Shaktisangama Tantra 108 Inspirierende Verse und Mantras
108 inspirierende Verse und Mantras aus dem Shaktisangama Tantra laden dazu ein, die Vielfalt tantrischer Sprache auf ihre Fragen nach Bewusstsein, Śakti und Befreiung hin zu lesen. Die Auswahl führt durch alle vier Khaṇḍas: von Kālīs umfassender Gegenwart über Tārās rettende Kraft und Sundarīs Licht bis zur inneren Verehrung im Chinnamastākhaṇḍa.
Die 108 Stellen sind deutsche Übersetzungen ausgewählter Verse, keine neu verfassten Sinnsprüche. Einige Gedanken reichen über mehrere Verse; benachbarte Stellen sollen deshalb zusammen gelesen werden. Ergänzungen zum Satzverständnis stehen in eckigen Klammern. Die Fundstellen führen zurück in den jeweiligen Zusammenhang. Sprecheranreden, religiöse Wertungen und Erfolgszusagen gehören zur historischen Textstimme.
Die Auswahl konzentriert sich auf Erkenntnis, Hingabe und innere Vergegenwärtigung. Sie ersetzt weder die vier Khaṇḍas noch deren geschichtliche Einordnung. Guru und Dīkṣā sind im Werk Voraussetzungen bestimmter Rituale; das Lesen eines Verses ist keine Einweihung. Die anschließend erläuterten Mantras werden als Textbelege vorgestellt.
Zur Ausgabe: Gesamtwerk · Kalikhanda · Tarakhanda · Sundarikhanda · Chinnamastakhanda · 108 Verse und Mantras
108 ausgewählte Verse
Kālīkhaṇḍa: Bewusstsein und Welt

1. Du Makelloser, Gestaltloser, ewige Wonne und Quelle aller Vorzüge! Du stehst jenseits der Eigenschaften, höchster Herr, über allem und höher als das Höchste.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 2
2. Das von der göttlichen Überlieferungslinie gestaltete Werk wird durch den Guru zugänglich: das Śaktisaṅgama genannte große, ehrwürdige Tantrarāja.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 13
3. Der erste Teil ist von der anfangslosen Kālī geprägt, der zweite hat die Gestalt Tārās, der dritte die Gestalt Sundarīs und der vierte diejenige Chinnamastās.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 15
4. Aus dem Klang des Bindu gingen die einzelnen Buchstabenklassen hervor. So entstanden die Laute der Mātṛkā, der „Mutter“ des Alphabets; dadurch trat die Silben- und Buchstabengestalt hervor.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 38
5. Als Mahākālī erkannte, dass Kāla vom Weg abgekommen war, schenkte sie ihm Erkenntnis, große Herrin.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 49
6. Wie könnte hier ein Vorankommen möglich sein, große Göttin, ohne einen Weg? Kāla widmete sich dessen Übung und versenkte sich in die Meditation über Kuṇḍalinī.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 55
7. Beim Menschen wird Kuṇḍalinī als dreieinhalbfach gewunden beschrieben. Die Kuṇḍalinī der ehrwürdigen Göttin aber, o Göttin, entfaltet ihre Windungen nach eigenem Willen.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 56
8. Jeder einzelne Laut der Mātṛkā tritt durch das Offenbarwerden einer entsprechenden Vidyā hervor. So entsteht sie, höchste Göttin, und wendet sich ihren eigenen Entfaltungen zu.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 82
9. Wer eine bestimmte [Vidyā] zuerst geschaut hat, wird ihr Ṛṣi genannt. Die anderen sind ihre Verehrer. So lautet die Lehre in Kürze.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 89
10. Dieses höchste Brahman wird als aus Kāla und Kālī bestehend bezeichnet. Soweit es beschrieben werden kann, erscheint es als Saguṇa, mit Eigenschaften.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 91
11. Eben dieses Brahman heißt Saguṇa, soweit es im Bereich der Kraft des Beschreibens liegt. Wenn aber, große Göttin, die Möglichkeit des Beschreibens endet,
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 92
12. wird dasselbe Nirguṇa, eigenschaftslos, genannt. Saguṇa liegt im Bereich des Sagbaren. Als Vāgbhava wird der Mund bezeichnet; durch den Mund wird es ausgesprochen.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 93
