Vahana Puja – Fahrzeugsegen für sichere Wege und verantwortliches Fahren
Vahana Puja – Fahrzeugsegen für sichere Wege und verantwortliches Fahren weiht ein Fahrzeug dem Schutz und dem guten Gebrauch im Alltag. Bei dieser Vahana Puja werden Fahrzeug, Schlüssel und Mitfahrende mit Wasser gesegnet, die acht Richtungen Bhairava anvertraut und die Räder unter den Schutz Sudarshanas gestellt. Die Fassung des Puranokta Purva Prayoga eignet sich für die Inbetriebnahme eines Autos oder einen bewusst gewählten erneuten Segensanlass; ein festes Jahresfest schreibt das Kapitel nicht vor. Ein mit der Ordnung vertrauter Priester leitet die Feier gemeinsam mit Fahrzeughalter und Familie an einem ruhigen privaten Stellplatz.

Vorbereitung
Reinige das Auto und stelle es mit ausgeschaltetem, abgekühltem Motor ab. Halte den Schlüssel, ein Ganesha-Bild, eine Gabenschale, Wassergefäß mit Löffel, Auffangschale, Sandelpaste, Kurkuma, Kumkum, reichlich Blüten und ungebrochenen Reis bereit. Hinzu kommen Räucherstäbchen mit Halter, eine mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) gefüllte Lampe mit Docht, kleine Kampferstücke mit feuerfester Schale, Bananen oder Rosinen, Betelblätter und Betelnüsse, vier Limetten, eine Kokosnuss sowie Priestergabe und Frucht. Pflanzenöl ist eine heutige Alternative. Entzünde den Lampendocht erst bei der ersten Lichtgabe; für die wiederholten Gastgaben bleiben zusätzliche Wasser-, Blüten- und Speiseportionen bereit. Die im Fahrzeugkapitel abgekürzten Gastgaben sind anhand des Puja Sangraha desselben Autors ausgeschrieben. Bei den gemeinsamen Gaben liegen diese vor dem Fahrzeug, ohne Wasser in Motor oder Technik zu gießen.
Durchführung
1. Die Absicht fassen
Die Fahrzeughalterin oder der Fahrzeughalter spricht den Sankalpa. Die einleitende Kurzform löst das im Fahrzeugabschnitt abgekürzte „mama upāta“ nach dem allgemeinen Vorsatz des Handbuchs auf.
mama upāta samasta durita-kṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṁ asyāṁ śubha tithau mama sahakuṭumbasya kṣema sthairya dhairya vīrya vijaya āyur ārogya abhivṛddhyarthaṁ ādityādi nava graha piḍa śānyarthaṁ sarva ariṣṭa doṣa bhaya nivāraṇārthaṁ samasta duritopaśāntyarthaṁ sakala vighna nivāraṇārthaṁ vāhana pūjāṁ kariṣye | tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyarthaṁ vighneśvara pūjāṁ kariṣye ||
Zur Tilgung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich an diesem guten Tag die Fahrzeugverehrung: für Wohlergehen, Beständigkeit, Mut, Kraft, Gelingen, langes Leben und Gesundheit meiner Familie, zur Beruhigung bedrängender Einflüsse der neun Grahas und zur Abwehr von Unheil, Fehlern, Furcht und Hindernissen. Damit die Feier ungehindert vollendet werde, verehre ich zuerst Vighneshvara.
2. Ganesha begrüßen
Lege eine Blüte vor das Ganesha-Bild und betrachte den Gott bei der Ganesha Puja.
agajānanaṁ padmārkaṁ gajānanaṁ aharniśaṁ |
anekadantaṁ bhaktānām ekadanta upāsmahe ||
Bei Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für das Lotusantlitz der Tochter des Berges, den einen Stoßzahn Tragenden, der seinen Verehrenden vielerlei gewährt.
3.1. Ganeshas Gastgaben
Einen Sitz aus Reiskörnern vor dem Bild anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ āsanaṁ samarpayāmi |
Ich biete einen Sitz dar.
3.2. Ganeshas Gastgaben
Zwei Löffel Wasser symbolisch zu den Füßen anbieten, dann in die Auffangschale geben.
oṁ gaṇeśāya namaḥ pādyaṁ samarpayāmi |
Ich biete Wasser für die Füße dar.
3.3. Ganeshas Gastgaben
Einen Löffel Wasser symbolisch für die Hände anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ arghyaṁ samarpayāmi |
Ich biete das Ehrenwasser dar.
3.4. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser symbolisch zum Mund führen und auffangen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Ich biete Wasser zum Nippen dar.
3.5. Ganeshas Gastgaben
Das Bild mit einer wasserbenetzten Blüte leicht besprengen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ snānaṁ samarpayāmi |
Ich biete das Bad dar.
3.6. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.7. Ganeshas Gastgaben
Reiskörner als Gewand darlegen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als Gewand dar.
3.8. Ganeshas Gastgaben
Reiskörner als heilige Schnur darlegen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.
3.9. Ganeshas Gastgaben
Reiskörner als Schmuck darlegen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.
3.10. Ganeshas Gastgaben
Etwas Sandelpaste, danach Kurkuma und Kumkum anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |
Ich biete heiligen Duft dar; darüber Kurkuma und Kumkum.
3.11. Ganeshas Gastgaben
Eine Blüte oder kleine Girlande hinlegen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |
Ich biete eine Blumengirlande dar.
3.12. Ganeshas Gastgaben
Den entzündeten Räucherduft dreimal im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ dhūpaṁ āghrāpayāmi |
Ich lasse den Räucherduft aufsteigen.
3.13. Ganeshas Gastgaben
Den brennenden Lampendocht im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |
Ich zeige das sichtbare Licht.
3.14. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach Duft und Licht biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.15. Ganeshas Gastgaben
Banane oder Rosinen auf einer Schale bereitstellen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ naivedyaṁ nivedayāmi |
Ich biete Speise dar.
3.16. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ gaṇeśāya namaḥ naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach der Speise biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.17. Ganeshas Gastgaben
Betelblatt und Betelnuss auf die Gabenschale legen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ tāmbūlaṁ samarpayāmi |
Ich biete Betel dar.
