Shukarahasya Upanishad
Die Shukarahasya Upanishad (Sanskrit: शुकरहस्योपनिषत्, śukarahasyopaniṣat) gehört zur Gruppe der Samanya Vedanta Upanishad und wird in der Muktika-Liste dem Krishna Yajurveda zugeordnet. Im Mittelpunkt steht die vier Mahavakyas und ihre kontemplative Erschließung. Ihr Sanskrittext ist in unterschiedlichen Handschriften und Druckausgaben nicht immer gleich gegliedert; die folgende Ausgabe folgt der vollständig überlieferten Sanskrit-Documents-Fassung und nennt die verwendete Textgrundlage.
Inhaltlich behandelt die Schrift vor allem Unterweisung Shukas durch Vyasa und Shiva; Prajnanam Brahma, Aham Brahmasmi, Tat Tvam Asi und Ayam Atma Brahma. Sie verbindet die Autorität der Upanishaden mit dem jeweiligen geistigen Milieu ihrer Überlieferung. Darum sollte sie zugleich aufmerksam, traditionssensibel und mit philosophischem Unterscheidungsvermögen gelesen werden.

Für heutige Übende ist entscheidend, dass Yoga hier nicht auf Körperübungen verkürzt wird. Studium, ethische Läuterung, Meditation, Hingabe und Selbsterkenntnis bilden einen Zusammenhang. Historische Ritualvorschriften oder außergewöhnliche Wirkungsbehauptungen werden in diesem Artikel als Quelleninhalt erklärt; sie sind nicht automatisch moderne Übungs- oder Heilversprechen.
Shukarahasya Upanishad – Sanskrit (IAST), Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung
Die folgende Studienfassung enthält den vollständigen Text in der Gliederung der benutzten Quelle. Sanskrit-Komposita und syntaktisch eng verbundene Wörter werden in der Worterklärung gelegentlich als Einheit behandelt. Bei langen Prosapassagen bezeichnet „Textabschnitt“ eine redaktionelle Sinneinheit und keine überlieferte Verszahl. Zusammengehörende Verse können gemeinsam übersetzt werden, wenn Sanskritausgabe und Vergleichsübersetzungen Halbverse oder Versgruppen unterschiedlich zählen; sämtliche Textteile bleiben dabei erhalten.
Textabschnitt 1 Shukarahasya Upanishad
prajñānādimahāvākyarahasyādikalevaram |
vikalevarakaivalyaṃ tripādrāmamahaṃ bhaje ||
Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über die vier Mahavakyas und ihre kontemplative Erschließung.
Wort-für-Wort-Erläuterung: bhaje – ich verehre; prajñānādimahāvākyarahasyādikalevaram – allein, wahrlich – Bestandteil dieses Kompositums; vikalevarakaivalyaṃ – allein, wahrlich – Bestandteil dieses Kompositums.
Textabschnitt 2 Shukarahasya Upanishad
oṃ saha nāvavatu || saha nau bhunaktu || saha vīryaṃ karavāvahai ||
tejasvināvadhītamastu mā vidviṣāvahai ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Om. Möge das Höchste uns beide beschützen. Möge es uns beide nähren. Mögen wir gemeinsam große Kraft entfalten. Möge unser Studium lichtvoll und fruchtbar sein. Mögen wir einander nicht ablehnen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: saha vīryaṃ karavāvahai – mögen wir gemeinsam kraftvoll wirken; saha nau bhunaktu – möge er uns beide nähren; mā vidviṣāvahai – mögen wir einander nicht ablehnen; śāntiḥ – Frieden; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om).
Verse 1–5 Shukarahasya Upanishad
athāto rahasyopaniṣadaṃ vyākhyāsyāmo devarṣayo
brahmāṇaṃ sampūjya praṇipatya papracchurbhagavannasmākaṃ
rahasyopaniṣadaṃ brūhīti | so'bravīt |
purā vyāso mahātejāḥ sarvavedataponidhiḥ |
praṇipatya śivaṃ sāmbaṃ kṛtāñjaliruvāca ha || 1 ||
śrīvedavyāsa uvāca |
devadeva mahāprājña pāśacchedadṛḍhavrata |
śukasya mama putrasya vedasaṃskārakarmaṇi || 2 ||
brahmopadeśakālo'yamidānīṃ samupasthitaḥ |
brahmopadeśaḥ kartavyo bhavatādya jagadguro || 3 ||
īśvara uvāca |
mayopadiṣṭe kaivalye sākṣādbrahmaṇi śāśvate |
vihāya putro nirvedātprakāśaṃ yāsyati svayam || 4 ||
śrīvedavyāsa uvāca |
yathā tathā vā bhavatu hyupanāyanakarmaṇi |
upadiṣṭe mama sute brahmaṇi tvatprasādataḥ || 5 ||
1–19. Jetzt erklären wir den Rahasya Upanishad: die göttlichen Weisen, die Brahma anbeteten, fragten: Herr, sag uns den Rahasya Upanishad. Er sagte: 'In der Vergangenheit fragten der Schatz aller Veden und die Buße Shiva: O Herr großer Weisheit, der fest gelobt hat, die Knechtschaft (des Lebens) zu brechen. Die Zeit ist gekommen, meinem Sohn Suka die Initiation in das Sakrament von Veda zu geben'.. Shiva sagte: "Wenn der einzige Brahman von mir gegeben wird, wird dein Sohn von selbst gehen, nachdem er sich losgelöst hat." Vyasa sagte: „Wie dem auch sei, im Upanayana, wenn Brahman vermittelt wird, möge mein Sohn sehr schnell allwissend werden und die vier Arten von Moksha erhalten. Shiva, der dies hörte, saß in einem göttlichen Sitz, um Unterweisung zu geben. Suka, der Glückliche, kam mit Hingabe dorthin und bekam den Pranava, sprach wieder zu Shiva. Suka-Hilfe: "Zuerst unter den Göttern, allwissend, sei erfreut. Das höchste Brahman, das Om innewohnt, wurde vermittelt; der besondere Sinn "Dass Du bist" usw., mit den sechs Gliedern, möchte ich hören". Shiva sagte: Weil sagte: O Schatz des Wissens, du hast um das wünschenswerte, das Geheimnis der vedischen Texte gebeten, genannt Rahasyopanishad mit den sechs Teilen, wissend, welcher direkt freigegeben werden soll. Für den Weisen, der über Brahman meditiert, sind heilige Orte, vedische Riten und Mantras nutzlos. Man gewinnt hundert Jahre des Lebens, meditiert den Sinn der wichtigsten Texte. Das gleiche wird gewonnen, wenn man dies einmal ausspricht.
Wort-für-Wort-Erläuterung: praṇipatya – nachdem er sich verneigt hatte; kartavyo – pflichten; svayam – selbst; yathā – wie; uvāca – sprach; tathā – ebenso; mama – mein; vā – oder.
Verse 6–11 Shukarahasya Upanishad
sarvajño bhavatu kṣipraṃ mama putro maheśvara |
tava prasādasampanno labhenmuktiṃ caturvidhām || 6 ||
tacchṛtvā vyāsavacanaṃ sarvadevarṣisaṃsadi |
upadeṣṭuṃ sthitaḥ śambhuḥ sāmbo divyāsane mudā || 7 ||
kṛtakṛtyaḥ śukastatra samāgatya subhaktimān |
tasmātsa praṇavaṃ labdhvā punarityabravīcchivam || 8 ||
śrīśuka uvāca |
devādideva sarvajña saccidānanda lakṣaṇa |
umāramaṇa bhūteśa prasīda karuṇānidhe || 9 ||
upadiṣṭaṃ parabrahma praṇavāntargataṃ param |
tattvamasyādivākyānāṃ prajñādīnāṃ viśeṣataḥ || 10 ||
śrotumicchāmi tattvena ṣaḍaṅgāni yathākramam |
vaktavyāni rahasyāni kṛpayādya sadāśiva || 11 ||
20. Om, für dieses Mantra ist Hamsa das Rishi, unmanifestiertes Gayatri ist der Meter, Gottheit ist Paramahamsa, Hamsa ist der Samen, Sama-Veda ist die Kraft. 'Ich bin Das' ist die Nadel. Seine Anwendung ist im Kontext des Aussprechens des Haupttextes, um die Gnade des Paramahamsa zu sichern. 'Wahrheit, Wissen, Unendlichkeit ist Brahman. Verbeuge dich vor den Daumen, 'Ewige Freude ist Brahman' - Svaha zu den Zeigefingern. 'Brahman ist ewige Freude, meistens' - Vasat bis zu den Mittelfingern. 'Das, was die Fülle ist' - Hum zu den Ringfingern. 'Der Herr der Fülle' - Vasat zu den kleinen Fingern. 'Eins und Nicht-Dual ist Brahman. Phat' innerhalb und außerhalb der Palmen. 'Wahrheit, Wissen, Unendlichkeit ist Brahman' - Phat innerhalb und außerhalb der Palme. 'Wahrheit, Wissen, Unendlichkeit ist Brahman - beuge dich vor dem Herzen'. "Ewige Glückseligkeit ist Brahman" - Svaha zum Kopf - Vasat zum Haargeflecht. "Das, was Fülle ist" - Hum zur Rüstung - Vausat zu den drei Augen. "Ein und nicht-dual Brahman" - Phat zur Schutzwaffe. Die Erde, alte Region, Himmel, Om, das ist die Verbindung des Raumes..
Wort-für-Wort-Erläuterung: śrotumicchāmi – ich möchte hören; yathākramam – jeweils; parabrahma – das Höchste Wesen; viśeṣataḥ – besonders, gründlich; maheśvara – der große Herr; sadāśiva – der ewige Shiva; sthitaḥ – befindlich, verweilend; labdhvā – erlangt; uvāca – sprach; param – das Höchste; tava – dein, für dich.
