken.jpg|thumb|Vayu Mudra aus [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga] Sicht]]
[[Datei:Sanskrit-mantras in Devanagari.jpg|thumb|Sanskrit Mantras]]
'''Sanskrit Einführung''' - Hier wird dir die Sanskrit Sprache vorgestellt. Sanskrit, eine uralte Sprache besitzt eine ganz eigene Dynamik. Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda haben oft betont, dass
'''Sanskrit Einführung''' - Hier wird dir die [[Sanskrit]] Sprache vorgestellt. Sanskrit, eine uralte [[Sprache]] besitzt eine ganz eigene [[Dynamik]]. [[Swami Sivananda]] und Swami [[Vishnu-devananda]] haben oft betont, dass die tiefe [[Wirkung]] eines [[Mantras]] am stärksten erfahrbar ist, wenn es mit [[Hingabe]], [[Bewusstsein]] über die Bedeutung und richtiger Aussprache wiederholt wird. So wird dir die Einführung in Sanskrit eine wertvolle Hilfe sein, um über das Erlernen und Üben der korrekten Aussprache und das [[Verständnis]] der Sanskrit Wörter deine Mantra und [[Kirtan]] Praxis zu vertiefen.
die tiefe Wirkung eines Mantras am stärksten erfahrbar ist, wenn es mit Hingabe, Bewusstsein über die Bedeutung und richtiger Aussprache wiederholt wird. So wird dir die Einführung in Sanskrit eine wertvolle Hilfe sein, um über das Erlernen und Üben der korrekten Aussprache und das Verständnis der Sanskrit Wörter deine Mantra und Kirtan Praxis zu vertiefen.


== Einführung in Sanskrit ==
== Einführung in Sanskrit ==
 
[[Datei:Om.svg.jpg|thumb|Om - der Urklang]]
''- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -''
''- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -''


Sanskrit  als Sprache der [[Mantras]], Sprache des [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga], als Sprache der [[Veden]].  
Sanskrit  als Sprache der [[Mantras]], Sprache des [https://www.yoga-vidya.de/yoga/ Yoga], als Sprache der [[Veden]].  


* Was hat es mit [[Sanskrit]] auf sich?
* Was hat es mit Sanskrit auf sich?
* Wie  ist das [[Sanskrit Alphabet]] aufgebaut?
* Wie  ist das [[Sanskrit Alphabet]] aufgebaut?
* Wie sind Sanskrit-Wörter aufgebaut?
* Wie sind Sanskrit-Wörter aufgebaut?
Zeile 24: Zeile 23:


=== Grundlagen des Sanskrit ===
=== Grundlagen des Sanskrit ===
 
Was hat es mit Sanskrit auf sich? Sanskrit ist eine uralte Sprache. Sanskrit ist vielleicht heute die älteste Sprache, die verwendet wird. Sie ist mindestens 3.500 Tausend Jahre alt, evtl. noch einige Tausend Jahre älter.  
Was hat es mit Sanskrit auf sich? Sanskrit ist eine uralte Sprache. Sanskrit ist vielleicht heute die älteste Sprache, die verwendet wird. Sie ist mindestens 3.500 Tausend Jahre alt, evtl. noch einige Tausend Jahre älter.  


Das Wort Sanskrit heißt wohl geformt. San heißt zusammen und Krita heißt geformt (geformte, wohl geformte).  
Das Wort Sanskrit heißt wohl geformt. [[San]] heißt zusammen und [[Krita]] heißt geformt (geformte, wohl geformte).  


Sanskrit gehört zu den so genannten Indoeuropäischen Sprachen. Andere indoeuropäischen Sprachen sind: Persisch, Russisch, Polnisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch usw. Es ist eine ähnliche Sprachfamilie.
Sanskrit gehört zu den so genannten Indoeuropäischen Sprachen. Andere indoeuropäischen Sprachen sind: Persisch, Russisch, Polnisch, [[Deutsch]], Französisch, [[Englisch]], [[Italienisch]], [[Spanisch]] usw. Es ist eine ähnliche Sprachfamilie.


Im 19. Jahrhundert hatten einige Indologen sogar gedacht, dass alle indoeuropäischen Sprachen vom Sanskrit abstammen, weil Sanskrit die älteste der Sprachen ist.
Im 19. Jahrhundert hatten einige [[Indologe]]n sogar gedacht, dass alle indoeuropäischen Sprachen vom Sanskrit abstammen, weil Sanskrit die älteste der Sprachen ist.


Wichtig für uns ist, Sanskrit ist die Sprache des Yoga. Sanskrit gilt als heilige Sprache. Eine Sprache deren Kenntnis nicht nur hilft zu kommunizieren, sondern Sanskrit will dazu helfen, spirituelle Erfahrung zu machen, letztlich zu Gott zu kommen.
Wichtig für uns ist, Sanskrit ist die Sprache des [[Yoga]]. Sanskrit gilt als [[heilig]]e Sprache. Eine Sprache deren [[Kenntnis]] nicht nur hilft zu [[kommunizieren]], sondern Sanskrit will dazu helfen, [[spirituelle Erfahrungen]] zu machen, letztlich zu [[Gott]] zu kommen.


Sanskrit-Wörter haben eine eigene Kraft und eine eigene Macht. Es gibt sogar eine Theorie, dass die Sanskrit-Sprache enthüllt worden ist, großen Riccis, die in tiefer Meditation waren. In der Meditation haben sie Mantras gehört und aus den Mantras hat sich die Sprache entwickelt.
Sanskrit-Wörter haben eine eigene [[Kraft]] und eine eigene [[Macht]]. Es gibt sogar eine Theorie, dass die Sanskrit-Sprache enthüllt worden ist, großen [[Rishis]], die in tiefer [https://www.yoga-vidya.de/meditation/ Meditation] waren. In der [Meditation] haben sie Mantras gehört und aus den Mantras hat sich die Sprache entwickelt.


Sanskrit ist die Sprache der Veden. Die Veden gelten als heilige Schrift aus 2 Gründen.
Sanskrit ist die Sprache der [[Veden]]. Die Veden gelten als [[heilige Schrift]] aus zwei Gründen:
Zum einen sind Teile der Veden, sehr spirituelle Abhandlungen. Sie beschreiben die Schöpfung der Welt. Sie beschreiben das Unendliche, das Ewige, sie beschreiben die Tiefe des Selbst und die späteren Teile der Veden, die Upanishaden. Die Upanishaden sind die wunderbarsten Darlegungen der höchsten spirituellen Philosophie, die es geben kann. Es gibt auch Teile der Veden, die vom Inhalt her nicht besonders schön sind, das steht auf einem anderen Blatt.


