Bhavana Upanishad

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Die Bhavana Upanishad (Sanskrit: भावनोपनिषत् अथवा श्रीचक्रोपनिषत्, bhāvanopaniṣat athavā śrīcakropaniṣat) gehört zur Gruppe der Shakta Upanishad und wird in der Muktika-Liste dem Atharvaveda zugeordnet. Im Mittelpunkt steht das Shri Chakra als lebendige Gestalt des eigenen Körpers und Bewusstseins. Ihr Sanskrittext ist in unterschiedlichen Handschriften und Druckausgaben nicht immer gleich gegliedert; die folgende Ausgabe folgt der vollständig überlieferten Sanskrit-Documents-Fassung und nennt die verwendete Textgrundlage.

Inhaltlich behandelt die Schrift vor allem innere Zuordnung von Guru, Shakti und Tattvas; neun Umhüllungen des Chakras; Verehrung als Erkenntnis der Einheit. Sie verbindet die Autorität der Upanishaden mit dem jeweiligen geistigen Milieu ihrer Überlieferung. Darum sollte sie zugleich aufmerksam, traditionssensibel und mit philosophischem Unterscheidungsvermögen gelesen werden.

Die Bhavana Upanishad lädt dazu ein, ihre Symbole in eine lebendige Praxis von Erkenntnis, Hingabe und innerer Sammlung zu verwandeln.

Für heutige Übende ist entscheidend, dass Yoga hier nicht auf Körperübungen verkürzt wird. Studium, ethische Läuterung, Meditation, Hingabe und Selbsterkenntnis bilden einen Zusammenhang. Historische Ritualvorschriften oder außergewöhnliche Wirkungsbehauptungen werden in diesem Artikel als Quelleninhalt erklärt; sie sind nicht automatisch moderne Übungs- oder Heilversprechen.

Bhavana Upanishad – Sanskrit (IAST), Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung

Die folgende Studienfassung gibt jeden nummerierten Vers einzeln wieder. Unmittelbar unter jedem Vers beziehungsweise jeder klar abgegrenzten Prosas Sinneinheit stehen die deutsche Übersetzung und die Wort-für-Wort-Erläuterung. Sanskrit-Komposita und Sandhi-Verbindungen werden dort, wo eine künstliche Trennung irreführend wäre, ausdrücklich als zusammenhängende Wortgruppe erklärt.

Eröffnungsvers der Bhavana Upanishad svāvidyāpadatatkāryaṃ śrīcakropari bhāsuram |
bindurūpaśivākāraṃ rāmacandrapadaṃ bhaje ||

Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über das Shri Chakra als lebendige Gestalt des eigenen Körpers und Bewusstseins.

Wort-für-Wort-Erläuterung: bhāsuram – bhasura; bhaje – ich verehre; svāvidyāpadatatkāryaṃ śrīcakropari bindurūpaśivākāraṃ rāmacandrapadaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über das Shri Chakra als lebendige Gestalt des eigenen Körpers und Bewusstseins.“.

Shanti-Mantra der Bhavana Upanishad oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā | bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ | vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatirdadhātu |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); bhadraṃ – Heilvolles; Gutes; karṇebhiḥ – mit den Ohren; śṛṇuyāma – mögen wir hören; vyaśema – mögen wir erfüllen; svasti – Heil; Wohlergehen; na – nicht; śāntiḥ – Frieden; devā paśyemākṣabhiryajatrāḥ sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ devahitaṃ yadāyuḥ indro vṛddhaśravāḥ naḥ pūṣā viśvavedāḥ nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ no bṛhaspatirdadhātu – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von …“.

Textabschnitt 1 Bhavana Upanishad atha bhāvanopaniṣat |
hariḥ oṃ |
ātmānamakhaṇḍamaṇḍalākāramavṛtya sakalabrahmāṇḍamaṇḍalaṃ
svaprakāśaṃ dhyāyet |
oṃ śrīguruḥ sarvakāraṇabhūtā śaktiḥ |

Der heilige Lehrer ist die Kraft (Para-Sakti), die die Ursache von allem ist.

Wort-für-Wort-Erläuterung: atha – nun; sodann; hariḥ – Hari; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); dhyāyet – soll meditieren; śaktiḥShakti, Kraft; bhāvanopaniṣat ātmānamakhaṇḍamaṇḍalākāramavṛtya sakalabrahmāṇḍamaṇḍalaṃ svaprakāśaṃ śrīguruḥ sarvakāraṇabhūtā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der heilige Lehrer ist die Kraft (Para-Sakti), die die Ursache von allem ist.“.

Textabschnitt 2 Bhavana Upanishad tena navarandhrarūpo dehaḥ |
navaśaktirūpaṃ śrīcakram |
vārāhī pitṛrūpā |
kurukullā balidevatā mātā |
puruṣārthāḥ
sāgarāḥ |
deho navaratnadvīpaḥ |

Von dieser Kraft ist der Körper mit seinen neun Öffnungen die Form.

Wort-für-Wort-Erläuterung: tena – dadurch; dehaḥ – Körper; śrīcakramShri Chakra; deho – deho; navarandhrarūpo navaśaktirūpaṃ vārāhī pitṛrūpā kurukullā balidevatā mātā puruṣārthāḥ sāgarāḥ navaratnadvīpaḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Von dieser Kraft ist der Körper mit seinen neun Öffnungen die Form.“.

Textabschnitt 3 Bhavana Upanishad tvagādisaptadhātubhiranekaiḥ
saṃyuktāḥ saṅkalpāḥ kalpataravaḥ |
tejaḥ kalpakodyānam |
rasanayā
bhāvyamānā madhurāmlatiktakaṭukaṣāyalavaṇabhedāḥ ṣaḍrasāḥ

Es ist das heilige Rad in der Gestalt der neun Räder.

Wort-für-Wort-Erläuterung: tejaḥ – Licht; Feuerkraft; tvagādisaptadhātubhiranekaiḥ saṃyuktāḥ saṅkalpāḥ kalpataravaḥ kalpakodyānam rasanayā bhāvyamānā madhurāmlatiktakaṭukaṣāyalavaṇabhedāḥ ṣaḍrasāḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Es ist das heilige Rad in der Gestalt der neun Räder.“.

Textabschnitt 4 Bhavana Upanishad ṣaḍṛtavaḥ kriyāśaktiḥ pīṭham |
kuṇḍalinī jñānaśaktirgṛham |
icchāśaktirmahātripurasundarī |
jñātā hotā jñānamagniḥ
(jñānamarghyam) jñeyaṃ haviḥ |

Die Macht des Ebers ist väterlich: Kurukulla, die Gottheit des Opfers, ist mütterlich.

Wort-für-Wort-Erläuterung: kuṇḍalinīKundalini; hotā – Hotṛ-Priester; jñeyaṃ – bekannt; ṣaḍṛtavaḥ kriyāśaktiḥ pīṭham jñānaśaktirgṛham icchāśaktirmahātripurasundarī jñātā jñānamagniḥ jñānamarghyam haviḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Macht des Ebers ist väterlich: Kurukulla, die Gottheit des Opfers, ist mütterlich.“.

Textabschnitt 5 Bhavana Upanishad jñātṛjñānajñeyānāmabhedabhāvanaṃ
śrīcakrapūjanam |
niyatisahitāḥ śṛṅgārādayo nava rasā
aṇimādayaḥ |
kāmakrodhalobhamohamadamātsaryapuṇyapāpamayā
brāhmyādyaṣṭaśaktayaḥ |

Die (vier) menschlichen Enden sind die Ozeane (Purusharthas - Dharma, Artha, Kama und Moksha).

Wort-für-Wort-Erläuterung: nava – neun; jñātṛjñānajñeyānāmabhedabhāvanaṃ śrīcakrapūjanam niyatisahitāḥ śṛṅgārādayo rasā aṇimādayaḥ kāmakrodhalobhamohamadamātsaryapuṇyapāpamayā brāhmyādyaṣṭaśaktayaḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die (vier) menschlichen Enden sind die Ozeane (Purusharthas - Dharma, Artha, Kama und Moksha).“.

