Regenbogen

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Ein Regenbogen - Indrachapa - überbrückt symbolisch zwischen Sonne und Wolken - geradezu wie ein Yoga-Sonnengruß "Surya Namaskar"? Die Sonne ist eigentlich immer da - arbeitet hinter den Wolken geradezu... So erscheint mancher Regenbogen wie eine Fügung - ähnlich einem hellen oder wegweisenden Traum in dunkler Nacht...; vgl. Regen: Vrishti;

Regenbogenmeditation

Eine Meditationsart könnte sein, alle oft störenden Gedanken anzunehmen wie Regenbogenfarben - und sie sich in Licht auflösen lassen:

Trauer... Wut usw. - gleichsam als Sprungbrett, um in die höchste Erfahrung einzutauchen.
(...) dieses Gefühl (ist) nichts anderes als pure Energie (...) unterschiedlich "eingefärbt" - Wut hat eine andere Farbe als Freude. Dennoch ist all das Energie, fließende Shakti (...):
Durch ein Glasprisma fällt Licht. Das weiße bzw. farblose Licht (..) wird im Prisma gebrochen, und heraus kommt farbiges Licht, die Spektralfarben (..) des Regenbogens (..) nichts weiter als farbloses Licht. (....) Konzentriere dich nicht auf die Farben des Gefühls, sondern auf die "farblose weiße" Energie im Hintergrund. (..Sie...) ist reine Shakti, die reine Energie des Bewußtseins (...). (Joachim Reinelt, Yoga-Pfad, S. 67f)
Regenbogenlicht: reiner Zustand des Geistes, klares Licht, das weisses reines wird. mit der Weisheit der Leere usw. (vgl. Direkter Weg zur Erleuchtung O.W. Barth Verlag 2010, S. 163 ff.)
"Farbenpracht blendet das Auge." - Tao Te King Kapitel 12 (sic?)
Vrishti bzw. Regenmacher

Bergnah [1]

Sonstiges

Ein Regenbogen spielt in Mythologien eine Rolle, unter Umständen auch beim Finden von Tulkus..., und in der (christlichen) Trauer-Symbolik... Er wird bisweilen gesehen, wenn eine Seele den Körper verlässt; auch mit den alten Chakra-Weisheiten und ihren Farben verbunden, sowie mit dem Regenbogenkörper und der Aura.

Indra, der Hindu-Gott des Donners und des Kriegs, nutzt in der alten Hindu-Mythologie den Regenbogen (Sanskrit: indradhanus), um Lichtpfeile mit ihm ab zu schicken: die wirken gegen die dämonische Asura Vrta-Schlange... s.auch Rama (?).

Anantāsana scheint auch als Regenbogen- Asana - d. h. Vishnu's Liegelage (Sanskrit: अनन्तासन); von ananta -"endlos" oder "unbegrenzt"; von der Schlange Sesa...vgl. Wikipedia engl.


Die Yoga-Übung Dhanurasana (Bogen) dürfte auch ein wenig psychosomatisch aufhellen; vgl. auch das Rad.

Der Regenbogen - wichtiges Element zahlreicher Religionen über alle Kulturen und Kontinente hinweg: Die Mythen sehen ihn oft als Mittler oder eine Brücke zwischen Götter- und Menschenwelt. Mythologien ohne Regenbogen sind selten. Der Regenbogen als Mythos findet sich in den Erzählungen auch entlegenster Orte und zu allen Zeiten: erdacht und überliefert, immer wieder neu erfunden wie ein Ball oder auch Chakrasana und Dhanurasana... Kann man einen Regenbogen einfangen?


Drauf herum spazieren, wünscht sich... jemand nach Nahtoderfahrung mit Farben...


Im Alten Testament der Bibel, 1. Mose 9, ist der Regenbogen ein Zeichen des Bundes, den Gott mit Noah und den Menschen schloss. Laut biblischer Erzählung versprach Gott nach dem Ende der Sintflut: „Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen, denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.“ (1.Mose 8,21) Der Regenbogen als Zeichen des Friedens zwischen Mensch und Gott nimmt damit eine altorientalische Tradition auf, nach der das Phänomen als abgesenkter, also nicht schussbereiter Bogen Gottes interpretiert wurde:

„Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier unter allem Fleisch, dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe.“ (1. Mose 9, 14–15)

Aufgrund der Stelle ist der Regenbogen im Judentum bis heute ein wichtiges religiöses Symbol. Wer einen Regenbogen sieht, spricht:

„Gepriesen seist du, Ewiger, unser Gott; du regierst die Welt. Du erinnerst dich an den Bund und bleibst ihm treu. Du stehst zu deinem Wort.“ (zit. nach Seder ha-Tefillot – Das jüdische Gebetbuch S. 539; vgl. bBer 59a).