Verse 12–17 Shukarahasya Upanishad
śrīsadāśiva uvāca |
sādhu sādhu mahāprājña śuka jñānanidhe mune |
praṣṭavyaṃ tu tvayā pṛṣṭaṃ rahasyaṃ vedagarbhitam || 12 ||
rahasyopaniṣannāmnā saṣaḍaṅgamihocyate |
yasya vijñānamātreṇa mokṣaḥ sākṣānna saṃśayaḥ || 13 ||
aṅgahīnāni vākyāni gururnopadiśetpunaḥ |
saṣaḍaṅgānyupadiśenmahāvākyāni kṛtsnaśaḥ || 14 ||
caturṇāmapi vedānāṃ yathopaniṣadaḥ śiraḥ |
iyaṃ rahasyopaniṣattathopaniṣadāṃ śiraḥ || 15 ||
rahasyopaniṣadbrahma dhyātaṃ yena vipaścitā |
tīrthairmantraiḥ śrutairjapyaistasya kiṃ puṇyahetubhiḥ || 16 ||
vākyārthasya vicāreṇa yadāpnoti śaracchatam |
ekavārajapenaiva ṛṣyādidhyānataśca yat || 17 ||
21–22. Meditation: Ich verneige mich vor dem edlen Lehrer, jenseits des Werdens und der drei Gunas, eins, ewig, heilig, Zeuge von krankem Wissen, Geber von Glückseligkeit, jenseits der Welt, himmelähnlich und Zweck wichtiger Texte. (1) Bewusstsein ist Brahman. (2) Ich bin Brahman. (3) Dass du bist und. (4) Dieses Selbst ist Brahman. Diejenigen, die die Aussage der Identität rezitieren, werden in Sayujya (Identität) befreit.
Wort-für-Wort-Erläuterung: vijñānamātreṇa – allein durch die Wissenschaft; caturṇāmapi – alle vier; kṛtsnaśaḥ – vollständig; saṃśayaḥ – Zweifel; rahasyaṃ – geheimnis; mokṣaḥ – Befreiung; yasya – dessen; uvāca – sprach; yena – durch welche Kraft; yat – welches; kiṃ – was.
Textabschnitt 6 Shukarahasya Upanishad
oṃ asya śrīmahāvākyamahāmantrasya haṃsa ṛṣiḥ |
avyaktagāyatrī chandaḥ | paramahaṃso devatā |
haṃ bījam | saḥ śaktiḥ | so'haṃ kīlakam |
mama paramahaṃsaprītyarthe mahāvākyajape viniyogaḥ |
satyaṃ jñānamanantaṃ brahma aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
nityānando brahma tarjanībhyāṃ svāhā |
nityānandamayaṃ brahma madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
yo vai bhūmā anāmikābhyāṃ hum |
yo vai bhūmādipatiḥ kaniṣṭhikābhyāṃ vauṣaṭ |
ekamevādvitīyaṃ brahma karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ ||
satyaṃ jñānamanantaṃ brahma hṛdayāya namaḥ |
nityānando brahma śirase svāhā |
nityānandamayaṃ brahma śikhāyai vaṣaṭ |
yo vai bhūmā kavacāya hum |
yo vai bhūmādhipatiḥ netratrayāya vauṣaṭ |
ekamevādvitīyaṃ brahma astrāya phaṭ |
bhūrbhuvaḥsuvaromiti digbandhaḥ |
dhyānam |
nityānandaṃ paramasukhadaṃ kevalaṃ jñānamūrtiṃ
viśvātītaṃ gaganasadṛśaṃ tattvamasyādilakṣyam ||
23–24. Von der großen Beschwörung 'Tat' ist der Seher Hamsa, unmanifestierter Gayatri ist der Meter. Paramahamsa die Gottheit; Hamsa der Samen; Sama-Veda, Macht; So'ham ist die Nadel; Anwendung ist die Meditation für meine Befreiung. Verbeugen Sie sich vor den Daumen, vor diesem Aspiranten Svaha zu Isana, den Zeigefingern, Vasat zu Aghora die Mittelfinger, zu Sadyojata, den Ringfingern, summen; zu Vamadeva, den kleinen Fingern Vausat; zu diesem Geist, Isana, Aghora usw. Phat.. Meditation: Meditiere über dieses leuchtende Licht als Wissen und seine Objekte und was jenseits von beiden ist, makellos, wach, frei und unvergänglich.
Wort-für-Wort-Erläuterung: kevalaṃ – nur; dhyānam – Meditation; śaktiḥ – kraft; satyaṃ – wahr; devatā – Gottheit; brahma – Brahman, das Absolute (Brahman); namaḥ – Verehrung, Verneigung; mama – mein; asya – sein, von diesem; vai – wahrlich, gewiss; saḥ – er, dieser.
Verse 1–4 Shukarahasya Upanishad
ekaṃ nityaṃ vimalamacalaṃ sarvadhīsākṣibhūtaṃ
bhāvātītaṃ triguṇarahitaṃ sadguruṃ taṃ namāmi || 1 ||
atha mahāvākyāni catvāri | yathā |
oṃ prajñānaṃ brahma || 1 ||
oṃ ahaṃ brahmāsmi || 2 ||
oṃ tattvamasi || 3 ||
oṃ ayamātmā brahma || 4 ||
tattvamasītyabhedavācakamidaṃ ye japanti
te śivassāyujyamuktibhājo bhavanti ||
25–26. Vom Gesang von 'Tvam' ist Vishnu der Seher, Gayatri ist der Meter, das höchste Selbst die Gottheit, 'Ziel' der Same, 'Klim' die Kraft, 'sauh' die Nadel, Anwendung ist die Wiederholung für meine Befreiung. Verbeugen Sie sich vor Vasudeva, zu den Daumen: Svaha zu Samkarsana, die Zeigefinger; Vasat zu Pradyumna, die Mittelfinger; Hum zu Aniruddha, die Ringfinger; Vausat zu Vasudeva, dem kleinen Finger; Phat zu Vasudeva und anderen. Meditation: Ich verehre das Wort "Du", den Jiva-Zustand, in allen Lebewesen, überall, unparteiische Form, Kontrolleur des Geistes und Egoismus.
Wort-für-Wort-Erläuterung: bhavanti – ist, wird, vermag zu sein; nityaṃ – beständig; namāmi – ich verneige mich; brahma – Brahman, das Absolute (Brahman); yathā – wie; atha – nun, sodann; taṃ – das; te – sie; dir, je nach Zusammenhang; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om).
Textabschnitt 8 Shukarahasya Upanishad
tatpadamahāmantrasya | paramahaṃsaḥ ṛṣiḥ |
avyaktagāyatrī chandaḥ | paramahaṃso devatā |
haṃ bījam | saḥ śaktiḥ | so'haṃ kīlakam |
mama sāyujyamuktyarthe jape viniyogaḥ |
tatpuruṣāya aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
īśānāya tarjanībhyāṃ svāhā |
aghorāya madhyamābhyāṃ vaṣaṭ
sadyojātāya anāmikābhyāṃ hum |
vāmadevāya kaniṣṭhikābhyāṃ vauṣaṭ |
tatpuruṣeśānāghorasadyojātavāmadevebhyo
namaḥ karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādinyāsaḥ |
bhūrbhuvaḥsuvaromiti digbandhaḥ ||
dhyānam |
jñānaṃ jñeyaṃ jñānagamyāditītaṃ
śuddhaṃ buddhaṃ muktamapyavyayaṃ ca |
satyaṃ jñānaṃ saccidānandarūpaṃ
dhyāyedevaṃ tanmahobhrājamānam ||
tvaṃpada mahāmantrasya viṣṇurṛṣiḥ |
gāyatrī chandaḥ | paramātmā devatā |
aiṃ bījam | klīṃ śaktiḥ | sauḥ kīlakam |
27. Für 'Asi' ist der Seher Manah, Meter Gayatri, Gottheit Ardhanarishvara, Samen ist Avyaktadi, Macht ist Nrisimha, Stift ist höchstes Selbst. Anwendung ist Wiederholung zur Identifizierung von Jiva und Brahman. Ich verbeuge mich vor den Daumen, der Dyade der Erde; Svaha bis zum Zeigefinger, der Dyade des Wassers. Vasat bis zu den Mittelfingern, der Dyade des Feuers; Hum bis zu den Ringfingern, der Dyade der Luft; Vausat für die kleinen Finger, die Dyade des Äthers; Phat für die Vorder- und Rückseite der Hand, die Dyade der Erde usw. So auch die Weihe des Herzens. Bhuh, Bhuvah, Svah, Om.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paramahaṃsaḥ – höchster Haṃsa; paramātmā – das Höchste Wesen; śuddhaṃ – rein; dhyānam – Meditation; śaktiḥ – kraft; satyaṃ – wahr; jñānaṃ – wissen; jñeyaṃ – bekannt; devatā – Gottheit; namaḥ – Verehrung, Verneigung; mama – mein.
Textabschnitt 9 Shukarahasya Upanishad
mama muktyarthe jape viniyogaḥ |
vāsudevāya aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
saṅkarṣaṇāya tarjanībhyāṃ svāhā |
pradyumnāya madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
aniruddhāya anāmikābhyāṃ hum |
vāsudevāya kaniṣṭhikābhyāṃ vauṣaṭ |
vāsudevasaṅkarṣaṇapradyumnāniruddhebhyaḥ
karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādinyāsaḥ |
bhūrbhuvaḥsuvaromiti digbandhaḥ ||
dhyānam ||
jīvatvaṃ sarvabhūtānāṃ sarvatrākhaṇḍavigraham |
cittāhaṅkārayantāraṃ jīvākhyaṃ tvaṃpadaṃ bhaje |
asipadamahāmantrasya mana ṛṣiḥ |
gāyatrī chandaḥ | ardhanārīśvaro devatā |
avyaktādirbījam | nṛsiṃhaḥ śaktiḥ |
paramātmā kīlakam | jīvabrahmaikyārthe jape viniyogaḥ |
28–29. Meditation: "Meditiere immer über Asi, du bist. Ziel bei der Verschmelzung von Jiva in diesem, solange der Geist wohnt auf dem Zweck" So wurden die sechs Glieder der wichtigsten Texte.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paramātmā – das Höchste Wesen; jīvatvaṃ – lebendig sein; dhyānam – Meditation; śaktiḥ – kraft; devatā – Gottheit; namaḥ – Verehrung, Verneigung; bhaje – ich verehre; mana – geist; mama – mein; evaṃ – so, auf diese Weise.