Wofür die Veden noch besonders wichtig sind, ist die Rezitationen. Die Veden gelten selbst als Ansammlung von Mantras. Wenn man die Veden rezitiert, die in einer Versform geschrieben sind, eine gewisse rhythmische Rezitationsart haben. Dann kann man in einen tiefen meditativen Zustand kommen und kann das göttliche erfahren. So wird noch heute gesagt, die Rezitation von Mantras ist wichtiger als den Inhalt zu verstehen.
* Zum einen sind Teile der Veden, sehr [[spirituell]]e [[Abhandlung]]en. Sie beschreiben die [[Schöpfung]] der [[Welt]]. Sie beschreiben das [[Unendlich]]e, das [[Ewig]]e, sie beschreiben die [[Tiefe]] des [[Selbst]] und die späteren Teile der Veden, die [[Upanishaden]]. Die [https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/andere-autoren/klassische-upanishaden-die-weisheit-des-yoga/ Upanishaden] sind die wunderbarsten Darlegungen der höchsten spirituellen [[Philosophie]], die es geben kann. Es gibt auch Teile der Veden, die vom Inhalt her nicht besonders schön sind, das steht auf einem anderen Blatt.  


Die Mantras selbst haben große Wirkung. Die Veden und das Sanskrit sind durchaus ähnlich wie im Koran. Beim Koran wird gesagt, man muss ihn auf Arabisch rezitieren. Man kann ihn übersetzen aber die Rezitation des Korans in arabischer Sprache, soll auch an sich eine Wirkung haben. So ist es zum Teil bei jüdischen Interpretationen der Tora, sie auf Hebräisch zu rezitieren, das hat seine eigene Kraft.
* Wofür die Veden noch besonders wichtig sind, ist die [[Rezitation]]en. Die Veden gelten selbst als Ansammlung von Mantras. Wenn man die Veden rezitiert, die in einer Versform geschrieben sind, eine gewisse rhythmische Rezitationsart haben. Dann kann man in einen tiefen [[meditativ]]en [[Zustand]] kommen und kann das [[Göttliche]] erfahren. So wird noch heute gesagt, die Rezitation von Mantras ist wichtiger als den Inhalt zu verstehen.


Sanskrit ist die Sprache der Veden, aber vor allem die Sprache der Mantras. Wenn man sich im Sanskrit gut auskennt, dann kann man auch die Mantras gut aussprechen. Die Wirkung der Mantras wird stärker, umso besser du sie aussprechen kannst. Wenn du mehr über Sanskrit weißt, dann verstehst du auch die indischen Schriften, Yogaschriften, die meist in Sanskrit abgefasst sind.  
Die Mantras selbst haben große [[Wirkung]]. Die Veden und das Sanskrit sind durchaus ähnlich wie im [[Koran]]. Beim Koran wird gesagt, man muss ihn auf Arabisch rezitieren. Man kann ihn übersetzen aber die Rezitation des Korans in arabischer Sprache, soll auch an sich eine Wirkung haben. So ist es zum Teil bei jüdischen [[Interpretation]]en der [[Tora]], sie auf [[Hebräisch]] zu rezitieren, das hat seine eigene Kraft.


Manche Kirtans und Bhajans sind auch in moderneren indischen Sprachen, wie Hindi oder Brads oder Avadi. Aber die älteren Mantras sind auf Sanskrit und gelten bis heute als die Machtvollsten. Die Großen indischen Schriften, nicht nur die Veden und die Upanishaden sondern auch Bhagavad Gita, Hatha Yoga Pradipika, Yoga Sutra wie auch die Werke von Jankaja Jaja sind alle auf Sanskrit abgefasst.
Sanskrit ist die Sprache der Veden, aber vor allem die Sprache der [https://blog.yoga-vidya.de/142-2/ Mantras]. Wenn man sich im Sanskrit etwas auskennt, dann kann man auch die Mantras gut aussprechen. Die Wirkung der Mantras wird umso stärker, je besser du sie aussprechen kannst. Wenn du mehr über Sanskrit weißt, dann verstehst du auch die [[indischen Schriften]], [[Yogaschriften]], die meist in Sanskrit abgefasst sind.  


Es ist eine vielschichtige und vieldeutige Sprache. Wenn du dich etwas damit auskennst, bewunderst du die Großartigkeit dieser Werke. Sie arbeiten mit Wortspielen, sie arbeiten mit Bedeutung auf verschiedenen Ebenen. Sie können immer wieder neu interpretiert werden. So ist es hilfreich die Sanskrit-Sprache auch tiefer zu verstehen.
Manche [https://mein.yoga-vidya.de/profile/YogaVidyaKirtanheft Kirtans und Bhajans] sind auch in moderneren indischen Sprachen, wie [[Hindi]] oder Brads oder Avadi. Aber die älteren Mantras sind auf Sanskrit und gelten bis heute als die [[Machtvoll]]sten. Die Großen indischen Schriften, nicht nur die Veden und die Upanishaden sondern auch [[Bhagavad Gita]], [[Hatha Yoga Pradipika]], [[Yoga Sutra]] wie auch die Werke von [[Shankaracharya]] sind alle auf Sanskrit abgefasst.


Auf unseren Wiki haben wir einen Sanskrit-Kurs mit über 100 Lektionen, wo du die Sanskrit-Sprache systematisch erlernen kannst. Gehe auf unsere Seite  www.yoga-vidya.de . Und gib dort in der Suchleiste ein: Sanskrit lernen leicht gemacht. So kommst du zur ersten Lektion und könntest aller paar Tage eine neue Lektion üben und könntest, in einem Jahr, die Sanskrit-Texte verstehen.
Es ist eine vielschichtige und vieldeutige Sprache. Wenn du dich etwas damit auskennst, bewunderst du die [[Großartigkeit]] dieser Werke. Sie arbeiten mit Wortspielen, sie arbeiten mit der [[Bedeutung]] auf verschiedenen Ebenen. Sie können immer wieder neu interpretiert werden. So ist es [[hilfreich]] die Sanskrit-Sprache auch tiefer zu verstehen.
 