3.18. Ganeshas Gastgaben
Eine kleine Kampferflamme auf einer feuerfesten Schale entzünden und dreimal im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |
Ich zeige die Lichtverehrung mit Kampfer.
3.19. Ganeshas Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten und sich mit einer Blüte verneigen.
oṁ gaṇeśāya namaḥ karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach der Kampferlichtverehrung biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
4. Das Wasser weihen
Bedecke das mit Wasser gefüllte Panchapatra mit der rechten Hand; der Löffel steht im Gefäß. Sprich bei dieser Kalasha Puja:
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṁ kuru ||
sarva tīrtha jalaṁ puṇyaṁ pāvanaṁ sarva kāraṇaṁ |
viṣṇu pādodbhavaṁ śuddham sarva maṅgala dāyinā ||
Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: seid in diesem Wasser gegenwärtig. Das Wasser aller heiligen Orte ist heilig und reinigend; entsprungen den Füßen Vishnus, rein, schenkt es alles Gute.
5. Fahrzeug und Menschen besprengen
Besprenge dich, die Geräte, das Fahrzeug außen, den Schlüssel und die versammelten Personen leicht mit einer benetzten Blüte. Halte Wasser von elektrischen Anschlüssen fern.
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthaṁ-gatopi vā |
yas-smaret puṇḍarikākṣaṁ sa bāhyābhyantaraś-śuciḥ ||
Ob unrein oder rein, in welchem Zustand auch immer: Wer an den Lotusäugigen denkt, ist außen und innen rein.
6. Die Hüter des Ortes ehren
Gib je eine Blüte für die Navagraha, die Gottheiten des Dorfes und der Stadt sowie die Hüter des Ortes auf die Gabenschale.
oṁ ādityādi navagraha devatābhyo namaḥ |
oṁ grāma devatābhyo namaḥ |
oṁ nagara devatābhyo namaḥ |
oṁ kṣetrapālebhyo namaḥ |
Verneigung vor den Gottheiten der neun Grahas, beginnend mit Aditya; vor den Dorfgottheiten; vor den Stadtgottheiten; vor den Hütern des Ortes.
7. Das Fahrzeug dem guten Gebrauch widmen
Betrachte beim Vahana Dhyana das stehende Fahrzeug. Lege danach Blüten darauf.
lokānugraha hettvarthaṁ sthiro bhava sukhāsanaḥ |
sānnidhyaṁ hi sadā deva pratyāhaṁ parikalpaya ||
virājamāna vāhane’smin yajamānaḥ samṛddhyatām |
saṁpālaya satāṁ rāṣṭraṁ sarvopadrava vivarjitaṁ ||
Sei beständig, ein angenehmer Sitz, zum Wohl der Welt. Gott, gewähre hier stets, Tag für Tag, deine Gegenwart. Möge der Stifter bei diesem geschmückten Fahrzeug gedeihen. Behüte das Land der Guten, frei von allen Bedrängnissen.
8. Die acht Richtungen schützen
Gehe für die Ashta Bhairava Puja um das stehende Fahrzeug. Bringe in der genannten Reihenfolge an jeder Himmelsrichtung wenig Sandelpaste, Reiskörner und Blüten dar; kleine Schälchen neben dem Fahrzeug sind eine praktische Hilfe. Osten, Südosten, Süden, Südwesten, Westen, Nordwesten, Norden und Nordosten entsprechen den acht Formeln.
oṁ asitāṅga bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ ruru bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ caṇḍa bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ krodha bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ unmatta bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ kapāla bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ bhīṣaṇa bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ saṁhāra bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
Ich verehre die heiligen Sandalen Asitangas, Rurus, Chandas, Krodhas, Unmattas, Kapalas, Bhishanas und Samharas, der acht Gestalten Bhairavas; ihnen gilt meine Verneigung.
9. Die Räder Sudarshana anvertrauen
Schmücke jedes der vier Räder mit etwas Sandelpaste, Blüten und Reiskörnern. Lege vor jedes Rad eine Limette und rezitiere an den Rädern beide Formeln der Sudarshana Puja.
oṁ sudarśanāya vidmahe | mahā jvālāya dhīmahi | tannaś cakra pracodayāt ||
oṁ sahasrāra huṁ phaṭ |
Mögen wir Sudarshana erkennen; über die große Flamme meditieren wir; möge der Diskus uns anregen. Om, tausendspeichiger Diskus, Hum, Phat – die beiden letzten Silben sind Schutz- und Abwehrlaute.
10. Den Motor Durga widmen
Gib Blüten und Reiskörner auf einen sauberen, kühlen Platz am Motor beziehungsweise auf eine Schale daneben. Zur Durga Puja sprich zuerst das Chamunda-Mantra dreimal, danach die folgenden Gebete einmal.
oṁ aiṁ hrīṁ klīṁ cāmuṇḍāyai vicce |
oṁ aiṁ hrīṁ klīṁ cāmuṇḍāyai vicce |
oṁ aiṁ hrīṁ klīṁ cāmuṇḍāyai vicce |
oṁ kātyāyanāya vidmahe | kanya-kumāri dhīmahi | tanno durgi pracodayāt ||
oṁ jvala jvala śūlini duṣṭa grahān huṁ phaṭ svāhā ||
sarva maṅgala māṅgalye śive sarvārtha sādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo’stu te ||
tryambakaṁ yajāmahe sugandhiṁ puṣṭi vardhanam |
ūrvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya mā’mrutāt ||
Om, Aim, Hrim, Klim: Anrufung Chamundas mit dem Laut Vicce; die Keimsilben bleiben als heilige Klänge stehen. Mögen wir Katyayana erkennen, über die jungfräuliche Göttin meditieren; möge Durga uns anregen. Flamme, flamme, Dreizackträgerin, gegen bedrängende Grahas: Hum, Phat, Svaha. Du Heilvollste alles Heilvollen, Gütige, die alle Ziele erfüllt, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani, dir gilt meine Verneigung. Wir verehren den Dreiäugigen, den Duftenden, der Gedeihen mehrt: Wie eine Gurke vom Stiel, möge ich vom Tod gelöst werden, nicht von der Unsterblichkeit.
11.1. Gemeinsame Gastgaben
Einen Sitz aus Reiskörnern vor dem Bild anbieten.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ āsanaṁ samarpayāmi |
Ich biete einen Sitz dar.
