Shrividya Trageyantra Weihe nach dem Brihat Tantrasara

Aus Yogawiki

Shrividya Trageyantra Weihe nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um das bezeichnete Yantra als eigenen Ritualträger vorzubereiten.

Vorbereitung und Ritualmittel

Der im eigenen Abschnitt benannte Träger, Schreibgerät und geeignete Schreibstoffe.

Umfang und Überlieferung

Die Trageyantras sind nicht mit den Puja-Yantras derselben Gottheit gleichzusetzen. Die nur genannten Abbildungen sind in den Textdateien nicht enthalten; unsichere Laut- oder Linienangaben bleiben gekennzeichnet.

Durchführung

  1. Wähle einen der im Text zugelassenen Träger und bereite die Schrift nach den zugehörigen Lautangaben vor. Die Bezugsperson wird an der ausdrücklich genannten Stelle eingetragen.
  2. Schreibe Göttinnenname, Personenname, Vidya und Matrika in der bezeichneten Anordnung. Setze das Lebensprinzip ein und wiederhole die Vidya 108-mal.
  3. Befolge die im eigenen Beleg beschriebene Weihe, Umhüllung und Trageweise. Die Regeln zu Schreibstoff und unbrauchbaren Yantras P5-0263 stehen als Ergänzung darunter.

Sanskrit und deutsche Übersetzung

P5-0250 · 7 (Auszug)
atha śrīvidyāyantram :
viśeṣaṃ dhāraṇaṃ yantraṃ prasaṅgātkathayāmi te |
rephahakārayormadhye devīnāmābhimukhyakam |
sādhyanāmadvitīyāntaṃ tasyordhve vilikhenmanum |
tatraiva mātṛkāṃ sarvāṃ vilikheccakravāhyataḥ |
pañcagavyāmṛtenaiva mūlena pariveṣṭayet |
tatra prāṇaṃ pratiṣṭhāpya vidyāmaṣṭottaraṃ śatam |
tatspṛṣṭvā prajapenmantraṃ nyāsadhyānaparāyaṇaḥ
|| 7 ||

Nun das Śrīvidyā-Yantra. „Im Anschluss erkläre ich dir ein besonderes Yantra zum Tragen. Zwischen r und ha [schreibt man] den Namen der Göttin, ihr zugewandt, sowie den Namen der betreffenden Person im Akkusativ; darüber schreibt man das Mantra. Dort schreibt man auch die gesamte Mātṛkā, außerhalb des Kreises. Mit den fünf Kuhsubstanzen und Nektar sowie mit dem Wurzelmantra umgibt man [es]. Nachdem man das Lebensprinzip dort eingesetzt hat, berührt man es und rezitiert die Vidyā hundertachtmal, ganz dem Nyāsa und der Meditation hingegeben.“ [Einzelne syntaktische Beziehungen sind unsicher; die Substanzangabe wird unverändert übersetzt.]


P5-0251 · 7-ka
hemno madhyagataṃ kṛtvā rājatasyāthavā punaḥ |
kare dhṛtā jagadvaśyaṃ hṛdaye strīṣu vallabhaḥ |
kaṇṭhe dhanaṃ labhedbhāle stambhanaṃ bhavet |
śikhāyāṃ mokṣamāpnoti tasmādyatnena dhārayet
|| 7-ka ||

Man schließt es in Gold oder Silber ein. An der Hand getragen, unterwirft es die Welt; am Herzen [macht es den Träger] bei Frauen beliebt; am Hals erlangt man Reichtum; an der Stirn entsteht Stillstellung; an der Haarlocke erreicht man Befreiung. Deshalb soll man es sorgfältig tragen.


Ergänzungen zu ausdrücklichen Rückverweisen

Die folgenden Stellen erläutern die im Ablauf vorausgesetzten Mantras oder Teilhandlungen. Sie bilden hier keine zusätzliche, vollständig zu wiederholende Puja.