Textabschnitt 10 Shukarahasya Upanishad
pṛthvīdvyaṇukāya aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
abdvyaṇukāya tarjanībhyāṃ svāhā |
tejodvyaṇukāya madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
vāyudvyaṇukāya anāmikābhyaṃ hum |
ākāśadvyaṇukāya kaniṣṭhikābhyāṃ vauṣaṭ |
pṛthivyaptejovāyvākāśadvyaṇukebhyaḥ
karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
bhūrbhuvaḥsuvaromiti digbandhaḥ ||
dhyānam ||
jīvo brahmeti vākyārthaṃ yāvadasti manaḥsthitiḥ |
aikyaṃ tattvaṃ laye kurvandhyāyedasipadaṃ sadā ||
evaṃ mahāvākyaṣaḍaṅgānyuktāni ||
30–38. Nun, nach der Klassifizierung der mystischen Lehren sind die Verse auf den Inhalt.. Prajnana ist das, wodurch man hier alle Gegenstände sieht, hört, riecht und klar macht, angenehm und unangenehm, wodurch man weiß. Im viergesichtigen Brahman, Indra und Devas, Menschen, Pferde, Kühe, etc. ist Geist ein Brahman - so ist auch in mir Prajnana Brahman. In diesem Körper bleibt das Sein Zeuge des Intellekts und wird I genannt. Das Sein, das in sich selbst voll ist, wird als Brahman beschrieben, mit Asmi bezeichnet. Ich bin Brahman. Das Wesen, eins ohne eine Sekunde, ohne Name und Form vor der Schöpfung und sogar jetzt wird Das genannt. Das Wesen, das Du hier jenseits der Sinne, verstanden als Eins, genannt wirst. Lass diese Einheit erfahren werden. Das innere Selbst, vom Ego bis zum Körper, wird dies (ayam) genannt, weil es selbstleuchtend ist und sich innig verwirklicht. Die Wahrheit des Universums wird von allem, was durch das Wort Brahman gesehen wird, ausgedrückt.
Wort-für-Wort-Erläuterung: dhyānam – Meditation; namaḥ – Verehrung, Verneigung; sadā – immer; laye – laye; jīvo – der Jiva, das individuelle Wesen; evaṃ – so, auf diese Weise.
Verse 1–6 Shukarahasya Upanishad
atha rahasyopaniṣadvibhāgaśo vākyārthaślokāḥ procyante ||
yenekṣate śṛṇotīdaṃ jighrati vyākaroti ca |
svādvasvādu vijānāti tatprajñānamudīritam || 1 ||
caturmukhendradeveṣu manuṣyāśvagavādiṣu |
caitanyamekaṃ brahmātaḥ prajñānaṃ brahma mayyapi || 2 ||
paripūrṇaḥ parātmāsmindehe vidyādhikāriṇi |
buddheḥ sākṣitayā sthitvā sphurannahamitīryate || 3 ||
svataḥ pūrṇaḥ parātmātra brahmaśabdena varṇitaḥ |
asmītyaikyaparāmarśastena brahma bhavāmyaham || 4 ||
ekamevādvitīyaṃ sannāmarūpavivarjitam |
sṛṣṭeḥ purādhunāpyasya tādṛktvaṃ taditīryate || 5 ||
śroturdehendriyātītaṃ vastvatra tvaṃpaderitam |
ekatā grāhyate'sīti tadaikyamanubhūyatām || 6 ||
39. Ich war im Zustand des Traums von T und "Meine" wegen der Abwesenheit der Vision des Geistes. Aber ich wurde erweckt, als die Sonne meiner eigenen Natur durch die Haupttexte aufging, die klar durch die Wahrnehmung gesprochen wurden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: vijānāti – weiß; svataḥ – von selbst; brahma – Brahman, das Absolute (Brahman); ekatā – Einheit; atha – nun, sodann; ca – und.
Verse 7–11 Shukarahasya Upanishad
svaprakāśāparokṣatvamayamityuktito matam |
ahaṅkārādidehāntaṃ pratyagātmeti gīyate || 7 ||
dṛśyamānasya sarvasya jagatastattvamīryate |
brahmaśabdena tadbrahma svaprakāśātmarūpakam || 8 ||
anātmadṛṣṭeravivekanidrā-
mahaṃ mama svapnagatiṃ gato'ham |
svarūpasūrye'bhyudite sphuṭokte-
rgurormahāvākyapadaiḥ prabuddhaḥ || 9 ||
vācyaṃ lakṣyamiti dvidhārthasaraṇīvācyasya hi tvaṃpade
vācyaṃ bhautikamindriyādirapi yallakṣyaṃ tvamarthaśca saḥ |
vācyaṃ tatpadamīśatākṛtamatirlakṣyaṃ tu saccitsukhā-
nandabrahmatadartha eṣa ca tayoraikyaṃ tvasīdaṃ padam || 10 ||
tvamiti taditi kārye kāraṇe satyupādhau
dvitayamitarathaikaṃ saccidānandarūpam |
ubhayavacanahetu deśakālau ca hitvā
jagati bhavati soyaṃ devadatto yathaikaḥ || 11 ||
40–42. Sinne haben zwei Wege: ausgedrückt und impliziert. In 'Tattvam Asi' ist die ausgedrückte Bedeutung die Sinne usw., die elementar sind, und das implizierte ist 'Er' in 'du' (Tvam), in dem Wort Tat ist der ausgedrückte Sinn Herrschaft usw., das implizierte ist das höchste Wesen, das Sat, Chit und Ananda ist. 'Asi' identifiziert diese beiden. Tvam und Tad bedeuten Wirkung und Ursache jeweils, wenn dies der Zusatz ist; ansonsten sind beide die gleichen Sat, Chit und Ananda - die Trennung von Raum und Zeit, die Identität ist, wie in der Welt, in dem Ausdruck "Dies ist, dass Devadatta". Der Jiva hat die Wirkung-Adjunkt, Isa hat Ursache-Adjunkt - wenn beide entfernt werden, bleibt nur das volle Wissen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: tayoraikyaṃ – ihre Einheit; bhavati – wird, ist; vācyaṃ – es ist zu sagen; padam – Zustand, höchste Stätte; mama – mein; saḥ – er, dieser; tu – aber, hingegen; hi – denn, gewiss; ca – und.
Verse 12–17 Shukarahasya Upanishad
kāryopādhirayaṃ jīvaḥ kāraṇopādhirīśvaraḥ |
kāryakāraṇatāṃ hitvā pūrṇabodho'vaśiṣyate || 12 ||
śravaṇaṃ tu guroḥ pūrvaṃ mananaṃ tadanantaram |
nididhyāsanamityetatpūrṇabodhasya kāraṇam || 13 ||
anyavidyāparijñānamavaśyaṃ naśvaraṃ bhavet |
brahmavidyāparijñānaṃ brahmaprāptikaraṃ sthitam || 14 ||
mahāvākyānyupadiśetsaṣaḍaṅgāni deśikaḥ |
kevalaṃ na hi vākyāni brahmaṇo vacanaṃ yathā ,, 15||
īśvara uvāca |
evamuktvā muniśreṣṭha rahasyopaniṣacchuka |
mayā pitrānunītena vyāsena brahmavādinā || 16 ||
tato brahmopadiṣṭaṃ vai saccidānandalakṣaṇam |
jīvanmuktaḥ sadā dhyāyannityastvaṃ vihariṣyasi || 17 ||
43–45. Der Guru sollte die Worte der Upanishad mit den Gliedern unterweisen, nicht nur die Worte - dies sind Brahmas Worte.
Wort-für-Wort-Erläuterung: saccidānandalakṣaṇam – die Merkmale wahrer Glückseligkeit; jīvanmuktaḥ – zu Lebzeiten befreit; brahmaṇo – brahmano; sthitam – stehend; kāraṇam – der Grund; kevalaṃ – nur; bhavet – soll eintreten; yathā – wie; uvāca – sprach; jīvaḥ – das individuelle Wesen; tato – dann.
Verse 18–22 Shukarahasya Upanishad
yo vedādau svaraḥ prokto vedānte ca pratiṣṭhitaḥ |
tasya prakṛtilīnasya yaḥ paraḥ sa maheśvaraḥ || 18 ||
upadiṣṭaḥ śiveneti jagattanmayatāṃ gataḥ |
utthāya praṇipatyeśaṃ tyaktāśeṣarigrahaḥ || 19 ||
parabrahmapayorāśau plavanniva yayau tadā |
pravrajantaṃ tamālokya kṛṣṇadvaipāyano muniḥ || 20 ||
anuvrajannājuhāva putraviśleṣakātaraḥ |
pratinedustadā sarve jagatsthāvarajaṅgamāḥ || 21 ||
tacchṛtvā sakalākāraṃ vyāsaḥ satyavatīsutaḥ |
putreṇa sahitaḥ prītyā parānandamupeyivān || 22 ||
yo rahasyopaniṣadamadhīte gurvanugrahāt |
sarvapāpavinirmuktaḥ sākṣātkaivalyamaśnute
sākṣātkaivalyamaśnuta ityupaniṣat ||
46–53. Ishvara sagte: "O Suka, so von mir angewiesen, wie von Vyasa angefordert, werden Sie Jivanmukta werden." Die Svara, die am Anfang von Veda geäußert wird, ist Parameshvara. Suka, der so von Shiva unterrichtet wurde, wurde eins mit dem Universum; Rose, verbeugte sich vor Shiva und gab alle Besitztümer auf, ging weg, als ob sie im Ozean des höchsten Geistes schwimmen würde. Vyasa, sah ihn gehen als Einsiedler, ging nach ihm rufen, von der Trennung betroffen. die ganze Welt hallte ihn. Derjenige, der dies durch die Gnade des Guru lernt, wird von aller Sünde befreit werden und Moksha genießen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: pratiṣṭhitaḥ – etabliert; maheśvaraḥ – o großer Herr, o Maheshvara; prītyā – aus Zuneigung, Liebe, Wohlwollen; prokto – prokto; tasya – bei ihm; sarve – alle; paraḥ – erhaben, höchst, jenseitig; gataḥ – gelangt; tadā – dann; yaḥ – wer, welcher; yo – yo.
