Nidya: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (3 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Schlaf ruhe entspannung geborgenheit.jpg|mini|Nidya]] | |||
'''Nidya''' (Sanskrit) = Schlaf, auch eine alternative Schreibweise für [[Nitya]], ewig. | '''Nidya''' (Sanskrit) = Schlaf, auch eine alternative Schreibweise für [[Nitya]], ewig. | ||
| Zeile 5: | Zeile 7: | ||
In der indischen [[Mythologie]] ist Nidra [[Devi]] eine Manifestation der göttlichen Energie, die sowohl Schlaf als auch tiefe Meditation verkörpert. Sie spielt eine zentrale Rolle in Geschichten wie dem [[Mahabharata]], wo sie auf Bitten [[Vishnu]]s den Dämonen [[Madhu]] und [[Kaitabha]] in tiefen Schlaf versenkt, damit Vishnu sie besiegen kann. | In der indischen [[Mythologie]] ist Nidra [[Devi]] eine Manifestation der göttlichen Energie, die sowohl Schlaf als auch tiefe Meditation verkörpert. Sie spielt eine zentrale Rolle in Geschichten wie dem [[Mahabharata]], wo sie auf Bitten [[Vishnu]]s den Dämonen [[Madhu]] und [[Kaitabha]] in tiefen Schlaf versenkt, damit Vishnu sie besiegen kann. | ||
Im Yoga wird Nidya oft als Hindernis auf dem Weg zur Klarheit betrachtet. Patanjali erwähnt in den [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga Sutra]s (1.30), dass geistige Trägheit ([[Styana]]) eine der neun Störungen ([[Vikshepa]]s) ist, die den Meditierenden ablenken. Gleichzeitig gibt es aber auch bewusste Formen des "Schlafes", wie Yoga Nidra – eine Praxis, in der du dich in einen Zustand zwischen | Im [[Yoga]] wird Nidya oft als Hindernis auf dem Weg zur Klarheit betrachtet. [[Patanjali]] erwähnt in den [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga Sutra]s (1.30), dass geistige Trägheit ([[Styana]]) eine der neun Störungen ([[Vikshepa]]s) ist, die den Meditierenden ablenken. Gleichzeitig gibt es aber auch bewusste Formen des "Schlafes", wie Yoga Nidra – eine Praxis, in der du dich in einen Zustand zwischen Wachsein und [[Schlaf]] begibst, um tiefe Entspannung und Einsicht zu erfahren. | ||
Beispiel aus der Mythologie: Als [[Krishna]] im [[Bhagavata Purana]] geboren wird, betet sein Vater Vasudeva zu Nidrā Devi, damit sie die Wachen in tiefen Schlaf versinkt – so kann er das Neugeborene in Sicherheit bringen. Hier zeigt sich Nidya als göttliche Kraft, die sowohl Schutz als auch Illusion bewirken kann. | Beispiel aus der Mythologie: Als [[Krishna]] im [[Bhagavata Purana]] geboren wird, betet sein Vater [[Vasudeva]] zu Nidrā Devi, damit sie die Wachen in tiefen Schlaf versinkt – so kann er das Neugeborene in [[Sicherheit]] bringen. Hier zeigt sich Nidya als göttliche [[Kraft]], die sowohl Schutz als auch [[Illusion]] bewirken kann. | ||
=Siehe auch= | =Siehe auch= | ||
| Zeile 14: | Zeile 16: | ||
[[Kategorie:Sanskrit Alternative Schreibweise]] | [[Kategorie:Sanskrit Alternative Schreibweise]] | ||
[[Kategorie:Glossar]] | |||
Aktuelle Version vom 12. März 2026, 06:58 Uhr

Nidya (Sanskrit) = Schlaf, auch eine alternative Schreibweise für Nitya, ewig.
Der Sanskrit-Ausdruck Nidya (auch Nidrā geschrieben) bedeutet wörtlich "Schlaf" oder "Ruhezustand". Im yogischen und philosophischen Kontext geht es aber tiefer: Nidya symbolisiert nicht nur körperliche Erholung, sondern auch die geistige Trägheit oder Unwissenheit (Avidya), die uns von der wahren Erkenntnis abhält.
In der indischen Mythologie ist Nidra Devi eine Manifestation der göttlichen Energie, die sowohl Schlaf als auch tiefe Meditation verkörpert. Sie spielt eine zentrale Rolle in Geschichten wie dem Mahabharata, wo sie auf Bitten Vishnus den Dämonen Madhu und Kaitabha in tiefen Schlaf versenkt, damit Vishnu sie besiegen kann.
Im Yoga wird Nidya oft als Hindernis auf dem Weg zur Klarheit betrachtet. Patanjali erwähnt in den Yoga Sutras (1.30), dass geistige Trägheit (Styana) eine der neun Störungen (Vikshepas) ist, die den Meditierenden ablenken. Gleichzeitig gibt es aber auch bewusste Formen des "Schlafes", wie Yoga Nidra – eine Praxis, in der du dich in einen Zustand zwischen Wachsein und Schlaf begibst, um tiefe Entspannung und Einsicht zu erfahren.
Beispiel aus der Mythologie: Als Krishna im Bhagavata Purana geboren wird, betet sein Vater Vasudeva zu Nidrā Devi, damit sie die Wachen in tiefen Schlaf versinkt – so kann er das Neugeborene in Sicherheit bringen. Hier zeigt sich Nidya als göttliche Kraft, die sowohl Schutz als auch Illusion bewirken kann.