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'''Swami Durgananda''', Acharya der International Sivananda Yoga Vedanta Centers, Schülerin von Swami Vishnudevananda, spirituelle Lehrerin, Autorin und Ehrendoktorin, geboren 11.8. 1943.
'''Swami Durgananda''', Acharya der International Sivananda Yoga Vedanta Centers, Schülerin von Swami Vishnudevananda, spirituelle Lehrerin, Autorin und Ehrendoktorin.


'''Swami Durgananda''' (* 11. August 1943 in [[Köln]] als Brigitte Randow, später Dr. Brigitte Fletcher; auch Gitta Randow-Fletcher; Sanskrit: दुर्गानन्दा, ''Durgānandā'') ist eine deutsche [[Sannyasini]], [[Yoga Acharya]], langjährige Schülerin von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten des [[Sivananda Yoga]] in Europa. Sie gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]] und leitete über viele Jahrzehnte den Aufbau der europäischen [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]].
'''Swami Durgananda''' (* 11. August 1943 in [[Köln]] als Brigitte Randow, später Dr. Brigitte Fletcher; auch Gitta Randow-Fletcher; Sanskrit: दुर्गानन्दा, ''Durgānandā'') ist eine deutsche [[Sannyasini]], [[Yoga Acharya]], langjährige Schülerin von [[Swami Vishnudevananda]] und eine der prägenden Persönlichkeiten des [[Sivananda Yoga]] in Europa. Sie gehört zur Tradition von [[Swami Sivananda]] und [[Swami Vishnudevananda]] und leitete über viele Jahrzehnte den Aufbau der europäischen [[Sivananda Yoga Vedanta Zentren]].


[[Datei:Swami-Durgananda.jpg|thumb|Swami Durgananda, eine der bedeutendsten Yoga Meisterinnen in Europa]]
Swami Durgananda gilt als eine der bedeutenden Wegbereiterinnen des klassischen, ganzheitlichen Yoga im deutschsprachigen Raum und in Europa. Seit den 1970er Jahren widmet sie sich der Weitergabe von [[Hatha Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]], [[Jnana Yoga]], [[Vedanta]], [[Meditation]] und der [[Bhagavad Gita]]. Sie war maßgeblich am Aufbau von Zentren, Ashrams, Yogalehrer-Ausbildungen und spirituellen Programmen im Sinne der Sivananda-Tradition beteiligt. Sie ist Autorin und Ehrendoktorin.
Swami Durgananda gilt als eine der bedeutenden Wegbereiterinnen des klassischen, ganzheitlichen Yoga im deutschsprachigen Raum und in Europa. Seit den 1970er Jahren widmet sie sich der Weitergabe von [[Hatha Yoga]], [[Raja Yoga]], [[Bhakti Yoga]], [[Karma Yoga]], [[Jnana Yoga]], [[Vedanta]], [[Meditation]] und der [[Bhagavad Gita]]. Sie war maßgeblich am Aufbau von Zentren, Ashrams, Yogalehrer-Ausbildungen und spirituellen Programmen im Sinne der Sivananda-Tradition beteiligt. Sie ist Autorin und Ehrendoktorin.



Aktuelle Version vom 26. Juni 2026, 15:08 Uhr

Swami Durgananda, Acharya der International Sivananda Yoga Vedanta Centers, Schülerin von Swami Vishnudevananda, spirituelle Lehrerin, Autorin und Ehrendoktorin.

Swami Durgananda (* 11. August 1943 in Köln als Brigitte Randow, später Dr. Brigitte Fletcher; auch Gitta Randow-Fletcher; Sanskrit: दुर्गानन्दा, Durgānandā) ist eine deutsche Sannyasini, Yoga Acharya, langjährige Schülerin von Swami Vishnudevananda und eine der prägenden Persönlichkeiten des Sivananda Yoga in Europa. Sie gehört zur Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda und leitete über viele Jahrzehnte den Aufbau der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren.

Swami Durgananda, eine der bedeutendsten Yoga Meisterinnen in Europa

Swami Durgananda gilt als eine der bedeutenden Wegbereiterinnen des klassischen, ganzheitlichen Yoga im deutschsprachigen Raum und in Europa. Seit den 1970er Jahren widmet sie sich der Weitergabe von Hatha Yoga, Raja Yoga, Bhakti Yoga, Karma Yoga, Jnana Yoga, Vedanta, Meditation und der Bhagavad Gita. Sie war maßgeblich am Aufbau von Zentren, Ashrams, Yogalehrer-Ausbildungen und spirituellen Programmen im Sinne der Sivananda-Tradition beteiligt. Sie ist Autorin und Ehrendoktorin.