11.2. Gemeinsame Gastgaben
Zwei Löffel Wasser symbolisch zu den Füßen anbieten, dann in die Auffangschale geben.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ pādyaṁ samarpayāmi |
Ich biete Wasser für die Füße dar.
11.3. Gemeinsame Gastgaben
Einen Löffel Wasser symbolisch für die Hände anbieten.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ arghyaṁ samarpayāmi |
Ich biete das Ehrenwasser dar.
11.4. Gemeinsame Gastgaben
Drei Löffel Wasser symbolisch zum Mund führen und auffangen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Ich biete Wasser zum Nippen dar.
11.5. Gemeinsame Gastgaben
Das Bild mit einer wasserbenetzten Blüte leicht besprengen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ snānaṁ samarpayāmi |
Ich biete das Bad dar.
11.6. Gemeinsame Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
11.7. Gemeinsame Gastgaben
Reiskörner als Gewand darlegen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als Gewand dar.
11.8. Gemeinsame Gastgaben
Reiskörner als heilige Schnur darlegen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.
11.9. Gemeinsame Gastgaben
Reiskörner als Schmuck darlegen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.
11.10. Gemeinsame Gastgaben
Etwas Sandelpaste, danach Kurkuma und Kumkum anbieten.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |
Ich biete heiligen Duft dar; darüber Kurkuma und Kumkum.
11.11. Gemeinsame Gastgaben
Eine Blüte oder kleine Girlande hinlegen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |
Ich biete eine Blumengirlande dar.
11.12. Gemeinsame Gastgaben
Den entzündeten Räucherduft dreimal im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ dhūpaṁ āghrāpayāmi |
Ich lasse den Räucherduft aufsteigen.
11.13. Gemeinsame Gastgaben
Den brennenden Lampendocht im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |
Ich zeige das sichtbare Licht.
11.14. Gemeinsame Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach Duft und Licht biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
11.15. Gemeinsame Gastgaben
Banane oder Rosinen auf einer Schale bereitstellen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ naivedyaṁ nivedayāmi |
Ich biete Speise dar.
11.16. Gemeinsame Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach der Speise biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
11.17. Gemeinsame Gastgaben
Betelblatt und Betelnuss auf die Gabenschale legen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ tāmbūlaṁ samarpayāmi |
Ich biete Betel dar.
11.18. Gemeinsame Gastgaben
Eine kleine Kampferflamme auf einer feuerfesten Schale entzünden und dreimal im Uhrzeigersinn zeigen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |
Ich zeige die Lichtverehrung mit Kampfer.
11.19. Gemeinsame Gastgaben
Drei Löffel Wasser anbieten und sich mit einer Blüte verneigen.
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Nach der Kampferlichtverehrung biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
12. Schutz in allen Richtungen erbitten
Die folgenden Gebete werden vor dem Fahrzeug gesprochen.
prācyāṁ rakṣatu govinda āgneyāṁ garuḍa-dhvajaḥ |
yāmyāṁ rakṣatu varāho narasiṁhas-tu-naiṛte ||
vāruṇyāṁ keśavo rakṣet vāyavyāṁ madhusūdanaḥ |
uttare śrīpate rakṣet aiśanyāṁ hi gadā-dharaḥ ||
ūrdhvāṁ govardhano rakṣet adhaśca trivikramaḥ |
evaṁ daśa diśo rakṣet vāsudevo janārdanaḥ ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṁ sadā yāntaṁ tiṣṭhantaṁ nidrayā-yutam ||
Im Osten schütze Govinda, im Südosten der Gott mit Garuda im Banner, im Süden Varaha, im Südwesten Narasimha. Im Westen schütze Keshava, im Nordwesten Madhusudana, im Norden Shripati, im Nordosten der Keulenträger. Oben schütze Govardhana, unten Trivikrama: So behüte Vasudeva-Janardana die zehn Richtungen. Alle Götter mit den Gandharvas, Brahma, Vishnu, Shiva und die anderen mögen dich stets schützen: unterwegs, beim Verweilen und im Schlaf.
13. Die Kokosnuss darbringen
Lege ein kleines brennendes Kampferstück auf die Kokosnuss in einer geeigneten Halterung. Zeige sie vor dem Fahrzeug dreimal im Uhrzeigersinn und dreimal gegen den Uhrzeigersinn. Lösche die Flamme beziehungsweise lass sie auf einer feuerfesten Unterlage ausbrennen; dies ist eine praktische Sicherheitspräzisierung. Sprich die Formel und öffne danach die Kokosnuss an einer freien, dafür vorgesehenen Stelle.
vighna-rāja gaṇeśāna śiva-putra gajānana |
nālikeraṁ pratāḍye’haṁ vighnānām apahāraka ||
Herr der Hindernisse, Ganesha, Sohn Shivas, Elefantengesichtiger, Beseitiger der Hindernisse: Ich zerschlage diese Kokosnuss.
14. Die Segensverse sprechen
Sprich das vollständige Mangalam der Fahrzeugordnung. Die Verse rufen Vishnu, Venkatesha, Rama und die Göttin an.
maṅgalaṁ bhagavān viṣṇuḥ maṅgalaṁ madhusūdanaḥ |
maṅgalaṁ puṇḍarīkākṣa maṅgalaṁ garuḍa-dhvaja ||
namaḥ kamala netrāya namaḥ kamala māline |
namaḥ kamala nābhāya kamalā pataye namaḥ ||
kalyāṇadbhuta kāmitārdha pradāyine |
śrīmad veṅkaṭa nāthāya śrīnivāsāya maṅgalam ||
śrīyaḥ kāntāya kalyāṇa nidhaye nidhayerthinām |
śrī veṅkaṭa nivāsāya śrī nivāsāya maṅgalaṁ ||
maṅgalaṁ kausalendrāya mahani raghunātmane |
cakravarti tanujāya sarva bhaumāya maṅgalaṁ ||
veda vedānta vedhyāya meghaśyāmala mūrtaye |
puṁsāṁ mohana rūpāya puṇya ślokāya maṅgalaṁ ||
sarva maṅgala māṅgalye śive sarvārtha sādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo’stu te ||
Heil sei Bhagavan Vishnu, Heil Madhusudana, Heil dem Lotusäugigen, Heil dem mit Garuda im Banner. Verneigung dem Lotusäugigen, dem mit der Lotusgirlande, dem Lotusnabel und dem Gemahl Lakshmis. Heil Shri Venkatanatha, Shrinivasa, der wunderbares Wohl und ersehnte Ziele gewährt. Heil dem Geliebten der Shri, dem Schatz des Guten und der Bedürftigen, dem Bewohner Venkatas, Shrinivasa. Heil dem Herrn von Kosala, dem erhabenen Spross der Raghu-Linie, dem Sohn des Weltenherrschers, dem Herrscher der Erde. Heil dem durch Veda und Vedanta Erkennbaren, dessen Gestalt dunkel wie eine Wolke ist, dessen Schönheit die Menschen bezaubert und dessen Ruhm heilig ist. Du Heilvollste alles Heilvollen, Gütige, die alle Ziele erfüllt, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani: Dir gilt meine Verneigung.
