Gayatri Homa gemäß Homa Sangraha

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Gayatri Homa gemäß Homa Sangraha trägt das Gebet um eine lichte, klare Einsicht in die Flamme: Mit jeder Gabe erklingt die Bitte, dass das göttliche Licht unser Denken anrege und führe. Zuvor wird Gayatri als fünfgesichtige Mutter der heiligen Laute betrachtet und mit 108 Namen und Blüten verehrt. Die äußere Flamme und das innere Licht des Verstehens begegnen sich in einer Handlung voller Hingabe.

Gayatri als strahlende Mutter der Veden.

Diese Anleitung folgt dem Homa Sangraha von Pandit Sri Ram Sivan mit seiner vedischen Feuerordnung. Die Gayatri-Anrufung und die Feuerordnung bilden eine zusammenhängende Hauptfolge; die genaue Textgrundlage steht unter Quellen. In der Praxis von Yoga erinnert das Gebet daran, dass geistige Klarheit und ein mitfühlendes Herz zusammengehören: Möge das Licht, das wir empfangen, auch unser Handeln erhellen.

Darbringung ins heilige Feuer bei einer Homa im Yoga-Vidya-Ashram Westerwald.

Vorbereitung

Eine ritualkundige Person führt die Rezitationen und Feuerhandlungen. Der Yajamana trägt den Vorsatz und reicht beziehungsweise begleitet die Gaben; eine helfende Person zählt die 108 Hauptgaben. Die Sanskrittexte sind ohne vedische Tonzeichen wiedergegeben. Die traditionelle Akzentführung wird mit einer geübten Lehrperson gelernt.

Bereite den Homa Kunda auf einer feuerfesten Unterlage vor, halte brennbare Gegenstände und lose Kleidung vom Feuer fern und stelle eine feuerfeste Zange sowie ein geeignetes Löschmittel bereit. Ein kleiner, gut beherrschter Feueraufbau reicht aus.

Bereitstehen müssen:

  • Ein gereinigter Homa-Kunda, reine Erde oder Reismehl für seinen Boden, Zündmittel und trockenes geeignetes Brennholz.
  • Eine feuerfeste Metallschale zum Übertragen der Flamme; zwölf kleine Hölzer und Baumwollfaden für das Anfangsbündel, drei zusätzliche Begrenzungshölzer und kleine Hölzer zum Unterhalten der Flamme.
  • Darbha für die Umrandung, Gefäßunterlage, Reinigungen und gegebenenfalls den symbolischen Brahma-Sitz.
  • Ghee (bzw. Pflanzenöl), ein geeignetes Gefäß, ein kleiner Schöpflöffel und ein größerer Opferlöffel; genügend Substanz für die Vor- und Schlussgaben und 108 kleine Gayatri-Gaben.
  • Ein Gayatri-Bild oder eine Murti und ein gesonderter Ganesha-Nebenplatz; eine kleine wasserfeste Ganesha-Murti oder ein Bild.
  • Ein eigenes Wassergefäß für Punyahavachana, ein Besprenggefäß, ein Pranita-Patra, Trinkwasser und Auffangschalen.
  • Mindestens 108 Blüten beziehungsweise vorbereitete kleine Portionen Akshata für Gayatri sowie weitere Blumen, eine Girlande, Akshata, Sandelpaste und Kumkum für die Vorriten.
  • Weihrauch, eine sichere Lampe, eine Arati-Schale mit Kampfer, Früchte und vegetarische Speisegaben, Tambula und eine vereinbarte Dakshina.
  • Sitze westlich und südlich des Feuers, trockene Abstellflächen und eine Mala zum Zählen der Hauptgaben.

Pflanzenöl ist die heutige vegane Alternative zum traditionellen Ghee; die Sanskritrezitationen und ihre Bedeutung bleiben unverändert. Für Gayatri wird kein gesondertes Kumbha angerufen: Ihr Bild beziehungsweise ihre Murti ist der Platz der Blumenverehrung. Das Punyaha-Gefäß und das Pranita-Patra erhalten jeweils ihre eigene Einladung und Verabschiedung.

Beginn und Segnung des Wassers

Alle nehmen ihre Plätze ein. Die vorbereitende Ganesha Puja öffnet den Weg; danach werden Platz, Menschen und Geräte mit dem gesegneten Wasser besprengt.

1. Guru und Frieden
Mit gefalteten Händen sprechen.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

Bedeutung: Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.

2. Zustimmung der Versammlung
Die Ritualleitung grüßt die Anwesenden; der Yajamana legt die vorbereitete Dankesgabe vor die Ritualkundigen und bittet um Zustimmung. Die Versammlung gibt ihre Zustimmung mit eigenen Worten.

namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya gāyatrīhomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||

Bedeutung: Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Gayatri-Homa auszuführen.

3. Vorsatz
Der Yajamana spricht den Vorsatz. Ort, Datum und eigenes Anliegen werden zuvor deutlich in deutscher Sprache genannt. Diese verständliche Orts- und Zeitangabe ist eine redaktionelle Praxisanpassung anstelle des variablen kosmologischen Kalenderformulars; der besondere Gayatri-Vorsatz der Quelle folgt vollständig.

tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te 'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ vijñānabādhakapūrvajanmopārjitasakalapāpakṣayapūrvakaṃ sarvajanāhlādakatvavimalabuddhisamṛddhyarthaṃ nānāvidhajñānaprāptyarthaṃ sarvaśāstrabodhārthaṃ sukhasaumanasyaprāptikāmanayā gāyatrīmahāmantrahavanākhyaṃ karmāhaṃ kariṣye ||
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Herr der Lakshmi, indem ich deiner beiden Füße gedenke, sehe ich darin günstige Zeit, Kraft des Mondes und der Sterne, Kraft des Wissens und göttliche Kraft. Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda! Zur Läuterung angesammelter Verfehlungen und zur Freude Parameshvaras vollziehe ich das Gayatri-Mahamantra-Homa: Mögen die aus früheren Leben stammenden Hindernisse der Erkenntnis vergehen. Mögen Freude für alle, eine reine und klare Einsicht, vielfältiges Wissen, Verständnis der heiligen Schriften, Glück und ein heiterer Geist wachsen. Damit dieses Werk unbehindert vollendet wird, verehre ich zuerst Vighneshvara. Zur Reinigung des Inneren, des Körpers, des Ritualplatzes und aller Gegenstände vollziehe ich die Segnung des Wassers.

4. Ganesha betrachten und einladen
Stelle ein Ganesha-Bild oder eine kleine Murti neben den Hauptplatz. Betrachte seine Gestalt und lege Duft, Akshata und Blüten davor.

gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.

Gabe Handlung Rezitation Bedeutung
Ganesha-Gabe 1: Sitz Lege etwas Akshata als Sitzzeichen vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । āsanaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar.
Ganesha-Gabe 2: Fußwasser Gib einen Löffel Fußwasser in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । pādyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar.
Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser Biete einen Löffel Ehrenwasser in der Auffangschale an. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । arghyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.
Ganesha-Gabe 4: Mundwasser Gib einen Löffel Mundwasser in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar.
Ganesha-Gabe 5: Bad Besprenge eine wasserfeste Murti leicht; vor einem Bild genügt eine symbolische Wassergabe in die Auffangschale. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar.
Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad Biete nach dem Bad erneut einen Löffel Mundwasser an. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar.
Ganesha-Gabe 7: Gewand Lege Akshata als Zeichen des Gewandes vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । vastrārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar.
Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur Lege Akshata als Zeichen der heiligen Schnur vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । upavītārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar.
Ganesha-Gabe 9: Schmuck Lege Akshata als Zeichen des Schmuckes vor Ganesha. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar.
Ganesha-Gabe 10: Duft Bringe etwas Sandelpaste an der Murti oder auf dem Gabenteller dar. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । divyagandhān dhārayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar.
Ganesha-Gabe 11: Kumkum Gib etwas Kumkum zur dargebrachten Sandelpaste. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar.
Ganesha-Gabe 12: Girlande Lege die Blütengirlande vor Ganesha oder um die Murti. oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ । puṣpamālāṃ samarpayāmi ॥
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar.

5. Ganeshas Namen
Bei jedem Namen eine Blüte oder etwas Akshata darbringen.

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
Nacheinander Weihrauch und Lampe vor Ganesha zeigen, Wasser anbieten, die Speise vor ihn stellen, erneut Wasser darbringen und Tambula hinlegen.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.

7. Lichtkreis und Gebet
Mit der Arati-Lampe vor Ganesha kreisen, sie sicher abstellen und Wasser darbringen. Danach mit gefalteten Händen beten.

oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Bedeutung: Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.

8. Varuna anrufen
Die Ritualleitung berührt das Wassergefäß mit Darbha.

imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Bedeutung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
Jede Wassergabe in das Auffanggefäß geben; bei Gewand und Schnur Akshata hinlegen, danach Duft und Blüten. Die Kurzrubriken des Handbuchs sind hier als vollständige Gabensätze aufgelöst.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.

10. Varunas Namen und letzte Gaben
Zu jedem Namen eine Blüte oder Akshata darbringen; anschließend Weihrauch und Lampe zeigen, eine Speise und Tambula anbieten und mit dem Kampferlicht kreisen.

oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.

11. Die Anwesenden stimmen ein
Die Ritualleitung berührt die Gefäßöffnung mit Darbha. Sie spricht jeweils den ersten Satz; die Anwesenden antworten mit dem zweiten.

śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||

Bedeutung: Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.

12. Punyaha, Svasti und Riddhi
Die Ritualleitung spricht die Verse und die jeweilige Bitte an die Anwesenden. Die drei kurzen Antworten werden jeweils dreimal gesprochen; sie stehen hier vollständig.

punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||

Bedeutung: Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.

13. Segenswünsche über dem Gefäß
Bei jedem kurzen Segenswunsch etwas Wasser auf das Gefäß tropfen.

śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||

Bedeutung: Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.

14. Belastendes abgeben
Etwas Wasser südwestlich neben dem Ritualplatz in eine Schale tropfen.

oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||

Bedeutung: Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.

15. Die Segnung weitet sich
Wieder auf das Gefäß tropfen und anschließend die folgenden Segensverse sprechen.

sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||

Bedeutung: Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
Die Ritualleitung spricht die erste Bitte, die Teilnehmenden die Antwort. Dann wird Varuna aus diesem Gefäß entlassen; mit dem Wasser werden Personen, Platz und Geräte leicht besprengt. Die ausgeschriebene Entlassungsformel stammt aus dem Varuna-Abschluss desselben Handbuchs, S. 20.

svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

Bedeutung: Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.

Gayatri verehren

17. Gayatri mit fünf strahlenden Gesichtern betrachten
Setze ein Gayatri-Bild oder eine Murti neben den vorbereiteten Feuerplatz. Vergegenwärtige ihre fünf Gesichter in Perlenweiß, Korallenrot, Gold, Blau und strahlendem Weiß. Jedes trägt drei Augen. Die Betrachtung führt von der äußeren Gestalt zur leuchtenden Weisheit, die dein Denken erhellt.

muktāvidrumahemanīladhavalacchāyair mukhais trīkṣaṇaiḥ
yuktām indunibaddharatnamukuṭāṃ tattvārthavarṇātmikām |
gāyatrīṃ varadābhayāṅkuśakaśāḥ śubhraṃ kapālaṃ guṇaṃ
śaṅkhaṃ cakram athāravindayugalaṃ hastair vahantīṃ bhaje ||

Bedeutung: Ich verehre Gayatri: Ihre dreiäugigen Gesichter schimmern wie Perlen, Koralle, Gold, Blau und strahlendes Weiß. Sie trägt eine juwelenbesetzte, vom Mond geschmückte Krone und ist die Verkörperung der heiligen Laute, welche die Wahrheit der Wirklichkeit ausdrücken. In ihren Händen trägt sie die Gesten der Gewährung und Furchtlosigkeit, Stachel, Geißel, weiße Schädelschale, Schlinge, Muschelhorn, Diskus und zwei Lotusblüten.

18. Gayatri, Savitri und Sarasvati einladen
Falte die Hände. Sprich die beiden Anrufungstexte vollständig und lege danach eine Blüte vor die Göttin. Die drei Namen ehren die eine Lichtkraft als Mutter des Mantras, göttliche Anregung und heilige Rede.