Textabschnitt 6 Bhavana Upanishad pṛthivyaptejovāyvākāśaśrotratvakcakṣurjihvāghrāṇavākpāṇipādapāyūpasthamanovikārāḥ

Der Körper mit den sieben Bestandteilen (Chile, Blut, Fleisch, Fett, Knochen, Mark und Samena) wie die Haut und das Haar ist die Insel der neun Edelsteine.

Wort-für-Wort-Erläuterung: pṛthivyaptejovāyvākāśaśrotratvakcakṣurjihvāghrāṇavākpāṇipādapāyūpasthamanovikārāḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der Körper mit den sieben Bestandteilen (Chile, Blut, Fleisch, Fett, Knochen, Mark und Samena) wie die Haut und das Haar ist die Insel der neun Edelsteine.“.

Textabschnitt 7 Bhavana Upanishad (kāmākarṣiṇyādi) ṣoḍaśa śaktayaḥ |
vacanādānagamanavisargānandahāno(pādāno)pekṣā(khya)-

Vorsätze sind die Bäume, die den Wunsch erfüllen; Energie (des Geistes) ist der Garten der Bäume des Überflusses.

Wort-für-Wort-Erläuterung: kāmākarṣiṇyādi ṣoḍaśa śaktayaḥ vacanādānagamanavisargānandahāno pādāno pekṣā khya – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Vorsätze sind die Bäume, die den Wunsch erfüllen; Energie (des Geistes) ist der Garten der Bäume des Überflusses.“.

Textabschnitt 8 Bhavana Upanishad bhuddhayo'naṅgakusumādiśaktayo'ṣṭau |
alambusā

Die sechs Jahreszeiten sind die Geschmäcker, nämlich süß, sauer, bitter, scharf, adstringierend und salzig, die von der Zunge ergriffen werden. Wissen ist das Material für die Anbetung;

Wort-für-Wort-Erläuterung: bhuddhayo'naṅgakusumādiśaktayo'ṣṭau alambusā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die sechs Jahreszeiten sind die Geschmäcker, nämlich süß, sauer, bitter, scharf, adstringierend und salzig, die von der Zunge ergriffen werden. Wissen ist das Material für die Anbetung;“.

Textabschnitt 9 Bhavana Upanishad kuhūrviśvodarī varuṇā hastijihvā yaśasvatyaśvinī gāndhārī

das Objekt des Wissens ist die Oblation; der Wissende ist der Opfer.

Wort-für-Wort-Erläuterung: hastijihvā – elefantenzunge; gāndhārī – gandhari; kuhūrviśvodarī varuṇā yaśasvatyaśvinī – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „das Objekt des Wissens ist die Oblation; der Wissende ist der Opfer.“.

Textabschnitt 10 Bhavana Upanishad pūṣā śaṅkhinī sarasvatīḍā piṅgalā suṣumnā ceti caturdaśa
nāḍyaḥ |
sarvasaṃkṣobhiṇyādicaturdaśāragā devatāḥ |

Die Meditation über die Identität der drei, Wissen, ihr Objekt und der Wissende, ist die Anbetung, die dem heiligen Rad verliehen wird. Schicksal und Gefühle wie Liebe sind (die wundersamen Errungenschaften wie) Atomität, etc. Lust, Zorn, Gier, Wahn, Freude, Neid, Verdienst, Verdienst - diese bilden die acht Kräfte von Brahma, etc. (Brahma, Maheshvari, Kaumari, Vaishnavi, Varahi, Raudri, Charmamunda und Kalasamkarsini).

Wort-für-Wort-Erläuterung: piṅgalā – pingala; suṣumnā – sushumna; ceti – cheti; nāḍyaḥ – die Adern; pūṣā śaṅkhinī sarasvatīḍā caturdaśa sarvasaṃkṣobhiṇyādicaturdaśāragā devatāḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Meditation über die Identität der drei, Wissen, ihr Objekt und der Wissende, ist die Anbetung, die dem heiligen Rad verliehen wird. Schicksal und Gefühle wie Liebe sind (die wundersamen Errungenschaften wie) …“.

Textabschnitt 11 Bhavana Upanishad prāṇāpānavyānodānasamānanāgakūrmakṛkaradevadattadhanañjayā iti
daśa vāyavaḥ |
sarvasiddhipradā devyo bahirdaśāragā devatāḥ |

Die neun Wohnstätten (muladhara usw.) sind die Kräfte der mystischen Gesten.

Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; daśa – zehn; vāyavaḥ – Lebenskräfte; prāṇāpānavyānodānasamānanāgakūrmakṛkaradevadattadhanañjayā sarvasiddhipradā devyo bahirdaśāragā devatāḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die neun Wohnstätten (muladhara usw.) sind die Kräfte der mystischen Gesten.“.

Textabschnitt 12 Bhavana Upanishad etadvāyudaśakasaṃsargopādhibhedhena recakapūrakaśoṣakadāhaplāvakā
(recakaḥ pācakaḥ śoṣako dāhakaḥ plāvakā iti) prāṇamukhyatvena

Die Erde, das Wasser, das Feuer, die Luft, der Äther, das Ohr, die Haut, das Auge, die Zunge, die Nase, die Sprache, die Füße, die Hände, die Organe der Evakuierung und der Erzeugung und die Veränderung des Geistes sind die sechzehn Kräfte wie der Zug der Lust usw.

Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; etadvāyudaśakasaṃsargopādhibhedhena recakapūrakaśoṣakadāhaplāvakā recakaḥ pācakaḥ śoṣako dāhakaḥ plāvakā prāṇamukhyatvena – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die Erde, das Wasser, das Feuer, die Luft, der Äther, das Ohr, die Haut, das Auge, die Zunge, die Nase, die Sprache, die Füße, die Hände, die Organe der Evakuierung und der Erzeugung und die Veränderung des Geistes sind …“.

Textabschnitt 13 Bhavana Upanishad pañcadho'sti (jaṭharāgnirbhavati) |
kṣārako dārakaḥ kṣobhako
mohako jṛmbhaka ityapālanamukhyatvena pañcavidho'sti |

Sprache, Greifen, Bewegung, Evakuierung, Generation und die Haltungen der Ablehnung, Akzeptanz und Apathie sind die acht (Entitäten) wie die Blume der Liebe usw.

Wort-für-Wort-Erläuterung: pañcadho'sti jaṭharāgnirbhavati kṣārako dārakaḥ kṣobhako mohako jṛmbhaka ityapālanamukhyatvena pañcavidho'sti – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Sprache, Greifen, Bewegung, Evakuierung, Generation und die Haltungen der Ablehnung, Akzeptanz und Apathie sind die acht (Entitäten) wie die Blume der Liebe usw.“.

Textabschnitt 14 Bhavana Upanishad tena manuṣyāṇāṃ mohako dāhako (nāgaprādhānyena pañcabidhāste
manuṣyāṇāṃ dehagā) bhakṣyabhojyaśoṣyalehyapeyātmakaṃ

Alambusa, kuhu, visvodara, varana, Hastijihva, yasovati, payasvini, gandhari, pusa, sankhini, sarasvati, ida, pingala und susumna - diese vierzehn Arterien sind die vierzehn Kräfte wie das Allererregende usw.

Wort-für-Wort-Erläuterung: tena – dadurch; manuṣyāṇāṃ mohako dāhako nāgaprādhānyena pañcabidhāste dehagā bhakṣyabhojyaśoṣyalehyapeyātmakaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Alambusa, kuhu, visvodara, varana, Hastijihva, yasovati, payasvini, gandhari, pusa, sankhini, sarasvati, ida, pingala und susumna - diese vierzehn Arterien sind die vierzehn Kräfte wie das Allererregende usw.“.

Textabschnitt 15 Bhavana Upanishad caturvidhamannaṃ (pañcavidhamannaṃ) pācayati|
etā
daśa vahnikalāḥ sarvajñatvādyantardaśāragā devatāḥ |

Die fünf Lebensatemen und die fünf kleinen Atemzüge sind die zehn Gottheiten der äußeren Speichen, Sarvasiddhiprada, usw.

Wort-für-Wort-Erläuterung: daśa – zehn; caturvidhamannaṃ pañcavidhamannaṃ pācayati etā vahnikalāḥ sarvajñatvādyantardaśāragā devatāḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die fünf Lebensatemen und die fünf kleinen Atemzüge sind die zehn Gottheiten der äußeren Speichen, Sarvasiddhiprada, usw.“.