15. Die erste kurze Bewegung
Alle treten vom Fahrzeug zurück. Nach Entfernen von Lampen, Schalen und losem Schmuck fährt die fahrende Person langsam ein kurzes Stück vorwärts über die vier Limetten. Dies ist die überlieferte Schlussbewegung; sie erfolgt ausschließlich auf einem geeigneten freien Privatplatz. Räume die Reste anschließend auf.
16. Die Priestergabe überreichen
Übergib dem leitenden Priester das vereinbarte Honorar mit einer Frucht und Betel. Diese Dakshina Dana beschließt die hier gewählte Feier mit Priester. Die mitfeiernde Ehefrau gießt nach der Quelle einige Wassertropfen auf die Gabenschale als Zeichen ihrer Zustimmung.
govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṁ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇya garbha garbhasthaṁ hema bīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇya phaladam atha śāntiṁ prayaccha me ||
hariḥ oṁ tat-sat | adya asmin śubha dine etat karma vāhana-pūjā pratiṣṭhārtham śrī lakṣmī-nārāyaṇa prītyartham sampūrṇa phala siddhyarthaṁ pūrva pūjita brahmaṇāya tubhyam idaṁ dakṣiṇāṁ sa-tāmbūlaṁ sa-phalaṁ ahaṁ saṁpradade ||
Govinda empfängt, Govinda wird gegeben; Govinda trägt Gebenden und Empfangenden. Govinda gilt immer wieder die Verneigung. Im goldenen Keim liegend, goldener Same des Leuchtenden, unendliches gutes Verdienst schenkend: Gewähre mir Frieden. Hari, Om, dies ist die Wahrheit. Heute gebe ich dir, dem zuvor geehrten Brahmanen, diese Ehrengabe mit Betel und Frucht zur Bekräftigung der Fahrzeugverehrung, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung ihrer Frucht.
17. Den Segen empfangen
Der Priester spricht als Ashirvada die sechs puranischen Segensverse des Handbuchs. Die Familie hört mit gefalteten Händen zu.
bhadram astu śivaṁ cā’stu mahā-lakṣmī prasīdatu |
rakṣantu tvāṁ surā sarve sampadaḥ santu susthira ||
ruṇa rogādi dāridyaṁ pāpa kṣut apamṛtyavaḥ |
bhaya śoka manas tāpa naśyantu tava sarvadā ||
ārogyaṁ dṛḍha-gātratvaṁ anṛṇyaṁ agha mocanam |
apāra vaśyaṁ niścintyaṁ āstikyaṁ praptir astu te ||
avyādhinā śarīreṇa manasā ca nirādhinā |
pūrayann arthinām āśām jīva-tvaṁ śaradaś-śatan ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṁ sadā yāntaṁ tiṣṭhantaṁ nidrayā-yutam ||
akṣataṁ cāstu te puṇyaṁ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṁ loke tat-tad-astu sadā tava ||
Wohl und Heil seien dir; Mahalakshmi sei gnädig. Alle Götter mögen dich schützen; deine Güter mögen beständig sein. Schulden, Krankheit, Armut, Verfehlung, Hunger und vorzeitiger Tod, Furcht, Trauer und seelische Qual mögen dir stets fernbleiben. Mögen Gesundheit, ein fester Körper, Schuldenfreiheit, Freiheit von Verfehlung, Selbstbestimmtheit, Sorgenfreiheit und Gottvertrauen dir zuteilwerden. Mit gesundem Körper und einem Geist ohne Qual, die Hoffnung der Bedürftigen erfüllend, lebe hundert Herbste. Alle Götter mit den Gandharvas, Brahma, Vishnu, Shiva und die anderen mögen dich stets schützen: auf dem Weg, beim Verweilen und im Schlaf. Ungebrochen seien dein Verdienst, langes Leben, Ruhm und Kraft. Was immer in der Welt förderlich ist, sei stets dein.
Teile die essbaren Gaben als Prasad. Nimm aus der Feier eine konkrete Haltung mit: aufmerksam fahren, Zeit lassen und Rücksicht auf alle nehmen, die denselben Weg benutzen. Der erbetene Schutz erhält so eine menschliche Antwort.
Rezitationen in drei Fassungen
1. Die Absicht fassen
IAST
mama upāta samasta durita-kṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṁ asyāṁ śubha tithau mama sahakuṭumbasya kṣema sthairya dhairya vīrya vijaya āyur ārogya abhivṛddhyarthaṁ ādityādi nava graha piḍa śānyarthaṁ sarva ariṣṭa doṣa bhaya nivāraṇārthaṁ samasta duritopaśāntyarthaṁ sakala vighna nivāraṇārthaṁ vāhana pūjāṁ kariṣye | tadaṅgatvena nirvighnena parisamāptyarthaṁ vighneśvara pūjāṁ kariṣye ||
Devanagari
मम उपात समस्त दुरित-क्षय द्वारा श्री परमेश्वर प्रीत्यर्थं अस्यां शुभ तिथौ मम सहकुटुम्बस्य क्षेम स्थैर्य धैर्य वीर्य विजय आयुर् आरोग्य अभिवृद्ध्यर्थं आदित्यादि नव ग्रह पिड शान्यर्थं सर्व अरिष्ट दोष भय निवारणार्थं समस्त दुरितोपशान्त्यर्थं सकल विघ्न निवारणार्थं वाहन पूजां करिष्ये । तदङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थं विघ्नेश्वर पूजां करिष्ये ॥
Deutsch
Zur Tilgung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich an diesem guten Tag die Fahrzeugverehrung: für Wohlergehen, Beständigkeit, Mut, Kraft, Gelingen, langes Leben und Gesundheit meiner Familie, zur Beruhigung bedrängender Einflüsse der neun Grahas und zur Abwehr von Unheil, Fehlern, Furcht und Hindernissen. Damit die Feier ungehindert vollendet werde, verehre ich zuerst Vighneshvara.