Biografische Übersicht

Name Swami Durgananda
Bürgerlicher Name Dr. Brigitte Fletcher, geb. Randow
Frühere Namensform Gitta Randow-Fletcher
Geboren 11. August 1943
Geburtsort Köln
Tradition Sivananda Yoga Vedanta
Lehrer Swami Vishnudevananda
Spiritueller Name Swami Durgananda Saraswati
Tätigkeit Yoga Acharya, Sannyasini, Autorin, spirituelle Lehrerin, Leiterin der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren
Schwerpunkte Meditation, Vedanta, Bhagavad Gita, Raja Yoga, Yoga Sutra, Sadhana, Yogalehrer-Ausbildung

Kindheit und frühe spirituelle Suche

Swami Durgananda wurde am 11. August 1943 mitten im Zweiten Weltkrieg in Köln geboren. Ihr Geburtsname war Brigitte Randow. In älteren Sivananda-Texten wird sie auch als Gitta Randow-Fletcher bezeichnet. Schon in jungen Jahren zeigte sich bei ihr eine Offenheit für religiöse und spirituelle Fragen. Ein frühes Interesse an Buddha und an der inneren Suche wird in biografischen Darstellungen der Sivananda-Zentren besonders hervorgehoben.

Im Jahr 1969 nahm sie in Köln ihre erste Yogastunde. Diese Erfahrung wurde für sie zu einem inneren Wendepunkt. Besonders die Tiefenentspannung und die feinstoffliche Dimension der Yogapraxis hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Während Reisen nach England verstärkte sich ihr Interesse an Yoga, Meditation und spiritueller Praxis. Diese Suche führte sie schließlich nach Indien.

Studien in Indien

In Indien kam sie mit verschiedenen spirituellen Lehrern und Traditionen in Berührung. Sie praktizierte unter anderem in Whitefield bei Bangalore und in Ganeshpuri bei Bombay. Später gelangte sie nach Rishikesh, einem der großen spirituellen Zentren Indiens am Ganges. Dort praktizierte sie Yoga und Meditation und kam in Berührung mit der spirituellen Atmosphäre des Sivananda-Ashrams.

Besonders prägend war für sie die Begegnung mit den Schriften von Swami Sivananda. Sein Buch über Konzentration und Meditation wurde für ihre tägliche Praxis zu einer wichtigen Inspiration. In Rishikesh wurde ihr nahegelegt, ihre Praxis im Westen unter der Führung von Swami Vishnudevananda fortzusetzen, der als Schüler Swami Sivanandas Yoga und Vedanta in den Westen gebracht hatte.

Begegnung mit Swami Vishnudevananda

Nach ihrer Zeit in Indien führte ihr Weg nach Kalifornien. In San Francisco arbeitete sie einige Monate im Integral Yoga Center von Swami Satchidananda mit. Dort begegnete sie 1973 erstmals Swami Vishnudevananda, als dieser das Zentrum besuchte.

Swami Vishnudevananda lud sie in die Sivananda Yoga Farm in Grass Valley ein. Dort erkannte sie in ihm ihren spirituellen Lehrer. Er nahm sie in die spirituelle Sivananda-Familie auf, gab ihr Mantra-Einweihung und nannte sie „Durga“, nach der schützenden Kraft der Göttlichen Mutter Durga.

Im Ashram vertiefte sie ihre Praxis, übernahm Verantwortung im Ashram-Büro und nahm 1974 an der Yogalehrer-Ausbildung teil, die damals noch weitgehend persönlich von Swami Vishnudevananda unterrichtet wurde. Diese intensive Zeit in unmittelbarer Nähe des Meisters prägte ihren weiteren Lebensweg.

Sannyas und spirituelle Aufgabe

Nach offizieller Darstellung der Internationalen Sivananda Yoga Vedanta Zentren erhielt sie am Neujahrstag 1976 von Swami Vishnudevananda die Sannyas-Einweihung und den monastischen Namen Swami Durgananda Saraswati. Als Sannyasini widmete sie ihr Leben vollständig der spirituellen Praxis, dem Dienst am Lehrer und der Weitergabe der Yogalehren.

