Durga Vijayadashami Visarjana im Haus
Durga Vijayadashami Visarjana im Haus schließt die häusliche Durga-Festzeit mit Dank, Abschiedsgebet und einer symbolischen Rückgabe an das Wasser ab.

Umfang: Zwei vollständig ausgeschriebene Abschiedsgebete und eine klar benannte symbolische Wasserentlassung.
Anlass und spirituelle Ausrichtung
Visarjana löst die zeitweilige Festform auf, ohne die Göttin als abwesend zu denken. Die Aufmerksamkeit kehrt vom äußeren Bild zur bleibenden Gegenwart zurück. Diese Fassung ist für den Abschluss an Vijayadashami gedacht.
Voraussetzungen und Material
Für Menschen, die mit Puja und langsamer Sanskritrezitation vertraut sind. Maßgeblich bleibt die eigene Überlieferung; diese häusliche Anleitung erteilt keine Einweihung.
Ein Durga-Bild, das trocken stehen bleibt, eine kleine Form aus ungebranntem, unbemaltem Naturton als vorübergehendes Festsymbol, eine breite Schale mit Wasser, eine Blüte und ein Tuch. Das Tonsymbol wird bereits zu Beginn der Festzeit neben dem Bild aufgestellt. Plane etwa zwanzig Minuten ein.
Verwandte Anleitungen: Durga Gayatri mit dreifacher Wassergabe, Devi Kshamapana Bitte um Verzeihung nach der Puja.
1. Den Abschluss vorbereiten
Wasche die Hände und bereite den Platz so vor, dass alle Gaben erreichbar stehen. Halte den Sanskrittext gut lesbar bereit. Sitze bequem und aufrecht; der Atem fließt natürlich. Fasse die Absicht still in eigenen Worten. Die deutschen Übersetzungen erklären die Rezitation und müssen nicht zusätzlich gesprochen werden. Entferne bereits verwelkte Gaben und stelle die Wasserschale vor das Bild. Die Tonform steht zunächst trocken daneben.
2. Für die Festzeit danken
Lege die Blüte vor Durga. Erinnere dich an die gemeinsamen Gebete, geteilten Speisen und konkreten Einsichten der Festtage.
3. Die Abschiedsgebete sprechen
Falte die Hände und sprich das erste Gebet einmal:
Abschiedsgebet an Kali und Chamunda
oṃ kāli kāli mahākāli kālike pāpanāśini |
kāli karālaniṣkrānte kālike tvāṃ namo'stu te |
siṃhavāhini cāmuṇḍe pinākadhanuvallabhe |
upahāraṃ gṛhītvaivaṃ prasīda parameśvari |
Om. Kali, Kali, Mahakali, Kalika, Vernichterin des Unheils! Kali, die aus dem Schrecklichen hervorgegangen ist, Kalika, dir sei Verehrung. Auf dem Löwen Reitende, Chamunda, dem Träger des Pinaka-Bogens Liebe! Nimm so die Gabe an und sei gnädig, höchste Göttin.
Nimm die kleine Tonform auf und sprich einmal:
Entlassungsgebet
oṃ uttiṣṭha devi cāmuṇḍe śubhāṃ pūjāṃ pragṛhya ca |
vraja tvaṃ srotasi jale vṛddhau ca sthīyatāmiha |
Om. Erhebe dich, Göttin Chamunda, und nimm die glückverheißende Verehrung an. Gehe in das strömende Wasser; bleibe hier zum Gedeihen.
Die Quelle nennt strömendes Wasser. In dieser häuslichen Anpassung vertritt die Wasserschale diesen Ort ausdrücklich symbolisch; das Gebet wird nicht umgeschrieben.
Yoga-Vidya-Vortrag über Archanam, die rituelle Verehrung. Das Video vertieft das Thema; der hier festgelegte Ablauf steht vollständig in dieser Anleitung.
4. Die äußere Festform lösen
Setze die Tonform vorsichtig in die Schale. Lass sie dort aufweichen, während du Durga im Herzen vergegenwärtigst. Das dauerhafte Bild bleibt erhalten. Streue keinen Schmuck, Kunststoff, Glitter oder bemalte Bildteile ins Wasser.
5. Abschluss und Rückkehr in den Alltag
Neige den Kopf und bleibe still. Gib den aufgeweichten ungebrannten Naturton später in geeignete Erde; führe keine Gaben in einen öffentlichen Fluss ein. Räume den zeitweiligen Festschmuck ab und bewahre eine konkrete tägliche Praxis aus den Festtagen.
