Atma Panchakam

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Atma Panchakam (Sanskrit आत्मपञ्चकम् ātmapañcakam), die Fünf Strophen (Panchakam) über das Selbst (Atma), ist ein Text von Shankara, dem großen Jnana Yoga bzw. Vedanta Meister des 8. Jahrhunderts. Hier findest du die Übersetzung des Atma Panchakam zusammen mit einigen Anmerkungen zu diesem inspirierenden Vedanta Lehrgedicht.

Übersetzung Atma Panchakam

Diese Übersetzung des Atma Panchakam stammt von Hannes Wissing

Ich bin weder der Körper, noch die Sinne noch der Verstand,
Weder bin ich Stolz, Seele noch Verstand,
Aber ich bin Shiva, der ewig ist,
der völlig ungebunden und frei ist.
der weit, weit und weit weg ist
von Ehefrau, Sohn, Ländereien und Vermögen,
und der Zeuge für alles, von allem ist.


Durch Unwissenheit denke ich, dass ein Seil eine Schlange ist,
aufgrund der Abwesenheit von Jnana.
Ich schreibe einem leblosen Gegenstand Leben zu.
Und wenn der Selbst-Verwirklichte darauf hinweist,
wache ich aus dieser Illusion auf,
Und verstehe, dass es ein Seil und nicht eine Schlange ist.
Ebenso bin ich nicht die Seele, sondern Shiva,
Welches ich nur durch die Lehre des großen Lehrers verstehe.


Wegen des Schleiers der Unerfahrenheit / Unwissenheit,
sehe ich diese Welt im ewigen Leben,
welche die Form der Wahrheit und Heiterkeit hat,
Ähnlich wie den Traum, den ich wegen des Schleiers des Schlafes sehe,
denn ich bin reiner ganzer, beständiger und alleiniger Shiva.


Diese Welt ist von mir keineswegs verschieden,
vergleichbar damit, dass alles in einem Spiegel widergespiegelt wird.
Die ganze Welt ist innerhalb von mir,
So bin ich dieser Shiva, der ohne zwei ist.


Weder wurde ich geboren noch bin ich aufgewachsen, weder werde ich sterben,
denn Geburt, Wachstum und Tod sind für den Körper;
die Natur dessen, eine Arbeit aufzunehmen ist einzig
die Reflexion des Stolzes und als solches nicht
Bestandteil meiner Seele, welche ewig ist,
denn ich bin der ungebundene, freie Shiva.


Ich bin ungeboren gewesen, woher sind Geburt und Tod zu mir gekommen,
Ich bin nicht die Seele, woher sind Hunger und Durst zu mir gekommen,
Ich bin nicht der Verstand, woher sind Leidenschaft und Kummer zu mir gekommen,
Ich bin nicht der Handelnde, woher kamen Anhaftung und Loslösung zu mir?

Bedeutung des Textes Atma Panchakam

das Lehrgedicht Atma Panchakam gehört zu den kürzeren Werken des großen Meisters Shankara, auch Adishankara bzw. Shankaracharya genannt. Shankara schreibt über das Selbst, Atman, die Seele. Er beschreibt im Atma Panchakam insbesondere das, was das Selbst nicht ist - und im Refrain am Ende jeder Strophe das, was das Selbst ist. Atma Panchakam kann als Grundlage für einen Vedanta Vortrag dienen, als Grundlage für eine Reihe von Unterweisungen des Vedanta. Atma Panchakam kann rezitiert werden zu Beginn der Meditation. Atma Panchakam kann auch als Grundlage der Meditation dienen. Viele Vedanta Schüler in Indien können Atma Panchakam auswendig.

Atma Panchakam auf Devanagari

Hier Atma Panchakam Devanagari Text:

आत्मपञ्चकम्

नाहं देहो नेन्द्रियाण्यन्तरंगं
नाहंकारः प्राणवर्गो न बुद्धिः
दारापत्यक्षेत्रवित्तादिदूरः
साक्षी नित्यः प्रत्यगात्मा शिवोऽहम् ॥१॥
रज्ज्वज्ञानाद्भाति रज्जुर्यथाहिः
स्वात्माज्ञानादात्मनो जीवभावः।
आप्तोक्त्या हि भ्रान्तिनाशे स रज्जु-
र्जीवो नाहं देशिकोक्त्या शिवोऽहम् ॥२॥
आभातीदं विश्वमात्मन्यसत्यं
सत्यज्ञानानन्दरूपे विमोहात् ।
निद्रामोहात् स्वप्नवत् तन्नसत्यं
शुद्धः पूर्णो नित्य एकः शिवोऽहम् ॥३॥
मत्तो नान्यत् किञ्चिदत्रास्ति विश्वं
सत्यं बाह्यं वस्तुमायोपक्लिप्तं ।
आदर्शान्तर्भासमानस्यतुल्यं
मय्यद्वैते भाति तस्माच्छिवोऽहम् ॥४॥
नाहं जातो न प्रवृद्धो न नष्टो
देहस्योक्ताः प्राकृताः सर्वधर्माः।
कर्तृत्वादिश्चिन्मयस्यास्ति नाहं-
कारस्यैव ह्यात्मनो मे शिवोऽहम् ॥५॥
नाहं जातो जन्ममृत्यू कुतो मे
नाहं प्राणः क्षुत्पिपासे कुतो मे ।
नाहं चित्तं शोकमोहौ कुतो मे
नाहं कर्ता बन्धमोक्षौ कुतो मे ॥६॥

Atma Panchakam Transkription

Hier findest du Atma Panchakam in der Transkription:

ātmapañcakam
nāhaṁ deho nendriyāṇyantaraṁgaṁ
nāhaṁkāraḥ prāṇavargo na buddhiḥ
dārāpatyakṣetravittādidūraḥ
sākṣī nityaḥ pratyagātmā śivo'ham ||1||

rajjvajñānādbhāti rajjuryathāhiḥ
svātmājñānādātmano jīvabhāvaḥ|
āptoktyā hi bhrāntināśe sa rajju
rjīvo nāhaṁ deśikoktyā śivo'ham ||2||

ābhātīdaṁ viśvamātmanyasatyaṁ
satyajñānānandarūpe vimohāt |
nidrāmohāt svapnavat tannasatyaṁ
śuddhaḥ pūrṇo nitya ekaḥ śivo'ham ||3||

matto nānyat kiñcidatrāsti viśvaṁ
satyaṁ bāhyaṁ vastumāyopakliptaṁ |
ādarśāntarbhāsamānasyatulyaṁ
mayyadvaite bhāti tasmācchivo'ham ||4||

nāhaṁ jāto na pravṛddho na naṣṭo
dehasyoktāḥ prākṛtāḥ sarvadharmāḥ|
kartṛtvādiścinmayasyāsti nāhaṁ
kārasyaiva hyātmano me śivo'ham ||5||
nāhaṁ jāto janmamṛtyū kuto me
nāhaṁ prāṇaḥ kṣutpipāse kuto me |
nāhaṁ cittaṁ śokamohau kuto me
nāhaṁ kartā bandhamokṣau kuto me ||6||


Siehe auch