Iyarpahai Nayanar

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Iyarpahai Nayanar, geboren in Kaveripoompattinam, in der Kaste der Vaisya. Für ihn waren Shiva Bhaktas lebendige Manifestationen Lord Shivas.

Wohltätigkeit, ohne die gemeinte Äußerung "ich habe nichts findet" man nur unter Menschen guter Herkunft, sagt der Kural. Unter solch edlen Seelen war Iyarpahai Nayanar eine von hohem Rang. Barmherzigkeit war in ihm tief verwurzelt. Er lud regelmäßig Shiva Bhaktas in sein Haus ein, huldigte ihnen treu und hingebungsvoll und gab ihnen alles, was sie wollten. Er hatte ein Gelübde abgelegt, niemals etwas abzulehnen, das ein Shiva Bhakta wünschte.

Lord Shiva gefiel sein treuer Anhänger sehr. Er wollte der Welt seine wahre Größe zeigen. Also ging Lord Shiva, in der Verkleidung eines Brahmanen und mit heiliger Asche auf dem ganzen Körper verteilt, zu Nayanars Haus. Dieser hieß den Brahmanen freudig willkommen, denn schon der bloße Anblick des heiligen Mannes erfüllte Nayanar mit freudiger Erregung. Der Brahmane sagte: ‘Oh noble Seele, Ihr seid weithin für eure Wohltätigkeit bekannt. Ich habe erfahren, dass niemand mit leeren Händen Dein Haus wieder verlässt, deshalb bin ich für ein Geschenk zu Dir gekommen. Ich werde es Dir mitteilen, wenn Du versprichst, mir alles zu geben, was ich möchte.’ Nayanar stimmte bereitwillig zu ‘vorausgesetzt, ich habe es hier.’ Der Brahmane gab sofort preis, was er wollte: ‘Es ist das Geschenk deiner Frau.’ Nayanar bereitete es überhaupt keine Schwierigkeiten, ihm dies zu gewähren! Da er ein so treuer Anhänger Lord Shivas war, zog er nicht einen Moment die Glaubwürdigkeit des Brahmanen in Zweifel, der, obwohl er als Shiva Bhakta auftrat, einen so wenig wünschenswerten Wunsch hatte: Dies ist die bedingungslose Natur der Hingabe. Auch würde Nayanar nicht zögern, den Wunsch des Bhakta zu erfüllen, gäbe es den Widerspruch, dass dieser ungerecht sei: Denn für ihn war die Verehrung des Gastes (der Gast ist Gott) mehr Gesetz als alle moralischen Richtlinien.

Nayanar ging ins Haus und informierte seine Frau über alles, was geschehen war. Sie war zuerst schockiert, fing sich aber schnell wieder. Für eine keusche Frau ist der Ehemann Gott, und was immer er befiehlt ist Gesetz und Dharma. Sie stimmte also zu, dem Brahmanengast als dessen Frau zu folgen. Nayanar kam mit seiner Frau zurück und bat den Brahmanen, das Geschenk anzunehmen. Der Brahmane jedoch fürchtete den Zorn der Verwandten der Frau und bat Nayanar sie zu begleiten, bis sie sicher aus der Stadt und somit der Gefahr wären. Nayanar stimmte zu und bewaffnete sich, um den Brahmanen zu beschützen. Dann machten sie sich auf den Weg. In der Zwischenzeit erfuhren die Verwandten der Frau von der ganzen Geschichte und waren wütend. Sie folgten den dreien und bedrohten den Brahmanen mit dem Tod, sollte er von seinem pietätlosen Wunsch nicht ablassen. Der Brahmane tat als hätte er Angst. Nayanars Frau aber versicherte ihm, dass Nayanar in der Lage war, sie alle zu beschützen. Nayanar war bereit zu kämpfen. Die Verwandten bemühten sich, Nayanar von der Ungerechtigkeit der ganzen Sache zu überzeugen, und als sie merkten, dass ihnen das nicht gelang, zogen sie es vor, durch seine Hand zu sterben, als sich der Schande auszusetzen. Nayanar stürzte sich sofort auf sie und schlug ihnen die Köpfe ab. Alle starben und Nayanar setzte seinen Weg mit dem Brahmanen und seiner Frau fort, glücklich, dass er durch Lord Shivas Gnade in der Lage gewesen war, sich an sein Gelübde zu halten, dessen Anhänger zu huldigen. Als sie den Tempel von Tiruchaikadu erreichten, bat der Brahmane Nayanar sie nun zu verlassen und zurückzukehren. Nayanar warf sich vor dem Brahmanen nieder und machte sich auf den Rückweg.

Er war auf seinem Heimweg nur eine kleines Stück vorangekommen, als der Brahmane wieder laut nach Nayanar rief. Nayanar eilte zurück, denn er dachte, es hätte einen weiteren Angriff gegeben. Aber zu seinem Erstaunen fand er, dass der Brahmane verschwunden war und seine Frau dort alleine stand. Er suchte den Brahmanen überall und war besorgt, als er ihn nirgends fand. Plötzlich erschienen Lord Shiva und Mutter Parvathi am Himmel und segneten Nayanar und seine Frau: ‘Oh noble Seelen, mir gefällt eure Hingabe an meine Bhaktas sehr. Ihr werdet beide bald in mein Reich kommen.’

Mit diesen Worten verschwand Lord Shiva. Nayanar und seine Frau kamen in sein Reich und waren dort glücklich. Die Verwandten, die durch Nayanars Hände gestorben waren, kamen ebenfalls zu den Lotusfüßen des Herrn. Damit hatte Lord Shiva die Natur höchster Hingabe bewiesen, die nicht in Frage stellt, und zeigte außerdem die Wahrheit, dass solch bedingungslose Verehrung nicht zur Verletzung von Dharma führt. Ehre Lord Shiva und seinen Anhängern.

Weblinks

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Divine Life Society – Swami Sivananda

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Die 63 Nayanars im Überblick