13. Śakti ist der Ursprung von allem, als reine Fülle der Wonne erfahrbar. Sie ist Bewusstsein und Wonne in der Gestalt Brahmans — allein das höchste Brahman.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 99
14. Im Dreieck der Śakti, große Göttin, befinden sich die unendlich vielen Universen: die ganze bewegliche und unbewegliche Welt.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 108
15. Ihre Kuṇḍalinī-Śakti besitzt die Gestalt der unerschütterlichen Schlange [Akṣobhya kann zugleich als Name mitklingen]. Nach eigenem Willen entfaltet sie sich vielfach und nimmt nach eigenem Willen Lautgestalten an.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 109
16. Deshalb ist diese ganze bewegliche und unbewegliche Welt Brahman. Durch die Macht der inneren Vergegenwärtigung [erweist sich der Jīva als] von der ewigen Natur Brahmans.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 116
17. Der Jīva ist [wie] eine Larve, die zur Wespe wird; die Wespe wird nicht wieder zur Larve, o Śivā. Der Jīva [wird als] Brahman [erkannt]; danach ist er Brahman, immer wieder Brahman.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 117
18. Wenn die Identifikation mit dem Körper dahinschwindet und das höchste Selbst erkannt ist, gibt es weder Freude noch Leid: allein das höchste Brahman.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 122
19. Wie die brennende Kraft im Feuer wohnt, Pārvatī, so ist Brahman stets in jedem einzelnen Lebewesen gegenwärtig.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 123
20. Weder Freude noch Leid: allein das höchste Brahman. Diese Erkenntnis wird durch Mantrayoga klar, Pārvatī.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 126
21. Solange die innere Vergegenwärtigung besteht, ist [der Übende] der Gott Maheśvara. Wenn die Vergegenwärtigung schwindet, ist er wieder der Mensch im Zustand des individuellen Wesens.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 130
22. Nachdem sie die innere Ausrichtung auf das wahre Brahman hervorgebracht hatte, verweilte sie zunächst in Paraśiva. Daraus entstand die Überlieferung der Meditation; sie ging in diese Ausrichtung auf Brahman ein.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 5, Vers 2
23. Von dem Augenblick an, da die höchste, überaus anmutige Gestalt des erkennenden Bewusstseins angenommen wurde, große Göttin, bestand Weltentfaltung.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 5, Vers 3
24. Sie erlangen die Vollendung der Vidyā nicht und irren wie Gespenster umher. Wenn es dagegen keine gegenseitige Herabsetzung gibt, entsteht Einheit.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 5, Vers 17
25. Um diese Einheit zu verwirklichen, soll man Kālikā und Tāriṇī verehren. Um die Dämonen zu vernichten und den Verehrern Gnade zu gewähren,
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 5, Vers 18
26. Hingabe an den Guru, Hingabe an die Gottheit und Hingabe an die Verehrer. Verleumdung anderer, Feindseligkeit gegen sie und üble Nachrede soll er meiden.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 31
27. Die ganze bewegliche und unbewegliche Welt soll er als weibliche Gestalt vergegenwärtigen. Stets der Wonne zugewandt, soll er sich ganz der Wonne der Göttin widmen.
Quelle: Kālīkhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 34
Tārākhaṇḍa: Licht und Einheit

28. Vor allem ist allein diese Schädelkette im Kali-Zeitalter lebendig wirksam. Kālikā ist diese Brahmavidyā, eigenschaftslos und von der Gestalt des Bewusstseins.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 3, Vers 24
29. Auf welche Weise auch immer ist die höchste Mutter zu verwirklichen. Wer dies tut, ist vollendet und spendet der Welt Vollendung; was bedarf es vieler Worte, höchste Caṇḍikā?
