Kushmanda Homa gemäß Homa Sangraha
Kushmanda Homa gemäß Homa Sangraha ist ein Feueropfer der Läuterung. Wer es vollzieht, bringt ausgesprochene und unausgesprochene Schuld vor Agni: Unwahrheit, gebrochene Zusagen, verletzende Worte und das Leid, das man anderen zugefügt hat. Ziel ist ein ehrlicher Neubeginn mit gereinigter Lebenskraft. Einundsechzig Hauptgaben führen vom Bekenntnis zu dieser Bitte; anschließend legen Mann und Frau gemeinsam Holz ins Feuer und erinnern sich an ihren gemeinsamen Weg. In der hier beschriebenen Srivaishnava-Fassung trägt die Zuflucht zu Narayana die ganze Handlung: Der Mensch bietet auch sein Bemühen um einen neuen Anfang dem Herrn dar.

Die Ordnung gehört zur Krishna-Yajurveda-Überlieferung und wird im Homa Sangraha auf die Zeit seit der Prapatti bezogen. Sie verbindet vedische Läuterungsgebete mit Ramanujas Geist des Dienens. Eine solche Praxis vertieft Yoga, wenn aus dem Bekenntnis auch ein wahrhaftigeres Wort, eine erfüllte Zusage und eine konkrete Wiedergutmachung erwachsen.
Vorbereitung
Diese Fassung ist für ein Ehepaar mit Srivaishnava-Acharya und vedisch geschulter Ritualleitung beschrieben. Sie setzt die eigene Aupasana-Feuertradition des Yajamana voraus; der Acharya richtet die Übernahme beziehungsweise Bereitstellung dieses Feuers ein. Das Homa-Handbuch nennt eine Vorbereitungsdisziplin von mindestens vierzehn Tagen, tägliche Gayatri-Rezitation nach eigener Einweisung sowie das rituelle Bad am Tag der Feier. Die genaue Disziplin wird mit dem Acharya festgelegt. Das vorausgehende Nandi-Shraddha ist eine eigene Ahnenhandlung und wird vor diesem Homa abgeschlossen; entfällt sie, weil das Kushmanda-Homa selbst dem jährlichen Pratyabdika-Shraddha vorausgeht, bleibt dessen eigene Ordnung maßgeblich. Vollmond, Neumond, Ekadashi oder ein mit der Ritualleitung bestimmter günstiger Tag sind überlieferte Termine.
Die Ritualleitung ist mit vedischer Rezitation und der sicheren Feuerführung vertraut. Der Yajamana trägt den Vorsatz und die Darbringungen; eine helfende Person reicht die Gaben. Die Mantras stehen ohne vedische Tonzeichen. Die Akzentführung wird mit einer geübten Lehrperson gelernt.
Bereite den Homa Kunda auf einer feuerfesten Unterlage vor; halte lose Kleidung und brennbare Gegenstände vom Feuer fern. Zange, eine sichere Ablage für heiße Geräte und ein geeignetes Löschmittel stehen griffbereit. Bereitstehen müssen:
- Ein sauberer Kunda, reine Erde oder Reismehl, Zündmittel, eine feuerfeste Metallschale und geeignetes trockenes Brennholz.
- Zwölf kleine Hölzer mit Baumwollfaden für das Anfangsbündel, drei zusätzliche Begrenzungshölzer sowie weitere Hölzer zum Unterhalten des Feuers.
- Darbha für Umrandung, Gefäßunterlagen und Reinigungen, zwei unbeschädigte Halme für den Reinigungsring und gegebenenfalls den symbolischen Brahma-Sitz.
- Ghee (bzw. Pflanzenöl), ein wärmebeständiges Gefäß, ein kleiner Schöpflöffel und ein größerer Opferlöffel; genügend Opfersubstanz auch für Anfangs- und Schlussgaben.
- Besprenggefäß, Pranita-Patra, sauberes Wasser, Auffangschalen, Blumen, Akshata, Sandelpaste, Kumkum, Girlanden, Weihrauch, Lampe und Arati-Schale.
- Früchte, vegetarische Speisegaben, Tambula und Dakshina; Sitze westlich und südlich des Feuers.
Pflanzenöl und Pflanzenmilch sind heutige vegane Praxisalternativen. Überlieferte Rezitationen und ihre wörtliche Bedeutung bleiben erhalten.
Für diese Folge werden zusätzlich ein Teller mit Früchten, Blumen, Tambula und einzelnen Dakshina-Münzen für die versammelten Brahmanen, frisch gekochter ungewürzter Opferreis und zwei kleine Hölzer für das gemeinsame Samidha-Dana gebraucht. Ghee (bzw. Pflanzenöl) muss für einundsechzig Hauptgaben, dreiundfünfzig Jayadi-Gaben und alle Anfangs-, Ausgleichs- und Schlussgaben reichen. Bewahre eine kleine Menge Opferreis für die besondere Svishtakrit-Gabe auf. Eine zusätzliche Ganesha-Puja oder ein Kumbha-Mandala gehört zu dieser gewählten Kushmanda-Ordnung nicht; die allgemeinen Geräte- und Feuerhandlungen werden vollständig ausgeführt.
Nach der Benennung von Ort und Tag wird die persönliche Bekenntnisformel gesprochen; die lange kosmologische Kalenderformel wird dafür in der kurzen Tagesform asyam shubhatithau zusammengefasst. Die Ritualleitung setzt Gotra und Namen ein. Die Mantras sind ohne vedische Akzentzeichen gesetzt; längen- und tongetreue Rezitation wird mit dem Acharya geübt.
Vollständiger Ablauf
1. Ramanuja und die versammelte Gemeinschaft ehren
Der Yajamana tritt mit seiner Ehefrau vor die versammelten Ritualkundigen. Beide falten die Hände. Die hier ausgeführte Fassung steht in der Srivaishnava-Überlieferung und beginnt mit der Verehrung Ramanujas.
śrīmate rāmānujāya namaḥ |
namas sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnāṃ purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai |
sapratha sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ | tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
Bedeutung: Verehrung dem ehrwürdigen Ramanuja. Verehrung der Versammlung, ihrem Herrn, dem sehenden Führer der vorangehenden Freunde, dem Himmel und der Erde. Weiträumiger, beschütze meine Versammlung und ihre Mitglieder; stärke ihre Kräfte und schenke ihnen volle Lebenszeit.
2. Um Zustimmung zur Läuterung bitten
Halte einen Teller mit Früchten, Blumen, Tambula und Dakshina. Nenne Gotra und Namen in den bezeichneten Feldern und überreiche danach jedem anwesenden Brahmanen eine Münze. Der Yajamana blickt auf die Zeit seit seiner Prapatti, der Zuflucht zu Narayana, zurück.
aśeṣa he pariṣat bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya [Gotra im Genitiv] gotrasya [Name im Genitiv] śarmaṇaḥ sapatnīkasya śaraṇāgatiprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ saṃbhāvitabuddhipūrvakābuddhipūrvakākṛtyakaraṇakṛtyākaraṇabhagavadapacārabhāgavadapacārāsahyāpacārarūpanānāvidhānantāpacārajanitabhagavannigrahasaṅkalpaśāntidvārā samasta enāṃsi yāvanti mayi saṃbhavanti tāvat tām enasāṃ nirharaṇadvārā ca bhagavatprītyarthaṃ sakṛt kūṣmāṇḍahomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugrahāṇa ||
Bedeutung: Ehrwürdige gesamte Versammlung, nehmt diese von mir zu euren Füßen niedergelegte Gold- beziehungsweise Geldgabe, so gering sie sein mag, wie die vorgeschriebene Dakshina an. Für mich mit meiner Ehefrau, aus dem genannten Gotra: Seit meiner Zuflucht bis zu diesem Augenblick mögen bewusst oder unbewusst Unrechtes getan, Pflichten unterlassen, Gott, seine Verehrer oder andere schwer verletzt worden sein. Zur Befriedung des dadurch hervorgerufenen göttlichen Missfallens, zur Lösung aller dieser Verfehlungen und zur Freude des Herrn gewährt mir die Befähigung, dieses Kushmanda-Homa einmal zu vollziehen.
3. Vishnu betrachten und den Vorsatz fassen
Sitze westlich des Feuers mit Blick nach Osten. Die Ritualleitung nennt Ort und Kalendertag; setze danach Gotra und Namen ein. Die historische Bekenntnisformel spricht auch von Speise-, Umgangs- und Berührungsregeln der damaligen Ritualgemeinschaft. Sie beschreibt deren Reinheitsordnung; der heutige Vorsatz richtet sich auf die eigenen Handlungen und die Wiedergutmachung zugefügten Leids.
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
asyāṃ śubhatithau [Gotra im Genitiv] gotrasya [Name im Genitiv] śarmaṇaḥ sapatnīkasya mama prapattyuttarakṣaṇam ārabhya etatkṣaṇaparyantaṃ nirdeśapūrvakaṃ saṃbhāvitabuddhipūrvakābuddhipūrvakākṛtyakaraṇakṛtyākaraṇabhagavadapacārabhāgavadapacārāsahyāpacārarūpanānāvidhānantāpacārāspṛśyasparśanābhakṣyabhakṣaṇābhojyabhojanāpeyapānāpāṅkteyasahabhojanāpapraveśyapraveśanādyasaṃbhāṣyasaṃbhāṣaṇādijanitabhagavannigrahasaṅkalpaśāntidvārā bhrūṇahatyāyā arvāñci enāṃsi yāvanti mayi saṃbhavanti tāvat tām enasāṃ nirharaṇadvārā ca bhagavatprītyarthaṃ sakṛt kuṣmāṇḍahomaṃ kariṣye ||
Bedeutung: Zur Befriedung aller Hindernisse betrachte ich Vishnu, weiß gekleidet, mondfarben, vierarmig und freundlich lächelnd. Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag vollziehe ich mit meiner Ehefrau das Kushmanda-Homa: für die Lösung der seit meiner Zuflucht bewusst oder unbewusst begangenen Verfehlungen – verbotenes Tun, Unterlassen gebotener Pflichten, Verletzung des Herrn und seiner Verehrer, schweres Unrecht sowie Verstöße gegen überlieferte Berührungs-, Speise-, Trink-, Tischgemeinschafts-, Zutritts- und Umgangsregeln. Ich bitte um Befriedung des göttlichen Missfallens und um Lösung aller Verfehlungen unterhalb der im Text genannten Tötung eines Ungeborenen; möge der Herr Freude an dieser Darbringung haben.
4. Die Handlung als Dienst an Vasudeva widmen
Falte die Hände. Die folgenden drei Texte lösen den Anspruch, aus eigener Kraft und für den eigenen Ruhm zu handeln. Der ganze Ritus wird zu Bhakti, einem Dienst mit Kräften, die der Herr selbst schenkt.
Beginn
hariḥ oṃ tat sat | kṛtaṃ ca kariṣyāmi bhagavan nityena bhagavatkaiṅkaryarūpaṃ mahāvibhūticāturātmyabhagavadvāsudevapādāravindārcanena ījyayā bhagavataḥ karmaṇā bhagavantam arcayiṣyāmi ||
Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. Herr, was ich getan habe und tun werde, sei beständiger Dienst an dir. Durch die Verehrung der Lotusfüße Vasudevas, des Herrn mit großer Herrlichkeit und vierfacher Gestalt, durch Opfer und sein Werk werde ich den Herrn verehren.
Kraftgebet
bhagavato balena bhagavato vīryeṇa bhagavatas tejasā bhagavataḥ karmaṇā bhagavataḥ karma kariṣyāmi bhagavato vāsudevasya ||
Bedeutung: Durch die Kraft, Macht und Ausstrahlung des Herrn, durch sein Wirken, vollziehe ich das Werk des Herrn Vasudeva.
Sattvika Tyaga
bhagavān eva svaniyāmyasvarūpasthitipravṛttisvaśeṣataikarasena anenātmanā kartrā svakīyaiś copakaraṇaiḥ svārādhanaikaprayojanāya paramapuruṣaḥ sarvaśeṣī śriyaḥ patiḥ svaśeṣabhūtam idam ijyākhyaṃ karma svasmai svaprītaye svayam eva kārayati ||
Bedeutung: Der Herr selbst, der höchste Purusha, Herr von allem und Gemahl Shris, lässt diese Opferhandlung für sich und zu seiner Freude geschehen. Dieses Selbst, dessen Wesen, Bestand und Wirken seiner Führung gehören, handelt als sein Diener; auch alle Geräte sind sein Eigentum. Einzig seine Verehrung ist das Ziel.
5. Boden und Linien
Glätte den gereinigten, mit Erde oder Reismehl vorbereiteten Boden des Kunda. Ziehe mit dem Löffelstiel drei Linien von Süden nach Norden, dann drei kreuzende Linien von Westen nach Osten. Je Linie erklingt eine Anrufung. Nimm eine kleine Prise aus der Mitte und lege sie außerhalb südwestlich ab; besprenge den Boden mit einer wassergetauchten Blüte.
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||
Bedeutung: Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.
6. Feuer einsetzen
Lege kleine Hölzer bereit. Übernimm die vom Acharya vorbereitete Aupasana-Flamme in eine geeignete kleine Metallschale, führe sie dreimal um den vorgesehenen Feuerplatz und bringe die Flamme auf die Hölzer. Vergegenwärtige Agni als aus Vishnus Mund hervorgehend. Für dieses Prayaschitta-Homa erhält Agni den in der Schlussordnung und im Namensanhang genannten Namen Viṭ.
candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ viṭnāmānam agniṃ sthāpayāmi ||
Bedeutung: Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Viṭ.
Besprenge die für das Übertragen der Flamme benutzte Schale mit Wasser und Akshata und stelle sie südöstlich ab. Nähre das Feuer mit kleinen Hölzern. Lege Darbha-Bündel um das Kunda: im Osten und Westen zeigen die Spitzen nach Norden; im Süden und Norden zeigen sie nach Osten. Nördlich des Feuers liegen auf einer Darbha-Unterlage zunächst umgedreht und paarweise die Opferlöffel, Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl), Besprenggefäß und Pranita-Patra; dazu das mit einem Faden gebundene Bündel von zwölf Brennhölzern. Das Handbuch gestattet statt dieses Bündels auch drei Hölzer. In der hier beschriebenen Hauptfolge wird das Zwölferbündel verwendet; sein Faden wird vor dem Einlegen entfernt.
7. Brahma-Sitz
Wenn eine zweite ritualkundige Person die Brahma-Rolle übernimmt, bitte sie, auf dem Sitz südlich des Feuers Platz zu nehmen. Fehlt sie, lege dort ein Darbha-Bündel oder eine Blüte hin und sprich die zweite Formel als stellvertretende Anrufung. Diese Alternative ist im Handbuch selbst vorgesehen.
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||
Bedeutung: Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Kushmanda-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.
8. Wasser und Pranita-Gefäß
Fülle das Besprenggefäß. Führe zwei unbeschädigte, etwa eine Handspanne lange Darbha-Spitzen durch das Wasser, gieße es in das östlich bereitgestellte Pranita-Patra und fülle das Besprenggefäß erneut. Lege Akshata und eine Blüte ins Pranita-Patra und rufe Varuna darin an. Dieses Gefäß bleibt bis zum Abschluss stehen.
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||
Bedeutung: Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.
Gieße das geschmolzene Ghee (bzw. Pflanzenöl) über zwei Darbha-Spitzen ins Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) und prüfe es auf Fremdkörper. Führe den aus zwei Halmen gebildeten Darbha-Reinigungsring mit Daumen und Ringfinger beider Hände durch das Ghee (bzw. Pflanzenöl); löse den Knoten und gib die Halme ins Feuer. Stelle das Gefäß für Ghee (bzw. Pflanzenöl) kurz über eine südöstlich herausgenommene Glut beziehungsweise an eine dort bereitgestellte Wärmequelle, führe einen brennenden Darbha-Halm oder dünnen Span darum und zeige die Dhenu-Mudra. Bilde die Dhenu-Mudra: Die Spitze des linken kleinen Fingers berührt den rechten Ringfinger, die des rechten kleinen Fingers den linken Ringfinger; der linke Zeigefinger berührt den rechten Mittelfinger und der rechte Zeigefinger den linken Mittelfinger. Die Daumen berühren sich. Halte die miteinander verschränkten Hände über das Ghee (bzw. Pflanzenöl); die vier Fingerpaare bilden das Bild eines Euters. Stelle das Gefäß wieder ab und bringe die Glut mit der Zange zurück. Wärme die Opferlöffel über dem Feuer, streife sie mit Darbha ab, wärme sie erneut, besprenge sie und lege sie rechts bereit. Lege je ein Begrenzungsholz südlich, westlich und nördlich des Feuers. Diese drei Hölzer werden im Abschluss ausdrücklich dargebracht.
9. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Besprenge mit einer wassergetauchten Blüte zuerst den südlichen, dann den westlichen, dann den nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.
oṃ adite ’numanyasva |
oṃ anumate ’numanyasva |
oṃ sarasvate ’numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||
Bedeutung: Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.
10. Agni-Nyasa
Betrachte den Feuerlaut Ram im Herzen. Berühre nacheinander Herz, Kopf, Scheitel, beide Schultern und die Augenpartie; bei der sechsten Zeile klatsche leicht in die Hände. Bei der letzten Zeile mit Fingerschnippen einen Kreis um den Kopf andeuten.
oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||
Bedeutung: Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.
11. Agni betrachten
Sitze ruhig vor der Flamme und vergegenwärtige Agnis im Vers geschilderte Gestalt.
meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||
Bedeutung: Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.
12. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Gib bei den ersten acht Namen Akshata um das Feuer, beginnend im Osten und weiter im Uhrzeigersinn. Die folgenden Verehrungen richten sich an das Opferwesen, das eigene Selbst und die Gemeinschaft.
oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||
Bedeutung: Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.
13. Hüter der Richtungen
Lege je eine Blüte in Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten.
oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||
Bedeutung: Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.
14. Brennholz darbringen
Der Yajamana erhebt sich, wendet sich zum Brahma-Sitz und spricht die erste Zeile. Die anwesende Brahma-Person antwortet mit der zweiten. Beim symbolischen Sitz spricht die Ritualleitung beide Teile als Ritualdialog. Lege das vorbereitete, vom Faden gelöste Bündel behutsam ins Feuer.
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||
Bedeutung: Brahman, in diesem Kushmanda-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.
15. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Gieße einen dünnen Strahl Ghee (bzw. Pflanzenöl) von Nordwesten nach Südosten, während du Prajapati innerlich anrufst; den zweiten von Südwesten nach Nordosten für Indra. Danach folgen zwei kleine Gaben für Agni und Soma. Jede Gabe fällt auf svaha; die anschließende Formel spricht den Verzicht auf Eigentum an der Gabe aus.
oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.
16. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Bringe eine kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) im südlichen, eine im nördlichen und eine im mittleren Feuerteil dar. Dann sprich den Vorsatz zur Bereinigung und bringe eine weitere Gabe in der Mitte dar; berühre anschließend sauberes Wasser.
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.
17. Die Hauptdarbringung eröffnen
Stelle den frisch gekochten Opferreis bereit. Richte die Aufmerksamkeit auf den im Feuer verehrten Herrn. Die folgende Friedensanrufung eröffnet die Hauptfolge.
pūrvoktaguṇaviśeṣaṇaviśiṣṭāyāṃ mama sakalainasāṃ nirharaṇadvārā ca bhagavatprītyarthaṃ sakṛt kuṣmāṇḍahomaṃ hoṣyāmi |
namo brahmaṇe namo 'stv agnaye namaḥ pṛthivyai nama auṣadhībhyaḥ |
namo vāce namo vācaspataye namo viṣṇave bṛhate karomi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Bedeutung: Zur zuvor bestimmten Zeit bringe ich dieses Kushmanda-Homa einmal dar, zur Lösung aller meiner Verfehlungen und zur Freude des Herrn. Verehrung Brahman, Agni, der Erde und den Heilpflanzen, der Rede, ihrem Herrn und dem großen Vishnu. Om, Frieden, Frieden, Frieden.
18. Wahrheit, Verantwortung und Reinigung
Bringe bei jedem Svaha einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Jede hier angeführte Formel erhält genau eine Gabe.
Hauptgabe 1
oṃ bhūḥ bhuvaḥ suvaḥ |
tat savituḥ vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt svāhā ||
savitra idaṃ na mama ||
Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar; er möge unsere Einsicht anregen. Svaha; dies gilt Savitar, nicht mir.
Hauptgabe 2
yaddevā deva-heḷanaṃ devāsaś cakṛmā vayam |
ādityās tasmān mā muñcatartasyartena māmita svāhā ||
devebhya ādityebhya idaṃ ||
Bedeutung: Ihr Götter: Wenn wir euch missachtet haben, löst mich, Adityas, von dieser Verfehlung. Führt mich durch die Wahrheit in die Ordnung. Svaha; diese Gabe gilt den göttlichen Adityas.
Hauptgabe 3
devā jīvana kāmyā yad vācā'nṛtam ūdima |
tasmān na iha muñcata viśvedevāḥ sajoṣasaḥ svāhā ||
viśvebhyo devebhyo idaṃ ||
Bedeutung: Ihr Götter, wenn wir aus Verlangen nach Leben Unwahres gesprochen haben, befreit uns hier davon, ihr einträchtigen Allgötter. Svaha; dies gilt allen Göttern.
Hauptgabe 4
ṛtena dyāvā-pṛthivī ṛtena tvaṃ sarasvati |
kṛtānnaḥ pāhyenaso yat kiñcānṛtam ūdima svāhā ||
dyāvāpṛthivībhyāṃ sarasvatyā idaṃ ||
Bedeutung: Himmel und Erde, Sarasvati: Schützt uns durch die Wahrheit vor dem begangenen Unrecht, wenn wir etwas Unwahres gesprochen haben. Svaha; dies gilt Himmel, Erde und Sarasvati.
Hauptgabe 5
indrāgnī mitrā-varuṇau somo dhātā bṛhaspatiḥ |
te no muñcantvenaso yad anya kṛtam ārima svāhā ||
indrāgnibhyāṃ mitrāvaruṇābhyāṃ somodhātṛ bṛhaspatibhya idaṃ ||
Bedeutung: Indra und Agni, Mitra und Varuna, Soma, Dhata und Brihaspati mögen uns von der Verfehlung lösen, die wir durch das Tun anderer auf uns genommen haben. Svaha; diese Gabe gilt ihnen.
Hauptgabe 6
sajātaśaṃsād uta jāmiśaṃsāj jyāyasaḥ śaṃsād uta vā kanīyasaḥ |
anādhṛṣṭaṃ deva-kṛtaṃ yad enas tasmāt tvam asmāñ jātavedo mumugdhi svāhā ||
agnaye jātavedase idaṃ na mama ||
Bedeutung: Von der Beschuldigung durch Angehörige und Verwandte, Ältere oder Jüngere, und von der schwer abzuwehrenden, durch Götter bestimmten Verfehlung befreie uns, Jatavedas. Svaha; dies gilt Agni Jatavedas, nicht mir.
Hauptgabe 7
yad vācā yan manasā bāhubhyām ūrubhyām aṣṭhīvadbhyāṃ śiśnair yad anṛtaṃ cakṛmā vayam |
agnir mā tasmād enaso gārhapatyaḥ pramuñcatu cakṛmā yāni duṣkṛtā svāhā ||
agnaye gārhapatyedam ||
Bedeutung: Was wir mit Rede, Geist, Armen, Schenkeln, Knien oder Geschlechtsteilen an Unrechtem getan haben, davon möge Agni als Herr des Hausfeuers uns befreien, von allen begangenen schlechten Taten. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 8
yena trito arṇavān nirbabhūva yena sūryaṃ tamaso nirmumoca |
yenendro viśvā ajahād arātīstenāhaṃ jyotiṣā jyotir ānaśāna ākṣi svāhā ||
agnaye jyotiṣa idaṃ ||
Bedeutung: Durch jenes Licht, durch das Trita dem Meer entkam, die Sonne aus dem Dunkel frei wurde und Indra die feindlichen Mächte vertrieb, habe ich Licht erlangt und sehe. Svaha; dies gilt Agnis Licht.
