Nirvana Upanishad

Aus Yogawiki
Version vom 2. September 2026, 01:01 Uhr von Yoga Vidya (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Die '''Nirvana Upanishad''' beschreibt den Paramahamsa in knappen, bildreichen Lehrsätzen. Sie wird dem Rigveda zugeordnet. Äußere Kennzeichen des religiösen Lebens werden als innere Eigenschaften gedeutet: Erkenntnis, Ruhe, Ungebundenheit und die Ausrichtung auf Brahman. Der Sanskritname lautet निर्वाणोपनिषत् (''nirvāṇopaniṣat''). [[Datei:Vedanta-medit.jpg|thumb|Sammlung und das Studium der [[Upanishaden]…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Nirvana Upanishad beschreibt den Paramahamsa in knappen, bildreichen Lehrsätzen. Sie wird dem Rigveda zugeordnet. Äußere Kennzeichen des religiösen Lebens werden als innere Eigenschaften gedeutet: Erkenntnis, Ruhe, Ungebundenheit und die Ausrichtung auf Brahman. Der Sanskritname lautet निर्वाणोपनिषत् (nirvāṇopaniṣat).

Sammlung und das Studium der Upanishaden ergänzen sich auf dem Weg der Selbsterkenntnis.

Sanskrittext mit Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung

Zur Textgestalt: Diese deutsche Studienübersetzung folgt der unten verlinkten Sanskritfassung. Die einzelnen, durch Danda getrennten Kurzsätze werden als eigene Leseeinheiten behandelt. Ihre Nummern sind redaktionell. Merkverse, Friedensgebete und Kolophone werden als eigene Textbestandteile kenntlich gemacht. In der Worterklärung sind Sandhi-Verbindungen und Zusammensetzungen nach Möglichkeit aufgelöst. Offenkundige Schreib- und Trennfehler sind berichtigt; sinnrelevante Unsicherheiten werden angegeben. Die Devanagari- und IAST-Volltexte geben denselben redaktionellen Sanskritstand wieder.

Vorangestellter Merkvers

nirvāṇopaniṣadvedyaṃ nirvāṇānandatundilam |
traipadānandasāmrājyaṃ svamātramiti cintayet ||

Man betrachte als das alleinige Selbst das durch die Nirvana Upanishad Erkennbare, erfüllt von der Freude des Erlöschens, das Reich dreifacher Glückseligkeit.

Wort für Wort: nirvāṇa-upaniṣad-vedyam – durch diese Upanishad erkennbar; nirvāṇa-ānanda-tundilam – mit Erlöschungsglück erfüllt; traipada-ānanda-sāmrājyam – Reich dreifacher Glückseligkeit; sva-mātram – allein das Selbst; iti cintayet – so soll man betrachten.

Shanti-Mantra

oṃ vāṅme manasi pratiṣṭhitā |
mano me vāci pratiṣṭhitam |
āvirāvīrma edhi |
vedasya mā āṇīsthaḥ |
śrutaṃ me mā prahāsīḥ |
anenādhītenāhorātrānsandadhāmi |
ṛtaṃ vadiṣyāmi |
satyaṃ vadiṣyāmi |
tanmāmavatu |
tadvaktāramavatu |
avatu māmavatu vaktāram |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Om. Möge meine Rede im Geist gegründet sein und mein Geist in der Rede. Offenbare dich mir, du Offenbares. Möget ihr beide mir das Wissen des Veda heranführen. Möge das Gehörte mich nicht verlassen. Durch dieses Studium verbinde ich Tag und Nacht. Ich werde das Rechte sprechen. Ich werde die Wahrheit sprechen. Möge es mich beschützen; möge es den Sprechenden beschützen. Möge es mich beschützen; möge es den Sprechenden beschützen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Wort für Wort: oṃ – Om; vāk me – meine Rede; manasi pratiṣṭhitā – im Geist gegründet; manaḥ me – mein Geist; vāci pratiṣṭhitam – in der Rede gegründet; āviḥ āviḥ – offen, offenbar; mā edhi – werde mir; vedasya – des Veda; mā āṇīsthaḥ – möget ihr beide mir heranführen, schwierige vedische Form; śrutam – Gehörtes; mā prahāsīḥ – möge mich nicht verlassen; anena adhītena – durch dieses Studium; ahaḥ-rātrān sandadhāmi – verbinde ich Tage und Nächte; ṛtam vadiṣyāmi – ich werde das Rechte sprechen; satyam vadiṣyāmi – ich werde Wahrheit sprechen; tat mām avatu – möge es mich beschützen; vaktāram avatu – möge es den Sprechenden beschützen; śāntiḥ – Frieden, dreimal.

Einleitung

atha nirvāṇopaniṣadaṃ vyākhyāsyāmaḥ |

Nun wollen wir die Nirvana Upanishad erklären.

Wort für Wort: atha – nun; nirvāṇa-upaniṣadam – die Nirvana Upanishad; vyākhyāsyāmaḥ – wir werden erklären.

Leseeinheit 1

paramahaṃsaḥ so'ham |

Ich bin jener höchste Hamsa.

Wort für Wort: paramahaṃsaḥ – höchster Hamsa, verwirklichter Entsagender; saḥ aham – jener bin ich.

Leseeinheit 2

parivrājakāḥ paścimaliṅgāḥ |

Die wandernden Entsagenden tragen das letzte, höchste Kennzeichen. Was „paścima“ hier genau bezeichnet, bleibt unsicher.

Wort für Wort: parivrājakāḥ – wandernde Entsagende; paścima-liṅgāḥ – mit letztem beziehungsweise westlichem Kennzeichen.

Leseeinheit 3

manmatha kṣetrapālāḥ |

Sie sind Hüter des Bereichs des Begehrens. Die knappe Wortfügung kann auch auf Manmatha, den Liebesgott, bezogen werden.

Wort für Wort: manmatha – Begehren, Liebesgott; kṣetra-pālāḥ – Hüter eines Bereichs.

Leseeinheit 4

gaganasiddhāntaḥ amṛtakallolanadī |

Der freie Himmel ist ihre Lehre; ihr Fluss strömt in Wogen der Unsterblichkeit.

Wort für Wort: gagana – Himmel; siddhāntaḥ – feststehende Lehre; amṛta – Unsterblichkeit, Nektar; kallola – Woge; nadī – Fluss.

Leseeinheit 5

akṣayaṃ nirañjanam |

Das Unvergängliche ist makellos.

Wort für Wort: akṣayam – unvergänglich; nirañjanam – fleckenlos.

Leseeinheit 6

niḥsaṃśaya ṛṣiḥ |

Ihr Seher ist die Zweifelsfreiheit.

Wort für Wort: niḥsaṃśaya – ohne Zweifel; ṛṣiḥ – Seher.

Leseeinheit 7

nirvāṇodevatā |

Ihre Gottheit ist Nirvana.

Wort für Wort: nirvāṇa – Erlöschen der Bindung; devatā – Gottheit.

Leseeinheit 8

niṣkulapravṛttiḥ |

Ihr Handeln ist frei von Familienbindung.

Wort für Wort: niṣkula – ohne Sippenbindung; pravṛttiḥ – Betätigung, Lebensweise.

Leseeinheit 9

niṣkevalajñānam |

Ihre Erkenntnis ist ohne abgrenzendes Für-sich-Sein. Die ungewöhnliche Lesart „niṣkevala“ ist nicht eindeutig.