Auf unserem Wiki haben wir einen [[Sanskrit Kurs Inhaltsverzeichnis|Sanskrit-Kurs]] mit über 100 Lektionen, wo du die Sanskrit-Sprache [[systematisch]] erlernen kannst. Link im Text und unter der Rubrik "Siehe auch". So kommst du zum Inhaltsverzeichnis des Sanskrit Kurses. Nach der ersten Lektion könntest du alle paar Tage eine neue Lektion üben und könntest so in einem Jahr, die Sanskrit-Texte verstehen.


Sanskrit die Sprache der Mantras und für die Wirkung der Mantras sind vier Faktoren wichtig.
Sanskrit die Sprache der Mantras und für die Wirkung der Mantras sind vier Faktoren wichtig.


* Aussprache  
* Aussprache  
* Konzentration
* [[Konzentration]]
* Hingabe
* [[Hingabe]]
* Shakti (Sadhana Shakti ,die Guru Shakti , Ishwari Shakti auch Kripa Shakti genannt)
* [[Shakti]] (Sadhana Shakti ,die [[Guru Shakti]] , Ishwari Shakti auch Kripa Shakti genannt)


Je nachdem wieviel Yogapraxis du schon hast, umso mehr Sadana Shakti hast du angehäuft. Umso mehr Sadana Shakti du angehäuft hast, umso mehr wirkt dein Mantra.  
Je nachdem wieviel [[Yogapraxis]] du schon hast, umso mehr Sadhana Shakti hast du angehäuft. Umso mehr Sadhana Shakti du angehäuft hast, umso mehr wirkt dein Mantra.  


Wenn du schon einige Jahre Asanas und Pranayama geübt hast und dann mit Mantra Rezitation beginnst, ist das sehr viel machtvoller, als wenn du jetzt zum ersten Mal Mantras wiederholen würdest. Das zweite ist auch die Intensität des Gurus. Wenn du Hingabe hast, zu einem Guru. Dann ist die Guru-Shakti wirksam und der Guru selbst, hilft dir. Wenn Du z. Bsp. eine Einweihung in ein Mantra hast, dann wirkt auch die Kraft des Gurus in dir und durch dich. Dann gibt es eine Shakti die man schwer beschreiben kann, das ist die Kripa Shakti, Ishwari Shakti auch Deva Shakti genannt. Die Gnade Gottes die auch wirken kann über das Mantra. Aussprache ist nur eine der Elemente, aber eine die du besonders leicht verbessern kannst.  
Wenn du schon einige Jahre [[Asanas]] und [[Pranayama]] geübt hast und dann mit [https://blog.yoga-vidya.de/alle-mantra-videos-von-yoga-vidya/ Mantra Rezitation] beginnst, ist das sehr viel machtvoller, als wenn du jetzt zum ersten Mal Mantras wiederholen würdest. Das zweite ist auch die [[Intensität]] des [[Gurus]]. Wenn du Hingabe hast, zu einem [[Guru]]. Dann ist die Guru-Shakti wirksam und der Guru selbst, hilft dir. Wenn Du zum Beispiel eine [[Einweihung]] in ein Mantra hast, dann wirkt auch die Kraft des Gurus in dir und durch dich. Dann gibt es eine Shakti die man schwer beschreiben kann, das ist die Kripa Shakti, Ishwari Shakti auch [[Deva Shakti]] genannt. Die [[Gnade Gottes]] die auch wirken kann über das Mantra. Aussprache ist nur eine der Elemente, aber eine die du besonders [[leicht]] verbessern kannst.  


Du kannst auch deine Konzentration verbessern. Du kannst deine Hingabe verbessern und intensiver bei deinem Sadhana sein.
Du kannst auch deine [https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/sivananda/goettliche-erkenntnis/konzentration/ Konzentration] verbessern. Du kannst deine [https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/vishnu-devananda/der-yogi/13-hingabe/ Hingabe] verbessern und [[intensiv]]er bei deinem [[Sadhana]] sein.


=== Wie ist das Sanskrit Alphabet aufgebaut? ===
=== Wie ist das Sanskrit Alphabet aufgebaut? ===
[[Datei:Sanskrit Alphabet.jpg|thumb|Sanskrit Alphabet]]
Das Sanskrit Alphabet hat wie das römische Alphabet, was auch die Grundlage des deutschen Alphabetes ist [[Vokal]]e und [[Konsonant]]en. Insgesamt gibt es im Sanskrit 50 Buchstaben. Im deutschen Alphabet gibt es 26 Buchstaben.


Das Sanskrit Alphabet hat wie das römische Alphabet, was auch die Grundlage des deutschen Alphabetes ist Vokale und Konsonanten. Insgesamt gibt es im Sanskrit 50 Buchstaben. Im deutschen Alphabet gibt es 26 Buchstaben.  
Die verschieden Varianten des römischen Alphabetes haben halb so viel Buchstaben als im Sanskrit, mal einen mehr oder weniger. Das liegt an zwei Gründen. Der eine ist, es gibt im Sanskrit Laute, die im römischen und damit auch im Deutschen Alphabet gar nicht vorkommen. Zweitens ist Sanskrit eine eindeutige [[phonetische Schrift]]. Beziehungsweise ein [[eindeutig]]e phonetische Buchstaben. Das heißt, wenn du die Buchstaben kennst und weißt aus welchen Buchstaben ein Wort zusammengesetzt ist, dann weißt du auch wie es ausgesprochen wird.


Bei den verschieden Varianten des römischen Alphabetes haben halb so viel Buchstaben als im Sanskrit (mal einen mehr oder weniger). Das liegt an 2 Gründen. Der eine ist, es gibt im Sanskrit Laute, die im römischen und damit auch im Deutschen Alphabet gar nicht vorkommen. Zweitens ist Sanskrit eine Eindeutige Phonetische Schrift. Beziehungsweise ein Eindeutige Phonetische Buchstaben. Das heißt, wenn du die Buchstaben kennst und weißt aus welchen Buchstaben ein Wort zusammengesetzt ist, dann weißt du auch wie es ausgesprochen wird.
Im Deutschen kann ein Vokal lang oder kurz sein, zum Beispiel ob du „das“ oder „Bad“ sagst, wird jedes Mal „a“ geschrieben. Im Sanskrit hätte man für lang oder kurz, zwei verschiedene Schriftzeichen. Es gibt im Deutschen auch die Möglichkeit, dass ein Vokal anders ausgesprochen wird. Man hat zum Beispiel „e“, „u“ und wenn man beide zusammen nimmt ist dies „eu“. Oder „a und e“ wird manchmal „ä“ ausgesprochen aber auch nicht immer. Das ist das Schöne am Sanskrit Alphabet ein Buchstabe pro Laut.  