Hauptgabe 9
yat kusīdam apratīttaṃ mayeha yena yamasya nidhinā carāmi |
etat tad agne anṛṇo bhavāmi jīvanneva prati tatte dadhāmi svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Bedeutung: Was ich hier an Darlehen nicht zurückgezahlt habe, als Schuld gegenüber Yama mit mir trage: Davon werde ich, Agni, schuldenfrei; noch zu Lebzeiten erstatte ich es dir. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 10
yan mayi mātā garbhe sati |
enaś-cakāra yat pitā |
agnirmā tasmād enasaḥ |
gārhapatyaḥ pramuñcatu |
duritā yāni cakṛma |
karotu mām anenasaṃ svāhā ||
agnaye gārhapatyayedam ||
Bedeutung: Was meine Mutter oder mein Vater an Verfehlung begingen, als ich im Mutterleib war: Agni als Herr des Hausfeuers löse mich davon. Von den begangenen schlechten Taten mache er mich frei. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 11
yadā pipeṣa mātaraṃ pitaram |
putraḥ pramudito dhayann |
ahiṃsitau pitarau mayā tat |
tad agne anṛṇo bhavāmi svāhā ||
agnayedam ||
Bedeutung: Wenn der Sohn beim frohen Saugen Mutter oder Vater bedrängte und so die Eltern durch mich verletzt wurden: Agni, davon werde ich schuldenfrei. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 12
yad antarikṣaṃ pṛthivīm uta dyām |
yan mātaraṃ pitaraṃ vā jihiṃsima |
agnir mā tasmād enasaḥ| gārhapatyaḥ pramuñcatu |
duritā yāni cakṛma |
karotu mām anenasaṃ svāhā ||
agnaye gārhapatyayedam ||
Bedeutung: Wenn wir Zwischenraum, Erde oder Himmel, Mutter oder Vater verletzt haben: Agni als Herr des Hausfeuers löse mich davon. Von unseren schlechten Taten mache er mich frei. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 13
yadāśasā niśasā yat parāśasā |
yad enaś-cakṛmā nūtanaṃ yat purāṇam |
agnir mā tasmād enasaḥ |
gārhapatyaḥ pramuñcatu |
duritā yāni cakṛma |
karotu mām anenasaṃ svāhā ||
agnaye gārhapatyayedam ||
Bedeutung: Was wir durch verletzende Rede, Beschuldigung oder Verwünschung an neuer oder alter Verfehlung begangen haben: Agni als Herr des Hausfeuers löse mich davon und mache mich von unseren schlechten Taten frei. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 14
atikrāmāmi duritaṃ yad enaḥ |
jahāmi ripraṃ parame sadhasthe |
yatra yanti sukṛto nāpi duṣkṛtaḥ |
tam ārohāmi sukṛtāṃ nu lokaṃ svāhā ||
agnayedam ||
Bedeutung: Ich überschreite das Unheil und die Schuld; die Befleckung lasse ich in der höchsten Wohnstatt zurück. Ich steige zu jener Welt der Gutwirkenden auf, zu der die Täter des Guten, nicht des Bösen, gelangen. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 15
trite devā amṛjatai tad enaḥ |
trita etan manuṣyeṣu māmṛje |
tato mā yadi kiñcid ānaśe |
agnir mā tasmād enasaḥ |
gārhapatyaḥ pramuñcatu |
duritā yāni cakṛma |
karotu mām anenasaṃ svāhā ||
agnaye gārhapatyayedam ||
Bedeutung: Die Götter wischten diese Verfehlung auf Trita ab, Trita wiederum auf die Menschen. Wenn etwas davon mich erreicht hat, löse Agni als Herr des Hausfeuers mich davon und mache mich frei von unseren schlechten Taten. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 16
divi jātā apsu jātāḥ |
yā jātā oṣadhībhyaḥ |
atho yā agnijā āpaḥ |
tā naḥ śundhantu śundhanīḥ svāhā |
adbhyaḥ śundhanībhya idaṃ ||
Bedeutung: Die im Himmel, in den Wassern, aus den Pflanzen und aus dem Feuer geborenen Wasser mögen uns reinigen, die reinigenden Kräfte. Svaha; dies gilt den reinigenden Wassern.
Hauptgabe 17
yadāpo naktaṃ duritaṃ carāma |
yadvā divā nūtanaṃ |
yat purāṇaṃ |
hiraṇya varṇāstata utpunīta naḥ svāhā ||
adbhyo hiraṇyavarṇābhyām idaṃ ||
Bedeutung: Ihr goldfarbenen Wasser, reinigt uns von dem Unrecht, das wir nachts oder tags begangen haben, von neuer wie alter Verfehlung. Svaha; diese Gabe gilt den goldfarbenen Wassern.
19. Varunas lösende Gnade
Bringe bei jedem Svaha einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Jede hier angeführte Formel erhält genau eine Gabe.
Hauptgabe 18
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyāca mṛḍaya |
tvām avasyurācake svāhā ||
varuṇāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; nach deinem Schutz verlangend rufe ich dich an. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 19
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tadā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ svāhā ||
varuṇāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Mit heiligem Wort und Verehrung komme ich zu dir; danach verlangt der Opfernde mit seinen Gaben. Sei uns hier ohne Zorn zugewandt, weithin gepriesener Varuna, und raube uns die Lebenszeit nicht. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 20
tvanno agne varuṇasya vidvān devasya heḍo 'vayāsi sīṣṭhāḥ |
yajiṣṭho vahnitamaś śośucāno viśvā dveṣāṃsi pramumugdhy asmat svāhā |
agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, du kennst des Gottes Varuna Zorn; wende ihn ab. Du Verehrungswürdigster, bester Gabenträger, hell Flammender: Löse alle Feindschaft von uns. Svaha; dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 21
sa tvanno agne 'vamo bhavotī nediṣṭho asya uṣaso vyuṣṭau |
avayakṣva no varuṇaṃ rarāṇo vīhi mṛḍīkaṃ suhavo na edhi svāhā |
agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, sei uns der Nächste in deiner Hilfe beim Aufleuchten dieser Morgenröte. Stimme Varuna uns gnädig; komme mit Erbarmen und sei leicht anzurufen. Svaha; dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 22
tvam agne ayāsi |
ayā san manasā hitaḥ |
ayā san havyam ūhiṣe |
ayā no dhehi bheṣajaṃ-svāhā |
agni-ayase idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, du bist Ayas, im Geist verankert; als solcher trägst du die Opfergabe. Gewähre uns Heilung. Svaha; dies gilt Agni Ayas, nicht mir.
Hauptgabe 23
yadadīvyannṛṇam ahaṃ babhūvāditsanvā sañjagara janebhyaḥ |
agnir mā tasmād indraśca saṃvidānau pramuñcatāṃ svāhā ||
agnīndrābhyaṃ idaṃ ||
Bedeutung: Wenn ich beim Würfelspiel Schuldner geworden bin oder anderen etwas zu geben versprochen habe: Agni und Indra mögen mich einträchtig davon befreien. Svaha; dies gilt Agni und Indra.
Hauptgabe 24
yaddhastābhyāṃ cakara kilbiṣāṇy-akṣāṇāṃ vagnum upajighnamānaḥ |
ugraṃ paśyā ca rāṣṭrabhṛcca tānyapsarasāv anudattam ṛṇāni svāhā ||
ugraṃ paśye rāṣṭrabhṛdbhyāṃ apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Was ich mit den Händen an Verfehlungen beging, dem Geräusch der Würfel nachgehend: Ugrampashya und Rashtrabhrit, ihr beiden Apsaras, treibt diese Schulden fort. Svaha; dies gilt euch.
Hauptgabe 25
ugraṃ paśye rāṣṭrabhṛt kilbiṣāṇi yad akṣavṛttam anudattam etat |
nenna ṛṇān ṛṇava itsamāno yamasya loke adhi rajjur āya svāhā ||
ugraṃ paśye rāṣṭrabhṛdbhyāṃ apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Ugrampashya und Rashtrabhrit, treibt die Schuld des Würfelspiels fort, damit der Schuldbeladene uns nicht in Yamas Welt an das Seil bindet. Svaha; diese Gabe gilt euch beiden Apsaras.
Hauptgabe 26
ava te heḍa varuṇa namobhirava yajñebhir īmahe havirbhiḥ |
kṣayanna asmabhyam asura praceto rājann enāṃsi śiśrathaḥ kṛtāni svāhā ||
varuṇāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Varuna, durch Verneigung, Opfer und Gaben suchen wir deinen Zorn abzuwenden. Weiser, mächtiger König, löse die Verfehlungen, die wir begangen haben. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 27
uduttamaṃ varuṇa pāśam asmad avādhamaṃ vi madhyamaṃ śrathāya |
athā vayam āditya vrate tavānāgaso aditaye syāma svāhā |
varuṇāyedaṃ |
Bedeutung: Varuna, löse von uns die oberste Schlinge, die unterste und die mittlere. Mögen wir, Aditya, in deiner Ordnung schuldlos vor Aditi sein. Svaha; dies gilt Varuna.
Hauptgabe 28
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyāca mṛḍaya |
tvām avasyurācake svāhā ||
varuṇāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; nach deinem Schutz verlangend rufe ich dich an. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 29
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tadā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ svāhā |
varuṇāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Mit heiligem Wort und Verehrung komme ich zu dir; danach verlangt der Opfernde mit seinen Gaben. Sei uns hier ohne Zorn zugewandt, weithin gepriesener Varuna, und raube uns die Lebenszeit nicht. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 30
tvanno agne varuṇasya vidvān devasya heḍo 'vayāsi sīṣṭhāḥ |
yajiṣṭho vahnitamaś śośucāno viśvā dveṣāṃsi pramumugdhy asmat svāhā |
agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, du kennst des Gottes Varuna Zorn; wende ihn ab. Du Verehrungswürdigster, bester Gabenträger, hell Flammender: Löse alle Feindschaft von uns. Svaha; dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 31
sa tvanno agne 'vamo bhavotī nediṣṭho asya uṣaso vyuṣṭau |
avayakṣva no varuṇaṃ rarāṇo vīhi mṛḍīkaṃ suhavo na edhi svāhā |
agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, sei uns der Nächste in deiner Hilfe beim Aufleuchten dieser Morgenröte. Stimme Varuna uns gnädig; komme mit Erbarmen und sei leicht anzurufen. Svaha; dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 32
tvam agne ayāsi |
ayā san manasā hitaḥ |
ayā san havyam ūhiṣe |
ayā no dhehi bheṣajaṃ-svāhā |
agni-ayase idaṃ na mama ||
Bedeutung: Agni, du bist Ayas, im Geist verankert; als solcher trägst du die Opfergabe. Gewähre uns Heilung. Svaha; dies gilt Agni Ayas, nicht mir.
20. Abwehr, Heilung und Lebenskraft
Bringe bei jedem Svaha einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Jede hier angeführte Formel erhält genau eine Gabe.
Hauptgabe 33
saṅkusuko vikusuko nirṛtho yaśca nisvanaḥ |
te 'smad yakṣmam anāgāso dūrād dūram acīcatam svāhā ||
saṅkusuka-vikusuka-nirṛtha niḥsvanebhya idaṃ ||
Bedeutung: Sankusuka, Vikusuka, Nirritha und Nisvana: Treibt Krankheit weit, weit von uns Schuldlosen fort. Svaha; diese Gabe gilt euch.
Hauptgabe 34
niryakṣmam acīcate kṛtyāṃ nirṛtiṃ ca |
tena yo 'smat samṛcchātai tamasmai prasuvām asi svāhā ||
niryakṣma nirṛtibhyām idaṃ ||
Bedeutung: Die Krankheit, schädliche Zauberei und Nirriti werden fortgetrieben. Wer uns damit begegnet, dem senden wir dies zurück. Svaha; die Gabe gilt den genannten abwehrenden Kräften.
Hauptgabe 35
duśśaṃsānuśaṃsābhyāṃ ghaṇenānu ghaṇena ca |
tenānyo 'smat samṛcchātai tam asmai prasuvām asi svāhā ||
duḥśaṃsānuśaṃsābhyāṃ ghaṇānughaṇābhyām idaṃ ||
Bedeutung: Mit Duhshamsa und Anushamsa, mit Schlag und Gegenschlag: Wer uns damit begegnet, dem senden wir dies zurück. Svaha; die Gabe gilt diesen abwehrenden Kräften.
Hauptgabe 36
saṃ varcasā payasā saṃ tanūbhir aganmahi manasā saṃ śivena |
tvaṣṭā no atra vidadhātu rāyo'nu mārṣṭu tanvo yad viliṣṭaṃ svāhā ||
tvaṣṭa idaṃ ||
Bedeutung: Wir sind mit Glanz, Nahrung und unseren Körpern, mit heilsamem Geist zusammengekommen. Tvashtar gewähre hier Gedeihen und heile, was an unserem Leib verletzt ist. Svaha; dies gilt Tvashtar.
Hauptgabe 37
āyuṣṭe viśvato dadhad ayam agnir vareṇyaḥ |
punaste prāṇa āyāti parā yakṣmaṃ suvāmi te svāhā ||
Bedeutung: Dieser verehrungswürdige Agni gebe dir von allen Seiten Leben. Deine Lebenskraft kehre zurück; die Krankheit treibe ich von dir fort. Svaha.
Hauptgabe 38
āyurdā agne haviṣo juṣāṇo ghṛta pratīko ghṛta-yonir edhi |
ghṛtaṃ pītvā madhu cāru gavyaṃ piteva putram abhi rakṣatād imaṃ svāhā ||
Bedeutung: Lebenspendender Agni, erfreue dich an der Gabe; Ghee sei dein Antlitz und dein Ursprung. Trinke das süße, schöne Ghee von der Kuh und beschütze diesen Menschen wie ein Vater den Sohn. Svaha.
Hauptgabe 39
imam agna āyuṣe varcase kṛdhi tigmam ojo varuṇa saṃ śiśādhi |
mātevāsmā adite śarma yaccha viśve devā jaradaṣṭir yathā'sat svāhā ||
viśvebhyo devebhyo idaṃ ||
Bedeutung: Agni, schenke diesem Menschen Leben und Glanz. Varuna, schärfe seine kräftige Stärke. Aditi, gewähre ihm Schutz wie eine Mutter; alle Götter mögen ihn das Alter erreichen lassen. Svaha; dies gilt allen Göttern.
Hauptgabe 40
agna āyūṃṣi pavasa ā suvorjam iṣaṃ ca naḥ |
āre bādhasva ducchunāṃ svāhā ||
agnaye pavamānāyedaṃ ||
Bedeutung: Agni, läutere und schenke Leben, gib uns Kraft und Nahrung. Wehre Unheil in der Ferne ab. Svaha; dies gilt Agni Pavamana.
Hauptgabe 41
agne pavasva svapā asme varcasas suvīryam |
dadhat poṣaṃ rayiṃ mayi svāhā ||
agnaye pavamānayedaṃ ||
Bedeutung: Agni, du gut Wirkender, läutere uns; schenke uns Glanz und Heldenkraft, Nahrung und Fülle. Svaha; dies gilt Agni Pavamana.
Hauptgabe 42
agnir ṛṣiḥ pavamānaḥ pāñcajanyaḥ purohitaḥ |
tamīmahe mahāgayaṃ svāhā ||
agnaye pavamānayedaṃ ||
Bedeutung: Agni ist der läuternde Seher und der Priester der fünf Völker. Ihn bitten wir, den an Gütern Reichen. Svaha; dies gilt Agni Pavamana.
21. Feindseligkeit dem Feuer übergeben
Bringe bei jedem Svaha einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Jede hier angeführte Formel erhält genau eine Gabe. Die alten Verse sprechen in der scharfen Sprache der Feindabwehr. In dieser spirituellen Ausrichtung lege eigene Feindseligkeit und zerstörerische Impulse ins Feuer; sprich ohne den Wunsch, einem Menschen Leid zuzufügen. Die wörtliche Bedeutung bleibt als Zeugnis der Überlieferung sichtbar.
Hauptgabe 43
agne jātān praṇudā naḥ sapatnān pratyajātāñ jātavedo nudasva |
asme dīdihi sumanā aheḍañ charmaṃ te syāma trivarūtha udbhau svāhā |
agnaye jātavedasa idaṃ ||
Bedeutung: Agni, vertreibe unsere bereits geborenen Feinde und wehre auch die noch ungeborenen ab, Jatavedas. Leuchte uns freundlich und ohne Zorn; in deinem dreifachen Schutz seien wir geborgen. Svaha; dies gilt Agni Jatavedas.
Hauptgabe 44
sahasā jātān praṇudā naḥ sapatnān pratyajātāñ jātavedo nudasva |
adhi no brūhi sumanasyamāno vayaṃ syāma praṇudā naḥ sapatnān svāhā ||
agnaye jātavedasa ||
Bedeutung: Vertreibe machtvoll unsere geborenen Feinde und wehre die noch ungeborenen ab, Jatavedas. Sprich freundlich für uns, damit wir unsere Gegner vertreiben können. Svaha; dies gilt Agni Jatavedas.
Hauptgabe 45
agne yo no'bhito jano vṛko vāro jighāṃsati |
tāṃs tvaṃ vṛtrahañ jahi vasvasmabhyamā bhara svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Bedeutung: Agni, wer uns ringsum wie ein Wolf schaden will, den erschlage, Überwinder Vritras, und bringe uns Güter. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 46
agne yo no'bhidāsati samāno yaśca niṣṭyaḥ |
taṃ vayaṃ samidhaṃ kṛtvā tubhyam agne'pi dadhmasi svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Bedeutung: Agni, wer uns angreift, sei es einer der Unseren oder ein Fremder, den machen wir dir zum Brennstoff und legen ihn für dich nieder. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 47
yo naś śapādaśapato yaśca naś śapataś śapāt |
uṣāśca tasmai nimrukca sarvaṃ pāpaṃ samūhatāṃ svāhā ||
uṣo nimrugbhyām ||
Bedeutung: Wer uns verflucht, obwohl wir nicht fluchen, oder uns Fluchenden einen Fluch entgegenschickt: Morgenröte und Sonnenuntergang mögen alles Übel auf ihn häufen. Svaha; dies gilt Morgenröte und Sonnenuntergang.
Hauptgabe 48
yo naḥ sapatno yo raṇo marto'bhidāsati devāḥ |
idhmasyeva prakṣāyato mā tasyoccheṣi kiñcana svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Bedeutung: Ihr Götter, wer unser Gegner ist, welcher Sterbliche uns im Kampf angreift: Wie von verzehrtem Brennholz möge von ihm nichts übrig bleiben. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 49
yo māṃ dveṣṭi jātavedo yaṃ cāhaṃ dveṣmi yaśca māṃ |
sarvāṃs tān agne saṃdaha yāṃścāhaṃ dveṣmi ye ca māṃ svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Bedeutung: Jatavedas, wer mich hasst und wen ich hasse: Verbrenne sie alle, Agni – die, die ich hasse, und die mich hassen. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 50
yo asmabhyam arātīyādyaśca no dveṣate janaḥ |
nindādyo asmān dipsāśca sarvāṃs tān maṣmaṣā kuru svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Bedeutung: Wer uns feind ist und uns hasst, wer uns schmäht und schaden will: Mache sie alle zunichte. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 51
saṃśitaṃ me brahma saṃśitaṃ vīryāṃ balaṃ |
saṃśitaṃ kṣatraṃ me jiṣṇu yasyāham asmi purohitaḥ svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Bedeutung: Geschärft ist meine geistliche Kraft, geschärft sind Stärke und Macht. Geschärft ist die siegreiche Herrschaft dessen, dessen Priester ich bin. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 52
udeṣāṃ bāhū atiramud varco atho balam |
kṣiṇomi brahmaṇā 'mitrān unnayāmi svāṃ ahaṃ svāhā ||
brahmaṇe idaṃ ||
Bedeutung: Ich habe ihre Arme, ihren Glanz und ihre Kraft erhoben. Mit heiligem Wort überwinde ich die Feinde und erhebe die Meinen. Svaha; dies gilt Brahman.
Hauptgabe 53
punar manaḥ punar āyurma āgāt punaś-cakṣuḥ punaś śrotraṃ ma āgāt punaḥ prāṇaḥ punar ākūtaṃ ma āgāt punaś cittaṃ punar ādhītaṃ ma āgāt |
vaiśvānaro me 'dabdhas tanūpā avabādhatāṃ duritāni viśvā svāhā |
agnaye vaiśvānarāyedaṃ ||
Bedeutung: Geist und Leben sind mir wiedergekehrt, Auge und Gehör, Atem, Vorsatz, Bewusstsein und Erlerntes. Vaishvanara, mein unversehrter Leibeshüter, wehre alles Unheil ab. Svaha; dies gilt Agni Vaishvanara.
22. Die leuchtende Kraft empfangen
Bringe bei jedem Svaha einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Jede hier angeführte Formel erhält genau eine Gabe.
Hauptgabe 54
siṃhe vyāghra uta yā pṛdākau |
tviṣiragnau brāhmaṇe sūrye yā |
indraṃ yā devī subhagā jajāna |
sā na āgan varcasā saṃvidānā svāhā ||
Bedeutung: Die leuchtende Kraft im Löwen, Tiger und in der Schlange, im Feuer, Brahmanen und in der Sonne, die segensreiche Göttin, die Indra gebar: Sie komme mit Glanz zu uns. Svaha.
Hauptgabe 55
yā rājanye dundubhāv āyatāyām |
aśvasya krandhe puruṣasya māyau |
indraṃ yā devī subhagā jajāna |
sā na āgan varcasā saṃvidānā svāhā ||
Bedeutung: Die Kraft im Krieger und der gespannten Trommel, im Wiehern des Pferdes und im Ruf des Menschen, die segensreiche Göttin, die Indra gebar: Sie komme mit Glanz zu uns. Svaha.
Hauptgabe 56
yā hastini dvīpini yā hiraṇye |
tviṣiraśveṣu puruṣeṣu goṣu |
indraṃ yā devī subhagā jajāna |
sā na āgan varcasā saṃvidānā svāhā ||
Bedeutung: Die Kraft im Elefanten, Panther und Gold, der Glanz in Pferden, Menschen und Rindern, die segensreiche Göttin, die Indra gebar: Sie komme mit Glanz zu uns. Svaha.
Hauptgabe 57
rathe akṣeṣu vṛṣabhasya vāje |
vāte parjanye varuṇasya śuṣme ||
indraṃ yā devī subhagā jajāna |
sā na āgan varcasā saṃvidānā svāhā |
tviṣyai devyai idaṃ na mama ||
Bedeutung: Die Kraft im Wagen und den Achsen, im Ungestüm des Stieres, in Wind und Regen und in Varunas Macht, die segensreiche Göttin, die Indra gebar: Sie komme mit Glanz zu uns. Svaha; dies gilt der Göttin Tvishi, nicht mir.
23. Die vier Rückkehr-Gaben bestimmen
Nenne vor den letzten vier Hauptgaben Seher, Metrum und Gottheit.
agne 'bhyāvartinn iti catasṛṇām agnir ṛṣis triṣṭup chando 'bhyāvartino devatā ājyahome viniyogaḥ ||
Bedeutung: Für die vier mit „Agne Abhyavartin“ beginnenden Verse: Agni ist der Seher, Trishtubh das Metrum, Abhyavartin die Gottheit; sie werden bei der Ghee-Darbringung verwendet.
24. Abhyavartin: vier Gaben der Wiederkehr
Bringe mit jeder vollständigen Formel eine weitere Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Mit der vierten ist die Folge der einundsechzig Hauptgaben vollendet.
Hauptgabe 58
agne'bhyāvartinn abhina āvartasvāyuṣā varcasā sanyā medhayā prajayā dhanena svāhā ||
agnaye abhyāvartina idaṃ ||
Bedeutung: Agni, du Wiederkehrender, wende dich uns zu mit Leben, Glanz, Gewinn, Einsicht, Nachkommen und Reichtum. Svaha; dies gilt Agni Abhyavartin.
Hauptgabe 59
agne aṅgiraḥ śataṃ te santv āvṛtaḥ sahasraṃ ta upāvṛtaḥ |
tāsāṃ poṣasya poṣeṇa punar no naṣṭamā kṛdhi punar no rayimā kṛdhi svāhā ||
agnaye abhyāvartina idaṃ ||
Bedeutung: Agni Angiras, hundertfach sei dein Zurückkehren, tausendfach deine Zuwendung. Durch das Gedeihen der Fülle bringe uns das Verlorene und unseren Reichtum wieder. Svaha; dies gilt Agni Abhyavartin.
