Surya Puja mit Hram Hrim Sah nach dem Brihat Tantrasara
Surya Puja mit Hram Hrim Sah nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um Bhanu in der dreisilbigen Sonnenform zu verehren.
Voraussetzungen
Vorausgesetzt sind die Kenntnis von Puja und Sanskritrezitation sowie der zu dieser Gottheitsform gehörenden Reinigung, Nyasas und Mudras. Wo die Quelle auf die allgemeine Paddhati verweist, gehört diese Vorbereitung zur Durchführung. Die Besonderheiten und die konkret belegten Formeln folgen unten.
Vorbereitung und Ritualmittel
Der solare Kultsitz, Wasser und Arghya-Gefäß, rote Blumen, Duftstoff, Räucherwerk, Lampe und Speise.
Umfang und Überlieferung
Die Grundformel folgt der in der Übersetzung anhand des Nyasa ausgewiesenen Lesung.
Hauptmantra
hrāṃ hrīṃ saḥ
Bedeutung und Funktion: Die drei Sonnenbijas Hram, Hrim und Sah.
Durchführung
- Führe Morgenhandlungen, Atemregelung und den solaren Pitha Nyasa aus. Verehre Prabhuta, Vimala, Sara, Samaradhya und Paramasukha sowie die neun Lichtkräfte; verwende das Sonnen-Sitzmantra P2-0344.
- Vollziehe den Rishi Nyasa und danach den für diese Mantraform belegten Hand-, Gestalten- und Körpernyasa. Lege Hram vom Adhara bis zu den Füßen, Hrim vom Hals bis zum Adhara und Sah vom Scheitel bis zum Hals auf. Der Handnyasa verwendet Hram, Hrim, Hrum, Hraim, Hraum, Hrah.
- Die Meditation: Ich verehre Bhānu, den Herrn aller Welten, der auf einem roten Lotus sitzt und das einzige Meer sämtlicher Vorzüge ist. Mit seinen Lotushänden trägt er zwei Lotusse und zeigt Furchtlosigkeit und Gewährung. Er besitzt eine Rubinkrone, roten Körperglanz und drei Augen. Nach dieser Meditation verehrt man mit geistigen Gaben und richtet das Arghya ein. Dann verehrt man den Sitz in der zuvor beschriebenen Reihenfolge, bildet mit dem Grundmantra die Gestalt, meditiert erneut und vollzieht Anrufung und die weiteren Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen. Bei der Umkreisverehrung in Südosten, Südwesten, Nordwesten, Nordosten, in der Mitte und in den Richtungen verwendet man „hrāṃ hṛdayāya namaḥ“ und die weiteren Formeln. Auf den Blättern verehrt man Candra und die übrigen wie zuvor, danach Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung.
- Rufe die Gottheit an, bringe die Gaben bis zu fünf Blumenhandvoll dar und verehre die ausdrücklich aufgezählten Umkreisgottheiten. Beende danach Räucherwerk, Licht, Speise und Entlassung.
- Für die gesonderte Purascharana nennt P2-0359 1.200.000 Japa und 120.000 Homa mit Ghee oder süß benetztem Sesam.
Formeln und Zuordnungen
Ausgeschriebener Hand- und Gliedernyasa
Die folgende Auflösung folgt P2-0357. Sie ergänzt die dort ausgeschriebene Anfangsformel nach der ausdrücklich genannten Fortsetzungsregel. Sprich bei jeder Berührung die vollständige Formel. Der Handnyasa folgt der Fingerreihe; anschließend folgt der Gliedernyasa. Bei Schutzpanzer und Waffe wird die erlernte Schutzgebärde ausgeführt. Die Bijas sind Keimsilben. Sie haben hier keine Satzübersetzung. Die nachfolgenden Wörter benennen die Finger beziehungsweise Körperstellen; namaḥ ist die Verehrung, svāhā und vaṣaṭ sind Weihe- und Darbringungsrufe, huṃ, vauṣaṭ und phaṭ die jeweiligen rituellen Abschlüsse.
Handnyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| beide Daumen | hrāṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
| beide Zeigefinger | hrīṃ tarjanībhyāṃ svāhā |
| beide Mittelfinger | hrūṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
| beide Ringfinger | hraiṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
| beide kleinen Finger | hrauṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
| Handflächen und Handrücken | hraḥ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
Gliedernyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| Herz | hrāṃ hṛdayāya namaḥ |
| Kopf | hrīṃ śirase svāhā |
| Haarlocke / Scheitel | hrūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
| Schutzpanzer | hraiṃ kavacāya huṃ |
| drei Augen | hrauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
| Waffe / Schutzkreis | hraḥ astrāya phaṭ |
Arghya-Gefäß
Für Shiva und Surya schließt P2-0590 die Muschel als Arghya-Gefäß ausdrücklich aus. Verwende hier ein anderes geeignetes Arghya-Gefäß. Der Nachweis steht im Abschnitt P2-0590 der Gesamtausgabe; dies ist eine Gefäßregel, kein zusätzlicher Ritus.
Rishi-Zuordnung
Seine Verehrung: Nach den morgendlichen Handlungen und dem beim vorherigen Mantra gelehrten Sitznyāsa vollzieht man den dort gelehrten Sehernyāsa. (P2-0355).
Umkreisverehrung und Abschluss
Die Meditation: Ich verehre Bhānu, den Herrn aller Welten, der auf einem roten Lotus sitzt und das einzige Meer sämtlicher Vorzüge ist. Mit seinen Lotushänden trägt er zwei Lotusse und zeigt Furchtlosigkeit und Gewährung. Er besitzt eine Rubinkrone, roten Körperglanz und drei Augen. Nach dieser Meditation verehrt man mit geistigen Gaben und richtet das Arghya ein. Dann verehrt man den Sitz in der zuvor beschriebenen Reihenfolge, bildet mit dem Grundmantra die Gestalt, meditiert erneut und vollzieht Anrufung und die weiteren Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen. Bei der Umkreisverehrung in Südosten, Südwesten, Nordwesten, Nordosten, in der Mitte und in den Richtungen verwendet man „hrāṃ hṛdayāya namaḥ“ und die weiteren Formeln. Auf den Blättern verehrt man Candra und die übrigen wie zuvor, danach Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. (P2-0358).
Sanskrit und deutsche Übersetzung
P2-0354 · 44
mantrāntaram
ākāśamagnidīrghendusaṃyutaṃ bhuvaneśvarī |
sargānvito bhṛgurbhānostryakṣaro'yaṃ samīritaḥ
|| 44 ||
Ein anderes Mantra: Raum mit Feuer, langem Vokal und Mondzeichen; Bhuvaneśvarī; Bhṛgu mit Ausstoß. Dieses Mantra Bhānus wird als dreisilbig bezeichnet. Der folgende Nyāsa gibt seine drei Bījas als hrāṃ hrīṃ saḥ an.
P2-0355 · 45
asya pūjā:
prātaḥkṛtyādipūrvamantrokta pīṭhanyāsaṃ vidhāya pūrvamantrokta-
ṛṣyādinyāsaṃ kuryāt
|| 45 ||
Seine Verehrung: Nach den morgendlichen Handlungen und dem beim vorherigen Mantra gelehrten Sitznyāsa vollzieht man den dort gelehrten Sehernyāsa.