Der mittelalterliche jüdische Bibelausleger Nachmanides erklärte zu 1. Mose 9,12: Der Bogen in den Wolken symbolisiere, dass Gottes Zorn zu Ende sei, denn er habe wie ein Krieger seinen Bogen gesenkt, um Frieden zu erklären.

Die Vorstellung des Regenbogens als eines in die Wolken gehängten göttlichen Kriegsbogens ist sehr alt. Es findet sich bereits in der assyrisch-babylonischen Mythologie. In der babylonischen Schöpfungsgeschichte Enuma Elisch („Als oben…“, im Folgenden Ee) wird davon erzählt, dass der Schöpfergott Marduk das Leben auf der Erde ermöglichte, indem er die Urflut, die Göttin Tiamat, tötete. Der Kampf geschah mit einem Bogen (Ee IV,35-40). Um das dauerhafte Bestehen der Schöpfung zu gewährleisten, nahm der höchste Gott, der Himmelsgott Anu, den Bogen Marduks und setzte ihn als „Bogenstern“ an den Himmel. Im babylonischen Mythos wird der Bogen vergöttlicht: Er darf in der Versammlung der Götter Platz nehmen und wird ewig erfolgreich sein (Ee VI,87-94). Der Bogen am Himmel ist in der altorientalischen Vorstellungswelt also ein kriegerisches Symbol für die göttliche Macht, Störungen auf der Erde zu bekämpfen und zu besiegen und so das Leben zu sichern. Assyrisches Rollsiegel: Eine Gottheit bekämpft mit dem Bogenstern eine dämonische Macht. (1. Jahrtausend v.d.Z.)

Im Christentum wird ein anderer Traditionsstrang wichtig. In Ezechiel 1 sieht der Prophet einen gewaltigen Thronwagen. Oben auf dem Thron ist ein heller Schein

„wie der Anblick des Bogens, der sich an einem Regentag in den Wolken zeigt. … So etwa sah die Herrlichkeit Gottes aus (1,28).“

Im griechisch verfassten Neuen Testament kommt der Regenbogen nur ein einziges Mal vor. In der Offenbarung des Johannes 10,1 erscheint ein Engel mit einem Buch in eine Wolke gehüllt vom Himmel herab. Über seinem Kopf ist ein Regenbogen. Das Bild basiert auf Ezechiel 1,28. Das griechische Wort für diese Erscheinung heißt „iris“, und zeigt: die antike Vorstellung des Kriegsbogens ist vergessen. Wichtig an der Erscheinung ist die schillernde Farbenpracht, die Himmel und Erde verbindet. Das griechische Wort bezeichnet neben dem Regenbogen auch ganz allgemein einen farbigen Ring (oder Halbring). In Offenbarung 4,3 steht in vielen deutschen Übersetzungen zwar Regenbogen; hier heißt es ausdrücklich, es handelt sich um einen grünlich schimmernden Lichtkranz – also einen Heiligenschein, der Gottes Gegenwart anzeigt (vgl. etwa auch z.B. Kapalabhati).

In der folgenden christlichen Tradition lebt das Symbol auf Ikonen und in der mittelalterlichen Malerei und Bildhauerei. Auf Altären und auf den Darstellungen des Jüngsten Gerichts über dem Eingangsportal einer Kirche wird Christus manchmal als der auf (oder in) einem Regenbogen sitzende Richter dargestellt werden – eine freie Aufnahme der Stellen in der Offenbarung vermischt mit Ezechiel. Der Regenbogen symbolisiert hier die Göttlichkeit Christi. Seit dem 12. Jahrhundert wird auch Maria in einem Regenbogen oder auf einem Regenbogen sitzend dargestellt und dadurch ihre Heiligkeit zum Ausdruck gebracht.

Das Motiv als göttlicher Bogen auch in der indischen Mythologie, wo Indra mit dem als Indradhanush bezeichneten Regenbogen die Dämonenschlange Vrta (eine Asura) tötet (s.o...): mittels so abgeschickten Blitzen. Das leitet vielleicht auch zum Kampf um das göttliche Kind über. Das verkörpert sich auch in jedem Menschen, der sich gegen die Leidenschaften... wie symbolisch in der Bhagavadgita immer wieder bemüht... wie die Asanas Krieger, auch: friedlicher k. und Held etwa, sowie womöglich Dhanurasana darstellen... "Es" schießt im meditativen Bogenschiessen (Zen) (folgt).