Hauptgabe 60
punar ūrjā nivarttasva punar agna iṣāyuṣā |
punar naḥ pāhi viśvataḥ svāhā ||
agnaye abhyāvartina idaṃ ||
Bedeutung: Kehre mit Kraft wieder, Agni, mit Nahrung und Leben. Schütze uns erneut von allen Seiten. Svaha; dies gilt Agni Abhyavartin.
Hauptgabe 61
saha rayyā nivartasvāgne pinvasya dhārayā |
viśvapsniyā viśvataspari svāhā ||
agnaye abhyāvartina idaṃ ||
Bedeutung: Kehre mit Fülle zurück, Agni; ströme über durch den allseitig nährenden, alles erfüllenden Strom. Svaha; dies gilt Agni Abhyavartin.
25. Das Holz als Paar darbringen
Der Yajamana und seine Ehefrau stehen südlich des Feuers mit Blick nach Norden, jeweils mit einem kleinen Brennholz in den Händen. Beide sprechen die folgende vollständige Gebetsfolge. Am Ende legen sie die beiden Hölzer behutsam ins Feuer. Eine helfende Person hält die sichere Ablage bereit.
Vaishvanara die Verpflichtungen bekennen
vaiśvānarāya prativedayāmo yad īnṛṇaṃ saṅgaro devatāsu |
sa etān pāśān pramucan praveda sa no muñcātu duritād avadyāt ||
Bedeutung: Vaishvanara bekennen wir die Schuld und die den Göttern gegebenen Zusagen. Er weiß diese Fesseln zu lösen; er befreie uns von Unrecht und Tadel.
Um Reinigung der Zusagen bitten
vaiśvānaraḥ pavayān naḥ pavitrair yat saṅgaram abhidhāvāmy āśām |
anājānan manasā yācamāno yad atraino ava tat suvāmi ||
Bedeutung: Vaishvanara reinige uns mit seinen reinigenden Kräften, wenn ich einer Zusage und Erwartung nachgehe. Unwissend im Geist bittend, treibe ich das dabei begangene Unrecht fort.
Die Bindungen lösen
amī ye subhage divi vicṛtau nāma tārake |
prehāmṛtasya yacchatām etad baddhakamocanam |
vijihīrṣva lokān kṛdhi bandhān muñcāsi baddhakam |
yoner iva pracyuto garbhaḥ sarvān patho anuṣva |
sa prajānan pratigṛbhṇīta vidvān prajāpatiḥ prathamajā ṛtasya |
asmābhir dattaṃ jarasaḥ parastād acchinnaṃ tantum anu sañcarema ||
Bedeutung: Ihr beiden glückverheißenden Sterne am Himmel, Vicritau genannt, gewährt hier diese Lösung der Fesseln des Unsterblichen. Öffne die Welten, löse die Bindungen und den Gebundenen. Wie ein Kind aus dem Mutterleib tritt, folge allen Wegen. Der wissende Prajapati, der Erstgeborene der Wahrheit, nehme das von uns Gegebene an. Jenseits des Alters mögen wir dem unzerschnittenen Faden folgen.
Dem Faden der Gabe folgen
tataṃ tantum anveke anu sañcaranti yeṣāṃ dattaṃ pitryam āyanavat |
abandhv eke dadataḥ prayacchād dātuṃ cec chaknavāṃsaḥ svarga eṣām ||
Bedeutung: Manche folgen dem ausgespannten Faden, deren Ahnengabe ihren geordneten Weg nimmt. Andere geben den Verwandtenlosen; wenn sie geben können, geben sie freigebig. Darin liegt ihr Himmel.
Als Paar den gemeinsamen Weg gehen
ārabhethām anu saṃrabhethāṃ samānaṃ panthām avatho ghṛtena |
yad vāṃ pūrtaṃ pariviṣṭaṃ yad agnau tasmai gotrāyeha jāyāpatī saṃrabhethām ||
Bedeutung: Beginnt gemeinsam und wirkt zusammen; geht den gemeinsamen Weg, mit Ghee gesegnet. Was ihr an hilfreichem Werk, bewirtender Gabe und Feueropfer vollbracht habt: Dafür sollen Gattin und Gatte hier gemeinsam für ihre Familie wirken.
Verletzungen bekennen
yad antarikṣaṃ pṛthivīm uta dyāṃ yan mātaraṃ pitaraṃ vā jihiṃsima |
agnir mā tasmād enaso gārhapatya un no neṣad duritā yāni cakṛma ||
Bedeutung: Wenn wir Zwischenraum, Erde oder Himmel, Mutter oder Vater verletzt haben, möge Agni als Herr des Hausfeuers mich aus dieser Schuld und uns aus unseren schlechten Taten herausführen.
Erde und Himmel als Eltern ehren
bhūmir mātāditir no janitraṃ bhrātāntarikṣam abhiśasta enaḥ |
dyaur naḥ pitā pitṛyāc chaṃ bhavāsi jāmim itvā mā vivitsi lokāt ||
Bedeutung: Die Erde ist Mutter, Aditi unser Ursprung, der Zwischenraum Bruder. Der Himmel ist Vater. Diese Verwandtschaft wird angesichts der Schuld angerufen: Gewähre das väterliche Heil und trenne mich nicht von der verwandten Welt.
Die heile Gemeinschaft schauen
yatra suhārdaḥ sukṛto madante vihāya rogaṃ tanvāṃ svāyām |
aśloṇāṅgair ahrutāḥ svarge tatra paśyema pitaraṃ ca putram ||
Bedeutung: Wo Freunde und Gutwirkende sich freuen, nachdem sie die Krankheit ihres Leibes abgelegt haben, unversehrt und mit heilen Gliedern im Himmel: Dort mögen wir Vater und Sohn wiedersehen.
Unrecht beim Empfangen lösen
yad annam admy anṛtena devā dāsyann adāsyann uta vā kariṣyan |
yad devānāṃ cakṣuṣy āgo asti yad eva kiñca pratijagrāham agnir mā tasmād anṛṇaṃ kṛṇotu ||
Bedeutung: Götter, was ich an Nahrung unrechtmäßig esse, gebend oder nicht gebend, mit einem Vorhaben verbunden: Was daran in den Augen der Götter Schuld ist, was immer ich angenommen habe, davon mache Agni mich schuldenfrei.
Empfangene Nahrung und Güter würdigen
yad annam admi bahudhā virūpaṃ vāso hiraṇyam uta gām ajām avim |
yad devānāṃ cakṣuṣy āgo asti yad eva kiñca pratijagrāham agnir mā tasmād anṛṇaṃ kṛṇotu ||
Bedeutung: Was ich an verschiedenartiger Nahrung esse und an Kleidung, Gold, Kuh, Ziege oder Schaf empfange: Was daran in den Augen der Götter Schuld ist, was immer ich angenommen habe, davon mache Agni mich schuldenfrei.
26. Das persönliche Bekenntnis sprechen
Der Yajamana faltet die Hände und spricht die Bitte um Lösung.
yan mayā manasā vācā kṛtam enaḥ kadācana |
sarvasmān meḍito mogdhi tvaṃ hi vettha yathātatham ||
Bedeutung: Was ich irgendwann mit Geist oder Rede an Verfehlung begangen habe: Befreie mich von allem, du Gepriesener; du weißt, wie es in Wahrheit ist.
27. Den besonderen Svishtakrit-Reis darbringen
Sitze wieder westlich des Feuers. Sprich zuerst die beiden Begleitverse. Bei Svaha des dritten Textes bringe eine Portion des bereitgestellten Opferreises dar. Agni Svishtakrit wird um die rechte Vollendung der Gaben gebeten.
Als Paar den gemeinsamen Weg gehen
ārabhethām anu saṃrabhethāṃ samānaṃ panthām avatho ghṛtena |
yad vāṃ pūrtaṃ pariviṣṭaṃ yad agnau tasmai gotrāyeha jāyāpatī saṃrabhethām ||
Bedeutung: Beginnt gemeinsam und wirkt zusammen; geht den gemeinsamen Weg, mit Ghee gesegnet. Was ihr an hilfreichem Werk, bewirtender Gabe und Feueropfer vollbracht habt: Dafür sollen Gattin und Gatte hier gemeinsam für ihre Familie wirken.
Verletzungen bekennen
yad antarikṣaṃ pṛthivīm uta dyāṃ yan mātaraṃ pitaraṃ vā jihiṃsima |
agnir mā tasmād enaso gārhapatya un no neṣad duritā yāni cakṛma ||
Bedeutung: Wenn wir Zwischenraum, Erde oder Himmel, Mutter oder Vater verletzt haben, möge Agni als Herr des Hausfeuers mich aus dieser Schuld und uns aus unseren schlechten Taten herausführen.
Havyavaha-Svishtakrit
havyavāham abhimātiṣāhaṃ | rakṣohaṇaṃ pṛtanāsu jiṣṇum |
jyotiṣmantaṃ dīdyataṃ purandhim | agniṃ sviṣṭakṛtam ā huvema |
sviṣṭam agne abhi tat pṛṇāhi | viśvā deva pṛtanā abhiṣya |
uruṃ naḥ panthāṃ pradiśan vi bhāhi | jyotiṣmad dhehy ajaraṃ na āyuḥ svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||
Bedeutung: Wir rufen Agni Svishtakrit, den Träger der Gaben, Überwinder des feindlichen Ansturms, Vernichter schädlicher Mächte, Sieger im Kampf, den lichtvoll Strahlenden, der Fülle schenkt. Agni, erfülle das wohl Dargebrachte; überwinde alle feindlichen Heere. Zeige uns einen weiten Weg und strahle; schenke uns ein lichtvolles, nicht verfallendes Leben. Svaha; dies gilt Agni Svishtakrit, nicht mir.
28. Den Jayadi-Abschluss beginnen
Nimm den Opferlöffel auf. Die anschließenden drei Folgen umfassen zusammen dreiundfünfzig Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl).
hariḥ oṃ tat sat | asyāṃ śubhatithau etat kuṣmāṇḍahomakarmasamṛddhyarthaṃ jayādihomaṃ kariṣye ||
Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. An diesem günstigen Tag vollziehe ich Jayadi-Homa zur Erfüllung dieses Kushmanda-Homa.
29. Zwölf Jaya-Gaben
Bringe bei jedem Svaha eine kleine Gabe dar. Die Kräfte des Denkens, die Zeit und die heiligen Gesänge werden in die Vollendung der Handlung einbezogen.
Jayadi-Gabe 1
cittañ ca svāhā | cittāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Gedankeninhalt gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 2
cittiś ca svāhā | cittyā idaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Denken gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 3
ākūtañ ca svāhā | ākūtāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Vorsatz gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 4
ākūtiś ca svāhā | ākūtyā idaṃ na mama ||
Bedeutung: Der Absicht gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 5
vijñātañ ca svāhā | vijñātāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Erkannten gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 6
vijñānañ ca svāhā | vijñānāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Der Erkenntnis gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 7
manaś ca svāhā | manasa idaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Geist gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 8
śakvarīś ca svāhā | śakvarībhya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Den Shakvari-Versen gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 9
darśaś ca svāhā | darśāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Neumond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 10
pūrṇamāsaś ca svāhā | pūrṇamāsāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Vollmond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 11
bṛhañ ca svāhā | bṛhata idaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Brihat-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 12
rathantarañ ca svāhā | rathantarāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Dem Rathantara-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
30. Prajapatis Gabe des Sieges verehren
Bringe die dreizehnte Jayadi-Gabe dar.
prajāpatir jayān indrāya vṛṣṇe prāyacchad ugraḥ pṛtanājyeṣu |
tasmai viśaḥ samanam amanta sarvāḥ sa ugraḥ sa hi havyo babhūva svāhā |
prajāpataya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Prajapati verlieh dem kraftvollen Indra Siege, dem Gewaltigen in den Schlachten. Alle Völker beugten sich ihm in Achtung; er wurde mächtig und der Gabe würdig. Svaha; dies gilt Prajapati, nicht mir.
31. Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Bringe zu jeder Formel einmal Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Nach der Rudra-Gabe 27 und nach der Ahnen-Gabe 31 berühre jeweils sauberes Wasser.
Jayadi-Gabe 14: Agni
agnir bhūtānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | agnaya idaṃ ||
Bedeutung: Agni ist Herr der Wesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Agni.
Jayadi-Gabe 15: Indra
indro jyeṣṭhānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | indrāyedaṃ ||
Bedeutung: Indra ist Herr der Höchsten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Indra.
Jayadi-Gabe 16: Yama
yamaḥ pṛthivyā adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | yamāyedaṃ ||
Bedeutung: Yama ist Herr der Erde. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Yama.
Jayadi-Gabe 17: Vayu
vāyur antarikṣasya adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | vāyava idaṃ ||
Bedeutung: Vayu ist Herr des Zwischenraums. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vayu.
Jayadi-Gabe 18: Surya
sūryo divo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | sūryāyedaṃ ||
Bedeutung: Surya ist Herr des Himmels. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Surya.
Jayadi-Gabe 19: Chandra
candramā nakṣatrāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | candramasa idaṃ ||
Bedeutung: Chandra ist Herr der Sterne. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Chandra.
Jayadi-Gabe 20: Brihaspati
bṛhaspatir brahmaṇo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | bṛhaspataya idaṃ ||
Bedeutung: Brihaspati ist Herr des heiligen Wortes. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Brihaspati.
Jayadi-Gabe 21: Mitra
mitraḥ satyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | mitrāyedaṃ ||
Bedeutung: Mitra ist Herr der Wahrheiten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Mitra.
Jayadi-Gabe 22: Varuna
varuṇo 'pām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | varuṇāyedaṃ ||
Bedeutung: Varuna ist Herr der Wasser. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Varuna.
Jayadi-Gabe 23: Samudra
samudraḥ srotyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | samudrāyedaṃ ||
Bedeutung: Samudra ist Herr der Flüsse. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Samudra.
Jayadi-Gabe 24: Nahrung
annaṃ sāmrājyānām adhipatis tan mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | annāyedaṃ ||
Bedeutung: Nahrung ist Herr der Herrschaften. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Nahrung.
Jayadi-Gabe 25: Soma
soma oṣadhīnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | somāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Soma ist Herr der Pflanzen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Soma, nicht mir.
Jayadi-Gabe 26: Savitar
savitā prasavānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | savitra idaṃ ||
Bedeutung: Savitar ist Herr der Antriebe. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Savitar.
Jayadi-Gabe 27: Rudra
rudraḥ paśūnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | rudrāyedaṃ ||
Bedeutung: Rudra ist Herr der Lebewesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Rudra.
Jayadi-Gabe 28: Tvashtar
tvaṣṭā rūpāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | tvaṣṭra idaṃ ||
Bedeutung: Tvashtar ist Herr der Gestalten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Tvashtar.
Jayadi-Gabe 29: Vishnu
viṣṇuḥ parvatānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | viṣṇava idaṃ ||
Bedeutung: Vishnu ist Herr der Berge. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vishnu.
Jayadi-Gabe 30: Maruts
maruto gaṇānām adhipatayas te mām avantu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | marudbhya idaṃ ||
Bedeutung: Die Maruts sind die Herren der Scharen. Sie mögen mich behüten in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Maruts.
Jayadi-Gabe 31: Ahnen
pitaraḥ pitāmahāḥ pare 'vare tatās tatāmahā idam āvata | asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | pitṛbhya idaṃ ||
Bedeutung: Väter, Großväter, fernere und nähere Ahnen, Urväter: Steht uns hier bei. Schützt uns in geistlicher und weltlicher Kraft, in Segensgebet, priesterlichem Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; dies gilt den Ahnen.
32. Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Bringe je eine kleine Gabe bei Svaha dar. Gandharva und Apsaras erscheinen in diesen Versen als göttliche Kräfte von Feuer, Sonne, Mond, Opfer, Geist, Wind, Welt, Regen, Tod und Verlangen; sie werden um Schutz der geistlichen und weltlichen Ordnung gebeten.
Jayadi-Gabe 32
ṛtāṣāḍ ṛtadhāmāgnir gandharvas tasyauṣadhayo apsarasa ūrjo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | agnaye gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Agni, der die Ordnung durchsetzt und in Wahrheit ruht, ist Gandharva. Die Pflanzen sind seine Apsaras, genannt die Nährenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 33
tābhyaḥ svāhā | oṣadhībhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Pflanzen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 34
saṃhito viśvasāmā sūryo gandharvas tasya marīcayo apsarasa āyuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | sūryāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Surya, der Verbundene und vom All Besungene, ist Gandharva. Seine Strahlen sind Apsaras, genannt die Lebenskräfte. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 35
tābhyaḥ svāhā | marīcibhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Sonnenstrahlen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 36
suṣumnaḥ sūryaraśmiś candramā gandharvas tasya nakṣatrāṇy apsaraso bekurayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | candramase gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der huldvolle, von Sonnenstrahlen erhellte Mond ist Gandharva. Die Sterne sind seine Apsaras, genannt Bekuraya. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 37
tābhyaḥ svāhā | nakṣatrebhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Sternen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 38
bhujyuḥ suparṇo yajño gandharvas tasya dakṣiṇā apsarasas stavā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | yajñāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Das schützende, gut geflügelte Opfer ist Gandharva. Die Dankesgaben sind seine Apsaras, genannt die Lobpreisungen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 39
tābhyaḥ svāhā | dakṣiṇābhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Dankesgaben als Apsaras.
Jayadi-Gabe 40
prajāpatir viśvakarmā mano gandharvas tasyark-sāmāny apsaraso vahnayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | manase gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der Geist als Prajapati, der alles gestaltet, ist Gandharva. Die Rik- und Saman-Verse sind seine Apsaras, genannt die Tragenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 41
tābhyaḥ svāhā | ṛksāmebhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Rik- und Saman-Versen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 42
iṣiro viśvavyacā vāto gandharvas tasyāpo apsaraso mudā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | vātāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der kräftige, allumfassende Wind ist Gandharva. Die Wasser sind seine Apsaras, genannt die Freuden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 43
tābhyaḥ svāhā | adbhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Wassern als Apsaras.
Jayadi-Gabe 44
bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
sa no rāśvājyāniṃ rāyaspoṣaṃ suvīryaṃ saṃvatsarīṇāṃ svastiṃ svāhā | bhuvanasya pataya idaṃ ||
Bedeutung: Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Schenke uns unvermindertes Gedeihen, Fülle, Heldenkraft und Wohlergehen durch das Jahr. Svaha; diese Gabe gilt dem Herrn der Welt.
Jayadi-Gabe 45
parameṣṭhy adhipatir mṛtyur gandharvas tasya viśvam apsaraso bhuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der höchste Gebieter, Mrityu, ist Gandharva. Das All ist seine Apsaras, genannt die Welten. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 46
tābhyaḥ svāhā | viśvasmā apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Welten als Apsaras.
Jayadi-Gabe 47
sukṣitiḥ subhūtir bhadrakṛt suvarvān parjanyo gandharvas tasya vidyuto apsaraso ruco nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | parjanyāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Parjanya, mit guter Wohnstatt und gutem Gedeihen, heilwirkend und lichtvoll, ist Gandharva. Die Blitze sind seine Apsaras, genannt die Leuchtenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 48
tābhyaḥ svāhā | vidyudbhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Blitzen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 49
dūrehetir amṛḍayo mṛtyur gandharvas tasya prajā apsaraso bhīruvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der fern treffende, unerbittliche Tod ist Gandharva. Die Geschöpfe sind seine Apsaras, genannt die Furchtsamen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 50
tābhyaḥ svāhā | prajābhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den Geschöpfen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 51
cāruḥ kṛpaṇakāśī kāmo gandharvas tasyādhayo apsarasaḥ śocayantīr nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | kāmāya gandharvāyedaṃ ||
Bedeutung: Der anziehende, verlangend blickende Kama ist Gandharva. Die bekümmernden Gedanken sind seine Apsaras, genannt die Brennenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 52
tābhyaḥ svāhā | ādhibhyo apsarobhya idaṃ ||
Bedeutung: Svaha; diese Gabe gilt den bekümmernden Gedanken als Apsaras.
Jayadi-Gabe 53
sa no bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
uru brahmaṇe 'smai kṣatrāya mahi śarma yaccha svāhā | bhuvanasya pataye brahmaṇa idaṃ ||
Bedeutung: Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Gewähre dieser geistlichen und weltlichen Kraft weiten, großen Schutz. Svaha; dies gilt Brahman, dem Herrn der Welt.
33. Prajapati und die drei Welten
Bringe zuerst Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Prajapati dar; danach folgen drei kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Agni, Vayu und Surya.
prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||
Bedeutung: Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.
34. Svishtakrit
Bringe bei svaha eine weitere kleine Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer dar. Die in diesem Homa gewählte Opfersubstanz wird auch für Svishtakrit verwendet.
yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||
Bedeutung: Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.
35. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Bestreiche die drei Begrenzungshölzer mit etwas Ghee (bzw. Pflanzenöl). Gib zuerst das mittlere, westliche Holz ins Feuer, dann die beiden anderen. Fülle den größeren Opferlöffel mit vier kleinen Schöpflöffeln Ghee (bzw. Pflanzenöl), halte den kleinen darüber und lasse einen ruhigen Strom ins Feuer fließen. Danach folgt die zweite, einzelne Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl).
svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.
36. Nicht bemerkte Fehler übergeben
Der Yajamana spricht den Vorsatz. Bringe zuerst drei kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) mit den drei Ausgleichsversen dar; anschließend folgen drei weitere Gaben mit den Weltenworten. Jede Gabe fällt auf Svaha.
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||
Bedeutung: In diesem Kushmanda-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir. Danach: Om, Erde, Svaha; Agni gilt dies, nicht mir. Om, Zwischenraum, Svaha; Vayu gilt dies, nicht mir. Om, Himmel, Svaha; Surya gilt dies, nicht mir.
37. Die abschließende Ausgleichsgabe sprechen
Bringe nach dem Vorsatz drei kleine Gaben Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar, je eine bei Svaha.
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇi madhye saṃbhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||
Bedeutung: Für alle möglicherweise während dieses Kushmanda-Homa entstandenen Mängel bringe ich die abschließende Ausgleichsgabe dar. Om, Erde, Svaha: Agni gilt dies, nicht mir. Om, Zwischenraum, Svaha: Vayu gilt dies, nicht mir. Om, Himmel, Svaha: Surya gilt dies, nicht mir.
38. Purnahuti
Fülle den größeren Opferlöffel mit der abschließenden Gabe Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sprich den Text und bringe die Gabe einmal bei agnaye vauṣaṭ dar; beim vorausgehenden svāhā wird nicht schon eine zweite Gabe gegossen.
asya kuṣmāṇḍahomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ viṭnāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||
Bedeutung: Für die vollständige Frucht dieses Kushmanda-Homa bringe ich im Feuer Viṭ die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!
39. Vasordhara
Lasse mit dem folgenden Vers einen dünnen, gleichmäßigen Strom Ghee (bzw. Pflanzenöl) ins Feuer fließen; beende ihn mit svaha.
oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||
Bedeutung: Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.
40. Abschließendes Besprengen
Sammle den Atem ruhig, ohne erzwungenes Anhalten. Besprenge mit einer Blüte den südlichen, westlichen und nördlichen Rand und zuletzt rings um das Feuer.
adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||
Bedeutung: Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.
41. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Lege eine Blüte zum Pranita-Gefäß und sprich die Entlassung.
varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
Bedeutung: Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
42. Wasser in die Richtungen geben
Gieße jeweils ein wenig Pranita-Wasser nach Osten, Süden, Westen und Norden in geeignete Auffangschalen oder auf sauberen Boden. Bei der fünften Formel sprenge etwas nach oben, ohne andere zu treffen. Die praktische Verwendung von Auffangschalen dient dem sauberen Ablauf.
prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||
Bedeutung: Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.
43. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Schaue noch einmal auf das Feuer. Sprich Agnis Gayatri und das Gebet um den guten Weg; führe dann die Hände zum Herzen.
oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||
Bedeutung: Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.
44. Die Schlussgebete
Sprich die Schlussgebete mit gefalteten Händen.
namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā japahomakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
śrīkṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa ||
Bedeutung: Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Japa, Homa und weiteren Handlungen zur Ganzheit führen. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Heiliger Krishna, Krishna, Krishna!
45. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
Lege zum Dank eine letzte Blüte an die zugehörigen Plätze und falte die Hände. Die folgende Brahma-Verabschiedung gilt für einen symbolischen Sitz; einer Person in dieser Rolle danke mit eigenen Worten.
