Mamata

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Mamata (Sanskrit: ममता mamatā f.) das Gefühl für Mein (Mama), das Hängen an, Interesse für, Besitzdenken; Selbstsucht, Selbstverliebtsein; Hochmut.

Mamata ist die Gier zu Besitzen, Meinheit, Besitzgefühl, Eigeninteresse, Stolz. Mamata gilt als eine der Eigenschaften des Geistes, die zu überwinden ist. Mamata führt zu Unwissenheit. Mamata führt auch zu Leid. "Mama" heißt "mein". Und wenn du von deinem Besitz irgendwo besessen bist, dann ist das Mamata.

Du sagst: „Mein Körper.“ Das ist auch eine Form von Mama. Und Mamata, du bist stolz auf deinen Körper, du willst, dass es deinem Körper gut geht, du willst das Beste für deinen Körper. Wenn du das tust, um den Körper dazu zu nutzen, um uneigennützigen Dienst zu tun, um ihn gesund zu erhalten, dann ist das etwas Gutes. Wenn du aber denkst, „nur der Körper ist mein, und ich will mich um den Körper kümmern“, und das einfach Selbstzweck wird, dann ist es Stolz, Eigeninteresse und das wird langfristig zum Leiden führen.

Genauso auch, Mamata, du kannst mit deinem ganzen Besitz irgendwo besessen sein. Du willst ein großes Haus haben, noch mehr Besitz, du willst dieses haben und jenes haben, und du willst noch diese besondere Kleidung und diese besonderen Schuhe und diesen besonderen Sessel und diesen besonderen Teppich. Außerdem willst du ein größeres Auto haben als dein Nachbar, und du willst den besseren Urlaub machen usw. Mamata, letztlich diese Besessenheit vom eigenen Besitz. Und das führt dann schließlich auch zu Stolz, wo du sagst: „Mein ist besser als dein.“

Mamata gilt es, zu überwinden, und stattdessen gilt es, die Eigenschaft von Maitri Bhavana zu entwickelt. Statt Ichbezogenheit – Mamata, Maitri Bhavana – Liebe und Wohlwollen. Statt alles für dich selbst zu haben und das Beste nur für dich, gib und sei freigiebig. Karuna, Prema, das ist wichtig. So werde dir bewusst, wo hast du so viel Eigeninteresse? Eigeninteresse jetzt im Sinne von, nur für dich. Es ist auch wichtig, sich selbst zu lieben. Es ist auch wichtig, sich um sich selbst zu kümmern. Aber nicht, um sich besser als andere zu fühlen und nicht als Selbstzweck, sondern du kümmerst dich um dich selbst, so dass du Gott in dir spüren kannst. Du kümmerst dich um dich selbst, dass Gott durch dich wirken kann. Du kümmerst dich um dich selbst, dass du dienen kannst und dich verbinden kannst.

Dann ist da kein Mamata. Und du kannst durchaus dir deiner eigenen Stärken und Schwächen bewusst sein, und du kannst so auch ein gutes Selbstwertgefühl haben. Aber nicht im Sinne von: „Ich bin besser als andere.“ Du kannst auch Besitz ansammeln, um ihn zu nutzen für andere. Wenn du sagt: „Es ist gut, dass ich einiges habe, dann kann ich mehr bewirken.“ Aber nicht als Selbstzweck. So, Mamata – Besitz, Ichhaftigkeit, Meinhaftigkeit – gilt es, zu transformieren, zu spiritualisieren, gilt es letztlich, all das, was du hast, all das, was du bist, in den Dienst Gottes zu stellen.

Siehe auch

Literatur

  • Swami Sivananda, Die Kraft der Gedanken (2012)
  • Swami Sivananda, Jnana Yoga, Hrsg.: Divine Life Society, 2007
  • Swami Sivananda, Inspirierende Geschichten (2005)
  • Swami Sivananda, Göttliche Erkenntnis (2001)
  • Swami Sivananda, Gedanken zur Kontemplation (1996)

Weblinks

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