āyātu varadā devī akṣaraṃ brahmasaṃmitam |
gāyatrīṃ chandasāṃ mātedaṃ brahma juṣasva naḥ ||
ojo 'si saho 'si balam asi bhrājo 'si devānāṃ dhāma nāmāsi |
viśvam asi viśvāyuḥ sarvam asi sarvāyur abhibhūr om |
gāyatrīm āvāhayāmi sāvitrīm āvāhayāmi sarasvatīm āvāhayāmi ||

Bedeutung: Möge die gabenreiche Göttin kommen, das Unvergängliche, Brahman entsprechend. Gayatri, Mutter der Versmaße, nimm dieses unser heiliges Wort an. Du bist Lebenskraft, Stärke und Macht; du bist Glanz und die leuchtende Wohnstatt der Götter. Du bist das All und das Leben des Alls, du bist alles und das Leben von allem, die alles überragende Kraft: Om. Ich lade Gayatri ein, ich lade Savitri ein, ich lade Sarasvati ein.

19. Die 108 Namen mit Blumen verehren
Halte 108 kleine Blüten beziehungsweise 108 Portionen Akshata bereit. Sprich jede Zeile einmal und lege bei namaḥ eine Gabe vor Gayatri. Diese Namensverehrung geschieht vor dem Feuerteil; die Blumen werden nicht ins Feuer geworfen. Die gewählte vollständige Parallelfassung beginnt mit der jungen Sonne und endet bei Parameshvari.

Nr. Anrufung Bedeutung
1 oṃ taruṇādityasaṅkāśāyai namaḥ |
Verehrung der wie die junge Sonne Strahlenden.
2 oṃ sahasranayanojjvalāyai namaḥ |
Verehrung der durch tausend Augen Leuchtenden.
3 oṃ vicitramālyābharaṇāyai namaḥ |
Verehrung der mit vielfältigen Girlanden und Schmuck Geschmückten.
4 oṃ tuhinācalavāsinyai namaḥ |
Verehrung der im Schneegebirge Wohnenden.
5 oṃ varadābhayahastābjāyai namaḥ |
Verehrung der mit Lotushänden Segen und Furchtlosigkeit Gewährenden.
6 oṃ revātīranivāsinyai namaḥ |
Verehrung der am Ufer der Reva Wohnenden.
7 oṃ praṇityayaviśeṣajñāyai namaḥ |
Verehrung Pranityayavisheshajna, der Göttin dieses überlieferten Namens.
8 oṃ yantrākṛtavirājitāyai namaḥ |
Verehrung der in Yantra-Gestalt Erstrahlenden.
9 oṃ bhadrapādapriyāyai namaḥ |
Verehrung der Freundin des Bhadrapada.
10 oṃ govindapadagāminyai namaḥ |
Verehrung der auf Govindas Pfad Gehenden.
11 oṃ devarṣigaṇasantuṣṭāyai namaḥ |
Verehrung der die Scharen der göttlichen Seher Erfreuenden.
12 oṃ vanamālāvibhūṣitāyai namaḥ |
Verehrung der mit einer Waldblumengirlande Geschmückten.
13 oṃ syandanottamasaṃsthānāyai namaḥ |
Verehrung der auf dem vortrefflichen Wagen Thronenden.
14 oṃ dhīrajīmūtanisvanāyai namaḥ |
Verehrung der mit tiefer Wolkenstimme Erklingenden.
15 oṃ mattamātaṅgagamanāyai namaḥ |
Verehrung der mit dem Gang einer kraftvollen Elefantenkuh Schreitenden.
16 oṃ hiraṇyakamalāsanāyai namaḥ |
Verehrung der auf dem goldenen Lotus Sitzenden.
17 oṃ dhījanādhāraniratāyai namaḥ |
Verehrung der dem Tragen und Erhalten verständiger Menschen Zugewandten.
18 oṃ yoginyai namaḥ |
Verehrung der Yogini.
19 oṃ yogadhāriṇyai namaḥ |
Verehrung der den Yoga Tragenden.
20 oṃ naṭanāṭyaikaniratāyai namaḥ |
Verehrung der ganz dem Tanz und Schauspiel Hingegebenen.
21 oṃ praṇavādyakṣarātmikāyai namaḥ |
Verehrung der Verkörperung der heiligen Laute, beginnend mit Om.
22 oṃ coracārakriyāsaktāyai namaḥ |
Verehrung der auch im verborgenen, verstohlenen Wirken Gegenwärtigen.
23 oṃ dāridryacchedakāriṇyai namaḥ |
Verehrung der die Armut Durchschneidenden.
24 oṃ yādavendrakulodbhūtāyai namaḥ |
Verehrung der im Geschlecht des Yadava-Herrn Erschienenen.
25 oṃ turīyapathagāminyai namaḥ |
Verehrung der den Weg zum Vierten gehenden Göttin.
26 oṃ gāyatryai namaḥ |
Verehrung Gayatri.
27 oṃ gomatyai namaḥ |
Verehrung Gomati.
28 oṃ gaṅgāyai namaḥ |
Verehrung Ganga.
29 oṃ gautamyai namaḥ |
Verehrung Gautami.
30 oṃ garuḍāsanāyai namaḥ |
Verehrung der auf Garuda Thronenden.
31 oṃ geyagānapriyāyai namaḥ |
Verehrung der Freundin des Gesanges.
32 oṃ gauryai namaḥ |
Verehrung Gauri.
33 oṃ govindapadapūjitāyai namaḥ |
Verehrung der an Govindas Füßen Verehrten.
34 oṃ gandharvanagarākārāyai namaḥ |
Verehrung der einer Gandharva-Stadt Gleichenden.
35 oṃ gauravarṇāyai namaḥ |
Verehrung der Hellen und Goldglänzenden.
36 oṃ gaṇeśvaryai namaḥ |
Verehrung der Herrin der Scharen.
37 oṃ guṇāśrayāyai namaḥ |
Verehrung der Zuflucht der Eigenschaften.
38 oṃ guṇavatyai namaḥ |
Verehrung der mit guten Eigenschaften Erfüllten.
39 oṃ gahvaryai namaḥ |
Verehrung der Unergründlichen.
40 oṃ gaṇapūjitāyai namaḥ |
Verehrung der von den Scharen Verehrten.
41 oṃ guṇatrayasamāyuktāyai namaḥ |
Verehrung der mit den drei Gunas Verbundenen.
42 oṃ guṇatrayavivarjitāyai namaḥ |
Verehrung der über die drei Gunas Hinausgehenden.
43 oṃ guhāvāsāyai namaḥ |
Verehrung der in der Höhle des Herzens Wohnenden.
44 oṃ guṇādhārāyai namaḥ |
Verehrung der Grundlage aller Eigenschaften.
45 oṃ guhyāyai namaḥ |
Verehrung der Verborgenen.
46 oṃ gandharvarūpiṇyai namaḥ |
Verehrung der in Gandharva-Gestalt Erscheinenden.
47 oṃ gārgyapriyāyai namaḥ |
Verehrung der Gargya Lieben.
48 oṃ gurupadāyai namaḥ |
Verehrung der Erhabenen, deren Füße verehrt werden.
49 oṃ guhyaliṅgāṅgadhāriṇyai namaḥ |
Verehrung der Trägerin verborgener Zeichen.
50 oṃ sāvitryai namaḥ |
Verehrung der Savitri.
51 oṃ sūryatanayāyai namaḥ |
Verehrung der Tochter der Sonne.
52 oṃ suṣumnānāḍibhedinyai namaḥ |
Verehrung der die Sushumna-Nadi Durchdringenden.
53 oṃ suprakāśāyai namaḥ |
Verehrung der Hellleuchtenden.
54 oṃ sukhāsīnāyai namaḥ |
Verehrung der in Leichtigkeit Sitzenden.
55 oṃ sumatyai namaḥ |
Verehrung der guten Einsicht.
56 oṃ surapūjitāyai namaḥ |
Verehrung der von den Göttern Verehrten.
57 oṃ suṣuptyavasthāyai namaḥ |
Verehrung der im Zustand des Tiefschlafs Gegenwärtigen.
58 oṃ sudatyai namaḥ |
Verehrung der Schönzahnigen.
59 oṃ sundaryai namaḥ |
Verehrung der Schönen.
60 oṃ sāgarāmbarāyai namaḥ |
Verehrung der mit dem Ozean als Gewand Bekleideten.
61 oṃ sudhāṃśubimbavadanāyai namaḥ |
Verehrung der mit einem Antlitz wie die Mondscheibe Leuchtenden.
62 oṃ sustanyai namaḥ |
Verehrung der Vollbrüstigen.
63 oṃ suvilocanāyai namaḥ |
Verehrung der mit schönen Augen Blickenden.
64 oṃ sītāyai namaḥ |
Verehrung Sita.
65 oṃ sarvāśrayāyai namaḥ |
Verehrung der Zuflucht aller.
66 oṃ sandhyāyai namaḥ |
Verehrung der Sandhya, der heiligen Übergangszeit.
67 oṃ suphalāyai namaḥ |
Verehrung der gute Früchte Gewährenden.
68 oṃ sukhadāyinyai namaḥ |
Verehrung der Glück Schenkenden.
69 oṃ subhruve namaḥ |
Verehrung der mit schönen Brauen Geschmückten.
70 oṃ suvāsāyai namaḥ |
Verehrung der schön Gekleideten.
71 oṃ suśroṇyai namaḥ |
Verehrung der mit schönen Hüften Geschmückten.
72 oṃ saṃsārārṇavatāriṇyai namaḥ |
Verehrung der über den Ozean des Samsara Hinüberführenden.
73 oṃ sāmagānapriyāyai namaḥ |
Verehrung der Freundin der Samaveda-Gesänge.
74 oṃ sādhvyai namaḥ |
Verehrung der Heiligen.
75 oṃ sarvābharaṇabhūṣitāyai namaḥ |
Verehrung der mit allem Schmuck Geschmückten.
76 oṃ vaiṣṇavyai namaḥ |
Verehrung Vaishnavi.
77 oṃ vimalākārāyai namaḥ |
Verehrung der makellosen Gestalt.
78 oṃ mahendryai namaḥ |
Verehrung Mahendri.
79 oṃ mantrarūpiṇyai namaḥ |
Verehrung der Verkörperung des Mantras.
80 oṃ mahālakṣmyai namaḥ |
Verehrung Mahalakshmi.
81 oṃ mahāsiddhyai namaḥ |
Verehrung der großen Vollendung.
82 oṃ mahāmāyāyai namaḥ |
Verehrung der großen Maya.
83 oṃ maheśvaryai namaḥ |
Verehrung Maheshvari.
84 oṃ mohinyai namaḥ |
Verehrung Mohini, der Bezaubernden.
85 oṃ madanākārāyai namaḥ |
Verehrung der anmutigen Gestalt der Liebe.
86 oṃ madhusūdanacoditāyai namaḥ |
Verehrung der von Madhusudana Angeregten.
87 oṃ mīnākṣyai namaḥ |
Verehrung Minakshi, der Fischäugigen.
88 oṃ madhurāvāsāyai namaḥ |
Verehrung der in Madhura Wohnenden.
89 oṃ nāgendratanayāyai namaḥ |
Verehrung der Tochter des Bergkönigs.
90 oṃ umāyai namaḥ |
Verehrung Uma.
91 oṃ trivikramapadākrāntāyai namaḥ |
Verehrung der von Trivikramas Schritt Erfassten.
92 oṃ trisvarāyai namaḥ |
Verehrung der drei Tonhöhen Verkörpernden.
93 oṃ trivilocanāyai namaḥ |
Verehrung der Dreiäugigen.
94 oṃ sūryamaṇḍalamadhyasthāyai namaḥ |
Verehrung der in der Sonnenscheibe Weilenden.
95 oṃ candramaṇḍalasaṃsthitāyai namaḥ |
Verehrung der in der Mondscheibe Weilenden.
96 oṃ vahnimaṇḍalamadhyasthāyai namaḥ |
Verehrung der im Feuerkreis Weilenden.
97 oṃ vāyumaṇḍalasaṃsthitāyai namaḥ |
Verehrung der im Kreis des Windes Weilenden.
98 oṃ vyomamaṇḍalamadhyasthāyai namaḥ |
Verehrung der im Raumkreis Weilenden.
99 oṃ cakriṇyai namaḥ |
Verehrung der den Diskus Tragenden.
100 oṃ cakrarūpiṇyai namaḥ |
Verehrung der Radgestaltigen.
101 oṃ kālacakravitānasthāyai namaḥ |
Verehrung der im weiten Rad der Zeit Weilenden.
102 oṃ candramaṇḍaladarpaṇāyai namaḥ |
Verehrung der die Mondscheibe als Spiegel Habenden.
103 oṃ jyotsnātapānuliptāṅgyai namaḥ |
Verehrung der mit Mondlicht Gesalbten.
104 oṃ mahāmārutavījitāyai namaḥ |
Verehrung der vom großen Wind Befächelten.
105 oṃ sarvamantrāśrayāyai namaḥ |
Verehrung der Zuflucht aller Mantras.
106 oṃ dhenave namaḥ |
Verehrung der nährenden Kuh.
107 oṃ pāpaghnyai namaḥ |
Verehrung der Verfehlungen Tilgenden.
108 oṃ parameśvaryai namaḥ |
Verehrung der höchsten Herrin.