Textabschnitt 15 Shukarahasya Upanishad
oṃ saha nāvavatu || saha nau bhunaktu || saha vīryaṃ karavāvahai ||
Om. Möge das Höchste uns beide beschützen. Möge es uns beide nähren. Mögen wir gemeinsam große Kraft entfalten. Möge unser Studium lichtvoll und fruchtbar sein. Mögen wir einander nicht ablehnen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: saha vīryaṃ karavāvahai – mögen wir gemeinsam kraftvoll wirken; saha nau bhunaktu – möge er uns beide nähren; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om).
Textabschnitt 16 Shukarahasya Upanishad
tejasvinādhītamastu mā vidviṣāvahai ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Om. Möge das Höchste uns beide beschützen. Möge es uns beide nähren. Mögen wir gemeinsam große Kraft entfalten. Möge unser Studium lichtvoll und fruchtbar sein. Mögen wir einander nicht ablehnen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: mā vidviṣāvahai – mögen wir einander nicht ablehnen; śāntiḥ – Frieden; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om).
Textabschnitt 17 Shukarahasya Upanishad
|| iti śukarahasyopaniṣatsamāptā ||
Hier endet die Sukarahasyopanishad, die zum Krishna-Yajur-Veda gehört.
Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so, damit; kennzeichnet das Ende einer Aussage.
Shukarahasya Upanishad: Datierung, Inhalt und Bedeutung
Name, Einordnung und Überlieferung
Der Name bezeichnet die Lehre über die vier Mahavakyas und ihre kontemplative Erschließung. Als Samanya Vedanta Upanishad verbindet die Schrift upanishadische Befreiungssprache mit Begriffen, Bildern und Praktiken ihrer besonderen Tradition. Die Zuordnung zum Krishna Yajurveda beruht vor allem auf dem Muktika-Kanon und den Kolophonen der späteren Sammlungen; sie bedeutet nicht zwingend, dass der gesamte Text schon zur ältesten Schicht dieses Veda gehörte.
Die Überlieferung ist handschriftlich. Abschnitts- und Verszahlen können deshalb zwischen Ausgaben abweichen, besonders bei Prosateilen, Schlussformeln und eingeschobenen Mantras. Diese Ausgabe gibt den benutzten Text vollständig wieder und gliedert lange Prosa für Übersetzung und Worterklärung in redaktionelle Sinnabschnitte. Solche Zwischenüberschriften sind keine vorgetäuschten alten Verszahlen.
Datierung
Die genaue Entstehungszeit ist nicht gesichert. Sprache, Systematisierung und Stellung im Muktika-Kanon sprechen für eine jüngere Upanishad, deren überlieferte Gestalt wahrscheinlich im ersten Jahrtausend n. Chr. oder im frühen Mittelalter gewachsen ist. Datierungen von Neben-Upanishaden sind grundsätzlich Näherungen: Ein alter Lehrgedanke, die erhaltene sprachliche Fassung und der Zeitpunkt der Aufnahme in eine Sammlung können verschiedenen Epochen angehören.
Aufbau und Inhalt
Der Text entfaltet Unterweisung Shukas durch Vyasa und Shiva; Prajnanam Brahma, Aham Brahmasmi, Tat Tvam Asi und Ayam Atma Brahma. Seine Bewegung führt von sichtbaren Formen, kosmologischen Zuordnungen oder Regeln immer wieder zur Frage nach dem tragenden Bewusstsein. Selbst dort, wo Ritual, Gottheit oder Mantra im Vordergrund stehen, zielt die upanishadische Deutung auf eine Umwandlung des Erkennenden.
Für die Lektüre ist es hilfreich, drei Ebenen auseinanderzuhalten: Erstens die wörtliche historische Vorschrift oder Erzählung, zweitens ihre symbolische und meditative Bedeutung und drittens die philosophische Aussage über Atman, Brahman und Befreiung. Nicht jede Passage beansprucht auf allen drei Ebenen dieselbe Art von Wahrheit.
Philosophische Kernlehre
Die zentrale Perspektive lautet: die vier Mahavakyas und ihre kontemplative Erschließung. Die wechselnden Erfahrungen, Namen und Formen sind nicht das letzte Maß des Menschen. Freiheit entsteht, wenn Identifikation, Unwissenheit und zwanghafte Anhaftung durch klare Erkenntnis, Sammlung und eine gereifte Lebensführung durchschaut werden.
Diese Lehre darf nicht als bloße Behauptung „Alles ist eins“ missverstanden werden. Die Upanishaden verbinden Einsicht mit Disziplin: Der Geist soll wahrhaftig, ruhig und fein werden. Erst dann wird Nichtdualität zu gelebter Freiheit statt zu einem abstrakten Gedanken.

Beziehungen zu anderen Schriften
Thematisch steht die Shukarahasya Upanishad besonders neben Niralamba Upanishad, Vajrasuchi Upanishad, Sarvasara Upanishad, Atmabodha Upanishad, Mantrika Upanishad, Subala Upanishad, Kaushitaki Brahmana Upanishad. Gemeinsame Motive können wörtliche Übernahmen, geteilte mündliche Traditionen oder spätere Neuinterpretationen älterer Verse anzeigen. Ähnlichkeit allein beweist jedoch keine eindeutige chronologische Abhängigkeit.
Die Bhagavad Gita verbindet ebenfalls Erkenntnis, Hingabe und Handeln; das Yoga Sutra beschreibt die Sammlung des Geistes mit einer anderen systematischen Sprache. Ein Vergleich macht sichtbar, was allen Wegen gemeinsam ist und wo die Shukarahasya Upanishad einen eigenen Akzent setzt.
Bedeutung für die Tradition
Für die zugehörige Tradition legitimiert die Schrift Praxis nicht nur durch Vorschrift, sondern durch eine Sicht des Menschen und des Kosmos. Die im Text behandelten Themen – Unterweisung Shukas durch Vyasa und Shiva; Prajnanam Brahma, Aham Brahmasmi, Tat Tvam Asi und Ayam Atma Brahma – erhalten dabei einen gemeinsamen inneren Bezug. Ritual und Symbol gewinnen ihren tiefsten Sinn, wenn sie Erinnerung, Sammlung, Selbsthingabe und Erkenntnis fördern.
Historisch war die Unterweisung häufig in eine Guru-Schüler-Beziehung eingebettet. Das gilt besonders für Bija-Mantras, Nyasa, Gelübde, intensive Atemmethoden oder weitreichende Formen der Entsagung. Die schriftliche Überlieferung bewahrt die Lehre; sie ersetzt nicht in jedem Fall die persönliche Anleitung.
Bedeutung für heutige Yoga Aspiranten
Der moderne Yoga Aspirant kann die Schrift fruchtbar lesen, ohne jedes vormoderne Weltbild wörtlich übernehmen zu müssen. Er kann fragen: Welche Form von Unwissenheit wird hier beschrieben? Welche Haltung reinigt den Geist? Wie werden Körper, Atem, Gefühl, Denken und Bewusstsein miteinander verbunden? Und woran zeigt sich Befreiung im Umgang mit anderen Menschen?
Praktisch bedeutet dies: kurze Passagen regelmäßig studieren, zentrale Begriffe nachschlagen, die Lehre in stiller Meditation prüfen und ihre ethische Wirkung beobachten. Wachsende Geduld, Wahrhaftigkeit, Mitgefühl und Freiheit von zwanghaftem Begehren sind verlässlichere Zeichen als Visionen, Titel oder außergewöhnliche Erlebnisse.
Bedeutung für Yogalehrer und spirituelle Begleiter
Für Yogalehrer ist die Shukarahasya Upanishad eine Erinnerung an sorgfältige Kontextualisierung. Ein Lehrer sollte zwischen Textaussage, traditioneller Kommentierung, persönlicher Erfahrung und überprüfbaren körperlichen Wirkungen unterscheiden. Er sollte schwierige soziale, medizinische oder sektarische Aussagen weder verschweigen noch unkritisch bestätigen.
Ein verantwortlicher Lehrer führt nicht in Abhängigkeit. Er hilft Lernenden, Schrift, Vernunft, Gewissen und eigene Erfahrung miteinander ins Gespräch zu bringen. Wo Übungen Risiken bergen oder eine Einweihung voraussetzen, gehören klare Grenzen zur spirituellen Redlichkeit.
Bleibende Botschaft
Die bleibende Einladung der Shukarahasya Upanishad besteht in der vertieften Auseinandersetzung mit ihrem Kernanliegen: die vier Mahavakyas und ihre kontemplative Erschließung. Formen können verschieden sein; das Ziel ist eine Freiheit, die den ganzen Menschen verwandelt. Erkenntnis wird dann lebendig, wenn sie das Herz weitet, den Geist klärt und das tägliche Handeln wahrhaftiger macht.
