Santhana Gurus
Santhana Gurus (Tamil: சந்தானக் குரவர், Cantāṉak Kuravar), auch Santana Kuravar oder Santana Acharyas genannt, sind die vier großen Lehrer der Shaiva-Siddhanta-Philosophie im tamilischen Land: Meykandar, Arulnandi Sivacharya, Marai Jnana Sambandar und Umapathi Sivacharya. Sie lebten im 13. und 14. Jahrhundert und bilden eine ununterbrochene Kette von Lehrer und Schüler. Santhana bedeutet „Nachfolge“, „Abstammung“ oder „ununterbrochene Linie“; Kuravar ist die tamilische Form von Guru.
Während die Hymnendichter der Tirumurai, die großen Nayanars, die Liebe zu Shiva besangen, gaben die Santhana Gurus dieser Liebe eine klare philosophische Gestalt. Ihre Schriften gehören zu den vierzehn Meykanda Shastras, dem philosophischen Kanon des tamilischen Shivaismus. Im Mittelpunkt steht das kurze Werk Sivajnana Bodham des Meykandar, das in zwölf Merksätzen die Lehre von Gott (Pati), Seele (Pashu) und Fessel (Pasha) darlegt.
Die Santhana Gurus zeigen, wie eng in der tamilischen Tradition Hingabe und Erkenntnis, Bhakti und Jnana, verbunden sind. Ihre Lehre vom Weg in vier Stufen, vom äußeren Dienst über die Verehrung und den Yoga bis zur befreienden Erkenntnis, ist bis heute die Grundlage der großen shivaitischen Klöster Tamil Nadus.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Merkmal | Einordnung |
|---|---|
| Name | Santhana Gurus, Santana Kuravar, Santana Acharyas |
| Tamil | சந்தானக் குரவர் |
| Transliteration | Cantāṉak Kuravar |
| Bedeutung | „Die Gurus der ununterbrochenen Nachfolge“ |
| Die vier Lehrer | Meykandar, Arulnandi Sivacharya, Marai Jnana Sambandar, Umapathi Sivacharya |
| Zeit | 13. und 14. Jahrhundert |
| Tradition | Shaiva Siddhanta |
| Hauptwerke | Sivajnana Bodham, Sivajnana Siddhiyar, Sivaprakasam, Tiruvarutpayan u. a. |
| Kanon | Die vierzehn Meykanda Shastras |
Die zwei Linien der Nachfolge
Die Tradition unterscheidet zwei Linien von Lehrern:
- Die himmlische Linie (Aga Santhana, „innere Nachfolge“): Nandi, der göttliche Lehrer und Torhüter Shivas, sein Schüler Sanatkumara, dessen Schüler Satya Jnana Darshini und schließlich Paranjyoti Munivar. Diese Lehrer leben nach der Überlieferung auf dem Kailasa.
- Die irdische Linie (Pura Santhana, „äußere Nachfolge“): die vier menschlichen Lehrer Meykandar, Arulnandi, Marai Jnana Sambandar und Umapathi. Wenn von den Santhana Gurus die Rede ist, sind meist diese vier gemeint.
Die Verbindung zwischen beiden Linien stellt Paranjyoti Munivar her, der nach der Legende vom Kailasa herabkam, um den jungen Meykandar einzuweihen. Er ist nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen späteren Dichter des Tiruvilaiyadal Puranam.
Die Santhana Gurus stehen damit in der Tradition, die auf Nandi zurückgeführt wird und zu der auch Tirumular, der Verfasser des Tirumandiram, gezählt wird.
Die Santhana Gurus und die Samaya Kuravar
Die tamilische Tradition unterscheidet die Santhana Gurus von den Samaya Kuravar, den „Lehrern der Religion“. Dies sind die vier großen Hymnendichter Appar, Sambandar, Sundarar und Manikkavacakar. Sie erweckten durch ihre Lieder die Gottesliebe im tamilischen Land. Die Santhana Gurus dagegen legten die Lehre systematisch dar, die in diesen Hymnen lebendig ist. Beide Gruppen werden in den shivaitischen Tempeln Tamil Nadus verehrt, oft in gemeinsamen Darstellungen.
