Bandhayana: Unterschied zwischen den Versionen
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Bandhayana ist ein Sanskrit-Ausdruck, der im Wesentlichen mit Fessel, Bindung oder [[Verbindung]] zu tun hat. Wörtlich leitet sich das Wort von der Wurzel bandh ab, die „binden“, „fesseln“ oder „verbinden“ bedeutet; die Form bandhayana bezeichnet demnach das Ergebnis dieses Bindens, also eine Tätigkeit oder einen Zustand des Festhaltens, Verknüpfens oder Einschließens. | Bandhayana ist ein Sanskrit-Ausdruck, der im Wesentlichen mit Fessel, Bindung oder [[Verbindung]] zu tun hat. Wörtlich leitet sich das Wort von der Wurzel bandh ab, die „binden“, „fesseln“ oder „verbinden“ bedeutet; die Form bandhayana bezeichnet demnach das Ergebnis dieses Bindens, also eine Tätigkeit oder einen Zustand des Festhaltens, Verknüpfens oder Einschließens. | ||
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In der [https://www.yoga-vidya.de/ yogischen] und [[vedantisch]]en Tradition wird Bandhayana oft im Zusammenhang mit den Fesseln ([[bandha]], plural bandhāḥ) genannt, die den Energiefluss im Körper kontrollieren. Während bandha eher die Technik oder Praxis bezeichnet — das gezielte Anspannen bestimmter Muskel- und Energiebahnen — beschreibt Bandhayana eher das Ergebnis oder den Zustand, in dem etwas gebunden ist. In ethisch-philosophischen Texten kann Bandhayana die Einschränkung der Befreiung bedeuten: durch Anhaftung an Sinnesobjekte, durch Unwissenheit und durch Handlungen werden Lebewesen an [[Samsara]], den [[Kreislauf]] von [[Geburt]] und [[Tod]], „gebunden“. | In der [https://www.yoga-vidya.de/ yogischen] und [[vedantisch]]en Tradition wird Bandhayana oft im Zusammenhang mit den Fesseln ([[bandha]], plural bandhāḥ) genannt, die den Energiefluss im Körper kontrollieren. Während bandha eher die Technik oder Praxis bezeichnet — das gezielte Anspannen bestimmter Muskel- und Energiebahnen — beschreibt Bandhayana eher das Ergebnis oder den Zustand, in dem etwas gebunden ist. In ethisch-philosophischen Texten kann Bandhayana die Einschränkung der Befreiung bedeuten: durch Anhaftung an Sinnesobjekte, durch Unwissenheit und durch Handlungen werden Lebewesen an [[Samsara]], den [[Kreislauf]] von [[Geburt]] und [[Tod]], „gebunden“. | ||
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Aktuelle Version vom 15. März 2026, 08:21 Uhr

Bandhayana, (Sanskrit Pl.) = verbinden, festhalten
Bandhayana ist ein Sanskrit-Ausdruck, der im Wesentlichen mit Fessel, Bindung oder Verbindung zu tun hat. Wörtlich leitet sich das Wort von der Wurzel bandh ab, die „binden“, „fesseln“ oder „verbinden“ bedeutet; die Form bandhayana bezeichnet demnach das Ergebnis dieses Bindens, also eine Tätigkeit oder einen Zustand des Festhaltens, Verknüpfens oder Einschließens.
Im religiösen und philosophischen Kontext Indiens hat Bandhayana mehrere verwandte Bedeutungen: es kann eine körperliche oder symbolische Fessel meinen, die Bindung einer Seele an die Welt, die karmische Bindung durch Handlungen und Wünsche, oder auch rituelle Bindungen und Verbindungen, etwa solche, die durch Gelübde, Mantras oder Zeremonien geschaffen werden.
In der yogischen und vedantischen Tradition wird Bandhayana oft im Zusammenhang mit den Fesseln (bandha, plural bandhāḥ) genannt, die den Energiefluss im Körper kontrollieren. Während bandha eher die Technik oder Praxis bezeichnet — das gezielte Anspannen bestimmter Muskel- und Energiebahnen — beschreibt Bandhayana eher das Ergebnis oder den Zustand, in dem etwas gebunden ist. In ethisch-philosophischen Texten kann Bandhayana die Einschränkung der Befreiung bedeuten: durch Anhaftung an Sinnesobjekte, durch Unwissenheit und durch Handlungen werden Lebewesen an Samsara, den Kreislauf von Geburt und Tod, „gebunden“.
Bandhayanas sind die Anhänger eines Ablegers der Vajasaneyi bzw. weißen Yajush.