Der Name „Durgananda“ kann als „Wonne der Durga“ oder „Freude in der göttlichen Schutzkraft“ gedeutet werden. Durga steht in der indischen Spiritualität für die Kraft der Göttlichen Mutter, für Schutz, Entschlossenheit, Reinheit, Überwindung negativer Kräfte und spirituelle Stärke.

Aufbau der Sivananda Yoga Vedanta Zentren in Europa

Swami Vishnudevananda erkannte in Swami Durgananda eine besondere Eignung für die Arbeit in Europa. Da sie aus Deutschland stammte und mit europäischen Verhältnissen vertraut war, beauftragte er sie, die noch jungen Sivananda-Zentren in Europa zu besuchen, zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

Nach einer ersten Europatour blieb sie zunächst in Wien. Dort lernte sie unter der Führung von Swami Ramananda, ein Zentrum zu leiten, Kurse zu geben und die spirituelle Arbeit in einem europäischen Umfeld aufzubauen. Später wurde sie von Swami Vishnudevananda immer wieder in nordamerikanische Ashrams gerufen, um ihm zu assistieren und ihre Ausbildung weiter zu vertiefen.

Ab 1975 war Swami Durgananda maßgeblich am Aufbau der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren beteiligt. 1976 gründete sie das Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München. 1984 wurde sie zur Leiterin der europäischen Zentren ernannt. Später wurde sie Yoga Acharya für Europa. In dieser Funktion begleitete sie die spirituelle Entwicklung von Mitarbeitern, Yogalehrern, Swamis, Zentren und Ashrams.

München, Wien und die deutschsprachige Yoga-Arbeit

Besonders wichtig wurde Swami Durganandas Wirken im deutschsprachigen Raum. Die Sivananda-Zentren in Wien und München wurden zu wichtigen Ausgangspunkten für die Verbreitung des klassischen Yoga in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

In München entwickelte sich eine lebendige Yogagemeinschaft mit Kursen, Vorträgen, Satsangs, Yogalehrer-Ausbildungen, Gastprogrammen und Publikationen. Swami Durgananda prägte dort über viele Jahre die spirituelle Atmosphäre und die Ausrichtung auf die Lehren von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda.

Auch das deutschsprachige Sivananda Yoga Journal, das in den 1980er Jahren erschien, war mit ihrem Namen verbunden. Es wurde von Sivadas Jonas Müller, später Swami Sivadasananda, und Durgananda Brigitte Fletcher redaktionell mitgeprägt. An diesem Journal, wie auch beim Ausbau des Sivananda Yoga Vedanta Zentrums München war 1981-194 auch Sukadev Volker Bretz beteiligt, der später Yoga Vidya gründete.

Yogalehrer-Ausbildungen in Europa

Ein zentraler Teil von Swami Durganandas Lebenswerk war die Etablierung der Sivananda-Yogalehrer-Ausbildungen in Europa. 1985 unterrichtete Swami Vishnudevananda die erste europäische Yogalehrer-Ausbildung in Bayona in Spanien. Danach fanden solche Ausbildungen regelmäßig in verschiedenen europäischen Ländern statt, unter anderem in Frankreich, Österreich, Spanien, England und Deutschland.

Swami Durgananda sorgte dafür, dass die europäische Yogalehrer-Ausbildung fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda verankert blieb. Sie legte Wert auf die Verbindung von Asana, Pranayama, Meditation, Mantra, Bhagavad Gita, Vedanta, ethischer Schulung, täglichem Sadhana und Karma Yoga.

Seit 1998 wurde unter ihrer Leitung auch die Fortgeschrittene Yogalehrer-Ausbildung in Europa unterrichtet. Diese Ausbildung vertieft insbesondere Raja Yoga, Vedanta, Sanskrit, Yoga Psychologie, Hatha Yoga Pradipika, Pranayama, Meditation und die klassischen Yogaschriften.

Unterrichtsschwerpunkte

Swami Durgananda ist besonders bekannt für ihre Vorträge über die Bhagavad Gita, die Yoga Sutra von Patanjali und die praktische Umsetzung des spirituellen Lebens. In Yogalehrer-Ausbildungen in Europa, Indien, Kanada, den Bahamas und Israel unterrichtete sie vor allem die Bhagavad Gita. Viele Schüler erlebten ihre Gita-Vorträge als lebendigen Leitfaden für das spirituelle Leben.