Brahma
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
Bedeutung: Verehrung Brahma. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
46. Segen und Dank
Die Ritualleitung oder eine geachtete anwesende Person spricht den folgenden allgemein passenden Segensvers aus dem Segensanhang. Der Yajamana überreicht anschließend die vereinbarte Dakshina.
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||
Bedeutung: Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.
Nachklang
Lass Feuer und Lampen unter Aufsicht ausbrennen. Asche wird erst nach vollständigem Erkalten entnommen. Teile die unversehrten Speisegaben als Prasad. Unvermischtes reines Ritualwasser kann an eine Pflanze oder auf sauberen Boden gegeben werden; Auffangwasser mit Asche, Öl oder anderen Rückständen wird getrennt entsorgt und nicht getrunken. Reinige die Gefäße und bewahre die Kultgegenstände für die nächste Verehrung auf.
Verweile in stiller Meditation. Erinnere dich an eine konkrete Verpflichtung, die du erfüllen, oder an eine Verletzung, die du heilen möchtest. Widme den nächsten Schritt Narayana: mit Wahrhaftigkeit, Geduld und einem Herzen, das wieder dienen kann.
Zusammenhängende Rezitation
IAST
Die Reihenfolge entspricht den Handlungsschritten; Wiederholungszahlen und bedingte Formeln stehen jeweils im Ablauf.
1. Ramanuja und die versammelte Gemeinschaft ehren
śrīmate rāmānujāya namaḥ |
namas sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnāṃ purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai |
sapratha sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ | tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
2. Um Zustimmung zur Läuterung bitten
aśeṣa he pariṣat bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathoktadakṣiṇām iva svīkṛtya [Gotra im Genitiv] gotrasya [Name im Genitiv] śarmaṇaḥ sapatnīkasya śaraṇāgatiprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ saṃbhāvitabuddhipūrvakābuddhipūrvakākṛtyakaraṇakṛtyākaraṇabhagavadapacārabhāgavadapacārāsahyāpacārarūpanānāvidhānantāpacārajanitabhagavannigrahasaṅkalpaśāntidvārā samasta enāṃsi yāvanti mayi saṃbhavanti tāvat tām enasāṃ nirharaṇadvārā ca bhagavatprītyarthaṃ sakṛt kūṣmāṇḍahomakarma kartuṃ yogyatāsiddhim anugrahāṇa ||
3. Vishnu betrachten und den Vorsatz fassen
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
asyāṃ śubhatithau [Gotra im Genitiv] gotrasya [Name im Genitiv] śarmaṇaḥ sapatnīkasya mama prapattyuttarakṣaṇam ārabhya etatkṣaṇaparyantaṃ nirdeśapūrvakaṃ saṃbhāvitabuddhipūrvakābuddhipūrvakākṛtyakaraṇakṛtyākaraṇabhagavadapacārabhāgavadapacārāsahyāpacārarūpanānāvidhānantāpacārāspṛśyasparśanābhakṣyabhakṣaṇābhojyabhojanāpeyapānāpāṅkteyasahabhojanāpapraveśyapraveśanādyasaṃbhāṣyasaṃbhāṣaṇādijanitabhagavannigrahasaṅkalpaśāntidvārā bhrūṇahatyāyā arvāñci enāṃsi yāvanti mayi saṃbhavanti tāvat tām enasāṃ nirharaṇadvārā ca bhagavatprītyarthaṃ sakṛt kuṣmāṇḍahomaṃ kariṣye ||
4. Die Handlung als Dienst an Vasudeva widmen
Beginn
hariḥ oṃ tat sat | kṛtaṃ ca kariṣyāmi bhagavan nityena bhagavatkaiṅkaryarūpaṃ mahāvibhūticāturātmyabhagavadvāsudevapādāravindārcanena ījyayā bhagavataḥ karmaṇā bhagavantam arcayiṣyāmi ||
Kraftgebet
bhagavato balena bhagavato vīryeṇa bhagavatas tejasā bhagavataḥ karmaṇā bhagavataḥ karma kariṣyāmi bhagavato vāsudevasya ||
Sattvika Tyaga
bhagavān eva svaniyāmyasvarūpasthitipravṛttisvaśeṣataikarasena anenātmanā kartrā svakīyaiś copakaraṇaiḥ svārādhanaikaprayojanāya paramapuruṣaḥ sarvaśeṣī śriyaḥ patiḥ svaśeṣabhūtam idam ijyākhyaṃ karma svasmai svaprītaye svayam eva kārayati ||
5. Boden und Linien
oṃ rudrāya namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ indrāya namaḥ |
oṃ yamāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ somāya namaḥ ||
6. Feuer einsetzen
candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ viṭnāmānam agniṃ sthāpayāmi ||
7. Brahma-Sitz
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇi brahmāṇaṃ tvāṃ vṛṇe |
oṃ khaṃ brahmaṇe namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||
8. Wasser und Pranita-Gefäß
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam ||
9. Zustimmung der göttlichen Kräfte
oṃ adite 'numanyasva |
oṃ anumate 'numanyasva |
oṃ sarasvate 'numanyasva |
oṃ deva savitaḥ prasuva ||
10. Agni-Nyasa
oṃ raṃ hṛdayāya namaḥ |
oṃ rīṃ śirase svāhā |
oṃ rūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
oṃ raiṃ kavacāya huṃ |
oṃ rauṃ netratrayāya vauṣaṭ |
oṃ raḥ astrāya phaṭ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar om iti digbandhaḥ ||
11. Agni betrachten
meṣārūḍhaṃ ca vakrāṅgaṃ jātavedasamanvayam |
dviśīrṣakaṃ saptahastaṃ tripādaṃ saptajihvakam ||
varadaṃ śaktipāṇiṃ ca bibhrāṇaṃ sruksruvau tathā |
abhītidaṃ carmadharaṃ vāme cājyadharaṃ kare ||
catvāri śṛṅgā trayo 'sya pādā dve śīrṣe sapta hastāso 'sya |
tridhā baddho vṛṣabho roravīti maho devo martyān āviveśa |
eṣa hi devaḥ pradiśo 'nu sarvāḥ pūrvo hi jātaḥ sa u garbhe antaḥ |
sa vijāyamānaḥ sa janiṣyamāṇaḥ pratyaṅmukhās tiṣṭhati viśvatomukhaḥ |
he agne prāṅmukho deva mamābhimukho bhava ||
12. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
oṃ agnaye namaḥ | oṃ jātavedase namaḥ | oṃ sahojase namaḥ | oṃ ajirāprabhave namaḥ |
oṃ vaiśvānarāya namaḥ | oṃ naryāpase namaḥ | oṃ paṅktirādhase namaḥ | oṃ visarpiṇe namaḥ |
oṃ śrīyajñapuruṣāya namaḥ | oṃ ātmane namaḥ |
sarvebhyaḥ śrīvaiṣṇavebhyo namaḥ | sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ ||
13. Hüter der Richtungen
oṃ indrāya namaḥ | oṃ agnaye namaḥ | oṃ yamāya namaḥ | oṃ nirṛtaye namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ | oṃ vāyave namaḥ | oṃ somāya namaḥ | oṃ īśānāya namaḥ ||
14. Brennholz darbringen
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇi brahmann idhmam ādhāsye |
ādhatsva ||
15. Erste Ghee-Ströme und Gaben
oṃ prajāpataye svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ indrāya svāhā | indrāyedaṃ na mama |
oṃ agnaye svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ somāya svāhā | somāyedaṃ na mama ||
16. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama |
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇi saṅkalpaprabhṛti etatkṣaṇaparyantaṃ madhye sambhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||
17. Die Hauptdarbringung eröffnen
pūrvoktaguṇaviśeṣaṇaviśiṣṭāyāṃ mama sakalainasāṃ nirharaṇadvārā ca bhagavatprītyarthaṃ sakṛt kuṣmāṇḍahomaṃ hoṣyāmi |
namo brahmaṇe namo 'stv agnaye namaḥ pṛthivyai nama auṣadhībhyaḥ |
namo vāce namo vācaspataye namo viṣṇave bṛhate karomi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
18. Wahrheit, Verantwortung und Reinigung
Hauptgabe 1
oṃ bhūḥ bhuvaḥ suvaḥ |
tat savituḥ vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt svāhā ||
savitra idaṃ na mama ||
Hauptgabe 2
yaddevā deva-heḷanaṃ devāsaś cakṛmā vayam |
ādityās tasmān mā muñcatartasyartena māmita svāhā ||
devebhya ādityebhya idaṃ ||
Hauptgabe 3
devā jīvana kāmyā yad vācā'nṛtam ūdima |
tasmān na iha muñcata viśvedevāḥ sajoṣasaḥ svāhā ||
viśvebhyo devebhyo idaṃ ||
Hauptgabe 4
ṛtena dyāvā-pṛthivī ṛtena tvaṃ sarasvati |
kṛtānnaḥ pāhyenaso yat kiñcānṛtam ūdima svāhā ||
dyāvāpṛthivībhyāṃ sarasvatyā idaṃ ||
Hauptgabe 5
indrāgnī mitrā-varuṇau somo dhātā bṛhaspatiḥ |
te no muñcantvenaso yad anya kṛtam ārima svāhā ||
indrāgnibhyāṃ mitrāvaruṇābhyāṃ somodhātṛ bṛhaspatibhya idaṃ ||
Hauptgabe 6
sajātaśaṃsād uta jāmiśaṃsāj jyāyasaḥ śaṃsād uta vā kanīyasaḥ |
anādhṛṣṭaṃ deva-kṛtaṃ yad enas tasmāt tvam asmāñ jātavedo mumugdhi svāhā ||
agnaye jātavedase idaṃ na mama ||
Hauptgabe 7
yad vācā yan manasā bāhubhyām ūrubhyām aṣṭhīvadbhyāṃ śiśnair yad anṛtaṃ cakṛmā vayam |
agnir mā tasmād enaso gārhapatyaḥ pramuñcatu cakṛmā yāni duṣkṛtā svāhā ||
agnaye gārhapatyedam ||
Hauptgabe 8
yena trito arṇavān nirbabhūva yena sūryaṃ tamaso nirmumoca |
yenendro viśvā ajahād arātīstenāhaṃ jyotiṣā jyotir ānaśāna ākṣi svāhā ||
agnaye jyotiṣa idaṃ ||
Hauptgabe 9
yat kusīdam apratīttaṃ mayeha yena yamasya nidhinā carāmi |
etat tad agne anṛṇo bhavāmi jīvanneva prati tatte dadhāmi svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Hauptgabe 10
yan mayi mātā garbhe sati |
enaś-cakāra yat pitā |
agnirmā tasmād enasaḥ |
gārhapatyaḥ pramuñcatu |
duritā yāni cakṛma |
karotu mām anenasaṃ svāhā ||
agnaye gārhapatyayedam ||
Hauptgabe 11
yadā pipeṣa mātaraṃ pitaram |
putraḥ pramudito dhayann |
ahiṃsitau pitarau mayā tat |
tad agne anṛṇo bhavāmi svāhā ||
agnayedam ||
Hauptgabe 12
yad antarikṣaṃ pṛthivīm uta dyām |
yan mātaraṃ pitaraṃ vā jihiṃsima |
agnir mā tasmād enasaḥ| gārhapatyaḥ pramuñcatu |
duritā yāni cakṛma |
karotu mām anenasaṃ svāhā ||
agnaye gārhapatyayedam ||
Hauptgabe 13
yadāśasā niśasā yat parāśasā |
yad enaś-cakṛmā nūtanaṃ yat purāṇam |
agnir mā tasmād enasaḥ |
gārhapatyaḥ pramuñcatu |
duritā yāni cakṛma |
karotu mām anenasaṃ svāhā ||
agnaye gārhapatyayedam ||
Hauptgabe 14
atikrāmāmi duritaṃ yad enaḥ |
jahāmi ripraṃ parame sadhasthe |
yatra yanti sukṛto nāpi duṣkṛtaḥ |
tam ārohāmi sukṛtāṃ nu lokaṃ svāhā ||
agnayedam ||
Hauptgabe 15
trite devā amṛjatai tad enaḥ |
trita etan manuṣyeṣu māmṛje |
tato mā yadi kiñcid ānaśe |
agnir mā tasmād enasaḥ |
gārhapatyaḥ pramuñcatu |
duritā yāni cakṛma |
karotu mām anenasaṃ svāhā ||
agnaye gārhapatyayedam ||
Hauptgabe 16
divi jātā apsu jātāḥ |
yā jātā oṣadhībhyaḥ |
atho yā agnijā āpaḥ |
tā naḥ śundhantu śundhanīḥ svāhā |
adbhyaḥ śundhanībhya idaṃ ||
Hauptgabe 17
yadāpo naktaṃ duritaṃ carāma |
yadvā divā nūtanaṃ |
yat purāṇaṃ |
hiraṇya varṇāstata utpunīta naḥ svāhā ||
adbhyo hiraṇyavarṇābhyām idaṃ ||
19. Varunas lösende Gnade
Hauptgabe 18
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyāca mṛḍaya |
tvām avasyurācake svāhā ||
varuṇāyedaṃ na mama ||
Hauptgabe 19
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tadā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ svāhā ||
varuṇāyedaṃ na mama ||
Hauptgabe 20
tvanno agne varuṇasya vidvān devasya heḍo 'vayāsi sīṣṭhāḥ |
yajiṣṭho vahnitamaś śośucāno viśvā dveṣāṃsi pramumugdhy asmat svāhā |
agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Hauptgabe 21
sa tvanno agne 'vamo bhavotī nediṣṭho asya uṣaso vyuṣṭau |
avayakṣva no varuṇaṃ rarāṇo vīhi mṛḍīkaṃ suhavo na edhi svāhā |
agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Hauptgabe 22
tvam agne ayāsi |
ayā san manasā hitaḥ |
ayā san havyam ūhiṣe |
ayā no dhehi bheṣajaṃ-svāhā |
agni-ayase idaṃ na mama ||
Hauptgabe 23
yadadīvyannṛṇam ahaṃ babhūvāditsanvā sañjagara janebhyaḥ |
agnir mā tasmād indraśca saṃvidānau pramuñcatāṃ svāhā ||
agnīndrābhyaṃ idaṃ ||
Hauptgabe 24
yaddhastābhyāṃ cakara kilbiṣāṇy-akṣāṇāṃ vagnum upajighnamānaḥ |
ugraṃ paśyā ca rāṣṭrabhṛcca tānyapsarasāv anudattam ṛṇāni svāhā ||
ugraṃ paśye rāṣṭrabhṛdbhyāṃ apsarobhya idaṃ ||
Hauptgabe 25
ugraṃ paśye rāṣṭrabhṛt kilbiṣāṇi yad akṣavṛttam anudattam etat |
nenna ṛṇān ṛṇava itsamāno yamasya loke adhi rajjur āya svāhā ||
ugraṃ paśye rāṣṭrabhṛdbhyāṃ apsarobhya idaṃ ||
Hauptgabe 26
ava te heḍa varuṇa namobhirava yajñebhir īmahe havirbhiḥ |
kṣayanna asmabhyam asura praceto rājann enāṃsi śiśrathaḥ kṛtāni svāhā ||
varuṇāyedaṃ na mama ||
Hauptgabe 27
uduttamaṃ varuṇa pāśam asmad avādhamaṃ vi madhyamaṃ śrathāya |
athā vayam āditya vrate tavānāgaso aditaye syāma svāhā |
varuṇāyedaṃ |
Hauptgabe 28
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyāca mṛḍaya |
tvām avasyurācake svāhā ||
varuṇāyedaṃ na mama ||
Hauptgabe 29
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tadā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ svāhā |
varuṇāyedaṃ na mama ||
Hauptgabe 30
tvanno agne varuṇasya vidvān devasya heḍo 'vayāsi sīṣṭhāḥ |
yajiṣṭho vahnitamaś śośucāno viśvā dveṣāṃsi pramumugdhy asmat svāhā |
agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Hauptgabe 31
sa tvanno agne 'vamo bhavotī nediṣṭho asya uṣaso vyuṣṭau |
avayakṣva no varuṇaṃ rarāṇo vīhi mṛḍīkaṃ suhavo na edhi svāhā |
agni-varuṇābhyām idaṃ na mama ||
Hauptgabe 32
tvam agne ayāsi |
ayā san manasā hitaḥ |
ayā san havyam ūhiṣe |
ayā no dhehi bheṣajaṃ-svāhā |
agni-ayase idaṃ na mama ||
20. Abwehr, Heilung und Lebenskraft
Hauptgabe 33
saṅkusuko vikusuko nirṛtho yaśca nisvanaḥ |
te 'smad yakṣmam anāgāso dūrād dūram acīcatam svāhā ||
saṅkusuka-vikusuka-nirṛtha niḥsvanebhya idaṃ ||
Hauptgabe 34
niryakṣmam acīcate kṛtyāṃ nirṛtiṃ ca |
tena yo 'smat samṛcchātai tamasmai prasuvām asi svāhā ||
niryakṣma nirṛtibhyām idaṃ ||
Hauptgabe 35
duśśaṃsānuśaṃsābhyāṃ ghaṇenānu ghaṇena ca |
tenānyo 'smat samṛcchātai tam asmai prasuvām asi svāhā ||
duḥśaṃsānuśaṃsābhyāṃ ghaṇānughaṇābhyām idaṃ ||
Hauptgabe 36
saṃ varcasā payasā saṃ tanūbhir aganmahi manasā saṃ śivena |
tvaṣṭā no atra vidadhātu rāyo'nu mārṣṭu tanvo yad viliṣṭaṃ svāhā ||
tvaṣṭa idaṃ ||
Hauptgabe 37
āyuṣṭe viśvato dadhad ayam agnir vareṇyaḥ |
punaste prāṇa āyāti parā yakṣmaṃ suvāmi te svāhā ||
Hauptgabe 38
āyurdā agne haviṣo juṣāṇo ghṛta pratīko ghṛta-yonir edhi |
ghṛtaṃ pītvā madhu cāru gavyaṃ piteva putram abhi rakṣatād imaṃ svāhā ||
Hauptgabe 39
imam agna āyuṣe varcase kṛdhi tigmam ojo varuṇa saṃ śiśādhi |
mātevāsmā adite śarma yaccha viśve devā jaradaṣṭir yathā'sat svāhā ||
viśvebhyo devebhyo idaṃ ||
Hauptgabe 40
agna āyūṃṣi pavasa ā suvorjam iṣaṃ ca naḥ |
āre bādhasva ducchunāṃ svāhā ||
agnaye pavamānāyedaṃ ||
Hauptgabe 41
agne pavasva svapā asme varcasas suvīryam |
dadhat poṣaṃ rayiṃ mayi svāhā ||
agnaye pavamānayedaṃ ||
Hauptgabe 42
agnir ṛṣiḥ pavamānaḥ pāñcajanyaḥ purohitaḥ |
tamīmahe mahāgayaṃ svāhā ||
agnaye pavamānayedaṃ ||
21. Feindseligkeit dem Feuer übergeben
Hauptgabe 43
agne jātān praṇudā naḥ sapatnān pratyajātāñ jātavedo nudasva |
asme dīdihi sumanā aheḍañ charmaṃ te syāma trivarūtha udbhau svāhā |
agnaye jātavedasa idaṃ ||
Hauptgabe 44
sahasā jātān praṇudā naḥ sapatnān pratyajātāñ jātavedo nudasva |
adhi no brūhi sumanasyamāno vayaṃ syāma praṇudā naḥ sapatnān svāhā ||
agnaye jātavedasa ||
Hauptgabe 45
agne yo no'bhito jano vṛko vāro jighāṃsati |
tāṃs tvaṃ vṛtrahañ jahi vasvasmabhyamā bhara svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Hauptgabe 46
agne yo no'bhidāsati samāno yaśca niṣṭyaḥ |
taṃ vayaṃ samidhaṃ kṛtvā tubhyam agne'pi dadhmasi svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Hauptgabe 47
yo naś śapādaśapato yaśca naś śapataś śapāt |
uṣāśca tasmai nimrukca sarvaṃ pāpaṃ samūhatāṃ svāhā ||
uṣo nimrugbhyām ||
Hauptgabe 48
yo naḥ sapatno yo raṇo marto'bhidāsati devāḥ |
idhmasyeva prakṣāyato mā tasyoccheṣi kiñcana svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Hauptgabe 49
yo māṃ dveṣṭi jātavedo yaṃ cāhaṃ dveṣmi yaśca māṃ |
sarvāṃs tān agne saṃdaha yāṃścāhaṃ dveṣmi ye ca māṃ svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Hauptgabe 50
yo asmabhyam arātīyādyaśca no dveṣate janaḥ |
nindādyo asmān dipsāśca sarvāṃs tān maṣmaṣā kuru svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Hauptgabe 51
saṃśitaṃ me brahma saṃśitaṃ vīryāṃ balaṃ |
saṃśitaṃ kṣatraṃ me jiṣṇu yasyāham asmi purohitaḥ svāhā ||
agnaya idaṃ ||
Hauptgabe 52
udeṣāṃ bāhū atiramud varco atho balam |
kṣiṇomi brahmaṇā 'mitrān unnayāmi svāṃ ahaṃ svāhā ||
brahmaṇe idaṃ ||
Hauptgabe 53
punar manaḥ punar āyurma āgāt punaś-cakṣuḥ punaś śrotraṃ ma āgāt punaḥ prāṇaḥ punar ākūtaṃ ma āgāt punaś cittaṃ punar ādhītaṃ ma āgāt |
vaiśvānaro me 'dabdhas tanūpā avabādhatāṃ duritāni viśvā svāhā |
agnaye vaiśvānarāyedaṃ ||
22. Die leuchtende Kraft empfangen
Hauptgabe 54
siṃhe vyāghra uta yā pṛdākau |
tviṣiragnau brāhmaṇe sūrye yā |
indraṃ yā devī subhagā jajāna |
sā na āgan varcasā saṃvidānā svāhā ||
Hauptgabe 55
yā rājanye dundubhāv āyatāyām |
aśvasya krandhe puruṣasya māyau |
indraṃ yā devī subhagā jajāna |
sā na āgan varcasā saṃvidānā svāhā ||
Hauptgabe 56
yā hastini dvīpini yā hiraṇye |
tviṣiraśveṣu puruṣeṣu goṣu |
indraṃ yā devī subhagā jajāna |
sā na āgan varcasā saṃvidānā svāhā ||
Hauptgabe 57
rathe akṣeṣu vṛṣabhasya vāje |
vāte parjanye varuṇasya śuṣme ||
indraṃ yā devī subhagā jajāna |
sā na āgan varcasā saṃvidānā svāhā |
tviṣyai devyai idaṃ na mama ||
23. Die vier Rückkehr-Gaben bestimmen
agne 'bhyāvartinn iti catasṛṇām agnir ṛṣis triṣṭup chando 'bhyāvartino devatā ājyahome viniyogaḥ ||
24. Abhyavartin: vier Gaben der Wiederkehr
Hauptgabe 58
agne'bhyāvartinn abhina āvartasvāyuṣā varcasā sanyā medhayā prajayā dhanena svāhā ||
agnaye abhyāvartina idaṃ ||
Hauptgabe 59
agne aṅgiraḥ śataṃ te santv āvṛtaḥ sahasraṃ ta upāvṛtaḥ |
tāsāṃ poṣasya poṣeṇa punar no naṣṭamā kṛdhi punar no rayimā kṛdhi svāhā ||
agnaye abhyāvartina idaṃ ||
Hauptgabe 60
punar ūrjā nivarttasva punar agna iṣāyuṣā |
punar naḥ pāhi viśvataḥ svāhā ||
agnaye abhyāvartina idaṃ ||
Hauptgabe 61
saha rayyā nivartasvāgne pinvasya dhārayā |
viśvapsniyā viśvataspari svāhā ||
agnaye abhyāvartina idaṃ ||
25. Das Holz als Paar darbringen
Vaishvanara die Verpflichtungen bekennen
vaiśvānarāya prativedayāmo yad īnṛṇaṃ saṅgaro devatāsu |
sa etān pāśān pramucan praveda sa no muñcātu duritād avadyāt ||
Um Reinigung der Zusagen bitten
vaiśvānaraḥ pavayān naḥ pavitrair yat saṅgaram abhidhāvāmy āśām |
anājānan manasā yācamāno yad atraino ava tat suvāmi ||
Die Bindungen lösen
amī ye subhage divi vicṛtau nāma tārake |
prehāmṛtasya yacchatām etad baddhakamocanam |
vijihīrṣva lokān kṛdhi bandhān muñcāsi baddhakam |
yoner iva pracyuto garbhaḥ sarvān patho anuṣva |
sa prajānan pratigṛbhṇīta vidvān prajāpatiḥ prathamajā ṛtasya |
asmābhir dattaṃ jarasaḥ parastād acchinnaṃ tantum anu sañcarema ||
Dem Faden der Gabe folgen
tataṃ tantum anveke anu sañcaranti yeṣāṃ dattaṃ pitryam āyanavat |
abandhv eke dadataḥ prayacchād dātuṃ cec chaknavāṃsaḥ svarga eṣām ||
Als Paar den gemeinsamen Weg gehen
ārabhethām anu saṃrabhethāṃ samānaṃ panthām avatho ghṛtena |