Textabschnitt 16 Bhavana Upanishad śītoṣṇasukhaduḥkhecchāsattvarajastamoguṇā vaśinyādiśaktayo'ṣtau |

Das Verdauungsfeuer wird fünffach durch Unterscheidungen, die auf seiner Verbindung mit diesem herausragenden Atem beruhen. (Sie sind) was ausstößt, was kocht, was trocknet, was brennt und was überschwemmt.

Wort-für-Wort-Erläuterung: śītoṣṇasukhaduḥkhecchāsattvarajastamoguṇā vaśinyādiśaktayo'ṣtau – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das Verdauungsfeuer wird fünffach durch Unterscheidungen, die auf seiner Verbindung mit diesem herausragenden Atem beruhen. (Sie sind) was ausstößt, was kocht, was trocknet, was brennt und was überschwemmt.“.

Textabschnitt 17 Bhavana Upanishad śabdasparśarūparasagandhāḥ pañcatanmātrāḥ pañcapuṣpabāṇā
mana ikṣudhanuḥ |

Aufgrund der Bedeutung des kleinen Atems werden diese (Feuer) im menschlichen Körper als Korroder, Auswerfer, Rührer, Gähner und Täuscher bezeichnet.

Wort-für-Wort-Erläuterung: mana – geist; śabdasparśarūparasagandhāḥ pañcatanmātrāḥ pañcapuṣpabāṇā ikṣudhanuḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Aufgrund der Bedeutung des kleinen Atems werden diese (Feuer) im menschlichen Körper als Korroder, Auswerfer, Rührer, Gähner und Täuscher bezeichnet.“.

Textabschnitt 18 Bhavana Upanishad vaśyo vāṇo rāgaḥ pāśaḥ |
dveṣo'ṅkuśaḥ |
avyaktamahattattvamahadahaṅkāra iti kāmeśvarī-vajreśvarī-

Sie fördern die Verdauung der fünffachen Nahrung: gegessen, gekaut, gesaugt, geleckt und getrunken.

Wort-für-Wort-Erläuterung: iti – so; damit; Abschluss einer Aussage; vaśyo vāṇo rāgaḥ pāśaḥ dveṣo'ṅkuśaḥ avyaktamahattattvamahadahaṅkāra kāmeśvarī-vajreśvarī – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Sie fördern die Verdauung der fünffachen Nahrung: gegessen, gekaut, gesaugt, geleckt und getrunken.“.

Textabschnitt 19 Bhavana Upanishad bhagamālinyo'ntastrikoṇāgragā devatāḥ |
(nirupādhikasaṃvideva

Die zehn Aspekte des Feuers sind die zehn Gottheiten der inneren Speichen, Sarvajna usw. Die Eigenschaften von Kälte, Hitze, Vergnügen, Schmerz, Verlangen, Sattva, Rajas und Tamas sind die acht Kräfte, Vasini usw.

Wort-für-Wort-Erläuterung: bhagamālinyo'ntastrikoṇāgragā devatāḥ nirupādhikasaṃvideva – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die zehn Aspekte des Feuers sind die zehn Gottheiten der inneren Speichen, Sarvajna usw. Die Eigenschaften von Kälte, Hitze, Vergnügen, Schmerz, Verlangen, Sattva, Rajas und Tamas sind die acht Kräfte, Vasini usw.“.

Textabschnitt 20 Bhavana Upanishad kāmeśvara |
sadānandapūrṇa svātmeva paradevatā lalitā |

Die fünf, rudimentären Geräusche usw., sind die blumigen Wellen.

Wort-für-Wort-Erläuterung: kāmeśvara sadānandapūrṇa svātmeva paradevatā lalitā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die fünf, rudimentären Geräusche usw., sind die blumigen Wellen.“.

Textabschnitt 21 Bhavana Upanishad lauhityametasya sarvasya vimarśa |
ananyacittatvena ca
siddhiḥ |
bhāvanāyāḥ kriyā upacaraḥ |
ahaṃ tvamasti nāsti

Geist ist der Bogen aus Zuckerrohr.

Wort-für-Wort-Erläuterung: ca – und; siddhiḥ – Vollendung; nāsti – ist nicht; existiert nicht; lauhityametasya sarvasya vimarśa ananyacittatvena bhāvanāyāḥ kriyā upacaraḥ ahaṃ tvamasti – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Geist ist der Bogen aus Zuckerrohr.“.

Textabschnitt 22 Bhavana Upanishad kartavyamakartavyamupāsitavyamiti vikalpānāmātmani vilāpanam homaḥ |
bhavanāviṣayāṇāmabhedabhavanā tarpaṇam |) pañcadaśatithirūpeṇa

Anhaftung ist die Schnur (die bindet).

Wort-für-Wort-Erläuterung: kartavyamakartavyamupāsitavyamiti vikalpānāmātmani vilāpanam homaḥ bhavanāviṣayāṇāmabhedabhavanā tarpaṇam pañcadaśatithirūpeṇa – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Anhaftung ist die Schnur (die bindet).“.

Textabschnitt 23 Bhavana Upanishad kālasya pariṇāmāvalokanasthitiḥ pañcadaśanityāḥ |
śraddhānurūpā
dhīrdevatā |
tayoḥ kāmeśvarī sadānandaghanā paripūrṇasvātmaikyarūpā

Aversion ist der Haken.

Wort-für-Wort-Erläuterung: tayoḥ – von diesen beiden; kālasya pariṇāmāvalokanasthitiḥ pañcadaśanityāḥ śraddhānurūpā dhīrdevatā kāmeśvarī sadānandaghanā paripūrṇasvātmaikyarūpā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Aversion ist der Haken.“.

Textabschnitt 24 Bhavana Upanishad devatā |
salilamiti lauhityakāraṇaṃ sattvam |
kartavyamakartavyamiti
bhāvanāyukta upacāraḥ |
asti nāstīti kartavyatānūpacāraḥ |

Das Unmanifestierte, das Große und das Prinzip des Egoismus sind die Gottheiten des inneren Dreiecks: Kameshvari, Vajreshvari und Bhagamalini.

Wort-für-Wort-Erläuterung: devatā – Gottheit; asti – ist; existiert; salilamiti lauhityakāraṇaṃ sattvam kartavyamakartavyamiti bhāvanāyukta upacāraḥ nāstīti kartavyatānūpacāraḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Das Unmanifestierte, das Große und das Prinzip des Egoismus sind die Gottheiten des inneren Dreiecks: Kameshvari, Vajreshvari und Bhagamalini.“.

Textabschnitt 25 Bhavana Upanishad bāhyābhyantaḥkaraṇānāṃ rūpagrahaṇayogyatāsttvityāvāhanam |
tasya bāhyābhyantaḥkaraṇānāmekarūpaviṣayagrahaṇamāsanam |

Absolutes Gewahrsein, wahrlich, ist Kameshvara.

Wort-für-Wort-Erläuterung: tasya – dessen; von ihm; bāhyābhyantaḥkaraṇānāṃ rūpagrahaṇayogyatāsttvityāvāhanam bāhyābhyantaḥkaraṇānāmekarūpaviṣayagrahaṇamāsanam – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Absolutes Gewahrsein, wahrlich, ist Kameshvara.“.

Textabschnitt 26 Bhavana Upanishad raktaśuklapadaikīkaraṇaṃ pādyam |
ujjvaladāmodānandāsanadānamarghyam |
svacchaṃ svataḥsiddhamityācamanīyam |

Die höchste Göttlichkeit, Lalita, ist das eigene glückselige Selbst.

Wort-für-Wort-Erläuterung: raktaśuklapadaikīkaraṇaṃ pādyam ujjvaladāmodānandāsanadānamarghyam svacchaṃ svataḥsiddhamityācamanīyam – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Die höchste Göttlichkeit, Lalita, ist das eigene glückselige Selbst.“.

Textabschnitt 27 Bhavana Upanishad ciccandramayīti
sarvāṅgasravaṇaṃ snānam |
cidagnisvarūpaparamānandaśaktisphuraṇaṃ
vastram |
pratyekaṃ saptaviṃśatidhā

Von all dieser unverwechselbaren Besorgnis ist das rote Leuchten.

