Opferbereite Liebe

Aus Yogawiki
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Opferbereite Liebe ist eine Liebe, die bereit ist zu Opfern. Liebe ist nicht nur ein Gefühl, eine Zuneigung, eine Herzensverbindung. Liebe ist auch die Grundlage für die Bereitschaft, für einen Menschen alles zu tun. Opferbereite Liebe heißt, seine eigenen Bequemlichkeit hintenan zu stellen. Opferbereite Liebe heißt, etwas von dem, was einem wichtig ist, einem anderen Menschen zu geben. Opferbereite Liebe ist Grundlage dafür, einen tiefen Sinn des Lebens zu finden.

Opferbereite Liebe in der Partnerschaft

In der Partnerschaft heißt opferbereite Liebe, für den Partner dann da zu sein, wenn er einen wirklich braucht. Opferbereite Liebe heißt, den anderen zu pflegen, wenn er krank ist. Opferbereite Liebe heißt, dem anderen zuzuhören, wenn dieser es braucht. Opferbereite Liebe heißt, mit dem Partner zu teilen was man hat.

Idealerweise sind in einer Partnerschaft beide Partner erfüllt mit opferbereiter Liebe. Aber auch einseitige opferbereite Liebe kann angemessen sein: Wenn nämlich ein Partner erkrankt und/oder behindert ist oder wird, ist die opferbereite Liebe des anderen das, was nötig ist.

Andererseits kann opferbereite Liebe auch dazu führen, dass ein Partner den anderen ausnutzt. Und opferbereite Liebe kann auch eine Maske sein, hinter der man sich verstecken kann.

Mehr zur opferbereiten Liebe auch unter den Stichwörtern Aufopfernde Liebe und Agape.

Opferbereite Liebe der Eltern

Elternliebe ist der Archetyp opferbereiter Liebe. Eltern opfern sich für ihre Kinder auf. Sie machen das insbesondere in den ersten Jahren, in denen sie auf Schlaf, Bequemlichkeiten, ihren normalen Urlaub verzichten.

Opferbereite Liebe der Kinder zu ihren Eltern

Auch Kinder haben opferbereite Liebe. Schon die Kleinkinder wollen helfen. Die erwachsenen Kinder helfen den Eltern. Bis heute sind viele erwachsenen Kinder fürsorglich für ihre Eltern.

Opferbereite Liebe in der Gemeinschaft

Eine Gemeinschaft lebt aus Regeln, an die sich alle halten und aus Liebe. Insbesondere die opferbereite Liebe zeigt die Stärke einer Gemeinschaft. Wenn Gemeinschaftsmitglieder hauptsächlich auf ihre Rechte pochen, und nur das tun, was Regeln und Pflichten entspricht, geht die Seele einer Gemeinschaft, nämlich die Liebe, verloren.

Opferbereite Liebe und Nächstenliebe

Nächstenliebe ist die Liebe zu einem Nächsten. Der Nächste ist jetzt nicht nur ein Familienmitglied, der Partner, der Nachbar. Der Nächste ist derjenige, der die Hilfe am nötigsten hat. Es gilt, anderen zu helfen. Es gilt immer wieder zu schauen, wie man anderen Gutes tun kann. In der Bereitschaft, Opfer zu bringen für andere, liegt die Schönheit des Lebens, der Sinn des Lebens.

Opferbereite Liebe für eine Sache

Man kann sich auch mit Liebe, mit Herz und Seele, für eine gute Sache engagieren. Das kann die Kunst sein, die Wissenschaft, ein soziales Werk, ein gemeinnütziges Engagement, der Aufbau einer spirituellen Lebensgemeinschaft, die Verbreitung von Yoga und Meditation. Wenn man sich da mit Liebe engagiert, ist das auch opferbereite Liebe.

Man muss jedoch beachten: Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Es reicht nicht aus, opferbereite Liebe zu einer Sachen zu haben. Auf dem Weg zu einer guten Sache gilt es auch liebevoll mit seinen Mitmenschen umzugehen.

Opferbereite Liebe und Selbstliebe

Um anderen Gutes tun zu können, muss man sich auch um sich selbst kümmern. Jesus sagte: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Nächstenliebe und Selbstliebe, Opferbereite Liebe für einen anderen und Eigenliebe, gehören zusammen. Nur wer sich auch um sich selbst kümmert, hat auch langfristig die Kraft, die Gesundheit, die Inspiration und die Möglichkeit, anderen Gutes zu tun und viel Wichtiges zu bewirken. Tätige Nächstenliebe und Selbstliebe sind keine Gegensatzpaare sondern bedingen sich: Selbstliebe allein wird zu narzisstische Liebe, macht unglücklich und ist letztlich krankhaft. Opferbereite Liebe allein kann dazu führen, dass man krank wird und anderen dann zur Last fällt. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst - damit ist alles gesagt.

Opferbereite Liebe im Karma Yoga

Karma Yoga ist der Yoga des uneigennützigen Dienens. Karma Yoga ist der Yoga des verhaftungslosen Handelns. Gerade im Karma Yoga spielt die opferbereite Liebe eine so große Rolle.

Opferbereite Liebe im Bhakti Yoga

Bhakti Yoga ist der Yoga der Gottesliebe, der Yoga der Hingabe. Aus Liebe zu Gott engagiert sich der Gottesverehrer zum Wohl anderer. Padasevana, Dienst zu Füßen Gottes, Seva (uneigennütziges Dienen), Dasya Bhava (Die Liebe zu Gott als Diener Gottes im Engagement für andere) sind wichtige Bestandteile des Bhakti Yoga.

Siehe auch