Die vier Santhana Gurus
Meykandar
Meykandar (மெய்கண்டார், „der die Wahrheit Schauende“), auch Meykanda Devar, lebte in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Tiruvennainallur im heutigen Bezirk Villupuram. Sein Geburtsname war Swetavana Perumal.
Nach der Überlieferung war er schon als Kind außergewöhnlich begabt. Der himmlische Weise Paranjyoti Munivar erschien ihm, weihte ihn in die Lehre Shivas ein und gab ihm den Namen Meykandar. Das Kind fasste die empfangene Weisheit in einem Werk von nur zwölf Merksätzen zusammen: dem Sivajnana Bodham, „Die Belehrung über die Erkenntnis Shivas“. Nach der Tradition ist es die tamilische Wiedergabe eines Abschnitts aus dem Raurava Agama, ergänzt um kurze Erläuterungen des Meykandar; diese Herkunft wird von einigen Forschern bezweifelt.
Das Sivajnana Bodham ist das Fundament der gesamten Shaiva-Siddhanta-Philosophie. In knappster Form legt es dar, dass die Welt einen Urheber hat, dass die Seelen ewig und von Gott verschieden, aber untrennbar mit ihm verbunden sind, dass sie von drei Fesseln gebunden werden und dass die Gnade Gottes sie befreit.
Arulnandi Sivacharya
Arulnandi Sivacharya (அருள்நந்தி சிவாச்சாரியார்), auch Arunandi, war ursprünglich unter dem Namen Sakalagama Pandita bekannt, „der Gelehrte aller Agamas“. Er war der Familienguru von Meykandars Familie und ein angesehener Gelehrter.
Eine bekannte Legende erzählt, wie der ältere Gelehrte zum Schüler des Jüngeren wurde. Als Arulnandi den jungen Meykandar besuchte, der von vielen Schülern umgeben war, fühlte er sich zunächst gekränkt, dass sein früherer Schützling nun selbst lehrte. Meykandar lehrte gerade über das Wesen des Anava, der Ichhaftigkeit. Als Arulnandi ihn prüfend fragte, was Anava sei, soll Meykandar schweigend auf ihn gezeigt haben. Arulnandi erkannte seinen eigenen Stolz, verneigte sich vor Meykandar und wurde der erste unter seinen Schülern.
Arulnandi verfasste zwei der vierzehn Shastras: das umfangreiche Sivajnana Siddhiyar, eine ausführliche Erläuterung des Sivajnana Bodham mit einer Auseinandersetzung mit anderen philosophischen Schulen, und das Irupa Irupathu, zwanzig Verse in Form von Fragen an seinen Guru, die seine tiefe Hingabe an Meykandar zeigen.
Marai Jnana Sambandar
Marai Jnana Sambandar (மறைஞான சம்பந்தர்) stammte aus Pennagadam am Fluss Vellar und war ein Schüler Arulnandis. Er lebte zurückgezogen in Chidambaram, führte ein einfaches, asketisches Leben und lebte von Almosen. Von ihm sind keine eigenen Werke im Kanon der Shastras bekannt. Seine Bedeutung liegt in seiner Verwirklichung und darin, dass er die Lehre an seinen großen Schüler Umapathi weitergab.
Die Überlieferung erzählt von der Begegnung der beiden: Umapathi, ein angesehener Priester des Nataraja-Tempels, wurde einst in einer Sänfte, mit Fackeln und Gefolge, durch die Straßen getragen. Da rief Marai Jnana Sambandar ihm zu, sinngemäß: „Da geht ein Blinder am helllichten Tag mit Fackeln!“ Der Ruf traf Umapathi ins Herz. Er stieg aus der Sänfte und folgte dem Asketen. Als dieser etwas Nahrung aus der Hand eines Almosengebers annahm und die Reste herabfielen, nahm Umapathi sie auf und empfing sie als Guru Prasad, als geweihte Gabe des Lehrers. Von diesem Tag an war er sein ergebener Schüler.
Umapathi Sivacharya
Umapathi Sivacharya (உமாபதி சிவாச்சாரியார்), auch Umapathi Sivam, war ein Dikshitar, ein Priester des Nataraja-Tempels von Chidambaram. Weil er einen Asketen außerhalb seines Standes als Guru angenommen und dessen Speisereste gegessen hatte, wurde er von den anderen Priestern ausgeschlossen. Er lebte fortan außerhalb der Stadt und widmete sich ganz dem Lehren und Schreiben.