Im Deutschen kann ein Vokal lang oder kurz sein, z. Bsp. ob du „das“ oder „Bad“ sagst. Wird jedes Mal „a“ geschrieben. Im Sanskrit hätte man für lang oder kurz, zwei verschiedene Schriftzeichen. Es gibt im Deutschen auch die Möglichkeit, dass ein Vokal anders ausgesprochen wird. Man hat z. Bsp. „e“, „u“ und wenn man beide zusammen nimmt ist dies „eu“. Oder „a und e“ wird manchmal „ä“ ausgesprochen aber auch nicht immer. Das ist das Schöne am Sanskrit Alphabet ein Buchstabe pro Laut.  
Wenn du ein Sanskrit Wort hast, dann weißt du welche Buchstaben da drin sein müssen. Wenn du ein Wort [[aussprechen]] willst, kannst du die Buchstaben aneinander reihen und kannst es aussprechen. Das ist das Schöne, du kannst tatsächlich Sanskrit Texte [[korrekt]] [[rezitieren]], ohne zu [[verstehen]], was es bedeutet.  


Wenn du ein Sanskrit Wort hast, dann weißt du welche Buchstaben da drin sein müssen. Wenn du ein Wort aussprechen willst, kannst du die Buchstaben aneinander reihen und kannst es aussprechen. Das ist das Schöne, du kannst tatsächlich Sanskrit Texte korrekt rezitieren, ohne zu  verstehen, was es bedeutet.
Das ist im Deutschen nicht möglich. Du musst im Grunde genommen, jedes Wort kennen, du musst wissen wann ist das e kurz, wann wird es lang, wann wird ein r weggelassen, zum Beispiel, bei männlich Bart wird das r nicht gesagt. Bei anderen wird das r ausgesprochen.
 
Das ist im Deutschen nicht möglich. Du musst im Grunde genommen, jedes Wort kennen, du musst wissen wann ist das e kurz, wann wird es lang , wann wird ein r weggelassen (männliche Bart) wird das r nicht gesagt. Bei anderen wird das r ausgesprochen.
   
   
Das ist wichtig zu erkennen, Sanskrit ist ein Phonetisches Alphabet, eindeutige Zuordnung und Aussprache. Im Sanskrit kann der gleiche Buchstabe nicht anders ausgesprochen werden.
Das ist wichtig zu [[erkennen]], Sanskrit ist ein Phonetisches Alphabet, eindeutige Zuordnung und Aussprache. Im Sanskrit kann der gleiche Buchstabe nicht anders ausgesprochen werden.


Jetzt zum Sanskrit Alphabet selbst. Heute möchte ich eine kurze Vorschau machen, beim nächsten Mal werde ich genauer auf die Vokale hinweisen, dann gehen wir auch genauer durch die Konsonanten.
Jetzt zum Sanskrit Alphabet selbst. Heute möchte ich eine kurze Vorschau machen, beim nächsten Mal werde ich genauer auf die Vokale hinweisen, dann gehen wir auch genauer durch die Konsonanten.
Zeile 83: Zeile 83:
Es gibt insgesamt 50 Buchstaben. Zunächst die Sanskrit Vokale. Du siehst auch hier in der obersten Zeile ist das Ganze auf Devanagari geschrieben. Das ist die Schrift in der Sanskrit gesprochen wird. Ich werde später darauf eingehen, wie Devanagari geschrieben wird. Du wirst in einem weiteren Vortrag lernen, wie du Devanagari lesen und schreiben kannst. Dann gibt es die sogenannte wissenschaftliche Transkription, mit Längen und Kürzen. Und du hast die vereinfachte Transkription die auch als hands letter trans bezeichnet wird oder als handet Umschrift.
Es gibt insgesamt 50 Buchstaben. Zunächst die Sanskrit Vokale. Du siehst auch hier in der obersten Zeile ist das Ganze auf Devanagari geschrieben. Das ist die Schrift in der Sanskrit gesprochen wird. Ich werde später darauf eingehen, wie Devanagari geschrieben wird. Du wirst in einem weiteren Vortrag lernen, wie du Devanagari lesen und schreiben kannst. Dann gibt es die sogenannte wissenschaftliche Transkription, mit Längen und Kürzen. Und du hast die vereinfachte Transkription die auch als hands letter trans bezeichnet wird oder als handet Umschrift.


Langer und Kurzer Vokal wird unterschiedlich geschrieben. Es geht also mit „a“,“i“,“u“,“ri“,“li“,“e“,“ei“, „o“,“au“, „am“, aha. Also 16 Vokale die üblicherweise in Gruppen zusammen gefasst sind, die mal kurz mal lang z.Bsp. „a“, „i“, „u“ und dann.  
Langer und Kurzer Vokal wird unterschiedlich geschrieben. Es geht also mit „a“,“i“,“u“,“ri“,“li“,“e“,“ei“, „o“,“au“, „am“, aha. Also 16 Vokale die üblicherweise in Gruppen zusammen gefasst sind, die mal kurz mal lang zum Beispiel „a“, „i“, „u“ und dann.  


Das „ri“ gilt tatsächlich als Vokal. Obgleich es vom Deutschen her nicht klingt wie ein Vokal dort wäre es „r“ und „i“. Aber “ri“ ist ein Vokal und wenn man das i verlängert ist es „rii“. Und bei li ist ein Vokal wo das“r“ so ganz leicht mitklingt, „rli“ kurz und länger.  
Das „ri“ gilt tatsächlich als Vokal. Obgleich es vom Deutschen her nicht klingt wie ein Vokal dort wäre es „r“ und „i“. Aber “ri“ ist ein Vokal und wenn man das i verlängert ist es „rii“. Und bei li ist ein Vokal wo das“r“ so ganz leicht mitklingt, „rli“ kurz und länger.  
Zeile 89: Zeile 89:
Dann folgt “e“, die Verlängerung des „e“ ist „ei“. Und bei „o“ ist die Verlängerung  „au“. Also „e“, „ei“, „o“, „au“ und dann gibt es noch die zwei die manchmal als Vokal mitgezählt werden und manchmal gesagt wird, es sind keine eigenen Vokale, das sind „am“ und „a“.
Dann folgt “e“, die Verlängerung des „e“ ist „ei“. Und bei „o“ ist die Verlängerung  „au“. Also „e“, „ei“, „o“, „au“ und dann gibt es noch die zwei die manchmal als Vokal mitgezählt werden und manchmal gesagt wird, es sind keine eigenen Vokale, das sind „am“ und „a“.


