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'''Lokakalyana''' ([[Sanskrit]]: lokakalyāna ''n.'') Glück, Freude; Wohlergehen der gesamten Welt/Menschheit.
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'''Lokakalyana''' ([[Sanskrit]]: lokakalyāna ''n.'') = Glück, Freude; Wohlergehen der gesamten Welt/Menschheit.
Lokakalyana ist ein Sanskritbegriff, der wörtlich aus den Teilen loka und kalyana zusammengesetzt ist.
* [[Loka]] bedeutet [[Welt]], Menschheit oder die Gemeinschaft der Lebenden;
* [[kalyana]] heißt [[Wohlergehen]], [[Gut]]es, Wohltat oder das, was förderlich und heilsam ist.
Zusammengenommen steht lokakalyana für das Wohlergehen der Welt oder das Gemeinwohl — ein Ideal, das das Streben nach Glück, Sicherheit und moralischer und materieller Verbesserung nicht nur für einzelne, sondern für alle Menschen umfasst.
Im religiösen und philosophischen Kontext [https://www.yoga-vidya.de/ Indiens] hat lokakalyana eine starke ethische und spirituelle Konnotation. In vielen [[hinduistisch]]en, [[buddhistisch]]en und [[jain]]istischen Quellen wird die Vorstellung des Lokakalyana als ein edles Ziel beschrieben: Handlungen, Rituale und politische Entscheidungen sollen so ausgerichtet sein, dass sie das kollektive [[Wohl]] fördern, [[Leiden]] mindern und harmonische Lebensbedingungen für die Gemeinschaft schaffen. Dabei geht es nicht allein um materielle Wohlfahrt, sondern auch um soziale [[Gerechtigkeit]], moralische [[Integrität]], [[Frieden]] und die Förderung von Tugenden, die das Zusammenleben verbessern.
Historisch wurde der Begriff auch in staatstheoretischen und rituellen Zusammenhängen verwendet: Herrscher und Staatsbeamte wurden daran gemessen, inwieweit ihre Politik lokakalyana diente — also das Gemeinwohl förderte durch gerechte Verwaltung, Schutz der Bedürftigen und Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung. In religiösen Zeremonien oder öffentlichen Wohltätigkeitsakten konnte lokakalyana als [[Motivation]] genannt werden, um die Handlungen über das Eigennützige hinaus auf das Wohl der vielen auszurichten (Gemeinwohl).
Auf individueller Ebene meint lokakalyana eine Haltung und Lebenspraxis, bei der persönliche Tugend, Mitgefühl und verantwortliches Handeln bewusst für das größere Gemeinwohl eingesetzt werden. Das kann sich in tätiger Nächstenliebe, in der Unterstützung öffentlicher Institutionen oder in Berufsrollen zeigen, die dem kollektiven Nutzen dienen — [[Lehrer]], Heilende, Gemeinschaftsorganisatorinnen und -organisatoren etwa.
=Siehe auch=
* [[Mitgefühl]]
* [[Nächstenliebe]]


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[[Kategorie:Sanskrit]]
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Aktuelle Version vom 2. Februar 2026, 06:16 Uhr

Lokakalyana

Lokakalyana (Sanskrit: lokakalyāna n.) = Glück, Freude; Wohlergehen der gesamten Welt/Menschheit.

Lokakalyana ist ein Sanskritbegriff, der wörtlich aus den Teilen loka und kalyana zusammengesetzt ist.

Zusammengenommen steht lokakalyana für das Wohlergehen der Welt oder das Gemeinwohl — ein Ideal, das das Streben nach Glück, Sicherheit und moralischer und materieller Verbesserung nicht nur für einzelne, sondern für alle Menschen umfasst.

Im religiösen und philosophischen Kontext Indiens hat lokakalyana eine starke ethische und spirituelle Konnotation. In vielen hinduistischen, buddhistischen und jainistischen Quellen wird die Vorstellung des Lokakalyana als ein edles Ziel beschrieben: Handlungen, Rituale und politische Entscheidungen sollen so ausgerichtet sein, dass sie das kollektive Wohl fördern, Leiden mindern und harmonische Lebensbedingungen für die Gemeinschaft schaffen. Dabei geht es nicht allein um materielle Wohlfahrt, sondern auch um soziale Gerechtigkeit, moralische Integrität, Frieden und die Förderung von Tugenden, die das Zusammenleben verbessern.

Historisch wurde der Begriff auch in staatstheoretischen und rituellen Zusammenhängen verwendet: Herrscher und Staatsbeamte wurden daran gemessen, inwieweit ihre Politik lokakalyana diente — also das Gemeinwohl förderte durch gerechte Verwaltung, Schutz der Bedürftigen und Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung. In religiösen Zeremonien oder öffentlichen Wohltätigkeitsakten konnte lokakalyana als Motivation genannt werden, um die Handlungen über das Eigennützige hinaus auf das Wohl der vielen auszurichten (Gemeinwohl).

Auf individueller Ebene meint lokakalyana eine Haltung und Lebenspraxis, bei der persönliche Tugend, Mitgefühl und verantwortliches Handeln bewusst für das größere Gemeinwohl eingesetzt werden. Das kann sich in tätiger Nächstenliebe, in der Unterstützung öffentlicher Institutionen oder in Berufsrollen zeigen, die dem kollektiven Nutzen dienen — Lehrer, Heilende, Gemeinschaftsorganisatorinnen und -organisatoren etwa.

Siehe auch