Ein weiterer Schwerpunkt ihres Unterrichts ist Raja Yoga. Ihre Vorträge über Patanjalis Yoga Sutra, insbesondere im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung, wurden zu einer wichtigen Grundlage für ihr Buch über die Yoga Sutren des Patanjali. Darin deutet sie die Sutren als praktisches Handbuch zur Schulung des Geistes, zur Meditation und zur inneren Freiheit.

Ihre Lehrweise verbindet klassische Schriftkenntnis mit konkreter spiritueller Praxis. Sie betont Selbstdisziplin, tägliche Meditation, Hingabe, Unterscheidungskraft, Einfachheit, Wahrhaftigkeit und den Dienst am höheren Ziel.

Friedensarbeit mit Swami Vishnudevananda

Swami Vishnudevananda war nicht nur ein Yogameister, sondern auch ein Friedensaktivist. Er unternahm symbolische Friedensmissionen, um die Einheit der Menschheit und die Botschaft des Yoga für den Weltfrieden sichtbar zu machen. Swami Durgananda begleitete und unterstützte ihn bei mehreren dieser Initiativen.

Besonders bekannt wurde die Aktion von 1983, als Swami Vishnudevananda mit einem Motordrachen von West-Berlin über die Berliner Mauer flog. In Sivananda-Darstellungen wird Swami Durganandas organisatorische Rolle bei dieser Friedensmission hervorgehoben. Dazu gehörten die Vorbereitung eines Friedensfestivals in West-Berlin, die Koordination der Logistik, öffentliche Programme und Pressearbeit.

1984 begleitete sie Swami Vishnudevananda auf einer großen Indienreise, bei der ein englischer Doppeldeckerbus als fahrbarer Ashram diente. Die Reise stand unter der Botschaft von Yoga, Einheit und Frieden.

Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 war sie wiederum an der Vorbereitung einer Friedensfeier an der Mauer beteiligt. Diese Ereignisse zeigen ihren Einsatz für Yoga nicht nur als individuelle Praxis, sondern auch als Beitrag zu Frieden, Verständigung und Einheit der Menschheitsfamilie.

Yoga Acharya für Europa

1990 gab Swami Vishnudevananda mehreren engen Schülern die Yoga-Acharya-Weihe und setzte sie damit als spirituelle Nachfolger und Verantwortliche für verschiedene Regionen ein. Swami Durgananda wurde Acharya für Europa.

Als Acharya sah sie ihre Aufgabe nicht nur in organisatorischer Leitung, sondern vor allem in spiritueller Begleitung. Sie reiste von Zentrum zu Zentrum, gab Satsangs, Vorträge, Meditationsanleitungen, Yogastunden und spirituelle Führung. Dabei achtete sie darauf, dass die europäischen Zentren im Geist von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda geführt wurden.

Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit war die Schulung von Mitarbeitern und Karma Yogis. Sie legte Wert auf Verlässlichkeit, Reinheit, Hingabe, Disziplin und die Verbindung von äußerer Arbeit mit innerer Praxis.

Begleitung Swami Vishnudevanandas in seinen letzten Jahren

Auch in den letzten Lebensjahren Swami Vishnudevanandas blieb Swami Durgananda eng mit ihrem Lehrer verbunden. Nach seinem ersten Schlaganfall Ende 1990 besuchte er noch einmal Kontinentaleuropa und leitete Friedensgebete in den Zentren.

1992 begleitete Swami Durgananda ihn auf der Ganga Parikrama Yatra, einer Pilgerreise entlang des Ganges von der Quelle im Himalaya bis zur Mündung. Als Swami Vishnudevananda am 9. November 1993 in Südindien Mahasamadhi erlangte, gehörte Swami Durgananda zu den engen Schülern, die sich versammelten, um ihm das letzte Geleit nach Rishikesh und Uttarkashi zu geben.

Einheit in Verschiedenheit

Ein wichtiger Grundzug von Swami Durganandas Wirken ist der Gedanke der „Einheit in Verschiedenheit“. In der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda pflegte sie Respekt gegenüber verschiedenen Yogawegen, spirituellen Richtungen und religiösen Hintergründen.

In den europäischen Sivananda-Zentren organisierte sie Programme mit Mahatmas, Swamis, Gelehrten, Musikern, Priestern und spirituellen Lehrern verschiedener Traditionen. Dadurch wurden die Zentren nicht nur Orte der Yogapraxis, sondern auch Räume der Begegnung mit der Breite indischer Spiritualität.