Das was Du sehen kannst von hier bis hier, wird der Mund immer weiter zu. Wenn du z.Bsp. den Mund aufmachst, kommt z. Bsp. „a“. Mund bisschen weiter zu „i“. Mund noch weiter zu „u“. Und dann folgt „ri“. Das „ri“ wird gemacht, indem du die Zungen oben an den Gaumen legst. Das ist dann ein Zungen-r und dieses ist in der Mitte des Gaumens.  
Das was Du sehen kannst von hier bis hier, wird der Mund immer weiter zu. Wenn du zum Beispiel den [[Mund]] aufmachst, kommt beispielsweise „a“. Mund bisschen weiter zu „i“. Mund noch weiter zu „u“. Und dann folgt „ri“. Das „ri“ wird gemacht, indem du die [[Zunge]] oben an den [[Gaumen]] legst. Das ist dann ein Zungen-r und dieses ist in der Mitte des Gaumens.  


Wenn man ganz hinten beginnt „a“,“i“,“u“, jetzt bist du mit der Zunge in der Mitte des Gaumens „ri“ . Dann folgt die Zunge etwas weiter vorne „li“, dann noch weiter „e“, „ei“ und dann „o“, „au“ und dann „am“ da ist der Mund ganz zu. Das was vor dem Mund ist, ist „a“. Du kannst das noch einmal mitmachen.
Wenn man ganz hinten beginnt „a“,“i“,“u“, jetzt bist du mit der Zunge in der Mitte des Gaumens „ri“ . Dann folgt die Zunge etwas weiter vorne „li“, dann noch weiter „e“, „ei“ und dann „o“, „au“ und dann „am“ da ist der Mund ganz zu. Das was vor dem Mund ist, ist „a“. Du kannst das noch einmal mitmachen.
Zeile 126: Zeile 126:
„śa“, „sa“, „sa“, „ha“, “ska”
„śa“, „sa“, „sa“, „ha“, “ska”


Soweit das Sanskrit Alphabet und die Einführung in Sanskrit. Beim nächsten Mal spreche ich allgemein über indische Sprachen, indische Schriften und die Sprachentwicklung. Es wird dazwischen noch ein Video geben, wo du einfach das Sanskrit Alphabet lernen kannst, üben kannst und die 50 Buchstaben hintereinander lernen kannst.
Soweit das Sanskrit Alphabet und die Einführung in Sanskrit. Beim nächsten Mal spreche ich allgemein über [[indische Sprachen]], [[indische Schriften]] und die Sprachentwicklung. Es wird dazwischen noch ein Video geben, wo du einfach das Sanskrit Alphabet lernen kannst, üben kannst und die 50 Buchstaben hintereinander lernen kannst.


Alles Gute!  
Alles Gute!  
Nochmals der Hinweis: Auf unseren Sanskrit Kurs in unseren Seiten www.yoga-vidya.de
 
Gib da den Suchbegriff ein: „Sanskrit lernen leichtgemacht“. Der Kurs ist mit 100 Lektionen ausgelegt. Bei Yoga Vidya haben wir auch Sanskrit Wochenenden. Wir haben auch eine Indologin die auch gern privat Sanskrit Unterricht gibt. So kannst Du bei Yoga Vidya gut lernen die Sprache gut auszusprechen, die Mantras gut auszusprechen und sie zu verstehen. Natürlich auch alle wichtigen Mantras, die es bei Yoga Vidya gibt, findest Du auf unserer Seite www.yoga-vidya.de, so dass du sie aussprechen kannst, in der wissenschaftlichen Devanagari Transkription und typischer Weise mit Aussprache.
=== Hinweise ===
 
Nochmals der Hinweis: Auf unseren Sanskrit Kurs auf unseren [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga Vidya Internetseiten].
Gib da den Suchbegriff ein: „Sanskrit lernen leichtgemacht“. Der Kurs ist mit 100 Lektionen ausgelegt. Bei Yoga Vidya haben wir auch Sanskrit Wochenenden. Wir haben auch eine Indologin die auch gern privat Sanskrit Unterricht gibt. So kannst Du bei Yoga Vidya gut lernen die Sprache gut auszusprechen, die Mantras gut auszusprechen und sie zu verstehen. Natürlich auch alle wichtigen Mantras, die es bei Yoga Vidya gibt, findest Du auf unserer [https://www.yoga-vidya.de/ Internetseite,] so dass du sie aussprechen kannst, in der wissenschaftlichen [[Devanagari]] [[Transkription]] und typischer Weise mit Aussprache.


Verfasser:
Verfasser:
Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Schüler von seinem Guru Swami Vishnu-devananda, dieser wiederum Schüler von Swami Sivananda / nach der Yoga Vedanta Tradition, die sich zum großen Teil auf den großen Meister Shankaracharya bezieht.
[[Sukadev Bretz]], Gründer von Yoga Vidya, Schüler von seinem Guru [[Swami Vishnu Devananda]], dieser wiederum [[Schüler]] von [[Swami Sivananda]] / nach der Yoga [https://mein.yoga-vidya.de/profiles/blogs/vedanta-meditation-jnana-yoga Vedanta] Tradition, die sich zum großen Teil auf den großen Meister [[Shankaracharya]] bezieht.