Umapathi verfasste acht der vierzehn Shastras, darunter das Sivaprakasam, eine Zusammenfassung der Lehre in hundert Strophen, und das Tiruvarutpayan, „Die Frucht der göttlichen Gnade“, eine Sammlung von Zweizeilern nach dem Vorbild des Tirukkural. Eines seiner Werke ist auf das Jahr 1313 datiert. Außerdem schrieb er Werke über den Tempel von Chidambaram und eine Lebensbeschreibung Sekkizhars.
Zwei Legenden zeigen, dass seine Gegner ihn schließlich anerkennen mussten. Nach der ersten ließ sich beim großen Tempelfest in Chidambaram die Festfahne nicht hissen, bis Umapathi vier Strophen sang, das Kodikkavi („Fahnenlied“); daraufhin stieg die Fahne empor. Nach der zweiten schenkte Umapathi auf Weisung Natarajas einem als niedrig geltenden Verehrer namens Petran Samban die Befreiung. Beide Erzählungen betonen, dass Gottes Gnade nicht an Stand und Herkunft gebunden ist.

Die vierzehn Meykanda Shastras
Der philosophische Kanon des tamilischen Shaiva Siddhanta umfasst vierzehn Werke, die nach Meykandar Meykanda Shastras genannt werden. Elf davon stammen von den Santhana Gurus:
| Werk | Verfasser | Inhalt |
|---|---|---|
| Tiruvundiyar | Uyyavanda Devar (Tiruviyalur) | Frühes Lehrgedicht, vor Meykandar |
| Tirukkalitruppadiyar | Uyyavanda Devar (Tirukkadavur) | Lehrgedicht, vor Meykandar |
| Sivajnana Bodham | Meykandar | Zwölf Merksätze, Grundtext des Shaiva Siddhanta |
| Sivajnana Siddhiyar | Arulnandi | Ausführliche Erläuterung und Auseinandersetzung mit anderen Schulen |
| Irupa Irupathu | Arulnandi | Zwanzig Verse als Fragen an den Guru |
| Unmai Vilakkam | Manavasagam Kadandar, ein Schüler Meykandars | „Die Erklärung der Wahrheit“ |
| Sivaprakasam | Umapathi | Zusammenfassung der Lehre in hundert Strophen |
| Tiruvarutpayan | Umapathi | „Die Frucht der göttlichen Gnade“, in Zweizeilern |
| Vinaa Venba | Umapathi | Fragen in Versform |
| Potri Pahrodai | Umapathi | Lobpreis und Lehre |
| Kodikkavi | Umapathi | Das „Fahnenlied“ |
| Nenju Vidu Thoothu | Umapathi | „Das Herz als Bote“ |
| Unmai Neri Vilakkam | Umapathi (Zuschreibung teils umstritten) | „Die Erklärung des wahren Weges“ |
| Sankarpa Nirakaranam | Umapathi | Widerlegung anderer Lehrmeinungen |
Der erste Merksatz des Sivajnana Bodham
Der erste der zwölf Merksätze begründet, warum die Welt einen Urheber haben muss:
அவன் அவள் அது எனும் அவை மூவினைமையின்
தோற்றிய திதியே ஒடுங்கி மலத்து உளதாம்
அந்தம் ஆதி என்மனார் புலவர்.
Avaṉ avaḷ atu eṉum avai mūviṉaimaiyiṉ
tōṟṟiya titiyē oṭuṅki malattu uḷatām
antam āti eṉmaṉār pulavar.
Die Welt, die sich als „er“, „sie“ und „es“ zeigt, unterliegt den drei Vorgängen von Entstehen, Bestehen und Vergehen.
Sie geht aus dem hervor, in dem sie sich aufgelöst hat, und tritt wegen der Fesseln (Mala) erneut hervor.
Darum sagen die Weisen: Der, in dem alles endet, ist der Anfang.
Freie eigene Übersetzung nach der verbreiteten Textgestalt.
Der Gedanke lautet: Was entsteht und vergeht, muss eine Ursache haben. Der Herr, in den sich die Welt bei ihrer Auflösung zurückzieht (Shiva als Auflöser, Hara), ist zugleich der, aus dem sie neu hervorgeht. Die Welt erscheint erneut, damit die Seelen ihr Karma ausleben und von ihren Fesseln befreit werden können.