Der Leitsatz „Der Gast ist Gott“ wurde in diesem Zusammenhang zu einem praktischen Prinzip. Swami Durgananda verstand Gastfreundschaft gegenüber spirituellen Lehrern als Ausdruck von Bhakti, Seva und Respekt gegenüber dem Göttlichen in allen Wesen.

Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel

1998 gründete Swami Durgananda das Sivananda Yoga Seminarhaus in Reith bei Kitzbühel in Tirol. Das Seminarhaus wurde zu einem wichtigen europäischen Ort für Yogaurlaub, Sadhana, Meditation, Yogalehrer-Fortbildungen, Satsang und spirituelle Retreats.

Die Lage in den Tiroler Alpen verbindet Natur, Stille und intensive Praxis. Das Haus steht für eine Form des Yoga, die nicht nur in Stadtzentren unterrichtet wird, sondern auch in einem ashramähnlichen Umfeld mit täglicher Meditation, Mantrasingen, vegetarischer Ernährung, Karma Yoga und spirituellem Studium.

Ashram de Yoga Sivananda in Orléans

Neben dem Seminarhaus in Tirol war auch die Entwicklung des Ashram de Yoga Sivananda in der Nähe von Orléans in Frankreich ein wichtiger Schritt für die europäische Sivananda-Arbeit. Der Ashram in Neuville-aux-Bois bei Orléans wurde zu einem der bedeutendsten Sivananda-Ashrams in Europa.

Die Einweihung des Ashrams wurde im August 2003 gemeinsam mit Swami Durganandas 60. Geburtstag gefeiert. Damit wurde ein dauerhaftes Zentrum für intensive Praxis, Ausbildungen, Retreats und spirituelle Gemeinschaft in Europa geschaffen.

Bücher und Schriften

Swami Durgananda ist Autorin und Kommentatorin mehrerer spiritueller Werke. Besonders bekannt sind:

  • Yoga Sutren des Patanjali – Kommentare zu Patanjalis Raja Yoga Sutren. Das Werk geht auf Vorträge zurück, die sie im Rahmen der Fortgeschrittenen Yogalehrer-Ausbildung gegeben hat.
  • Der Innere Weg – ein Buch über Meditation, spirituelle Praxis und den Weg nach innen.
  • Artikel und Vorträge zu Themen wie Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, tägliche Praxis und spirituelle Disziplin.

Ihre Schriften sind geprägt von der Verbindung klassischer Yogaphilosophie mit praktischer Anwendung. Sie behandeln Yoga nicht nur als Körperübung, sondern als umfassenden inneren Weg.

Lehre

Die Lehre Swami Durganandas steht fest in der Tradition von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. Wichtige Elemente sind:

Sie betont, dass Yoga nicht auf der Matte endet, sondern das ganze Leben umfasst. Der Alltag, die Beziehungen, die Arbeit, die Sprache, das Denken und die innere Haltung werden zu Feldern spiritueller Praxis.

Bedeutung für den Yoga in Europa

Swami Durgananda gehört zu den prägenden Gestalten des Yoga in Europa seit den 1970er Jahren. Ihr Wirken fällt in eine Zeit, in der Yoga im Westen zunehmend bekannt wurde, sich aber noch zwischen körperlicher Übung, alternativer Lebensweise, spiritueller Suche und traditioneller indischer Praxis orientieren musste.

Sie trug dazu bei, Sivananda Yoga in Europa als klassischen, integralen Yogaweg zu etablieren. Dabei verband sie die klare Struktur der Sivananda-Yogastunde mit der Tiefe von Meditation, Vedanta, Bhakti und spiritueller Disziplin.

Durch ihre langjährige Leitung, ihre Lehrtätigkeit und die Ausbildung vieler Yogalehrerinnen und Yogalehrer hat sie mehrere Generationen europäischer Yoga-Praktizierender geprägt. Viele Swamis, Brahmacharis, Mitarbeiter und Yogalehrer der Sivananda-Tradition wurden durch sie geschult, begleitet oder inspiriert.

Beziehung zu Yoga Vidya

Für die Geschichte von Yoga Vidya ist Swami Durgananda auch deshalb bedeutsam, weil Sukadev Volker Bretz, der Gründer von Yoga Vidya, in seinen frühen Yoga-Jahren stark mit den Sivananda Yoga Vedanta Zentren verbunden war. Er war am deutschsprachigen Sivananda Yoga Journal beteiligt, dessen redaktionelle Arbeit unter anderem mit Durgananda Brigitte Fletcher und Sivadas Jonas Müller verbunden war. Sukadev wurde von Swami Durgananda systematisch in allen Aspekten des Yoga ausgebildet - und drückt bis heute immer wieder auch öffentlich seine tiefe Dankbarkeit und Ehrerbietung gegenüber Swami Durgananda aus.