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 3, Vers 25
30. Bad und andere Reinigungen geschehen im Geist; die vorzüglichste Rezitation ist geistig. Die göttliche Verehrung ist geistig, ebenso das Laben und die übrigen Handlungen.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 21, Vers 22
31. Ohne ihre Māyā, Göttin, leuchtet nichts auf. Was ihres Lichtes entbehrt, das leuchtet nirgends.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 26, Vers 4
32. Mit ihrem Licht versehen, Göttin, erstrahlt diese Welt. Ohne sie, Maheśānī, wäre die Welt gleichsam leblos.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 26, Vers 5
33. Man vergegenwärtige im Geist die Einheit von Guru, Gottheit und Mantra. Nachdem man die drei Lichtkräfte vereint hat, bilde man darin die Gestalt.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 26, Vers 6
34. Man meditiere über sie mit ihren Gliedern und ihrem umgebenden Kreis und werde selbst von ihrer Gestalt. Die Göttin ist von der Gestalt des Gurus; der Guru gilt als von der Gestalt der Göttin.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 26, Vers 7
35. Das Selbst werde zur Gestalt des Mantras und ganz von ihm erfüllt. Auf diese Weise, Herrin der Götter, richte man den Geist stets darauf.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 26, Vers 8
36. Ohne Śakti besitzt der feine Śiva weder Namen noch Erscheinungsort. Ohne Śiva kommt der Bewusstseinskraft nirgends der Charakter einer Kalā zu.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 43, Vers 25
37. Nach dem Gleichnis von Samen und Spross wacht der aus Śiva und Śakti bestehende Glanz stets, Herrin der Götter; die Erscheinung nimmt verschiedene Formen an.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 43, Vers 26
38. Durch das Vergegenwärtigen der Einheit entsteht Göttlichkeit, Göttin. Die Gottheit besitzt Mantragestalt; der Guru gilt als Gestalt der Gottheit.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 3
39. Das Selbst besitzt die Gestalt des Gurus, der Mantra die Gestalt des Selbst. Der Mantra wird Bewusstsein genannt; das Bewusstsein besitzt die Gestalt des Gurus.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 4
40. „Mantra“, „Gottheit“ und „Guru“ sind Bezeichnungen desselben. Durch die Übung darin soll man diese Gestalt selbst annehmen.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 5
41. Das Annehmen dieser Gestalt bedeutet hier die eine Gestalt des Selbst. Wenn diese Wesensgleichheit erreicht ist, wird man zum Śiva-Yogin.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 6
42. Eine Einweihung, die durch die Überlieferung der Göttin empfangen wird, gilt für Frauen als günstig. Höre die Besonderheit dieser Überlieferung, Pārvatī.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 8
43. Die Einweihung von Frauen, die in der von der Göttin gewiesenen Überlieferungsfolge weitergegeben wird, gilt als vorzüglich und günstig, Göttin.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 9
44. Eine durch diese Überlieferung empfangene Einweihung gilt als vollendungsspendend. Auch für Männer entsteht eine Einweihungsüberlieferung, die von ihr ausgeht.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 10
45. Man soll sie zur Kennerin der Schriften machen, die sich der überlieferten Verhaltensordnung widmet, und sie im Vortrag der Schriften unterweisen, große Herrin.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 26
46. „Ich bin die entfaltete Welt; sie aber hat die Gestalt jenseits der Eigenschaften. Was immer getan wird, wird in diesem Zusammenhang vollzogen.“
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 71