Wort für Wort: niṣkevala – nicht abgesondert beziehungsweise ganz uneingeschränkt, unsichere Bildung; jñānam – Erkenntnis.

Leseeinheit 10

ūrdhvāmnāyaḥ |

Ihre Überlieferung ist nach oben, zum Höchsten gerichtet.

Wort für Wort: ūrdhva – aufwärts, höher; āmnāyaḥ – überlieferte Lehre.

Leseeinheit 11

nirālamba pīṭhaḥ |

Ihr Sitz braucht keine Stütze.

Wort für Wort: nirālamba – ohne äußere Stütze; pīṭhaḥ – Sitz.

Leseeinheit 12

saṃyogadīkṣā |

Vereinigung ist ihre Einweihung.

Wort für Wort: saṃyoga – Vereinigung; dīkṣā – Einweihung.

Leseeinheit 13

viyogopadeśaḥ |

Loslösung ist ihre Unterweisung.

Wort für Wort: viyoga – Trennung, Loslösung; upadeśaḥ – Unterweisung.

Leseeinheit 14

dīkṣāsantoṣapānaṃ ca |

Ihr Trank ist die Zufriedenheit der Einweihung.

Wort für Wort: dīkṣā – Einweihung; santoṣa – Zufriedenheit; pānam – Trank; ca – und.

Leseeinheit 15

dvādaśāvadityāvalokanam |

Ihre Schau gleicht dem Erblicken von zwölf Sonnen. Die Form „dvādaśāvaditya“ ist textlich fehlerhaft; der Sinn wird durch die Vergleichsübersetzung gestützt.

Wort für Wort: dvādaśa – zwölf; āditya – Sonne; avalokanam – Schau; dvādaśāvaditya – unsichere elektronische Wortfügung.

Leseeinheit 16

vivekarakṣā |

Unterscheidung ist ihr Schutz.

Wort für Wort: viveka – Unterscheidung; rakṣā – Schutz.

Leseeinheit 17

karuṇaiva keliḥ |

Mitgefühl allein ist ihr Spiel.

Wort für Wort: karuṇā – Mitgefühl; eva – allein; keliḥ – Spiel, freudige Beschäftigung.

Leseeinheit 18

ānandamālā |

Ihre Girlande ist Glückseligkeit.

Wort für Wort: ānanda – Glückseligkeit; mālā – Girlande.

Leseeinheit 19

ekāntaguhāyāṃ muktāsanasukhagoṣṭī |

In der Höhle der Einsamkeit ist ihr Beisammensein das Glück freien Sitzens.

Wort für Wort: ekānta-guhāyām – in der Höhle der Abgeschiedenheit; mukta-āsana – freier Sitz; sukha – Glück; goṣṭhī – Versammlung, Beisammensein.

Leseeinheit 20

akalpitabhikṣāśī |

Sie essen Almosen, die nicht eigens für sie zubereitet wurden.

Wort für Wort: akalpita – nicht eigens hergestellt; bhikṣā – Almosenspeise; aśī – essend.

Leseeinheit 21

haṃsācāraḥ |

Ihre Lebensweise ist die des Hamsa.

Wort für Wort: haṃsa – Hamsa, Bild des freien Selbst; ācāraḥ – Verhalten, Lebensweise.

Leseeinheit 22

sarvabhūtāntarvartī haṃsa iti pratipādanam |

Ihre Lehre lautet: Hamsa wohnt im Inneren aller Wesen.

Wort für Wort: sarva-bhūta – alle Wesen; antar-vartī – innen wohnend; haṃsaḥ – Hamsa; iti – so; pratipādanam – Darlegung.

Leseeinheit 23

dhairyakanthā |

Standhaftigkeit ist ihr Flickengewand.

Wort für Wort: dhairya – Standhaftigkeit; kanthā – Flickengewand.

Leseeinheit 24

udāsīna kaupīnam |

Unbeteiligte Gelassenheit ist ihr Lendentuch.

Wort für Wort: udāsīna – gelassen, unbeteiligt; kaupīnam – Lendentuch.

Leseeinheit 25

vicāradaṇḍaḥ |

Erforschung ist ihr Stab.

Wort für Wort: vicāra – prüfendes Erforschen; daṇḍaḥ – Stab.

Leseeinheit 26

brahmāvalokayogapaṭṭaḥ |

Die Schau Brahmans ist ihr Meditationsgurt.

Wort für Wort: brahma-avaloka – Schau Brahmans; yoga-paṭṭaḥ – beim Meditieren verwendeter Stützgurt.

Leseeinheit 27

śriyāṃ pādukā |

Herrlichkeit beziehungsweise Glück bildet ihre Sandalen.

Wort für Wort: śriyām – in beziehungsweise von der Herrlichkeit, Glücksfülle; pādukā – Sandale. Die Kasusform bleibt in der knappen Überlieferung auffällig.

Leseeinheit 28

parecchācaraṇam |

Sie handeln nach dem Willen anderer.

Wort für Wort: para-icchā – Wille anderer; ācaraṇam – Handeln.

Leseeinheit 29

kuṇḍalinībandhaḥ |

Kundalini ist ihre Bindung, ihr innerer Halt.

Wort für Wort: kuṇḍalinī – die gewundene Kraft; bandhaḥ – Bindung, Verschluss.

Leseeinheit 30

parāpavādamukto jīvanmuktaḥ |

Wer frei davon ist, andere herabzusetzen, ist zu Lebzeiten befreit.

Wort für Wort: para-apavāda – Verleumdung anderer; muktaḥ – frei davon; jīvan-muktaḥ – bei Lebzeiten befreit.

Leseeinheit 31

śivayoganidrā ca |

Ihr Yoga-Schlaf ist das Ruhen in Shiva.

Wort für Wort: śiva – Shiva, das Heilvolle; yoga-nidrā – yogischer Schlaf; ca – und.

Leseeinheit 32

khecarīmudrā ca |

Ihr Siegel ist Khechari.

Wort für Wort: khecarī – die im Raum Wandelnde; mudrā – Siegel, yogische Geste; ca – und.

Leseeinheit 33

paramānandī |

Sie leben in höchster Glückseligkeit.

Wort für Wort: parama-ānandī – einer, der höchste Glückseligkeit besitzt.

Leseeinheit 34

nirgataguṇatrayam |

Die drei Gunas sind überschritten.

Wort für Wort: nirgata – hinausgegangen, überschritten; guṇa-trayam – die Dreiheit der Eigenschaften.

Leseeinheit 35

vivekalabhyaṃ manovāgagocaram |

Das Ziel ist durch Unterscheidung zugänglich, doch für Geist und Sprache unerreichbar.

Wort für Wort: viveka-labhyam – durch Unterscheidung erreichbar; mano-vāk-agocaram – außerhalb der Reichweite von Geist und Sprache.

Leseeinheit 36

anityaṃ jagadyajjanitaṃ svapnajagadabhragajāditulyam |

Die entstandene Welt ist vergänglich, vergleichbar einer Traumwelt oder Wolken, in denen man Elefanten sieht.

Wort für Wort: anityam – vergänglich; jagat – Welt; yat janitam – was entstanden ist; svapna-jagat – Traumwelt; abhra-gaja-ādi – Wolkenelefanten und Ähnliches; tulyam – vergleichbar.

Leseeinheit 37

tathā dehādisaṅghātaṃ mohaguṇajālakalitaṃ tadrajjusarpavatkalpitam |

Ebenso ist das Gefüge aus Körper und Weiterem durch das Netz von Verblendung und Eigenschaften zusammengesetzt: eine Vorstellung wie die Schlange auf dem Seil.