Die Lehre in Kürze
Pati, Pashu, Pasha
Die Santhana Gurus lehren drei ewige Wirklichkeiten:
- Pati, der Herr: Shiva, reines Bewusstsein und reine Gnade, der Urheber der fünf göttlichen Tätigkeiten: Erschaffen, Erhalten, Auflösen, Verhüllen und Gnade gewähren.
- Pashu, die Seele: unzählige, ewige Seelen, die ihrem Wesen nach bewusst sind, aber gebunden.
- Pasha, die Fessel: die drei Malas oder Unreinheiten, nämlich Anava (die grundlegende Ichhaftigkeit und Unwissenheit), Karma (die Wirkungen der Taten) und Maya (die stoffliche Welt, die der Seele als Werkzeug dient und sie zugleich bindet).
Gnade als Befreiung
Die Seele kann sich nicht aus eigener Kraft befreien. Es ist die Gnade Shivas (Arul), die sie reifen lässt und befreit. Wenn die Seele reif ist, erscheint Shiva ihr als Guru, in menschlicher Gestalt oder im Inneren, und schenkt ihr die befreiende Erkenntnis. Die Lehre der Santhana Gurus ist deshalb zutiefst mit der Verehrung des Guru verbunden.
Die vier Wege
Der spirituelle Weg führt nach Shaiva Siddhanta durch vier aufeinander aufbauende Stufen:
| Stufe | Bezeichnung | Haltung | Ziel |
|---|---|---|---|
| Charya | Weg des Dieners | Äußerer Dienst im Tempel: reinigen, Blumen pflücken, Lampen entzünden | Salokya: in der Welt Gottes leben |
| Kriya | Weg des guten Sohnes | Innige Verehrung, Puja und Gebet | Samipya: in der Nähe Gottes sein |
| Yoga | Weg des Freundes | Innere Sammlung und Meditation | Sarupya: die Gestalt Gottes annehmen |
| Jnana | Wahrer Weg | Befreiende Erkenntnis durch die Gnade des Gurus | Sayujya: Einheit mit Gott |
Anders als in manchen anderen Schulen sind diese Wege nicht Alternativen, zwischen denen man wählt, sondern Stufen, die aufeinander aufbauen. Die Tradition ordnet ihnen auch die großen Heiligen zu: Appar steht für den Weg des Dieners, Sambandar für den des guten Sohnes, Sundarar für den des Freundes und Manikkavacakar für den Weg der Erkenntnis.
Einheit ohne Aufhebung
In der Befreiung wird die Seele eins mit Shiva, ohne ihr eigenes Sein zu verlieren. Die Santhana Gurus sprechen von Advaita im Sinne von „Nicht-Zweiheit“: Seele und Gott sind nicht zwei getrennte Dinge, aber auch nicht einfach identisch, so wie der Klang eines Wortes und seine Bedeutung untrennbar verbunden sind. Diese Sicht unterscheidet den Shaiva Siddhanta vom Advaita Vedanta des Shankara.

Wirkung bis heute
Die Lehre der Santhana Gurus lebt in den großen shivaitischen Klöstern (Adheenams) Tamil Nadus fort, etwa in Tiruvavaduthurai und Dharmapuram. Diese Klöster führen ihre Lehrlinie auf die Santhana Gurus zurück, pflegen die Tempel, bewahren die Schriften und bilden Lehrer aus. In vielen shivaitischen Tempeln sind die vier Santhana Gurus gemeinsam dargestellt und werden an eigenen Festtagen verehrt.
Auch die englischsprachige Welt lernte die Shaiva-Siddhanta-Philosophie vor allem durch Übersetzungen der Meykanda Shastras kennen, etwa durch die Arbeiten von J. M. Nallaswami Pillai um 1900 und später durch den Hindu-Lehrer Sivaya Subramuniyaswami.
Spirituelle Bedeutung
Hingabe braucht Klarheit
Die Santhana Gurus zeigen, dass Hingabe und Erkenntnis sich nicht ausschließen. Die glühende Liebe der Nayanars braucht die Klarheit der Philosophie, und die Philosophie braucht die Wärme der Liebe. Im integralen Yoga von Swami Sivananda findet sich derselbe Gedanke: Herz, Hand und Kopf sollen gemeinsam entwickelt werden.