47. „Sie wird Śivas Gestalt genannt; ich bin die Gestalt der Śakti. Ich habe die Gestalt von Śiva und Brahman und werde Śakti genannt.“
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 73
48. „In den ehrwürdigen Pāśupata- und anderen Überlieferungen ist Kālikā die vorsitzende Macht. Der Unterschied zwischen uns beiden wird um der Weltentfaltung willen erklärt, Gott.“
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 74
49. Aufgrund der Übereinstimmung der Laute und Mantras ist die Kādi-Hādi-Lehre groß. „Kaha“ lautet der große Mantra, der zum nördlichen Āmnāya gehört.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 80
50. Aus dem Laut ka wird die Brahman-Gestalt hergeleitet; dies heißt Kādi-Lehre. Aus dem Laut ha wird die Śiva-Gestalt hergeleitet; dies heißt Hādi-Lehre.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 81
51. Kādi ist die Kālī-Lehre, Göttin; Hādi ist die Lehre Śrīsundarīs. Beide zusammen heißen „Kaha“, die vereinte Kādi-Hādi-Lehre.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 82
52. In der Schönheit besteht die Weltentfaltung; außerhalb der Schönheit besteht keine Weltentfaltung, Herr der Götter. Schönheit lässt alles schauen.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 58, Vers 83
53. Śakti-Yoga ist der höchste Yoga; Śakti-Yoga ist die höchste Askese. Śakti-Yoga ist die höchste Wohnstätte; Śakti-Yoga ist die höchste Kraftentfaltung.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 61, Vers 11
54. Da gab Mutter Śrī Kālikā ihr vier Säulen: Dharma, Erkenntnis, Leidenschaftslosigkeit und schließlich göttliche Macht.
Quelle: Tārākhaṇḍa, Paṭala 61, Vers 99
Eine heutige Einführung zur Verehrung Tārās:
Sundarīkhaṇḍa: Guru und Bhāvanā

55. Der ehrwürdige Śiva sprach: Vom Insekt bis zum Weltenei besteht die ganze Welt aus Śakti. Durch vollständige Verehrung der Śakti, Göttin, wird das Weltenei verehrt.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 201
56. Alles soll spiegelgleich, als aus sich selbst leuchtend vergegenwärtigt werden. Vom Bindu bis zur äußeren Umfassung betrachte man alles als Bewusstsein.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 103
57. Das Bewusstsein des Mantras, das Bewusstsein des Yantras und das Bewusstsein des Gurus: Diese Dreiheit werde im eigenen Selbst vergegenwärtigt, Göttin.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 113
58. Wenn Ort, Name und Gestalt verschieden sind, wie besteht dann Einheit, große Göttin? Darum wird Bhāvanā gelehrt.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 121
59. Auf Unterschiede von Ort, Gestalt und Name richtet sich meine Absicht nicht, Göttin, sondern auf das Vergegenwärtigen des Bewusstseins.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 122
60. Alle Handlungen haben den Guru an erster Stelle. Nirvāṇa besitzt die Gestalt des Gurus; Nirvāṇa ist das höchste Brahman und die Stätte des Gurus.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 123
61. Der Guru ist Śakti, der Guru ist Vidyā, der Guru ist der Gott Maheśvara; der Guru ist Brahmā, der Guru ist Viṣṇu, der Guru besitzt die kosmische Virāṭ-Gestalt.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 124
62. Der Guru ist Mantra und Bewusstsein – was viele Worte? Er ist allein Brahman. Bewusstsein ist der eigentliche Sinn; Meditation ist eben Bhāvanā.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 125
63. Im Guru soll stets Bewusstsein vergegenwärtigt werden, Göttin, ohne Zweifel. Ohne Guru gibt es weder Erlangung der Vidyā noch Erlangung des Mantras.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 127