Wort-für-Wort-Erläuterung: ciccandramayīti sarvāṅgasravaṇaṃ snānam cidagnisvarūpaparamānandaśaktisphuraṇaṃ vastram pratyekaṃ saptaviṃśatidhā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Von all dieser unverwechselbaren Besorgnis ist das rote Leuchten.“.

Textabschnitt 28 Bhavana Upanishad bhinnatvenecchājñānakriyātmakabrahmagranthimadrasatantubrahmanāḍī
brahmasūtram |

Vollkommenheit (entspricht) ausschließlicher Konzentration des Geistes.

Wort-für-Wort-Erläuterung: bhinnatvenecchājñānakriyātmakabrahmagranthimadrasatantubrahmanāḍī brahmasūtram – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Vollkommenheit (entspricht) ausschließlicher Konzentration des Geistes.“.

Textabschnitt 29 Bhavana Upanishad svavyatiriktavastusaṅgarahitasmaraṇāṃ vibhūṣaṇam |
saccitsukhaparipūrṇatāsmaraṇaṃ gandhaḥ |
samastaviṣayāṇāṃ

In der Ausführung der Meditation bestehen (verschiedene Handlungen) respektvollen Dienstes.

Wort-für-Wort-Erläuterung: svavyatiriktavastusaṅgarahitasmaraṇāṃ vibhūṣaṇam saccitsukhaparipūrṇatāsmaraṇaṃ gandhaḥ samastaviṣayāṇāṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „In der Ausführung der Meditation bestehen (verschiedene Handlungen) respektvollen Dienstes.“.

Textabschnitt 30 Bhavana Upanishad manasaḥ sthairyeṇānusaṃdhānaṃ kusumam |
teṣāmeva sarvadā svīkaraṇaṃ
dhūpaḥ |
pavanāvacchinnotdhvajvalanasaccidulkākāśadeho dīpaḥ |

Der Akt der Oblation ist die Verschmelzung im Selbst von Unterscheidungen wie Ich, Du, Existenz, Nicht-Existenz, das Gefühl der Pflicht und ihre Negation und die Pflichtverehrung.

Wort-für-Wort-Erläuterung: sarvadā – immer, jederzeit; dīpaḥ – eine Lampe, ein Licht; manasaḥ sthairyeṇānusaṃdhānaṃ kusumam teṣāmeva svīkaraṇaṃ dhūpaḥ pavanāvacchinnotdhvajvalanasaccidulkākāśadeho – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der Akt der Oblation ist die Verschmelzung im Selbst von Unterscheidungen wie Ich, Du, Existenz, Nicht-Existenz, das Gefühl der Pflicht und ihre Negation und die Pflichtverehrung.“.

Textabschnitt 31 Bhavana Upanishad samastayātāyātavarjyaṃ naivedyam |
avasthātrayāṇāmekīkaraṇaṃ tāmbūlam |
mūlādhārādābrahmarandhraparyantaṃ brahmarandhrādāmūlādhāraparyantaṃ

Besänftigung ist der Gedanke der Identität von (allen) Objekten der Imagination.

Wort-für-Wort-Erläuterung: samastayātāyātavarjyaṃ naivedyam avasthātrayāṇāmekīkaraṇaṃ tāmbūlam mūlādhārādābrahmarandhraparyantaṃ brahmarandhrādāmūlādhāraparyantaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Besänftigung ist der Gedanke der Identität von (allen) Objekten der Imagination.“.

Textabschnitt 32 Bhavana Upanishad gatāgatarūpeṇa prādakṣiṇyam |
turyāvasthā namaskāraḥ |
dehaśūnyapramātṛtānimajjanaṃ baliharaṇam |
satyamasti

Der Blick auf die Umwandlung der Zeit in die fünfzehn Tage (des halben Mondmonats) weist auf die fünfzehn ewigen (Göttlichkeiten) hin.

Wort-für-Wort-Erläuterung: gatāgatarūpeṇa prādakṣiṇyam turyāvasthā namaskāraḥ dehaśūnyapramātṛtānimajjanaṃ baliharaṇam satyamasti – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Der Blick auf die Umwandlung der Zeit in die fünfzehn Tage (des halben Mondmonats) weist auf die fünfzehn ewigen (Göttlichkeiten) hin.“.

Textabschnitt 33 Bhavana Upanishad lartavyamakartavyamaudāsīnyanityātmavilāpanaṃ homaḥ |
svayaṃ
tatpādukānimajjanaṃ paripūrṇadhyānam |
evaṃ muhūrtatrayaṃ (muhūrtadvitayaṃ

So meditiert man für drei Augenblicke, oder zwei oder sogar für einen einzigen Augenblick, und wird befreit, während man lebt;

Wort-für-Wort-Erläuterung: svayaṃ – sich selbst; evaṃ – so, auf diese Weise; lartavyamakartavyamaudāsīnyanityātmavilāpanaṃ homaḥ tatpādukānimajjanaṃ paripūrṇadhyānam muhūrtatrayaṃ muhūrtadvitayaṃ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „So meditiert man für drei Augenblicke, oder zwei oder sogar für einen einzigen Augenblick, und wird befreit, während man lebt;“.

Textabschnitt 34 Bhavana Upanishad muhūrtamātraṃ vā) bhāvanāparo jīvanmukto bhavati sa eva śivayogīti
gadyate|
ādimatenāntaścakrabhāvanāḥ |
tasya devatātmaikyasiddhiḥ |

einer wird der Shiva-Yogi genannt.

Wort-für-Wort-Erläuterung: – oder; jīvanmukto – jivanmukto; bhavati – wird; ist; eva – allein; eben; wahrlich; tasya – dessen; von ihm; muhūrtamātraṃ bhāvanāparo sa śivayogīti gadyate ādimatenāntaścakrabhāvanāḥ devatātmaikyasiddhiḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „einer wird der Shiva-Yogi genannt.“.

Textabschnitt 35 Bhavana Upanishad cintitakāryāṇyayatnena siddhyanti |
sa eva śivayogīti kathyate |
kādihādimatoktena bhāvanā pratipāditā |
jīvanmukto bhavati |
ya evaṃ
veda |
ityupaniṣat |

Meditationen am inneren Rad wurden (hier) nach den Grundsätzen des Saktaismus diskutiert. Wer so weiß, ist ein Schüler der Atharvasiras.

Wort-für-Wort-Erläuterung: siddhyanti – werden verwirklicht; eva – allein; eben; wahrlich; kathyate – wird bezeichnet; bhāvanā – geist; jīvanmukto – jivanmukto; bhavati – wird; ist; evaṃ – so, auf diese Weise; veda – Veda; cintitakāryāṇyayatnena sa śivayogīti kādihādimatoktena pratipāditā ya ityupaniṣat – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Meditationen am inneren Rad wurden (hier) nach den Grundsätzen des Saktaismus diskutiert. Wer so weiß, ist ein Schüler der Atharvasiras.“.

Textabschnitt 36 Bhavana Upanishad oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā |
bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ|
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ |
vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |

Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); bhadraṃ – Heilvolles; Gutes; karṇebhiḥ – mit den Ohren; śṛṇuyāma – mögen wir hören; vyaśema – mögen wir erfüllen; devā paśyemākṣabhiryajatrāḥ sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ devahitaṃ yadāyuḥ – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von …“.

Shanti-Mantra der Bhavana Upanishad svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ|
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatirdadhātu|
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Wort-für-Wort-Erläuterung: svasti – Heil; Wohlergehen; na – nicht; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om); śāntiḥ – Frieden; indro vṛddhaśravāḥ naḥ pūṣā viśvavedāḥ nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ no bṛhaspatirdadhātu – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von …“.

Textabschnitt 2 der Bhavana Upanishad ityatharvaṇavede bhāvanopaniṣatsampūrṇā ||

Hier endet die Bhavanopanishad, eingeschlossen in der Atharva-Veda.

Wort-für-Wort-Erläuterung: ityatharvaṇavede bhāvanopaniṣatsampūrṇā – zusammenhängende Sandhi- und Kompositumgruppe; im Satz: „Hier endet die Bhavanopanishad, eingeschlossen in der Atharva-Veda.“.