2. Ganesha begrüßen
IAST
agajānanaṁ padmārkaṁ gajānanaṁ aharniśaṁ |
anekadantaṁ bhaktānām ekadanta upāsmahe ||
Devanagari
अगजाननं पद्मार्कं गजाननं अहर्निशं ।
अनेकदन्तं भक्तानाम् एकदन्त उपास्महे ॥
Deutsch
Bei Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für das Lotusantlitz der Tochter des Berges, den einen Stoßzahn Tragenden, der seinen Verehrenden vielerlei gewährt.
3.1. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ āsanaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः आसनं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete einen Sitz dar.
3.2. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ pādyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः पाद्यं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Wasser für die Füße dar.
3.3. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ arghyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः अर्घ्यं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete das Ehrenwasser dar.
3.4. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Wasser zum Nippen dar.
3.5. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ snānaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः स्नानं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete das Bad dar.
3.6. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः स्नान अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.7. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः वस्त्र अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als Gewand dar.
3.8. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः उपवीत अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.
3.9. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः आभरण अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.
3.10. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः दिव्य गन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्रा-कुम्कुमं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete heiligen Duft dar; darüber Kurkuma und Kumkum.
3.11. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः पुष्प मालिकां समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete eine Blumengirlande dar.
3.12. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ dhūpaṁ āghrāpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः धूपं आघ्रापयामि ।
Deutsch
Ich lasse den Räucherduft aufsteigen.
3.13. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः प्रत्यक्ष दीपं दर्शयामि ।
Deutsch
Ich zeige das sichtbare Licht.
3.14. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः धूप दीप अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach Duft und Licht biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.15. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ naivedyaṁ nivedayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः नैवेद्यं निवेदयामि ।
Deutsch
Ich biete Speise dar.
3.16. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः नैवेद्य अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach der Speise biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
3.17. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ tāmbūlaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः ताम्बूलं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Betel dar.
3.18. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः कर्पूर निराजनं सन्दर्शयामि ।
Deutsch
Ich zeige die Lichtverehrung mit Kampfer.
3.19. Ganeshas Gastgaben
IAST
oṁ gaṇeśāya namaḥ karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं गणेशाय नमः कर्पूर निराजन अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach der Kampferlichtverehrung biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
4. Das Wasser weihen
IAST
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṁ kuru ||
sarva tīrtha jalaṁ puṇyaṁ pāvanaṁ sarva kāraṇaṁ |
viṣṇu pādodbhavaṁ śuddham sarva maṅgala dāyinā ||
Devanagari
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वती ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जले’स्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
सर्व तीर्थ जलं पुण्यं पावनं सर्व कारणं ।
विष्णु पादोद्भवं शुद्धम् सर्व मङ्गल दायिना ॥
Deutsch
Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: seid in diesem Wasser gegenwärtig. Das Wasser aller heiligen Orte ist heilig und reinigend; entsprungen den Füßen Vishnus, rein, schenkt es alles Gute.
5. Fahrzeug und Menschen besprengen
IAST
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthaṁ-gatopi vā |
yas-smaret puṇḍarikākṣaṁ sa bāhyābhyantaraś-śuciḥ ||
Devanagari
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थं-गतोपि वा ।
यस्-स्मरेत् पुण्डरिकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरश्-शुचिः ॥
Deutsch
Ob unrein oder rein, in welchem Zustand auch immer: Wer an den Lotusäugigen denkt, ist außen und innen rein.
6. Die Hüter des Ortes ehren
IAST
oṁ ādityādi navagraha devatābhyo namaḥ |
oṁ grāma devatābhyo namaḥ |
oṁ nagara devatābhyo namaḥ |
oṁ kṣetrapālebhyo namaḥ |
Devanagari
ओं आदित्यादि नवग्रह देवताभ्यो नमः ।
ओं ग्राम देवताभ्यो नमः ।
ओं नगर देवताभ्यो नमः ।
ओं क्षेत्रपालेभ्यो नमः ।
Deutsch
Verneigung vor den Gottheiten der neun Grahas, beginnend mit Aditya; vor den Dorfgottheiten; vor den Stadtgottheiten; vor den Hütern des Ortes.
7. Das Fahrzeug dem guten Gebrauch widmen
IAST
lokānugraha hettvarthaṁ sthiro bhava sukhāsanaḥ |
sānnidhyaṁ hi sadā deva pratyāhaṁ parikalpaya ||
virājamāna vāhane’smin yajamānaḥ samṛddhyatām |
saṁpālaya satāṁ rāṣṭraṁ sarvopadrava vivarjitaṁ ||
Devanagari
लोकानुग्रह हेत्त्वर्थं स्थिरो भव सुखासनः ।
सान्निध्यं हि सदा देव प्रत्याहं परिकल्पय ॥
विराजमान वाहने’स्मिन् यजमानः समृद्ध्यताम् ।
संपालय सतां राष्ट्रं सर्वोपद्रव विवर्जितं ॥
Deutsch
Sei beständig, ein angenehmer Sitz, zum Wohl der Welt. Gott, gewähre hier stets, Tag für Tag, deine Gegenwart. Möge der Stifter bei diesem geschmückten Fahrzeug gedeihen. Behüte das Land der Guten, frei von allen Bedrängnissen.