Wort für Wort: tathā – ebenso; deha-ādi-saṅghātam – Körper und weitere Bestandteile als Gefüge; moha-guṇa-jāla-kalitam – durch das Netz von Verblendung und Eigenschaften gestaltet; tat – dieses; rajju-sarpa-vat – wie die Schlange auf dem Seil; kalpitam – vorgestellt.

Leseeinheit 38

viṣṇuvidyādiśatābhidhānalakṣyam |

Das Ziel wird mit Hunderten von Namen wie Vishnu und Vidya bezeichnet.

Wort für Wort: viṣṇu-vidyā-ādi – Vishnu, Erkenntnis und Weiteres; śata-abhidhāna – Hunderte von Bezeichnungen; lakṣyam – damit angedeutetes Ziel.

Leseeinheit 39

aṅkuśo mārgaḥ |

Der Pfad ist ihr Lenkhaken.

Wort für Wort: aṅkuśaḥ – Lenkhaken; mārgaḥ – Weg.

Leseeinheit 40

śūnyaṃ na saṅketaḥ |

Die Leere ist kein festgelegtes Zeichen.

Wort für Wort: śūnyam – Leere; na – nicht; saṅketaḥ – Zeichen, konventionelle Festlegung.

Leseeinheit 41

parameśvarasattā |

Wirkliches Sein ist das Sein des höchsten Herrn.

Wort für Wort: parameśvara – höchster Herr; sattā – Sein, Wirklichkeit.

Leseeinheit 42

satyasiddhayogo maṭhaḥ |

Ihr Kloster ist die vollendete Vereinigung mit der Wahrheit.

Wort für Wort: satya – Wahrheit; siddha – vollendet; yogaḥ – Vereinigung; maṭhaḥ – Kloster.

Leseeinheit 43

amarapadaṃ tatsvarūpam |

Sein Wesen ist der unsterbliche Zustand.

Wort für Wort: amara-padam – Zustand der Unsterblichkeit; tat-svarūpam – dessen eigenes Wesen.

Leseeinheit 44

ādibrahmasvasaṃvit |

Das ursprüngliche Brahman ist die Erkenntnis des eigenen Selbst.

Wort für Wort: ādi-brahma – ursprüngliches Brahman; sva-saṃvit – Bewusstsein seiner selbst.

Leseeinheit 45

ajapā gāyatrī |

Die ungesprochene Rezitation ist ihre Gayatri.

Wort für Wort: ajapā – nicht eigens gesprochener Japa; gāyatrī – Gayatri, heiliges Versmaß und Mantra.

Leseeinheit 46

vikāradaṇḍo dhyeyaḥ |

Über den „Stab der Veränderung“ soll meditiert werden. Die Lesart „vikāra“ ist unsicher; im Textzusammenhang ist auch an den Stab der unterscheidenden Betrachtung zu denken.

Wort für Wort: vikāra – Veränderung; daṇḍaḥ – Stab; dhyeyaḥ – zu meditieren. Eine stillschweigende Änderung zu „vicāra“ erfolgt nicht.

Leseeinheit 47

manonirodhinī kanthā |

Ihr Flickengewand hält den Geist zurück.

Wort für Wort: mano-nirodhinī – den Geist zügelnd; kanthā – Flickengewand.

Leseeinheit 48

yogena sadānandasvarūpadarśanam |

Durch Yoga schauen sie ihr Wesen als immerwährende Glückseligkeit.

Wort für Wort: yogena – durch Yoga; sadā-ānanda – ewige Glückseligkeit; sva-rūpa-darśanam – Schau des eigenen Wesens.

Leseeinheit 49

ānanda bhikṣāśī |

Glückseligkeit ist die Almosenspeise, die sie genießen.

Wort für Wort: ānanda – Glückseligkeit; bhikṣā – Almosen; aśī – Genießender.

Leseeinheit 50

mahāśmaśāne'pyānandavane vāsaḥ |

Selbst auf der großen Leichenstätte wohnen sie im Wald der Glückseligkeit.

Wort für Wort: mahā-śmaśāne api – selbst auf der großen Verbrennungsstätte; ānanda-vane – im Glückseligkeitswald; vāsaḥ – Wohnen.

Leseeinheit 51

ekāntasthānam |

Ihr Ort ist die Einsamkeit.

Wort für Wort: ekānta – Einsamkeit, Nicht-Zweiheit; sthānam – Ort.

Leseeinheit 52

ānandamaṭham |

Ihr Kloster ist Glückseligkeit.

Wort für Wort: ānanda – Glückseligkeit; maṭham – Kloster.

Leseeinheit 53

unmanyavasthā |

Ihr Zustand liegt jenseits des gewöhnlichen Denkens.

Wort für Wort: unmanī – das Überschreiten des Denkens; avasthā – Zustand.

Leseeinheit 54

śāradā ceṣṭā |

Ihre Betätigung gehört Sharada, der Göttin der Erkenntnis.

Wort für Wort: śāradā – Sharada, Sarasvati; ceṣṭā – Tätigkeit, Bewegung.

Leseeinheit 55

unmanī gatiḥ |

Ihr Ziel ist Unmani, das Überschreiten des Denkens.

Wort für Wort: unmanī – Zustand jenseits des Denkens; gatiḥ – Gang, Ziel.

Leseeinheit 56

nirmalagātram |

Ihr Leib ist rein.

Wort für Wort: nirmala – makellos; gātram – Leib, Glied.

Leseeinheit 57

nirālambapīṭham |

Ihr Sitz hat keine äußere Stütze.

Wort für Wort: nirālamba – stützenlos; pīṭham – Sitz.

Leseeinheit 58

amṛtakallolānandakriyā |

Ihr Tun ist die Freude an den Wogen der Unsterblichkeit.

Wort für Wort: amṛta – Unsterblichkeit; kallola – Woge; ānanda – Freude; kriyā – Tun.

Leseeinheit 59

pāṇḍaragaganam |

Ihr Himmel ist strahlend hell.

Wort für Wort: pāṇḍara – weißlich, hell; gaganam – Himmel.

Leseeinheit 60

mahāsiddhāntaḥ |

Dies ist die große endgültige Lehre.

Wort für Wort: mahā – groß; siddhāntaḥ – abschließende Lehre.

Leseeinheit 61

śamadamādidivyaśaktyācaraṇe kṣetrapātrapaṭutā |

Eignung als Feld und Gefäß erwächst aus der Übung göttlicher Kräfte wie Geistesruhe und Sinnesbeherrschung.

Wort für Wort: śama – Geistesruhe; dama – Sinneszügelung; ādi – und weitere; divya-śakti – göttliche Kraft; ācaraṇe – in der Ausübung; kṣetra – Feld; pātra – Gefäß, geeigneter Empfänger; paṭutā – Tüchtigkeit, Eignung.

Leseeinheit 62

parāvarasaṃyogaḥ |

Das Höhere und das Niedere sind vereinigt.

Wort für Wort: para-avara – Höheres und Niederes; saṃyogaḥ – Vereinigung.

Leseeinheit 63

tārakopadeśāḥ |

Ihre Unterweisungen führen hinüber zur Befreiung.

Wort für Wort: tāraka – hinüberführend; upadeśāḥ – Unterweisungen.

Leseeinheit 64

advaitasadānando devatā |

Ihre Gottheit ist die ewige Glückseligkeit der Nicht-Zweiheit.