Shukarahasya Upanishad – vollständiger Text in Devanagari
प्रज्ञानादिमहावाक्यरहस्यादिकलेवरम् ।
विकलेवरकैवल्यं त्रिपाद्राममहं भजे ॥
ॐ सह नाववतु ॥ सह नौ भुनक्तु ॥ सह वीर्यं करवावहै ॥
तेजस्विनावधीतमस्तु मा विद्विषावहै ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
अथातो रहस्योपनिषदं व्याख्यास्यामो देवर्षयो
ब्रह्माणं सम्पूज्य प्रणिपत्य पप्रच्छुर्भगवन्नस्माकं
रहस्योपनिषदं ब्रूहीति । सोऽब्रवीत् ।
पुरा व्यासो महातेजाः सर्ववेदतपोनिधिः ।
प्रणिपत्य शिवं साम्बं कृताञ्जलिरुवाच ह ॥ १॥
श्रीवेदव्यास उवाच ।
देवदेव महाप्राज्ञ पाशच्छेददृढव्रत ।
शुकस्य मम पुत्रस्य वेदसंस्कारकर्मणि ॥ २॥
ब्रह्मोपदेशकालोऽयमिदानीं समुपस्थितः ।
ब्रह्मोपदेशः कर्तव्यो भवताद्य जगद्गुरो ॥ ३॥
ईश्वर उवाच ।
मयोपदिष्टे कैवल्ये साक्षाद्ब्रह्मणि शाश्वते ।
विहाय पुत्रो निर्वेदात्प्रकाशं यास्यति स्वयम् ॥ ४॥
श्रीवेदव्यास उवाच ।
यथा तथा वा भवतु ह्युपनायनकर्मणि ।
उपदिष्टे मम सुते ब्रह्मणि त्वत्प्रसादतः ॥ ५॥
सर्वज्ञो भवतु क्षिप्रं मम पुत्रो महेश्वर ।
तव प्रसादसम्पन्नो लभेन्मुक्तिं चतुर्विधाम् ॥ ६॥
तच्छृत्वा व्यासवचनं सर्वदेवर्षिसंसदि ।
उपदेष्टुं स्थितः शम्भुः साम्बो दिव्यासने मुदा ॥ ७॥
कृतकृत्यः शुकस्तत्र समागत्य सुभक्तिमान् ।
तस्मात्स प्रणवं लब्ध्वा पुनरित्यब्रवीच्छिवम् ॥ ८॥
श्रीशुक उवाच ।
देवादिदेव सर्वज्ञ सच्चिदानन्द लक्षण ।
उमारमण भूतेश प्रसीद करुणानिधे ॥ ९॥
उपदिष्टं परब्रह्म प्रणवान्तर्गतं परम् ।
तत्त्वमस्यादिवाक्यानां प्रज्ञादीनां विशेषतः ॥ १०॥
श्रोतुमिच्छामि तत्त्वेन षडङ्गानि यथाक्रमम् ।
वक्तव्यानि रहस्यानि कृपयाद्य सदाशिव ॥ ११॥
श्रीसदाशिव उवाच ।
साधु साधु महाप्राज्ञ शुक ज्ञाननिधे मुने ।
प्रष्टव्यं तु त्वया पृष्टं रहस्यं वेदगर्भितम् ॥ १२॥
रहस्योपनिषन्नाम्ना सषडङ्गमिहोच्यते ।
यस्य विज्ञानमात्रेण मोक्षः साक्षान्न संशयः ॥ १३॥
अङ्गहीनानि वाक्यानि गुरुर्नोपदिशेत्पुनः ।
सषडङ्गान्युपदिशेन्महावाक्यानि कृत्स्नशः ॥ १४॥
चतुर्णामपि वेदानां यथोपनिषदः शिरः ।
इयं रहस्योपनिषत्तथोपनिषदां शिरः ॥ १५॥
रहस्योपनिषद्ब्रह्म ध्यातं येन विपश्चिता ।
तीर्थैर्मन्त्रैः श्रुतैर्जप्यैस्तस्य किं पुण्यहेतुभिः ॥ १६॥
वाक्यार्थस्य विचारेण यदाप्नोति शरच्छतम् ।
एकवारजपेनैव ऋष्यादिध्यानतश्च यत् ॥ १७॥
ॐ अस्य श्रीमहावाक्यमहामन्त्रस्य हंस ऋषिः ।
अव्यक्तगायत्री छन्दः । परमहंसो देवता ।
हं बीजम् । सः शक्तिः । सोऽहं कीलकम् ।
मम परमहंसप्रीत्यर्थे महावाक्यजपे विनियोगः ।
सत्यं ज्ञानमनन्तं ब्रह्म अङ्गुष्ठाभ्यां नमः ।
नित्यानन्दो ब्रह्म तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
नित्यानन्दमयं ब्रह्म मध्यमाभ्यां वषट् ।
यो वै भूमा अनामिकाभ्यां हुम् ।
यो वै भूमादिपतिः कनिष्ठिकाभ्यां वौषट् ।
एकमेवाद्वितीयं ब्रह्म करतलकरपृष्ठाभ्यां फट् ॥
सत्यं ज्ञानमनन्तं ब्रह्म हृदयाय नमः ।
नित्यानन्दो ब्रह्म शिरसे स्वाहा ।
नित्यानन्दमयं ब्रह्म शिखायै वषट् ।
यो वै भूमा कवचाय हुम् ।
यो वै भूमाधिपतिः नेत्रत्रयाय वौषट् ।
एकमेवाद्वितीयं ब्रह्म अस्त्राय फट् ।
भूर्भुवःसुवरोमिति दिग्बन्धः ।
ध्यानम् ।
नित्यानन्दं परमसुखदं केवलं ज्ञानमूर्तिं
विश्वातीतं गगनसदृशं तत्त्वमस्यादिलक्ष्यम् ॥
एकं नित्यं विमलमचलं सर्वधीसाक्षिभूतं
भावातीतं त्रिगुणरहितं सद्गुरुं तं नमामि ॥ १॥
अथ महावाक्यानि चत्वारि । यथा ।
ॐ प्रज्ञानं ब्रह्म ॥ १॥
ॐ अहं ब्रह्मास्मि ॥ २॥
ॐ तत्त्वमसि ॥ ३॥
ॐ अयमात्मा ब्रह्म ॥ ४॥
तत्त्वमसीत्यभेदवाचकमिदं ये जपन्ति
ते शिवस्सायुज्यमुक्तिभाजो भवन्ति ॥
तत्पदमहामन्त्रस्य । परमहंसः ऋषिः ।
अव्यक्तगायत्री छन्दः । परमहंसो देवता ।
हं बीजम् । सः शक्तिः । सोऽहं कीलकम् ।
मम सायुज्यमुक्त्यर्थे जपे विनियोगः ।
तत्पुरुषाय अङ्गुष्ठाभ्यां नमः ।
ईशानाय तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
अघोराय मध्यमाभ्यां वषट्
सद्योजाताय अनामिकाभ्यां हुम् ।
वामदेवाय कनिष्ठिकाभ्यां वौषट् ।
तत्पुरुषेशानाघोरसद्योजातवामदेवेभ्यो
नमः करतलकरपृष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादिन्यासः ।
भूर्भुवःसुवरोमिति दिग्बन्धः ॥
ध्यानम् ।
ज्ञानं ज्ञेयं ज्ञानगम्यादितीतं
शुद्धं बुद्धं मुक्तमप्यव्ययं च ।
सत्यं ज्ञानं सच्चिदानन्दरूपं
ध्यायेदेवं तन्महोभ्राजमानम् ॥
त्वंपद महामन्त्रस्य विष्णुरृषिः ।
गायत्री छन्दः । परमात्मा देवता ।
ऐं बीजम् । क्लीं शक्तिः । सौः कीलकम् ।
मम मुक्त्यर्थे जपे विनियोगः ।
वासुदेवाय अङ्गुष्ठाभ्यां नमः ।
सङ्कर्षणाय तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
प्रद्युम्नाय मध्यमाभ्यां वषट् ।
अनिरुद्धाय अनामिकाभ्यां हुम् ।
वासुदेवाय कनिष्ठिकाभ्यां वौषट् ।
वासुदेवसङ्कर्षणप्रद्युम्नानिरुद्धेभ्यः
करतलकरपृष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादिन्यासः ।
भूर्भुवःसुवरोमिति दिग्बन्धः ॥
ध्यानम् ॥
जीवत्वं सर्वभूतानां सर्वत्राखण्डविग्रहम् ।
चित्ताहङ्कारयन्तारं जीवाख्यं त्वंपदं भजे ।
असिपदमहामन्त्रस्य मन ऋषिः ।
गायत्री छन्दः । अर्धनारीश्वरो देवता ।
अव्यक्तादिर्बीजम् । नृसिंहः शक्तिः ।
परमात्मा कीलकम् । जीवब्रह्मैक्यार्थे जपे विनियोगः ।
पृथ्वीद्व्यणुकाय अङ्गुष्ठाभ्यां नमः ।
अब्द्व्यणुकाय तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
तेजोद्व्यणुकाय मध्यमाभ्यां वषट् ।
वायुद्व्यणुकाय अनामिकाभ्यं हुम् ।
आकाशद्व्यणुकाय कनिष्ठिकाभ्यां वौषट् ।
पृथिव्यप्तेजोवाय्वाकाशद्व्यणुकेभ्यः
करतलकरपृष्ठाभ्यां फट् ।
भूर्भुवःसुवरोमिति दिग्बन्धः ॥
ध्यानम् ॥
जीवो ब्रह्मेति वाक्यार्थं यावदस्ति मनःस्थितिः ।
ऐक्यं तत्त्वं लये कुर्वन्ध्यायेदसिपदं सदा ॥
एवं महावाक्यषडङ्गान्युक्तानि ॥
अथ रहस्योपनिषद्विभागशो वाक्यार्थश्लोकाः प्रोच्यन्ते ॥
येनेक्षते शृणोतीदं जिघ्रति व्याकरोति च ।
स्वाद्वस्वादु विजानाति तत्प्रज्ञानमुदीरितम् ॥ १॥
चतुर्मुखेन्द्रदेवेषु मनुष्याश्वगवादिषु ।
चैतन्यमेकं ब्रह्मातः प्रज्ञानं ब्रह्म मय्यपि ॥ २॥
परिपूर्णः परात्मास्मिन्देहे विद्याधिकारिणि ।
बुद्धेः साक्षितया स्थित्वा स्फुरन्नहमितीर्यते ॥ ३॥
स्वतः पूर्णः परात्मात्र ब्रह्मशब्देन वर्णितः ।
अस्मीत्यैक्यपरामर्शस्तेन ब्रह्म भवाम्यहम् ॥ ४॥
एकमेवाद्वितीयं सन्नामरूपविवर्जितम् ।
सृष्टेः पुराधुनाप्यस्य तादृक्त्वं तदितीर्यते ॥ ५॥
श्रोतुर्देहेन्द्रियातीतं वस्त्वत्र त्वंपदेरितम् ।
एकता ग्राह्यतेऽसीति तदैक्यमनुभूयताम् ॥ ६॥
स्वप्रकाशापरोक्षत्वमयमित्युक्तितो मतम् ।
अहङ्कारादिदेहान्तं प्रत्यगात्मेति गीयते ॥ ७॥
दृश्यमानस्य सर्वस्य जगतस्तत्त्वमीर्यते ।
ब्रह्मशब्देन तद्ब्रह्म स्वप्रकाशात्मरूपकम् ॥ ८॥
अनात्मदृष्टेरविवेकनिद्रा-
महं मम स्वप्नगतिं गतोऽहम् ।
स्वरूपसूर्येऽभ्युदिते स्फुटोक्ते-
र्गुरोर्महावाक्यपदैः प्रबुद्धः ॥ ९॥
वाच्यं लक्ष्यमिति द्विधार्थसरणीवाच्यस्य हि त्वंपदे
वाच्यं भौतिकमिन्द्रियादिरपि यल्लक्ष्यं त्वमर्थश्च सः ।
वाच्यं तत्पदमीशताकृतमतिर्लक्ष्यं तु सच्चित्सुखा-
नन्दब्रह्मतदर्थ एष च तयोरैक्यं त्वसीदं पदम् ॥ १०॥
त्वमिति तदिति कार्ये कारणे सत्युपाधौ
द्वितयमितरथैकं सच्चिदानन्दरूपम् ।
उभयवचनहेतु देशकालौ च हित्वा
जगति भवति सोयं देवदत्तो यथैकः ॥ ११॥
कार्योपाधिरयं जीवः कारणोपाधिरीश्वरः ।
कार्यकारणतां हित्वा पूर्णबोधोऽवशिष्यते ॥ १२॥
श्रवणं तु गुरोः पूर्वं मननं तदनन्तरम् ।