8. Die acht Richtungen schützen
IAST
oṁ asitāṅga bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ ruru bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ caṇḍa bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ krodha bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ unmatta bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ kapāla bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ bhīṣaṇa bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
oṁ saṁhāra bhairavāya śrī pādukāṁ pūjayāmi namaḥ |
Devanagari
ओं असिताङ्ग भैरवाय श्री पादुकां पूजयामि नमः ।
ओं रुरु भैरवाय श्री पादुकां पूजयामि नमः ।
ओं चण्ड भैरवाय श्री पादुकां पूजयामि नमः ।
ओं क्रोध भैरवाय श्री पादुकां पूजयामि नमः ।
ओं उन्मत्त भैरवाय श्री पादुकां पूजयामि नमः ।
ओं कपाल भैरवाय श्री पादुकां पूजयामि नमः ।
ओं भीषण भैरवाय श्री पादुकां पूजयामि नमः ।
ओं संहार भैरवाय श्री पादुकां पूजयामि नमः ।
Deutsch
Ich verehre die heiligen Sandalen Asitangas, Rurus, Chandas, Krodhas, Unmattas, Kapalas, Bhishanas und Samharas, der acht Gestalten Bhairavas; ihnen gilt meine Verneigung.
9. Die Räder Sudarshana anvertrauen
IAST
oṁ sudarśanāya vidmahe | mahā jvālāya dhīmahi | tannaś cakra pracodayāt ||
oṁ sahasrāra huṁ phaṭ |
Devanagari
ओं सुदर्शनाय विद्महे । महा ज्वालाय धीमहि । तन्नश् चक्र प्रचोदयात् ॥
ओं सहस्रार हुं फट् ।
Deutsch
Mögen wir Sudarshana erkennen; über die große Flamme meditieren wir; möge der Diskus uns anregen. Om, tausendspeichiger Diskus, Hum, Phat – die beiden letzten Silben sind Schutz- und Abwehrlaute.
10. Den Motor Durga widmen
IAST
oṁ aiṁ hrīṁ klīṁ cāmuṇḍāyai vicce |
oṁ aiṁ hrīṁ klīṁ cāmuṇḍāyai vicce |
oṁ aiṁ hrīṁ klīṁ cāmuṇḍāyai vicce |
oṁ kātyāyanāya vidmahe | kanya-kumāri dhīmahi | tanno durgi pracodayāt ||
oṁ jvala jvala śūlini duṣṭa grahān huṁ phaṭ svāhā ||
sarva maṅgala māṅgalye śive sarvārtha sādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo’stu te ||
tryambakaṁ yajāmahe sugandhiṁ puṣṭi vardhanam |
ūrvārukam iva bandhanān mṛtyor mukṣīya mā’mrutāt ||
Devanagari
ओं ऐं ह्रीं क्लीं चामुण्डायै विच्चे ।
ओं ऐं ह्रीं क्लीं चामुण्डायै विच्चे ।
ओं ऐं ह्रीं क्लीं चामुण्डायै विच्चे ।
ओं कात्यायनाय विद्महे । कन्य-कुमारि धीमहि । तन्नो दुर्गि प्रचोदयात् ॥
ओं ज्वल ज्वल शूलिनि दुष्ट ग्रहान् हुं फट् स्वाहा ॥
सर्व मङ्गल माङ्गल्ये शिवे सर्वार्थ साधिके ।
शरण्ये त्र्यम्बके गौरि नारायणि नमो’स्तु ते ॥
त्र्यम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टि वर्धनम् ।
ऊर्वारुकम् इव बन्धनान् मृत्योर् मुक्षीय मा’म्रुतात् ॥
Deutsch
Om, Aim, Hrim, Klim: Anrufung Chamundas mit dem Laut Vicce; die Keimsilben bleiben als heilige Klänge stehen. Mögen wir Katyayana erkennen, über die jungfräuliche Göttin meditieren; möge Durga uns anregen. Flamme, flamme, Dreizackträgerin, gegen bedrängende Grahas: Hum, Phat, Svaha. Du Heilvollste alles Heilvollen, Gütige, die alle Ziele erfüllt, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani, dir gilt meine Verneigung. Wir verehren den Dreiäugigen, den Duftenden, der Gedeihen mehrt: Wie eine Gurke vom Stiel, möge ich vom Tod gelöst werden, nicht von der Unsterblichkeit.
11.1. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ āsanaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः आसनं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete einen Sitz dar.
11.2. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ pādyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः पाद्यं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Wasser für die Füße dar.
11.3. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ arghyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः अर्घ्यं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete das Ehrenwasser dar.
11.4. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Wasser zum Nippen dar.
11.5. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ snānaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः स्नानं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete das Bad dar.
11.6. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ snāna anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः स्नान अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach dem Bad biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
11.7. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ vastra arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः वस्त्र अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als Gewand dar.
11.8. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ upavīta arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः उपवीत अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als heilige Schnur dar.
11.9. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ ābharaṇa arthaṁ akṣatān samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः आभरण अर्थं अक्षतान् समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Reiskörner als Schmuck dar.
11.10. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ divya gandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrā-kumkumaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः दिव्य गन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्रा-कुम्कुमं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete heiligen Duft dar; darüber Kurkuma und Kumkum.
11.11. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ puṣpa mālikāṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः पुष्प मालिकां समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete eine Blumengirlande dar.
11.12. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ dhūpaṁ āghrāpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः धूपं आघ्रापयामि ।
Deutsch
Ich lasse den Räucherduft aufsteigen.
11.13. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ pratyakṣa dīpaṁ darśayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः प्रत्यक्ष दीपं दर्शयामि ।
Deutsch
Ich zeige das sichtbare Licht.
11.14. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ dhūpa dīpa anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः धूप दीप अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach Duft und Licht biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
11.15. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ naivedyaṁ nivedayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः नैवेद्यं निवेदयामि ।
Deutsch
Ich biete Speise dar.
11.16. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ naivedya anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः नैवेद्य अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach der Speise biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
11.17. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ tāmbūlaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः ताम्बूलं समर्पयामि ।
Deutsch
Ich biete Betel dar.
11.18. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ karpūra nirājanaṁ sandarśayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः कर्पूर निराजनं सन्दर्शयामि ।
Deutsch
Ich zeige die Lichtverehrung mit Kampfer.
11.19. Gemeinsame Gastgaben
IAST
oṁ āvāhitābhyaḥ devatābhyo namaḥ karpūra nirājana anantaraṁ punar ācamanīyaṁ samarpayāmi |
Devanagari
ओं आवाहिताभ्यः देवताभ्यो नमः कर्पूर निराजन अनन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
Deutsch
Nach der Kampferlichtverehrung biete ich erneut Wasser zum Nippen dar.