Wort für Wort: advaita – Nicht-Zweiheit; sadā-ānandaḥ – ewige Glückseligkeit; devatā – Gottheit.

Leseeinheit 65

niyamaḥ svātarindriyanigrahaḥ |

Ihre feste Regel ist die Beherrschung der Sinne. Der vor „indriya“ überlieferte Bestandteil „svātar“ bleibt unklar.

Wort für Wort: niyamaḥ – feste Übungsregel; svātar – unklare Lesart; indriya-nigrahaḥ – Beherrschung der Sinne.

Leseeinheit 66

bhayamohaśokakrodhatyāgastyāgaḥ |

Entsagung bedeutet, Angst, Verblendung, Trauer und Zorn abzulegen.

Wort für Wort: bhaya – Angst; moha – Verblendung; śoka – Trauer; krodha – Zorn; tyāgaḥ – Aufgeben; tyāgaḥ – Entsagung.

Leseeinheit 67

aniyāmakatvanirmalaśaktiḥ |

Ihre reine Kraft ist ohne äußeren Zwang.

Wort für Wort: aniyāmaka-tva – Fehlen eines Zwingenden oder äußerer Regulierung; nirmala-śaktiḥ – reine Kraft.

Leseeinheit 68

svaprakāśabrahmatattve śivaśaktisampuṭita prapañcacchedanam |

In der selbstleuchtenden Wirklichkeit Brahmans wird die in Shiva und Shakti eingefasste Erscheinungswelt durchtrennt.

Wort für Wort: sva-prakāśa – selbstleuchtend; brahma-tattve – in der Wirklichkeit Brahmans; śiva-śakti-sampuṭita – in Shiva und Shakti eingefasst; prapañca-cchedanam – Durchtrennung der Erscheinungswelt.

Leseeinheit 69

tathā patrākṣākṣikamaṇḍaluḥ |

Auch das Wassergefäß wird innerlich gedeutet; die zusammengesetzte Lesart „patrākṣākṣi“ ist nicht zuverlässig zu übersetzen.

Wort für Wort: tathā – ebenso; patra – Blatt, Gefäß; akṣa/akṣi – Auge, Achse beziehungsweise Auge; kamaṇḍaluḥ – Wassergefäß. Die Gesamtfügung ist textlich unklar.

Leseeinheit 70

bhavābhāvadahanam |

Sein und Nichtsein werden verbrannt.

Wort für Wort: bhava-abhāva – Sein und Nichtsein; dahanam – Verbrennen.

Leseeinheit 71

bibhratyākāśādhāram |

Sie tragen den Raum als ihre Grundlage.

Wort für Wort: bibhrati – sie tragen; ākāśa-ādhāram – den Raum als Grundlage.

Leseeinheit 72

śivaṃ turīyaṃ yajñopavītam |

Das heilvolle Turiya ist ihr Opferfaden.

Wort für Wort: śivam – heilvoll; turīyam – das Vierte; yajñopavītam – Opferfaden.

Leseeinheit 73

tanmayā śikhā |

Ihr Haarknoten besteht aus eben diesem.

Wort für Wort: tat-mayā – ganz daraus bestehend; śikhā – Haarknoten.

Leseeinheit 74

cinmayaṃ cotsṛṣṭidaṇḍam |

Der abgelegte Stab wird als reines Bewusstsein verstanden.

Wort für Wort: cit-mayam – aus Bewusstsein bestehend; ca – und; utsṛṣṭi-daṇḍam – Stab des Ablegens beziehungsweise abgelegter Stab, knappe unsichere Fügung.

Leseeinheit 75

santatākṣikamaṇḍalum |

Ihr Wassergefäß bedeutet ununterbrochenes Schauen.

Wort für Wort: santata – ununterbrochen; akṣi – Auge, Schauen; kamaṇḍalum – Wassergefäß.

Leseeinheit 76

karmanirmūlanaṃ kanthā |

Die Entwurzelung des Karma ist ihr Flickengewand.

Wort für Wort: karma-nirmūlanam – Karma samt Wurzel beseitigen; kanthā – Flickengewand.

Leseeinheit 77

māyāmamatāhaṅkāradahanam |

Verbrannt werden Maya, Besitzgefühl und Ich-Anmaßung.

Wort für Wort: māyā – Täuschungskraft; mamatā – Mein-Gefühl; ahaṅkāra – Ich-Macher; dahanam – Verbrennen.

Leseeinheit 78

spraśāne anāhatāṅgī |

Die Gestalt wird als Anahata, ungeschlagen, bezeichnet. Der vorangestellte Ausdruck „spraśāne“ ist unklar.

Wort für Wort: spraśāne – unklare Lesart; anāhata – nicht angeschlagen; aṅgī – mit einem Leib beziehungsweise Gliedern versehen.

Leseeinheit 79

nistraiguṇyasvarūpānusandhānaṃ samayam |

Ihr festes Gelöbnis ist die Betrachtung des Wesens jenseits der drei Gunas.

Wort für Wort: nistraiguṇya – Freiheit von den drei Gunas; svarūpa-anusandhānam – stetige Betrachtung des eigenen Wesens; samayam – Vereinbarung, Gelöbnis.

Leseeinheit 80

bhrāntiharaṇam |

Irrtum wird beseitigt.

Wort für Wort: bhrānti – Irrtum; haraṇam – Wegnahme.

Leseeinheit 81

kāmādivṛttidahanam |

Die Regungen des Begehrens und Ähnliches werden verbrannt.

Wort für Wort: kāma-ādi – Begehren und Weiteres; vṛtti – geistige Regung; dahanam – Verbrennen.

Leseeinheit 82

kāṭhinyadṛḍhakaupīnam |

Ihr Lendentuch ist unerschütterliche Festigkeit.

Wort für Wort: kāṭhinya – Härte, Festigkeit; dṛḍha – fest; kaupīnam – Lendentuch.

Leseeinheit 83

cīrājinavāsaḥ |

Sie tragen Lumpen beziehungsweise ein Fell als Gewand.

Wort für Wort: cīra – Lumpen, Rindenkleid; ajina – Fell; vāsaḥ – Kleidung.

Leseeinheit 84

anāhatamantraḥ |

Ihr Mantra ist der ungeschlagene Klang.

Wort für Wort: anāhata – ungeschlagen, ohne äußeren Anschlag; mantraḥ – Mantra.

Leseeinheit 85

akriyayaiva juṣṭam |

Es wird gerade durch Nicht-Tun gepflegt.

Wort für Wort: akriyayā – durch Nicht-Tätigkeit; eva – gerade; juṣṭam – gepflegt, genossen.

Leseeinheit 86

svecchācārasvasvabhāvo mokṣaḥ paraṃ brahma |

Befreiung ist das freie Verweilen im eigenen Wesen: höchstes Brahman.

Wort für Wort: sva-icchā-ācāra – freies Handeln aus eigenem Antrieb; sva-svabhāvaḥ – eigenes Wesen; mokṣaḥ – Befreiung; param brahma – höchstes Brahman.

Leseeinheit 87

plavavadācaraṇam |

Ihr Verhalten gleicht einem dahintreibenden Floß.

Wort für Wort: plava-vat – wie ein Floß, schwimmend; ācaraṇam – Verhalten.

Leseeinheit 88

brahmacaryaśāntisaṅgrahaṇam |

Sie sammeln Keuschheit und Frieden in sich.