Feuer einrichten und Gayatri darbringen

20. Boden und Linien
Glätte den gereinigten, mit Erde oder Reismehl vorbereiteten Boden des Kunda. Ziehe mit dem Löffelstiel drei Linien von Süden nach Norden, dann drei kreuzende Linien von Westen nach Osten. Je Linie erklingt eine Anrufung. Nimm eine kleine Prise aus der Mitte und lege sie außerhalb südwestlich ab; besprenge den Boden mit einer wassergetauchten Blüte.

oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.

21. Feuer einsetzen
Lege kleine Hölzer bereit. Entzünde das Feuer in einer geeigneten kleinen Metallschale, führe sie dreimal um den vorgesehenen Feuerplatz und bringe die Flamme auf die Hölzer. Vergegenwärtige Agni als aus Vishnus Mund hervorgehend. Für dieses Götteropfer wird die im Namensanhang angegebene Feuerbenennung Havyavahana verwendet: der Träger der Opfergaben.

candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ havyavāhananāmānam agniṃ sthāpayāmi ||

Bedeutung: Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Havyavahana, der Träger der Opfergaben.

Besprenge die für das Übertragen der Flamme benutzte Schale mit Wasser und Akshata und stelle sie südöstlich ab. Nähre das Feuer mit kleinen Hölzern. Lege Darbha-Bündel um das Kunda: im Osten und Westen zeigen die Spitzen nach Norden; im Süden und Norden zeigen sie nach Osten. Nördlich des Feuers liegen auf einer Darbha-Unterlage zunächst umgedreht und paarweise die Opferlöffel, Gheegefäß, Besprenggefäß und Pranita-Patra; dazu das mit einem Faden gebundene Bündel von zwölf Brennhölzern. Das Handbuch gestattet statt dieses Bündels auch drei Hölzer. In der hier beschriebenen Hauptfolge wird das Zwölferbündel verwendet; sein Faden wird vor dem Einlegen entfernt.

22. Brahma-Sitz
Wenn eine zweite ritualkundige Person die Brahma-Rolle übernimmt, bitte sie, auf dem Sitz südlich des Feuers Platz zu nehmen. Fehlt sie, lege dort ein Darbha-Bündel oder eine Blüte hin und sprich die zweite Formel als stellvertretende Anrufung. Diese Alternative ist im Handbuch selbst vorgesehen.

asmin gāyatrīhomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Gayatri-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

23. Wasser und Pranita-Gefäß
Fülle das Besprenggefäß. Führe zwei unbeschädigte, etwa eine Handspanne lange Darbha-Spitzen durch das Wasser, gieße es in das östlich bereitgestellte Pranita-Patra und fülle das Besprenggefäß erneut. Lege Akshata und eine Blüte ins Pranita-Patra und rufe Varuna darin an. Dieses Gefäß bleibt bis zum Abschluss stehen.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

Bedeutung: Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.

Gieße das geschmolzene Ghee (bzw. Pflanzenöl) über zwei Darbha-Spitzen ins Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) und prüfe es auf Fremdkörper. Führe den aus zwei Halmen gebildeten Darbha-Reinigungsring mit Daumen und Ringfinger beider Hände durch das Ghee (bzw. Pflanzenöl); löse den Knoten und gib die Halme ins Feuer. Stelle das Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) kurz über eine südöstlich herausgenommene Glut beziehungsweise an eine dort bereitgestellte Wärmequelle, führe einen brennenden Darbha-Halm oder dünnen Span darum und zeige die Dhenu-Mudra. Die Dhenu-Mudra wird zur praktischen Erklärung nach einer ergänzend belegten traditionellen Handbeschreibung so gebildet: Die Spitze des linken kleinen Fingers berührt den rechten Ringfinger, die des rechten kleinen Fingers den linken Ringfinger; der linke Zeigefinger berührt den rechten Mittelfinger und der rechte Zeigefinger den linken Mittelfinger. Die Daumen berühren sich. Halte die miteinander verschränkten Hände über das Ghee (bzw. Pflanzenöl); die vier Fingerpaare bilden das Bild eines Euters. Diese Fingerbeschreibung erläutert die im Homa-Handbuch nur benannte Geste. Stelle das Gefäß wieder ab und bringe die Glut mit der Zange zurück. Wärme die Opferlöffel über dem Feuer, streife sie mit Darbha ab, wärme sie erneut, besprenge sie und lege sie rechts bereit. Lege je ein Begrenzungsholz südlich, westlich und nördlich des Feuers. Diese drei Hölzer werden im Abschluss ausdrücklich dargebracht.

24. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Besprenge mit einer wassergetauchten Blüte zuerst den südlichen, dann den westlichen, dann den nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.

oṃ adite ’numanyasva |
oṃ anumate ’numanyasva |
oṃ sarasvate ’numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||

Bedeutung: Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.

25. Agni-Nyasa
Betrachte den Feuerlaut Ram im Herzen. Berühre nacheinander Herz, Kopf, Scheitel, beide Schultern und die Augenpartie; bei der sechsten Zeile klatsche leicht in die Hände. Bei der letzten Zeile mit Fingerschnippen einen Kreis um den Kopf andeuten.

oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||

Bedeutung: Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.

26. Agni betrachten
Sitze ruhig vor der Flamme und vergegenwärtige Agnis im Vers geschilderte Gestalt.

meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

Bedeutung: Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.

27. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Gib bei den ersten acht Namen Akshata um das Feuer, beginnend im Osten und weiter im Uhrzeigersinn. Die folgenden Verehrungen richten sich an das Opferwesen, das eigene Selbst und die Gemeinschaft.

oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.

28. Hüter der Richtungen
Lege je eine Blüte in Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten.

oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.

29. Brennholz darbringen
Der Yajamana erhebt sich, wendet sich zum Brahma-Sitz und spricht die erste Zeile. Die anwesende Brahma-Person antwortet mit der zweiten. Beim symbolischen Sitz spricht die Ritualleitung beide Teile als Ritualdialog. Lege das vorbereitete, vom Faden gelöste Bündel behutsam ins Feuer.

asmin gāyatrīhomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

Bedeutung: Brahman, in diesem Gayatri-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

30. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Gieße einen dünnen Strahl Ghee (bzw. Pflanzenöl) von Nordwesten nach Südosten, während du Prajapati innerlich anrufst; den zweiten von Südwesten nach Nordosten für Indra. Danach folgen zwei kleine Gaben für Agni und Soma. Jede Gabe fällt auf svaha; die anschließende Formel spricht den Verzicht auf Eigentum an der Gabe aus.

oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

31. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Bringe eine kleine Gabe von Ghee (bzw. Pflanzenöl) im südlichen, eine im nördlichen und eine im mittleren Feuerteil dar. Dann sprich den Vorsatz zur Bereinigung und bringe eine weitere Gabe in der Mitte dar; berühre anschließend sauberes Wasser.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin gāyatrīhomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.

32. Die Gayatri dem Feuer darbringen
Vergegenwärtige die angerufene Gayatri in der Flamme. Die Ritualleitung spricht das vollständige Mantra; bei jedem abschließenden svāhā bringt sie eine kleine Portion Ghee (bzw. Pflanzenöl) mit dem Opferlöffel dar. Für diese durchgehende Praxisfolge werden 108 Hauptgaben vorbereitet und gezählt. Das ist die in der verwandten Gayatri-Homa-Anleitung desselben Herausgebers ausdrücklich genannte Zahl; im Homa Sangraha selbst steht an dieser Stelle keine Zahl. Eine helfende Person zählt mit einer Mala, ohne den Rhythmus zu unterbrechen. Lass jede Gabe die Bitte erneuern: Möge göttliches Licht mein Denken und Handeln führen.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt svāhā ||

Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen. Svaha: Diese Gabe sei dir dargebracht.

Das Homa vollenden

33. Prajapati und die drei Welten
Bringe zuerst Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Prajapati dar; danach folgen drei kleine Gaben von Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Agni, Vayu und Surya.

prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||

Bedeutung: Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.

34. Svishtakrit
Bringe bei svaha eine weitere kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Die in diesem Homa gewählte Opfersubstanz wird auch für Svishtakrit verwendet.

yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||

Bedeutung: Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.

35. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Bestreiche die drei Begrenzungshölzer mit etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl). Gib zuerst das mittlere, westliche Holz ins Feuer, dann die beiden anderen. Fülle den größeren Opferlöffel mit vier kleinen Schöpflöffeln Ghee (bzw. Pflanzenöl), halte den kleinen darüber und lasse einen ruhigen Strom ins Feuer fließen. Danach folgt die zweite, einzelne Gabe von Ghee (bzw. Pflanzenöl).

svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.

36. Nicht bemerkte Fehler übergeben
Der Yajamana spricht den Vorsatz; die Ritualleitung vollzieht danach bei jedem svaha eine kleine Gabe von Ghee (bzw. Pflanzenöl).

asmin gāyatrīhomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||

Bedeutung: In diesem Gayatri-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir.

37. Abschließende Bereinigungsgaben
Bringe zu den ersten drei Zeilen je Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Sprich dann den Vorsatz und vollziehe die drei weiteren Gaben. Berühre anschließend sauberes Wasser.

oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin homakarmaṇi madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||

Bedeutung: Erde, Zwischenraum und Himmel: Die Gaben gelten Agni, Vayu und Surya. Zur Bereinigung möglicher Unzulänglichkeiten im Verlauf des Homa bringe ich die abschließenden Gaben dar: an Prajapati, an Vishnu als höchstes Selbst und an Rudra als Herrn der Wesen. Diese Gaben sind nicht mein.

38. Purnahuti
Fülle den größeren Opferlöffel mit der abschließenden Gabe von Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sprich den Text und bringe die Gabe einmal bei agnaye vauṣaṭ dar; beim vorausgehenden svāhā wird nicht schon eine zweite Gabe gegossen.

asya gāyatrīhomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ havyavāhananāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||

Bedeutung: Für die vollständige Frucht dieses Gayatri-Homa bringe ich im Feuer Havyavahana die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!

39. Vasordhara
Lasse mit dem folgenden Vers einen dünnen, gleichmäßigen Strom Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer fließen; beende ihn mit svaha.

oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||

Bedeutung: Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

40. Abschließendes Besprengen
Sammle den Atem ruhig, ohne erzwungenes Anhalten. Besprenge mit einer Blüte den südlichen, westlichen und nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.

adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

Bedeutung: Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

41. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Lege eine Blüte zum Pranita-Gefäß und sprich die Entlassung.

varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

42. Wasser in die Richtungen geben
Gieße jeweils ein wenig Pranita-Wasser nach Osten, Süden, Westen und Norden in geeignete Auffangschalen oder auf sauberen Boden. Bei der fünften Formel sprenge etwas nach oben, ohne andere zu treffen. Die praktische Verwendung von Auffangschalen dient dem sauberen Ablauf.

prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

Bedeutung: Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

43. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Schaue noch einmal auf das Feuer. Sprich Agnis Gayatri und das Gebet um den guten Weg; führe dann die Hände zum Herzen.

oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

Bedeutung: Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.

