Trayodashi Tithi Dana

Aus Yogawiki

Trayodashi Tithi Dana – dreizehn Gäste im Gedenken an Yama bewirten und beschenken. Das Trayodashi Tithi Dana stellt die Sorge vor Tod und Vergänglichkeit in den Dienst einer großzügigen Bewirtung. An einem dreizehnten Mondtag werden dreizehn brahmanische Gäste gebadet, neu gekleidet, mit Speisen versorgt und beschenkt. Die stiftende Person spricht dabei die vollständigen dreizehn Namen, mit denen das Bhavishya Purana Yama und seinen richterlichen Bereich vergegenwärtigt. Dieses Tithi Dana bittet um einen friedlichen Lebensweg und einen guten Übergang nach dem Tod, wird aber als Gabe zu Lebzeiten gefeiert.

Vorbereitung

Wähle eine Trayodashi der hellen Mondhälfte. Das Kapitel empfiehlt für die Reihe der Mondtagsgaben die Monate Shravana, Karttika, Chaitra, Vaishakha und Phalguna; es nennt daneben das Zusammentreffen von Mitteln, Vertrauen und einem geeigneten Empfänger als günstige Voraussetzung. Eine feste Uhrzeit wird nicht angegeben. Ein Haus, Tempel, heiliger Ort oder geeigneter Hof kann der Feier dienen.

Lade genau dreizehn brahmanische Gäste ein und vereinbare den Ablauf vorab. Die gastgebende Person führt die Namensrezitation und die Übergabe aus. Die Quelle schreibt für diese einzelne Mondtagsgabe kein Homa vor. Benötigt werden die Möglichkeit eines angenehmen Bades, dreizehn neue Gewänder beziehungsweise Kleidungssätze, Duft, Blumen, eine gut zubereitete vegetarische Mahlzeit, Trinkwasser und dreizehn angemessene Wertgaben. Goldstücke nach den Möglichkeiten sind die im Text genannte Gabe. Die genaue Gewichtshöhe wird nicht festgelegt.

Durchführung

1. Den Empfang vorbereiten
Richte ruhige Plätze für dreizehn Gäste her. Stelle die neuen Kleider und Gaben bereit und sorge dafür, dass die Mahlzeit für alle ausreicht. Vereinbare, wie das Bad in würdiger, ungestörter Weise möglich ist.

2. Baden lassen und neu kleiden
Begrüße die Gäste und ermögliche das im Text genannte Bad. Die Gäste können sich in der vorbereiteten Badegelegenheit selbst waschen. Überreiche anschließend die neuen Gewänder.

3. Mit Duft und Blumen ehren
Ehre jeden Gast mit dem vorbereiteten Duft und einer Blume oder Girlande. Das Kapitel beschreibt hier eine tatsächliche Gastverehrung und keine dreizehn zusätzlichen Götterpujas.

4. Gemeinsam bewirten
Serviere die gut zubereiteten Speisen und Trinkwasser. Lass die Gäste in Ruhe essen und biete nach, soweit gewünscht und vorhanden. Die Bewirtung steht vor der anschließenden Wertgabe.

5. Die Wertgaben mit dem Dharma-Wunsch überreichen
Gib jedem Gast seine Dakshina, nach den Möglichkeiten als Goldstück. Sprich die kurze in der Quelle genannte Widmung:

dharmātmā prīyatām ||

Übersetzung: Möge der vom Dharma erfüllte Herr erfreut sein.

In diesem Zusammenhang ist Dharmaraja, Yama als Herr der gerechten Ordnung, gemeint.

6. Die dreizehn Namen vollständig sprechen
Sprich anschließend die ganze überlieferte Namenfolge. Der Text gibt die Namen in dieser Versform; die letzte Zeile nennt ausdrücklich ihre Zahl:

dharmarājāya kālāya citraguptāya daṃḍine |
mṛtyave kṣayarūpāya aṃtakāya yamāya ca ||
pretanāthāya raudrāya tathā vaivasvatāya ca |
mahiṣasthāya devāya nāmānīha trayodaśa ||

Übersetzung: Dem Dharmaraja, dem Kala, dem Chitragupta, dem Dandin; dem Tod, dem, dessen Gestalt das Vergehen ist, dem Endiger und dem Yama; dem Herrn der Verstorbenen, dem Furchtbaren und dem Sohn Vivasvats; dem auf dem Büffel Sitzenden, dem Göttlichen – dies sind die dreizehn Namen.

Die dreizehn Anreden sind: Dharmaraja, Kala, Chitragupta, Dandin, Mrityu, Kshayarupa, Antaka, Yama, Pretanatha, Raudra, Vaivasvata, Mahishastha und Deva. Chitragupta erscheint hier als Teil der im Kapitel überlieferten Anrufungsgruppe des Totenrichters.

7. Verneigen und die Gäste verabschieden
Verneige dich vor den geehrten Gästen und verabschiede sie mit ihren Kleidern und Gaben. Die Gabe endet mit dieser tatsächlichen Verabschiedung. Eine zusätzliche Totenfeier oder Wasserspende ist in der ausgewählten Handlungsfolge nicht angeordnet.

Rezitation in Devanagari

धर्मात्मा प्रीयताम् ॥

धर्मराजाय कालाय चित्रगुप्ताय दंडिने ।
मृत्यवे क्षयरूपाय अंतकाय यमाय च ॥
प्रेतनाथाय रौद्राय तथा वैवस्वताय च ।
महिषस्थाय देवाय नामानीह त्रयोदश ॥

Bedeutung und Abschluss

Die dreizehn Namen geben der Vergänglichkeit verschiedene Gesichter: Zeit, Ende, Gericht und göttliche Ordnung. Zugleich hält die Bewirtung den Blick beim lebenden Gegenüber. Die Bitte um einen guten Übergang verbindet sich so mit der Entscheidung, schon heute freundlich und großzügig zu handeln.

Quellen und weiterführende Praxis

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