64. Die Stellung des Gurus ist die höchste; in ihm wird alles vergegenwärtigt. Man betrachte im Geist die Einheit von Guru, Gottheit und Mantra.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 128
65. Man bestimme im Herzen den Sinn des Mantras, erfasse die Gestalt des Gurus und erkenne alles als im Guru aufgegangen; so rezitiere man, Geliebte.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 129
66. Nach dem Vergegenwärtigen des Bewusstseins erinnere man das große Licht, Śivā. Die Gnade des Gurus entsteht, Göttin; der Guru gilt als von göttlicher Gestalt.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 133
67. Das Selbst wird von der Gestalt des Gurus, der Mantra von der Gestalt des Selbst. Nachdem alles als Mantragestalt vergegenwärtigt wurde, bilde man die göttliche Gestalt.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 134
68. Wenn man die Gestalt des Bewusstseins betrachtet, was könnte auf Erden nicht gelingen? Die Lichtkraft der drei wird eins; darin wird die Gestalt gebildet.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 2, Vers 137
69. Zuerst Kerala, Göttin, als rein und von allen anerkannt: Man vergegenwärtige im Geist die Einheit von Guru, Gottheit und Mantra.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 3, Vers 4
70. Das Bewusstsein dieser drei betrachte man als eine Lichtmasse. Der Guru ist der Unterweisende, Göttin; im Mantra wird Bewusstsein erweckt.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 3, Vers 5
71. Die Gestalt des Bewusstseins betrachte man als Gestalt des Gurus. Wie der Glanz von neun Edelsteinen an einem Ort vereint wird,
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 3, Vers 6
72. In seiner Lichtkraft ist die bewegliche und unbewegliche Welt aufgegangen. So vergegenwärtige man den Guru in der Kerala-Überlieferung.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 3, Vers 9
73. Man vergegenwärtige im Geist die Einheit von Mantra, Gottheit und Guru; alles gleiche einer Lichtmasse und habe die Gestalt des Lautes.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 3, Vers 11
74. Die lichtgleichen Laute und alles Übrige betrachte man als eins. Alles ist im Laut aufgegangen, ebenso das dreifache Bewusstsein, Śivā.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 3, Vers 12
75. Alles Licht entsteht aus Bewusstsein und leuchtet wie Millionen Sonnen. Die lichtgleichen Laute betrachte man wie eine Ansammlung von Edelsteinbergen.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 3, Vers 13
76. Im Geist wird die Einheit von Guru, Gottheit und Mantra vergegenwärtigt: das Licht des Gurus, das Licht des Mantras und das Licht der Gottheit.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 5, Vers 36
77. Man vereinigt dieses dreifache Bewusstsein und stellt sich seine Gestalt vor. Das Herz gilt als Ort der Gottheit, die Kehle als Ort des Mantras.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 5, Vers 37
78. Das Yantra wird Bewusstsein genannt, der Pīṭha liegt darunter. Unter dem Yantra soll der Pīṭha verehrt werden; das Yantra verkörpert die Gestalt, Śivā.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 141
79. So wird Nirvāṇa erklärt, höchste Herrin; Setu hat die Gestalt der Füße. Nirvāṇa aber ist das Einssein mit dem höchsten Brahman, Śivā.
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 208
80. Durch die Wirkmacht des großen Mantras soll der Yogī das sonst Unerreichbare erlangen. Wenn aber angesichts solcher Vollendungen Leidenschaftslosigkeit entsteht,
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 12, Vers 34
81. erlangt der Yogī Kaivalya und geht in Kālīs Allgegenwart ein. So ist es in Kürze gesagt. Was möchtest du noch hören?