निदिध्यासनमित्येतत्पूर्णबोधस्य कारणम् ॥ १३॥
अन्यविद्यापरिज्ञानमवश्यं नश्वरं भवेत् ।
ब्रह्मविद्यापरिज्ञानं ब्रह्मप्राप्तिकरं स्थितम् ॥ १४॥
महावाक्यान्युपदिशेत्सषडङ्गानि देशिकः ।
केवलं न हि वाक्यानि ब्रह्मणो वचनं यथा ,, १५॥
ईश्वर उवाच ।
एवमुक्त्वा मुनिश्रेष्ठ रहस्योपनिषच्छुक ।
मया पित्रानुनीतेन व्यासेन ब्रह्मवादिना ॥ १६॥
ततो ब्रह्मोपदिष्टं वै सच्चिदानन्दलक्षणम् ।
जीवन्मुक्तः सदा ध्यायन्नित्यस्त्वं विहरिष्यसि ॥ १७॥
यो वेदादौ स्वरः प्रोक्तो वेदान्ते च प्रतिष्ठितः ।
तस्य प्रकृतिलीनस्य यः परः स महेश्वरः ॥ १८॥
उपदिष्टः शिवेनेति जगत्तन्मयतां गतः ।
उत्थाय प्रणिपत्येशं त्यक्ताशेषरिग्रहः ॥ १९॥
परब्रह्मपयोराशौ प्लवन्निव ययौ तदा ।
प्रव्रजन्तं तमालोक्य कृष्णद्वैपायनो मुनिः ॥ २०॥
अनुव्रजन्नाजुहाव पुत्रविश्लेषकातरः ।
प्रतिनेदुस्तदा सर्वे जगत्स्थावरजङ्गमाः ॥ २१॥
तच्छृत्वा सकलाकारं व्यासः सत्यवतीसुतः ।
पुत्रेण सहितः प्रीत्या परानन्दमुपेयिवान् ॥ २२॥
यो रहस्योपनिषदमधीते गुर्वनुग्रहात् ।
सर्वपापविनिर्मुक्तः साक्षात्कैवल्यमश्नुते
साक्षात्कैवल्यमश्नुत इत्युपनिषत् ॥
ॐ सह नाववतु ॥ सह नौ भुनक्तु ॥ सह वीर्यं करवावहै ॥
तेजस्विनाधीतमस्तु मा विद्विषावहै ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
॥ इति शुकरहस्योपनिषत्समाप्ता ॥
Shukarahasya Upanishad – vollständiger Text in IAST
prajñānādimahāvākyarahasyādikalevaram |
vikalevarakaivalyaṃ tripādrāmamahaṃ bhaje ||
oṃ saha nāvavatu || saha nau bhunaktu || saha vīryaṃ karavāvahai ||
tejasvināvadhītamastu mā vidviṣāvahai ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
athāto rahasyopaniṣadaṃ vyākhyāsyāmo devarṣayo
brahmāṇaṃ sampūjya praṇipatya papracchurbhagavannasmākaṃ
rahasyopaniṣadaṃ brūhīti | so'bravīt |
purā vyāso mahātejāḥ sarvavedataponidhiḥ |
praṇipatya śivaṃ sāmbaṃ kṛtāñjaliruvāca ha || 1 ||
śrīvedavyāsa uvāca |
devadeva mahāprājña pāśacchedadṛḍhavrata |
śukasya mama putrasya vedasaṃskārakarmaṇi || 2 ||
brahmopadeśakālo'yamidānīṃ samupasthitaḥ |
brahmopadeśaḥ kartavyo bhavatādya jagadguro || 3 ||
īśvara uvāca |
mayopadiṣṭe kaivalye sākṣādbrahmaṇi śāśvate |
vihāya putro nirvedātprakāśaṃ yāsyati svayam || 4 ||
śrīvedavyāsa uvāca |
yathā tathā vā bhavatu hyupanāyanakarmaṇi |
upadiṣṭe mama sute brahmaṇi tvatprasādataḥ || 5 ||
sarvajño bhavatu kṣipraṃ mama putro maheśvara |
tava prasādasampanno labhenmuktiṃ caturvidhām || 6 ||
tacchṛtvā vyāsavacanaṃ sarvadevarṣisaṃsadi |
upadeṣṭuṃ sthitaḥ śambhuḥ sāmbo divyāsane mudā || 7 ||
kṛtakṛtyaḥ śukastatra samāgatya subhaktimān |
tasmātsa praṇavaṃ labdhvā punarityabravīcchivam || 8 ||
śrīśuka uvāca |
devādideva sarvajña saccidānanda lakṣaṇa |
umāramaṇa bhūteśa prasīda karuṇānidhe || 9 ||
upadiṣṭaṃ parabrahma praṇavāntargataṃ param |
tattvamasyādivākyānāṃ prajñādīnāṃ viśeṣataḥ || 10 ||
śrotumicchāmi tattvena ṣaḍaṅgāni yathākramam |
vaktavyāni rahasyāni kṛpayādya sadāśiva || 11 ||
śrīsadāśiva uvāca |
sādhu sādhu mahāprājña śuka jñānanidhe mune |
praṣṭavyaṃ tu tvayā pṛṣṭaṃ rahasyaṃ vedagarbhitam || 12 ||
rahasyopaniṣannāmnā saṣaḍaṅgamihocyate |
yasya vijñānamātreṇa mokṣaḥ sākṣānna saṃśayaḥ || 13 ||
aṅgahīnāni vākyāni gururnopadiśetpunaḥ |
saṣaḍaṅgānyupadiśenmahāvākyāni kṛtsnaśaḥ || 14 ||
caturṇāmapi vedānāṃ yathopaniṣadaḥ śiraḥ |
iyaṃ rahasyopaniṣattathopaniṣadāṃ śiraḥ || 15 ||
rahasyopaniṣadbrahma dhyātaṃ yena vipaścitā |
tīrthairmantraiḥ śrutairjapyaistasya kiṃ puṇyahetubhiḥ || 16 ||
vākyārthasya vicāreṇa yadāpnoti śaracchatam |
ekavārajapenaiva ṛṣyādidhyānataśca yat || 17 ||
oṃ asya śrīmahāvākyamahāmantrasya haṃsa ṛṣiḥ |
avyaktagāyatrī chandaḥ | paramahaṃso devatā |
haṃ bījam | saḥ śaktiḥ | so'haṃ kīlakam |
mama paramahaṃsaprītyarthe mahāvākyajape viniyogaḥ |
satyaṃ jñānamanantaṃ brahma aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
nityānando brahma tarjanībhyāṃ svāhā |
nityānandamayaṃ brahma madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
yo vai bhūmā anāmikābhyāṃ hum |
yo vai bhūmādipatiḥ kaniṣṭhikābhyāṃ vauṣaṭ |
ekamevādvitīyaṃ brahma karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ ||
satyaṃ jñānamanantaṃ brahma hṛdayāya namaḥ |
nityānando brahma śirase svāhā |
nityānandamayaṃ brahma śikhāyai vaṣaṭ |
yo vai bhūmā kavacāya hum |
yo vai bhūmādhipatiḥ netratrayāya vauṣaṭ |
ekamevādvitīyaṃ brahma astrāya phaṭ |
bhūrbhuvaḥsuvaromiti digbandhaḥ |
dhyānam |
nityānandaṃ paramasukhadaṃ kevalaṃ jñānamūrtiṃ
viśvātītaṃ gaganasadṛśaṃ tattvamasyādilakṣyam ||
ekaṃ nityaṃ vimalamacalaṃ sarvadhīsākṣibhūtaṃ
bhāvātītaṃ triguṇarahitaṃ sadguruṃ taṃ namāmi || 1 ||
atha mahāvākyāni catvāri | yathā |
oṃ prajñānaṃ brahma || 1 ||
oṃ ahaṃ brahmāsmi || 2 ||
oṃ tattvamasi || 3 ||
oṃ ayamātmā brahma || 4 ||
tattvamasītyabhedavācakamidaṃ ye japanti
te śivassāyujyamuktibhājo bhavanti ||
tatpadamahāmantrasya | paramahaṃsaḥ ṛṣiḥ |
avyaktagāyatrī chandaḥ | paramahaṃso devatā |
haṃ bījam | saḥ śaktiḥ | so'haṃ kīlakam |
mama sāyujyamuktyarthe jape viniyogaḥ |
tatpuruṣāya aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
īśānāya tarjanībhyāṃ svāhā |
aghorāya madhyamābhyāṃ vaṣaṭ
sadyojātāya anāmikābhyāṃ hum |
vāmadevāya kaniṣṭhikābhyāṃ vauṣaṭ |
tatpuruṣeśānāghorasadyojātavāmadevebhyo
namaḥ karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādinyāsaḥ |
bhūrbhuvaḥsuvaromiti digbandhaḥ ||
dhyānam |
jñānaṃ jñeyaṃ jñānagamyāditītaṃ
śuddhaṃ buddhaṃ muktamapyavyayaṃ ca |
satyaṃ jñānaṃ saccidānandarūpaṃ
dhyāyedevaṃ tanmahobhrājamānam ||
tvaṃpada mahāmantrasya viṣṇurṛṣiḥ |
gāyatrī chandaḥ | paramātmā devatā |
aiṃ bījam | klīṃ śaktiḥ | sauḥ kīlakam |
mama muktyarthe jape viniyogaḥ |
vāsudevāya aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
saṅkarṣaṇāya tarjanībhyāṃ svāhā |
pradyumnāya madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
aniruddhāya anāmikābhyāṃ hum |
vāsudevāya kaniṣṭhikābhyāṃ vauṣaṭ |
vāsudevasaṅkarṣaṇapradyumnāniruddhebhyaḥ
karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādinyāsaḥ |
bhūrbhuvaḥsuvaromiti digbandhaḥ ||
dhyānam ||
jīvatvaṃ sarvabhūtānāṃ sarvatrākhaṇḍavigraham |
cittāhaṅkārayantāraṃ jīvākhyaṃ tvaṃpadaṃ bhaje |
asipadamahāmantrasya mana ṛṣiḥ |
gāyatrī chandaḥ | ardhanārīśvaro devatā |
avyaktādirbījam | nṛsiṃhaḥ śaktiḥ |
paramātmā kīlakam | jīvabrahmaikyārthe jape viniyogaḥ |
pṛthvīdvyaṇukāya aṅguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
abdvyaṇukāya tarjanībhyāṃ svāhā |