P2-0356 · 46
tato mantranyāsaḥ:
ādhārādipādaparyantaṃ hrāṃ namaḥ |
kaṇṭhādādhāraparyantaṃ hrīṃ namaḥ |
mūrddhādikaṇṭhaparyantaṃ saḥ namaḥ |
śāradāyām:
ādhārādipadāgrāntaṃ kaṇṭhadādhārakāvadhi
mūrddhādikaṇṭhaparyantaṃ kramādvījatrayaṃ nyaset
|| 46 ||
Der Mantranyāsa: Vom Ādhāra bis zu den Füßen setzt man „hrāṃ namaḥ“; vom Hals bis zum Ādhāra „hrīṃ namaḥ“; vom Scheitel bis zum Hals „saḥ namaḥ“. In der Śāradā heißt es: Man setzt die drei Bījas der Reihe nach vom Ādhāra bis zu den Fußspitzen, vom Hals bis zum Ādhāra und vom Scheitel bis zum Hals.
P2-0357 · 47
tataḥ karāṅganyāsau:
hrāṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
hrīṃ tarjanībhyāṃ svāhā |
hrūṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
hraiṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
hrauṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
hraḥ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādiṣu |
tathā ca nibandhe:
ṣaḍdīrghayuktamadhyena bījenāṅgādikalpanā
|| 47 ||
Der Handnyāsa: hrāṃ an den Daumen mit namaḥ; hrīṃ an den Zeigefingern mit svāhā; hrūṃ an den Mittelfingern mit vaṣaṭ; hraiṃ an den Ringfingern mit huṃ; hrauṃ an den kleinen Fingern mit vauṣaṭ; hraḥ an Handflächen und Handrücken mit phaṭ. Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern. Im Nibandha heißt es: Die Gliederbildung erfolgt mit dem mittleren Bīja, verbunden mit den sechs langen Vokalen.
P2-0358 · 49
tato dhyānam:
raktāmbujāsanamaśeṣaguṇaikasindhuṃ, bhānuṃ
samastajagatāmadhipaṃ bhajāmi |
padmadvayābhayavarāndadhataṃ
karābjairmāṇikyamaulimaruṇāṅgaruciṃ trinetram ||
iti dhyātvā mānasaiḥ sampūjya arghyasthāpanaṃ kuryāt |
tataḥ pūrvoktakrameṇa pīṭhapūjāṃ vidhāya mūlamantreṇa mūrtiṃ
saṅkalpya punardhyātvā
āvāhanādipañcapuṣpāñjalidānaparyantaṃ vidhāya
āvaraṇapūjāṃ kuryāt |
agninir-ṛti - vāyavyīśānakoṇeṣu madhye dikṣu ca hrāṃ hṛdayāya
namaḥ ityādinā pūjayet |
patreṣu candrādīnpūrvavatpūjayet ||
tata indrādīnvajrādīṃśca prapūjayet |
tato dhūpādivisarjanāntaṃ karma samāpayet
|| 49 ||
Die Meditation: Ich verehre Bhānu, den Herrn aller Welten, der auf einem roten Lotus sitzt und das einzige Meer sämtlicher Vorzüge ist. Mit seinen Lotushänden trägt er zwei Lotusse und zeigt Furchtlosigkeit und Gewährung. Er besitzt eine Rubinkrone, roten Körperglanz und drei Augen. Nach dieser Meditation verehrt man mit geistigen Gaben und richtet das Arghya ein. Dann verehrt man den Sitz in der zuvor beschriebenen Reihenfolge, bildet mit dem Grundmantra die Gestalt, meditiert erneut und vollzieht Anrufung und die weiteren Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen. Bei der Umkreisverehrung in Südosten, Südwesten, Nordwesten, Nordosten, in der Mitte und in den Richtungen verwendet man „hrāṃ hṛdayāya namaḥ“ und die weiteren Formeln. Auf den Blättern verehrt man Candra und die übrigen wie zuvor, danach Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung.
P2-0359 · 50
asya puraścaraṇaṃ dvādaśalakṣajapaḥ |
tathā ca:
bhānulakṣaṃ japenmantramājyena ca daśāṃśataḥ |
tilairvā madhurāsiktairjuhuyādvijitendriyaḥ
|| 50 ||
Das Puraścaraṇa beträgt zwölf Lakh, also 1.200.000 Wiederholungen. Dazu heißt es: Wer seine Sinne beherrscht, soll das Mantra 1.200.000-mal wiederholen und ein Zehntel mit geklärter Butter oder mit süß benetztem Sesam im Feuer opfern.
