Sahita Pranayama

Aus Yogawiki

Sahita Pranayama (Sanskrit: सहितप्राणायाम sahitaprāṇāyāma m.) wörtl.: "verbundene Atemzügleung" (Sahita-Pranayama; Pranayama mit bewusster Steuerung von Einatmung, Anhalten und Ausatmung. Sahita Pranayama ist die Bezeichnung für die Gruppe von Pranayama Übungen, die mit bewusster Steuerung des Atems verbunden ist. Es gibt drei Arten von Pranayama:

Pranayama

1. Sahita Pranayama, verbunden mit bewusster Steuerung von Einatmung, Ausatmung und Atemanhalten. Meist ist Sahita Pranayama mit längeren Atemanhalten verbunden, weshalb der Begriff Sahita Pranayama meist als Pranayama mit Atemanhalten übersetzt wird

2. Atembeobachtung, was eine Variation von Sakshi Bhava ist

3. Automatisches Aufhören des Atems, genannt Kevala Kumbhaka, welches insbesondere in tiefer Meditation oder nach langem Sahita Pranayama geschieht. Meist ist Kevala Kumbhaka keine vollständige Atemanhaltung, sondern nur eine Verflachung der Atmung soweit, dass sie (fast) nicht mehr bemerkbar ist.

Sukadev über Sahita Pranayama

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Sahita Pranayama

Sahita Pranayama sind Atemübungen, die du bewusst ausführst und die Anhaltephasen beinhalten. Sahita kann kommen von "Sa" – "mit", "Hita" – "Freundschaft". Sahita Pranayama heißt, du übst sie besonders freundschaftlich aus. Dass gerade das Atemanhalten als Sahita Pranayama bezeichnet wird, soll eben heißen: übe Pranayama mit Freundlichkeit, mache Pranayama so, wie es für dich angenehm ist. Sahita Pranayama sind die meisten Pranayamas. Im Gegensatz aber zu Kevala Kumbhaka, was eben das natürliche Atemanhalten ist.

Die meisten Atemübungen sind Sahita Kumbhaka oder Sahita Pranayama. Zum Beispiel Kapalabhati, Wechselatmung, Surya Bheda, Chandra Bheda, Sitali, Sitkari, Brahmari usw., sind alles Pranayamas, die du bewusst ausführst und die eine bewusste Regulierung von Einatmen, Anhalten und Ausatmen beinhalten. Wenn du also Atemübungen bewusst ausführst, ist es Sahita Pranayama. Wenn dein Atem von selbst ruhig wird, dann ist es Kevala Kumbhaka.

Sogar die Übung, den Atem einfach sehr zu beruhigen, ohne Atemanhalten, ist auch Kevala Kumbhaka und nicht Sahita Pranayama. Wenn der Atem von selbst ruhig wird oder wenn das Pranayama sich von selbst einstellt, dann ist es das Gegenteil von Sahita Pranayama, dann ist es natürliches Pranayama. Aber Sahita Pranayama ist Pranayama, das du mit Freude ausführst und mit Freude deinen Atem regelst, um so mittels der Atemübung zu mehr Prana, zu mehr Freude, Kontrolle des Geistes, Ausstrahlung und letztlich zur Meditation zu kommen.

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