Quelle: Sundarīkhaṇḍa, Paṭala 12, Vers 35
Chinnamastākhaṇḍa: Innere und äußere Verehrung

82. Die Tārā ist, ist eben Chinnā; sie ist auch die ehrwürdige Mutter Tripurā. Sie ist Kālī, sie ist Tārā: Zwischen ihnen besteht kein Unterschied, große Herrin.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 1, Vers 25
83. soll man Śakti verehren und die Verbindung gemäß ihrem Willen erlangen. Will sie nicht, ist sie ebenso zu verehren; nur wenn sie es sagt, soll die Verbindung vollzogen werden.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 4, Vers 59
84. Ādinārāyaṇa ist unmittelbar der höchste Śambhu, eben er selbst. Das ist das eigenschaftslose Brahman; wegen seiner Größe wird es Brahman genannt.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 8, Vers 2
85. Wie reiner Kristall, Göttin, ist auch die erhabene Urnatur. Vāsudeva, Hara, Brahmā und Tāriṇī sind die Urnatur selbst.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 8, Vers 3
86. Ohne Anfang, Mitte und Ende, jenseits der Eigenschaften, überaus leuchtend, durchsichtig wie ein Spiegel: So wird die große Śakti bezeichnet.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 8, Vers 6
87. Śivas Spiegelbild wird in der Urnatur deutlich sichtbar. Einige nennen es Śakti, andere nennen es Śiva.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 8, Vers 8
88. Einige nennen es Nārāyaṇa; dieselbe ist Kālī und Tāriṇī. Das Spiegelbild beider gilt als Ardhanārīśvara, der Herr, dessen Hälfte Frau ist.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 8, Vers 9
89. Unvergänglich und immerwährend sind Śambhu und die Urnatur. Sie ist ohne Anfang und Ende, vollkommen, dichtes Bewusstsein und ihrem Wesen nach Sein.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 8, Vers 12
90. Manchmal ist die Ursprüngliche Śrī Kālī; dieselbe ist Tārā, Pārvatī. Manchmal hat die ursprüngliche Śrī Tārā männliche Gestalt, die Gestalt Rāmas.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 9, Vers 4
91. Die ursprüngliche Tārā ist die große Śakti; dieselbe ist Kālī, große Herrin. Die große Vaiṣṇavī-Māyā gilt als Mahāsundarī.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 9, Vers 6
92. Der Sache nach besteht überall ein einziges Bewusstsein. Das alldurchdringende höchste Brahman besteht, indem es alles durchdringt.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 9, Vers 12
93. „Rā“ ist als Śakti bekannt, „ma“ wird Śiva genannt. Das aus Śiva und Śakti bestehende Brahman wird als „Rāma, Rāma“ besungen.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 9, Vers 13
94. Rāma ist als höchster Śiva zu erkennen, weder bloß eine Herabkunft noch ein Mensch. Was als höchstes Brahman bekannt ist, sind die beiden Silben Rā-ma.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 9, Vers 17
95. Wenn die Einheit von Kuṇḍalinī und Śiva entsteht, ist eben dies unmittelbares Erkennen: die Einheit jener beiden.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 9, Vers 48
96. Die Medhā-Einweihung hat das Wesen vollkommener Wonne. Wenn vollkommene Wonne entstanden ist, welchen Nutzen hat dann geringe Wonne?
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 9, Vers 54
97. Man vergegenwärtige mit dem Geist die Einheit von Guru, Gottheit und Mantra. Den Sinn des Mantras im Herzen feststellend, berühre man innerlich den Guru am Scheitel.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 69
98. Die im Raum des Herzens und die im äußeren Raum entstehende Verehrung werden als zweifach bezeichnet; beide sind wechselseitig aufeinander angewiesen.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 70
99. Wenn innere Reinheit entsteht, entsteht auch äußere Reinheit. Viele Arten der Verehrung werden gelehrt; höre ihren Kern, Geliebte.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 71
100. Śiva sprach: Das ist wahr, große Herrin. Höre sorgfältig das Geheimnis: Welchen Nutzen hat die äußere Reinigung eines irdenen Topfes, der innen voller Unrat ist?