=== Video Sanskrit Einführung ===
=== Video Sanskrit Einführung ===
Zeile 139: Zeile 142:
{{#ev:youtube|jet7yOYtq4E}}
{{#ev:youtube|jet7yOYtq4E}}


<html5media>https://sukadev.podspot.de/files/YVS157_Sanskrit_Einfuehrung.mp3</html5media>
{{#widget:Audio|url=https://jkv3wg.podcaster.de/download/YVS157_Sanskrit_Einfuehrung.mp3}}


== Siehe auch ==
== Siehe auch ==
Zeile 162: Zeile 165:
* [[Nomen Agentis]]
* [[Nomen Agentis]]
* [[Nomen Actionis]]
* [[Nomen Actionis]]
* [[Partizip Präsens Aktiv]]
* [[Partizip Präsens Passiv]]
* [[Partizip Präteritum Aktiv]]
* [[Partizip Präteritum Aktiv]]
* [[Partizip Präteritum Passiv]]
* [[Partizip Präteritum Passiv]]
Zeile 182: Zeile 183:
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p115_Spirituelles-Woerterbuch---Sanskrit-Deutsch/ ''Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch'']von Martin Mittwede, ISBN 978-3-932957-02-4, Sathya Sai Vereinigung e.V.
*[https://www.yoga-vidya.de/shop/product_info.php?info=p115_Spirituelles-Woerterbuch---Sanskrit-Deutsch/ ''Spirituelles Wörterbuch Sanskrit-Deutsch'']von Martin Mittwede, ISBN 978-3-932957-02-4, Sathya Sai Vereinigung e.V.
* Catharina Kiehnle: [https://shop.yoga-vidya.de/de/cds/mantras-mehr/cd-sanskrit-yogalehrer-catharina-kiehnle Sanskrit CD für Yogalehrer - Lehrhörbuch mit Erklärungen und wissenschaftlicher Umschrift]
* Catharina Kiehnle: [https://shop.yoga-vidya.de/de/cds/mantras-mehr/cd-sanskrit-yogalehrer-catharina-kiehnle Sanskrit CD für Yogalehrer - Lehrhörbuch mit Erklärungen und wissenschaftlicher Umschrift]
Swami Sivananda: [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Japa Yoga]
* Swami Sivananda: [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/japa-yoga Japa Yoga]
Yoga Vidya Verlag: [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/kirtana Yoga Vidya Kirtana - Rezitationen und Lieder mit wissenschaftlicher Umschrift, Worterklärungen und Übersetzungen]
* Yoga Vidya Verlag: [https://shop.yoga-vidya.de/de/yoga-vidya-verlag/buecher/kirtana Yoga Vidya Kirtana - Rezitationen und Lieder mit wissenschaftlicher Umschrift, Worterklärungen und Übersetzungen]


== Seminare ==
== Seminare ==


===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/sanskrit-und-devanagari/ Sanskrit und Devanagari]===
===[https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/sanskrit-und-devanagari/ Sanskrit und Devanagari]===
<rss max=2>https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/sanskrit-und-devanagari/?type=2365</rss>
<rss max=2>https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/sanskrit-und-devanagari/rssfeed.xml</rss>
[[Kategorie:Sanskrit]]  
[[Kategorie:Sanskrit]]  
[[Kategorie:Sanskrit Grammatik]]
[[Kategorie:Sanskrit Grammatik]]

Aktuelle Version vom 29. Juli 2023, 17:13 Uhr

Sanskrit Mantras

Sanskrit Einführung - Hier wird dir die Sanskrit Sprache vorgestellt. Sanskrit, eine uralte Sprache besitzt eine ganz eigene Dynamik. Swami Sivananda und Swami Vishnu-devananda haben oft betont, dass die tiefe Wirkung eines Mantras am stärksten erfahrbar ist, wenn es mit Hingabe, Bewusstsein über die Bedeutung und richtiger Aussprache wiederholt wird. So wird dir die Einführung in Sanskrit eine wertvolle Hilfe sein, um über das Erlernen und Üben der korrekten Aussprache und das Verständnis der Sanskrit Wörter deine Mantra und Kirtan Praxis zu vertiefen.

Einführung in Sanskrit

Om - der Urklang

- Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2019 -

Sanskrit als Sprache der Mantras, Sprache des Yoga, als Sprache der Veden.

  • Was hat es mit Sanskrit auf sich?
  • Wie ist das Sanskrit Alphabet aufgebaut?
  • Wie sind Sanskrit-Wörter aufgebaut?
  • Wie sprichst Du Sanskrit-Wörter korrekt aus?

Weil es um Sanskrit geht, möchte ich mit einem Mantra beginnen.

Om Om Om
Sarva-mangala-mangalye
Shive Sarvartha-sadhike,
Sharanye Tryambake Gauri
Narayani Namostu Te
Narayani Namostu Te

Grundlagen des Sanskrit

Was hat es mit Sanskrit auf sich? Sanskrit ist eine uralte Sprache. Sanskrit ist vielleicht heute die älteste Sprache, die verwendet wird. Sie ist mindestens 3.500 Tausend Jahre alt, evtl. noch einige Tausend Jahre älter.

Das Wort Sanskrit heißt wohl geformt. San heißt zusammen und Krita heißt geformt (geformte, wohl geformte).

Sanskrit gehört zu den so genannten Indoeuropäischen Sprachen. Andere indoeuropäischen Sprachen sind: Persisch, Russisch, Polnisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Italienisch, Spanisch usw. Es ist eine ähnliche Sprachfamilie.

Im 19. Jahrhundert hatten einige Indologen sogar gedacht, dass alle indoeuropäischen Sprachen vom Sanskrit abstammen, weil Sanskrit die älteste der Sprachen ist.

Wichtig für uns ist, Sanskrit ist die Sprache des Yoga. Sanskrit gilt als heilige Sprache. Eine Sprache deren Kenntnis nicht nur hilft zu kommunizieren, sondern Sanskrit will dazu helfen, spirituelle Erfahrungen zu machen, letztlich zu Gott zu kommen.

Sanskrit-Wörter haben eine eigene Kraft und eine eigene Macht. Es gibt sogar eine Theorie, dass die Sanskrit-Sprache enthüllt worden ist, großen Rishis, die in tiefer Meditation waren. In der [Meditation] haben sie Mantras gehört und aus den Mantras hat sich die Sprache entwickelt.

Sanskrit ist die Sprache der Veden. Die Veden gelten als heilige Schrift aus zwei Gründen:

  • Wofür die Veden noch besonders wichtig sind, ist die Rezitationen. Die Veden gelten selbst als Ansammlung von Mantras. Wenn man die Veden rezitiert, die in einer Versform geschrieben sind, eine gewisse rhythmische Rezitationsart haben. Dann kann man in einen tiefen meditativen Zustand kommen und kann das Göttliche erfahren. So wird noch heute gesagt, die Rezitation von Mantras ist wichtiger als den Inhalt zu verstehen.

Die Mantras selbst haben große Wirkung. Die Veden und das Sanskrit sind durchaus ähnlich wie im Koran. Beim Koran wird gesagt, man muss ihn auf Arabisch rezitieren. Man kann ihn übersetzen aber die Rezitation des Korans in arabischer Sprache, soll auch an sich eine Wirkung haben. So ist es zum Teil bei jüdischen Interpretationen der Tora, sie auf Hebräisch zu rezitieren, das hat seine eigene Kraft.

