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Sarupya


Sarupya (Sanskrit: सारूप्य sārūpya adj. u. n.) passend, den Umständen angemessen, zeitgemäß; gleiches Aussehen, Ähnlichkeit, Gleichartigkeit, Übereinstimmung; (in der Dramatik:) ein auf Verwchslung zweier ähnlich aussehender Personen beruhendes heftiges Auftreten gegen einen Unschuldigen. Sarupya ist ein Sanskrit Substantiv, Geschlecht Neutrum, und kann ins Deutsche übersetzt werden mit Gleichheit, Ähnlichkeit.

Saraswati, die Göttin der Sprache

Wörtlich heißt Sarupya "jemand von gleicher Gestalt" oder auch "jemand, mit dem man durch die Gestalt verbunden ist", oder auch "durch die Gestalt verbunden": Sa heißt nämlich verbunden. Rupa heißt Gestalt, Form.

Im Vaishnavismus gibt es die Tradition von Sarupya Mukti: Der Gottesverehrer, der Bhakta gleich Gott, d.h. Vishnu bzw. Krishna immer mehr.

Sukadev über Sarupya

Niederschrift eines Vortragsvideos (2015) von Sukadev über Sarupya

Sarupya heißt Ähnlichkeit und Gleichheit. Sarupya kommt von zwei Worten, Rupa – Rupa heißt Form – Sa heißt "verbunden“, "ähnlich“, "gleich“. Sarupya ist jemand, der von gleicher Form ist, gleicher Gestalt ist, gleichförmig ist. Also, Dinge, die gleichförmig sind, sind Sarupya.

Oder auch wenn verschiedene Menschen ähnlich sind, kann man auch sagen, sie sind Sarupya, denn Rupa ist ja auch die Form des Menschen, auch die Natur des Menschen, auch das ist Rupa. Sarupya gibt es noch in anderen Kontexten. Sarupya kann auch heißen, Angleichung. Sarupya heißt auch, dass man versucht, zu sein wie Gott. So ähnlich wie Jesus zu seinen Schülern gesagt hat: "Ist der Jünger vollkommen, wird er wie sein Meister. Seid vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“

In dieser Hinsicht ist Sarupya auch ein Ideal eines Aspiranten, er versucht, ähnlich zu werden wie sein Meister, ähnlich zu werden wie Gott. Was nicht heißt, nachahmen, sondern es heißt, aus dem gleichen Geist heraus handeln. Du könntest manchmal überlegen: "Wie würde in der Situation Swami Sivananda handeln? Wie würde Jesus handeln? Wie würde Mahatma Gandhi handeln?“

Dann kannst du Sarupya werden, nämlich versuchen, ähnlich zu handeln, ähnlich zu sein. Es gibt im Bhakti Yoga in der Vaishnava-Tradition noch etwas, das nennt sich Sarupya Mukti. Das heißt Befreiung, indem du ähnlich wirst wie Gott. In diesen Dvaita-Lehren, Dualitäts-Lehren, heißt es ja, du kannst niemals eins mit Gott werden, aber du kannst ähnlich werden wie Gott und deine Gestalt gleicht sich dann Gott an.

Das ist ein komplexes Thema, eine eigene Philosophie, über die ich jetzt nicht weiter sprechen will. Es reicht aus, wenn du weißt, es gibt Sarupya, das heißt Ähnlichkeit. Und sowohl, es ist gut, Sangas zu bilden, also spirituelle Gemeinschaften, wo Menschen Sarupya sind, ähnlich in ihren Anliegen. Es gibt Sarupya, du versuchst, aus ähnlichen inneren Überzeugungen zu handeln wie ein Meister, eine Meistern. Und du versuchst, Gott letztlich durch dich zum Ausdruck kommen zu lassen. Sarupya – Ähnlichkeit, Gleichheit.

Verschiedene Schreibweisen für Sarupya

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Sarupya auf Devanagari wird geschrieben "सारुप्य", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen "sārupya", in der Harvard-Kyoto Umschrift "sArupya", in der Velthuis Transkription "saarupya", in der modernen Internet Itrans Transkription "sArupya".

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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