Yoga Vidya steht zwar organisatorisch eigenständig neben den Sivananda Yoga Vedanta Zentren, wurzelt aber ebenfalls in der Inspiration von Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. In diesem weiteren spirituellen Zusammenhang gehört Swami Durgananda zu den wichtigen Persönlichkeiten der gemeinsamen Sivananda-Tradition im deutschsprachigen Raum.

Spirituelle Persönlichkeit

Swami Durgananda wird von Schülern und Weggefährten als diszipliniert, klar, hingebungsvoll, praktisch und zugleich tief spirituell beschrieben. Ihr Wirken ist geprägt von Treue zum Lehrer, Ausdauer im Dienst, Liebe zur Tradition und dem Bemühen, Yoga in seiner Ganzheit weiterzugeben.

Im Mittelpunkt steht bei ihr nicht eine persönliche Lehre, sondern die Weitergabe dessen, was sie von Swami Vishnudevananda und Swami Sivananda empfangen hat. Ihre Lebensaufgabe sieht sie im Dienst an der spirituellen Mission ihrer Meister.

Zeittafel

Jahr Ereignis
1943 Geburt am 11. August in Köln als Brigitte Randow
1969 Erste Yogastunde in Köln
frühe 1970er Jahre Spirituelle Studien und Praxis in Indien, unter anderem in Rishikesh
1973 Begegnung mit Swami Vishnudevananda in San Francisco
1974 Teilnahme an der Yogalehrer-Ausbildung in der Sivananda Yoga Farm in Grass Valley
1975 Beginn des Aufbaus der europäischen Sivananda Yoga Vedanta Zentren
1976 Sannyas-Einweihung durch Swami Vishnudevananda nach offizieller Darstellung der internationalen Sivananda-Zentren
1984 Ernennung zur Leiterin der europäischen Sivananda-Zentren
1985 Erste europäische Sivananda-Yogalehrer-Ausbildung in Bayona, Spanien
1989 Beteiligung an Friedensaktivitäten nach dem Fall der Berliner Mauer
1990 Yoga-Acharya-Weihe; Verantwortung als Acharya für Europa
1991 Gründung des Sivananda-Zentrums Berlin
1992 Begleitung Swami Vishnudevanandas auf der Ganga Parikrama Yatra
1993 Begleitung der letzten Rituale nach dem Mahasamadhi Swami Vishnudevanandas
1998 Gründung des Sivananda Yoga Seminarhauses in Reith bei Kitzbühel
2003 Einweihung des Ashram de Yoga Sivananda bei Orléans im Zusammenhang mit ihrem 60. Geburtstag

Werke

  • Swami Durgananda: Yoga Sutren des Patanjali.
  • Swami Durgananda: Der Innere Weg.
  • Swami Durgananda: Artikel und Vorträge zu Meditation, Verhaftungslosigkeit, Selbst, täglicher Praxis und Raja Yoga.

Siehe auch

Literatur

  • Swami Durgananda: Yoga Sutren des Patanjali.
  • Swami Durgananda: Der Innere Weg.
  • Swami Vishnudevananda: Das große illustrierte Yogabuch.
  • Swami Vishnudevananda: Meditation und Mantras.
  • Swami Sivananda: Konzentration und Meditation.
  • Swami Sivananda: Göttliche Erkenntnis.
  • Swami Sivananda: Sadhana.

Weblinks

  • Internationale Sivananda Yoga Vedanta Zentren
  • Sivananda Yoga Vedanta Zentren Europa
  • Sivananda Yoga Seminarhaus Reith bei Kitzbühel
  • Sivananda Yoga Vedanta Zentrum München
  • Yoga Vidya Wiki: Sivananda Yoga
  • Yoga Vidya Wiki: Swami Vishnudevananda
  • Yoga Vidya Wiki: Swami Sivananda

```

[1]: https://sivananda.org/about/executive-board/ "Executive Board - Sivananda International"

[2]: https://www.sivananda.at/en/studio/ "Sivananda Yoga Studio - Sivananda Yoga Seminarhaus"

[3]: https://www.yumpu.com/de/document/view/15066931/swami-vishnu-devananda-sivananda-yoga "Swami Vishnu-devananda - Sivananda Yoga"