Sanskrit ist die Sprache der Veden, aber vor allem die Sprache der Mantras. Wenn man sich im Sanskrit etwas auskennt, dann kann man auch die Mantras gut aussprechen. Die Wirkung der Mantras wird umso stärker, je besser du sie aussprechen kannst. Wenn du mehr über Sanskrit weißt, dann verstehst du auch die indischen Schriften, Yogaschriften, die meist in Sanskrit abgefasst sind.

Manche Kirtans und Bhajans sind auch in moderneren indischen Sprachen, wie Hindi oder Brads oder Avadi. Aber die älteren Mantras sind auf Sanskrit und gelten bis heute als die Machtvollsten. Die Großen indischen Schriften, nicht nur die Veden und die Upanishaden sondern auch Bhagavad Gita, Hatha Yoga Pradipika, Yoga Sutra wie auch die Werke von Shankaracharya sind alle auf Sanskrit abgefasst.

Es ist eine vielschichtige und vieldeutige Sprache. Wenn du dich etwas damit auskennst, bewunderst du die Großartigkeit dieser Werke. Sie arbeiten mit Wortspielen, sie arbeiten mit der Bedeutung auf verschiedenen Ebenen. Sie können immer wieder neu interpretiert werden. So ist es hilfreich die Sanskrit-Sprache auch tiefer zu verstehen.

Auf unserem Wiki haben wir einen Sanskrit-Kurs mit über 100 Lektionen, wo du die Sanskrit-Sprache systematisch erlernen kannst. Link im Text und unter der Rubrik "Siehe auch". So kommst du zum Inhaltsverzeichnis des Sanskrit Kurses. Nach der ersten Lektion könntest du alle paar Tage eine neue Lektion üben und könntest so in einem Jahr, die Sanskrit-Texte verstehen.

Sanskrit die Sprache der Mantras und für die Wirkung der Mantras sind vier Faktoren wichtig.

Je nachdem wieviel Yogapraxis du schon hast, umso mehr Sadhana Shakti hast du angehäuft. Umso mehr Sadhana Shakti du angehäuft hast, umso mehr wirkt dein Mantra.

Wenn du schon einige Jahre Asanas und Pranayama geübt hast und dann mit Mantra Rezitation beginnst, ist das sehr viel machtvoller, als wenn du jetzt zum ersten Mal Mantras wiederholen würdest. Das zweite ist auch die Intensität des Gurus. Wenn du Hingabe hast, zu einem Guru. Dann ist die Guru-Shakti wirksam und der Guru selbst, hilft dir. Wenn Du zum Beispiel eine Einweihung in ein Mantra hast, dann wirkt auch die Kraft des Gurus in dir und durch dich. Dann gibt es eine Shakti die man schwer beschreiben kann, das ist die Kripa Shakti, Ishwari Shakti auch Deva Shakti genannt. Die Gnade Gottes die auch wirken kann über das Mantra. Aussprache ist nur eine der Elemente, aber eine die du besonders leicht verbessern kannst.

Du kannst auch deine Konzentration verbessern. Du kannst deine Hingabe verbessern und intensiver bei deinem Sadhana sein.

Wie ist das Sanskrit Alphabet aufgebaut?

Sanskrit Alphabet

Das Sanskrit Alphabet hat wie das römische Alphabet, was auch die Grundlage des deutschen Alphabetes ist Vokale und Konsonanten. Insgesamt gibt es im Sanskrit 50 Buchstaben. Im deutschen Alphabet gibt es 26 Buchstaben.

Die verschieden Varianten des römischen Alphabetes haben halb so viel Buchstaben als im Sanskrit, mal einen mehr oder weniger. Das liegt an zwei Gründen. Der eine ist, es gibt im Sanskrit Laute, die im römischen und damit auch im Deutschen Alphabet gar nicht vorkommen. Zweitens ist Sanskrit eine eindeutige phonetische Schrift. Beziehungsweise ein eindeutige phonetische Buchstaben. Das heißt, wenn du die Buchstaben kennst und weißt aus welchen Buchstaben ein Wort zusammengesetzt ist, dann weißt du auch wie es ausgesprochen wird.

Im Deutschen kann ein Vokal lang oder kurz sein, zum Beispiel ob du „das“ oder „Bad“ sagst, wird jedes Mal „a“ geschrieben. Im Sanskrit hätte man für lang oder kurz, zwei verschiedene Schriftzeichen. Es gibt im Deutschen auch die Möglichkeit, dass ein Vokal anders ausgesprochen wird. Man hat zum Beispiel „e“, „u“ und wenn man beide zusammen nimmt ist dies „eu“. Oder „a und e“ wird manchmal „ä“ ausgesprochen aber auch nicht immer. Das ist das Schöne am Sanskrit Alphabet ein Buchstabe pro Laut.

Wenn du ein Sanskrit Wort hast, dann weißt du welche Buchstaben da drin sein müssen. Wenn du ein Wort aussprechen willst, kannst du die Buchstaben aneinander reihen und kannst es aussprechen. Das ist das Schöne, du kannst tatsächlich Sanskrit Texte korrekt rezitieren, ohne zu verstehen, was es bedeutet.

Das ist im Deutschen nicht möglich. Du musst im Grunde genommen, jedes Wort kennen, du musst wissen wann ist das e kurz, wann wird es lang, wann wird ein r weggelassen, zum Beispiel, bei männlich Bart wird das r nicht gesagt. Bei anderen wird das r ausgesprochen.

Das ist wichtig zu erkennen, Sanskrit ist ein Phonetisches Alphabet, eindeutige Zuordnung und Aussprache. Im Sanskrit kann der gleiche Buchstabe nicht anders ausgesprochen werden.

Jetzt zum Sanskrit Alphabet selbst. Heute möchte ich eine kurze Vorschau machen, beim nächsten Mal werde ich genauer auf die Vokale hinweisen, dann gehen wir auch genauer durch die Konsonanten.

Es gibt insgesamt 50 Buchstaben. Zunächst die Sanskrit Vokale. Du siehst auch hier in der obersten Zeile ist das Ganze auf Devanagari geschrieben. Das ist die Schrift in der Sanskrit gesprochen wird. Ich werde später darauf eingehen, wie Devanagari geschrieben wird. Du wirst in einem weiteren Vortrag lernen, wie du Devanagari lesen und schreiben kannst. Dann gibt es die sogenannte wissenschaftliche Transkription, mit Längen und Kürzen. Und du hast die vereinfachte Transkription die auch als hands letter trans bezeichnet wird oder als handet Umschrift.

