Yuddha

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Yuddha (Sanskrit: युद्ध yuddha adj. u. n.) ist das PPP der Sanskrit Verbalwurzel (Dhatu) yudh und bedeutet: gekämpft, bekämpft; Schlacht, Kampf. Yuddha bedeutet Kampf und Bemühung. Der spirituelle Weg ist auch immer wieder ein Yuddha, ein Kampf, ein intensives Bemühen. Nicht alles geht von selbst. Vieles braucht intensives Bemühen, Yuddha.

Yoga inmitten von Yuddha

Sukadev über Yuddha

Niederschrift eines Vortragsvideos (2015) von Sukadev über Yuddha

Yuddha heißt Schlacht und Kampf. Yuddha ist zum einen eine Schlacht, ein Kampf und einige der indischen Schriften spielen auch in Schlachten und Kämpfen. Z.B. die Bhagavad Gita spielt im Kurukshetra-Kampf, der auch ein Yuddha ist, eine Schlacht, ein Kampf. In der Ramayana sind viele Yuddhas. auch in der Bhagavatam gibt es Yuddhas und auch in der Devi Mahatmyam. Oft sind die Schriften voller Kriege.

Wenn du das Alte Testament der Christen ansiehst und die Bibel der Juden, da findest du auch viele Yuddhas, viele Schlachten. Man mag sich überlegen: "Warum gibt es das überhaupt? Wäre es nicht viel klüger, dass man dort mehr über Harmonie spricht?“ Ja, das wäre vielleicht klüger. Andererseits, so ist eben das Leben, es gibt viele Yuddhas, es gibt viele Kämpfe.

Glücklicherweise scheint sich die Welt, im Jahr 2014, etwas harmonischer anzufühlen als 1940 oder 1915 oder zu anderen Zeiten. Wir wissen natürlich nicht, wie es weitergeht. Wir wollen uns bemühen, Frieden in der Welt zu schaffen. Aber der Grund, weshalb viele Schriften in Yuddhas, in Kämpfen, stattfinden, soll heißen, dass es keine Ausrede gibt für spirituelle Praktiken. Manche Menschen sagen nämlich: "Ja, im Ashram, da kann man gut praktizieren, wenn man im Ashram lebt, dann ist es gut. Aber ich bin in meinem Leben und in der Firma ist es schwierig und bei der Arbeit ist es schwierig und mein Kind, das ist auch nicht so leicht, mit meinem Mann auch nicht, mit meinen Eltern auch nicht, und mein Chef und mein Vermieter oder meine Nachbarn usw. Habt ihr eine Ahnung.“

Wenn das wirklich so ist und du meinst, dass deine äußeren Umstände das schwierig machen, Yoga zu praktizieren, du könntest ja einfach in einen Ashram ziehen. Bei Yoga Vidya werden immer wieder Mitarbeiter gesucht. Oder zieh in die Yogastadt Bad Meinberg, da gibt es viele Yogis. Aber es müssen jetzt nicht alle in die Yoga Ashrams ziehen, die Yoga praktizieren wollen, deshalb gibt es ja diese Schriften, die sagen, auch in den extremsten menschlichen und zwischenmenschlichen Situationen, eben im Yuddha, gilt es, Yoga zu praktizieren.

Der Alltag ist auch ein Yuddha, ein Kampf um das Richtige. Es geht ja nicht nur darum, jetzt in diesem äußeren Kampf, sondern die Schlachten in den Schriften sind ja zu verstehen als ein Bemühen. Nicht einfach deinen Sinnen zu folgen, nicht einfach deinen Emotionen zu folgen, manchmal musst du Yuddha, also durchaus Kämpfe bestreiten. Yuddha soll aber nicht heißen, dass du gewaltsam sein solltest. Im Gegenteil, Ahimsa Paramo Dharma, Nicht-Verletzen ist die höchste Pflicht.

Oder auch Maitri Bhava und Karuna und Prema, also Mitgefühl, Mitleid und Liebe, gelten als hohe yogische Ideale. Aber in diesem Sinne, der Grund für Yuddha als Hintergrund für viele indische Schriften ist zum einen, die Welt ist nun mal nicht nur friedlich, und gerade, um eine friedliche Welt herzustellen, musst du auch in Yuddha die Yoga-Prinzipien leben. Zum zweiten, manchmal musst du auch dich wirklich bemühen und zum Teil kämpfen, um auf dem spirituellen Weg weiterzukommen.

So ist Yuddha auch dafür ein Symbol. Zum dritten gilt es, Frieden zu stiften. Vor dem Hintergrund so vieler Yuddhas auf der Welt, ist es umso wichtiger, spirituell aktiv zu sein, Friedensgedanken zu haben und dich für die gute Sache zu engagieren. Mehr zum Thema "Yuddha“ wie auch "Frieden“ findest du auf Yoga Vidya. Dort findest du ein Suchfeld, dort kannst du eingeben, "Frieden“ und dort findest du viel mehr Informationen dazu. Oder auch "Maitri“ oder "Mitgefühl“ oder "Maitri Bhavana“, wie du Mitgefühl entwickeln kannst auch inmitten von Yuddha, dem Kampf des Alltags.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Seminare

Jnana Yoga, Philosophie Jnana Yoga, Philosophie

16. Jun 2017 - 21. Jun 2017 - Devi Sadhana Retreat - Neue Impulse für ein tiefes spirituelles Leben
Swami Mangalananda und Swami Gurusharanananda führen dich auf eine Reise nach innen und oben zu einer neuen tiefen spirituellen Erfahrung. Mit Kirtan, Swakriya Yoga, angeleiteten Meditationen und…
Swami Guru-sharanananda,
25. Jun 2017 - 30. Jun 2017 - Erneuere dein Leben
Höre auf, dich als Opfer der Umstände zu fühlen und nimm’ dein Leben aktiv in die Hand. Du bist Schöpfer/in deines Schicksals. Lerne in diesem außergewöhnlichen Seminar, wie du Zugang zu di…
Chitra Sukhu,

Indische Schriften

02. Jul 2017 - 07. Jul 2017 - Asana Intensiv Bhagavad Gita und Vedanta und Hüfte mit Atman Shanti - Yogalehrer Weiterbildung
Atman Shanti führt dich durch tief spirituelle Hatha Yoga Stunden. Klassisches Vedanta im Geiste von Shankaracharya trifft hüftöffnendes „flex your hips“ für verschiedene Levels von mild bi…
Atman Shanti Hoche,
14. Jul 2017 - 23. Jul 2017 - Yogalehrer Weiterbildung Intensiv A6 - Aparoksha Anubhuti - Die direkte Verwirklichung des Selbst
Jnana Yoga, Vedanta und der direkte Weg zur Verwirklichung der Einheit. Anhand des „Aparoksha Anubhuti“, „direkte intuitive Gotteserfahrung“, einem prägnanten genialen Werk mit 144 Sutras,…
Chandra Cohen,Kay Hadamietz,