Wort für Wort: brahmacarya – keuscher, auf Brahman gerichteter Lebenswandel; śānti – Frieden; saṅgrahaṇam – Sammeln, Bewahren.

Leseeinheit 89

brahmacaryāśrame'dhītya sasarvasaṃvinnyāsaṃ saṃnyāsam |

Nach dem Studium im Schülerstand vollziehen sie Entsagung als ein Niederlegen von allem im Bewusstsein. Die Wortfügung „sasarvasaṃvinnyāsa“ ist verkürzt und mehrdeutig.

Wort für Wort: brahmacarya-āśrame – im Schülerstand; adhītya – studiert habend; sa-sarva-saṃvin-nyāsam – mit vollständigem Niederlegen im Bewusstsein, unsichere Fügung; saṃnyāsam – Entsagung.

Leseeinheit 90

ante brahmākhaṇḍākāram |

Am Ende steht die ungeteilte Gestalt Brahmans.

Wort für Wort: ante – am Ende; brahma-akhaṇḍa-ākāram – ungeteilte Gestalt Brahmans.

Leseeinheit 91

nityaṃ sarvasandehanāśanam |

Alle Zweifel werden für immer aufgehoben.

Wort für Wort: nityam – beständig, für immer; sarva-saṃdeha – alle Zweifel; nāśanam – Aufhebung.

Leseeinheit 92

etannirvāṇadarśanam |

Dies ist die Schau des Nirvana.

Wort für Wort: etat – dies; nirvāṇa-darśanam – Schau der Befreiung.

Leseeinheit 93

śiṣyaṃ putraṃ vinā na deyamityupaniṣat |

Diese Lehre soll nur einem Schüler oder Sohn weitergegeben werden. So lautet die Upanishad.

Wort für Wort: śiṣyam – Schüler; putram – Sohn; vinā – außer, abgesehen von; na deyam – nicht weiterzugeben; iti upaniṣat – so die Upanishad.

Wiederholung des Shanti-Mantras

oṃ vāṅme manasīti śāntiḥ |

Das am Anfang stehende Friedensgebet wird erneut gesprochen: Om. Möge meine Rede im Geist gegründet sein und mein Geist in der Rede. Offenbare dich mir, du Offenbares. Möget ihr beide mir das Wissen des Veda heranführen. Möge das Gehörte mich nicht verlassen. Durch dieses Studium verbinde ich Tag und Nacht. Ich werde das Rechte sprechen. Ich werde die Wahrheit sprechen. Möge es mich beschützen; möge es den Sprechenden beschützen. Möge es mich beschützen; möge es den Sprechenden beschützen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Wort für Wort: vāk me manasi iti – mit den Worten „Meine Rede im Geist“; śāntiḥ – Friedensgebet. Die Sanskritvorlage kürzt das schon ausgeschriebene Gebet hier ab.

Schlussvermerk

iti nirvāṇopaniṣat samāptā |

Hier endet die Nirvana Upanishad.

Wort für Wort: iti – so, hiermit; nirvāṇopaniṣat – Nirvana Upanishad; samāptā – beendet.

Datierung, Inhalt und Bedeutung

Textform und Überlieferung

Die Nirvana Upanishad ist kein fortlaufender philosophischer Dialog. Viele ihrer Sätze bestehen nur aus wenigen Wörtern. Sie nennen etwa Lehrer, Gottheit, Lehrort, Fluss, Stab oder Kennzeichen und geben ihnen eine innere, symbolische Bedeutung. Die Zuordnung zum Rigveda bezeichnet ihre traditionelle Einordnung. Eine gesicherte Datierung ergibt sich aus der verwendeten Fassung nicht.

Die innere Ausstattung des Entsagenden

Der Text beginnt mit der Identifikation mit dem höchsten Hamsa. Darauf folgen rätselhafte Kurzformeln, die wie eine geistige Herkunfts- und Ordensbeschreibung aufgebaut sind. Himmel, Unsterblichkeit, Erkenntnis und Freiheit werden zu Ort und Ausstattung des wandernden Entsagenden. Wörtliche Übersetzung allein macht diese Bilder nicht immer durchsichtig; deshalb nennen die Worterklärungen sowohl die Einzelwörter als auch die verbleibende Unsicherheit.

In der weiteren Folge treten Vairagya, Freiheit von Ich- und Besitzansprüchen, Nichtanhaften und Sammlung hervor. Äußere Gegenstände werden zu Bildern innerer Haltung. Die heilige Schnur, der Stab oder eine religiöse Gewohnheit erhalten ihre Bedeutung durch Erkenntnis. Die kurzen Sätze sollen miteinander betrachtet werden; sie bilden keine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Gründung oder Nachahmung einer bestimmten Lebensform.

Bedeutung des Namens und heutige Lektüre

Nirvana bezeichnet hier die Freiheit von Bindung in einer auf Brahman und Atman bezogenen Lehre. Der Name allein macht den Text nicht zu einer buddhistischen Schrift. Für den Vergleich religiöser Begriffe ist es wichtig, ihren jeweiligen Zusammenhang zu beachten.

Für heutige Leser eignet sich die Upanishad besonders als langsame Lektüre kurzer Sätze. Man kann fragen, welche innere Qualität ein äußeres religiöses Zeichen ausdrücken soll und ob diese Qualität im eigenen Handeln vorhanden ist. Einige Wortverbindungen der Vorlage sind ungewöhnlich oder sprachlich unsicher. Diese Studienfassung kennzeichnet solche Stellen, statt eine eindeutige Lehre vorzutäuschen.

Vollständiger Text in Devanagari

निर्वाणोपनिषद्वेद्यं निर्वाणानन्दतुन्दिलम् ।
त्रैपदानन्दसाम्राज्यं स्वमात्रमिति चिन्तयेत् ॥

ॐ वाङ्मे मनसि प्रतिष्ठिता ।
मनो मे वाचि प्रतिष्ठितम् ।
आविरावीर्म एधि ।
वेदस्य मा आणीस्थः ।
श्रुतं मे मा प्रहासीः ।
अनेनाधीतेनाहोरात्रान्सन्दधामि ।
ऋतं वदिष्यामि ।
सत्यं वदिष्यामि ।
तन्मामवतु ।
तद्वक्तारमवतु ।
अवतु मामवतु वक्तारम् ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