44. Die Schlussgebete
Mit gefalteten Händen sprechen.

namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

Bedeutung: Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung und Opfer zur Ganzheit führen.

45. Gayatri und die vorbereitenden Einladungen verabschieden
Verneige dich vor Gayatri und sprich ihren Abschiedsvers. Verabschiede danach die vorbereitende Ganesha-Einladung. Bei einem symbolischen Brahma-Sitz wird auch die Brahma-Formel gesprochen; einer anwesenden Person in dieser Rolle danke stattdessen mit eigenen Worten.

uttame śikhare devī bhūmyāṃ parvatamūrdhani |
brāhmaṇebhyo hy anujñātā gaccha devī yathāsukham ||
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Bedeutung: Göttin, auf dem erhabenen Gipfel, auf dem höchsten Berg der Erde, ist deine Stätte. Von den Brahmanen ehrerbietig entlassen, kehre freudig dorthin zurück. Verehrung Ganapati und Brahma: Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

46. Segen und Dank
Die Ritualleitung oder eine geachtete anwesende Person spricht den folgenden allgemein passenden Segensvers aus dem Segensanhang. Als praktischen Dank überreicht der Yajamana anschließend die vereinbarte Dakshina; ein eigenständiges förmliches Dakshina-Dana wird damit nicht eingeführt.

akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||

Bedeutung: Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.

Nachklang
Lass das Homa-Feuer, die Lampe und die Arati-Flamme unter Aufsicht ausbrennen; entnimm die Asche erst nach vollständigem Erkalten. Teile die unversehrten Speisegaben als Prasad. Reines Wasser aus den Ritualgefäßen kann an eine Pflanze oder auf sauberen Boden gegeben werden; mit Asche, Öl oder anderen Rückständen verunreinigtes Auffangwasser wird getrennt entsorgt und nicht getrunken. Reinige die Geräte, bewahre Bild und Stoffe für die nächste Verehrung auf und gib welke Blumen zum pflanzlichen Kompost. Diese praktischen Ergänzungen führen die Feier ruhig zu Ende.

Setze dich für einige Augenblicke in Meditation. Lass die Bitte der Gayatri in dir weiterklingen. Eine passende Anregung für den Alltag ist, vor einer wichtigen Entscheidung innezuhalten: Dient dieser Gedanke der Klarheit, der Güte und dem Wohl der Menschen? So wird das Licht des Mantras zu einem freundlichen Maßstab für dein Tun.

Zusammenhängende Rezitationsfassungen

IAST
Die Reihenfolge entspricht dem Ablauf. Die 108 Hauptgaben verwenden jeweils das ganze Gayatri-Mantra aus Schritt 32. Bedingte Formeln beim Brahma-Sitz werden nach der tatsächlich gewählten Besetzung gesprochen.

1. Guru und Frieden
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

2. Zustimmung der Versammlung
namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya gāyatrīhomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugṛhāṇa ||

3. Vorsatz
tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te 'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ vijñānabādhakapūrvajanmopārjitasakalapāpakṣayapūrvakaṃ sarvajanāhlādakatvavimalabuddhisamṛddhyarthaṃ nānāvidhajñānaprāptyarthaṃ sarvaśāstrabodhārthaṃ sukhasaumanasyaprāptikāmanayā gāyatrīmahāmantrahavanākhyaṃ karmāhaṃ kariṣye ||
tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye |
tadaṅgatvenāntaḥkaraṇaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ maṇḍapaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ svastipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||

4. Ganesha betrachten und einladen
4. Ganesha betrachten und einladen
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 1: Sitz
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 5: Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 7: Gewand
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 9: Schmuck
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 10: Duft
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān dhārayāmi ||

Ganesha-Gabe 11: Kumkum
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | gandhasyopari kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Ganesha-Gabe 12: Girlande
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālāṃ samarpayāmi ||

5. Ganeshas Namen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

7. Lichtkreis und Gebet
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tan no dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

8. Varuna anrufen
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe puṇḍarīkākṣarūpaṃ varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||

10. Varunas Namen und letzte Gaben
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ pracetase namaḥ | oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ | oṃ makaravāhanāya namaḥ | oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ | oṃ śvetachatrāya namaḥ | oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ | oṃ jhaṣāsanāya namaḥ |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi | dīpaṃ darśayāmi | naivedyaṃ nivedayāmi | tāmbūlaṃ samarpayāmi | karpūranīrājanaṃ darśayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tan no varuṇaḥ pracodayāt |
oṃ namo namaste astu sphaṭikaprabhāya suśvetavastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||

11. Die Anwesenden stimmen ein
śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭam astu | astv akṣatam ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām ||

12. Punyaha, Svasti und Riddhi
punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām | punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva | satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu | oṃ puṇyāham astu |
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati | svasti na indraścāgniśca svasti no adite kṛdhi |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu | oṃ svastir astu | oṃ svastir astu |
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ |
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu | oṃ ṛddhir astu ||

13. Segenswünsche über dem Gefäß
śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu |
oṃ śivam astu | oṃ śivaṃ karmāstu | oṃ karmasamṛddhir astu | oṃ dharmasamṛddhir astu |
oṃ vedasamṛddhir astu | oṃ śāstrasamṛddhir astu | oṃ dhanadhānyasamṛddhir astu |
oṃ putrapautrasampad astu | oṃ iṣṭasampad astu ||

14. Belastendes abgeben
oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu |
oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||

15. Die Segnung weitet sich
sarvaśobhanam astu | sarvāḥ sampadaḥ santu |
oṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatām |
dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatām |
nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām |
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade ||

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
svāminaḥ manaḥ samādhīyatām | samāhitamanasaḥ sma |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ sma |
varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato 'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūtadayāśuddhaṃ jalaśuddhaṃ ca pañcamam ||
adbhir gātrāṇi śuddhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyātapobhyāṃ bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

17. Gayatri mit fünf strahlenden Gesichtern betrachten
muktāvidrumahemanīladhavalacchāyair mukhais trīkṣaṇaiḥ
yuktām indunibaddharatnamukuṭāṃ tattvārthavarṇātmikām |
gāyatrīṃ varadābhayāṅkuśakaśāḥ śubhraṃ kapālaṃ guṇaṃ
śaṅkhaṃ cakram athāravindayugalaṃ hastair vahantīṃ bhaje ||

18. Gayatri, Savitri und Sarasvati einladen
āyātu varadā devī akṣaraṃ brahmasaṃmitam |
gāyatrīṃ chandasāṃ mātedaṃ brahma juṣasva naḥ ||
ojo 'si saho 'si balam asi bhrājo 'si devānāṃ dhāma nāmāsi |
viśvam asi viśvāyuḥ sarvam asi sarvāyur abhibhūr om |
gāyatrīm āvāhayāmi sāvitrīm āvāhayāmi sarasvatīm āvāhayāmi ||