Ergänzungen zu ausdrücklichen Rückverweisen
Die folgenden Stellen erläutern die im Ablauf vorausgesetzten Mantras oder Teilhandlungen. Sie bilden hier keine zusätzliche, vollständig zu wiederholende Puja.
P2-0344 · 34
asya pūjā:
sāmānyapūjāpaddhatyukta prātaḥkṛtyādiprāṇāyāmāntaṃ
vidhāya pīṭhanyāsaṃ kuryāt |
tatra viśeṣaḥ:
svahṛdayasya pūrvādidikṣu madhye ca prabhūtaṃ vimalaṃ sāraṃ
samārādhyaṃ paramasukhaṃ vinyasya ādhāraśaktyādi aṃ
sūryamaṇḍalāya dvādaśakalātmane namaḥ ityantaṃ nyaset |
tathā ca nibandhe:
pīṭhe kḷpte prathamaṃ dikṣu madhye ca saṃyajet |
prabhūtaṃ vimalaṃ sāraṃ samārādhyamanantaram |
paramādisukhaṃ pīṭhaṃ svavidyāntaṃ prakalpayet |
tataḥ keśareṣu madhye ca rāṃ dīptāyai namaḥ, rīṃ sūkṣmāyai
namaḥ, rūpaṃ jayāyai, reṃ bhadrāyai, raiṃ vibhūtyai, roṃ
vimalāyai, rauṃ amoghāyai, raṃ vidyutāyai, raḥ sarvatomukhyai namaḥ
|
taduktaṃ nibandhe:
dīptā sūkṣmā jayā bhadrā vibhūtirvimalā punaḥ |
amoghā vidyutā sarvatomukhī pīṭhaśaktayaḥ |
dīptadīpaśikhākārā bījanyāsaṃ vidyuḥ kramāt |
aklīvahrasvatritayasvarānvindvagnisaṃyutān || tadupari oṃ
brahmaviṣṇuśivātmakāya saurāya yogapīṭhāya namaḥ |
tathā ca śāradāyām:
vadetpadaṃ caturthyantaṃ brahmaviṣṇu śivātmakam |
saurāya yogapīṭhāya namaḥ padamanantaram ||
pīṭhamantro'yamākhyāto dineśasya jagatpateḥ
|| 34 ||
Seine Verehrung: Nach den im allgemeinen Pūjāverfahren beschriebenen morgendlichen Handlungen bis zur Atemregelung vollzieht man den Sitznyāsa. Die Besonderheit: In den im Osten beginnenden Richtungen des eigenen Herzens und in der Mitte setzt man Prabhūta, Vimala, Sāra, Samārādhya und Paramasukha ein. Danach folgt die Reihe, beginnend mit Ādhāraśakti, bis „aṃ sūryamaṇḍalāya dvādaśakalātmane namaḥ – Verehrung der Sonnensphäre, deren Wesen die zwölf Kräfte sind“. Im Nibandha heißt es: Zuerst verehrt man auf dem gebildeten Sitz in den Richtungen und der Mitte Prabhūta, Vimala, Sāra, Samārādhya und Paramasukha; man bildet den Sitz bis zur eigenen Vidyā. Dann setzt man auf die Staubfäden und in die Mitte, jeweils mit namaḥ: rāṃ Dīptā, rīṃ Sūkṣmā, „rūpaṃ“ Jayā, reṃ Bhadrā, raiṃ Vibhūti, roṃ Vimalā, rauṃ Amoghā, raṃ Vidyutā und raḥ Sarvatomukhī. Der Nibandha nennt diese neun Sitzkräfte und beschreibt sie in Gestalt strahlender Lampenflammen. Ihre Bījas bestehen der Reihe nach aus den Vokalen unter Auslassung der neutralen und drei kurzen, verbunden mit Bindu und Feuerlaut. Darüber: „oṃ brahmaviṣṇuśivātmakāya saurāya yogapīṭhāya namaḥ – Verehrung dem solaren Yogasitz, dessen Wesen Brahmā, Viṣṇu und Śiva sind“. Die Śāradā erklärt dieselbe Wortfolge und nennt sie das Sitzmantra des Tagesherrn, des Herrn der Welt. [Bei Jayā steht rūpaṃ statt des nach der Reihe erwartbaren rūṃ.]