yad vāṃ pūrtaṃ pariviṣṭaṃ yad agnau tasmai gotrāyeha jāyāpatī saṃrabhethām ||
Verletzungen bekennen
yad antarikṣaṃ pṛthivīm uta dyāṃ yan mātaraṃ pitaraṃ vā jihiṃsima |
agnir mā tasmād enaso gārhapatya un no neṣad duritā yāni cakṛma ||
Erde und Himmel als Eltern ehren
bhūmir mātāditir no janitraṃ bhrātāntarikṣam abhiśasta enaḥ |
dyaur naḥ pitā pitṛyāc chaṃ bhavāsi jāmim itvā mā vivitsi lokāt ||
Die heile Gemeinschaft schauen
yatra suhārdaḥ sukṛto madante vihāya rogaṃ tanvāṃ svāyām |
aśloṇāṅgair ahrutāḥ svarge tatra paśyema pitaraṃ ca putram ||
Unrecht beim Empfangen lösen
yad annam admy anṛtena devā dāsyann adāsyann uta vā kariṣyan |
yad devānāṃ cakṣuṣy āgo asti yad eva kiñca pratijagrāham agnir mā tasmād anṛṇaṃ kṛṇotu ||
Empfangene Nahrung und Güter würdigen
yad annam admi bahudhā virūpaṃ vāso hiraṇyam uta gām ajām avim |
yad devānāṃ cakṣuṣy āgo asti yad eva kiñca pratijagrāham agnir mā tasmād anṛṇaṃ kṛṇotu ||
26. Das persönliche Bekenntnis sprechen
yan mayā manasā vācā kṛtam enaḥ kadācana |
sarvasmān meḍito mogdhi tvaṃ hi vettha yathātatham ||
27. Den besonderen Svishtakrit-Reis darbringen
Als Paar den gemeinsamen Weg gehen
ārabhethām anu saṃrabhethāṃ samānaṃ panthām avatho ghṛtena |
yad vāṃ pūrtaṃ pariviṣṭaṃ yad agnau tasmai gotrāyeha jāyāpatī saṃrabhethām ||
Verletzungen bekennen
yad antarikṣaṃ pṛthivīm uta dyāṃ yan mātaraṃ pitaraṃ vā jihiṃsima |
agnir mā tasmād enaso gārhapatya un no neṣad duritā yāni cakṛma ||
Havyavaha-Svishtakrit
havyavāham abhimātiṣāhaṃ | rakṣohaṇaṃ pṛtanāsu jiṣṇum |
jyotiṣmantaṃ dīdyataṃ purandhim | agniṃ sviṣṭakṛtam ā huvema |
sviṣṭam agne abhi tat pṛṇāhi | viśvā deva pṛtanā abhiṣya |
uruṃ naḥ panthāṃ pradiśan vi bhāhi | jyotiṣmad dhehy ajaraṃ na āyuḥ svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||
28. Den Jayadi-Abschluss beginnen
hariḥ oṃ tat sat | asyāṃ śubhatithau etat kuṣmāṇḍahomakarmasamṛddhyarthaṃ jayādihomaṃ kariṣye ||
29. Zwölf Jaya-Gaben
Jayadi-Gabe 1
cittañ ca svāhā | cittāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 2
cittiś ca svāhā | cittyā idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 3
ākūtañ ca svāhā | ākūtāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 4
ākūtiś ca svāhā | ākūtyā idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 5
vijñātañ ca svāhā | vijñātāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 6
vijñānañ ca svāhā | vijñānāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 7
manaś ca svāhā | manasa idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 8
śakvarīś ca svāhā | śakvarībhya idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 9
darśaś ca svāhā | darśāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 10
pūrṇamāsaś ca svāhā | pūrṇamāsāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 11
bṛhañ ca svāhā | bṛhata idaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 12
rathantarañ ca svāhā | rathantarāyedaṃ na mama ||
30. Prajapatis Gabe des Sieges verehren
prajāpatir jayān indrāya vṛṣṇe prāyacchad ugraḥ pṛtanājyeṣu |
tasmai viśaḥ samanam amanta sarvāḥ sa ugraḥ sa hi havyo babhūva svāhā |
prajāpataya idaṃ na mama ||
31. Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Jayadi-Gabe 14: Agni
agnir bhūtānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | agnaya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 15: Indra
indro jyeṣṭhānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | indrāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 16: Yama
yamaḥ pṛthivyā adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | yamāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 17: Vayu
vāyur antarikṣasya adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | vāyava idaṃ ||
Jayadi-Gabe 18: Surya
sūryo divo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | sūryāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 19: Chandra
candramā nakṣatrāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | candramasa idaṃ ||
Jayadi-Gabe 20: Brihaspati
bṛhaspatir brahmaṇo adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | bṛhaspataya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 21: Mitra
mitraḥ satyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | mitrāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 22: Varuna
varuṇo 'pām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | varuṇāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 23: Samudra
samudraḥ srotyānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | samudrāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 24: Nahrung
annaṃ sāmrājyānām adhipatis tan mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | annāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 25: Soma
soma oṣadhīnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | somāyedaṃ na mama ||
Jayadi-Gabe 26: Savitar
savitā prasavānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | savitra idaṃ ||
Jayadi-Gabe 27: Rudra
rudraḥ paśūnām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | rudrāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 28: Tvashtar
tvaṣṭā rūpāṇām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | tvaṣṭra idaṃ ||
Jayadi-Gabe 29: Vishnu
viṣṇuḥ parvatānām adhipatiḥ sa mām avatu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | viṣṇava idaṃ ||
Jayadi-Gabe 30: Maruts
maruto gaṇānām adhipatayas te mām avantu asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | marudbhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 31: Ahnen
pitaraḥ pitāmahāḥ pare 'vare tatās tatāmahā idam āvata | asmin brahmann asmin kṣatre 'syām āśiṣy asyāṃ purodhāyām asmin karmann asyāṃ devahūtyāṃ svāhā | pitṛbhya idaṃ ||
32. Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Jayadi-Gabe 32
ṛtāṣāḍ ṛtadhāmāgnir gandharvas tasyauṣadhayo apsarasa ūrjo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | agnaye gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 33
tābhyaḥ svāhā | oṣadhībhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 34
saṃhito viśvasāmā sūryo gandharvas tasya marīcayo apsarasa āyuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | sūryāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 35
tābhyaḥ svāhā | marīcibhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 36
suṣumnaḥ sūryaraśmiś candramā gandharvas tasya nakṣatrāṇy apsaraso bekurayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | candramase gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 37
tābhyaḥ svāhā | nakṣatrebhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 38
bhujyuḥ suparṇo yajño gandharvas tasya dakṣiṇā apsarasas stavā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | yajñāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 39
tābhyaḥ svāhā | dakṣiṇābhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 40
prajāpatir viśvakarmā mano gandharvas tasyark-sāmāny apsaraso vahnayo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | manase gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 41
tābhyaḥ svāhā | ṛksāmebhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 42
iṣiro viśvavyacā vāto gandharvas tasyāpo apsaraso mudā nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | vātāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 43
tābhyaḥ svāhā | adbhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 44
bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
sa no rāśvājyāniṃ rāyaspoṣaṃ suvīryaṃ saṃvatsarīṇāṃ svastiṃ svāhā | bhuvanasya pataya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 45
parameṣṭhy adhipatir mṛtyur gandharvas tasya viśvam apsaraso bhuvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 46
tābhyaḥ svāhā | viśvasmā apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 47
sukṣitiḥ subhūtir bhadrakṛt suvarvān parjanyo gandharvas tasya vidyuto apsaraso ruco nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | parjanyāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 48
tābhyaḥ svāhā | vidyudbhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 49
dūrehetir amṛḍayo mṛtyur gandharvas tasya prajā apsaraso bhīruvo nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | mṛtyave gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 50
tābhyaḥ svāhā | prajābhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 51
cāruḥ kṛpaṇakāśī kāmo gandharvas tasyādhayo apsarasaḥ śocayantīr nāma | sa idaṃ brahma kṣatraṃ pātu tā idaṃ brahma kṣatraṃ pāntu tasmai svāhā | kāmāya gandharvāyedaṃ ||
Jayadi-Gabe 52
tābhyaḥ svāhā | ādhibhyo apsarobhya idaṃ ||
Jayadi-Gabe 53
sa no bhuvanasya pate yasya ta upari gṛhā iha ca |
uru brahmaṇe 'smai kṣatrāya mahi śarma yaccha svāhā | bhuvanasya pataye brahmaṇa idaṃ ||
33. Prajapati und die drei Welten
prajāpate na tvad etāny anyo viśvā jātāni pari tā babhūva |
yatkāmās te juhumas tan no astu vayaṃ syāma patayo rayīṇāṃ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyava idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāyedaṃ na mama ||
34. Svishtakrit
yad asya karmaṇo 'tyarīricaṃ yad vā nyūnam ihākaram |
agniṣ ṭat sviṣṭakṛd vidvān sarvaṃ sviṣṭaṃ suhutaṃ karotu svāhā |
agnaye sviṣṭakṛta idaṃ na mama ||
35. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
svāhā | vasubhyo rudrebhya ādityebhyaḥ saṃsrāvabhāgebhya idaṃ na mama |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā | prajāpataya idaṃ na mama ||
36. Nicht bemerkte Fehler übergeben
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇy avijñātaprāyaścittādīni kariṣye |
anājñātaṃ yad ajñātaṃ yajñasya kriyate mithu |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
puruṣasaṃmito yajño yajñaḥ puruṣasaṃmitaḥ |
agne tad asya kalpaya tvaṃ hi vettha yathātathaṃ svāhā | agnaya idaṃ na mama |
yat pākatra manasā dīnadakṣā na yajñasya manvate martāsaḥ |
agniṣ ṭad dhotā kratuvid vijānan yajiṣṭho devān kratuśo yajāti svāhā | agnaya idaṃ na mama ||
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||
37. Die abschließende Ausgleichsgabe sprechen
asmin kuṣmāṇḍahomakarmaṇi madhye saṃbhāvitasamastadoṣaprāyaścittārthaṃ sarvaprāyaścittaṃ hoṣyāmi |
oṃ bhūḥ svāhā | agnaye idaṃ na mama |
oṃ bhuvaḥ svāhā | vāyave idaṃ na mama |
oṃ suvaḥ svāhā | sūryāya idaṃ na mama ||
38. Purnahuti
asya kuṣmāṇḍahomakarmaṇaḥ sampūrṇaphalaprāptyarthaṃ viṭnāmāgnau pūrṇāhutiṃ hoṣyāmi |
tadanantaraṃ sāṅgatasiddhyarthaṃ vasordhārāṃ hoṣyāmi |
oṃ pūrṇāhutim uttamāṃ juhoti | sarvaṃ vai pūrṇāhutiḥ | sarvam evāpnoti |
atho iyaṃ vai pūrṇāhutiḥ | asyām eva pratitiṣṭhati svāhā | agnaye vauṣaṭ ||
39. Vasordhara
oṃ sapta te agne samidhaḥ sapta jihvāḥ sapta ṛṣayaḥ sapta dhāma priyāṇi |
sapta hotrāḥ saptadhā tvā yajanti sapta yonīr āpṛṇasva ghṛtena svāhā |
agnaye saptavata idaṃ na mama ||
40. Abschließendes Besprengen
adite 'nvamaṃsthāḥ |
anumate 'nvamaṃsthāḥ |
sarasvate 'nvamaṃsthāḥ |
deva savitaḥ prāsāvīḥ ||
41. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
varuṇāya namaḥ | sakalārādhanaiḥ svarcitam |
yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
42. Wasser in die Richtungen geben
prācyāṃ diśi devā ṛtvijo mārjayantām |
dakṣiṇasyāṃ diśi māsāḥ pitaro mārjayantām |
pratīcyāṃ diśi gṛhāḥ paśavo mārjayantām |
udīcyāṃ diśy āpa oṣadhayo mārjayantām |
ūrdhvāyāṃ diśi yajñaḥ saṃvatsaro yajñapatir mārjayantām ||
43. Agni danken und nach innen zurücknehmen
oṃ vaiśvānarāya vidmahe lālīlāya dhīmahi tan no 'gniḥ pracodayāt |
agne naya supathā rāye asmān viśvāni deva vayunāni vidvan |
yuyodhy asmaj juhurāṇam eno bhūyiṣṭhāṃ te nama uktiṃ vidhema ||
oṃ agnaye namaḥ | agnim ātmany udvāsayāmi ||
44. Die Schlussgebete
namaste gārhapatyāya namaste dakṣiṇāgnaye |
nama āhavanīyāya mahāvedyai namo namaḥ ||
kāṇḍadvayopapādyāya karmabrahmasvarūpiṇe |
svargāpavargarūpāya yajñeśāya namo namaḥ ||
yajñeśācyuta govinda mādhavānanta keśava |
kṛṣṇa viṣṇo hṛṣīkeśa vāsudeva namo 'stu te ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana |
yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai |
yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā japahomakriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||
pramādāt kurvatāṃ karma pracyavetādhvareṣu yat |
smaraṇād eva tad viṣṇoḥ sampūrṇaṃ syād iti śrutiḥ ||
śrīkṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa ||
45. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
oṃ brahmaṇe namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca ||
46. Segen und Dank
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yad yac chreyaskaraṃ loke tat tad astu sadā tava ||
Devanagari
Die Reihenfolge entspricht den Handlungsschritten; Wiederholungszahlen und bedingte Formeln stehen jeweils im Ablauf.
1. Ramanuja und die versammelte Gemeinschaft ehren
श्रीमते रामानुजाय नमः ।
नमस् सदसे नमः सदसस्पतये नमः सखीनां पुरोगाणां चक्षुषे नमो दिवे नमः पृथिव्यै ।
सप्रथ सभां मे गोपाय । ये च सभ्याः सभासदः । तान् इन्द्रियावतः कुरु । सर्वम् आयुर् उपासताम् ॥
2. Um Zustimmung zur Läuterung bitten
अशेष हे परिषत् भवत्पादमूले मया समर्पिताम् इमां सौवर्णीं यत्किञ्चिद् दक्षिणाम् अपि यथोक्तदक्षिणाम् इव स्वीकृत्य [Gotra im Genitiv] गोत्रस्य [Name im Genitiv] शर्मणः सपत्नीकस्य शरणागतिप्रभृति एतत्क्षणपर्यन्तं संभावितबुद्धिपूर्वकाबुद्धिपूर्वकाकृत्यकरणकृत्याकरणभगवदपचारभागवदपचारासह्यापचाररूपनानाविधानन्तापचारजनितभगवन्निग्रहसङ्कल्पशान्तिद्वारा समस्त एनांसि यावन्ति मयि संभवन्ति तावत् ताम् एनसां निर्हरणद्वारा च भगवत्प्रीत्यर्थं सकृत् कूष्माण्डहोमकर्म कर्तुं योग्यतासिद्धिम् अनुग्रहाण ॥
3. Vishnu betrachten und den Vorsatz fassen
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥
हरिः ॐ तत् सत् । श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द ।
अस्यां शुभतिथौ [Gotra im Genitiv] गोत्रस्य [Name im Genitiv] शर्मणः सपत्नीकस्य मम प्रपत्त्युत्तरक्षणम् आरभ्य एतत्क्षणपर्यन्तं निर्देशपूर्वकं संभावितबुद्धिपूर्वकाबुद्धिपूर्वकाकृत्यकरणकृत्याकरणभगवदपचारभागवदपचारासह्यापचाररूपनानाविधानन्तापचारास्पृश्यस्पर्शनाभक्ष्यभक्षणाभोज्यभोजनापेयपानापाङ्क्तेयसहभोजनापप्रवेश्यप्रवेशनाद्यसंभाष्यसंभाषणादिजनितभगवन्निग्रहसङ्कल्पशान्तिद्वारा भ्रूणहत्याया अर्वाञ्चि एनांसि यावन्ति मयि संभवन्ति तावत् ताम् एनसां निर्हरणद्वारा च भगवत्प्रीत्यर्थं सकृत् कुष्माण्डहोमं करिष्ये ॥
4. Die Handlung als Dienst an Vasudeva widmen
Beginn
हरिः ॐ तत् सत् । कृतं च करिष्यामि भगवन् नित्येन भगवत्कैङ्कर्यरूपं महाविभूतिचातुरात्म्यभगवद्वासुदेवपादारविन्दार्चनेन ईज्यया भगवतः कर्मणा भगवन्तम् अर्चयिष्यामि ॥
Kraftgebet
भगवतो बलेन भगवतो वीर्येण भगवतस् तेजसा भगवतः कर्मणा भगवतः कर्म करिष्यामि भगवतो वासुदेवस्य ॥
Sattvika Tyaga
भगवान् एव स्वनियाम्यस्वरूपस्थितिप्रवृत्तिस्वशेषतैकरसेन अनेनात्मना कर्त्रा स्वकीयैश् चोपकरणैः स्वाराधनैकप्रयोजनाय परमपुरुषः सर्वशेषी श्रियः पतिः स्वशेषभूतम् इदम् इज्याख्यं कर्म स्वस्मै स्वप्रीतये स्वयम् एव कारयति ॥
5. Boden und Linien
ॐ रुद्राय नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ इन्द्राय नमः ।
ॐ यमाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ सोमाय नमः ॥
6. Feuer einsetzen
चन्द्रमा मनसो जातः । चक्षोः सूर्यो अजायत ।
मुखाद् इन्द्रश्चाग्निश्च । प्राणाद् वायुर् अजायत ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः विट्नामानम् अग्निं स्थापयामि ॥
7. Brahma-Sitz
अस्मिन् कुष्माण्डहोमकर्मणि ब्रह्माणं त्वां वृणे ।
ॐ खं ब्रह्मणे नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥
8. Wasser und Pranita-Gefäß
ॐ वं वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ॥
9. Zustimmung der göttlichen Kräfte
ॐ अदिते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ अनुमते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ सरस्वते ऽनुमन्यस्व ।
ॐ देव सवितः प्रसुव ॥
10. Agni-Nyasa
ॐ रं हृदयाय नमः ।
ॐ रीं शिरसे स्वाहा ।
ॐ रूं शिखायै वषट् ।
ॐ रैं कवचाय हुं ।
ॐ रौं नेत्रत्रयाय वौषट् ।
ॐ रः अस्त्राय फट् ।
ॐ भूर् भुवः सुवर् ॐ इति दिग्बन्धः ॥
11. Agni betrachten
मेषारूढं च वक्राङ्गं जातवेदसमन्वयम् ।
द्विशीर्षकं सप्तहस्तं त्रिपादं सप्तजिह्वकम् ॥
वरदं शक्तिपाणिं च बिभ्राणं स्रुक्स्रुवौ तथा ।
अभीतिदं चर्मधरं वामे चाज्यधरं करे ॥
चत्वारि शृङ्गा त्रयो ऽस्य पादा द्वे शीर्षे सप्त हस्तासो ऽस्य ।
त्रिधा बद्धो वृषभो रोरवीति महो देवो मर्त्यान् आविवेश ।
एष हि देवः प्रदिशो ऽनु सर्वाः पूर्वो हि जातः स उ गर्भे अन्तः ।
स विजायमानः स जनिष्यमाणः प्रत्यङ्मुखास् तिष्ठति विश्वतोमुखः ।
हे अग्ने प्राङ्मुखो देव ममाभिमुखो भव ॥
12. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
ॐ अग्नये नमः । ॐ जातवेदसे नमः । ॐ सहोजसे नमः । ॐ अजिराप्रभवे नमः ।
ॐ वैश्वानराय नमः । ॐ नर्यापसे नमः । ॐ पङ्क्तिराधसे नमः । ॐ विसर्पिणे नमः ।
ॐ श्रीयज्ञपुरुषाय नमः । ॐ आत्मने नमः ।
सर्वेभ्यः श्रीवैष्णवेभ्यो नमः । सर्वेभ्यो ब्राह्मणेभ्यो नमः ॥
13. Hüter der Richtungen
ॐ इन्द्राय नमः । ॐ अग्नये नमः । ॐ यमाय नमः । ॐ निरृतये नमः ।
ॐ वरुणाय नमः । ॐ वायवे नमः । ॐ सोमाय नमः । ॐ ईशानाय नमः ॥
14. Brennholz darbringen
अस्मिन् कुष्माण्डहोमकर्मणि ब्रह्मन्न् इध्मम् आधास्ये ।
आधत्स्व ॥
15. Erste Ghee-Ströme und Gaben
ॐ प्रजापतये स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ इन्द्राय स्वाहा । इन्द्रायेदं न मम ।
ॐ अग्नये स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ सोमाय स्वाहा । सोमायेदं न मम ॥
16. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ।
अस्मिन् कुष्माण्डहोमकर्मणि सङ्कल्पप्रभृति एतत्क्षणपर्यन्तं मध्ये सम्भावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥
17. Die Hauptdarbringung eröffnen
पूर्वोक्तगुणविशेषणविशिष्टायां मम सकलैनसां निर्हरणद्वारा च भगवत्प्रीत्यर्थं सकृत् कुष्माण्डहोमं होष्यामि ।
नमो ब्रह्मणे नमो ऽस्त्व् अग्नये नमः पृथिव्यै नम औषधीभ्यः ।
नमो वाचे नमो वाचस्पतये नमो विष्णवे बृहते करोमि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
18. Wahrheit, Verantwortung und Reinigung
Hauptgabe 1
ॐ भूः भुवः सुवः ।
तत् सवितुः वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् स्वाहा ॥
सवित्र इदं न मम ॥
Hauptgabe 2
यद्देवा देव-हेऌअनं देवासश् चकृमा वयम् ।