अथ निर्वाणोपनिषदं व्याख्यास्यामः ।

परमहंसः सोऽहम् ।

परिव्राजकाः पश्चिमलिङ्गाः ।

मन्मथ क्षेत्रपालाः ।

गगनसिद्धान्तः अमृतकल्लोलनदी ।

अक्षयं निरञ्जनम् ।

निःसंशय ऋषिः ।

निर्वाणोदेवता ।

निष्कुलप्रवृत्तिः ।

निष्केवलज्ञानम् ।

ऊर्ध्वाम्नायः ।

निरालम्ब पीठः ।

संयोगदीक्षा ।

वियोगोपदेशः ।

दीक्षासन्तोषपानं च ।

द्वादशावदित्यावलोकनम् ।

विवेकरक्षा ।

करुणैव केलिः ।

आनन्दमाला ।

एकान्तगुहायां मुक्तासनसुखगोष्टी ।

अकल्पितभिक्षाशी ।

हंसाचारः ।

सर्वभूतान्तर्वर्ती हंस इति प्रतिपादनम् ।

धैर्यकन्था ।

उदासीन कौपीनम् ।

विचारदण्डः ।

ब्रह्मावलोकयोगपट्टः ।

श्रियां पादुका ।

परेच्छाचरणम् ।

कुण्डलिनीबन्धः ।

परापवादमुक्तो जीवन्मुक्तः ।

शिवयोगनिद्रा च ।

खेचरीमुद्रा च ।

परमानन्दी ।

निर्गतगुणत्रयम् ।

विवेकलभ्यं मनोवागगोचरम् ।

अनित्यं जगद्यज्जनितं स्वप्नजगदभ्रगजादितुल्यम् ।

तथा देहादिसङ्घातं मोहगुणजालकलितं तद्रज्जुसर्पवत्कल्पितम् ।

विष्णुविद्यादिशताभिधानलक्ष्यम् ।

अङ्कुशो मार्गः ।

शून्यं न सङ्केतः ।

परमेश्वरसत्ता ।

सत्यसिद्धयोगो मठः ।

अमरपदं तत्स्वरूपम् ।

आदिब्रह्मस्वसंवित् ।

अजपा गायत्री ।

विकारदण्डो ध्येयः ।

मनोनिरोधिनी कन्था ।

योगेन सदानन्दस्वरूपदर्शनम् ।

आनन्द भिक्षाशी ।

महाश्मशानेऽप्यानन्दवने वासः ।

एकान्तस्थानम् ।

आनन्दमठम् ।

उन्मन्यवस्था ।

शारदा चेष्टा ।

उन्मनी गतिः ।

निर्मलगात्रम् ।

निरालम्बपीठम् ।

अमृतकल्लोलानन्दक्रिया ।

पाण्डरगगनम् ।

महासिद्धान्तः ।

शमदमादिदिव्यशक्त्याचरणे क्षेत्रपात्रपटुता ।

परावरसंयोगः ।

तारकोपदेशाः ।

अद्वैतसदानन्दो देवता ।

नियमः स्वातरिन्द्रियनिग्रहः ।

भयमोहशोकक्रोधत्यागस्त्यागः ।

अनियामकत्वनिर्मलशक्तिः ।

स्वप्रकाशब्रह्मतत्त्वे शिवशक्तिसम्पुटित प्रपञ्चच्छेदनम् ।

तथा पत्राक्षाक्षिकमण्डलुः ।

भवाभावदहनम् ।

बिभ्रत्याकाशाधारम् ।

शिवं तुरीयं यज्ञोपवीतम् ।

तन्मया शिखा ।

चिन्मयं चोत्सृष्टिदण्डम् ।

सन्तताक्षिकमण्डलुम् ।

कर्मनिर्मूलनं कन्था ।

मायाममताहङ्कारदहनम् ।

स्प्रशाने अनाहताङ्गी ।

निस्त्रैगुण्यस्वरूपानुसन्धानं समयम् ।

भ्रान्तिहरणम् ।

कामादिवृत्तिदहनम् ।

काठिन्यदृढकौपीनम् ।

चीराजिनवासः ।

अनाहतमन्त्रः ।

अक्रिययैव जुष्टम् ।

स्वेच्छाचारस्वस्वभावो मोक्षः परं ब्रह्म ।

प्लववदाचरणम् ।

ब्रह्मचर्यशान्तिसङ्ग्रहणम् ।

ब्रह्मचर्याश्रमेऽधीत्य ससर्वसंविन्न्यासं संन्यासम् ।

अन्ते ब्रह्माखण्डाकारम् ।

नित्यं सर्वसन्देहनाशनम् ।

एतन्निर्वाणदर्शनम् ।

शिष्यं पुत्रं विना न देयमित्युपनिषत् ।

ॐ वाङ्मे मनसीति शान्तिः ।

इति निर्वाणोपनिषत् समाप्ता ।

Vollständiger Text in IAST

nirvāṇopaniṣadvedyaṃ nirvāṇānandatundilam |
traipadānandasāmrājyaṃ svamātramiti cintayet ||

oṃ vāṅme manasi pratiṣṭhitā |
mano me vāci pratiṣṭhitam |
āvirāvīrma edhi |
vedasya mā āṇīsthaḥ |
śrutaṃ me mā prahāsīḥ |
anenādhītenāhorātrānsandadhāmi |
ṛtaṃ vadiṣyāmi |
satyaṃ vadiṣyāmi |
tanmāmavatu |
tadvaktāramavatu |
avatu māmavatu vaktāram |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