Die ununterbrochene Kette
Santhana bedeutet Nachfolge. Spirituelles Wissen wird nicht nur aus Büchern gelernt, sondern von Lehrer zu Schüler weitergegeben. Diese lebendige Weitergabe, Parampara, ist auch in der Yoga-Tradition zentral: Lehrer geben weiter, was sie selbst von ihren Lehrern empfangen und in der eigenen Praxis erfahren haben.
Demut vor dem Lehrer
Die Geschichten der Santhana Gurus sind Geschichten der Demut: Der ältere Gelehrte Arulnandi verneigt sich vor dem jungen Meykandar; der angesehene Priester Umapathi steigt aus seiner Sänfte und folgt einem Bettelmönch. Wahre Erkenntnis beginnt dort, wo der Stolz auf das eigene Wissen losgelassen wird.
Die Überwindung der Ichhaftigkeit
Die Lehre von Anava, der grundlegenden Ichhaftigkeit, ist eine Einladung zur Selbsterforschung. Die Geschichte, in der Meykandar schweigend auf Arulnandi zeigt, macht deutlich: Die Unwissenheit ist nicht irgendwo draußen, sondern in uns selbst zu erkennen.
Beziehungen zu anderen Persönlichkeiten und Werken
Die Hymnendichter Appar, Sambandar, Sundarar und Manikkavacakar sind die Samaya Kuravar, deren Lieder die Santhana Gurus philosophisch entfalteten. Das Tirumandiram des Tirumular gilt als früheste tamilische Darstellung der Shaiva-Siddhanta-Lehre. Sekkizhar schuf mit dem Periya Puranam die großen Lebensbeschreibungen der Nayanars; Umapathi schrieb wiederum eine Lebensbeschreibung Sekkizhars. Das Tirukkural diente Umapathi als formales Vorbild für sein Tiruvarutpayan.
Anregungen für Yoga und Meditation
- Dankbarkeit für die Lehrerkette: Denke in der Meditation an die Menschen, durch die dich spirituelles Wissen erreicht hat, und an deren Lehrer. Sende ihnen allen Dankbarkeit.
- Die vier Stufen im Alltag: Überlege, wie die vier Wege in deiner eigenen Praxis vorkommen: Dienst (Karma Yoga), Verehrung (Bhakti), Meditation (Raja Yoga) und Erkenntnis (Jnana Yoga). Welcher Weg braucht gerade mehr Aufmerksamkeit?
- Was ist Anava?: Beobachte heute einen Moment, in dem sich dein Ich gekränkt oder übergangen fühlt. Kannst du, wie Arulnandi, darin eine Einladung zur Demut erkennen?
- Das Mantra: Wiederhole das Panchakshara Mantra Om Namah Shivaya, das in der Shaiva-Siddhanta-Tradition als Kern aller Lehre gilt, und lass die Stille danach wirken, auch in deiner Yogapraxis.

Eine lebendige Kette der Weisheit
Die Santhana Gurus waren ein Kind, ein Gelehrter, ein Bettelmönch und ein Priester. Jeder von ihnen empfing die Lehre von seinem Vorgänger und gab sie weiter. Gemeinsam schufen sie eine Philosophie, die bis heute Menschen hilft, die Gnade Gottes zu verstehen und den Weg vom Dienst über die Liebe zur Erkenntnis zu gehen.
Siehe auch
- Shaiva-Siddhanta-Philosophie
- Meykandar
- Umapati Shivacharya
- Tirumurai
- Tirumandiram
- Tiru Mula Nayanar
- Periya Puranam
- Sekkizhar
- Appar
- Sambandar
- Sundarar
- Manikkavacakar
- Guru
- Chariyai
- Panchakshara Mantra
- Chidambaram
Quellen und Weblinks
- Wikipedia (englisch): Meykandar.
- Shaivam: Maraignana Sambandhar, mit Informationen zu den Santana Kuravar.
- Shaivam: The Idea of God in Saiva Siddhanta.
- Hinduism Today: Guardians of South Indian Saivism.
- J. M. Nallaswami Pillai: Sivajnana Botham of Meikanda Deva, Madras 1895.
- K. Sivaraman: Śaivism in Philosophical Perspective, Delhi 1973.
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