Vollständige Rezitationstexte in IAST
Hier stehen sämtliche in dieser Anleitung verwendeten Rezitationstexte zusammenhängend in der Reihenfolge ihres ersten Auftretens. Jeder unterschiedliche Text ist einmal wiedergegeben. Wie oft er gesprochen wird, steht im Ablauf; der Anhang fügt keine Wiederholungen hinzu. Der Umfang entspricht der einzelnen Anleitung, nicht dem gesamten Quellenwerk.
Abschiedsgebet an Kali und Chamunda
oṃ kāli kāli mahākāli kālike pāpanāśini |
kāli karālaniṣkrānte kālike tvāṃ namo'stu te |
siṃhavāhini cāmuṇḍe pinākadhanuvallabhe |
upahāraṃ gṛhītvaivaṃ prasīda parameśvari |
Entlassungsgebet
oṃ uttiṣṭha devi cāmuṇḍe śubhāṃ pūjāṃ pragṛhya ca |
vraja tvaṃ srotasi jale vṛddhau ca sthīyatāmiha |
Vollständige Rezitationstexte in Devanagari
Abschiedsgebet an Kali und Chamunda
ॐ कालि कालि महाकालि कालिके पापनाशिनि ।
कालि करालनिष्क्रान्ते कालिके त्वां नमोऽस्तु ते ।
सिंहवाहिनि चामुण्डे पिनाकधनुवल्लभे ।
उपहारं गृहीत्वैवं प्रसीद परमेश्वरि ।
Entlassungsgebet
ॐ उत्तिष्ठ देवि चामुण्डे शुभां पूजां प्रगृह्य च ।
व्रज त्वं स्रोतसि जले वृद्धौ च स्थीयतामिह ।
Vollständige deutsche Übersetzung der Rezitationstexte
Abschiedsgebet an Kali und Chamunda
Om. Kali, Kali, Mahakali, Kalika, Vernichterin des Unheils! Kali, die aus dem Schrecklichen hervorgegangen ist, Kalika, dir sei Verehrung. Auf dem Löwen Reitende, Chamunda, dem Träger des Pinaka-Bogens Liebe! Nimm so die Gabe an und sei gnädig, höchste Göttin.
Entlassungsgebet
Om. Erhebe dich, Göttin Chamunda, und nimm die glückverheißende Verehrung an. Gehe in das strömende Wasser; bleibe hier zum Gedeihen.
Siehe auch
- Durga Gayatri mit dreifacher Wassergabe
- Devi Kshamapana Bitte um Verzeihung nach der Puja
- Durga Bodhana am Bilvazweig
- Devi Puja
- Navaratri
- Puja
- Mantra
- Japa
- Bhakti
- Dhyana
- Sankalpa
- Pranama
- Tantra
- Mahanirvana Tantra
- Pranatosini Tantra
Weitere Anleitungen: Tantra Rituale und Puja.
Quellen und redaktionelle Hinweise
Pranatosini Tantra, Sanskrit-IAST-Projektfassung Pranatosini Tantra Sanskrit IAST nach Muktabodha M00071; Druckausgabe Jivananda Vidyasagara Bhattacharya, Calcutta 1898. Kamyakanda, Dashami-Abschluss der Durga-Puja, die Gebete ab „oṃ kāli kāli mahākāli“ und „oṃ uttiṣṭha devi cāmuṇḍe“. Der anschließende weitere Immersionsvers wird nicht verwendet. Die Schalenhandlung mit einem Symbol aus ungebranntem Naturton ist eine moderne häusliche Anpassung der Wasserentlassung. „karālaniṣkrānte“ wird zurückhaltend als „aus dem Schrecklichen hervorgegangen“ übersetzt.
Die genaue Auswahl der Rezitationen steht in den drei vollständigen Anhängen. Das Devanagari wurde aus dem verwendeten IAST transliteriert und durch Rückübertragung geprüft; es bildet keinen unabhängigen Textzeugen. Die elektronischen Projektfassungen beruhen auf der Muktabodha Digital Library. Zitate aus weiteren Werken innerhalb der Pranatosini wurden in dieser Überlieferung gelesen; ein unabhängiger Fassungsvergleich wird nicht behauptet. Zeitangaben, Gefäßgrößen und häusliche Handgriffe sind praktische redaktionelle Konkretisierungen. Religiöse Wirkungswünsche werden als Gebete verstanden.
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