19. Die 108 Namen mit Blumen verehren
Name 1
oṃ taruṇādityasaṅkāśāyai namaḥ |

Name 2
oṃ sahasranayanojjvalāyai namaḥ |

Name 3
oṃ vicitramālyābharaṇāyai namaḥ |

Name 4
oṃ tuhinācalavāsinyai namaḥ |

Name 5
oṃ varadābhayahastābjāyai namaḥ |

Name 6
oṃ revātīranivāsinyai namaḥ |

Name 7
oṃ praṇityayaviśeṣajñāyai namaḥ |

Name 8
oṃ yantrākṛtavirājitāyai namaḥ |

Name 9
oṃ bhadrapādapriyāyai namaḥ |

Name 10
oṃ govindapadagāminyai namaḥ |

Name 11
oṃ devarṣigaṇasantuṣṭāyai namaḥ |

Name 12
oṃ vanamālāvibhūṣitāyai namaḥ |

Name 13
oṃ syandanottamasaṃsthānāyai namaḥ |

Name 14
oṃ dhīrajīmūtanisvanāyai namaḥ |

Name 15
oṃ mattamātaṅgagamanāyai namaḥ |

Name 16
oṃ hiraṇyakamalāsanāyai namaḥ |

Name 17
oṃ dhījanādhāraniratāyai namaḥ |

Name 18
oṃ yoginyai namaḥ |

Name 19
oṃ yogadhāriṇyai namaḥ |

Name 20
oṃ naṭanāṭyaikaniratāyai namaḥ |

Name 21
oṃ praṇavādyakṣarātmikāyai namaḥ |

Name 22
oṃ coracārakriyāsaktāyai namaḥ |

Name 23
oṃ dāridryacchedakāriṇyai namaḥ |

Name 24
oṃ yādavendrakulodbhūtāyai namaḥ |

Name 25
oṃ turīyapathagāminyai namaḥ |

Name 26
oṃ gāyatryai namaḥ |

Name 27
oṃ gomatyai namaḥ |

Name 28
oṃ gaṅgāyai namaḥ |

Name 29
oṃ gautamyai namaḥ |

Name 30
oṃ garuḍāsanāyai namaḥ |

Name 31
oṃ geyagānapriyāyai namaḥ |

Name 32
oṃ gauryai namaḥ |

Name 33
oṃ govindapadapūjitāyai namaḥ |

Name 34
oṃ gandharvanagarākārāyai namaḥ |

Name 35
oṃ gauravarṇāyai namaḥ |

Name 36
oṃ gaṇeśvaryai namaḥ |

Name 37
oṃ guṇāśrayāyai namaḥ |

Name 38
oṃ guṇavatyai namaḥ |

Name 39
oṃ gahvaryai namaḥ |

Name 40
oṃ gaṇapūjitāyai namaḥ |

Name 41
oṃ guṇatrayasamāyuktāyai namaḥ |

Name 42
oṃ guṇatrayavivarjitāyai namaḥ |

Name 43
oṃ guhāvāsāyai namaḥ |

Name 44
oṃ guṇādhārāyai namaḥ |

Name 45
oṃ guhyāyai namaḥ |

Name 46
oṃ gandharvarūpiṇyai namaḥ |

Name 47
oṃ gārgyapriyāyai namaḥ |

Name 48
oṃ gurupadāyai namaḥ |

Name 49
oṃ guhyaliṅgāṅgadhāriṇyai namaḥ |

Name 50
oṃ sāvitryai namaḥ |

Name 51
oṃ sūryatanayāyai namaḥ |

Name 52
oṃ suṣumnānāḍibhedinyai namaḥ |

Name 53
oṃ suprakāśāyai namaḥ |

Name 54
oṃ sukhāsīnāyai namaḥ |

Name 55
oṃ sumatyai namaḥ |

Name 56
oṃ surapūjitāyai namaḥ |

Name 57
oṃ suṣuptyavasthāyai namaḥ |

Name 58
oṃ sudatyai namaḥ |

Name 59
oṃ sundaryai namaḥ |

Name 60
oṃ sāgarāmbarāyai namaḥ |

Name 61
oṃ sudhāṃśubimbavadanāyai namaḥ |

Name 62
oṃ sustanyai namaḥ |

Name 63
oṃ suvilocanāyai namaḥ |

Name 64
oṃ sītāyai namaḥ |

Name 65
oṃ sarvāśrayāyai namaḥ |

Name 66
oṃ sandhyāyai namaḥ |

Name 67
oṃ suphalāyai namaḥ |

Name 68
oṃ sukhadāyinyai namaḥ |

Name 69
oṃ subhruve namaḥ |

Name 70
oṃ suvāsāyai namaḥ |

Name 71
oṃ suśroṇyai namaḥ |

Name 72
oṃ saṃsārārṇavatāriṇyai namaḥ |

Name 73
oṃ sāmagānapriyāyai namaḥ |

Name 74
oṃ sādhvyai namaḥ |

Name 75
oṃ sarvābharaṇabhūṣitāyai namaḥ |

Name 76
oṃ vaiṣṇavyai namaḥ |

Name 77
oṃ vimalākārāyai namaḥ |

Name 78
oṃ mahendryai namaḥ |

Name 79
oṃ mantrarūpiṇyai namaḥ |

Name 80
oṃ mahālakṣmyai namaḥ |

Name 81
oṃ mahāsiddhyai namaḥ |

Name 82
oṃ mahāmāyāyai namaḥ |

Name 83
oṃ maheśvaryai namaḥ |

Name 84
oṃ mohinyai namaḥ |

Name 85
oṃ madanākārāyai namaḥ |

Name 86
oṃ madhusūdanacoditāyai namaḥ |

Name 87
oṃ mīnākṣyai namaḥ |

Name 88
oṃ madhurāvāsāyai namaḥ |

Name 89
oṃ nāgendratanayāyai namaḥ |

Name 90
oṃ umāyai namaḥ |

Name 91
oṃ trivikramapadākrāntāyai namaḥ |

Name 92
oṃ trisvarāyai namaḥ |

Name 93
oṃ trivilocanāyai namaḥ |

Name 94
oṃ sūryamaṇḍalamadhyasthāyai namaḥ |

Name 95
oṃ candramaṇḍalasaṃsthitāyai namaḥ |

Name 96
oṃ vahnimaṇḍalamadhyasthāyai namaḥ |

Name 97
oṃ vāyumaṇḍalasaṃsthitāyai namaḥ |

Name 98
oṃ vyomamaṇḍalamadhyasthāyai namaḥ |

Name 99
oṃ cakriṇyai namaḥ |

Name 100
oṃ cakrarūpiṇyai namaḥ |

Name 101
oṃ kālacakravitānasthāyai namaḥ |

Name 102
oṃ candramaṇḍaladarpaṇāyai namaḥ |

Name 103
oṃ jyotsnātapānuliptāṅgyai namaḥ |

Name 104
oṃ mahāmārutavījitāyai namaḥ |

Name 105
oṃ sarvamantrāśrayāyai namaḥ |

Name 106
oṃ dhenave namaḥ |

Name 107
oṃ pāpaghnyai namaḥ |

Name 108
oṃ parameśvaryai namaḥ |

20. Boden und Linien
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||

21. Feuer einsetzen
candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ havyavāhananāmānam agniṃ sthāpayāmi ||

22. Brahma-Sitz
asmin gāyatrīhomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

23. Wasser und Pranita-Gefäß
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||

24. Zustimmung der göttlichen Kräfte
oṃ adite 'numanyasva |
oṃ anumate 'numanyasva |
oṃ sarasvate 'numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||

25. Agni-Nyasa
oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||

26. Agni betrachten
meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||

27. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||

28. Hüter der Richtungen
oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||

29. Brennholz darbringen
asmin gāyatrīhomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||

30. Erste Ghee-Ströme und Gaben
oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||

31. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin gāyatrīhomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

32. Die Gayatri dem Feuer darbringen
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt svāhā ||

33. Prajapati und die drei Welten
prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||

34. Svishtakrit
yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||

35. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||

36. Nicht bemerkte Fehler übergeben
asmin gāyatrīhomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||

37. Abschließende Bereinigungsgaben
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin homakarmaṇi madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ śrīviṣṇave svāhā | viṣṇave paramātmana idaṃ na mama |
oṃ rudrāya paśupataye svāhā | rudrāya paśupataya idaṃ na mama ||

38. Purnahuti
asya gāyatrīhomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ havyavāhananāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||

39. Vasordhara
oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||

40. Abschließendes Besprengen
adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||

41. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

42. Wasser in die Richtungen geben
prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||

43. Agni danken und nach innen zurücknehmen
oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||

44. Die Schlussgebete
namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapoyajñakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

45. Gayatri und die vorbereitenden Einladungen verabschieden
uttame śikhare devī bhūmyāṃ parvatamūrdhani |
brāhmaṇebhyo hy anujñātā gaccha devī yathāsukham ||
oṃ gaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca |
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||

46. Segen und Dank
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||

Devanagari
Die Reihenfolge entspricht dem Ablauf. Die 108 Hauptgaben verwenden jeweils das ganze Gayatri-Mantra aus Schritt 32. Bedingte Formeln beim Brahma-Sitz werden nach der tatsächlich gewählten Besetzung gesprochen.

1. Guru und Frieden
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षभिर् यजत्राः ।
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देवहितं यद् आयुः ॥
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ॥

2. Zustimmung der Versammlung
नमः सदसे नमः सदसस्पतये नमः सखीनाम् ।
पुरोगाणां चक्षुषे नमो दिवे नमः पृथिव्यै ॥
सप्रथा सभां मे गोपाय । ये च सभ्याः सभासदः ।
तान् इन्द्रियावतः कुरु । सर्वम् आयुर् उपासताम् ॥
अशेष हे परिषद् भवत्पादमूले मया समर्पिताम् इमां सौवर्णीं यत्किञ्चिद् दक्षिणाम् अपि यथोक्तदक्षिणाम् इव स्वीकृत्य गायत्रीहोमकर्म कर्तुं योग्यतासिद्धिम् अनुगृहाण ॥

3. Vorsatz
तद् एव लग्नं सुदिनं तद् एव ताराबलं चन्द्रबलं तद् एव ।
विद्याबलं दैवबलं तद् एव लक्ष्मीपते ते ऽङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
हरिः ॐ तत् सत् । श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द ।
ममोपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं विज्ञानबाधकपूर्वजन्मोपार्जितसकलपापक्षयपूर्वकं सर्वजनाह्लादकत्वविमलबुद्धिसमृद्ध्यर्थं नानाविधज्ञानप्राप्त्यर्थं सर्वशास्त्रबोधार्थं सुखसौमनस्यप्राप्तिकामनया गायत्रीमहामन्त्रहवनाख्यं कर्माहं करिष्ये ॥
तदङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वरपूजां करिष्ये ।
तदङ्गत्वेनान्तःकरणशुद्ध्यर्थं शरीरशुद्ध्यर्थं मण्डपशुद्ध्यर्थं सर्वोपकरणशुद्ध्यर्थं स्वस्तिपुण्याहवाचनं करिष्ये ॥

4. Ganesha betrachten und einladen
4. Ganesha betrachten und einladen
गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 1: Sitz
ॐ गं गणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
ॐ गं गणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
ॐ गं गणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
ॐ गं गणपतये नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 5: Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 7: Gewand
ॐ गं गणपतये नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
ॐ गं गणपतये नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 9: Schmuck
ॐ गं गणपतये नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 10: Duft
ॐ गं गणपतये नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ॥

Ganesha-Gabe 11: Kumkum
ॐ गं गणपतये नमः । गन्धस्योपरि कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

Ganesha-Gabe 12: Girlande
ॐ गं गणपतये नमः । पुष्पमालां समर्पयामि ॥

5. Ganeshas Namen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
ॐ गं गणपतये नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
धूपदीपानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
नैवेद्यानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

7. Lichtkreis und Gebet
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन् नो दन्तिः प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः । आनन्दकर्पूरनीराजनं सन्दर्शयामि ।
कर्पूरनीराजनानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् ।
विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

8. Varuna anrufen
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्या च मृडय । त्वाम् अवस्युर् आ चके ।
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आ शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्र मोषीः ॥
अस्मिन् कुम्भे पुण्डरीकाक्षरूपं वरुणं ध्यायामि आवाहयामि ॥

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
ॐ वं वरुणाय नमः । आसनं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । स्नानं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । गन्धं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पुष्पं समर्पयामि ॥

10. Varunas Namen und letzte Gaben
ॐ वरुणाय नमः । ॐ प्रचेतसे नमः । ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपांपतये नमः । ॐ मकरवाहनाय नमः । ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः । ॐ श्वेतछत्राय नमः । ॐ अनेकमणिभूषिताय नमः । ॐ झषासनाय नमः ।
ॐ वं वरुणाय नमः । धूपम् आघ्रापयामि । दीपं दर्शयामि । नैवेद्यं निवेदयामि । ताम्बूलं समर्पयामि । कर्पूरनीराजनं दर्शयामि ।
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि तन् नो वरुणः प्रचोदयात् ।
ॐ नमो नमस्ते अस्तु स्फटिकप्रभाय सुश्वेतवस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाशहस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥

11. Die Anwesenden stimmen ein
शिवा आपः सन्तु । सन्तु शिवा आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टम् अस्तु । अस्त्व् अक्षतम् अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । वाच्यताम् ॥

12. Punyaha, Svasti und Riddhi
पुनस् त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धताम् । पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः ।
घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व । सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः ॥
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु । ॐ पुण्याहम् अस्तु ।
स्वस्ति मित्रावरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति । स्वस्ति न इन्द्रश्चाग्निश्च स्वस्ति नो अदिते कृधि ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु । ॐ स्वस्तिर् अस्तु ।
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ।
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु । ॐ ऋद्धिर् अस्तु ॥

13. Segenswünsche über dem Gefäß
शान्तिर् अस्तु । पुष्टिर् अस्तु । तुष्टिर् अस्तु । वृद्धिर् अस्तु । अविघ्नम् अस्तु । आयुष्यम् अस्तु । आरोग्यम् अस्तु ।
ॐ शिवम् अस्तु । ॐ शिवं कर्मास्तु । ॐ कर्मसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धर्मसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ वेदसमृद्धिर् अस्तु । ॐ शास्त्रसमृद्धिर् अस्तु । ॐ धनधान्यसमृद्धिर् अस्तु ।
ॐ पुत्रपौत्रसम्पद् अस्तु । ॐ इष्टसम्पद् अस्तु ॥

14. Belastendes abgeben
ॐ सकलारिष्टनिरसनम् अस्तु ।
ॐ यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तद् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥

15. Die Segnung weitet sich
सर्वशोभनम् अस्तु । सर्वाः सम्पदः सन्तु ।
ॐ शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ।
आ ब्रह्मन् ब्राह्मणो ब्रह्मवर्चसी जायताम् अस्मिन् राष्ट्रे राजन्य इषव्यः शूरो महारथो जायताम् ।
दोग्ध्री धेनुर् वोढानड्वान् आशुः सप्तिः पुरन्धिर् योषा जिष्णू रथेष्ठाः सभेयो युवास्य यजमानस्य वीरो जायताम् ।
निकामे निकामे नः पर्जन्यो वर्षतु फलिन्यो न ओषधयः पच्यन्तां योगक्षेमो नः कल्पताम् ।
इन्द्रः सुनीती सह मा पुनातु । सोमः स्वस्त्या वरुणः समीच्या ।
यमो राजा प्रमृणाभिः पुनातु मा । जातवेदा मोर्जयन्त्या पुनातु । ॐ भूर् भुवः सुवः ।
तच् छं योर् आवृणीमहे । गातुं यज्ञाय । गातुं यज्ञपतये ।
दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः । स्वस्तिर् मानुषेभ्यः । ऊर्ध्वं जिगातु भेषजम् ।
शं नो अस्तु द्विपदे । शं चतुष्पदे ॥

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
स्वामिनः मनः समाधीयताम् । समाहितमनसः स्म ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्म ।
वरुणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतो ऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥
सत्यं शुद्धं तपः शुद्धं ज्ञानशुद्धं तथैव च ।
सर्वभूतदयाशुद्धं जलशुद्धं च पञ्चमम् ॥
अद्भिर् गात्राणि शुद्ध्यन्ति बुद्धिर् ज्ञानेन शुद्ध्यति ।
विद्यातपोभ्यां भूतात्मा मनः सत्येन शुद्ध्यति ॥

17. Gayatri mit fünf strahlenden Gesichtern betrachten
मुक्ताविद्रुमहेमनीलधवलच्छायैर् मुखैस् त्रीक्षणैः
युक्ताम् इन्दुनिबद्धरत्नमुकुटां तत्त्वार्थवर्णात्मिकाम् ।
गायत्रीं वरदाभयाङ्कुशकशाः शुभ्रं कपालं गुणं
शङ्खं चक्रम् अथारविन्दयुगलं हस्तैर् वहन्तीं भजे ॥

18. Gayatri, Savitri und Sarasvati einladen
आयातु वरदा देवी अक्षरं ब्रह्मसंमितम् ।
गायत्रीं छन्दसां मातेदं ब्रह्म जुषस्व नः ॥
ओजो ऽसि सहो ऽसि बलम् असि भ्राजो ऽसि देवानां धाम नामासि ।
विश्वम् असि विश्वायुः सर्वम् असि सर्वायुर् अभिभूर् ॐ ।
गायत्रीम् आवाहयामि सावित्रीम् आवाहयामि सरस्वतीम् आवाहयामि ॥

