Ambapali

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Ambapali, auch bekannt als Amrapali, war eine königliche Kurtisane der Republik des Staates Vaishali im antiken Indien. Die Erwähnung ihres Namens wurde in den alten Pali Texten und in buddhistischen Schriften gefunden. "Amra" bedeutet Mango und "Pali" bedeutet Blätter. Die volle Bedeutung ihres Namens ist "ein Kind des Mangowäldchens". Sie wurde so genannt, weil die Identität ihrer Eltern unbekannt war, und sie unter einem Mangobaum in einem der königlichen Gärten von Vaishali gefunden wurde.

Ambapali verneigt sich vor Buddha, Copyright

Sie wuchs auf, so lieblich zu sein, wie ein goldenener Sonnenaufgang aus dem tiefen Ozean, doch sie hatte einen unmoralischen Charakter. Ihre vorbildliche Schönheit verzauberte viele junge Adlige der Republik, und sie wünschten ihre Gesellschaft und stritten um ihre Gunst. Sie wurde sogar in den Status einer Staatskurtisanen der Haupststadt der Republik Vaishali bestimmt, um den Zank zu beenden. Sie stimmte dabei fünf Bedingungen zu, damit ihr Gehalt in Höhe von 500 Kahapana war.

Geschichten umrankten ihre unvergleichliche Schönheit so weit, wie das Magadha Imperium reichte, welches das feindliche Nachbarland der Republik des Staates von Vaishali war. Der König von Magadha war so betört von ihr, dass er sie während einer Inkognitoreise während der Invasion auf Vaishali heiratete. Sie gebar ihm einen Sohn, der den Namen Vamal Kondanna hatte.

Als Buddha und seine Schüler einen Tag lang in Vaishali stoppten, bot Ambapali ihnen an, ihren Mangogarten außerhalb der Stadt zu nutzen, um sich im kühlen Schatten der Bäume auszuruhen. Als sie Buddha im Garten traf, war sie äußerst überrascht davon, Zeuge seines Heiligenscheins um ihn herum zu werden, der wie der Mond um Mitternacht leuchtete. Nachdem Ambapali Darshana von Buddha erhalten hatte, beugte sie sich zu seinen Füßen nieder und lud ihn und seine Schüler zu einem Essen am nächsten Tag ein.

Auf ihrem Rückweg, boten ihr die Adligen von Vaishali große Reichtümer an, um sich die Gesellschaft von Buddha zu erkaufen, aber sie lehnte ab, sagte, dass sogar, wenn sie ihr ganz Vaishali anböten, würden sie damit nichts erreichen. Am folgenden Tag, begleitete sie Buddha und seine Anhänger in großer Demut, und dann bot sie ihm ihren Garten an, was Buddha annahm, weil er die Reinheit ihres Herzens sah. Dies war der Wendepunkt in Ambapalis Leben, sie verstand ihr Dharma, wurde eine rechtschaffene Frau und ging in trat einem Nonnenorden bei.

Je mehr die Weisheit in ihrem Herzen wuchs, wurde sie eine „Arahant“. Ihre Verwandlung bekräftigte den Glauben, dass eine Lotusblume aus schwarzem und wässrigem Schlamm erblüht. Ambapali legte ihren unmoralischen Charakter ab und schaffte es, die höchste spirituelle Verwirklichung zu erlangen. Sie entsagte ihrem materialistischen Leben und ihrer Position voller Reichtum und Herrlichkeiten und nahm Buddhas Lehren an. Für den Rest ihres Leben blieb sie eine aktive Verfechterin der buddhistischen Lehre.

Siehe auch

Literatur

  • Buddhistische Legenden von Heinrich Zimmer, Insel Verlag Frankfurt am Main, 1985, 1. Auflage
  • Heinz Bechert: Der Buddhismus I: Der indische Buddhismus und seine Verzweigungen. Kohlhammer, Stuttgart 2000. ISBN 3-17-015333-1.
  • Heinz Bechert, R. Gombrich: Der Buddhismus: Geschichte und Gegenwart. 2. Auflage. Beck, München 2002. ISBN 3-406-42138-5.
  • Bhikkhu Bodhi: In den Worten des Buddha. Verlag Beyerlein & Steinschulte, 2008. ISBN 9783931095789
  • Edward Conze: Der Buddhismus: Wesen und Entwicklung. 10. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1995. ISBN 3-17-013505-8.
  • Hansjörg Pfister: Philosophische Einführung in den frühen Buddhismus. Verlag Reith & Pfister, Bötzingen 2004. ISBN 3-9805629-9-9.
  • Helwig Schmidt-Glintzer: Die Reden des Buddha. dtv C. H. Beck, München 2005. ISBN 3-423-34242-0.
  • Wilhelm K. Essler, Ulrich Mamat: Die Philosophie des Buddhismus. 1. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Dezember 2005. ISBN 3-534-17211-6.
  • W. Rahula: Was der Buddha lehrt. 2. Auflage. Origo-Verlag, Bern 1982. ISBN 3-282-00038-3.
  • Verena Reichle: Die Grundgedanken des Buddhismus. 11. Auflage. S. Fischer-Verlag, Frankfurt 2003. ISBN 3-596-12146-9.
  • Hans W. Schumann: Handbuch Buddhismus: Die zentralen Lehren – Ursprung und Gegenwart. Diederichs, München 2000. ISBN 3-7205-2153-2.
  • Hans W. Schumann: Der historische Buddha – Leben und Lehre des Gotama. Diederichs, München 2004. ISBN 3-89631-439-4.
  • Gerhard Szczesny: Die eine Botschaft und die vielen Irrwege. Königshausen und Neumann, Würzburg 2004. ISBN 3-8260-2707-8.
  • Volker Zotz: Geschichte der buddhistischen Philosophie. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1996. ISBN 3-499-55537-9.
  • F.A.Z.-Hörbuch: Auf Siddhartas Spuren – Reisen zu den heiligen Stätten des Buddhismus. Frankfurt 2006. ISBN 3-89843-952-6.

Weblinks

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