atha nirvāṇopaniṣadaṃ vyākhyāsyāmaḥ |

paramahaṃsaḥ so'ham |

parivrājakāḥ paścimaliṅgāḥ |

manmatha kṣetrapālāḥ |

gaganasiddhāntaḥ amṛtakallolanadī |

akṣayaṃ nirañjanam |

niḥsaṃśaya ṛṣiḥ |

nirvāṇodevatā |

niṣkulapravṛttiḥ |

niṣkevalajñānam |

ūrdhvāmnāyaḥ |

nirālamba pīṭhaḥ |

saṃyogadīkṣā |

viyogopadeśaḥ |

dīkṣāsantoṣapānaṃ ca |

dvādaśāvadityāvalokanam |

vivekarakṣā |

karuṇaiva keliḥ |

ānandamālā |

ekāntaguhāyāṃ muktāsanasukhagoṣṭī |

akalpitabhikṣāśī |

haṃsācāraḥ |

sarvabhūtāntarvartī haṃsa iti pratipādanam |

dhairyakanthā |

udāsīna kaupīnam |

vicāradaṇḍaḥ |

brahmāvalokayogapaṭṭaḥ |

śriyāṃ pādukā |

parecchācaraṇam |

kuṇḍalinībandhaḥ |

parāpavādamukto jīvanmuktaḥ |

śivayoganidrā ca |

khecarīmudrā ca |

paramānandī |

nirgataguṇatrayam |

vivekalabhyaṃ manovāgagocaram |

anityaṃ jagadyajjanitaṃ svapnajagadabhragajāditulyam |

tathā dehādisaṅghātaṃ mohaguṇajālakalitaṃ tadrajjusarpavatkalpitam |

viṣṇuvidyādiśatābhidhānalakṣyam |

aṅkuśo mārgaḥ |

śūnyaṃ na saṅketaḥ |

parameśvarasattā |

satyasiddhayogo maṭhaḥ |

amarapadaṃ tatsvarūpam |

ādibrahmasvasaṃvit |

ajapā gāyatrī |

vikāradaṇḍo dhyeyaḥ |

manonirodhinī kanthā |

yogena sadānandasvarūpadarśanam |

ānanda bhikṣāśī |

mahāśmaśāne'pyānandavane vāsaḥ |

ekāntasthānam |

ānandamaṭham |

unmanyavasthā |

śāradā ceṣṭā |

unmanī gatiḥ |

nirmalagātram |

nirālambapīṭham |

amṛtakallolānandakriyā |

pāṇḍaragaganam |

mahāsiddhāntaḥ |

śamadamādidivyaśaktyācaraṇe kṣetrapātrapaṭutā |

parāvarasaṃyogaḥ |

tārakopadeśāḥ |

advaitasadānando devatā |

niyamaḥ svātarindriyanigrahaḥ |

bhayamohaśokakrodhatyāgastyāgaḥ |

aniyāmakatvanirmalaśaktiḥ |

svaprakāśabrahmatattve śivaśaktisampuṭita prapañcacchedanam |

tathā patrākṣākṣikamaṇḍaluḥ |

bhavābhāvadahanam |

bibhratyākāśādhāram |

śivaṃ turīyaṃ yajñopavītam |

tanmayā śikhā |

cinmayaṃ cotsṛṣṭidaṇḍam |

santatākṣikamaṇḍalum |

karmanirmūlanaṃ kanthā |

māyāmamatāhaṅkāradahanam |

spraśāne anāhatāṅgī |

nistraiguṇyasvarūpānusandhānaṃ samayam |

bhrāntiharaṇam |

kāmādivṛttidahanam |

kāṭhinyadṛḍhakaupīnam |

cīrājinavāsaḥ |

anāhatamantraḥ |

akriyayaiva juṣṭam |

svecchācārasvasvabhāvo mokṣaḥ paraṃ brahma |

plavavadācaraṇam |

brahmacaryaśāntisaṅgrahaṇam |

brahmacaryāśrame'dhītya sasarvasaṃvinnyāsaṃ saṃnyāsam |

ante brahmākhaṇḍākāram |

nityaṃ sarvasandehanāśanam |

etannirvāṇadarśanam |

śiṣyaṃ putraṃ vinā na deyamityupaniṣat |

oṃ vāṅme manasīti śāntiḥ |

iti nirvāṇopaniṣat samāptā |

Vollständige deutsche Übersetzung

Vorangestellter Merkvers

Man betrachte als das alleinige Selbst das durch die Nirvana Upanishad Erkennbare, erfüllt von der Freude des Erlöschens, das Reich dreifacher Glückseligkeit.

Shanti-Mantra

Om. Möge meine Rede im Geist gegründet sein und mein Geist in der Rede. Offenbare dich mir, du Offenbares. Möget ihr beide mir das Wissen des Veda heranführen. Möge das Gehörte mich nicht verlassen. Durch dieses Studium verbinde ich Tag und Nacht. Ich werde das Rechte sprechen. Ich werde die Wahrheit sprechen. Möge es mich beschützen; möge es den Sprechenden beschützen. Möge es mich beschützen; möge es den Sprechenden beschützen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Einleitung

Nun wollen wir die Nirvana Upanishad erklären.

Leseeinheit 1

Ich bin jener höchste Hamsa.

Leseeinheit 2

Die wandernden Entsagenden tragen das letzte, höchste Kennzeichen. Was „paścima“ hier genau bezeichnet, bleibt unsicher.

Leseeinheit 3

Sie sind Hüter des Bereichs des Begehrens. Die knappe Wortfügung kann auch auf Manmatha, den Liebesgott, bezogen werden.

Leseeinheit 4

Der freie Himmel ist ihre Lehre; ihr Fluss strömt in Wogen der Unsterblichkeit.

Leseeinheit 5

Das Unvergängliche ist makellos.

Leseeinheit 6

Ihr Seher ist die Zweifelsfreiheit.

Leseeinheit 7

Ihre Gottheit ist Nirvana.

Leseeinheit 8

Ihr Handeln ist frei von Familienbindung.

Leseeinheit 9

Ihre Erkenntnis ist ohne abgrenzendes Für-sich-Sein. Die ungewöhnliche Lesart „niṣkevala“ ist nicht eindeutig.

Leseeinheit 10

Ihre Überlieferung ist nach oben, zum Höchsten gerichtet.

Leseeinheit 11

Ihr Sitz braucht keine Stütze.

Leseeinheit 12

Vereinigung ist ihre Einweihung.

Leseeinheit 13

Loslösung ist ihre Unterweisung.

Leseeinheit 14

Ihr Trank ist die Zufriedenheit der Einweihung.

Leseeinheit 15

Ihre Schau gleicht dem Erblicken von zwölf Sonnen. Die Form „dvādaśāvaditya“ ist textlich fehlerhaft; der Sinn wird durch die Vergleichsübersetzung gestützt.

Leseeinheit 16

Unterscheidung ist ihr Schutz.

Leseeinheit 17

Mitgefühl allein ist ihr Spiel.

Leseeinheit 18

Ihre Girlande ist Glückseligkeit.

Leseeinheit 19

In der Höhle der Einsamkeit ist ihr Beisammensein das Glück freien Sitzens.

Leseeinheit 20

Sie essen Almosen, die nicht eigens für sie zubereitet wurden.

Leseeinheit 21

Ihre Lebensweise ist die des Hamsa.

Leseeinheit 22

Ihre Lehre lautet: Hamsa wohnt im Inneren aller Wesen.

Leseeinheit 23

Standhaftigkeit ist ihr Flickengewand.

Leseeinheit 24

Unbeteiligte Gelassenheit ist ihr Lendentuch.

Leseeinheit 25

Erforschung ist ihr Stab.

Leseeinheit 26

Die Schau Brahmans ist ihr Meditationsgurt.

Leseeinheit 27

Herrlichkeit beziehungsweise Glück bildet ihre Sandalen.

Leseeinheit 28

Sie handeln nach dem Willen anderer.

Leseeinheit 29

Kundalini ist ihre Bindung, ihr innerer Halt.

Leseeinheit 30

Wer frei davon ist, andere herabzusetzen, ist zu Lebzeiten befreit.

Leseeinheit 31

Ihr Yoga-Schlaf ist das Ruhen in Shiva.

Leseeinheit 32

Ihr Siegel ist Khechari.

Leseeinheit 33

Sie leben in höchster Glückseligkeit.

Leseeinheit 34

Die drei Gunas sind überschritten.

Leseeinheit 35

Das Ziel ist durch Unterscheidung zugänglich, doch für Geist und Sprache unerreichbar.

Leseeinheit 36

Die entstandene Welt ist vergänglich, vergleichbar einer Traumwelt oder Wolken, in denen man Elefanten sieht.

Leseeinheit 37

Ebenso ist das Gefüge aus Körper und Weiterem durch das Netz von Verblendung und Eigenschaften zusammengesetzt: eine Vorstellung wie die Schlange auf dem Seil.

Leseeinheit 38

Das Ziel wird mit Hunderten von Namen wie Vishnu und Vidya bezeichnet.

Leseeinheit 39

Der Pfad ist ihr Lenkhaken.

Leseeinheit 40

Die Leere ist kein festgelegtes Zeichen.

Leseeinheit 41

Wirkliches Sein ist das Sein des höchsten Herrn.

Leseeinheit 42

Ihr Kloster ist die vollendete Vereinigung mit der Wahrheit.

Leseeinheit 43

Sein Wesen ist der unsterbliche Zustand.

Leseeinheit 44

Das ursprüngliche Brahman ist die Erkenntnis des eigenen Selbst.

Leseeinheit 45

Die ungesprochene Rezitation ist ihre Gayatri.

Leseeinheit 46

Über den „Stab der Veränderung“ soll meditiert werden. Die Lesart „vikāra“ ist unsicher; im Textzusammenhang ist auch an den Stab der unterscheidenden Betrachtung zu denken.

Leseeinheit 47

Ihr Flickengewand hält den Geist zurück.

Leseeinheit 48

Durch Yoga schauen sie ihr Wesen als immerwährende Glückseligkeit.

Leseeinheit 49

Glückseligkeit ist die Almosenspeise, die sie genießen.

Leseeinheit 50

Selbst auf der großen Leichenstätte wohnen sie im Wald der Glückseligkeit.

Leseeinheit 51

Ihr Ort ist die Einsamkeit.

Leseeinheit 52

Ihr Kloster ist Glückseligkeit.

Leseeinheit 53

Ihr Zustand liegt jenseits des gewöhnlichen Denkens.

Leseeinheit 54

Ihre Betätigung gehört Sharada, der Göttin der Erkenntnis.