Bhavana Upanishad: Datierung, Inhalt und Bedeutung

Name, Einordnung und Überlieferung

Der Name bezeichnet die Lehre über das Shri Chakra als lebendige Gestalt des eigenen Körpers und Bewusstseins. Als Shakta Upanishad verbindet die Schrift upanishadische Befreiungssprache mit Begriffen, Bildern und Praktiken ihrer besonderen Tradition. Die Zuordnung zum Atharvaveda beruht vor allem auf dem Muktika-Kanon und den Kolophonen der späteren Sammlungen; sie bedeutet nicht zwingend, dass der gesamte Text schon zur ältesten Schicht dieses Veda gehörte.

Die Überlieferung ist handschriftlich. Abschnitts- und Verszahlen können deshalb zwischen Ausgaben abweichen, besonders bei Prosateilen, Schlussformeln und eingeschobenen Mantras. Diese Ausgabe gibt den benutzten Text vollständig wieder und gliedert lange Prosa für Übersetzung und Worterklärung in redaktionelle Sinnabschnitte. Solche Zwischenüberschriften sind keine vorgetäuschten alten Verszahlen.

Datierung

Die Schrift ist eine jüngere, wahrscheinlich mittelalterliche Upanishad. Ihre Verbindung von vedischer Autorität, Mantra und tantrischer Symbolik spricht für eine Entstehung im ersten oder frühen zweiten Jahrtausend n. Chr.; eine genaue Jahreszahl lässt sich aus der Handschriftenlage nicht gewinnen. Datierungen von Neben-Upanishaden sind grundsätzlich Näherungen: Ein alter Lehrgedanke, die erhaltene sprachliche Fassung und der Zeitpunkt der Aufnahme in eine Sammlung können verschiedenen Epochen angehören.

Aufbau und Inhalt

Der Text entfaltet innere Zuordnung von Guru, Shakti und Tattvas; neun Umhüllungen des Chakras; Verehrung als Erkenntnis der Einheit. Seine Bewegung führt von sichtbaren Formen, kosmologischen Zuordnungen oder Regeln immer wieder zur Frage nach dem tragenden Bewusstsein. Selbst dort, wo Ritual, Gottheit oder Mantra im Vordergrund stehen, zielt die upanishadische Deutung auf eine Umwandlung des Erkennenden.

Für die Lektüre ist es hilfreich, drei Ebenen auseinanderzuhalten: Erstens die wörtliche historische Vorschrift oder Erzählung, zweitens ihre symbolische und meditative Bedeutung und drittens die philosophische Aussage über Atman, Brahman und Befreiung. Nicht jede Passage beansprucht auf allen drei Ebenen dieselbe Art von Wahrheit.

Philosophische Kernlehre

Die zentrale Perspektive lautet: das Shri Chakra als lebendige Gestalt des eigenen Körpers und Bewusstseins. Die wechselnden Erfahrungen, Namen und Formen sind nicht das letzte Maß des Menschen. Freiheit entsteht, wenn Identifikation, Unwissenheit und zwanghafte Anhaftung durch klare Erkenntnis, Sammlung und eine gereifte Lebensführung durchschaut werden.

Diese Lehre darf nicht als bloße Behauptung „Alles ist eins“ missverstanden werden. Die Upanishaden verbinden Einsicht mit Disziplin: Der Geist soll wahrhaftig, ruhig und fein werden. Erst dann wird Nichtdualität zu gelebter Freiheit statt zu einem abstrakten Gedanken.

Studium wird in der upanishadischen Tradition durch Kontemplation, Meditation und verantwortliches Handeln vertieft.

Beziehungen zu anderen Schriften

Thematisch steht die Bhavana Upanishad besonders neben Tripura Upanishad, Devi Upanishad, Tripuratapini Upanishad, Saubhagyalakshmi Upanishad, Sarasvati Rahasya Upanishad, Bahvricha Upanishad, Sita Upanishad. Gemeinsame Motive können wörtliche Übernahmen, geteilte mündliche Traditionen oder spätere Neuinterpretationen älterer Verse anzeigen. Ähnlichkeit allein beweist jedoch keine eindeutige chronologische Abhängigkeit.

Die Bhagavad Gita verbindet ebenfalls Erkenntnis, Hingabe und Handeln; das Yoga Sutra beschreibt die Sammlung des Geistes mit einer anderen systematischen Sprache. Ein Vergleich macht sichtbar, was allen Wegen gemeinsam ist und wo die Bhavana Upanishad einen eigenen Akzent setzt.

Bedeutung für die Tradition

Für die zugehörige Tradition legitimiert die Schrift Praxis nicht nur durch Vorschrift, sondern durch eine Sicht des Menschen und des Kosmos. Die im Text behandelten Themen – innere Zuordnung von Guru, Shakti und Tattvas; neun Umhüllungen des Chakras; Verehrung als Erkenntnis der Einheit – erhalten dabei einen gemeinsamen inneren Bezug. Ritual und Symbol gewinnen ihren tiefsten Sinn, wenn sie Erinnerung, Sammlung, Selbsthingabe und Erkenntnis fördern.

Historisch war die Unterweisung häufig in eine Guru-Schüler-Beziehung eingebettet. Das gilt besonders für Bija-Mantras, Nyasa, Gelübde, intensive Atemmethoden oder weitreichende Formen der Entsagung. Die schriftliche Überlieferung bewahrt die Lehre; sie ersetzt nicht in jedem Fall die persönliche Anleitung.

Bedeutung für heutige Yoga Aspiranten

Der moderne Yoga Aspirant kann die Schrift fruchtbar lesen, ohne jedes vormoderne Weltbild wörtlich übernehmen zu müssen. Er kann fragen: Welche Form von Unwissenheit wird hier beschrieben? Welche Haltung reinigt den Geist? Wie werden Körper, Atem, Gefühl, Denken und Bewusstsein miteinander verbunden? Und woran zeigt sich Befreiung im Umgang mit anderen Menschen?

Praktisch bedeutet dies: kurze Passagen regelmäßig studieren, zentrale Begriffe nachschlagen, die Lehre in stiller Meditation prüfen und ihre ethische Wirkung beobachten. Wachsende Geduld, Wahrhaftigkeit, Mitgefühl und Freiheit von zwanghaftem Begehren sind verlässlichere Zeichen als Visionen, Titel oder außergewöhnliche Erlebnisse.

Bedeutung für Yogalehrer und spirituelle Begleiter

Für Yogalehrer ist die Bhavana Upanishad eine Erinnerung an sorgfältige Kontextualisierung. Ein Lehrer sollte zwischen Textaussage, traditioneller Kommentierung, persönlicher Erfahrung und überprüfbaren körperlichen Wirkungen unterscheiden. Er sollte schwierige soziale, medizinische oder sektarische Aussagen weder verschweigen noch unkritisch bestätigen.

Ein verantwortlicher Lehrer führt nicht in Abhängigkeit. Er hilft Lernenden, Schrift, Vernunft, Gewissen und eigene Erfahrung miteinander ins Gespräch zu bringen. Wo Übungen Risiken bergen oder eine Einweihung voraussetzen, gehören klare Grenzen zur spirituellen Redlichkeit.

Bleibende Botschaft

Die bleibende Einladung der Bhavana Upanishad besteht in der vertieften Auseinandersetzung mit ihrem Kernanliegen: das Shri Chakra als lebendige Gestalt des eigenen Körpers und Bewusstseins. Formen können verschieden sein; das Ziel ist eine Freiheit, die den ganzen Menschen verwandelt. Erkenntnis wird dann lebendig, wenn sie das Herz weitet, den Geist klärt und das tägliche Handeln wahrhaftiger macht.