12. Schutz in allen Richtungen erbitten
IAST
prācyāṁ rakṣatu govinda āgneyāṁ garuḍa-dhvajaḥ |
yāmyāṁ rakṣatu varāho narasiṁhas-tu-naiṛte ||
vāruṇyāṁ keśavo rakṣet vāyavyāṁ madhusūdanaḥ |
uttare śrīpate rakṣet aiśanyāṁ hi gadā-dharaḥ ||
ūrdhvāṁ govardhano rakṣet adhaśca trivikramaḥ |
evaṁ daśa diśo rakṣet vāsudevo janārdanaḥ ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṁ sadā yāntaṁ tiṣṭhantaṁ nidrayā-yutam ||
Devanagari
प्राच्यां रक्षतु गोविन्द आग्नेयां गरुड-ध्वजः ।
याम्यां रक्षतु वराहो नरसिंहस्-तु-नैऋते ॥
वारुण्यां केशवो रक्षेत् वायव्यां मधुसूदनः ।
उत्तरे श्रीपते रक्षेत् ऐशन्यां हि गदा-धरः ॥
ऊर्ध्वां गोवर्धनो रक्षेत् अधश्च त्रिविक्रमः ।
एवं दश दिशो रक्षेत् वासुदेवो जनार्दनः ॥
सर्वे देवाः सगन्धर्वा ब्रह्मा विष्णु शिवादयः ।
रक्षन्तु त्वां सदा यान्तं तिष्ठन्तं निद्रया-युतम् ॥
Deutsch
Im Osten schütze Govinda, im Südosten der Gott mit Garuda im Banner, im Süden Varaha, im Südwesten Narasimha. Im Westen schütze Keshava, im Nordwesten Madhusudana, im Norden Shripati, im Nordosten der Keulenträger. Oben schütze Govardhana, unten Trivikrama: So behüte Vasudeva-Janardana die zehn Richtungen. Alle Götter mit den Gandharvas, Brahma, Vishnu, Shiva und die anderen mögen dich stets schützen: unterwegs, beim Verweilen und im Schlaf.
13. Die Kokosnuss darbringen
IAST
vighna-rāja gaṇeśāna śiva-putra gajānana |
nālikeraṁ pratāḍye’haṁ vighnānām apahāraka ||
Devanagari
विघ्न-राज गणेशान शिव-पुत्र गजानन ।
नालिकेरं प्रताड्ये’हं विघ्नानाम् अपहारक ॥
Deutsch
Herr der Hindernisse, Ganesha, Sohn Shivas, Elefantengesichtiger, Beseitiger der Hindernisse: Ich zerschlage diese Kokosnuss.
14. Die Segensverse sprechen
IAST
maṅgalaṁ bhagavān viṣṇuḥ maṅgalaṁ madhusūdanaḥ |
maṅgalaṁ puṇḍarīkākṣa maṅgalaṁ garuḍa-dhvaja ||
namaḥ kamala netrāya namaḥ kamala māline |
namaḥ kamala nābhāya kamalā pataye namaḥ ||
kalyāṇadbhuta kāmitārdha pradāyine |
śrīmad veṅkaṭa nāthāya śrīnivāsāya maṅgalam ||
śrīyaḥ kāntāya kalyāṇa nidhaye nidhayerthinām |
śrī veṅkaṭa nivāsāya śrī nivāsāya maṅgalaṁ ||
maṅgalaṁ kausalendrāya mahani raghunātmane |
cakravarti tanujāya sarva bhaumāya maṅgalaṁ ||
veda vedānta vedhyāya meghaśyāmala mūrtaye |
puṁsāṁ mohana rūpāya puṇya ślokāya maṅgalaṁ ||
sarva maṅgala māṅgalye śive sarvārtha sādhike |
śaraṇye tryambake gauri nārāyaṇi namo’stu te ||
Devanagari
मङ्गलं भगवान् विष्णुः मङ्गलं मधुसूदनः ।
मङ्गलं पुण्डरीकाक्ष मङ्गलं गरुड-ध्वज ॥
नमः कमल नेत्राय नमः कमल मालिने ।
नमः कमल नाभाय कमला पतये नमः ॥
कल्याणद्भुत कामितार्ध प्रदायिने ।
श्रीमद् वेङ्कट नाथाय श्रीनिवासाय मङ्गलम् ॥
श्रीयः कान्ताय कल्याण निधये निधयेर्थिनाम् ।
श्री वेङ्कट निवासाय श्री निवासाय मङ्गलं ॥
मङ्गलं कौसलेन्द्राय महनि रघुनात्मने ।
चक्रवर्ति तनुजाय सर्व भौमाय मङ्गलं ॥
वेद वेदान्त वेध्याय मेघश्यामल मूर्तये ।
पुंसां मोहन रूपाय पुण्य श्लोकाय मङ्गलं ॥
सर्व मङ्गल माङ्गल्ये शिवे सर्वार्थ साधिके ।
शरण्ये त्र्यम्बके गौरि नारायणि नमो’स्तु ते ॥
Deutsch
Heil sei Bhagavan Vishnu, Heil Madhusudana, Heil dem Lotusäugigen, Heil dem mit Garuda im Banner. Verneigung dem Lotusäugigen, dem mit der Lotusgirlande, dem Lotusnabel und dem Gemahl Lakshmis. Heil Shri Venkatanatha, Shrinivasa, der wunderbares Wohl und ersehnte Ziele gewährt. Heil dem Geliebten der Shri, dem Schatz des Guten und der Bedürftigen, dem Bewohner Venkatas, Shrinivasa. Heil dem Herrn von Kosala, dem erhabenen Spross der Raghu-Linie, dem Sohn des Weltenherrschers, dem Herrscher der Erde. Heil dem durch Veda und Vedanta Erkennbaren, dessen Gestalt dunkel wie eine Wolke ist, dessen Schönheit die Menschen bezaubert und dessen Ruhm heilig ist. Du Heilvollste alles Heilvollen, Gütige, die alle Ziele erfüllt, Zuflucht, Dreiäugige, Gauri, Narayani: Dir gilt meine Verneigung.