Langer und Kurzer Vokal wird unterschiedlich geschrieben. Es geht also mit „a“,“i“,“u“,“ri“,“li“,“e“,“ei“, „o“,“au“, „am“, aha. Also 16 Vokale die üblicherweise in Gruppen zusammen gefasst sind, die mal kurz mal lang zum Beispiel „a“, „i“, „u“ und dann.

Das „ri“ gilt tatsächlich als Vokal. Obgleich es vom Deutschen her nicht klingt wie ein Vokal dort wäre es „r“ und „i“. Aber “ri“ ist ein Vokal und wenn man das i verlängert ist es „rii“. Und bei li ist ein Vokal wo das“r“ so ganz leicht mitklingt, „rli“ kurz und länger.

Dann folgt “e“, die Verlängerung des „e“ ist „ei“. Und bei „o“ ist die Verlängerung „au“. Also „e“, „ei“, „o“, „au“ und dann gibt es noch die zwei die manchmal als Vokal mitgezählt werden und manchmal gesagt wird, es sind keine eigenen Vokale, das sind „am“ und „a“.

Das was Du sehen kannst von hier bis hier, wird der Mund immer weiter zu. Wenn du zum Beispiel den Mund aufmachst, kommt beispielsweise „a“. Mund bisschen weiter zu „i“. Mund noch weiter zu „u“. Und dann folgt „ri“. Das „ri“ wird gemacht, indem du die Zunge oben an den Gaumen legst. Das ist dann ein Zungen-r und dieses ist in der Mitte des Gaumens.

Wenn man ganz hinten beginnt „a“,“i“,“u“, jetzt bist du mit der Zunge in der Mitte des Gaumens „ri“ . Dann folgt die Zunge etwas weiter vorne „li“, dann noch weiter „e“, „ei“ und dann „o“, „au“ und dann „am“ da ist der Mund ganz zu. Das was vor dem Mund ist, ist „a“. Du kannst das noch einmal mitmachen.

Vokale des Sanskrits

„a“,“i“,“u“,“ri“,“li“,“e“,“ei“, „o“,“au“, „am“, „aha“

Noch etwas zur Aussprache von diesem „ri“, es gibt Videos wo du das genauer lernen kannst. Wir haben auch eine Indologin und Sanskritologen. Wir haben auch eine Reihe wo du lernen kannst, wie du das „r“ richtig aussprichst. „ri“ da ist es das Zungen-r. Und es ist „li“, „e“, „o“, „au“, „am“ und „aha“.

Konsonanten des Sanskrits

Dann kommen wir zum nächsten, den Sanskrit Konsonanten. Da gibt es insgesamt 34. Ich will sie hier nur einmal durchgehen, beim nächsten Mal, werde ich detaillierter darauf eingehen.

Du kannst es wiederholen, ich werde es wiederholen und du sagst es nach mir nach. „k“, „kha“, „ga“, „gha“, „nga“, „ca“, „cha“, „ja“, „jha“, „na“, „ta“, „tha“, „da“, „dha“, „na“, „pa“, „pha“, „ba“, „bha“, „ma“, „ya“, „ra“, „la“, „va“ „śa“, „sa“, „sa“, „ha“.

Das sind die 34 Konsonanten.

Das Sanskrit Alphabet

Ich wiederhole das gesamte Sanskrit Alphabet. Du kannst es mit mir zusammen wiederholen.

„a“,“i“,“u“,“ri“,“li“,“e“,“ei“, „o“,“au“, „am“, „aha“ „k“, „kha“, „ga“, „gha“, „nga“, „ca“, „cha“, „ja“, „jha“, „na“, „ta“, „tha“, „da“, „dha“, „na“, „pa“, „pha“, „ba“, „bha“, „ma“, „ya“, „ra“, „la“, „va“ „śa“, „sa“, „sa“, „ha“, “ska”

Soweit das Sanskrit Alphabet und die Einführung in Sanskrit. Beim nächsten Mal spreche ich allgemein über indische Sprachen, indische Schriften und die Sprachentwicklung. Es wird dazwischen noch ein Video geben, wo du einfach das Sanskrit Alphabet lernen kannst, üben kannst und die 50 Buchstaben hintereinander lernen kannst.

Alles Gute!

Hinweise

Nochmals der Hinweis: Auf unseren Sanskrit Kurs auf unseren Yoga Vidya Internetseiten. Gib da den Suchbegriff ein: „Sanskrit lernen leichtgemacht“. Der Kurs ist mit 100 Lektionen ausgelegt. Bei Yoga Vidya haben wir auch Sanskrit Wochenenden. Wir haben auch eine Indologin die auch gern privat Sanskrit Unterricht gibt. So kannst Du bei Yoga Vidya gut lernen die Sprache gut auszusprechen, die Mantras gut auszusprechen und sie zu verstehen. Natürlich auch alle wichtigen Mantras, die es bei Yoga Vidya gibt, findest Du auf unserer Internetseite, so dass du sie aussprechen kannst, in der wissenschaftlichen Devanagari Transkription und typischer Weise mit Aussprache.

Verfasser: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Schüler von seinem Guru Swami Vishnu Devananda, dieser wiederum Schüler von Swami Sivananda / nach der Yoga Vedanta Tradition, die sich zum großen Teil auf den großen Meister Shankaracharya bezieht.

Video Sanskrit Einführung

Siehe auch

Literatur

Seminare

Sanskrit und Devanagari

28.07.2024 - 02.08.2024 Lerne Harmonium und Kirtan im klassischen indischen Stil
Dies ist eine großartige einzigartige Gelegenheit, von einem professionellen indischen Nada-Meister und Sanskritgelehrten Harmonium und Kirtans mit heilenden indischen Ragas zu lernen.
Du lern…
Ram Vakkalanka
04.09.2024 - 25.09.2024 Durgā sūktam - eine Hymne zu Ehren der göttlichen Mutter - online
Datum: 04.09.; 11.09.; 18.09.; 25.09.2024
Uhrzeit: 19:30h – 20:30h

In dieser wundervollen Hymne aus der Mahanarayana Upanischad des Yajur Veda wenden wir unser Herz der göttlichen…
Sanja Wieland