Bhavana Upanishad – vollständiger Text in Devanagari

स्वाविद्यापदतत्कार्यं श्रीचक्रोपरि भासुरम् ।
बिन्दुरूपशिवाकारं रामचन्द्रपदं भजे ॥

ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा । भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ।
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवाꣳसस्तनूभिः । व्यशेम देवहितं यदायुः ।
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस्तार्क्ष्योऽरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

अथ भावनोपनिषत् ।
हरिः ॐ ।
आत्मानमखण्डमण्डलाकारमवृत्य सकलब्रह्माण्डमण्डलं
स्वप्रकाशं ध्यायेत् । ॐ श्रीगुरुः सर्वकारणभूता शक्तिः ।
तेन नवरन्ध्ररूपो देहः । नवशक्तिरूपं श्रीचक्रम् ।
वाराही पितृरूपा । कुरुकुल्ला बलिदेवता माता । पुरुषार्थाः
सागराः । देहो नवरत्नद्वीपः । त्वगादिसप्तधातुभिरनेकैः
संयुक्ताः सङ्कल्पाः कल्पतरवः । तेजः कल्पकोद्यानम् । रसनया
भाव्यमाना मधुराम्लतिक्तकटुकषायलवणभेदाः षड्रसाः
षडृतवः क्रियाशक्तिः पीठम् । कुण्डलिनी ज्ञानशक्तिर्गृहम् ।
इच्छाशक्तिर्महात्रिपुरसुन्दरी । ज्ञाता होता ज्ञानमग्निः
(ज्ञानमर्घ्यम्) ज्ञेयं हविः । ज्ञातृज्ञानज्ञेयानामभेदभावनं
श्रीचक्रपूजनम् । नियतिसहिताः शृङ्गारादयो नव रसा
अणिमादयः । कामक्रोधलोभमोहमदमात्सर्यपुण्यपापमया
ब्राह्म्याद्यष्टशक्तयः ।
पृथिव्यप्तेजोवाय्वाकाशश्रोत्रत्वक्चक्षुर्जिह्वाघ्राणवाक्पाणिपादपायूपस्थमनोविकाराः
(कामाकर्षिण्यादि) षोडश शक्तयः ।
वचनादानगमनविसर्गानन्दहानो(पादानो)पेक्षा(ख्य)-
भुद्धयोऽनङ्गकुसुमादिशक्तयोऽष्टौ । अलम्बुसा
कुहूर्विश्वोदरी वरुणा हस्तिजिह्वा यशस्वत्यश्विनी गान्धारी
पूषा शङ्खिनी सरस्वतीडा पिङ्गला सुषुम्ना चेति चतुर्दश
नाड्यः । सर्वसंक्षोभिण्यादिचतुर्दशारगा देवताः ।
प्राणापानव्यानोदानसमाननागकूर्मकृकरदेवदत्तधनञ्जया इति
दश वायवः । सर्वसिद्धिप्रदा देव्यो बहिर्दशारगा देवताः ।
एतद्वायुदशकसंसर्गोपाधिभेधेन रेचकपूरकशोषकदाहप्लावका
(रेचकः पाचकः शोषको दाहकः प्लावका इति) प्राणमुख्यत्वेन
पञ्चधोऽस्ति (जठराग्निर्भवति) । क्षारको दारकः क्षोभको
मोहको जृम्भक इत्यपालनमुख्यत्वेन पञ्चविधोऽस्ति ।
तेन मनुष्याणां मोहको दाहको (नागप्राधान्येन पञ्चबिधास्ते
मनुष्याणां देहगा) भक्ष्यभोज्यशोष्यलेह्यपेयात्मकं
चतुर्विधमन्नं (पञ्चविधमन्नं) पाचयति। एता
दश वह्निकलाः सर्वज्ञत्वाद्यन्तर्दशारगा देवताः ।
शीतोष्णसुखदुःखेच्छासत्त्वरजस्तमोगुणा वशिन्यादिशक्तयोऽष्तौ ।
शब्दस्पर्शरूपरसगन्धाः पञ्चतन्मात्राः पञ्चपुष्पबाणा
मन इक्षुधनुः । वश्यो वाणो रागः पाशः । द्वेषोऽङ्कुशः ।
अव्यक्तमहत्तत्त्वमहदहङ्कार इति कामेश्वरी-वज्रेश्वरी-
भगमालिन्योऽन्तस्त्रिकोणाग्रगा देवताः । (निरुपाधिकसंविदेव
कामेश्वर । सदानन्दपूर्ण स्वात्मेव परदेवता ललिता ।
लौहित्यमेतस्य सर्वस्य विमर्श । अनन्यचित्तत्वेन च
सिद्धिः । भावनायाः क्रिया उपचरः । अहं त्वमस्ति नास्ति
कर्तव्यमकर्तव्यमुपासितव्यमिति विकल्पानामात्मनि विलापनम् होमः ।
भवनाविषयाणामभेदभवना तर्पणम् ।) पञ्चदशतिथिरूपेण
कालस्य परिणामावलोकनस्थितिः पञ्चदशनित्याः । श्रद्धानुरूपा
धीर्देवता । तयोः कामेश्वरी सदानन्दघना परिपूर्णस्वात्मैक्यरूपा
देवता । सलिलमिति लौहित्यकारणं सत्त्वम् । कर्तव्यमकर्तव्यमिति
भावनायुक्त उपचारः । अस्ति नास्तीति कर्तव्यतानूपचारः ।
बाह्याभ्यन्तःकरणानां रूपग्रहणयोग्यतास्त्त्वित्यावाहनम् ।
तस्य बाह्याभ्यन्तःकरणानामेकरूपविषयग्रहणमासनम् ।
रक्तशुक्लपदैकीकरणं पाद्यम् । उज्ज्वलदामोदानन्दासनदानमर्घ्यम् ।
स्वच्छं स्वतःसिद्धमित्याचमनीयम् । चिच्चन्द्रमयीति
सर्वाङ्गस्रवणं स्नानम् । चिदग्निस्वरूपपरमानन्दशक्तिस्फुरणं
वस्त्रम् । प्रत्येकं सप्तविंशतिधा
भिन्नत्वेनेच्छाज्ञानक्रियात्मकब्रह्मग्रन्थिमद्रसतन्तुब्रह्मनाडी
ब्रह्मसूत्रम् । स्वव्यतिरिक्तवस्तुसङ्गरहितस्मरणां विभूषणम् ।
सच्चित्सुखपरिपूर्णतास्मरणं गन्धः । समस्तविषयाणां
मनसः स्थैर्येणानुसंधानं कुसुमम् । तेषामेव सर्वदा स्वीकरणं
धूपः । पवनावच्छिन्नोत्ध्वज्वलनसच्चिदुल्काकाशदेहो दीपः ।
समस्तयातायातवर्ज्यं नैवेद्यम् । अवस्थात्रयाणामेकीकरणं ताम्बूलम् ।
मूलाधारादाब्रह्मरन्ध्रपर्यन्तं ब्रह्मरन्ध्रादामूलाधारपर्यन्तं
गतागतरूपेण प्रादक्षिण्यम् । तुर्यावस्था नमस्कारः ।
देहशून्यप्रमातृतानिमज्जनं बलिहरणम् । सत्यमस्ति
लर्तव्यमकर्तव्यमौदासीन्यनित्यात्मविलापनं होमः । स्वयं
तत्पादुकानिमज्जनं परिपूर्णध्यानम् । एवं मुहूर्तत्रयं (मुहूर्तद्वितयं
मुहूर्तमात्रं वा) भावनापरो जीवन्मुक्तो भवति स एव शिवयोगीति
गद्यते। आदिमतेनान्तश्चक्रभावनाः । तस्य देवतात्मैक्यसिद्धिः ।
चिन्तितकार्याण्ययत्नेन सिद्ध्यन्ति । स एव शिवयोगीति कथ्यते ।
कादिहादिमतोक्तेन भावना प्रतिपादिता । जीवन्मुक्तो भवति । य एवं
वेद । इत्युपनिषत् ।

ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा । भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः।
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवाꣳसस्तनूभिः । व्यशेम देवहितं यदायुः ।
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः।
स्वस्ति नस्तार्क्ष्योऽरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