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 74
101. Nachdem man innere Reinheit erlangt hat, vollziehe man äußere Reinigung. Im Kali-Zeitalter sind die Mittel der äußeren Verehrung schwer zu beschaffen.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 75
102. Tatsächlich entstehen überall Unvollständigkeiten der Verehrung. Um sie vollständig zu machen, wird die innere Verehrung gelehrt.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 76
103. Sie ist allein durch innere Vergegenwärtigung zugänglich: Man kann sich Millionen Edelsteine vorstellen. Was ohne innere Verehrung getan wird, bleibt nach der Aussage des Textes fruchtlos.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 77
104. Man vergegenwärtige sich die Verehrung und gestalte sie dann ebenso äußerlich. Die Göttin sprach: Du hast Wahres gesagt; doch ich habe einen Zweifel, Śaṅkara.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 80
105. Was innen fehlt, wird außen ergänzt; was außen fehlt, im Inneren. Durch diese Verbindung wechselseitiger Abhängigkeit wird die Verehrung fruchtbar.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 84
106. Zur Gottheit geworden, verehre man die Gottheit; als Nichtgottheit soll man sie nicht verehren. Darum erlange man Göttlichkeit auf dem Weg der inneren Verehrung und der zugehörigen Verfahren.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 85
107. Wie bei ihrer Erinnerung die Frucht gemäß dem Entschluss entsteht, so empfängt man bei der inneren Verehrung die Frucht entsprechend der inneren Haltung.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 88
108. Ohne innere Haltung geriete nach der Aussage des Textes selbst Brahmā in einen schlechten Zustand. Wer von innerer Vergegenwärtigung erfüllt ist, wird zum Bhāva-Yogin.
Quelle: Chinnamastākhaṇḍa, Paṭala 11, Vers 89
Wichtige Mantras
Die folgenden Belege sind bewusst knapp gehalten. Bīja-Mantras sind Keimsilben; ihnen wird hier keine frei erfundene Wortübersetzung beigegeben. Aus einer verschlüsselten Aufzählung lässt sich nicht ohne Weiteres eine verlässlich rezitierbare Gesamtformel gewinnen. Deshalb werden unklare lange Mantraketten nicht neu zusammengesetzt.
Rāma, Rāma
IAST: rāma rāma
Devanagari: राम राम
Das Chinnamastākhaṇḍa 9.13 erklärt ausdrücklich rā als Śakti und ma als Śiva und nennt „Rāma, Rāma“ den Lobpreis des aus Śiva und Śakti bestehenden Brahman. Vers 9.17 führt diese Deutung weiter. Dies ist die besondere tantrische Auslegung des Werkes, keine allgemeine sprachgeschichtliche Herleitung des Namens Rāma.
Kaha
IAST: kaha
Devanagari: कह
Tārākhaṇḍa 58.80 nennt kaha ausdrücklich einen großen Mantra. Die Verse 58.81–82 verbinden ka mit Brahman und der Kādi-Lehre, ha mit Śiva und der Hādi-Lehre. Kālī und Sundarī werden dabei zusammengeführt. Die zwei Laute stehen hier für die Verbindung der Überlieferungsrichtungen.
Krāṃ, strīṃ und huṃ phaṭ im Mahāmālā-Mantra
IAST: krāṃ · strīṃ · huṃ phaṭ
Devanagari: क्रां · स्त्रीं · हुं फट्
Tārākhaṇḍa 70.6 nennt krāṃ als Bīja, strīṃ als Śakti und huṃ phaṭ als Kīlaka des Mahāmālā-Mantras. Die Punkte trennen die drei im Vers genannten Funktionen; sie bilden keine zusätzliche Gesamtformel. Der zugehörige Ritus betrifft eine besondere historische Gebetskette und wird hier nicht als heutige Übung vorgeschlagen.
Die Yantra-Gāyatrī als Textbeleg
Tārākhaṇḍa 66.28–30 entfaltet eine Gāyatrī mit den Ausdrücken yantrarājāya vidmahe, mahāyantrāya dhīmahi und tan no yantraṃ pracodayāt, eingeleitet durch Praṇava. Die Grundbedeutung lautet: „Wir erkennen den König der Yantras; über das große Yantra meditieren wir; jenes Yantra möge uns anregen.“ Die grammatische Form yantraṃ und die Zerlegung der Schlusswörter folgen dem Druck. Der Beleg wird deshalb mit seiner Fundstelle, nicht als bereinigte liturgische Neufassung, angegeben.
Mit einem Vers meditieren
Wähle einen Vers, dessen Aussage dich anspricht, und lies auch die Verse davor und danach in der zugehörigen deutschen Khaṇḍa-Fassung. Frage dich: Spricht hier der Text von einer Gottheit, einer rituellen Ordnung oder einer inneren Erkenntnis? Diese Unterscheidung lässt die Worte genauer werden.