P5-0263 · 17
atha yantralekhanadravyam :
kāśmīra-rocanā-lākṣā-mṛgebhamada-candanaiḥ |
vilikheddhemalekhanyā yantrāṇi tāni deśikaḥ |
bhūmispṛṣṭaṃ śavaspṛṣṭaṃ dagdhaṃ nirmālyasaṅgatam |
vidīrṇaṃ laṅghitaṃ mantrī yantraṃ naiva ca dhārayet |
sauvarṇe rājate pātre bhūrje vā samyagālikhet |
athavā tāmrapaṭṭena guṭikīkṛtya dhārayet |
yāvajjivantu sauvarṇe raupye viṃśativārṣikām |
bhūrje dvādaśavarṇāni tadarddhaṃ tāmrapaṭṭake
|| 17 ||

Nun die Substanzen zum Schreiben der Yantras. Der Lehrer soll diese Yantras mit einem goldenen Stift und Safran, Rocanā, Lack, Moschus, Elefantenbrunstsaft und Sandelholz schreiben. Ein Yantra, das den Boden oder einen Leichnam berührt hat, verbrannt, mit gebrauchten Opfergaben in Berührung gekommen, zerrissen oder überschritten worden ist, soll der Mantrakundige nicht tragen. Man schreibt es sorgfältig auf eine goldene oder silberne Platte oder auf Birkenrinde; oder man schließt es in ein Kupferplättchen ein und trägt es als Kapsel. Auf Gold [gilt es] lebenslang, auf Silber zwanzig Jahre, auf Birkenrinde zwölf Jahre, auf Kupfer die Hälfte davon. [Die Vorlage liest dvādaśavarṇāni, „zwölf Buchstaben“, an einer Stelle, die offenbar eine Zeitdauer angibt; diese Unsicherheit bleibt vermerkt.]


Sanskrit in Devanagari

Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.

P5-0250 · 7 (Auszug)
अथ श्रीविद्यायन्त्रम् :
विशेषं धारणं यन्त्रं प्रसङ्गात्कथयामि ते ।
रेफहकारयोर्मध्ये देवीनामाभिमुख्यकम् ।
साध्यनामद्वितीयान्तं तस्योर्ध्वे विलिखेन्मनुम् ।
तत्रैव मातृकां सर्वां विलिखेच्चक्रवाह्यतः ।
पञ्चगव्यामृतेनैव मूलेन परिवेष्टयेत् ।
तत्र प्राणं प्रतिष्ठाप्य विद्यामष्टोत्तरं शतम् ।
तत्स्पृष्ट्वा प्रजपेन्मन्त्रं न्यासध्यानपरायणः
॥ ७ ॥

P5-0251 · 7-ka
हेम्नो मध्यगतं कृत्वा राजतस्याथवा पुनः ।
करे धृता जगद्वश्यं हृदये स्त्रीषु वल्लभः ।
कण्ठे धनं लभेद्भाले स्तम्भनं भवेत् ।
शिखायां मोक्षमाप्नोति तस्माद्यत्नेन धारयेत्
॥ ७-क ॥

P5-0263 · 17
अथ यन्त्रलेखनद्रव्यम् :
काश्मीर-रोचना-लाक्षा-मृगेभमद-चन्दनैः ।
विलिखेद्धेमलेखन्या यन्त्राणि तानि देशिकः ।
भूमिस्पृष्टं शवस्पृष्टं दग्धं निर्माल्यसङ्गतम् ।
विदीर्णं लङ्घितं मन्त्री यन्त्रं नैव च धारयेत् ।
सौवर्णे राजते पात्रे भूर्जे वा सम्यगालिखेत् ।
अथवा ताम्रपट्टेन गुटिकीकृत्य धारयेत् ।
यावज्जिवन्तु सौवर्णे रौप्ये विंशतिवार्षिकाम् ।
भूर्जे द्वादशवर्णानि तदर्द्धं ताम्रपट्टके
॥ १७ ॥

Quellen und Textstand

  • Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
  • Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
  • Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
  • Brihat Tantrasara Übersetzung 5: P5-0250–P5-0251; ergänzend P5-0263


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