आदित्यास् तस्मान् मा मुञ्चतर्तस्यर्तेन मामित स्वाहा ॥
देवेभ्य आदित्येभ्य इदं ॥
Hauptgabe 3
देवा जीवन काम्या यद् वाचाऽनृतम् ऊदिम ।
तस्मान् न इह मुञ्चत विश्वेदेवाः सजोषसः स्वाहा ॥
विश्वेभ्यो देवेभ्यो इदं ॥
Hauptgabe 4
ऋतेन द्यावा-पृथिवी ऋतेन त्वं सरस्वति ।
कृतान्नः पाह्येनसो यत् किञ्चानृतम् ऊदिम स्वाहा ॥
द्यावापृथिवीभ्यां सरस्वत्या इदं ॥
Hauptgabe 5
इन्द्राग्नी मित्रा-वरुणौ सोमो धाता बृहस्पतिः ।
ते नो मुञ्चन्त्वेनसो यद् अन्य कृतम् आरिम स्वाहा ॥
इन्द्राग्निभ्यां मित्रावरुणाभ्यां सोमोधातृ बृहस्पतिभ्य इदं ॥
Hauptgabe 6
सजातशंसाद् उत जामिशंसाज् ज्यायसः शंसाद् उत वा कनीयसः ।
अनाधृष्टं देव-कृतं यद् एनस् तस्मात् त्वम् अस्माञ् जातवेदो मुमुग्धि स्वाहा ॥
अग्नये जातवेदसे इदं न मम ॥
Hauptgabe 7
यद् वाचा यन् मनसा बाहुभ्याम् ऊरुभ्याम् अष्ठीवद्भ्यां शिश्नैर् यद् अनृतं चकृमा वयम् ।
अग्निर् मा तस्माद् एनसो गार्हपत्यः प्रमुञ्चतु चकृमा यानि दुष्कृता स्वाहा ॥
अग्नये गार्हपत्येदम् ॥
Hauptgabe 8
येन त्रितो अर्णवान् निर्बभूव येन सूर्यं तमसो निर्मुमोच ।
येनेन्द्रो विश्वा अजहाद् अरातीस्तेनाहं ज्योतिषा ज्योतिर् आनशान आक्षि स्वाहा ॥
अग्नये ज्योतिष इदं ॥
Hauptgabe 9
यत् कुसीदम् अप्रतीत्तं मयेह येन यमस्य निधिना चरामि ।
एतत् तद् अग्ने अनृणो भवामि जीवन्नेव प्रति तत्ते दधामि स्वाहा ॥
अग्नय इदं ॥
Hauptgabe 10
यन् मयि माता गर्भे सति ।
एनश्-चकार यत् पिता ।
अग्निर्मा तस्माद् एनसः ।
गार्हपत्यः प्रमुञ्चतु ।
दुरिता यानि चकृम ।
करोतु माम् अनेनसं स्वाहा ॥
अग्नये गार्हपत्ययेदम् ॥
Hauptgabe 11
यदा पिपेष मातरं पितरम् ।
पुत्रः प्रमुदितो धयन्न् ।
अहिंसितौ पितरौ मया तत् ।
तद् अग्ने अनृणो भवामि स्वाहा ॥
अग्नयेदम् ॥
Hauptgabe 12
यद् अन्तरिक्षं पृथिवीम् उत द्याम् ।
यन् मातरं पितरं वा जिहिंसिम ।
अग्निर् मा तस्माद् एनसः। गार्हपत्यः प्रमुञ्चतु ।
दुरिता यानि चकृम ।
करोतु माम् अनेनसं स्वाहा ॥
अग्नये गार्हपत्ययेदम् ॥
Hauptgabe 13
यदाशसा निशसा यत् पराशसा ।
यद् एनश्-चकृमा नूतनं यत् पुराणम् ।
अग्निर् मा तस्माद् एनसः ।
गार्हपत्यः प्रमुञ्चतु ।
दुरिता यानि चकृम ।
करोतु माम् अनेनसं स्वाहा ॥
अग्नये गार्हपत्ययेदम् ॥
Hauptgabe 14
अतिक्रामामि दुरितं यद् एनः ।
जहामि रिप्रं परमे सधस्थे ।
यत्र यन्ति सुकृतो नापि दुष्कृतः ।
तम् आरोहामि सुकृतां नु लोकं स्वाहा ॥
अग्नयेदम् ॥
Hauptgabe 15
त्रिते देवा अमृजतै तद् एनः ।
त्रित एतन् मनुष्येषु मामृजे ।
ततो मा यदि किञ्चिद् आनशे ।
अग्निर् मा तस्माद् एनसः ।
गार्हपत्यः प्रमुञ्चतु ।
दुरिता यानि चकृम ।
करोतु माम् अनेनसं स्वाहा ॥
अग्नये गार्हपत्ययेदम् ॥
Hauptgabe 16
दिवि जाता अप्सु जाताः ।
या जाता ओषधीभ्यः ।
अथो या अग्निजा आपः ।
ता नः शुन्धन्तु शुन्धनीः स्वाहा ।
अद्भ्यः शुन्धनीभ्य इदं ॥
Hauptgabe 17
यदापो नक्तं दुरितं चराम ।
यद्वा दिवा नूतनं ।
यत् पुराणं ।
हिरण्य वर्णास्तत उत्पुनीत नः स्वाहा ॥
अद्भ्यो हिरण्यवर्णाभ्याम् इदं ॥
19. Varunas lösende Gnade
Hauptgabe 18
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्याच मृडय ।
त्वाम् अवस्युराचके स्वाहा ॥
वरुणायेदं न मम ॥
Hauptgabe 19
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तदा शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्रमोषीः स्वाहा ॥
वरुणायेदं न मम ॥
Hauptgabe 20
त्वन्नो अग्ने वरुणस्य विद्वान् देवस्य हेडो ऽवयासि सीष्ठाः ।
यजिष्ठो वह्नितमश् शोशुचानो विश्वा द्वेषांसि प्रमुमुग्ध्य् अस्मत् स्वाहा ।
अग्नि-वरुणाभ्याम् इदं न मम ॥
Hauptgabe 21
स त्वन्नो अग्ने ऽवमो भवोती नेदिष्ठो अस्य उषसो व्युष्टौ ।
अवयक्ष्व नो वरुणं रराणो वीहि मृडीकं सुहवो न एधि स्वाहा ।
अग्नि-वरुणाभ्याम् इदं न मम ॥
Hauptgabe 22
त्वम् अग्ने अयासि ।
अया सन् मनसा हितः ।
अया सन् हव्यम् ऊहिषे ।
अया नो धेहि भेषजं-स्वाहा ।
अग्नि-अयसे इदं न मम ॥
Hauptgabe 23
यददीव्यन्नृणम् अहं बभूवादित्सन्वा सञ्जगर जनेभ्यः ।
अग्निर् मा तस्माद् इन्द्रश्च संविदानौ प्रमुञ्चतां स्वाहा ॥
अग्नीन्द्राभ्यं इदं ॥
Hauptgabe 24
यद्धस्ताभ्यां चकर किल्बिषाण्य्-अक्षाणां वग्नुम् उपजिघ्नमानः ।
उग्रं पश्या च राष्ट्रभृच्च तान्यप्सरसाव् अनुदत्तम् ऋणानि स्वाहा ॥
उग्रं पश्ये राष्ट्रभृद्भ्यां अप्सरोभ्य इदं ॥
Hauptgabe 25
उग्रं पश्ये राष्ट्रभृत् किल्बिषाणि यद् अक्षवृत्तम् अनुदत्तम् एतत् ।
नेन्न ऋणान् ऋणव इत्समानो यमस्य लोके अधि रज्जुर् आय स्वाहा ॥
उग्रं पश्ये राष्ट्रभृद्भ्यां अप्सरोभ्य इदं ॥
Hauptgabe 26
अव ते हेड वरुण नमोभिरव यज्ञेभिर् ईमहे हविर्भिः ।
क्षयन्न अस्मभ्यम् असुर प्रचेतो राजन्न् एनांसि शिश्रथः कृतानि स्वाहा ॥
वरुणायेदं न मम ॥
Hauptgabe 27
उदुत्तमं वरुण पाशम् अस्मद् अवाधमं वि मध्यमं श्रथाय ।
अथा वयम् आदित्य व्रते तवानागसो अदितये स्याम स्वाहा ।
वरुणायेदं ।
Hauptgabe 28
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्याच मृडय ।
त्वाम् अवस्युराचके स्वाहा ॥
वरुणायेदं न मम ॥
Hauptgabe 29
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तदा शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्रमोषीः स्वाहा ।
वरुणायेदं न मम ॥
Hauptgabe 30
त्वन्नो अग्ने वरुणस्य विद्वान् देवस्य हेडो ऽवयासि सीष्ठाः ।
यजिष्ठो वह्नितमश् शोशुचानो विश्वा द्वेषांसि प्रमुमुग्ध्य् अस्मत् स्वाहा ।
अग्नि-वरुणाभ्याम् इदं न मम ॥
Hauptgabe 31
स त्वन्नो अग्ने ऽवमो भवोती नेदिष्ठो अस्य उषसो व्युष्टौ ।
अवयक्ष्व नो वरुणं रराणो वीहि मृडीकं सुहवो न एधि स्वाहा ।
अग्नि-वरुणाभ्याम् इदं न मम ॥
Hauptgabe 32
त्वम् अग्ने अयासि ।
अया सन् मनसा हितः ।
अया सन् हव्यम् ऊहिषे ।
अया नो धेहि भेषजं-स्वाहा ।
अग्नि-अयसे इदं न मम ॥
20. Abwehr, Heilung und Lebenskraft
Hauptgabe 33
सङ्कुसुको विकुसुको निरृथो यश्च निस्वनः ।
ते ऽस्मद् यक्ष्मम् अनागासो दूराद् दूरम् अचीचतम् स्वाहा ॥
सङ्कुसुक-विकुसुक-निरृथ निःस्वनेभ्य इदं ॥
Hauptgabe 34
निर्यक्ष्मम् अचीचते कृत्यां निरृतिं च ।
तेन यो ऽस्मत् समृच्छातै तमस्मै प्रसुवाम् असि स्वाहा ॥
निर्यक्ष्म निरृतिभ्याम् इदं ॥
Hauptgabe 35
दुश्शंसानुशंसाभ्यां घणेनानु घणेन च ।
तेनान्यो ऽस्मत् समृच्छातै तम् अस्मै प्रसुवाम् असि स्वाहा ॥
दुःशंसानुशंसाभ्यां घणानुघणाभ्याम् इदं ॥
Hauptgabe 36
सं वर्चसा पयसा सं तनूभिर् अगन्महि मनसा सं शिवेन ।
त्वष्टा नो अत्र विदधातु रायोऽनु मार्ष्टु तन्वो यद् विलिष्टं स्वाहा ॥
त्वष्ट इदं ॥
Hauptgabe 37
आयुष्टे विश्वतो दधद् अयम् अग्निर् वरेण्यः ।
पुनस्ते प्राण आयाति परा यक्ष्मं सुवामि ते स्वाहा ॥
Hauptgabe 38
आयुर्दा अग्ने हविषो जुषाणो घृत प्रतीको घृत-योनिर् एधि ।
घृतं पीत्वा मधु चारु गव्यं पितेव पुत्रम् अभि रक्षताद् इमं स्वाहा ॥
Hauptgabe 39
इमम् अग्न आयुषे वर्चसे कृधि तिग्मम् ओजो वरुण सं शिशाधि ।
मातेवास्मा अदिते शर्म यच्छ विश्वे देवा जरदष्टिर् यथाऽसत् स्वाहा ॥
विश्वेभ्यो देवेभ्यो इदं ॥
Hauptgabe 40
अग्न आयूंषि पवस आ सुवोर्जम् इषं च नः ।
आरे बाधस्व दुच्छुनां स्वाहा ॥
अग्नये पवमानायेदं ॥
Hauptgabe 41
अग्ने पवस्व स्वपा अस्मे वर्चसस् सुवीर्यम् ।
दधत् पोषं रयिं मयि स्वाहा ॥
अग्नये पवमानयेदं ॥
Hauptgabe 42
अग्निर् ऋषिः पवमानः पाञ्चजन्यः पुरोहितः ।
तमीमहे महागयं स्वाहा ॥
अग्नये पवमानयेदं ॥
21. Feindseligkeit dem Feuer übergeben
Hauptgabe 43
अग्ने जातान् प्रणुदा नः सपत्नान् प्रत्यजाताञ् जातवेदो नुदस्व ।
अस्मे दीदिहि सुमना अहेडञ् छर्मं ते स्याम त्रिवरूथ उद्भौ स्वाहा ।
अग्नये जातवेदस इदं ॥
Hauptgabe 44
सहसा जातान् प्रणुदा नः सपत्नान् प्रत्यजाताञ् जातवेदो नुदस्व ।
अधि नो ब्रूहि सुमनस्यमानो वयं स्याम प्रणुदा नः सपत्नान् स्वाहा ॥
अग्नये जातवेदस ॥
Hauptgabe 45
अग्ने यो नोऽभितो जनो वृको वारो जिघांसति ।
तांस् त्वं वृत्रहञ् जहि वस्वस्मभ्यमा भर स्वाहा ॥
अग्नय इदं ॥
Hauptgabe 46
अग्ने यो नोऽभिदासति समानो यश्च निष्ट्यः ।
तं वयं समिधं कृत्वा तुभ्यम् अग्नेऽपि दध्मसि स्वाहा ॥
अग्नय इदं ॥
Hauptgabe 47
यो नश् शपादशपतो यश्च नश् शपतश् शपात् ।
उषाश्च तस्मै निम्रुक्च सर्वं पापं समूहतां स्वाहा ॥
उषो निम्रुग्भ्याम् ॥
Hauptgabe 48
यो नः सपत्नो यो रणो मर्तोऽभिदासति देवाः ।
इध्मस्येव प्रक्षायतो मा तस्योच्छेषि किञ्चन स्वाहा ॥
अग्नय इदं ॥
Hauptgabe 49
यो मां द्वेष्टि जातवेदो यं चाहं द्वेष्मि यश्च मां ।
सर्वांस् तान् अग्ने संदह यांश्चाहं द्वेष्मि ये च मां स्वाहा ॥
अग्नय इदं ॥
Hauptgabe 50
यो अस्मभ्यम् अरातीयाद्यश्च नो द्वेषते जनः ।
निन्दाद्यो अस्मान् दिप्साश्च सर्वांस् तान् मष्मषा कुरु स्वाहा ॥
अग्नय इदं ॥
Hauptgabe 51
संशितं मे ब्रह्म संशितं वीर्यां बलं ।
संशितं क्षत्रं मे जिष्णु यस्याहम् अस्मि पुरोहितः स्वाहा ॥
अग्नय इदं ॥
Hauptgabe 52
उदेषां बाहू अतिरमुद् वर्चो अथो बलम् ।
क्षिणोमि ब्रह्मणा ऽमित्रान् उन्नयामि स्वां अहं स्वाहा ॥
ब्रह्मणे इदं ॥
Hauptgabe 53
पुनर् मनः पुनर् आयुर्म आगात् पुनश्-चक्षुः पुनश् श्रोत्रं म आगात् पुनः प्राणः पुनर् आकूतं म आगात् पुनश् चित्तं पुनर् आधीतं म आगात् ।
वैश्वानरो मे ऽदब्धस् तनूपा अवबाधतां दुरितानि विश्वा स्वाहा ।
अग्नये वैश्वानरायेदं ॥
22. Die leuchtende Kraft empfangen
Hauptgabe 54
सिंहे व्याघ्र उत या पृदाकौ ।
त्विषिरग्नौ ब्राह्मणे सूर्ये या ।
इन्द्रं या देवी सुभगा जजान ।
सा न आगन् वर्चसा संविदाना स्वाहा ॥
Hauptgabe 55
या राजन्ये दुन्दुभाव् आयतायाम् ।
अश्वस्य क्रन्धे पुरुषस्य मायौ ।
इन्द्रं या देवी सुभगा जजान ।
सा न आगन् वर्चसा संविदाना स्वाहा ॥
Hauptgabe 56
या हस्तिनि द्वीपिनि या हिरण्ये ।
त्विषिरश्वेषु पुरुषेषु गोषु ।
इन्द्रं या देवी सुभगा जजान ।
सा न आगन् वर्चसा संविदाना स्वाहा ॥
Hauptgabe 57
रथे अक्षेषु वृषभस्य वाजे ।
वाते पर्जन्ये वरुणस्य शुष्मे ॥
इन्द्रं या देवी सुभगा जजान ।
सा न आगन् वर्चसा संविदाना स्वाहा ।
त्विष्यै देव्यै इदं न मम ॥
23. Die vier Rückkehr-Gaben bestimmen
अग्ने ऽभ्यावर्तिन्न् इति चतसृणाम् अग्निर् ऋषिस् त्रिष्टुप् छन्दो ऽभ्यावर्तिनो देवता आज्यहोमे विनियोगः ॥
24. Abhyavartin: vier Gaben der Wiederkehr
Hauptgabe 58
अग्नेऽभ्यावर्तिन्न् अभिन आवर्तस्वायुषा वर्चसा सन्या मेधया प्रजया धनेन स्वाहा ॥
अग्नये अभ्यावर्तिन इदं ॥
Hauptgabe 59
अग्ने अङ्गिरः शतं ते सन्त्व् आवृतः सहस्रं त उपावृतः ।
तासां पोषस्य पोषेण पुनर् नो नष्टमा कृधि पुनर् नो रयिमा कृधि स्वाहा ॥
अग्नये अभ्यावर्तिन इदं ॥
Hauptgabe 60
पुनर् ऊर्जा निवर्त्तस्व पुनर् अग्न इषायुषा ।
पुनर् नः पाहि विश्वतः स्वाहा ॥
अग्नये अभ्यावर्तिन इदं ॥
Hauptgabe 61
सह रय्या निवर्तस्वाग्ने पिन्वस्य धारया ।
विश्वप्स्निया विश्वतस्परि स्वाहा ॥
अग्नये अभ्यावर्तिन इदं ॥
25. Das Holz als Paar darbringen
Vaishvanara die Verpflichtungen bekennen
वैश्वानराय प्रतिवेदयामो यद् ईनृणं सङ्गरो देवतासु ।
स एतान् पाशान् प्रमुचन् प्रवेद स नो मुञ्चातु दुरिताद् अवद्यात् ॥
Um Reinigung der Zusagen bitten
वैश्वानरः पवयान् नः पवित्रैर् यत् सङ्गरम् अभिधावाम्य् आशाम् ।
अनाजानन् मनसा याचमानो यद् अत्रैनो अव तत् सुवामि ॥
Die Bindungen lösen
अमी ये सुभगे दिवि विचृतौ नाम तारके ।
प्रेहामृतस्य यच्छताम् एतद् बद्धकमोचनम् ।
विजिहीर्ष्व लोकान् कृधि बन्धान् मुञ्चासि बद्धकम् ।
योनेर् इव प्रच्युतो गर्भः सर्वान् पथो अनुष्व ।
स प्रजानन् प्रतिगृभ्णीत विद्वान् प्रजापतिः प्रथमजा ऋतस्य ।
अस्माभिर् दत्तं जरसः परस्ताद् अच्छिन्नं तन्तुम् अनु सञ्चरेम ॥
Dem Faden der Gabe folgen
ततं तन्तुम् अन्वेके अनु सञ्चरन्ति येषां दत्तं पित्र्यम् आयनवत् ।
अबन्ध्व् एके ददतः प्रयच्छाद् दातुं चेच् छक्नवांसः स्वर्ग एषाम् ॥
Als Paar den gemeinsamen Weg gehen
आरभेथाम् अनु संरभेथां समानं पन्थाम् अवथो घृतेन ।
यद् वां पूर्तं परिविष्टं यद् अग्नौ तस्मै गोत्रायेह जायापती संरभेथाम् ॥
Verletzungen bekennen
यद् अन्तरिक्षं पृथिवीम् उत द्यां यन् मातरं पितरं वा जिहिंसिम ।
अग्निर् मा तस्माद् एनसो गार्हपत्य उन् नो नेषद् दुरिता यानि चकृम ॥
Erde und Himmel als Eltern ehren
भूमिर् मातादितिर् नो जनित्रं भ्रातान्तरिक्षम् अभिशस्त एनः ।
द्यौर् नः पिता पितृयाच् छं भवासि जामिम् इत्वा मा विवित्सि लोकात् ॥
Die heile Gemeinschaft schauen
यत्र सुहार्दः सुकृतो मदन्ते विहाय रोगं तन्वां स्वायाम् ।
अश्लोणाङ्गैर् अह्रुताः स्वर्गे तत्र पश्येम पितरं च पुत्रम् ॥
Unrecht beim Empfangen lösen
यद् अन्नम् अद्म्य् अनृतेन देवा दास्यन्न् अदास्यन्न् उत वा करिष्यन् ।
यद् देवानां चक्षुष्य् आगो अस्ति यद् एव किञ्च प्रतिजग्राहम् अग्निर् मा तस्माद् अनृणं कृणोतु ॥
Empfangene Nahrung und Güter würdigen
यद् अन्नम् अद्मि बहुधा विरूपं वासो हिरण्यम् उत गाम् अजाम् अविम् ।
यद् देवानां चक्षुष्य् आगो अस्ति यद् एव किञ्च प्रतिजग्राहम् अग्निर् मा तस्माद् अनृणं कृणोतु ॥
26. Das persönliche Bekenntnis sprechen
यन् मया मनसा वाचा कृतम् एनः कदाचन ।
सर्वस्मान् मेडितो मोग्धि त्वं हि वेत्थ यथातथम् ॥
27. Den besonderen Svishtakrit-Reis darbringen
Als Paar den gemeinsamen Weg gehen
आरभेथाम् अनु संरभेथां समानं पन्थाम् अवथो घृतेन ।
यद् वां पूर्तं परिविष्टं यद् अग्नौ तस्मै गोत्रायेह जायापती संरभेथाम् ॥
Verletzungen bekennen
यद् अन्तरिक्षं पृथिवीम् उत द्यां यन् मातरं पितरं वा जिहिंसिम ।
अग्निर् मा तस्माद् एनसो गार्हपत्य उन् नो नेषद् दुरिता यानि चकृम ॥
Havyavaha-Svishtakrit
हव्यवाहम् अभिमातिषाहं । रक्षोहणं पृतनासु जिष्णुम् ।
ज्योतिष्मन्तं दीद्यतं पुरन्धिम् । अग्निं स्विष्टकृतम् आ हुवेम ।
स्विष्टम् अग्ने अभि तत् पृणाहि । विश्वा देव पृतना अभिष्य ।
उरुं नः पन्थां प्रदिशन् वि भाहि । ज्योतिष्मद् धेह्य् अजरं न आयुः स्वाहा ।
अग्नये स्विष्टकृत इदं न मम ॥
28. Den Jayadi-Abschluss beginnen
हरिः ॐ तत् सत् । अस्यां शुभतिथौ एतत् कुष्माण्डहोमकर्मसमृद्ध्यर्थं जयादिहोमं करिष्ये ॥
29. Zwölf Jaya-Gaben
Jayadi-Gabe 1
चित्तञ् च स्वाहा । चित्तायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 2
चित्तिश् च स्वाहा । चित्त्या इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 3
आकूतञ् च स्वाहा । आकूतायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 4
आकूतिश् च स्वाहा । आकूत्या इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 5
विज्ञातञ् च स्वाहा । विज्ञातायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 6
विज्ञानञ् च स्वाहा । विज्ञानायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 7
मनश् च स्वाहा । मनस इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 8
शक्वरीश् च स्वाहा । शक्वरीभ्य इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 9
दर्शश् च स्वाहा । दर्शायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 10
पूर्णमासश् च स्वाहा । पूर्णमासायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 11
बृहञ् च स्वाहा । बृहत इदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 12
रथन्तरञ् च स्वाहा । रथन्तरायेदं न मम ॥
30. Prajapatis Gabe des Sieges verehren
प्रजापतिर् जयान् इन्द्राय वृष्णे प्रायच्छद् उग्रः पृतनाज्येषु ।
तस्मै विशः समनम् अमन्त सर्वाः स उग्रः स हि हव्यो बभूव स्वाहा ।
प्रजापतय इदं न मम ॥
31. Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Jayadi-Gabe 14: Agni
अग्निर् भूतानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । अग्नय इदं ॥
Jayadi-Gabe 15: Indra
इन्द्रो ज्येष्ठानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । इन्द्रायेदं ॥
Jayadi-Gabe 16: Yama
यमः पृथिव्या अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । यमायेदं ॥
Jayadi-Gabe 17: Vayu
वायुर् अन्तरिक्षस्य अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । वायव इदं ॥
Jayadi-Gabe 18: Surya
सूर्यो दिवो अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । सूर्यायेदं ॥
Jayadi-Gabe 19: Chandra
चन्द्रमा नक्षत्राणाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । चन्द्रमस इदं ॥
Jayadi-Gabe 20: Brihaspati
बृहस्पतिर् ब्रह्मणो अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । बृहस्पतय इदं ॥
Jayadi-Gabe 21: Mitra
मित्रः सत्यानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । मित्रायेदं ॥
Jayadi-Gabe 22: Varuna
वरुणो ऽपाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । वरुणायेदं ॥
Jayadi-Gabe 23: Samudra
समुद्रः स्रोत्यानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । समुद्रायेदं ॥
Jayadi-Gabe 24: Nahrung
अन्नं साम्राज्यानाम् अधिपतिस् तन् माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । अन्नायेदं ॥
Jayadi-Gabe 25: Soma
सोम ओषधीनाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । सोमायेदं न मम ॥
Jayadi-Gabe 26: Savitar
सविता प्रसवानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । सवित्र इदं ॥
Jayadi-Gabe 27: Rudra
रुद्रः पशूनाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । रुद्रायेदं ॥
Jayadi-Gabe 28: Tvashtar
त्वष्टा रूपाणाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । त्वष्ट्र इदं ॥
Jayadi-Gabe 29: Vishnu
विष्णुः पर्वतानाम् अधिपतिः स माम् अवतु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । विष्णव इदं ॥
Jayadi-Gabe 30: Maruts
मरुतो गणानाम् अधिपतयस् ते माम् अवन्तु अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । मरुद्भ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 31: Ahnen
पितरः पितामहाः परे ऽवरे ततास् ततामहा इदम् आवत । अस्मिन् ब्रह्मन्न् अस्मिन् क्षत्रे ऽस्याम् आशिष्य् अस्यां पुरोधायाम् अस्मिन् कर्मन्न् अस्यां देवहूत्यां स्वाहा । पितृभ्य इदं ॥
32. Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Jayadi-Gabe 32
ऋताषाड् ऋतधामाग्निर् गन्धर्वस् तस्यौषधयो अप्सरस ऊर्जो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । अग्नये गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 33
ताभ्यः स्वाहा । ओषधीभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 34
संहितो विश्वसामा सूर्यो गन्धर्वस् तस्य मरीचयो अप्सरस आयुवो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । सूर्याय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 35
ताभ्यः स्वाहा । मरीचिभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 36
सुषुम्नः सूर्यरश्मिश् चन्द्रमा गन्धर्वस् तस्य नक्षत्राण्य् अप्सरसो बेकुरयो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । चन्द्रमसे गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 37
ताभ्यः स्वाहा । नक्षत्रेभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 38
भुज्युः सुपर्णो यज्ञो गन्धर्वस् तस्य दक्षिणा अप्सरसस् स्तवा नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । यज्ञाय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 39
ताभ्यः स्वाहा । दक्षिणाभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 40
प्रजापतिर् विश्वकर्मा मनो गन्धर्वस् तस्यर्क्-सामान्य् अप्सरसो वह्नयो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । मनसे गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 41
ताभ्यः स्वाहा । ऋक्सामेभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 42
इषिरो विश्वव्यचा वातो गन्धर्वस् तस्यापो अप्सरसो मुदा नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । वाताय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 43
ताभ्यः स्वाहा । अद्भ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 44
भुवनस्य पते यस्य त उपरि गृहा इह च ।
स नो राश्वाज्यानिं रायस्पोषं सुवीर्यं संवत्सरीणां स्वस्तिं स्वाहा । भुवनस्य पतय इदं ॥
Jayadi-Gabe 45
परमेष्ठ्य् अधिपतिर् मृत्युर् गन्धर्वस् तस्य विश्वम् अप्सरसो भुवो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । मृत्यवे गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 46
ताभ्यः स्वाहा । विश्वस्मा अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 47
सुक्षितिः सुभूतिर् भद्रकृत् सुवर्वान् पर्जन्यो गन्धर्वस् तस्य विद्युतो अप्सरसो रुचो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । पर्जन्याय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 48
ताभ्यः स्वाहा । विद्युद्भ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 49