इत्यथर्वणवेदे भावनोपनिषत्सम्पूर्णा ॥

Bhavana Upanishad – vollständiger Text in IAST

svāvidyāpadatatkāryaṃ śrīcakropari bhāsuram |
bindurūpaśivākāraṃ rāmacandrapadaṃ bhaje ||

oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā | bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ | vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatirdadhātu |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

atha bhāvanopaniṣat |
hariḥ oṃ |
ātmānamakhaṇḍamaṇḍalākāramavṛtya sakalabrahmāṇḍamaṇḍalaṃ
svaprakāśaṃ dhyāyet | oṃ śrīguruḥ sarvakāraṇabhūtā śaktiḥ |
tena navarandhrarūpo dehaḥ | navaśaktirūpaṃ śrīcakram |
vārāhī pitṛrūpā | kurukullā balidevatā mātā | puruṣārthāḥ
sāgarāḥ | deho navaratnadvīpaḥ | tvagādisaptadhātubhiranekaiḥ
saṃyuktāḥ saṅkalpāḥ kalpataravaḥ | tejaḥ kalpakodyānam | rasanayā
bhāvyamānā madhurāmlatiktakaṭukaṣāyalavaṇabhedāḥ ṣaḍrasāḥ
ṣaḍṛtavaḥ kriyāśaktiḥ pīṭham | kuṇḍalinī jñānaśaktirgṛham |
icchāśaktirmahātripurasundarī | jñātā hotā jñānamagniḥ
(jñānamarghyam) jñeyaṃ haviḥ | jñātṛjñānajñeyānāmabhedabhāvanaṃ
śrīcakrapūjanam | niyatisahitāḥ śṛṅgārādayo nava rasā
aṇimādayaḥ | kāmakrodhalobhamohamadamātsaryapuṇyapāpamayā
brāhmyādyaṣṭaśaktayaḥ |
pṛthivyaptejovāyvākāśaśrotratvakcakṣurjihvāghrāṇavākpāṇipādapāyūpasthamanovikārāḥ
(kāmākarṣiṇyādi) ṣoḍaśa śaktayaḥ |
vacanādānagamanavisargānandahāno(pādāno)pekṣā(khya)-
bhuddhayo'naṅgakusumādiśaktayo'ṣṭau | alambusā
kuhūrviśvodarī varuṇā hastijihvā yaśasvatyaśvinī gāndhārī
pūṣā śaṅkhinī sarasvatīḍā piṅgalā suṣumnā ceti caturdaśa
nāḍyaḥ | sarvasaṃkṣobhiṇyādicaturdaśāragā devatāḥ |
prāṇāpānavyānodānasamānanāgakūrmakṛkaradevadattadhanañjayā iti
daśa vāyavaḥ | sarvasiddhipradā devyo bahirdaśāragā devatāḥ |
etadvāyudaśakasaṃsargopādhibhedhena recakapūrakaśoṣakadāhaplāvakā
(recakaḥ pācakaḥ śoṣako dāhakaḥ plāvakā iti) prāṇamukhyatvena
pañcadho'sti (jaṭharāgnirbhavati) | kṣārako dārakaḥ kṣobhako
mohako jṛmbhaka ityapālanamukhyatvena pañcavidho'sti |
tena manuṣyāṇāṃ mohako dāhako (nāgaprādhānyena pañcabidhāste
manuṣyāṇāṃ dehagā) bhakṣyabhojyaśoṣyalehyapeyātmakaṃ
caturvidhamannaṃ (pañcavidhamannaṃ) pācayati| etā
daśa vahnikalāḥ sarvajñatvādyantardaśāragā devatāḥ |
śītoṣṇasukhaduḥkhecchāsattvarajastamoguṇā vaśinyādiśaktayo'ṣtau |
śabdasparśarūparasagandhāḥ pañcatanmātrāḥ pañcapuṣpabāṇā
mana ikṣudhanuḥ | vaśyo vāṇo rāgaḥ pāśaḥ | dveṣo'ṅkuśaḥ |
avyaktamahattattvamahadahaṅkāra iti kāmeśvarī-vajreśvarī-
bhagamālinyo'ntastrikoṇāgragā devatāḥ | (nirupādhikasaṃvideva
kāmeśvara | sadānandapūrṇa svātmeva paradevatā lalitā |
lauhityametasya sarvasya vimarśa | ananyacittatvena ca
siddhiḥ | bhāvanāyāḥ kriyā upacaraḥ | ahaṃ tvamasti nāsti
kartavyamakartavyamupāsitavyamiti vikalpānāmātmani vilāpanam homaḥ |
bhavanāviṣayāṇāmabhedabhavanā tarpaṇam |) pañcadaśatithirūpeṇa
kālasya pariṇāmāvalokanasthitiḥ pañcadaśanityāḥ | śraddhānurūpā
dhīrdevatā | tayoḥ kāmeśvarī sadānandaghanā paripūrṇasvātmaikyarūpā
devatā | salilamiti lauhityakāraṇaṃ sattvam | kartavyamakartavyamiti
bhāvanāyukta upacāraḥ | asti nāstīti kartavyatānūpacāraḥ |
bāhyābhyantaḥkaraṇānāṃ rūpagrahaṇayogyatāsttvityāvāhanam |
tasya bāhyābhyantaḥkaraṇānāmekarūpaviṣayagrahaṇamāsanam |
raktaśuklapadaikīkaraṇaṃ pādyam | ujjvaladāmodānandāsanadānamarghyam |
svacchaṃ svataḥsiddhamityācamanīyam | ciccandramayīti
sarvāṅgasravaṇaṃ snānam | cidagnisvarūpaparamānandaśaktisphuraṇaṃ
vastram | pratyekaṃ saptaviṃśatidhā
bhinnatvenecchājñānakriyātmakabrahmagranthimadrasatantubrahmanāḍī
brahmasūtram | svavyatiriktavastusaṅgarahitasmaraṇāṃ vibhūṣaṇam |
saccitsukhaparipūrṇatāsmaraṇaṃ gandhaḥ | samastaviṣayāṇāṃ
manasaḥ sthairyeṇānusaṃdhānaṃ kusumam | teṣāmeva sarvadā svīkaraṇaṃ
dhūpaḥ | pavanāvacchinnotdhvajvalanasaccidulkākāśadeho dīpaḥ |
samastayātāyātavarjyaṃ naivedyam | avasthātrayāṇāmekīkaraṇaṃ tāmbūlam |
mūlādhārādābrahmarandhraparyantaṃ brahmarandhrādāmūlādhāraparyantaṃ
gatāgatarūpeṇa prādakṣiṇyam | turyāvasthā namaskāraḥ |
dehaśūnyapramātṛtānimajjanaṃ baliharaṇam | satyamasti
lartavyamakartavyamaudāsīnyanityātmavilāpanaṃ homaḥ | svayaṃ
tatpādukānimajjanaṃ paripūrṇadhyānam | evaṃ muhūrtatrayaṃ (muhūrtadvitayaṃ
muhūrtamātraṃ vā) bhāvanāparo jīvanmukto bhavati sa eva śivayogīti
gadyate| ādimatenāntaścakrabhāvanāḥ | tasya devatātmaikyasiddhiḥ |
cintitakāryāṇyayatnena siddhyanti | sa eva śivayogīti kathyate |
kādihādimatoktena bhāvanā pratipāditā | jīvanmukto bhavati | ya evaṃ
veda | ityupaniṣat |

oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā | bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ|
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ | vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ|
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatirdadhātu|
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

ityatharvaṇavede bhāvanopaniṣatsampūrṇā ||

Bhavana Upanishad – vollständige gut verständliche deutsche Übersetzung

Eröffnungsvers der Bhavana Upanishad
Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über das Shri Chakra als lebendige Gestalt des eigenen Körpers und Bewusstseins.

Shanti-Mantra der Bhavana Upanishad
Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Textabschnitt 1 Bhavana Upanishad
Der heilige Lehrer ist die Kraft (Para-Sakti), die die Ursache von allem ist.

Textabschnitt 2 Bhavana Upanishad
Von dieser Kraft ist der Körper mit seinen neun Öffnungen die Form.

Textabschnitt 3 Bhavana Upanishad
Es ist das heilige Rad in der Gestalt der neun Räder.

Textabschnitt 4 Bhavana Upanishad
Die Macht des Ebers ist väterlich: Kurukulla, die Gottheit des Opfers, ist mütterlich.

Textabschnitt 5 Bhavana Upanishad
Die (vier) menschlichen Enden sind die Ozeane (Purusharthas - Dharma, Artha, Kama und Moksha).

Textabschnitt 6 Bhavana Upanishad
Der Körper mit den sieben Bestandteilen (Chile, Blut, Fleisch, Fett, Knochen, Mark und Samena) wie die Haut und das Haar ist die Insel der neun Edelsteine.

Textabschnitt 7 Bhavana Upanishad
Vorsätze sind die Bäume, die den Wunsch erfüllen; Energie (des Geistes) ist der Garten der Bäume des Überflusses.