Die australischen Aborigines verehren eine Regenbogenschlange als den Schöpfer der Welt und aller Lebewesen. Die chinesische Mythologie deutete den Regenbogen als einen Riss im Himmel, den die Göttin Nüwa mit farbigen Steinen versiegelte. Die griechische Mythologie sah ihn als Verbindungsweg, auf dem die Göttin Iris zwischen Himmel und Erde reist. Nach der irischen Mythologie hat der Leprechaun seinen Goldschatz am Ende des Regenbogens vergraben. In der germanischen Mythologie war er die Brücke Bifröst - zwischen Midgard (Welt der Menschen), und Asgard (Götter-Sitz). Während des Ragnarök, des Weltuntergangs der nordischen Mythologie, wird der Regenbogen zerstört. Regenbögen tauchen auch in der Schöpfungsgeschichte der Diné auf. Sie spielen eine Rolle bei der religiösen Initiation der Fang, die, wie auch in manch anderen Kulturen üblich, ihren Kindern verbieten, einen Regenbogen zu betrachten. Bei den Inka vertrat der Regenbogen die Erhabenheit der Sonne.


Eigentlich entsteht das kreisbogenförmige Lichtband mit für Spektralfarben charakteristischem Farbverlauf durch die wellenlängenabhängige Brechung und Spiegelung des Sonnenlichts in den annähernd kugelförmigen Wassertropfen einer Regenwand oder -wolke, wenn die Sonne hinter dem Beobachter scheint. Über dem kräftigen Hauptregenbogen erscheint gelegentlich ein schwächerer Neben-Regenbogen mit umgekehrter Farbfolge. Eine seltene Variante des Regenbogens: der Mondregenbogen... und bei uns ähnelt der meist eintönige, oft bewegte Dhanurasana ein bisschen.

In Anlehnung an eine indianische Prophezeiung, derzufolge nach der Verwüstung der Erde Krieger des Regenbogens („Menschen vieler Farben, Klassen und Glaubensrichtungen“) die Welt bevölkern werden, erkor [Greenpeace] den Regenbogen zu seinem Erkennungszeichen und taufte sein Flaggschiff auf den Namen Rainbow Warrior.

Eine Regenbogenfahne indes stand meist für Vielfalt - die der alten Inkas. Während der Bauernkriege symbolisierte sie die Hoffnung auf Veränderung. Regenbogenfahne: 7 Farben, Aufdruck Pace - Frieden... der internationalen Friedensbewegung. Die offizielle Flagge des Jüdischen Autonomen Gebiets zeigt einen ebenfalls siebenfarbigen Regenbogen vor weißem Hintergrund.[1] Die Farbreihenfolge ist gegenüber der italienischen Friedensfahne wiederum umgekehrt. Auch der Name der Hilfsorganisation AIDA e.V. setzt sich aus den jeweiligen Anfangsbuchstaben aus dem portugiesischen Arco Iris do Amor (zu Deutsch: Regenbogen der Liebe) zusammen.


In der New Age Bewegung erschien der Regenbogen als Logo für die erste Buchreihe der Bewegung „New Age, Modelle für morgen“ und ziert seitdem zahlreiche esoterische Publikationen und Produkte zur Schaffung positiver Gefühle, Harmonie und Ganzheit.

Dder Regenbogen färbt auch die weltliche Sprache - siehe bunte Regenbogenpresse...

Regenbogen als Kunstmotiv

Der Regenbogen als Bildmotiv findet sich früher oder später bei nahezu allen Landschaftsmaler und in der Naturfotografie, etwa Caspar David Friedrichs.

Eine Darstellung eines Regenbogens, allerdings reduziert auf die Lichtbrechung an einem einfachen Prisma, findet sich auf dem Plattencover des Albums Dark Side of the Moon von Pink Floyd.

Siehe auch: Bildergalerie Regenbögen in der Malerei


Auch in der Musik finden sich viele Motive rund um den Regenbogen, etwa ein „Tanz der Regenbogen für den Engel, der das Ende der Zeit ankündigt“ (Olivier Messiaen temps)....

Theoretisch könnte er sich zu einem Ball alles abrunden vielleicht.

Siehe auch

Literatur

  • Marcel G. Minnaert: Licht und Farbe in der Natur. Birkhäuser Verlag, Basel 1992, ISBN 3-7643-2496-1.
  • Herch M. Nussenzveig: The theory of the rainbow. In: Scientific American, Vol. 236, No. 4, April 1977, S. 116–127
  • Kristian Schlegel: Vom Regenbogen zum Polarlicht. Leuchterscheinungen in der Atmosphäre. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-8274-1174-2.
  • Michael Vollmer: Lichtspiele in der Luft. Atmosphärische Optik für Einsteiger. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1361-3.

Weblinks

  • Flagge des Jüdischen Autonomen Gebiets im Flaggenlexikon.