Samadhipada: Unterschied zwischen den Versionen
skt |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[Datei:Samadhi Hall-Sivananda Ashram-Rishikesh-Blick auf Samadhi-Schrein.jpg|mini|Samadhipada in [[Rishikesh]]]] | |||
'''Samadhipada''' ([[Sanskrit]]: samādhipāda ''m.'') = achtes Glied des Yogaweges nach Patanjalis | |||
Der Sanskrit-Ausdruck "Samādhipada" setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: [[Samadhi]] („Versenkung“ oder „vollkommene meditative Einheit“) und [[pada]] („Schritt“, „Stufe“ oder „Weg“). Gemeinsam beschreiben sie den letzten der acht Glieder des Yogaweges nach [[Patanjali]]s [[Yoga Sutra]] – also den Höhepunkt [[yogisch]]er [[Praxis]], in dem der Geist zur absoluten Stille und Klarheit findet. | |||
In der indischen [[Spiritualität]] gilt Samādhipada als die Krone des [[Yoga]]: Hier löst sich das [[Ich]]-Gefühl auf, und du erfährst reines Bewusstsein – frei von Gedanken, Dualität oder Zeit. Es ist kein Zustand, den man erzwingen kann, sondern eine natürliche Frucht langer Übung (wie [[Meditation]], [[Ethik]] und [[Hingabe]]). | |||
Beispiel aus dem Yoga-Sutra (1.2): „Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Gedankenwellen im Geist.“ Samādhi ist genau dieser Zustand: ein stiller See, in dem sich die Wahrheit ohne Verzerrung spiegelt. | |||
Falls du meditierst, kennst du vielleicht kleine Vorgeschmacke davon – Momente, in denen alles einfach ist, ohne dass du es benennst. Im Hinduismus wird dies oft als Einheit mit Brahman (dem Göttlichen) beschrieben. Kurz: Samādhipada ist das Tor zur Befreiung ([[Moksha]]). | |||
=Siehe auch= | |||
* [[Raja Yoga]] | |||
* [[Ashtanga]] | |||
[[Kategorie:Glossar]] | [[Kategorie:Glossar]] | ||
[[Kategorie:Sanskrit]] | [[Kategorie:Sanskrit]] | ||
Version vom 19. April 2026, 09:10 Uhr

Samadhipada (Sanskrit: samādhipāda m.) = achtes Glied des Yogaweges nach Patanjalis
Der Sanskrit-Ausdruck "Samādhipada" setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Samadhi („Versenkung“ oder „vollkommene meditative Einheit“) und pada („Schritt“, „Stufe“ oder „Weg“). Gemeinsam beschreiben sie den letzten der acht Glieder des Yogaweges nach Patanjalis Yoga Sutra – also den Höhepunkt yogischer Praxis, in dem der Geist zur absoluten Stille und Klarheit findet.
In der indischen Spiritualität gilt Samādhipada als die Krone des Yoga: Hier löst sich das Ich-Gefühl auf, und du erfährst reines Bewusstsein – frei von Gedanken, Dualität oder Zeit. Es ist kein Zustand, den man erzwingen kann, sondern eine natürliche Frucht langer Übung (wie Meditation, Ethik und Hingabe).
Beispiel aus dem Yoga-Sutra (1.2): „Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Gedankenwellen im Geist.“ Samādhi ist genau dieser Zustand: ein stiller See, in dem sich die Wahrheit ohne Verzerrung spiegelt.
Falls du meditierst, kennst du vielleicht kleine Vorgeschmacke davon – Momente, in denen alles einfach ist, ohne dass du es benennst. Im Hinduismus wird dies oft als Einheit mit Brahman (dem Göttlichen) beschrieben. Kurz: Samādhipada ist das Tor zur Befreiung (Moksha).