Qiqong

Aus Yogawiki
Qigong

Qiqong (chinesisch) = Arbeit mit der Lebensenergie

Qigong (ausgesprochen „Tschi-Gung“) ist eine alte chinesische Praxis, die Atmung, Bewegung und Meditation verbindet, um die Lebensenergie – das sogenannte Qi (oder Chi) – zu harmonisieren und zu stärken. Der Begriff setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Qi (Lebensenergie) und Gong (arbeit oder übung). Frei übersetzt bedeutet Qigong also „Arbeit mit der Lebensenergie“.

Vergleichbar ist es mit dem indischen Yoga, wo durch Asanas (Körperhaltungen) und Pranayama (Atemübungen) das Prana (die Lebenskraft) gelenkt wird. Während Yoga jedoch stark mit der Spiritualität des Hinduismus verbunden ist, wurzelt Qigong in der taoistischen Philosophie und der traditionellen chinesischen Medizin. Beide Systeme zielen darauf ab, Körper und Geist in Einklang zu bringen – sei es durch fließende Bewegungen im Qigong oder statische Haltungen im Yoga.

Ein einfaches Beispiel: Die Qigong-Übung „Den Himmel mit den Händen stützen“ erinnert an den yogischen Tadasana (Bergstellung), doch hier liegt der Fokus auf dem sanften Fließen des Qi durch die Meridiane (Energiebahnen). Ein bekannter Spruch aus dem Qigong lautet: „Wo das Qi fließt, da ist Gesundheit – wo es stockt, entsteht Krankheit.“

Ob du nun Qigong oder Yoga praktizierst – beide Wege helfen dir, Achtsamkeit zu kultivieren und deine innere Balance zu finden.

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