दूरेहेतिर् अमृडयो मृत्युर् गन्धर्वस् तस्य प्रजा अप्सरसो भीरुवो नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । मृत्यवे गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 50
ताभ्यः स्वाहा । प्रजाभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 51
चारुः कृपणकाशी कामो गन्धर्वस् तस्याधयो अप्सरसः शोचयन्तीर् नाम । स इदं ब्रह्म क्षत्रं पातु ता इदं ब्रह्म क्षत्रं पान्तु तस्मै स्वाहा । कामाय गन्धर्वायेदं ॥
Jayadi-Gabe 52
ताभ्यः स्वाहा । आधिभ्यो अप्सरोभ्य इदं ॥
Jayadi-Gabe 53
स नो भुवनस्य पते यस्य त उपरि गृहा इह च ।
उरु ब्रह्मणे ऽस्मै क्षत्राय महि शर्म यच्छ स्वाहा । भुवनस्य पतये ब्रह्मण इदं ॥
33. Prajapati und die drei Welten
प्रजापते न त्वद् एतान्य् अन्यो विश्वा जातानि परि ता बभूव ।
यत्कामास् ते जुहुमस् तन् नो अस्तु वयं स्याम पतयो रयीणां स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ।
ॐ भूः स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायव इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्यायेदं न मम ॥
34. Svishtakrit
यद् अस्य कर्मणो ऽत्यरीरिचं यद् वा न्यूनम् इहाकरम् ।
अग्निष् टत् स्विष्टकृद् विद्वान् सर्वं स्विष्टं सुहुतं करोतु स्वाहा ।
अग्नये स्विष्टकृत इदं न मम ॥
35. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
स्वाहा । वसुभ्यो रुद्रेभ्य आदित्येभ्यः संस्रावभागेभ्य इदं न मम ।
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा । प्रजापतय इदं न मम ॥
36. Nicht bemerkte Fehler übergeben
अस्मिन् कुष्माण्डहोमकर्मण्य् अविज्ञातप्रायश्चित्तादीनि करिष्ये ।
अनाज्ञातं यद् अज्ञातं यज्ञस्य क्रियते मिथु ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
पुरुषसंमितो यज्ञो यज्ञः पुरुषसंमितः ।
अग्ने तद् अस्य कल्पय त्वं हि वेत्थ यथातथं स्वाहा । अग्नय इदं न मम ।
यत् पाकत्र मनसा दीनदक्षा न यज्ञस्य मन्वते मर्तासः ।
अग्निष् टद् धोता क्रतुविद् विजानन् यजिष्ठो देवान् क्रतुशो यजाति स्वाहा । अग्नय इदं न मम ॥
ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥
37. Die abschließende Ausgleichsgabe sprechen
अस्मिन् कुष्माण्डहोमकर्मणि मध्ये संभावितसमस्तदोषप्रायश्चित्तार्थं सर्वप्रायश्चित्तं होष्यामि ।
ॐ भूः स्वाहा । अग्नये इदं न मम ।
ॐ भुवः स्वाहा । वायवे इदं न मम ।
ॐ सुवः स्वाहा । सूर्याय इदं न मम ॥
38. Purnahuti
अस्य कुष्माण्डहोमकर्मणः सम्पूर्णफलप्राप्त्यर्थं विट्नामाग्नौ पूर्णाहुतिं होष्यामि ।
तदनन्तरं साङ्गतसिद्ध्यर्थं वसोर्धारां होष्यामि ।
ॐ पूर्णाहुतिम् उत्तमां जुहोति । सर्वं वै पूर्णाहुतिः । सर्वम् एवाप्नोति ।
अथो इयं वै पूर्णाहुतिः । अस्याम् एव प्रतितिष्ठति स्वाहा । अग्नये वौषट् ॥
39. Vasordhara
ॐ सप्त ते अग्ने समिधः सप्त जिह्वाः सप्त ऋषयः सप्त धाम प्रियाणि ।
सप्त होत्राः सप्तधा त्वा यजन्ति सप्त योनीर् आपृणस्व घृतेन स्वाहा ।
अग्नये सप्तवत इदं न मम ॥
40. Abschließendes Besprengen
अदिते ऽन्वमंस्थाः ।
अनुमते ऽन्वमंस्थाः ।
सरस्वते ऽन्वमंस्थाः ।
देव सवितः प्रासावीः ॥
41. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
वरुणाय नमः । सकलाराधनैः स्वर्चितम् ।
यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥
42. Wasser in die Richtungen geben
प्राच्यां दिशि देवा ऋत्विजो मार्जयन्ताम् ।
दक्षिणस्यां दिशि मासाः पितरो मार्जयन्ताम् ।
प्रतीच्यां दिशि गृहाः पशवो मार्जयन्ताम् ।
उदीच्यां दिश्य् आप ओषधयो मार्जयन्ताम् ।
ऊर्ध्वायां दिशि यज्ञः संवत्सरो यज्ञपतिर् मार्जयन्ताम् ॥
43. Agni danken und nach innen zurücknehmen
ॐ वैश्वानराय विद्महे लालीलाय धीमहि तन् नो ऽग्निः प्रचोदयात् ।
अग्ने नय सुपथा राये अस्मान् विश्वानि देव वयुनानि विद्वन् ।
युयोध्य् अस्मज् जुहुराणम् एनो भूयिष्ठां ते नम उक्तिं विधेम ॥
ॐ अग्नये नमः । अग्निम् आत्मन्य् उद्वासयामि ॥
44. Die Schlussgebete
नमस्ते गार्हपत्याय नमस्ते दक्षिणाग्नये ।
नम आहवनीयाय महावेद्यै नमो नमः ॥
काण्डद्वयोपपाद्याय कर्मब्रह्मस्वरूपिणे ।
स्वर्गापवर्गरूपाय यज्ञेशाय नमो नमः ॥
यज्ञेशाच्युत गोविन्द माधवानन्त केशव ।
कृष्ण विष्णो हृषीकेश वासुदेव नमो ऽस्तु ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं हुताशन ।
यद् धुतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
प्रायश्चित्तान्य् अशेषाणि तपःकर्मात्मकानि वै ।
यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्णानुस्मरणं परम् ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या जपहोमक्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥
प्रमादात् कुर्वतां कर्म प्रच्यवेताध्वरेषु यत् ।
स्मरणाद् एव तद् विष्णोः सम्पूर्णं स्याद् इति श्रुतिः ॥
श्रीकृष्ण कृष्ण कृष्ण ॥
45. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
ॐ ब्रह्मणे नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥
46. Segen und Dank
अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद् यच् छ्रेयस्करं लोके तत् तद् अस्तु सदा तव ॥
Deutsche Gesamtbedeutung
Die Reihenfolge entspricht den Handlungsschritten; Wiederholungszahlen und bedingte Formeln stehen jeweils im Ablauf.
1. Ramanuja und die versammelte Gemeinschaft ehren
Verehrung dem ehrwürdigen Ramanuja. Verehrung der Versammlung, ihrem Herrn, dem sehenden Führer der vorangehenden Freunde, dem Himmel und der Erde. Weiträumiger, beschütze meine Versammlung und ihre Mitglieder; stärke ihre Kräfte und schenke ihnen volle Lebenszeit.
2. Um Zustimmung zur Läuterung bitten
Ehrwürdige gesamte Versammlung, nehmt diese von mir zu euren Füßen niedergelegte Gold- beziehungsweise Geldgabe, so gering sie sein mag, wie die vorgeschriebene Dakshina an. Für mich mit meiner Ehefrau, aus dem genannten Gotra: Seit meiner Zuflucht bis zu diesem Augenblick mögen bewusst oder unbewusst Unrechtes getan, Pflichten unterlassen, Gott, seine Verehrer oder andere schwer verletzt worden sein. Zur Befriedung des dadurch hervorgerufenen göttlichen Missfallens, zur Lösung aller dieser Verfehlungen und zur Freude des Herrn gewährt mir die Befähigung, dieses Kushmanda-Homa einmal zu vollziehen.
3. Vishnu betrachten und den Vorsatz fassen
Zur Befriedung aller Hindernisse betrachte ich Vishnu, weiß gekleidet, mondfarben, vierarmig und freundlich lächelnd. Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. Govinda, Govinda, Govinda. An diesem günstigen Tag vollziehe ich mit meiner Ehefrau das Kushmanda-Homa: für die Lösung der seit meiner Zuflucht bewusst oder unbewusst begangenen Verfehlungen – verbotenes Tun, Unterlassen gebotener Pflichten, Verletzung des Herrn und seiner Verehrer, schweres Unrecht sowie Verstöße gegen überlieferte Berührungs-, Speise-, Trink-, Tischgemeinschafts-, Zutritts- und Umgangsregeln. Ich bitte um Befriedung des göttlichen Missfallens und um Lösung aller Verfehlungen unterhalb der im Text genannten Tötung eines Ungeborenen; möge der Herr Freude an dieser Darbringung haben.
4. Die Handlung als Dienst an Vasudeva widmen
Beginn
Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. Herr, was ich getan habe und tun werde, sei beständiger Dienst an dir. Durch die Verehrung der Lotusfüße Vasudevas, des Herrn mit großer Herrlichkeit und vierfacher Gestalt, durch Opfer und sein Werk werde ich den Herrn verehren.
Kraftgebet
Durch die Kraft, Macht und Ausstrahlung des Herrn, durch sein Wirken, vollziehe ich das Werk des Herrn Vasudeva.
Sattvika Tyaga
Der Herr selbst, der höchste Purusha, Herr von allem und Gemahl Shris, lässt diese Opferhandlung für sich und zu seiner Freude geschehen. Dieses Selbst, dessen Wesen, Bestand und Wirken seiner Führung gehören, handelt als sein Diener; auch alle Geräte sind sein Eigentum. Einzig seine Verehrung ist das Ziel.
5. Boden und Linien
Verehrung Rudra, Vishnu, Indra, Yama, Brahma und Soma. Die sechs Linien werden so als geordneter Platz des göttlichen Geschehens ausgezeichnet.
6. Feuer einsetzen
Aus seinem Geist entstand der Mond, aus seinem Auge die Sonne; aus seinem Mund Indra und Agni, aus seinem Atem Vayu. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Ich errichte das Feuer mit dem Namen Viṭ.
7. Brahma-Sitz
Ich wähle dich für die Brahma-Aufgabe in diesem Kushmanda-Homa. Om, Kham, Verehrung Brahma; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein. Bei einer anwesenden Brahma-Person wird nur die erste, beim symbolischen Sitz nur die zweite Formel gesprochen.
8. Wasser und Pranita-Gefäß
Om, Vam, Verehrung Varuna; möge die Verehrung durch alle Darbringungen angenommen sein.
9. Zustimmung der göttlichen Kräfte
Aditi, erteile deine Zustimmung. Anumati, erteile deine Zustimmung. Sarasvati, erteile deine Zustimmung. Göttlicher Savitar, setze das Opfer in Bewegung.
10. Agni-Nyasa
Ram: Verehrung dem Herzen. Rim: Darbringung dem Kopf. Rum: Weihe des Scheitels. Raim: Schutzpanzer. Raum: Weihe der drei Augen. Rah: Schutzkraft. Mit Erde, Zwischenraum, Himmel und Om werden die Richtungen gesammelt und begrenzt. Die Endlaute sind rituelle Ausrufe; hier werden keine Gaben ins Feuer gegeben.
11. Agni betrachten
Ich betrachte Agni auf dem Widder, mit zwei Köpfen, sieben Händen, drei Füßen und sieben Zungen: Er gewährt Gaben und Furchtlosigkeit, trägt Speer, Opferlöffel, Schild und Gheegefäß. Der vedische Vers schaut das heilige Feuer als viergehörnten, dreifüßigen, zweiköpfigen, siebenhändigen Stier, dreifach gebunden und in die Sterblichen eingegangen. Die Gottheit durchdringt alle Richtungen, war vor allem Geborenen und ist in jedem werdenden Leben gegenwärtig. Agni, wende dich mir freundlich zu. Die bildreichen Verse lassen Agni als Träger der heiligen Worte und Gaben gegenwärtig werden.
12. Acht Feueraspekte und die Anwesenden
Verehrung Agni, dem Kenner der Geburten, dem Machtvollen, dem rasch Aufleuchtenden, dem allen Menschen Zugehörigen, dem für die Menschen Wirkenden, dem die Opferreihe Gedeihen Lassenden und dem Sich-Ausbreitenden. Verehrung dem Opfer-Purusha, dem Atman, allen Vaishnavas und den Brahmanen.
13. Hüter der Richtungen
Verehrung Indra, Agni, Yama, Nirriti, Varuna, Vayu, Soma und Ishana als Hütern der acht Richtungen.
14. Brennholz darbringen
Brahman, in diesem Kushmanda-Homa werde ich das Brennholz einlegen. – Lege es ein.
15. Erste Ghee-Ströme und Gaben
Prajapati, Indra, Agni und Soma gilt die jeweilige Darbringung. Ihnen gehört diese Gabe, nicht mir.
16. Drei Welten und vorbereitende Bereinigung
Erde – Agni; Zwischenraum – Vayu; Himmel – Surya: Dies ist ihnen dargebracht, nicht mein. Für mögliche Unzulänglichkeiten seit dem Vorsatz bis zu diesem Augenblick vollziehe ich die bereinigende Darbringung. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gilt diese Gabe, nicht mir.
17. Die Hauptdarbringung eröffnen
Zur zuvor bestimmten Zeit bringe ich dieses Kushmanda-Homa einmal dar, zur Lösung aller meiner Verfehlungen und zur Freude des Herrn. Verehrung Brahman, Agni, der Erde und den Heilpflanzen, der Rede, ihrem Herrn und dem großen Vishnu. Om, Frieden, Frieden, Frieden.
18. Wahrheit, Verantwortung und Reinigung
Hauptgabe 1
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar; er möge unsere Einsicht anregen. Svaha; dies gilt Savitar, nicht mir.
Hauptgabe 2
Ihr Götter: Wenn wir euch missachtet haben, löst mich, Adityas, von dieser Verfehlung. Führt mich durch die Wahrheit in die Ordnung. Svaha; diese Gabe gilt den göttlichen Adityas.
Hauptgabe 3
Ihr Götter, wenn wir aus Verlangen nach Leben Unwahres gesprochen haben, befreit uns hier davon, ihr einträchtigen Allgötter. Svaha; dies gilt allen Göttern.
Hauptgabe 4
Himmel und Erde, Sarasvati: Schützt uns durch die Wahrheit vor dem begangenen Unrecht, wenn wir etwas Unwahres gesprochen haben. Svaha; dies gilt Himmel, Erde und Sarasvati.
Hauptgabe 5
Indra und Agni, Mitra und Varuna, Soma, Dhata und Brihaspati mögen uns von der Verfehlung lösen, die wir durch das Tun anderer auf uns genommen haben. Svaha; diese Gabe gilt ihnen.
Hauptgabe 6
Von der Beschuldigung durch Angehörige und Verwandte, Ältere oder Jüngere, und von der schwer abzuwehrenden, durch Götter bestimmten Verfehlung befreie uns, Jatavedas. Svaha; dies gilt Agni Jatavedas, nicht mir.
Hauptgabe 7
Was wir mit Rede, Geist, Armen, Schenkeln, Knien oder Geschlechtsteilen an Unrechtem getan haben, davon möge Agni als Herr des Hausfeuers uns befreien, von allen begangenen schlechten Taten. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 8
Durch jenes Licht, durch das Trita dem Meer entkam, die Sonne aus dem Dunkel frei wurde und Indra die feindlichen Mächte vertrieb, habe ich Licht erlangt und sehe. Svaha; dies gilt Agnis Licht.
Hauptgabe 9
Was ich hier an Darlehen nicht zurückgezahlt habe, als Schuld gegenüber Yama mit mir trage: Davon werde ich, Agni, schuldenfrei; noch zu Lebzeiten erstatte ich es dir. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 10
Was meine Mutter oder mein Vater an Verfehlung begingen, als ich im Mutterleib war: Agni als Herr des Hausfeuers löse mich davon. Von den begangenen schlechten Taten mache er mich frei. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 11
Wenn der Sohn beim frohen Saugen Mutter oder Vater bedrängte und so die Eltern durch mich verletzt wurden: Agni, davon werde ich schuldenfrei. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 12
Wenn wir Zwischenraum, Erde oder Himmel, Mutter oder Vater verletzt haben: Agni als Herr des Hausfeuers löse mich davon. Von unseren schlechten Taten mache er mich frei. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 13
Was wir durch verletzende Rede, Beschuldigung oder Verwünschung an neuer oder alter Verfehlung begangen haben: Agni als Herr des Hausfeuers löse mich davon und mache mich von unseren schlechten Taten frei. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 14
Ich überschreite das Unheil und die Schuld; die Befleckung lasse ich in der höchsten Wohnstatt zurück. Ich steige zu jener Welt der Gutwirkenden auf, zu der die Täter des Guten, nicht des Bösen, gelangen. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 15
Die Götter wischten diese Verfehlung auf Trita ab, Trita wiederum auf die Menschen. Wenn etwas davon mich erreicht hat, löse Agni als Herr des Hausfeuers mich davon und mache mich frei von unseren schlechten Taten. Svaha; dies gilt dem Hausfeuer Agni.
Hauptgabe 16
Die im Himmel, in den Wassern, aus den Pflanzen und aus dem Feuer geborenen Wasser mögen uns reinigen, die reinigenden Kräfte. Svaha; dies gilt den reinigenden Wassern.
Hauptgabe 17
Ihr goldfarbenen Wasser, reinigt uns von dem Unrecht, das wir nachts oder tags begangen haben, von neuer wie alter Verfehlung. Svaha; diese Gabe gilt den goldfarbenen Wassern.
19. Varunas lösende Gnade
Hauptgabe 18
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; nach deinem Schutz verlangend rufe ich dich an. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 19
Mit heiligem Wort und Verehrung komme ich zu dir; danach verlangt der Opfernde mit seinen Gaben. Sei uns hier ohne Zorn zugewandt, weithin gepriesener Varuna, und raube uns die Lebenszeit nicht. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 20
Agni, du kennst des Gottes Varuna Zorn; wende ihn ab. Du Verehrungswürdigster, bester Gabenträger, hell Flammender: Löse alle Feindschaft von uns. Svaha; dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 21
Agni, sei uns der Nächste in deiner Hilfe beim Aufleuchten dieser Morgenröte. Stimme Varuna uns gnädig; komme mit Erbarmen und sei leicht anzurufen. Svaha; dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 22
Agni, du bist Ayas, im Geist verankert; als solcher trägst du die Opfergabe. Gewähre uns Heilung. Svaha; dies gilt Agni Ayas, nicht mir.
Hauptgabe 23
Wenn ich beim Würfelspiel Schuldner geworden bin oder anderen etwas zu geben versprochen habe: Agni und Indra mögen mich einträchtig davon befreien. Svaha; dies gilt Agni und Indra.
Hauptgabe 24
Was ich mit den Händen an Verfehlungen beging, dem Geräusch der Würfel nachgehend: Ugrampashya und Rashtrabhrit, ihr beiden Apsaras, treibt diese Schulden fort. Svaha; dies gilt euch.
Hauptgabe 25
Ugrampashya und Rashtrabhrit, treibt die Schuld des Würfelspiels fort, damit der Schuldbeladene uns nicht in Yamas Welt an das Seil bindet. Svaha; diese Gabe gilt euch beiden Apsaras.
Hauptgabe 26
Varuna, durch Verneigung, Opfer und Gaben suchen wir deinen Zorn abzuwenden. Weiser, mächtiger König, löse die Verfehlungen, die wir begangen haben. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 27
Varuna, löse von uns die oberste Schlinge, die unterste und die mittlere. Mögen wir, Aditya, in deiner Ordnung schuldlos vor Aditi sein. Svaha; dies gilt Varuna.
Hauptgabe 28
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; nach deinem Schutz verlangend rufe ich dich an. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 29
Mit heiligem Wort und Verehrung komme ich zu dir; danach verlangt der Opfernde mit seinen Gaben. Sei uns hier ohne Zorn zugewandt, weithin gepriesener Varuna, und raube uns die Lebenszeit nicht. Svaha; dies gilt Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 30
Agni, du kennst des Gottes Varuna Zorn; wende ihn ab. Du Verehrungswürdigster, bester Gabenträger, hell Flammender: Löse alle Feindschaft von uns. Svaha; dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 31
Agni, sei uns der Nächste in deiner Hilfe beim Aufleuchten dieser Morgenröte. Stimme Varuna uns gnädig; komme mit Erbarmen und sei leicht anzurufen. Svaha; dies gilt Agni und Varuna, nicht mir.
Hauptgabe 32
Agni, du bist Ayas, im Geist verankert; als solcher trägst du die Opfergabe. Gewähre uns Heilung. Svaha; dies gilt Agni Ayas, nicht mir.
20. Abwehr, Heilung und Lebenskraft
Hauptgabe 33
Sankusuka, Vikusuka, Nirritha und Nisvana: Treibt Krankheit weit, weit von uns Schuldlosen fort. Svaha; diese Gabe gilt euch.
Hauptgabe 34
Die Krankheit, schädliche Zauberei und Nirriti werden fortgetrieben. Wer uns damit begegnet, dem senden wir dies zurück. Svaha; die Gabe gilt den genannten abwehrenden Kräften.
Hauptgabe 35
Mit Duhshamsa und Anushamsa, mit Schlag und Gegenschlag: Wer uns damit begegnet, dem senden wir dies zurück. Svaha; die Gabe gilt diesen abwehrenden Kräften.