19. Die 108 Namen mit Blumen verehren
Name 1
ॐ तरुणादित्यसङ्काशायै नमः ।

Name 2
ॐ सहस्रनयनोज्ज्वलायै नमः ।

Name 3
ॐ विचित्रमाल्याभरणायै नमः ।

Name 4
ॐ तुहिनाचलवासिन्यै नमः ।

Name 5
ॐ वरदाभयहस्ताब्जायै नमः ।

Name 6
ॐ रेवातीरनिवासिन्यै नमः ।

Name 7
ॐ प्रणित्ययविशेषज्ञायै नमः ।

Name 8
ॐ यन्त्राकृतविराजितायै नमः ।

Name 9
ॐ भद्रपादप्रियायै नमः ।

Name 10
ॐ गोविन्दपदगामिन्यै नमः ।

Name 11
ॐ देवर्षिगणसन्तुष्टायै नमः ।

Name 12
ॐ वनमालाविभूषितायै नमः ।

Name 13
ॐ स्यन्दनोत्तमसंस्थानायै नमः ।

Name 14
ॐ धीरजीमूतनिस्वनायै नमः ।

Name 15
ॐ मत्तमातङ्गगमनायै नमः ।

Name 16
ॐ हिरण्यकमलासनायै नमः ।

Name 17
ॐ धीजनाधारनिरतायै नमः ।

Name 18
ॐ योगिन्यै नमः ।

Name 19
ॐ योगधारिण्यै नमः ।

Name 20
ॐ नटनाट्यैकनिरतायै नमः ।

Name 21
ॐ प्रणवाद्यक्षरात्मिकायै नमः ।

Name 22
ॐ चोरचारक्रियासक्तायै नमः ।

Name 23
ॐ दारिद्र्यच्छेदकारिण्यै नमः ।

Name 24
ॐ यादवेन्द्रकुलोद्भूतायै नमः ।

Name 25
ॐ तुरीयपथगामिन्यै नमः ।

Name 26
ॐ गायत्र्यै नमः ।

Name 27
ॐ गोमत्यै नमः ।

Name 28
ॐ गङ्गायै नमः ।

Name 29
ॐ गौतम्यै नमः ।

Name 30
ॐ गरुडासनायै नमः ।

Name 31
ॐ गेयगानप्रियायै नमः ।

Name 32
ॐ गौर्यै नमः ।

Name 33
ॐ गोविन्दपदपूजितायै नमः ।

Name 34
ॐ गन्धर्वनगराकारायै नमः ।

Name 35
ॐ गौरवर्णायै नमः ।

Name 36
ॐ गणेश्वर्यै नमः ।

Name 37
ॐ गुणाश्रयायै नमः ।

Name 38
ॐ गुणवत्यै नमः ।

Name 39
ॐ गह्वर्यै नमः ।

Name 40
ॐ गणपूजितायै नमः ।

Name 41
ॐ गुणत्रयसमायुक्तायै नमः ।

Name 42
ॐ गुणत्रयविवर्जितायै नमः ।

Name 43
ॐ गुहावासायै नमः ।

Name 44
ॐ गुणाधारायै नमः ।

Name 45
ॐ गुह्यायै नमः ।

Name 46
ॐ गन्धर्वरूपिण्यै नमः ।

Name 47
ॐ गार्ग्यप्रियायै नमः ।

Name 48
ॐ गुरुपदायै नमः ।

Name 49
ॐ गुह्यलिङ्गाङ्गधारिण्यै नमः ।

Name 50
ॐ सावित्र्यै नमः ।

Name 51
ॐ सूर्यतनयायै नमः ।

Name 52
ॐ सुषुम्नानाडिभेदिन्यै नमः ।

Name 53
ॐ सुप्रकाशायै नमः ।

Name 54
ॐ सुखासीनायै नमः ।

Name 55
ॐ सुमत्यै नमः ।

Name 56
ॐ सुरपूजितायै नमः ।

Name 57
ॐ सुषुप्त्यवस्थायै नमः ।

Name 58
ॐ सुदत्यै नमः ।

Name 59
ॐ सुन्दर्यै नमः ।

Name 60
ॐ सागराम्बरायै नमः ।

Name 61
ॐ सुधांशुबिम्बवदनायै नमः ।

Name 62
ॐ सुस्तन्यै नमः ।

Name 63
ॐ सुविलोचनायै नमः ।

Name 64
ॐ सीतायै नमः ।

Name 65
ॐ सर्वाश्रयायै नमः ।

Name 66
ॐ सन्ध्यायै नमः ।

Name 67
ॐ सुफलायै नमः ।

Name 68
ॐ सुखदायिन्यै नमः ।

Name 69
ॐ सुभ्रुवे नमः ।

Name 70
ॐ सुवासायै नमः ।

Name 71
ॐ सुश्रोण्यै नमः ।

Name 72
ॐ संसारार्णवतारिण्यै नमः ।

Name 73
ॐ सामगानप्रियायै नमः ।

Name 74
ॐ साध्व्यै नमः ।

Name 75
ॐ सर्वाभरणभूषितायै नमः ।

Name 76
ॐ वैष्णव्यै नमः ।

Name 77
ॐ विमलाकारायै नमः ।

Name 78
ॐ महेन्द्र्यै नमः ।

Name 79
ॐ मन्त्ररूपिण्यै नमः ।

Name 80
ॐ महालक्ष्म्यै नमः ।

Name 81
ॐ महासिद्ध्यै नमः ।

Name 82
ॐ महामायायै नमः ।

Name 83
ॐ महेश्वर्यै नमः ।

Name 84
ॐ मोहिन्यै नमः ।

Name 85
ॐ मदनाकारायै नमः ।

Name 86
ॐ मधुसूदनचोदितायै नमः ।

Name 87
ॐ मीनाक्ष्यै नमः ।

Name 88
ॐ मधुरावासायै नमः ।

Name 89
ॐ नागेन्द्रतनयायै नमः ।

Name 90
ॐ उमायै नमः ।

Name 91
ॐ त्रिविक्रमपदाक्रान्तायै नमः ।

Name 92
ॐ त्रिस्वरायै नमः ।

Name 93
ॐ त्रिविलोचनायै नमः ।

Name 94
ॐ सूर्यमण्डलमध्यस्थायै नमः ।

Name 95
ॐ चन्द्रमण्डलसंस्थितायै नमः ।

Name 96
ॐ वह्निमण्डलमध्यस्थायै नमः ।

Name 97
ॐ वायुमण्डलसंस्थितायै नमः ।

Name 98
ॐ व्योममण्डलमध्यस्थायै नमः ।

Name 99
ॐ चक्रिण्यै नमः ।

Name 100
ॐ चक्ररूपिण्यै नमः ।

Name 101
ॐ कालचक्रवितानस्थायै नमः ।

Name 102
ॐ चन्द्रमण्डलदर्पणायै नमः ।

Name 103
ॐ ज्योत्स्नातपानुलिप्ताङ्ग्यै नमः ।

Name 104
ॐ महामारुतवीजितायै नमः ।

Name 105
ॐ सर्वमन्त्राश्रयायै नमः ।

Name 106
ॐ धेनवे नमः ।

Name 107
ॐ पापघ्न्यै नमः ।

Name 108
ॐ परमेश्वर्यै नमः ।

20. Boden und Linien
ॐ रुद्राय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ॥

21. Feuer einsetzen
चन्द्रमा मनसो जातः । चक्षोः सूर्यो अजायत ।
मुखाद् इन्द्रश्चाग्निश्च । प्राणाद् वायुर् अजायत ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः हव्यवाहननामानम् अग्निं स्थापयामि ॥

22. Brahma-Sitz
अस्मिन् गायत्रीहोमकर्मणि ब्रह्माणं त्वां वृणे ।
ॐ खं ब्रह्मणे नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

23. Wasser und Pranita-Gefäß
ॐ वं वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥

24. Zustimmung der göttlichen Kräfte
ॐ अदिते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ अनुमते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ सरस्वते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ देव सवितः प्रसुव ॥

25. Agni-Nyasa
ॐ रं हृदयाय नमः ।
ॐ रीं शिरसे स्वाहा ।
ॐ रूं शिखायै वषट् ।
ॐ रैं कवचाय हुं ।
ॐ रौं नेत्रत्रयाय वौषट् ।
ॐ रः अस्त्राय फट् ।
ॐ भूर् भुवः सुवर् ॐ इति दिग्बन्धः ॥

26. Agni betrachten
मेषारूढं च वक्राङ्गं जातवेदसमन्वयम् ।
द्विशीर्षकं सप्तहस्तं त्रिपादं सप्तजिह्वकम् ॥
वरदं शक्तिपाणिं च बिभ्राणं स्रुक्स्रुवौ तथा ।
अभीतिदं चर्मधरं वामे चाज्यधरं करे ॥
चत्वारि शृङ्गा त्रयो ऽस्य पादा द्वे शीर्षे सप्त हस्तासो ऽस्य ।
त्रिधा बद्धो वृषभो रोरवीति महो देवो मर्त्यान् आविवेश ।
एष हि देवः प्रदिशो ऽनु सर्वाः पूर्वो हि जातः स उ गर्भे अन्तः ।
स विजायमानः स जनिष्यमाणः प्रत्यङ्मुखास् तिष्ठति विश्वतोमुखः ।
हे अग्ने प्राङ्मुखो देव ममाभिमुखो भव ॥

27. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
ॐ अग्नये नमः । ॐ जातवेदसे नमः । ॐ सहोजसे नमः । ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
ॐ वैश्वानराय नमः । ॐ नर्यापसे नमः । ॐ पङ्क्तिराधसे नमः । ॐ विसर्पिणे नमः ।
ॐ श्रीयज्ञपुरुषाय नमः । ॐ आत्मने नमः ।
सर्वेभ्यः श्रीवैष्णवेभ्यो नमः । सर्वेभ्यो ब्राह्मणेभ्यो नमः ॥

28. Hüter der Richtungen
ॐ इन्द्राय नमः । ॐ अग्नये नमः । ॐ यमाय नमः । ॐ निरृतये नमः ।
ॐ वरुणाय नमः । ॐ वायवे नमः । ॐ सोमाय नमः । ॐ ईशानाय नमः ॥

29. Brennholz darbringen
अस्मिन् गायत्रीहोमकर्मणि ब्रह्मन्न् इध्मम् आधास्ये ।
आधत्स्व ॥

30. Erste Ghee-Ströme und Gaben
ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्रायेदं न मम ।
ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ सोमाय स्वाहा । सोमायेदं न मम ॥

31. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन् गायत्रीहोमकर्मणि सङ्कल्पप्रभृति एतत्क्षणपर्यन्तं मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥

32. Die Gayatri dem Feuer darbringen
ॐ भूर् भुवः सुवः ।
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् स्वाहा ॥

33. Prajapati und die drei Welten
प्रजापते न त्वद् एतान्य् अन्यो विश्वा जातानि परि ता बभूव ।
यत्कामास् ते जुहुमस् तन् नो अस्तु वयं स्याम पतयो रयीणां स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ॥

34. Svishtakrit
यद् अस्य कर्मणो ऽत्यरीरिचं यद् वा न्यूनम् इहाकरम् ।
अग्निष् टत् स्विष्टकृद् विद्वान् सर्वं स्विष्टं सुहुतं करोतु स्वाहा ।
अग्नये स्विष्टकृत इदं न मम ॥

35. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
स्वाहा । वसुभ्यो रुद्रेभ्य आदित्येभ्यः संस्रावभागेभ्य इदं न मम ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥

36. Nicht bemerkte Fehler übergeben
अस्मिन् गायत्रीहोमकर्मण्य् अविज्ञातप्रायश्चित्तादीनि करिष्ये ।
अनाज्ञातं यद् अज्ञातं यज्ञस्य क्रियते मिथु ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
पुरुषसंमितो यज्ञो यज्ञः पुरुषसंमितः ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
यत् पाकत्र मनसा दीनदक्षा न यज्ञस्य मन्वते मर्तासः ।
अग्निष् टद् धोता क्रतुविद् विजानन् यजिष्ठो देवान् क्रतुशो यजाति स्वाहा । अग्नय इदं न मम ॥

