Devi Kshamapana Bitte um Verzeihung nach der Puja

Aus Yogawiki

Devi Kshamapana Bitte um Verzeihung nach der Puja ist ein dreiteiliges Abschlussgebet an die Göttin. Es bittet um Verzeihung für das, was in der Verehrung aus Unwissenheit, Unachtsamkeit oder Unzulänglichkeit fehlte oder zu viel war.

Rituelle Verehrung verbindet Dankbarkeit und Hingabe.

Umfang: Drei vollständige Abschlussverse mit gefalteten Händen und Verneigung.

Anlass und spirituelle Ausrichtung

Das Gebet verbindet Sorgfalt mit Vertrauen. Eine Puja muss nicht in Grübeln übergehen: Nach ehrlichem Bemühen darf die Handlung der Gnade anvertraut werden. Die Bitte richtet sich an die Göttin als Trägerin der Welt und Schatz des Mitgefühls.

Voraussetzungen und Material

Für Menschen, die eine Göttinnen-Puja, Japa-Sitzung oder Gebetsandacht beschließen möchten. Die drei Verse können auch als eigenständiges Verzeihungsgebet gesprochen werden.

Keine zusätzlichen Gegenstände. Ein ruhiger Sitz vor dem Altar genügt; etwa fünf Minuten.

Verwandte Ritualanleitungen sind Devi Puja und Devi Archanam.

1. Nach der Puja innehalten

Beende zuerst die von dir ausgeführten Gaben und Rezitationen. Stelle die Ritualgeräte ab und richte den Sitz bequem ein. Das folgende Gebet kann auch nach einer reinen Mantra-Andacht gesprochen werden. Du brauchst dazu keine neue materielle Gabe.

2. Unvollkommenheit ehrlich anerkennen

Falte die Hände und sprich den ersten Vers einmal.

ajñānād vā pramādād vā vaikalyāt sādhanasya ca |
yan nyūnam atiriktaṃ vā tat sarvaṃ kṣantum arhasi ||

Was aus Unwissenheit, Unachtsamkeit oder einer Unzulänglichkeit der Ausführung zu wenig oder zu viel geschehen ist – all das mögest du verzeihen.

Erinnere dich an den aufrichtigen Wunsch zu verehren. Du musst dafür nicht jeden vermuteten Fehler einzeln aufzählen.

3. Um Verzeihung bitten

Halte die Hände gefaltet und sprich einmal:

dravyahīnaṃ kriyāhīnaṃ śraddhāmantravivarjitam |
tat sarvaṃ kṛpayā devi kṣamasva tvaṃ dayānidhe ||

Was an Gaben oder Handlungen mangelhaft war, was ohne Vertrauen oder Mantra geschah – all das verzeihe aus Gnade, o Göttin, du Schatz des Mitgefühls.

Lass die Bitte um Gnade ruhig nachklingen. Sie verbindet das Bewusstsein menschlicher Begrenztheit mit Vertrauen in die Göttin.

Yoga-Vidya-Vortrag über Gaben an den Guru, ergänzend zum Thema Dankbarkeit. Das Video vertieft die Haltung der Praxis; die konkrete Ritualfolge steht in dieser Anleitung.

4. Mit Anjali abschließen

Sprich den dritten Vers und neige am Ende den Kopf.

yan mayā kriyate karma tan mahat svalpam eva vā |
tat sarvaṃ ca jagaddhātri kṣantavyam ayam añjaliḥ ||

Welche Handlung ich vollziehe, sei sie groß oder klein: All dies möge verziehen werden, o Trägerin der Welt. Hier ist meine ehrfürchtige Geste der gefalteten Hände.

Die Geste Anjali ist hier selbst die ausdrückliche Schlussgabe.

5. Die Verehrung in Ruhe beenden

Bleibe eine Minute still. Wenn für die vorhergehende vollständige Puja ein Visarjana vorgesehen ist, führe dessen dir bekannten Abschluss im Rahmen dieser Puja aus; das Verzeihungsgebet ersetzt ihn nicht. Nach einer eigenständigen Gebetsandacht öffne die Augen und kehre ruhig zum Alltag zurück.

Siehe auch

Quellen und redaktionelle Hinweise

Brihat Tantrasara von Krishnananda Agamavagisha, Sanskrit-IAST-Projektfassung nach dem elektronischen Text M00013 auf Grundlage des Drucks Calcutta 1896. Die Verszählung beginnt in den einzelnen Abschnitten neu. Teil 2, Kinkini-Stotra, Verse 8–10. Alle drei Verse werden vollständig wiedergegeben; Sanskrit-Worttrennung und Sandhi sind lesefreundlich gesetzt. Der offensichtliche Buchstabentausch dayāndihe in der elektronischen Vorlage wird zu dayānidhe („Schatz des Mitgefühls“) normalisiert. Die Folge ist eine Auswahl der drei Abschlussverse, nicht das gesamte zehnversige Stotra. Die Pausen und die ausdrückliche Anwendung nach Puja oder Japa sind redaktionelle Anordnungen.

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