Hauptgabe 36
Wir sind mit Glanz, Nahrung und unseren Körpern, mit heilsamem Geist zusammengekommen. Tvashtar gewähre hier Gedeihen und heile, was an unserem Leib verletzt ist. Svaha; dies gilt Tvashtar.
Hauptgabe 37
Dieser verehrungswürdige Agni gebe dir von allen Seiten Leben. Deine Lebenskraft kehre zurück; die Krankheit treibe ich von dir fort. Svaha.
Hauptgabe 38
Lebenspendender Agni, erfreue dich an der Gabe; Ghee sei dein Antlitz und dein Ursprung. Trinke das süße, schöne Ghee von der Kuh und beschütze diesen Menschen wie ein Vater den Sohn. Svaha.
Hauptgabe 39
Agni, schenke diesem Menschen Leben und Glanz. Varuna, schärfe seine kräftige Stärke. Aditi, gewähre ihm Schutz wie eine Mutter; alle Götter mögen ihn das Alter erreichen lassen. Svaha; dies gilt allen Göttern.
Hauptgabe 40
Agni, läutere und schenke Leben, gib uns Kraft und Nahrung. Wehre Unheil in der Ferne ab. Svaha; dies gilt Agni Pavamana.
Hauptgabe 41
Agni, du gut Wirkender, läutere uns; schenke uns Glanz und Heldenkraft, Nahrung und Fülle. Svaha; dies gilt Agni Pavamana.
Hauptgabe 42
Agni ist der läuternde Seher und der Priester der fünf Völker. Ihn bitten wir, den an Gütern Reichen. Svaha; dies gilt Agni Pavamana.
21. Feindseligkeit dem Feuer übergeben
Hauptgabe 43
Agni, vertreibe unsere bereits geborenen Feinde und wehre auch die noch ungeborenen ab, Jatavedas. Leuchte uns freundlich und ohne Zorn; in deinem dreifachen Schutz seien wir geborgen. Svaha; dies gilt Agni Jatavedas.
Hauptgabe 44
Vertreibe machtvoll unsere geborenen Feinde und wehre die noch ungeborenen ab, Jatavedas. Sprich freundlich für uns, damit wir unsere Gegner vertreiben können. Svaha; dies gilt Agni Jatavedas.
Hauptgabe 45
Agni, wer uns ringsum wie ein Wolf schaden will, den erschlage, Überwinder Vritras, und bringe uns Güter. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 46
Agni, wer uns angreift, sei es einer der Unseren oder ein Fremder, den machen wir dir zum Brennstoff und legen ihn für dich nieder. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 47
Wer uns verflucht, obwohl wir nicht fluchen, oder uns Fluchenden einen Fluch entgegenschickt: Morgenröte und Sonnenuntergang mögen alles Übel auf ihn häufen. Svaha; dies gilt Morgenröte und Sonnenuntergang.
Hauptgabe 48
Ihr Götter, wer unser Gegner ist, welcher Sterbliche uns im Kampf angreift: Wie von verzehrtem Brennholz möge von ihm nichts übrig bleiben. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 49
Jatavedas, wer mich hasst und wen ich hasse: Verbrenne sie alle, Agni – die, die ich hasse, und die mich hassen. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 50
Wer uns feind ist und uns hasst, wer uns schmäht und schaden will: Mache sie alle zunichte. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 51
Geschärft ist meine geistliche Kraft, geschärft sind Stärke und Macht. Geschärft ist die siegreiche Herrschaft dessen, dessen Priester ich bin. Svaha; dies gilt Agni.
Hauptgabe 52
Ich habe ihre Arme, ihren Glanz und ihre Kraft erhoben. Mit heiligem Wort überwinde ich die Feinde und erhebe die Meinen. Svaha; dies gilt Brahman.
Hauptgabe 53
Geist und Leben sind mir wiedergekehrt, Auge und Gehör, Atem, Vorsatz, Bewusstsein und Erlerntes. Vaishvanara, mein unversehrter Leibeshüter, wehre alles Unheil ab. Svaha; dies gilt Agni Vaishvanara.
22. Die leuchtende Kraft empfangen
Hauptgabe 54
Die leuchtende Kraft im Löwen, Tiger und in der Schlange, im Feuer, Brahmanen und in der Sonne, die segensreiche Göttin, die Indra gebar: Sie komme mit Glanz zu uns. Svaha.
Hauptgabe 55
Die Kraft im Krieger und der gespannten Trommel, im Wiehern des Pferdes und im Ruf des Menschen, die segensreiche Göttin, die Indra gebar: Sie komme mit Glanz zu uns. Svaha.
Hauptgabe 56
Die Kraft im Elefanten, Panther und Gold, der Glanz in Pferden, Menschen und Rindern, die segensreiche Göttin, die Indra gebar: Sie komme mit Glanz zu uns. Svaha.
Hauptgabe 57
Die Kraft im Wagen und den Achsen, im Ungestüm des Stieres, in Wind und Regen und in Varunas Macht, die segensreiche Göttin, die Indra gebar: Sie komme mit Glanz zu uns. Svaha; dies gilt der Göttin Tvishi, nicht mir.
23. Die vier Rückkehr-Gaben bestimmen
Für die vier mit „Agne Abhyavartin“ beginnenden Verse: Agni ist der Seher, Trishtubh das Metrum, Abhyavartin die Gottheit; sie werden bei der Ghee-Darbringung verwendet.
24. Abhyavartin: vier Gaben der Wiederkehr
Hauptgabe 58
Agni, du Wiederkehrender, wende dich uns zu mit Leben, Glanz, Gewinn, Einsicht, Nachkommen und Reichtum. Svaha; dies gilt Agni Abhyavartin.
Hauptgabe 59
Agni Angiras, hundertfach sei dein Zurückkehren, tausendfach deine Zuwendung. Durch das Gedeihen der Fülle bringe uns das Verlorene und unseren Reichtum wieder. Svaha; dies gilt Agni Abhyavartin.
Hauptgabe 60
Kehre mit Kraft wieder, Agni, mit Nahrung und Leben. Schütze uns erneut von allen Seiten. Svaha; dies gilt Agni Abhyavartin.
Hauptgabe 61
Kehre mit Fülle zurück, Agni; ströme über durch den allseitig nährenden, alles erfüllenden Strom. Svaha; dies gilt Agni Abhyavartin.
25. Das Holz als Paar darbringen
Vaishvanara die Verpflichtungen bekennen
Vaishvanara bekennen wir die Schuld und die den Göttern gegebenen Zusagen. Er weiß diese Fesseln zu lösen; er befreie uns von Unrecht und Tadel.
Um Reinigung der Zusagen bitten
Vaishvanara reinige uns mit seinen reinigenden Kräften, wenn ich einer Zusage und Erwartung nachgehe. Unwissend im Geist bittend, treibe ich das dabei begangene Unrecht fort.
Die Bindungen lösen
Ihr beiden glückverheißenden Sterne am Himmel, Vicritau genannt, gewährt hier diese Lösung der Fesseln des Unsterblichen. Öffne die Welten, löse die Bindungen und den Gebundenen. Wie ein Kind aus dem Mutterleib tritt, folge allen Wegen. Der wissende Prajapati, der Erstgeborene der Wahrheit, nehme das von uns Gegebene an. Jenseits des Alters mögen wir dem unzerschnittenen Faden folgen.
Dem Faden der Gabe folgen
Manche folgen dem ausgespannten Faden, deren Ahnengabe ihren geordneten Weg nimmt. Andere geben den Verwandtenlosen; wenn sie geben können, geben sie freigebig. Darin liegt ihr Himmel.
Als Paar den gemeinsamen Weg gehen
Beginnt gemeinsam und wirkt zusammen; geht den gemeinsamen Weg, mit Ghee gesegnet. Was ihr an hilfreichem Werk, bewirtender Gabe und Feueropfer vollbracht habt: Dafür sollen Gattin und Gatte hier gemeinsam für ihre Familie wirken.
Verletzungen bekennen
Wenn wir Zwischenraum, Erde oder Himmel, Mutter oder Vater verletzt haben, möge Agni als Herr des Hausfeuers mich aus dieser Schuld und uns aus unseren schlechten Taten herausführen.
Erde und Himmel als Eltern ehren
Die Erde ist Mutter, Aditi unser Ursprung, der Zwischenraum Bruder. Der Himmel ist Vater. Diese Verwandtschaft wird angesichts der Schuld angerufen: Gewähre das väterliche Heil und trenne mich nicht von der verwandten Welt.
Die heile Gemeinschaft schauen
Wo Freunde und Gutwirkende sich freuen, nachdem sie die Krankheit ihres Leibes abgelegt haben, unversehrt und mit heilen Gliedern im Himmel: Dort mögen wir Vater und Sohn wiedersehen.
Unrecht beim Empfangen lösen
Götter, was ich an Nahrung unrechtmäßig esse, gebend oder nicht gebend, mit einem Vorhaben verbunden: Was daran in den Augen der Götter Schuld ist, was immer ich angenommen habe, davon mache Agni mich schuldenfrei.
Empfangene Nahrung und Güter würdigen
Was ich an verschiedenartiger Nahrung esse und an Kleidung, Gold, Kuh, Ziege oder Schaf empfange: Was daran in den Augen der Götter Schuld ist, was immer ich angenommen habe, davon mache Agni mich schuldenfrei.
26. Das persönliche Bekenntnis sprechen
Was ich irgendwann mit Geist oder Rede an Verfehlung begangen habe: Befreie mich von allem, du Gepriesener; du weißt, wie es in Wahrheit ist.
27. Den besonderen Svishtakrit-Reis darbringen
Als Paar den gemeinsamen Weg gehen
Beginnt gemeinsam und wirkt zusammen; geht den gemeinsamen Weg, mit Ghee gesegnet. Was ihr an hilfreichem Werk, bewirtender Gabe und Feueropfer vollbracht habt: Dafür sollen Gattin und Gatte hier gemeinsam für ihre Familie wirken.
Verletzungen bekennen
Wenn wir Zwischenraum, Erde oder Himmel, Mutter oder Vater verletzt haben, möge Agni als Herr des Hausfeuers mich aus dieser Schuld und uns aus unseren schlechten Taten herausführen.
Havyavaha-Svishtakrit
Wir rufen Agni Svishtakrit, den Träger der Gaben, Überwinder des feindlichen Ansturms, Vernichter schädlicher Mächte, Sieger im Kampf, den lichtvoll Strahlenden, der Fülle schenkt. Agni, erfülle das wohl Dargebrachte; überwinde alle feindlichen Heere. Zeige uns einen weiten Weg und strahle; schenke uns ein lichtvolles, nicht verfallendes Leben. Svaha; dies gilt Agni Svishtakrit, nicht mir.
28. Den Jayadi-Abschluss beginnen
Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. An diesem günstigen Tag vollziehe ich Jayadi-Homa zur Erfüllung dieses Kushmanda-Homa.
29. Zwölf Jaya-Gaben
Jayadi-Gabe 1
Dem Gedankeninhalt gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 2
Dem Denken gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 3
Dem Vorsatz gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 4
Der Absicht gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 5
Dem Erkannten gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 6
Der Erkenntnis gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 7
Dem Geist gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 8
Den Shakvari-Versen gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 9
Dem Neumond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 10
Dem Vollmond gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 11
Dem Brihat-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
Jayadi-Gabe 12
Dem Rathantara-Gesang gilt diese Gabe. Svaha; dies ist nicht mein.
30. Prajapatis Gabe des Sieges verehren
Prajapati verlieh dem kraftvollen Indra Siege, dem Gewaltigen in den Schlachten. Alle Völker beugten sich ihm in Achtung; er wurde mächtig und der Gabe würdig. Svaha; dies gilt Prajapati, nicht mir.
31. Die achtzehn weiteren Abhyatana-Gaben
Jayadi-Gabe 14: Agni
Agni ist Herr der Wesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Agni.
Jayadi-Gabe 15: Indra
Indra ist Herr der Höchsten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Indra.
Jayadi-Gabe 16: Yama
Yama ist Herr der Erde. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Yama.
Jayadi-Gabe 17: Vayu
Vayu ist Herr des Zwischenraums. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vayu.
Jayadi-Gabe 18: Surya
Surya ist Herr des Himmels. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Surya.
Jayadi-Gabe 19: Chandra
Chandra ist Herr der Sterne. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Chandra.
Jayadi-Gabe 20: Brihaspati
Brihaspati ist Herr des heiligen Wortes. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Brihaspati.
Jayadi-Gabe 21: Mitra
Mitra ist Herr der Wahrheiten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Mitra.
Jayadi-Gabe 22: Varuna
Varuna ist Herr der Wasser. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Varuna.
Jayadi-Gabe 23: Samudra
Samudra ist Herr der Flüsse. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Samudra.
Jayadi-Gabe 24: Nahrung
Nahrung ist Herr der Herrschaften. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Nahrung.
Jayadi-Gabe 25: Soma
Soma ist Herr der Pflanzen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Soma, nicht mir.
Jayadi-Gabe 26: Savitar
Savitar ist Herr der Antriebe. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Savitar.
Jayadi-Gabe 27: Rudra
Rudra ist Herr der Lebewesen. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Rudra.
Jayadi-Gabe 28: Tvashtar
Tvashtar ist Herr der Gestalten. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Tvashtar.
Jayadi-Gabe 29: Vishnu
Vishnu ist Herr der Berge. Er behüte mich in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Vishnu.
Jayadi-Gabe 30: Maruts
Die Maruts sind die Herren der Scharen. Sie mögen mich behüten in geistlicher und weltlicher Kraft, in diesem Segensgebet, priesterlichen Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; die Gabe gilt Maruts.
Jayadi-Gabe 31: Ahnen
Väter, Großväter, fernere und nähere Ahnen, Urväter: Steht uns hier bei. Schützt uns in geistlicher und weltlicher Kraft, in Segensgebet, priesterlichem Dienst, Werk und Götterruf. Svaha; dies gilt den Ahnen.
32. Die zweiundzwanzig Rashtrabhrit-Gaben
Jayadi-Gabe 32
Agni, der die Ordnung durchsetzt und in Wahrheit ruht, ist Gandharva. Die Pflanzen sind seine Apsaras, genannt die Nährenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 33
Svaha; diese Gabe gilt den Pflanzen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 34
Surya, der Verbundene und vom All Besungene, ist Gandharva. Seine Strahlen sind Apsaras, genannt die Lebenskräfte. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 35
Svaha; diese Gabe gilt den Sonnenstrahlen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 36
Der huldvolle, von Sonnenstrahlen erhellte Mond ist Gandharva. Die Sterne sind seine Apsaras, genannt Bekuraya. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 37
Svaha; diese Gabe gilt den Sternen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 38
Das schützende, gut geflügelte Opfer ist Gandharva. Die Dankesgaben sind seine Apsaras, genannt die Lobpreisungen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 39
Svaha; diese Gabe gilt den Dankesgaben als Apsaras.
Jayadi-Gabe 40
Der Geist als Prajapati, der alles gestaltet, ist Gandharva. Die Rik- und Saman-Verse sind seine Apsaras, genannt die Tragenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 41
Svaha; diese Gabe gilt den Rik- und Saman-Versen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 42
Der kräftige, allumfassende Wind ist Gandharva. Die Wasser sind seine Apsaras, genannt die Freuden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 43
Svaha; diese Gabe gilt den Wassern als Apsaras.
Jayadi-Gabe 44
Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Schenke uns unvermindertes Gedeihen, Fülle, Heldenkraft und Wohlergehen durch das Jahr. Svaha; diese Gabe gilt dem Herrn der Welt.
Jayadi-Gabe 45
Der höchste Gebieter, Mrityu, ist Gandharva. Das All ist seine Apsaras, genannt die Welten. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 46
Svaha; diese Gabe gilt den Welten als Apsaras.
Jayadi-Gabe 47
Parjanya, mit guter Wohnstatt und gutem Gedeihen, heilwirkend und lichtvoll, ist Gandharva. Die Blitze sind seine Apsaras, genannt die Leuchtenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 48
Svaha; diese Gabe gilt den Blitzen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 49
Der fern treffende, unerbittliche Tod ist Gandharva. Die Geschöpfe sind seine Apsaras, genannt die Furchtsamen. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 50
Svaha; diese Gabe gilt den Geschöpfen als Apsaras.
Jayadi-Gabe 51
Der anziehende, verlangend blickende Kama ist Gandharva. Die bekümmernden Gedanken sind seine Apsaras, genannt die Brennenden. Er und seine Apsaras mögen geistliche und weltliche Kraft behüten. Svaha.
Jayadi-Gabe 52
Svaha; diese Gabe gilt den bekümmernden Gedanken als Apsaras.
Jayadi-Gabe 53
Herr der Welt, dessen Wohnstätten oben und hier sind: Gewähre dieser geistlichen und weltlichen Kraft weiten, großen Schutz. Svaha; dies gilt Brahman, dem Herrn der Welt.
33. Prajapati und die drei Welten
Prajapati, niemand außer dir umfasst alle diese entstandenen Wesen. Was wir mit dieser Darbringung erbitten, möge uns zuteilwerden; mögen wir über die für unser Leben nötigen Güter verfügen. Diese Gabe gilt dir, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Die weiteren Gaben gelten Agni, Vayu und Surya, nicht mir.
34. Svishtakrit
Was ich bei dieser Handlung übermäßig oder unvollständig getan habe: Agni, der alles weiß und die Opfergabe gut vollendet, möge es zu einer wohl dargebrachten Gabe machen. Agni Svishtakrit gehört diese Gabe, nicht mir.
35. Begrenzungshölzer und gemeinsamer Ghee-Strom
Svaha: Den Vasus, Rudras und Adityas als Empfängern des gemeinsamen Ghee-Stroms gehört diese Gabe, nicht mir. Erde, Zwischenraum und Himmel: Prajapati gehört diese Gabe, nicht mir.
36. Nicht bemerkte Fehler übergeben
In diesem Kushmanda-Homa vollziehe ich die Bereinigung für nicht erkannte Unzulänglichkeiten. Was beim Opfer wissentlich oder unwissentlich verkehrt geschieht, bringe du, Agni, in Ordnung; du kennst es, wie es wirklich ist. Das Opfer entspricht dem Purusha und der Purusha dem Opfer. Was wir Sterblichen mit unreifem Geist und begrenztem Können nicht richtig verstehen, möge Agni als kundiger Opfernder zur rechten Zeit den Göttern darbringen. Jede dieser Gaben gilt Agni, nicht mir. Danach: Om, Erde, Svaha; Agni gilt dies, nicht mir. Om, Zwischenraum, Svaha; Vayu gilt dies, nicht mir. Om, Himmel, Svaha; Surya gilt dies, nicht mir.
37. Die abschließende Ausgleichsgabe sprechen
Für alle möglicherweise während dieses Kushmanda-Homa entstandenen Mängel bringe ich die abschließende Ausgleichsgabe dar. Om, Erde, Svaha: Agni gilt dies, nicht mir. Om, Zwischenraum, Svaha: Vayu gilt dies, nicht mir. Om, Himmel, Svaha: Surya gilt dies, nicht mir.
38. Purnahuti
Für die vollständige Frucht dieses Kushmanda-Homa bringe ich im Feuer Viṭ die volle Schlussgabe dar; danach den Ghee-Strom zur Ganzheit des Rituals. Die höchste volle Gabe wird dargebracht. Die volle Gabe ist das Ganze; sie erreicht das Ganze, und in ihr gründet die Vollendung. Svaha; dem Agni die Darbringung!
39. Vasordhara
Sieben sind deine Brennhölzer, Agni, sieben deine Zungen, sieben die Seher und sieben die geliebten Stätten. Sieben Opfernde verehren dich siebenfach; erfülle die sieben Ursprungsstätten mit Ghee. Dem siebenfachen Agni gilt diese Gabe, nicht mir.
40. Abschließendes Besprengen
Aditi, du hast zugestimmt. Anumati, du hast zugestimmt. Sarasvati, du hast zugestimmt. Göttlicher Savitar, du hast das Opfer in Bewegung gesetzt.
41. Varuna aus dem Pranita-Patra entlassen
Verehrung Varuna; möge die Verehrung angenommen sein. Ich verabschiede dich an deinen eigenen Ort: zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
42. Wasser in die Richtungen geben
Im Osten mögen Götter und Opferpriester läutern; im Süden die Monate und Ahnen; im Westen die Häuser und Tiere; im Norden Wasser und Pflanzen; in der oberen Richtung das Opfer, das Jahr und der Herr des Opfers.
43. Agni danken und nach innen zurücknehmen
Wir erkennen Vaishvanara, den allen Wesen gegenwärtigen Agni, und meditieren über den Flammenden; Agni möge uns erleuchten. Agni, führe uns auf gutem Weg zur Fülle; du kennst alle Wege. Halte die krumme Verfehlung von uns fern; dir bringen wir reichen Dank dar. Verehrung Agni: Ich nehme deine rituell angerufene Gegenwart in mein Inneres zurück.
44. Die Schlussgebete
Verehrung dem Hausfeuer, dem südlichen Feuer, dem Opferfeuer und dem großen Altar. Verehrung dem Herrn des Opfers, den die beiden Bereiche des Veda – Handlung und Erkenntnis – erschließen, der Himmel und Befreiung bedeutet. Herr des Opfers, Achyuta, Govinda, Madhava, Ananta, Keshava, Krishna, Vishnu, Hrishikesha und Vasudeva: Dir meine Verehrung. Feuer, was an Mantra, Ausführung und Hingabe fehlt, mögest du als vollständig annehmen. Unter allen bereinigenden Übungen gilt das Gedenken an Krishna als höchste. Achyuta verehre ich, dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollständige in Japa, Homa und weiteren Handlungen zur Ganzheit führen. Was durch Unachtsamkeit misslingt, findet im Gedenken an Vishnu seine Vollendung. Heiliger Krishna, Krishna, Krishna!
45. Die angerufenen Gottheiten verabschieden
Verehrung Brahma. Ich verabschiede die angerufene Gegenwart an ihren eigenen Ort, zu Heil, Wohlergehen und erneuter Wiederkehr.
46. Segen und Dank
Dein heilsames Verdienst möge unversehrt bleiben; langes Leben, Anerkennung und Kraft seien dir geschenkt. Was in der Welt zu deinem wahren Wohl beiträgt, möge dir immer zuteilwerden.
Quellen und verwandte Anleitungen
- Pandit Srirama Ramanuja Achari (Sri Ram Sivan): Homa Sangraha – Based on Krishna Yajur Veda, Simha Publications, 7. November 2024: Kushmanda-Homa S. 89–105; allgemeine Feuereinrichtung S. 13–17; Jayadi-Homa mit vollständiger Schlussordnung S. 125–133. Die einundsechzig Hauptgaben und dreiundfünfzig Jayadi-Gaben stehen jeweils in ihrer überlieferten Reihenfolge.
- Taittiriya Aranyaka, zweiter Prapathaka, besonders Anuvaka 3–8: Sanskrit-Paralleltext für die Läuterungs-, Schuld- und Samidha-Gebete. Für erkennbare Druck- und Trennfehler wurde die Sanskrit-Textfassung von Svadhyaya Brahmanam bei Stotrams herangezogen. Die im Handbuch erweiterten Gebetsfolgen bleiben erhalten.
- Derselbe Autor: Kushmanda Homah Vidhih – Diacritics with English Translation, Simha Publications, Makara Sankranti 2013, S. 35–43, als Paralleltext für einzelne Jayadi- und Schlusslesarten. Maßgeblich für die Vorbereitungsdisziplin bleibt die Ausgabe von 2024.
- Die wiederkehrenden Schlussglieder der Abhyatana- und Rashtrabhrit-Gaben sind vollständig ausgeschrieben. Der auf S. 105 verkürzt einsetzende Paarvers steht vollständig bereits auf S. 104 und wird auch bei der Wiederholung vollständig gesprochen. Jayadi-Gabe 34 steht auf S. 128 in Devanagari; ihre vollständige lateinische Parallelfassung bietet die Ausgabe von 2013.
- Natha-Tradition, „Dhenu-Mudra“: Fingerkontakte der in der Feuerordnung genannten Geste.
- Prayaschitta · Prapatti · Ramanuja · Agni · Homa
- Agnis Ritualname Viṭ folgt der Kushmanda-Purnahuti-Erklärung S. 131 und der Zuordnung zu Prayaschitta im Feuernamen-Anhang S. 141.
- Übersicht der ausführlichen Ritualanleitungen
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