Textabschnitt 8 Bhavana Upanishad
Die sechs Jahreszeiten sind die Geschmäcker, nämlich süß, sauer, bitter, scharf, adstringierend und salzig, die von der Zunge ergriffen werden. Wissen ist das Material für die Anbetung;

Textabschnitt 9 Bhavana Upanishad
das Objekt des Wissens ist die Oblation; der Wissende ist der Opfer.

Textabschnitt 10 Bhavana Upanishad
Die Meditation über die Identität der drei, Wissen, ihr Objekt und der Wissende, ist die Anbetung, die dem heiligen Rad verliehen wird. Schicksal und Gefühle wie Liebe sind (die wundersamen Errungenschaften wie) Atomität, etc. Lust, Zorn, Gier, Wahn, Freude, Neid, Verdienst, Verdienst - diese bilden die acht Kräfte von Brahma, etc. (Brahma, Maheshvari, Kaumari, Vaishnavi, Varahi, Raudri, Charmamunda und Kalasamkarsini).

Textabschnitt 11 Bhavana Upanishad
Die neun Wohnstätten (muladhara usw.) sind die Kräfte der mystischen Gesten.

Textabschnitt 12 Bhavana Upanishad
Die Erde, das Wasser, das Feuer, die Luft, der Äther, das Ohr, die Haut, das Auge, die Zunge, die Nase, die Sprache, die Füße, die Hände, die Organe der Evakuierung und der Erzeugung und die Veränderung des Geistes sind die sechzehn Kräfte wie der Zug der Lust usw.

Textabschnitt 13 Bhavana Upanishad
Sprache, Greifen, Bewegung, Evakuierung, Generation und die Haltungen der Ablehnung, Akzeptanz und Apathie sind die acht (Entitäten) wie die Blume der Liebe usw.

Textabschnitt 14 Bhavana Upanishad
Alambusa, kuhu, visvodara, varana, Hastijihva, yasovati, payasvini, gandhari, pusa, sankhini, sarasvati, ida, pingala und susumna - diese vierzehn Arterien sind die vierzehn Kräfte wie das Allererregende usw.

Textabschnitt 15 Bhavana Upanishad
Die fünf Lebensatemen und die fünf kleinen Atemzüge sind die zehn Gottheiten der äußeren Speichen, Sarvasiddhiprada, usw.

Textabschnitt 16 Bhavana Upanishad
Das Verdauungsfeuer wird fünffach durch Unterscheidungen, die auf seiner Verbindung mit diesem herausragenden Atem beruhen. (Sie sind) was ausstößt, was kocht, was trocknet, was brennt und was überschwemmt.

Textabschnitt 17 Bhavana Upanishad
Aufgrund der Bedeutung des kleinen Atems werden diese (Feuer) im menschlichen Körper als Korroder, Auswerfer, Rührer, Gähner und Täuscher bezeichnet.

Textabschnitt 18 Bhavana Upanishad
Sie fördern die Verdauung der fünffachen Nahrung: gegessen, gekaut, gesaugt, geleckt und getrunken.

Textabschnitt 19 Bhavana Upanishad
Die zehn Aspekte des Feuers sind die zehn Gottheiten der inneren Speichen, Sarvajna usw. Die Eigenschaften von Kälte, Hitze, Vergnügen, Schmerz, Verlangen, Sattva, Rajas und Tamas sind die acht Kräfte, Vasini usw.

Textabschnitt 20 Bhavana Upanishad
Die fünf, rudimentären Geräusche usw., sind die blumigen Wellen.

Textabschnitt 21 Bhavana Upanishad
Geist ist der Bogen aus Zuckerrohr.

Textabschnitt 22 Bhavana Upanishad
Anhaftung ist die Schnur (die bindet).

Textabschnitt 23 Bhavana Upanishad
Aversion ist der Haken.

Textabschnitt 24 Bhavana Upanishad
Das Unmanifestierte, das Große und das Prinzip des Egoismus sind die Gottheiten des inneren Dreiecks: Kameshvari, Vajreshvari und Bhagamalini.

Textabschnitt 25 Bhavana Upanishad
Absolutes Gewahrsein, wahrlich, ist Kameshvara.

Textabschnitt 26 Bhavana Upanishad
Die höchste Göttlichkeit, Lalita, ist das eigene glückselige Selbst.

Textabschnitt 27 Bhavana Upanishad
Von all dieser unverwechselbaren Besorgnis ist das rote Leuchten.

Textabschnitt 28 Bhavana Upanishad
Vollkommenheit (entspricht) ausschließlicher Konzentration des Geistes.

Textabschnitt 29 Bhavana Upanishad
In der Ausführung der Meditation bestehen (verschiedene Handlungen) respektvollen Dienstes.

Textabschnitt 30 Bhavana Upanishad
Der Akt der Oblation ist die Verschmelzung im Selbst von Unterscheidungen wie Ich, Du, Existenz, Nicht-Existenz, das Gefühl der Pflicht und ihre Negation und die Pflichtverehrung.

Textabschnitt 31 Bhavana Upanishad
Besänftigung ist der Gedanke der Identität von (allen) Objekten der Imagination.

Textabschnitt 32 Bhavana Upanishad
Der Blick auf die Umwandlung der Zeit in die fünfzehn Tage (des halben Mondmonats) weist auf die fünfzehn ewigen (Göttlichkeiten) hin.

Textabschnitt 33 Bhavana Upanishad
So meditiert man für drei Augenblicke, oder zwei oder sogar für einen einzigen Augenblick, und wird befreit, während man lebt;

Textabschnitt 34 Bhavana Upanishad
einer wird der Shiva-Yogi genannt.

Textabschnitt 35 Bhavana Upanishad
Meditationen am inneren Rad wurden (hier) nach den Grundsätzen des Saktaismus diskutiert. Wer so weiß, ist ein Schüler der Atharvasiras.

Textabschnitt 36 Bhavana Upanishad
Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Shanti-Mantra der Bhavana Upanishad
Om. Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren hören, was glückverheißend ist. Mögen wir mit unseren Augen sehen, was glückverheißend ist, ihr Verehrungswürdigen. Mögen wir, euch mit standhaftem Körper preisend, die von den Göttern bestimmte Lebensspanne vollenden. Möge Indra, der weithin Gerühmte, uns Gutes gewähren. Möge Pushan, der Allwissende, uns Gutes gewähren. Möge Tarkshya mit ungehindertem Lauf uns Gutes gewähren. Möge Brihaspati uns Gutes gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Textabschnitt 2 der Bhavana Upanishad
Hier endet die Bhavanopanishad, eingeschlossen in der Atharva-Veda.

Die fünf wichtigsten Empfehlungen der Bhavana Upanishad für ernsthafte Aspiranten

1. Mache die zentrale Lehre zur täglichen Kontemplation.
Die Bhavana Upanishad richtet den Blick auf das Shri Chakra als lebendige Gestalt des eigenen Körpers und Bewusstseins. Lies einen kurzen Abschnitt langsam, fasse ihn in einem eigenen Satz zusammen und bleibe danach einige Minuten in der Stille.

2. Ehre Shakti in Körper, Natur und Mitmenschen.
Die Göttin ist nicht nur ein Bild, sondern die lebendige Kraft des Bewusstseins. Eine solche Sicht verlangt Achtung vor dem Körper, vor der Erde und vor der Würde aller Menschen.

3. Verbinde Verehrung mit innerer Stille.
Lass Hymne, Puja oder Mantra in stiller Meditation ausklingen. Die Form weist auf das formlose Bewusstsein.

4. Übe Shri-Vidya-Methoden nur im passenden Rahmen.
Bija-Mantras, Nyasa und Chakra-Rituale sind keine beliebigen Selbstoptimierungstechniken. Für ihre vollständige Praxis sind Einweihung und sachkundige Begleitung wichtig.

5. Lass Fülle zu Großzügigkeit werden.
Spirituelles Glück zeigt sich nicht im Festhalten, sondern in Dankbarkeit, verantwortlichem Gebrauch von Kraft und freigebigem Handeln.

Literatur und Quellen

Redaktioneller Hinweis: Die deutsche Fassung wurde für diesen Artikel neu formuliert und mit den genannten Vergleichsübersetzungen abgeglichen. Bei Komposita fasst die Wort-für-Wort-Erläuterung eng verbundene Wörter teilweise als Sinngruppe zusammen. Die Ausgabe ist eine Studien- und Lesefassung, keine neue kritische Sanskritedition.

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