Dvilakshya

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Dvilakshya (Sanskrit: द्विलक्ष्य dvi-lakṣya n.) bezeichnet als Oberbegriff zwei (Dvi) Arten von Meditationsobjekten/Konzentrationspunkten (Lakshya) bzw. Visualisierungsweisen: "innerlich", innerhalb des Körpers (Antarlakshya) und "äußerlich", außerhalb des Körpers (Bahirlakshya). Eine weitere, als "neutral, mittel" (Madhyama Lakshya) bezeichnete Art wird mit dem Begriff Trilakshya eingeschlossen.

Dvilakshya und Trilakshya in der klassischen Yogaliteratur

Dvilakshya in der Goraksha Paddhati

In der Goraksha Paddhati (1.12) heißt es:

ṣaṭ-cakraṃ ṣoḍaśādhāraṃ dvi-lakṣyaṃ vyoma-pañcakam |
sva-dehe ye na jānanti kathaṃ sidhyanti yoginaḥ || 1.12 ||

"Wie können diejenigen Yogis, die die sechs (Shash) Energiezentren (Chakra), die sechzehn (Shodasha) Stützen (Adhara), die zwei Arten von Meditationsobjekten (Dvilakshya), und die fünf Räume (Vyoma Panchaka) in ihrem Körper (Deha) nicht kennen, ans Ziel gelangen?."


Trilakshya in der Siddha Siddhanta Paddhati

In der Siddha Siddhanta Paddhati findet sich am Ende des zweiten Kapitels (2.31) ein ganz ähnlicher Merkvers, in dem allerdings von drei statt zwei Arten von Meditationsobjekten/Konzentrationspunkten (Lakshya) sowie von neun statt sechs Chakras die Rede ist:

nava-cakraṃ kalādhāraṃ tri-lakṣyaṃ vyoma-pañcakam |
samyag etan na jānāti sa yogī nāma-dhārakaḥ ||

"Einer, der die neun (Nava) Energiezentren (Chakra), die sechzehn (Kala) Stützen (Adhara), die drei Arten von Meditationsobjekten (Trilakshya), und die fünf Räume (Vyoma Panchaka) nicht vollständig kennt, der ist nur dem Namen nach (Namadharaka) ein Yogi."

Das Konzept von Trilakshya findet sich in ganz ähnlichem Wortlaut auch im Goraksha Shataka (2.13) und der Yogachudamani Upanishad (3-4)


Siehe auch