tejodvyaṇukāya madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
vāyudvyaṇukāya anāmikābhyaṃ hum |
ākāśadvyaṇukāya kaniṣṭhikābhyāṃ vauṣaṭ |
pṛthivyaptejovāyvākāśadvyaṇukebhyaḥ
karatalakarapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
bhūrbhuvaḥsuvaromiti digbandhaḥ ||
dhyānam ||
jīvo brahmeti vākyārthaṃ yāvadasti manaḥsthitiḥ |
aikyaṃ tattvaṃ laye kurvandhyāyedasipadaṃ sadā ||
evaṃ mahāvākyaṣaḍaṅgānyuktāni ||
atha rahasyopaniṣadvibhāgaśo vākyārthaślokāḥ procyante ||
yenekṣate śṛṇotīdaṃ jighrati vyākaroti ca |
svādvasvādu vijānāti tatprajñānamudīritam || 1 ||
caturmukhendradeveṣu manuṣyāśvagavādiṣu |
caitanyamekaṃ brahmātaḥ prajñānaṃ brahma mayyapi || 2 ||
paripūrṇaḥ parātmāsmindehe vidyādhikāriṇi |
buddheḥ sākṣitayā sthitvā sphurannahamitīryate || 3 ||
svataḥ pūrṇaḥ parātmātra brahmaśabdena varṇitaḥ |
asmītyaikyaparāmarśastena brahma bhavāmyaham || 4 ||
ekamevādvitīyaṃ sannāmarūpavivarjitam |
sṛṣṭeḥ purādhunāpyasya tādṛktvaṃ taditīryate || 5 ||
śroturdehendriyātītaṃ vastvatra tvaṃpaderitam |
ekatā grāhyate'sīti tadaikyamanubhūyatām || 6 ||
svaprakāśāparokṣatvamayamityuktito matam |
ahaṅkārādidehāntaṃ pratyagātmeti gīyate || 7 ||
dṛśyamānasya sarvasya jagatastattvamīryate |
brahmaśabdena tadbrahma svaprakāśātmarūpakam || 8 ||
anātmadṛṣṭeravivekanidrā-
mahaṃ mama svapnagatiṃ gato'ham |
svarūpasūrye'bhyudite sphuṭokte-
rgurormahāvākyapadaiḥ prabuddhaḥ || 9 ||
vācyaṃ lakṣyamiti dvidhārthasaraṇīvācyasya hi tvaṃpade
vācyaṃ bhautikamindriyādirapi yallakṣyaṃ tvamarthaśca saḥ |
vācyaṃ tatpadamīśatākṛtamatirlakṣyaṃ tu saccitsukhā-
nandabrahmatadartha eṣa ca tayoraikyaṃ tvasīdaṃ padam || 10 ||
tvamiti taditi kārye kāraṇe satyupādhau
dvitayamitarathaikaṃ saccidānandarūpam |
ubhayavacanahetu deśakālau ca hitvā
jagati bhavati soyaṃ devadatto yathaikaḥ || 11 ||
kāryopādhirayaṃ jīvaḥ kāraṇopādhirīśvaraḥ |
kāryakāraṇatāṃ hitvā pūrṇabodho'vaśiṣyate || 12 ||
śravaṇaṃ tu guroḥ pūrvaṃ mananaṃ tadanantaram |
nididhyāsanamityetatpūrṇabodhasya kāraṇam || 13 ||
anyavidyāparijñānamavaśyaṃ naśvaraṃ bhavet |
brahmavidyāparijñānaṃ brahmaprāptikaraṃ sthitam || 14 ||
mahāvākyānyupadiśetsaṣaḍaṅgāni deśikaḥ |
kevalaṃ na hi vākyāni brahmaṇo vacanaṃ yathā ,, 15||
īśvara uvāca |
evamuktvā muniśreṣṭha rahasyopaniṣacchuka |
mayā pitrānunītena vyāsena brahmavādinā || 16 ||
tato brahmopadiṣṭaṃ vai saccidānandalakṣaṇam |
jīvanmuktaḥ sadā dhyāyannityastvaṃ vihariṣyasi || 17 ||
yo vedādau svaraḥ prokto vedānte ca pratiṣṭhitaḥ |
tasya prakṛtilīnasya yaḥ paraḥ sa maheśvaraḥ || 18 ||
upadiṣṭaḥ śiveneti jagattanmayatāṃ gataḥ |
utthāya praṇipatyeśaṃ tyaktāśeṣarigrahaḥ || 19 ||
parabrahmapayorāśau plavanniva yayau tadā |
pravrajantaṃ tamālokya kṛṣṇadvaipāyano muniḥ || 20 ||
anuvrajannājuhāva putraviśleṣakātaraḥ |
pratinedustadā sarve jagatsthāvarajaṅgamāḥ || 21 ||
tacchṛtvā sakalākāraṃ vyāsaḥ satyavatīsutaḥ |
putreṇa sahitaḥ prītyā parānandamupeyivān || 22 ||
yo rahasyopaniṣadamadhīte gurvanugrahāt |
sarvapāpavinirmuktaḥ sākṣātkaivalyamaśnute
sākṣātkaivalyamaśnuta ityupaniṣat ||
oṃ saha nāvavatu || saha nau bhunaktu || saha vīryaṃ karavāvahai ||
tejasvinādhītamastu mā vidviṣāvahai ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
|| iti śukarahasyopaniṣatsamāptā ||
Shukarahasya Upanishad – vollständige gut verständliche deutsche Übersetzung
Om. Möge das Höchste uns beide beschützen. Möge es uns beide nähren. Mögen wir gemeinsam große Kraft entfalten. Möge unser Studium lichtvoll und fruchtbar sein. Mögen wir einander nicht ablehnen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
1–19. Jetzt erklären wir den Rahasya Upanishad: die göttlichen Weisen, die Brahma anbeteten, fragten: Herr, sag uns den Rahasya Upanishad. Er sagte: 'In der Vergangenheit fragten der Schatz aller Veden und die Buße Shiva: O Herr großer Weisheit, der fest gelobt hat, die Knechtschaft (des Lebens) zu brechen. Die Zeit ist gekommen, meinem Sohn Suka die Initiation in das Sakrament von Veda zu geben'.. Shiva sagte: "Wenn der einzige Brahman von mir gegeben wird, wird dein Sohn von selbst gehen, nachdem er sich losgelöst hat." Vyasa sagte: „Wie dem auch sei, im Upanayana, wenn Brahman vermittelt wird, möge mein Sohn sehr schnell allwissend werden und die vier Arten von Moksha erhalten. Shiva, der dies hörte, saß in einem göttlichen Sitz, um Unterweisung zu geben. Suka, der Glückliche, kam mit Hingabe dorthin und bekam den Pranava, sprach wieder zu Shiva. Suka-Hilfe: "Zuerst unter den Göttern, allwissend, sei erfreut. Das höchste Brahman, das Om innewohnt, wurde vermittelt; der besondere Sinn "Dass Du bist" usw., mit den sechs Gliedern, möchte ich hören". Shiva sagte: Weil sagte: O Schatz des Wissens, du hast um das wünschenswerte, das Geheimnis der vedischen Texte gebeten, genannt Rahasyopanishad mit den sechs Teilen, wissend, welcher direkt freigegeben werden soll. Für den Weisen, der über Brahman meditiert, sind heilige Orte, vedische Riten und Mantras nutzlos. Man gewinnt hundert Jahre des Lebens, meditiert den Sinn der wichtigsten Texte. Das gleiche wird gewonnen, wenn man dies einmal ausspricht.
20. Om, für dieses Mantra ist Hamsa das Rishi, unmanifestiertes Gayatri ist der Meter, Gottheit ist Paramahamsa, Hamsa ist der Samen, Sama-Veda ist die Kraft. 'Ich bin Das' ist die Nadel. Seine Anwendung ist im Kontext des Aussprechens des Haupttextes, um die Gnade des Paramahamsa zu sichern. 'Wahrheit, Wissen, Unendlichkeit ist Brahman. Verbeuge dich vor den Daumen, 'Ewige Freude ist Brahman' - Svaha zu den Zeigefingern. 'Brahman ist ewige Freude, meistens' - Vasat bis zu den Mittelfingern. 'Das, was die Fülle ist' - Hum zu den Ringfingern. 'Der Herr der Fülle' - Vasat zu den kleinen Fingern. 'Eins und Nicht-Dual ist Brahman. Phat' innerhalb und außerhalb der Palmen. 'Wahrheit, Wissen, Unendlichkeit ist Brahman' - Phat innerhalb und außerhalb der Palme. 'Wahrheit, Wissen, Unendlichkeit ist Brahman - beuge dich vor dem Herzen'. "Ewige Glückseligkeit ist Brahman" - Svaha zum Kopf - Vasat zum Haargeflecht. "Das, was Fülle ist" - Hum zur Rüstung - Vausat zu den drei Augen. "Ein und nicht-dual Brahman" - Phat zur Schutzwaffe. Die Erde, alte Region, Himmel, Om, das ist die Verbindung des Raumes..