Als heutige, freie Anregung kannst du einen verständlichen Gedanken für einige ruhige Atemzüge gegenwärtig halten: etwa „Dem Wohl aller Wesen zugewandt“ oder „Was innen fehlt, wird außen ergänzt“. Verändere den Atem dabei nicht. Anschließend prüfe, welche kleine Handlung im Alltag diesem Gedanken entsprechen könnte. Das ist eine moderne Lese- und Meditationspraxis, keine zusätzliche Vorschrift des Tantra.
Zur heutigen Verbindung von Klang, Göttinnenverehrung und Sammlung:
Quellen und Textgrundlage
Die Verse stammen aus den deutschen Übertragungen dieser Ausgabe. Kālī-, Tārā- und Sundarīkhaṇḍa beruhen auf den Muktabodha-Transkriptionen M00128, M00119 und M00129; beim Tārākhaṇḍa sind 18.44–100 und die Kapitel 48–71 nach der Druckausgabe von 1941 ergänzt. Das Chinnamastākhaṇḍa folgt dem Sanskrit-Grundtext der Ausgabe von 1978. Einzelheiten, Quellenwechsel und Lesefragen stehen in den jeweiligen Khaṇḍa-Artikeln. Ein Hindi-Kommentar wurde nicht als Grundtext verwendet.
Die Sanskrit-Transkriptionen von Muktabodha nennen CC BY-NC 4.0; ihre Herkunft und Lizenz sind auch bei Weiterverwendung der darauf beruhenden Ausgabe zu beachten. Diese Sammlung beansprucht keine kritische Neuedition.
Siehe auch
- Shaktisangama Tantra
- Shaktisangama Tantra Kalikhanda
- Shaktisangama Tantra Tarakhanda
- Shaktisangama Tantra Sundarikhanda
- Shaktisangama Tantra Chinnamastakhanda
- Shaktisangama Tantra 108 Inspirierende Verse und Mantras
- Kularnava Tantra
- Jnanarnava Tantra
- Prapanchasara Tantra
- Sharada Tilaka Tantra
- Rudrayamala Tantra
- Tara Tantra
Seminare
Kundalini Yoga
- 06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung
Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…- Arjuna Wingen
- 13.11.2026 - 15.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe
Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…- Manuel Hirning
Bhakti Yoga
- 06.11.2026 - 08.11.2026 Harmonium Lernseminar
Lerne, Harmonium zu spielen! Wenn vorhanden, bitte eigenes Harmonium mitbringen. Keine Vorkenntnisse nötig.- Alisa Yakhontova
- 08.11.2026 - 08.11.2026 Diwali - das Fest des Lichts
Diwali ist eines der wichtigsten Feste in Indien. Diwali ist das Lichterfest zur Öffnung des Herzens und der Entfaltung allumfassender Liebe. 20:00 Uhr…- Sukadev Bretz
Die Auswahl im Alltag vertiefen
Die 108 Verse öffnen unterschiedliche Zugänge zu demselben Werk. Ihre Kraft liegt nicht darin, dass alle Unterschiede verschwinden, sondern darin, dass genaues Lesen und eigene Erfahrung miteinander ins Gespräch kommen.
Ein Sanskrittext erschließt sich durch wiederholtes, aufmerksames Lesen. Nimm dir einen überschaubaren Abschnitt vor, vergleiche ihn mit der deutschen Übertragung und lasse eine Frage daraus in deine Meditation eingehen. So kann das Studium von Shakti, Mantra und Bewusstsein die eigene Praxis vertiefen, ohne die Unterschiede zwischen historischem Ritual und heutigem Yoga zu verwischen. Wer einen Gedanken vertiefen möchte, kann von hier unmittelbar in Kālī, Tārā, Sundarī oder Chinnamastā weitergehen.