37. Abschließende Bereinigungsgaben
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन् होमकर्मणि मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ श्रीविष्णवे स्वाहा । विष्णवे परमात्मन इदं न मम ।
ॐ रुद्राय पशुपतये स्वाहा । रुद्राय पशुपतय इदं न मम ॥

38. Purnahuti
अस्य गायत्रीहोमकर्मणः सम्पूर्णफलप्राप्त्यर्थं हव्यवाहननामाग्नौ पूर्णाहुतिं होष्यामि ।
तदनन्तरं साङ्गतसिद्ध्यर्थं वसोर्धारां होष्यामि ।
ॐ पूर्णाहुतिम् उत्तमां जुहोति । सर्वं वै पूर्णाहुतिः । सर्वम् एवाप्नोति ।
अथो इयं वै पूर्णाहुतिः । अस्याम् एव प्रतितिष्ठति स्वाहा । अग्नये वौषट् ॥

39. Vasordhara
ॐ सप्त ते अग्ने समिधः सप्त जिह्वाः सप्त ऋषयः सप्त धाम प्रियाणि ।
सप्त होत्राः सप्तधा त्वा यजन्ति सप्त योनीर् आपृणस्व घृतेन स्वाहा ।
अग्नये सप्तवत इदं न मम ॥

40. Abschließendes Besprengen
अदिते ऽन्वमंस्थाः ।
अनुमते ऽन्वमंस्थाः ।
सरस्वते ऽन्वमंस्थाः ।
देव सवितः प्रासावीः ॥

41. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ।
यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

42. Wasser in die Richtungen geben
प्राच्यां दिशि देवा ऋत्विजो मार्जयन्ताम् ।
दक्षिणस्यां दिशि मासाः पितरो मार्जयन्ताम् ।
प्रतीच्यां दिशि गृहाः पशवो मार्जयन्ताम् ।
उदीच्यां दिश्य् आप ओषधयो मार्जयन्ताम् ।
ऊर्ध्वायां दिशि यज्ञः संवत्सरो यज्ञपतिर् मार्जयन्ताम् ॥

43. Agni danken und nach innen zurücknehmen
ॐ वैश्वानराय विद्महे लालीलाय धीमहि तन् नो ऽग्निः प्रचोदयात् ।
अग्ने नय सुपथा राये अस्मान् विश्वानि देव वयुनानि विद्वन् ।
युयोध्य् अस्मज् जुहुराणम् एनो भूयिष्ठां ते नम उक्तिं विधेम ॥
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मन्य् उद्वासयामि ॥

44. Die Schlussgebete
नमस्ते गार्हपत्याय नमस्ते दक्षिणाग्नये ।
नम आहवनीयाय महावेद्यै नमो नमः ॥
काण्डद्वयोपपाद्याय कर्मब्रह्मस्वरूपिणे ।
स्वर्गापवर्गरूपाय यज्ञेशाय नमो नमः ॥
यज्ञेशाच्युत गोविन्द माधवानन्त केशव ।
कृष्ण विष्णो हृषीकेश वासुदेव नमो ऽस्तु ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं हुताशन ।
यद् धुतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
प्रायश्चित्तान्य् अशेषाणि तपःकर्मात्मकानि वै ।
यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्णानुस्मरणं परम् ॥
प्रमादात् कुर्वतां कर्म प्रच्यवेताध्वरेषु यत् ।
स्मरणाद् एव तद् विष्णोः सम्पूर्णं स्याद् इति श्रुतिः ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपोयज्ञक्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥

45. Gayatri und die vorbereitenden Einladungen verabschieden
उत्तमे शिखरे देवी भूम्यां पर्वतमूर्धनि ।
ब्राह्मणेभ्यो ह्य् अनुज्ञाता गच्छ देवी यथासुखम् ॥
ॐ गणपतये नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ।
ॐ ब्रह्मणे नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

46. Segen und Dank
अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद् यच् छ्रेयस्करं लोके तत् तद् अस्तु सदा तव ॥

Deutsche Gesamtbedeutung
Die Reihenfolge entspricht dem Ablauf. Die 108 Hauptgaben verwenden jeweils das ganze Gayatri-Mantra aus Schritt 32. Bedingte Formeln beim Brahma-Sitz werden nach der tatsächlich gewählten Besetzung gesprochen.

1. Guru und Frieden
Verehrung dem Guru, in dem Schöpfer, Erhalter und Verwandler und unmittelbar das höchste Brahman verehrt werden. Ihr Götter: Mögen wir Gutes hören und sehen; mit festen Gliedern und Körpern mögen wir, euch preisend, die zugedachte Lebenszeit erfüllen. Indra, Pushan, Tarkshya und Brihaspati mögen uns Wohlergehen schenken. Mit Gaben und Verehrung nähern wir uns dem göttlichen Mitra: Möge er uns Freundschaft gewähren; mögen wir mit unseren Menschen hundert Herbste leben.

2. Zustimmung der Versammlung
Verehrung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Verehrung dem Himmel und der Erde. Weitreichende Versammlung, beschütze mich und stärke die hier Sitzenden, damit sie ihre volle Lebenszeit erfüllen. Geehrte Versammlung, nehmt diese nach meinen Möglichkeiten dargebrachte Dakshina an und gewährt mir eure Zustimmung, das Gayatri-Homa auszuführen.

3. Vorsatz
Herr der Lakshmi, indem ich deiner beiden Füße gedenke, sehe ich darin günstige Zeit, Kraft des Mondes und der Sterne, Kraft des Wissens und göttliche Kraft. Hari, Om, das ist die Wirklichkeit; Govinda, Govinda, Govinda! Zur Läuterung angesammelter Verfehlungen und zur Freude Parameshvaras vollziehe ich das Gayatri-Mahamantra-Homa: Mögen die aus früheren Leben stammenden Hindernisse der Erkenntnis vergehen. Mögen Freude für alle, eine reine und klare Einsicht, vielfältiges Wissen, Verständnis der heiligen Schriften, Glück und ein heiterer Geist wachsen. Damit dieses Werk unbehindert vollendet wird, verehre ich zuerst Vighneshvara. Zur Reinigung des Inneren, des Körpers, des Ritualplatzes und aller Gegenstände vollziehe ich die Segnung des Wassers.

4. Ganesha betrachten und einladen
4. Ganesha betrachten und einladen
Ich verehre die Lotusfüße des Herrn der Hindernisse: den Elefantengesichtigen, von den Scharen der Wesen Bedienten, den Genießer der Kapittha- und Jambufrüchte, Umas Sohn, der Kummer lindert. Ich betrachte Siddhivinayaka mit einem Stoßzahn, weiten Ohren und großem Leib, Schlinge und Stachel tragend. Verehrung dem großen Ganapati: Ich betrachte dich, lade dich ein, richte dir einen Platz ein und bringe Duft, Reis und Blumen dar.

Ganesha-Gabe 1: Sitz
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir einen Sitz dar.

Ganesha-Gabe 2: Fußwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser für die Füße dar.

Ganesha-Gabe 3: Ehrenwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Ehrenwasser dar.

Ganesha-Gabe 4: Mundwasser
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Wasser zum Spülen des Mundes dar.

Ganesha-Gabe 5: Bad
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir ein Bad dar.

Ganesha-Gabe 6: Mundwasser nach dem Bad
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir nach dem Bad erneut Mundwasser dar.

Ganesha-Gabe 7: Gewand
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen eines Gewandes dar.

Ganesha-Gabe 8: Heilige Schnur
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen der heiligen Schnur dar.

Ganesha-Gabe 9: Schmuck
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Reiskörner als Zeichen des Schmuckes dar.

Ganesha-Gabe 10: Duft
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir heilige Düfte dar.

Ganesha-Gabe 11: Kumkum
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir Kumkum über der Duftpaste dar.

Ganesha-Gabe 12: Girlande
Verehrung Ganapati. Ich bringe dir eine Blütengirlande dar.

5. Ganeshas Namen
Verehrung dem freundlich Angesichtigen, dem Einzahnigen, dem Rötlichbraunen, dem Elefantenohrigen, dem Hängebäuchigen, dem Gewaltigen, dem König der Hindernisse, dem Führer, dem Rauchbannerträger, dem Herrn der Scharen, dem den jungen Mond Tragenden, dem Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, dem mit siebförmigen Ohren, Heramba, Skandas älterem Bruder, dem Führer zum Gelingen und dem Herrn der Hindernisse.

6. Rauch, Licht, Speise und Tambula
Ganapati, ich lasse dich den Duft des Weihrauchs empfangen, zeige dir das Licht und biete Mundwasser an. Ich bringe dir die vorbereitete Speise, danach nochmals Mundwasser und schließlich Tambula dar.

7. Lichtkreis und Gebet
Wir erkennen den Einzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der Stoßzahntragende möge unseren Geist erleuchten. Ich zeige dir das freudige Kampferlicht und reiche erneut Wasser. Verehrung dem gabenreichen, von den Göttern geliebten Ganesha, Gauris Sohn, der für das Wohl der Welt sorgt und durch Veda und Opfer verherrlicht wird. Du von großem Leib und dem Glanz unzähliger Sonnen: Mögen meine Handlungen ohne Hindernisse gelingen. Du bist meine Zuflucht; behüte mich aus Mitgefühl. Ich kenne die rechte Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir. Was an Mantra, Handlung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen.

8. Varuna anrufen
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; ich suche deinen Schutz. Mit Gebet und Gaben nähere ich mich dir. Sei uns ohne Zorn gegenwärtig, Weitgepriesener, und verkürze unser Leben nicht. In diesem Gefäß betrachte und rufe ich Varuna in der Gestalt des Lotusäugigen an.

9. Wasser, Gewand, Duft und Blumen für Varuna
Verehrung Varuna. Ich bringe dir einen Sitz, Ehrenwasser, Fußwasser, Mundwasser und Badewasser dar; Reiskörner als Gewand und heilige Schnur, Duft und Blumen.

10. Varunas Namen und letzte Gaben
Verehrung Varuna, dem Weisen, Schöngestaltigen, Herrn der Gewässer, auf dem Makara Reitenden, Wasserherrn, Schlingenträger, mit weißem Schirm und vielen Juwelen Geschmückten, auf dem Wassertier Sitzenden. Ich bringe Rauch, Licht, Speise, Tambula und das kreisende Licht dar. Wir betrachten den im Wasser Erscheinenden und meditieren über den blauen Purusha; Varuna möge uns erleuchten. Wiederholte Verehrung dem kristallhellen, weißgekleideten, glückverheißenden Herrn des Wassers.

11. Die Anwesenden stimmen ein
Mögen die Wasser segensreich sein – sie seien segensreich. Möge freundlicher Sinn herrschen – freundlicher Sinn herrsche. Möge Unversehrtheit und Wohlergehen sein – Unversehrtheit und Wohlergehen seien. Mit eurer Zustimmung werde ich den heilsamen Tag ausrufen – rufe ihn aus.

12. Punyaha, Svasti und Riddhi
Adityas, Rudras, Vasus und die kundigen Opfernden mögen dich erneut entzünden, o Wohlstandsbringer. Durch Ghee mögest du wachsen; des Yajamanas Wünsche mögen wahr werden. Sprecht diesem Yajamana einen segensreichen Tag zu: Om, es sei ein segensreicher Tag. Mitra, Varuna, Pathya, Indra, Agni und Aditi mögen Wohlergehen schenken: Om, Wohlergehen sei. Mit verehrenden Gaben mögen wir gedeihen und hundert Herbste mit unseren Menschen leben: Om, Gedeihen sei.

13. Segenswünsche über dem Gefäß
Friede, Nahrung, Zufriedenheit, Wachstum, Hindernisfreiheit, Lebenskraft und Gesundheit seien. Mögen Wohl und heilsames Handeln, Gelingen des Werks, Wachstum des Dharma, des Veda und der Lehre, Wohlstand an Geld und Getreide, Wohlergehen von Kindern und Enkeln und das Ersehnte gedeihen.

14. Belastendes abgeben
Mögen alle Widrigkeiten weichen. Mögen Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil ferngehalten werden.