Leseeinheit 55

Ihr Ziel ist Unmani, das Überschreiten des Denkens.

Leseeinheit 56

Ihr Leib ist rein.

Leseeinheit 57

Ihr Sitz hat keine äußere Stütze.

Leseeinheit 58

Ihr Tun ist die Freude an den Wogen der Unsterblichkeit.

Leseeinheit 59

Ihr Himmel ist strahlend hell.

Leseeinheit 60

Dies ist die große endgültige Lehre.

Leseeinheit 61

Eignung als Feld und Gefäß erwächst aus der Übung göttlicher Kräfte wie Geistesruhe und Sinnesbeherrschung.

Leseeinheit 62

Das Höhere und das Niedere sind vereinigt.

Leseeinheit 63

Ihre Unterweisungen führen hinüber zur Befreiung.

Leseeinheit 64

Ihre Gottheit ist die ewige Glückseligkeit der Nicht-Zweiheit.

Leseeinheit 65

Ihre feste Regel ist die Beherrschung der Sinne. Der vor „indriya“ überlieferte Bestandteil „svātar“ bleibt unklar.

Leseeinheit 66

Entsagung bedeutet, Angst, Verblendung, Trauer und Zorn abzulegen.

Leseeinheit 67

Ihre reine Kraft ist ohne äußeren Zwang.

Leseeinheit 68

In der selbstleuchtenden Wirklichkeit Brahmans wird die in Shiva und Shakti eingefasste Erscheinungswelt durchtrennt.

Leseeinheit 69

Auch das Wassergefäß wird innerlich gedeutet; die zusammengesetzte Lesart „patrākṣākṣi“ ist nicht zuverlässig zu übersetzen.

Leseeinheit 70

Sein und Nichtsein werden verbrannt.

Leseeinheit 71

Sie tragen den Raum als ihre Grundlage.

Leseeinheit 72

Das heilvolle Turiya ist ihr Opferfaden.

Leseeinheit 73

Ihr Haarknoten besteht aus eben diesem.

Leseeinheit 74

Der abgelegte Stab wird als reines Bewusstsein verstanden.

Leseeinheit 75

Ihr Wassergefäß bedeutet ununterbrochenes Schauen.

Leseeinheit 76

Die Entwurzelung des Karma ist ihr Flickengewand.

Leseeinheit 77

Verbrannt werden Maya, Besitzgefühl und Ich-Anmaßung.

Leseeinheit 78

Die Gestalt wird als Anahata, ungeschlagen, bezeichnet. Der vorangestellte Ausdruck „spraśāne“ ist unklar.

Leseeinheit 79

Ihr festes Gelöbnis ist die Betrachtung des Wesens jenseits der drei Gunas.

Leseeinheit 80

Irrtum wird beseitigt.

Leseeinheit 81

Die Regungen des Begehrens und Ähnliches werden verbrannt.

Leseeinheit 82

Ihr Lendentuch ist unerschütterliche Festigkeit.

Leseeinheit 83

Sie tragen Lumpen beziehungsweise ein Fell als Gewand.

Leseeinheit 84

Ihr Mantra ist der ungeschlagene Klang.

Leseeinheit 85

Es wird gerade durch Nicht-Tun gepflegt.

Leseeinheit 86

Befreiung ist das freie Verweilen im eigenen Wesen: höchstes Brahman.

Leseeinheit 87

Ihr Verhalten gleicht einem dahintreibenden Floß.

Leseeinheit 88

Sie sammeln Keuschheit und Frieden in sich.

Leseeinheit 89

Nach dem Studium im Schülerstand vollziehen sie Entsagung als ein Niederlegen von allem im Bewusstsein. Die Wortfügung „sasarvasaṃvinnyāsa“ ist verkürzt und mehrdeutig.

Leseeinheit 90

Am Ende steht die ungeteilte Gestalt Brahmans.

Leseeinheit 91

Alle Zweifel werden für immer aufgehoben.

Leseeinheit 92

Dies ist die Schau des Nirvana.

Leseeinheit 93

Diese Lehre soll nur einem Schüler oder Sohn weitergegeben werden. So lautet die Upanishad.

Wiederholung des Shanti-Mantras

Das am Anfang stehende Friedensgebet wird erneut gesprochen: Om. Möge meine Rede im Geist gegründet sein und mein Geist in der Rede. Offenbare dich mir, du Offenbares. Möget ihr beide mir das Wissen des Veda heranführen. Möge das Gehörte mich nicht verlassen. Durch dieses Studium verbinde ich Tag und Nacht. Ich werde das Rechte sprechen. Ich werde die Wahrheit sprechen. Möge es mich beschützen; möge es den Sprechenden beschützen. Möge es mich beschützen; möge es den Sprechenden beschützen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Schlussvermerk

Hier endet die Nirvana Upanishad.

Anregungen für die spirituelle Praxis

  • Betrachte täglich eine kurze Formel und prüfe ihren Bezug zum eigenen Leben.
  • Frage bei äußeren religiösen Zeichen nach der entsprechenden inneren Haltung.
  • Übe Einfachheit, Ahimsa und das Loslassen von Besitzansprüchen.
  • Lass schwierige Stellen offen, bis Grammatik und Zusammenhang besser geklärt sind.

Quellen und Textgrundlage

  • Die deutsche Studienübersetzung und die Worterklärungen dieser Fassung wurden neu für diesen Artikel ausgearbeitet. Es handelt sich nicht um die Übernahme einer bestehenden deutschen Übersetzung und nicht um eine kritische Handschriftenedition.

Siehe auch

Weblinks

Seminare

Jnana Yoga und Vedanta

02.10.2026 - 04.10.2026 Entdecke deine Bestimmung - gestalte dein Schicksal

Hast du dich schon gefragt, was deine Bestimmung ist, dein Schicksal? Warum du hier auf dieser Welt bist? Wofür du da bist? Worum es in deinem Leben ge…
Janaki Marion Hofmann
15.11.2026 - 20.11.2026 Aus der Tiefe des Herzens antworten

In diesem Praxisseminar beschreiten wir den Weg fundamentalen Gewahrseins durch intuitive Antworten aus dem Herzen. Antworten, die sich aus unserem wah…
Michael Büchel, Roswitha Breitkopf

Sanskrit und Devanagari

06.01.2027 - 15.12.2027 Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - online

Termine: 16x mittwochs: 06.01., 27.01., 17.02., 10.03., 31.03., 21.04., 12.05., 02.06., 23.06., 14.07., 08.09., 29.09., 20.10., 10.11., 01.12., 15.12.20…
Dr phil Oliver Hahn
09.04.2027 - 11.04.2027 Sanskrit Intensivwochenende

Du bist fasziniert vom Klang des Sanskrit und der tiefgehenden Wirkung der Wörter dieser uralten Sprache? Hast bereits Übersetzungen von Mantras oder …
Dr phil Oliver Hahn

Meditation

02.10.2026 - 04.10.2026 Meditation Intensiv Schweigend

Mit Meditation, Yoga und Mantra-Singen tauchst du in deine innere Welt. Ein Intensivseminar mit täglichen langen Meditationssitzungen, zwei Yoga-Stunde…
Dana Oerding
02.10.2026 - 04.10.2026 Meditation Intensiv Schweigend

Mit Meditation, Yoga und Mantra-Singen tauchst du in deine innere Welt. Ein Intensivseminar mit täglichen langen Meditationssitzungen, zwei Yoga-Stunde…
Karuna M Wapke