Upajati

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Upajati (Sanskrit: उपजाति upajāti f.) Name eines zum Typus Sama Vritta gehörigen Metrums (Chhandas) aus der Gruppe der Trishtubh, das aus 4 x 11 Silben (Akshara) besteht. Die Upajati im weiteren Sinne ist eine Kombination aus zwei verschiedenen Versmaßen, die sich auf die vier Versviertel eines Verses verteilen. Upajati im engeren Sinne bedeutet eine Kombination der Indravajra und Upendravajra genannten Metren.

Das Versmaß Upajati

Die Upajati im engeren Sinne ist eine Kombination der Indravajra und Upendravajra genannten Metren, die sich lediglich in der Kürze bzw. Länge der ersten Silbe eines Pada unterscheiden.

Die Upajati besteht aus 4 Versvierteln (Pada) zu je 11 Silben und gehört damit zu den unter die Trishtubh zählenden Versmaße. Zwischen der 5. und 6. Silbe wird eine Pause bzw. Zäsur (Yati) gemacht.

Die Besonderheit dieser Upajati besteht darin, das sie einen Mischtyp aus den Indravajra und Upendravajra genannten Metren darstellt. Diese beiden Versmaße unterscheiden sich lediglich in der Länge bzw. Kürze der ersten Silbe. Im Gana-Schema beginnen sie mit dem ta- bzw. ja-Gana.

  • υ bedeutet: prosodisch kurz (Hrasva) bzw. leicht (Laghu), auch: ल la
  • – bedeutet: prosodisch lang (Dirgha) bzw. schwer (Guru), auch: ग ga
  • | bedeutet: Zäsur (Yati)

A) Struktur der Indravajra

– – υ – – | υ υ – υ – – (Pada a - d)

  • Gana-Schema: त-त-ज-ग-ग (ta-ta-ja-ga-ga)

B) Struktur der Upendravajra

υ – υ – – | υ υ – υ – – (Pada a - d)

  • Gana-Schema: ज-त-ज-ग-ग (ja-ta-ja-ga-ga)

C) Struktur der Upajati

Die beiden unter A) und B) aufgeführten Versmaße Indravajra und Upendravajra können nun in beliebiger Reihenfolge zu vier Versvierteln (Pada) zusammengesetzt werden, die dann eine Upajati ergeben. Rein rechnerisch gibt es 14 verschiedene Kombinatsionsmöglichkeiten, wobei mindestens ein Pada, jedoch höchstens drei, im jeweils anderen Versmaß stehen. Die Upajati ist ein sehr häufiges und beliebtes Versmaß, da sie aufgrund der variablen Länge bzw. Kürze der ersten Silbe dem Dichter einen größeren Spielraum lässt.

Beispielvers mit Übersetzung und Analyse des Metrums

Beim folgenden Beispielvers einer Upajati handelt es sich um den Eingangsvers von Kalidasas berühmten Kunstgedicht Kumarasambhava:


अस्त्युत्तरस्यां दिशि देवतात्मा
हिमालयो नाम नगाधिराजः |
पूर्वापरौ तोयनिधी वगाह्य
स्थितः पृथिव्या इव मानदण्डः || 1.1 ||


asty uttarasyāṃ diśi devatātmā
himālayo nāma nagādhirājaḥ |
pūrvāparau toyanidhī vagāhya
sthitaḥ pṛthivyā iva mānadaṇḍaḥ || 1.1 ||


– – υ – – | υ υ – υ – – (Pada a = Indravajra)
υ – υ – – | υ υ – υ – – (Pada b = Upendravajra)
– – υ – – | υ υ – υ – – (Pada c = Indravajra)
υ – υ – – | υ υ – υ – – (Pada d = Upendravajra)


In den Gefilden des Nordens gibt es einen göttlichen Bergkönig, Himalaya mit Namen.
Zwischen dem östlichen und dem westlichen Ozean sich befindend, steht er da wie der Messstab der Erde.


Siehe auch