21–22. Meditation: Ich verneige mich vor dem edlen Lehrer, jenseits des Werdens und der drei Gunas, eins, ewig, heilig, Zeuge von krankem Wissen, Geber von Glückseligkeit, jenseits der Welt, himmelähnlich und Zweck wichtiger Texte. (1) Bewusstsein ist Brahman. (2) Ich bin Brahman. (3) Dass du bist und. (4) Dieses Selbst ist Brahman. Diejenigen, die die Aussage der Identität rezitieren, werden in Sayujya (Identität) befreit.
23–24. Von der großen Beschwörung 'Tat' ist der Seher Hamsa, unmanifestierter Gayatri ist der Meter. Paramahamsa die Gottheit; Hamsa der Samen; Sama-Veda, Macht; So'ham ist die Nadel; Anwendung ist die Meditation für meine Befreiung. Verbeugen Sie sich vor den Daumen, vor diesem Aspiranten Svaha zu Isana, den Zeigefingern, Vasat zu Aghora die Mittelfinger, zu Sadyojata, den Ringfingern, summen; zu Vamadeva, den kleinen Fingern Vausat; zu diesem Geist, Isana, Aghora usw. Phat.. Meditation: Meditiere über dieses leuchtende Licht als Wissen und seine Objekte und was jenseits von beiden ist, makellos, wach, frei und unvergänglich.
25–26. Vom Gesang von 'Tvam' ist Vishnu der Seher, Gayatri ist der Meter, das höchste Selbst die Gottheit, 'Ziel' der Same, 'Klim' die Kraft, 'sauh' die Nadel, Anwendung ist die Wiederholung für meine Befreiung. Verbeugen Sie sich vor Vasudeva, zu den Daumen: Svaha zu Samkarsana, die Zeigefinger; Vasat zu Pradyumna, die Mittelfinger; Hum zu Aniruddha, die Ringfinger; Vausat zu Vasudeva, dem kleinen Finger; Phat zu Vasudeva und anderen. Meditation: Ich verehre das Wort "Du", den Jiva-Zustand, in allen Lebewesen, überall, unparteiische Form, Kontrolleur des Geistes und Egoismus.
27. Für 'Asi' ist der Seher Manah, Meter Gayatri, Gottheit Ardhanarishvara, Samen ist Avyaktadi, Macht ist Nrisimha, Stift ist höchstes Selbst. Anwendung ist Wiederholung zur Identifizierung von Jiva und Brahman. Ich verbeuge mich vor den Daumen, der Dyade der Erde; Svaha bis zum Zeigefinger, der Dyade des Wassers. Vasat bis zu den Mittelfingern, der Dyade des Feuers; Hum bis zu den Ringfingern, der Dyade der Luft; Vausat für die kleinen Finger, die Dyade des Äthers; Phat für die Vorder- und Rückseite der Hand, die Dyade der Erde usw. So auch die Weihe des Herzens. Bhuh, Bhuvah, Svah, Om.
28–29. Meditation: "Meditiere immer über Asi, du bist. Ziel bei der Verschmelzung von Jiva in diesem, solange der Geist wohnt auf dem Zweck" So wurden die sechs Glieder der wichtigsten Texte.
30–38. Nun, nach der Klassifizierung der mystischen Lehren sind die Verse auf den Inhalt.. Prajnana ist das, wodurch man hier alle Gegenstände sieht, hört, riecht und klar macht, angenehm und unangenehm, wodurch man weiß. Im viergesichtigen Brahman, Indra und Devas, Menschen, Pferde, Kühe, etc. ist Geist ein Brahman - so ist auch in mir Prajnana Brahman. In diesem Körper bleibt das Sein Zeuge des Intellekts und wird I genannt. Das Sein, das in sich selbst voll ist, wird als Brahman beschrieben, mit Asmi bezeichnet. Ich bin Brahman. Das Wesen, eins ohne eine Sekunde, ohne Name und Form vor der Schöpfung und sogar jetzt wird Das genannt. Das Wesen, das Du hier jenseits der Sinne, verstanden als Eins, genannt wirst. Lass diese Einheit erfahren werden. Das innere Selbst, vom Ego bis zum Körper, wird dies (ayam) genannt, weil es selbstleuchtend ist und sich innig verwirklicht. Die Wahrheit des Universums wird von allem, was durch das Wort Brahman gesehen wird, ausgedrückt.
39. Ich war im Zustand des Traums von T und "Meine" wegen der Abwesenheit der Vision des Geistes. Aber ich wurde erweckt, als die Sonne meiner eigenen Natur durch die Haupttexte aufging, die klar durch die Wahrnehmung gesprochen wurden.
40–42. Sinne haben zwei Wege: ausgedrückt und impliziert. In 'Tattvam Asi' ist die ausgedrückte Bedeutung die Sinne usw., die elementar sind, und das implizierte ist 'Er' in 'du' (Tvam), in dem Wort Tat ist der ausgedrückte Sinn Herrschaft usw., das implizierte ist das höchste Wesen, das Sat, Chit und Ananda ist. 'Asi' identifiziert diese beiden. Tvam und Tad bedeuten Wirkung und Ursache jeweils, wenn dies der Zusatz ist; ansonsten sind beide die gleichen Sat, Chit und Ananda - die Trennung von Raum und Zeit, die Identität ist, wie in der Welt, in dem Ausdruck "Dies ist, dass Devadatta". Der Jiva hat die Wirkung-Adjunkt, Isa hat Ursache-Adjunkt - wenn beide entfernt werden, bleibt nur das volle Wissen.
43–45. Der Guru sollte die Worte der Upanishad mit den Gliedern unterweisen, nicht nur die Worte - dies sind Brahmas Worte.
46–53. Ishvara sagte: "O Suka, so von mir angewiesen, wie von Vyasa angefordert, werden Sie Jivanmukta werden." Die Svara, die am Anfang von Veda geäußert wird, ist Parameshvara. Suka, der so von Shiva unterrichtet wurde, wurde eins mit dem Universum; Rose, verbeugte sich vor Shiva und gab alle Besitztümer auf, ging weg, als ob sie im Ozean des höchsten Geistes schwimmen würde. Vyasa, sah ihn gehen als Einsiedler, ging nach ihm rufen, von der Trennung betroffen. die ganze Welt hallte ihn. Derjenige, der dies durch die Gnade des Guru lernt, wird von aller Sünde befreit werden und Moksha genießen.
Om. Möge das Höchste uns beide beschützen. Möge es uns beide nähren. Mögen wir gemeinsam große Kraft entfalten. Möge unser Studium lichtvoll und fruchtbar sein. Mögen wir einander nicht ablehnen. Om. Frieden, Frieden, Frieden. Hier endet die Sukarahasyopanishad, die zum Krishna-Yajur-Veda gehört.
Die fünf wichtigsten Empfehlungen der Shukarahasya Upanishad für ernsthafte Aspiranten
1. Mache die zentrale Lehre zur täglichen Kontemplation.
Die Shukarahasya Upanishad richtet den Blick auf die vier Mahavakyas und ihre kontemplative Erschließung. Lies einen kurzen Abschnitt langsam, fasse ihn in einem eigenen Satz zusammen und bleibe danach einige Minuten in der Stille.
2. Studiere Begriffe, aber bleibe nicht bei Begriffen stehen.
Führe ein kleines Studienheft zu Atman, Brahman, Maya und Moksha. Prüfe danach in der Meditation, worauf die Begriffe in deiner Erfahrung verweisen.
3. Übe Sakshi Bhava im Alltag.
Beobachte Gedanken, Gefühle und Rollen als wechselnde Inhalte des Bewusstseins. Das schafft Abstand, ohne Verantwortung zu vermeiden.
4. Verbinde Erkenntnis mit Ethik.
Wahrhaftigkeit, Ahimsa, Maß und Mitgefühl sind keine Nebensache. Sie machen den Geist klar genug für tiefere Einsicht.
5. Lies vergleichend und mit offenem Urteil.
Vergleiche die Aussagen mit älteren Upanishaden, der Bhagavad Gita und lebendiger Lehrerfahrung. Unterscheide poetische Symbolik, historische Weltbilder und unmittelbar prüfbare Praxis.
Literatur und Quellen
- Paul Deussen: Sechzig Upanishad's des Veda. Leipzig 1905. Vergleichsübersetzung für die von Deussen aufgenommenen Texte.
- K. Narayanasvami Aiyar: Thirty Minor Upanishads. Madras 1914.
- T. R. Srinivasa Ayyangar und weitere Übersetzer: Ausgaben der Samanya-, Shaiva-, Shakta-, Vaishnava- und Sannyasa-Upanishaden auf Grundlage des Kommentars von Upanishad Brahma Yogin, Adyar Library.
- Patrick Olivelle: Saṃnyāsa Upaniṣads: Hindu Scriptures on Asceticism and Renunciation. Oxford University Press, 1992. Besonders relevant für die Sannyasa-Texte.
- Sanskrit Documents – elektronische Sanskritausgaben.
- Shukarahasya Upanishad – verwendete Devanagari-Textgrundlage
- 108 Upanishads – englische Vergleichsübersetzungen nach Veda-Gruppen
- Paul Deussen: Sechzig Upanishad's des Veda – Digitalisat
- K. Narayanasvami Aiyar: Thirty Minor Upanishads – Digitalisat
- Upanishaden – kostenloses Online-Buch von Swami Krishnananda
- Klassische Upanishaden – Die Weisheit des Yoga
Redaktioneller Hinweis: Die deutsche Fassung wurde für diesen Artikel neu formuliert und mit den genannten Vergleichsübersetzungen abgeglichen. Bei Komposita fasst die Wort-für-Wort-Erläuterung eng verbundene Wörter teilweise als Sinngruppe zusammen. Die Ausgabe ist eine Studien- und Lesefassung, keine neue kritische Sanskritedition.
Siehe auch
- Niralamba Upanishad, Vajrasuchi Upanishad, Sarvasara Upanishad, Atmabodha Upanishad, Mantrika Upanishad, Subala Upanishad, Kaushitaki Brahmana Upanishad
- Upanishaden
- Vedanta
- Jnana Yoga
- Meditation
- Moksha
- Guru
Weblinks
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