P2-0345 · 35
tataḥ ṛṣyādinyāsaḥ:
śirasi devabhāga-ṛṣaye namaḥ, mukhe gāyatrīcchandase namaḥ, hṛdi
ādityāya devatāyai namaḥ |
tathā ca nibandhe:
devabhāgo muniḥprokto gāyatrīcchanda īritam |
ādityo devatā prokto dṛṣṭādṛṣṭaphalapradaḥ
|| 35 ||
Der Sehernyāsa: auf dem Kopf „devabhāgaṛṣaye namaḥ – Verehrung dem Seher Devabhāga“; am Mund „gāyatrīchandase namaḥ“; am Herzen „ādityāya devatāyai namaḥ – Verehrung der Gottheit Āditya“. Im Nibandha heißt es: Devabhāga ist der Seher, Gāyatrī das Versmaß und Āditya die Gottheit, die sichtbare und unsichtbare Früchte schenkt.
Sanskrit in Devanagari
Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.
P2-0354 · 44
मन्त्रान्तरम्
आकाशमग्निदीर्घेन्दुसंयुतं भुवनेश्वरी ।
सर्गान्वितो भृगुर्भानोस्त्र्यक्षरोऽयं समीरितः
॥ ४४ ॥
P2-0355 · 45
अस्य पूजा:
प्रातःकृत्यादिपूर्वमन्त्रोक्त पीठन्यासं विधाय पूर्वमन्त्रोक्त-
ऋष्यादिन्यासं कुर्यात्
॥ ४५ ॥
P2-0356 · 46
ततो मन्त्रन्यासः:
आधारादिपादपर्यन्तं ह्रां नमः ।
कण्ठादाधारपर्यन्तं ह्रीं नमः ।
मूर्द्धादिकण्ठपर्यन्तं सः नमः ।
शारदायाम्:
आधारादिपदाग्रान्तं कण्ठदाधारकावधि
मूर्द्धादिकण्ठपर्यन्तं क्रमाद्वीजत्रयं न्यसेत्
॥ ४६ ॥
P2-0357 · 47
ततः कराङ्गन्यासौ:
ह्रां अंगुष्ठाभ्यां नमः ।
ह्रीं तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
ह्रूं मध्यमाभ्यां वषट् ।
ह्रैं अनामिकाभ्यां हुं ।
ह्रौं कनिष्ठाभ्यां वौषट् ।
ह्रः करतलपृष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादिषु ।
तथा च निबन्धे:
षड्दीर्घयुक्तमध्येन बीजेनाङ्गादिकल्पना
॥ ४७ ॥
P2-0358 · 49
ततो ध्यानम्:
रक्ताम्बुजासनमशेषगुणैकसिन्धुं, भानुं
समस्तजगतामधिपं भजामि ।
पद्मद्वयाभयवरान्दधतं
कराब्जैर्माणिक्यमौलिमरुणाङ्गरुचिं त्रिनेत्रम् ॥
इति ध्यात्वा मानसैः सम्पूज्य अर्घ्यस्थापनं कुर्यात् ।
ततः पूर्वोक्तक्रमेण पीठपूजां विधाय मूलमन्त्रेण मूर्तिं
सङ्कल्प्य पुनर्ध्यात्वा
आवाहनादिपञ्चपुष्पाञ्जलिदानपर्यन्तं विधाय
आवरणपूजां कुर्यात् ।
अग्निनिर्-ऋति - वायव्यीशानकोणेषु मध्ये दिक्षु च ह्रां हृदयाय
नमः इत्यादिना पूजयेत् ।
पत्रेषु चन्द्रादीन्पूर्ववत्पूजयेत् ॥