16. Die Priestergabe überreichen
IAST
govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṁ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇya garbha garbhasthaṁ hema bīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇya phaladam atha śāntiṁ prayaccha me ||
hariḥ oṁ tat-sat | adya asmin śubha dine etat karma vāhana-pūjā pratiṣṭhārtham śrī lakṣmī-nārāyaṇa prītyartham sampūrṇa phala siddhyarthaṁ pūrva pūjita brahmaṇāya tubhyam idaṁ dakṣiṇāṁ sa-tāmbūlaṁ sa-phalaṁ ahaṁ saṁpradade ||
Devanagari
गोविन्द प्रतिगृह्णाति गोविन्दाय ददाति च ।
गोविन्द धारिका द्वाभ्यां गोविन्दाय नमो नमः ॥
हिरण्य गर्भ गर्भस्थं हेम बीज विभावसोः ।
अनन्त पुण्य फलदम् अथ शान्तिं प्रयच्छ मे ॥
हरिः ओं तत्-सत् । अद्य अस्मिन् शुभ दिने एतत् कर्म वाहन-पूजा प्रतिष्ठार्थम् श्री लक्ष्मी-नारायण प्रीत्यर्थम् सम्पूर्ण फल सिद्ध्यर्थं पूर्व पूजित ब्रह्मणाय तुभ्यम् इदं दक्षिणां स-ताम्बूलं स-फलं अहं संप्रददे ॥
Deutsch
Govinda empfängt, Govinda wird gegeben; Govinda trägt Gebenden und Empfangenden. Govinda gilt immer wieder die Verneigung. Im goldenen Keim liegend, goldener Same des Leuchtenden, unendliches gutes Verdienst schenkend: Gewähre mir Frieden. Hari, Om, dies ist die Wahrheit. Heute gebe ich dir, dem zuvor geehrten Brahmanen, diese Ehrengabe mit Betel und Frucht zur Bekräftigung der Fahrzeugverehrung, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung ihrer Frucht.
17. Den Segen empfangen
IAST
bhadram astu śivaṁ cā’stu mahā-lakṣmī prasīdatu |
rakṣantu tvāṁ surā sarve sampadaḥ santu susthira ||
ruṇa rogādi dāridyaṁ pāpa kṣut apamṛtyavaḥ |
bhaya śoka manas tāpa naśyantu tava sarvadā ||
ārogyaṁ dṛḍha-gātratvaṁ anṛṇyaṁ agha mocanam |
apāra vaśyaṁ niścintyaṁ āstikyaṁ praptir astu te ||
avyādhinā śarīreṇa manasā ca nirādhinā |
pūrayann arthinām āśām jīva-tvaṁ śaradaś-śatan ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṁ sadā yāntaṁ tiṣṭhantaṁ nidrayā-yutam ||
akṣataṁ cāstu te puṇyaṁ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṁ loke tat-tad-astu sadā tava ||
Devanagari
भद्रम् अस्तु शिवं चा’स्तु महा-लक्ष्मी प्रसीदतु ।
रक्षन्तु त्वां सुरा सर्वे सम्पदः सन्तु सुस्थिर ॥
रुण रोगादि दारिद्यं पाप क्षुत् अपमृत्यवः ।
भय शोक मनस् ताप नश्यन्तु तव सर्वदा ॥
आरोग्यं दृढ-गात्रत्वं अनृण्यं अघ मोचनम् ।
अपार वश्यं निश्चिन्त्यं आस्तिक्यं प्रप्तिर् अस्तु ते ॥
अव्याधिना शरीरेण मनसा च निराधिना ।
पूरयन्न् अर्थिनाम् आशाम् जीव-त्वं शरदश्-शतन् ॥
सर्वे देवाः सगन्धर्वा ब्रह्मा विष्णु शिवादयः ।
रक्षन्तु त्वां सदा यान्तं तिष्ठन्तं निद्रया-युतम् ॥
अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद्वच् छ्रेयस्करं लोके तत्-तद्-अस्तु सदा तव ॥
Deutsch
Wohl und Heil seien dir; Mahalakshmi sei gnädig. Alle Götter mögen dich schützen; deine Güter mögen beständig sein. Schulden, Krankheit, Armut, Verfehlung, Hunger und vorzeitiger Tod, Furcht, Trauer und seelische Qual mögen dir stets fernbleiben. Mögen Gesundheit, ein fester Körper, Schuldenfreiheit, Freiheit von Verfehlung, Selbstbestimmtheit, Sorgenfreiheit und Gottvertrauen dir zuteilwerden. Mit gesundem Körper und einem Geist ohne Qual, die Hoffnung der Bedürftigen erfüllend, lebe hundert Herbste. Alle Götter mit den Gandharvas, Brahma, Vishnu, Shiva und die anderen mögen dich stets schützen: auf dem Weg, beim Verweilen und im Schlaf. Ungebrochen seien dein Verdienst, langes Leben, Ruhm und Kraft. Was immer in der Welt förderlich ist, sei stets dein.
Quellen und Weiterführung
- Pandit Sri Rama Acharya: Puranokta Purva Prayogam, 3. November 2024, S. 130–134, „Vahana Puja Vidhanam“, und S. 136–137, vollständige puranische Ashirvada-Alternative; Gastgaben ergänzt aus Puja Sangraha S. 9–11. Volltext. Die deutschen Erläuterungen sind eigenständige Übertragungen. Die Devanagari-Fassung folgt der hier ausgeschriebenen IAST-Lautfolge ohne vedische Akzentzeichen.
- Pandit Sri Ram Sivan: Puja Sangraha, S. 9–11, ausgeschriebene Gastgaben. Volltext.
- Zur Lesefassung: Der Durga-Segensvers ist gegen Narayani Stuti kollationiert; eindeutige Umschriftfehler bei „sarvārtha sādhike“, „śaraṇye tryambake“ und „nārāyaṇi namo’stu te“ sind berichtigt.
- Siehe auch: Puja, Dharma, Bhakti, Hindu-Rituale – ausführliche Anleitungen.
Ergänzende Vertiefung
Sukadev erläutert Aufbau und Bedeutung einer Puja. Das Video dient der Vertiefung; die konkrete Anleitung steht vollständig oben.
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