Verheimlichung

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Man kann z.B. eigene Fehler verheimlichen wollen. Man kann Fehlschläge verheimlichen wollen. Manche Menschen wollen auch ihre Krankheit verheimlichen, um nicht zu viel Mitgefühl zu bekommen. Es kann durchaus gute Gründe für eine Verheimlichung geben, z.B. wenn man jemand anderen nicht verletzen will. Ob man z.B. einen Seitensprung eher gestehen soll oder verheimlichen, darüber streiten sich die Psychologen. Am besten ist, man hält sich an das Gebot der ehelichen Treue.

In vielerlei Hinsicht führt aber Verheimlichung zu weiteren Problemen. Ein schlechtes Gewissen wird durch Verheimlichung noch schwieriger. Wer einen Fehler gemacht hat, diesen vertuschen, verheimlichen will, macht sein Leben sehr kompliziert. In vielen Fällen ist es besser, mit seinen Fehlern offen umzugehen, um Entschuldigung zu bitten und Besserung zu geloben. Das Wort Verheimlichung kommt vom Adjektiv heimlich. Heimlich bedeutet unauffällig, verstohlen, geheim.

Das Adjektiv heimlich kommt vom althochdeutschen heimlih, was die Bedeutung hatte häuslich, einheimisch, heimatlich, auch vertraut. Alles was mit dem Heim zu tun hat, war also heimlich. So gab es im 18. und 19. Jahrhundert ja auch den Geheimrat, also ein Ratgeber, der Zugang hatte zum Heim, zum Haus des Fürsten hatte. Weil das, was man zuhause macht, nicht unbedingt an die Öffentlichkeit dringen soll und gerade den Deutschen ihre Privatsphäre wichtig ist, bekam das Wort heimlich die Bedeutung, dass etwas nicht öffentlich bekannt werden soll. Heimlich ist also das Private.

Umgang mit Verheimlichung bei anderen

Vielleicht hast du das Gefühl, dass jemand vor dir etwas verheimlicht und du fragst dich, was du dort tun solltest. In den meisten Fällen ist es am klügsten den Wunsch des Anderen zu berücksichtigen. D.h. nicht zu probieren von dem Anderen etwas zu bekommen, was er nicht geben will. Wenn jemand etwas als privat einstufen will, wenn jemand seine kleinen Geheimnisse haben will, dann sollte man das respektieren. Das gilt von Eltern ihren Kindern gegenüber. Eltern sollten respektieren, dass auch Kinder ab einem gewissen Alter Privatsphäre brauchen.

Das sollte auch in einer Beziehung, dem Partner gegenüber respektiert werden oder unter Freunden und unter Kollegen und am Arbeitsplatz. Menschen verheimlichen aber auch große Fehler oder kriminelle Handlungen. Dann sollte man eventuell die Polizei einschalten. Unter Umständen muss man prüfen, ob es Anhaltspunkte gibt für ein grob unethisches Verhalten. Im Allgemeinen ist es aber am besten, man achtet die Privatsphäre anderer und versucht nicht hinter ihre Geheimnisse zu dringen.

Verheimlichung soll heißen, dass verhindern will, dass etwas öffentlich bekannt wird. Letztlich gilt aber: Gott weiß alles. Das Höhere Selbst weiß alles. Und auch andere spüren, wenn etwas nicht ganz in Ordnung ist. In den meisten Fällen ist Offenheit und Ehrlichkeit besser als Verheimlichung und Heimlichkeit.

Vertrauen ist ein Gegenpol zu Verheimlichung

Verheimlichung in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Verheimlichung gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Verheimlichung - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Verheimlichung sind zum Beispiel Unterschlagung, Geheimhaltung, Vorenthaltung, Betrug, Entzug, Schonung .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Verheimlichung - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Verheimlichung sind zum Beispiel Mitteilung, Offenheit, Offenlegung, Einbeziehen, Einschließen, Direktheit, Dominanz, Überforderung . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Verheimlichung, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Verheimlichung, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Verheimlichung stehen:

Eigenschaftsgruppe

Verheimlichung kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Verheimlichung sind zum Beispiel das Adjektiv heimlich, das Verb verheimlichen, sowie das Substantiv Verheimlicher.

Wer Verheimlichung hat, der ist heimlich beziehungsweise ein Verheimlicher.

Siehe auch

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