तत इन्द्रादीन्वज्रादींश्च प्रपूजयेत् ।
ततो धूपादिविसर्जनान्तं कर्म समापयेत्
॥ ४९ ॥
P2-0359 · 50
अस्य पुरश्चरणं द्वादशलक्षजपः ।
तथा च:
भानुलक्षं जपेन्मन्त्रमाज्येन च दशांशतः ।
तिलैर्वा मधुरासिक्तैर्जुहुयाद्विजितेन्द्रियः
॥ ५० ॥
P2-0344 · 34
अस्य पूजा:
सामान्यपूजापद्धत्युक्त प्रातःकृत्यादिप्राणायामान्तं
विधाय पीठन्यासं कुर्यात् ।
तत्र विशेषः:
स्वहृदयस्य पूर्वादिदिक्षु मध्ये च प्रभूतं विमलं सारं
समाराध्यं परमसुखं विन्यस्य आधारशक्त्यादि अं
सूर्यमण्डलाय द्वादशकलात्मने नमः इत्यन्तं न्यसेत् ।
तथा च निबन्धे:
पीठे कॢप्ते प्रथमं दिक्षु मध्ये च संयजेत् ।
प्रभूतं विमलं सारं समाराध्यमनन्तरम् ।
परमादिसुखं पीठं स्वविद्यान्तं प्रकल्पयेत् ।
ततः केशरेषु मध्ये च रां दीप्तायै नमः, रीं सूक्ष्मायै
नमः, रूपं जयायै, रें भद्रायै, रैं विभूत्यै, रों
विमलायै, रौं अमोघायै, रं विद्युतायै, रः सर्वतोमुख्यै नमः
।
तदुक्तं निबन्धे:
दीप्ता सूक्ष्मा जया भद्रा विभूतिर्विमला पुनः ।
अमोघा विद्युता सर्वतोमुखी पीठशक्तयः ।
दीप्तदीपशिखाकारा बीजन्यासं विद्युः क्रमात् ।
अक्लीवह्रस्वत्रितयस्वरान्विन्द्वग्निसंयुतान् ॥ तदुपरि ॐ
ब्रह्मविष्णुशिवात्मकाय सौराय योगपीठाय नमः ।
तथा च शारदायाम्:
वदेत्पदं चतुर्थ्यन्तं ब्रह्मविष्णु शिवात्मकम् ।
सौराय योगपीठाय नमः पदमनन्तरम् ॥
पीठमन्त्रोऽयमाख्यातो दिनेशस्य जगत्पतेः
॥ ३४ ॥
P2-0345 · 35
ततः ऋष्यादिन्यासः:
शिरसि देवभाग-ऋषये नमः, मुखे गायत्रीच्छन्दसे नमः, हृदि
आदित्याय देवतायै नमः ।
तथा च निबन्धे:
देवभागो मुनिःप्रोक्तो गायत्रीच्छन्द ईरितम् ।
आदित्यो देवता प्रोक्तो दृष्टादृष्टफलप्रदः
॥ ३५ ॥
Quellen und Textstand
- Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
- Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
- Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
- Brihat Tantrasara Übersetzung 2: P2-0354–P2-0359; ergänzend P2-0344–P2-0345
Siehe auch
- Brihat Tantrasara Ritualartikel Übersicht
- Surya Puja mit dem achtsilbigen Mantra nach dem Brihat Tantrasara
- Surya Arghya Darbringung nach dem Brihat Tantrasara
Seminare
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