Süßholz

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Süßholz (Sanskrit: Yashtimadhu, lateinisch: Glycyrrhiza glabra), auch Lakritzwurzel genannt, hat eine schleimlösende und auswurffördernde Wirkung. Außerdem reinigt es in großen Mengen die Lungen und den Magen von Kapha. Süßholz ist von sattwischer Natur. Es beruhigt den Verstand, nährt den Geist und fördert so Zufriedenheit und Harmonie. Süßholz findet auch in der ayurvedischen Ernährung Anwendung.

Süßholz ist eine beliebte Heilpflanze der ayurvedischen Medizin

Süssholz wird als Tee oder als Zutat von Teemischungen und ebenso für die Herstellung von Lakritz genutzt. Süssholz schmeckt leicht süsslich und herb.

Verwendeter Pflanzenteil

Süßholz ist Teil der ayurvedischen Ernährung - sehr beliebt in Tees

Der Süßholzstrauch kommt ursprünglich aus China und Indien. Er ist eine verholzende Staude und kann bis zu zwei Meter hoch wachsen. Die Süßholzpflanze gehört zu den Schmetterlingsblütlern. In der Heilkunde werden ausschließlich ihre getrockneten Wurzeln verwendet.

Die Wurzel ist gelb und holzig und enthält mehr als 400 Inhaltsstoffe. In der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Süßholz als eines der 50 Basiskräuter zur Unterstützung des Herzens angewandt.

Anwendungsgebiete

Süssholz hilft bei Erkältungen, Heiserkeit, Asthma, Husten, Entzündungen sowie bei chronischen Krankheiten, wie z. Bsp. Arteriosklerose, und unterstützt den Magen. Süssholz schützt außerdem die Schleimhäute und wirkt antiviral und krampflösend. Die Arznei dieser Pflanze ist wohltuend bei Magengeschwüren (Gastritis). Auch ist es möglich, sich mit Süßholz das Rauchen abzugewöhnen. Anstatt zur Zigarette zu greifen, wird empfohlen, auf einer Stange Süßholz zu kauen.

Süßholz sollte allerdings nicht uneingeschränkt verwendet werden, da es bei übermäßigem Gebrauch Bluthochdruck, einen erhöhten Blutzuckerspiegel, Ödeme und Herzrhythmusstörungen hervorrufen kann. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nicht mehr als 50 Gramm pro Tag zu sich zu nehmen. Dies entspricht allerdings etwa zehn Tassen Süßholztee.

Menschen, die bereits an erhöhtem Blutdruck, Diabetes oder Nierenproblemen leiden, wird empfohlen, Süßholz nicht einzunehmen. Ebenso sollte Süßholz während der Schwangerschaft gemieden werden.

Wirkung auf die Doshas

Schon Hildegard von Bingen erkannte, dass die Süßholzwurzel das Gemüt mild stimmt.

Süßholz senkt Vata und Pitta, erhöht nach längerem Gebrauch Kapha.

Smoothie Rezept mit Süßholz

Du brauchst dafür:

  • 1 geschälte und entkernte Birne
  • 100 Gramm Rote Beete
  • 3 Backpflaumen
  • 10 Blätter des Zitronenstrauchs
  • etwas Olivenöl

Zubereitung: Alles pürieren und je nach Geschmack ¼ bis ½ Liter frischen Orangensaft und etwas Süßholzwurzelextrakt beimengen.

Hustensaft selbst gemacht

Du brauchst dafür:

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stange Süßholzwurzel
  • 3 EL Zucker
  • 1 Marmeladenglas

Zubereitung: Die Zwiebeln vierteln und mit der grob zerkleinerten Stange Süßholzwurzel sowie dem Zucker in das Marmeladenglas füllen. Alles gut durchschütteln und 12 Stunden ziehen lassen. Die Zwiebel gibt nun ihren Saft ab.

Anwendung: 1 bis 2 Teelöffel des Hustensaftes morgens, mittags und abends zu sich nehmen.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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