15. Die Segnung weitet sich
Möge alles Gute und jede heilsame Fülle wachsen; Wohl den Zweibeinern und den Vierbeinern, Friede, Friede, Friede. Der folgende vedische Wunsch spricht in den Bildern seiner gesellschaftlichen Welt: Mögen wissende Brahmanen, fähige Beschützer, milchgebende Kühe, tragfähige Rinder, schnelle Pferde, tatkräftige Frauen und gemeinschaftsfähige junge Menschen gedeihen. Möge Regen zur rechten Zeit fallen, mögen Pflanzen Früchte tragen und Erwerb und Bewahrung gesichert sein. Indra, Soma, Varuna, Yama und Agni mögen uns läutern. Wir erbitten das Heil und den Zugang zum Opfer und seinem Herrn: Wohlergehen den Menschen, Aufwachsen der Heilpflanzen, Wohl allen zwei- und vierbeinigen Wesen.

16. Sammlung, Entlassung Varunas und Besprengen
Sammelt euren Geist – wir sind gesammelt. Seid freundlich gestimmt – wir sind freundlich gestimmt. Verehrung Varuna: Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort, zu Wohlergehen und erneuter Wiederkehr. Ob rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, wird innen und außen rein. Wahrheit, Askese, Erkenntnis und Mitgefühl mit allen Wesen läutern; Wasser ist das fünfte reinigende Mittel. Wasser reinigt den Körper, Erkenntnis den Verstand, Bildung und Übung das eigene Wesen, Wahrheit den Geist.

17. Gayatri mit fünf strahlenden Gesichtern betrachten
Ich verehre Gayatri: Ihre dreiäugigen Gesichter schimmern wie Perlen, Koralle, Gold, Blau und strahlendes Weiß. Sie trägt eine juwelenbesetzte, vom Mond geschmückte Krone und ist die Verkörperung der heiligen Laute, welche die Wahrheit der Wirklichkeit ausdrücken. In ihren Händen trägt sie die Gesten der Gewährung und Furchtlosigkeit, Stachel, Geißel, weiße Schädelschale, Schlinge, Muschelhorn, Diskus und zwei Lotusblüten.

18. Gayatri, Savitri und Sarasvati einladen
Möge die gabenreiche Göttin kommen, das Unvergängliche, Brahman entsprechend. Gayatri, Mutter der Versmaße, nimm dieses unser heiliges Wort an. Du bist Lebenskraft, Stärke und Macht; du bist Glanz und die leuchtende Wohnstatt der Götter. Du bist das All und das Leben des Alls, du bist alles und das Leben von allem, die alles überragende Kraft: Om. Ich lade Gayatri ein, ich lade Savitri ein, ich lade Sarasvati ein.

19. Die 108 Namen mit Blumen verehren
Name 1
Verehrung der wie die junge Sonne Strahlenden.

Name 2
Verehrung der durch tausend Augen Leuchtenden.

Name 3
Verehrung der mit vielfältigen Girlanden und Schmuck Geschmückten.

Name 4
Verehrung der im Schneegebirge Wohnenden.

Name 5
Verehrung der mit Lotushänden Segen und Furchtlosigkeit Gewährenden.

Name 6
Verehrung der am Ufer der Reva Wohnenden.

Name 7
Verehrung Pranityayavisheshajna, der Göttin dieses überlieferten Namens.

Name 8
Verehrung der in Yantra-Gestalt Erstrahlenden.

Name 9
Verehrung der Freundin des Bhadrapada.

Name 10
Verehrung der auf Govindas Pfad Gehenden.

Name 11
Verehrung der die Scharen der göttlichen Seher Erfreuenden.

Name 12
Verehrung der mit einer Waldblumengirlande Geschmückten.

Name 13
Verehrung der auf dem vortrefflichen Wagen Thronenden.

Name 14
Verehrung der mit tiefer Wolkenstimme Erklingenden.

Name 15
Verehrung der mit dem Gang einer kraftvollen Elefantenkuh Schreitenden.

Name 16
Verehrung der auf dem goldenen Lotus Sitzenden.

Name 17
Verehrung der dem Tragen und Erhalten verständiger Menschen Zugewandten.

Name 18
Verehrung der Yogini.

Name 19
Verehrung der den Yoga Tragenden.

Name 20
Verehrung der ganz dem Tanz und Schauspiel Hingegebenen.

Name 21
Verehrung der Verkörperung der heiligen Laute, beginnend mit Om.

Name 22
Verehrung der auch im verborgenen, verstohlenen Wirken Gegenwärtigen.

Name 23
Verehrung der die Armut Durchschneidenden.

Name 24
Verehrung der im Geschlecht des Yadava-Herrn Erschienenen.

Name 25
Verehrung der den Weg zum Vierten gehenden Göttin.

Name 26
Verehrung Gayatri.

Name 27
Verehrung Gomati.

Name 28
Verehrung Ganga.

Name 29
Verehrung Gautami.

Name 30
Verehrung der auf Garuda Thronenden.

Name 31
Verehrung der Freundin des Gesanges.

Name 32
Verehrung Gauri.

Name 33
Verehrung der an Govindas Füßen Verehrten.

Name 34
Verehrung der einer Gandharva-Stadt Gleichenden.

Name 35
Verehrung der Hellen und Goldglänzenden.

Name 36
Verehrung der Herrin der Scharen.

Name 37
Verehrung der Zuflucht der Eigenschaften.

Name 38
Verehrung der mit guten Eigenschaften Erfüllten.

Name 39
Verehrung der Unergründlichen.

Name 40
Verehrung der von den Scharen Verehrten.

Name 41
Verehrung der mit den drei Gunas Verbundenen.

Name 42
Verehrung der über die drei Gunas Hinausgehenden.

Name 43
Verehrung der in der Höhle des Herzens Wohnenden.

Name 44
Verehrung der Grundlage aller Eigenschaften.

Name 45
Verehrung der Verborgenen.

Name 46
Verehrung der in Gandharva-Gestalt Erscheinenden.

Name 47
Verehrung der Gargya Lieben.

Name 48
Verehrung der Erhabenen, deren Füße verehrt werden.

Name 49
Verehrung der Trägerin verborgener Zeichen.

Name 50
Verehrung der Savitri.

Name 51
Verehrung der Tochter der Sonne.

Name 52
Verehrung der die Sushumna-Nadi Durchdringenden.

Name 53
Verehrung der Hellleuchtenden.

Name 54
Verehrung der in Leichtigkeit Sitzenden.

Name 55
Verehrung der guten Einsicht.

Name 56
Verehrung der von den Göttern Verehrten.

Name 57
Verehrung der im Zustand des Tiefschlafs Gegenwärtigen.

Name 58
Verehrung der Schönzahnigen.

Name 59
Verehrung der Schönen.

Name 60
Verehrung der mit dem Ozean als Gewand Bekleideten.

Name 61
Verehrung der mit einem Antlitz wie die Mondscheibe Leuchtenden.

Name 62
Verehrung der Vollbrüstigen.

Name 63
Verehrung der mit schönen Augen Blickenden.

Name 64
Verehrung Sita.

Name 65
Verehrung der Zuflucht aller.

Name 66
Verehrung der Sandhya, der heiligen Übergangszeit.

Name 67
Verehrung der gute Früchte Gewährenden.

Name 68
Verehrung der Glück Schenkenden.

Name 69
Verehrung der mit schönen Brauen Geschmückten.

Name 70
Verehrung der schön Gekleideten.

Name 71
Verehrung der mit schönen Hüften Geschmückten.

Name 72
Verehrung der über den Ozean des Samsara Hinüberführenden.

Name 73
Verehrung der Freundin der Samaveda-Gesänge.

Name 74
Verehrung der Heiligen.

Name 75
Verehrung der mit allem Schmuck Geschmückten.

Name 76
Verehrung Vaishnavi.

Name 77
Verehrung der makellosen Gestalt.

Name 78
Verehrung Mahendri.

Name 79
Verehrung der Verkörperung des Mantras.

Name 80
Verehrung Mahalakshmi.

Name 81
Verehrung der großen Vollendung.

Name 82
Verehrung der großen Maya.

Name 83
Verehrung Maheshvari.

Name 84
Verehrung Mohini, der Bezaubernden.

Name 85
Verehrung der anmutigen Gestalt der Liebe.

Name 86
Verehrung der von Madhusudana Angeregten.

Name 87
Verehrung Minakshi, der Fischäugigen.

Name 88
Verehrung der in Madhura Wohnenden.

Name 89
Verehrung der Tochter des Bergkönigs.

Name 90
Verehrung Uma.

Name 91
Verehrung der von Trivikramas Schritt Erfassten.

Name 92
Verehrung der drei Tonhöhen Verkörpernden.

Name 93
Verehrung der Dreiäugigen.

Name 94
Verehrung der in der Sonnenscheibe Weilenden.

Name 95
Verehrung der in der Mondscheibe Weilenden.

Name 96
Verehrung der im Feuerkreis Weilenden.

Name 97
Verehrung der im Kreis des Windes Weilenden.

Name 98
Verehrung der im Raumkreis Weilenden.

Name 99
Verehrung der den Diskus Tragenden.

Name 100
Verehrung der Radgestaltigen.

Name 101
Verehrung der im weiten Rad der Zeit Weilenden.

Name 102
Verehrung der die Mondscheibe als Spiegel Habenden.

Name 103
Verehrung der mit Mondlicht Gesalbten.

Name 104
Verehrung der vom großen Wind Befächelten.

Name 105
Verehrung der Zuflucht aller Mantras.

Name 106
Verehrung der nährenden Kuh.

Name 107
Verehrung der Verfehlungen Tilgenden.

Name 108
Verehrung der höchsten Herrin.

20. Boden und Linien
Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.

21. Feuer einsetzen
Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Havyavahana, der Träger der Opfergaben.

22. Brahma-Sitz
Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Gayatri-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.

23. Wasser und Pranita-Gefäß
Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.

24. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.

25. Agni-Nyasa
Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.

26. Agni betrachten
Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.

27. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.

28. Hüter der Richtungen
Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.

29. Brennholz darbringen
Brahman, in diesem Gayatri-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.

30. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.

31. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.

32. Die Gayatri dem Feuer darbringen
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar. Möge er unsere Einsicht anregen. Svaha: Diese Gabe sei dir dargebracht.

33. Prajapati und die drei Welten
Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.

34. Svishtakrit
Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.

35. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.

36. Nicht bemerkte Fehler übergeben
In diesem Gayatri-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir.

37. Abschließende Bereinigungsgaben
Erde, Zwischenraum und Himmel: Die Gaben gelten Agni, Vayu und Surya. Zur Bereinigung möglicher Unzulänglichkeiten im Verlauf des Homa bringe ich die abschließenden Gaben dar: an Prajapati, an Vishnu als höchstes Selbst und an Rudra als Herrn der Wesen. Diese Gaben sind nicht mein.

38. Purnahuti
Für die vollständige Frucht dieses Gayatri-Homa bringe ich im Feuer Havyavahana die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!

39. Vasordhara
Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.

40. Abschließendes Besprengen
Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.

41. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

42. Wasser in die Richtungen geben
Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.

43. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.

44. Die Schlussgebete
Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Übung und Opfer zur Ganzheit führen.

45. Gayatri und die vorbereitenden Einladungen verabschieden
Göttin, auf dem erhabenen Gipfel, auf dem höchsten Berg der Erde, ist deine Stätte. Von den Brahmanen ehrerbietig entlassen, kehre freudig dorthin zurück. Verehrung Ganapati und Brahma: Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.

46. Segen und Dank
Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.

Quellen und verwandte Anleitungen

Handlungsanweisungen und deutsche Bedeutungen wurden für diese Anleitung eigenständig formuliert. Die allgemeine Feuerordnung wurde mit dem besonderen Gayatri-Abschnitt verbunden; das dort stehende, auf Mantra-Empfang bezogene Dakshina-Formular wird hier nicht als Einweihung übernommen. Der Dank erfolgt im Zusammenhang des Homa. In der Namensverehrung wird der überlieferte Name Pranityayavisheshajna beibehalten; seine Wortableitung ist in den herangezogenen Fassungen nicht eindeutig erklärt. Die übrigen Namen sind ihrer Bedeutung nach übertragen. Die heutige pflanzliche Materialalternative ist im praktischen Ablauf kenntlich gemacht.

Siehe auch
Gayatri Mantra · Gayatri · Homa · Brahma Yajna gemäß Ashvalayana · Agni · Puja

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