Rituelles Aufräumen nach der Devi Puja
Rituelles Aufräumen nach der Devi Puja macht das geordnete Beenden und Reinigen des Ritualplatzes zu einem eigenen Teil der Devi-Verehrung.
Umfang: Dreimal Hrim mit dem Blick auf drei Gegenstandsgruppen, geordnetes Aufnehmen, Reinigen und Abschluss.
Dies ist eine ergänzende Anleitung zum Aufräumen nach einer bereits vollständig abgeschlossenen Puja. Ihre Anrufung, Hauptverehrung und Verabschiedung müssen vorher nach der eigenen Praxis vollzogen sein.
Anlass und spirituelle Ausrichtung
Die Aufmerksamkeit der Puja endet nicht mit der letzten Blüte. Auch das Lösen der rituellen Gefäßaufstellung und das sorgfältige Aufräumen können Hingabe ausdrücken. Diese Anleitung wird unmittelbar nach einer beendeten Devi-Puja verwendet. Sie löst die für diese Puja eingerichtete Gefäßaufstellung und bereitet die Gegenstände für ihre weitere Verwendung vor. Dauerhaft der Verehrung gewidmete Gefäße behalten dabei ihre Bestimmung.
Voraussetzungen und Material
Für Praktizierende, die mit dem Maya-Bija Hrim und einer Devi-Puja vertraut sind. Die besondere Verabschiedung der Gottheit nach der eigenen Paddhati geht diesem Aufräumen voraus.
Die bereits verwendeten Ritualgefäße, etwas frisches Wasser, eine kleine Wasserschale, ein sauberes Tuch und ein Gefäß für verwelkte Blumen. Speisen werden getrennt gehalten. Plane fünf bis zehn Minuten ein.
Verwandte Ritualanleitungen sind Devi Puja und Devi Archanam.
1. Den Abschluss und den Platz prüfen
Stelle sicher, dass deine Puja einschließlich ihrer vorgesehenen Verabschiedung beendet ist. Lösche benutzte Lampen und Räucherwerk kontrolliert und lasse heiße Gefäße abkühlen. Stelle essbare Prasad-Gaben zunächst an einen sauberen Platz, an dem sie nicht mit Wischwasser oder Blumenresten in Berührung kommen.
2. Die Gefäßaufstellung lösen
Sitze oder stehe ruhig vor dem Ritualplatz. Lass den Blick zuerst über die Blumengaben und ihren Teller, dann über die Speisegefäße und zuletzt über die Wassergefäße wandern. Sprich bei jeder der drei Gruppen einmal:
hrīṃ
Hrim ist das Maya- beziehungsweise Shakti-Bija. Es vergegenwärtigt hier die Kraft der Göttin und begleitet das Lösen der zuvor rituell eingesetzten Gegenstände.
Mit jedem Blick erkennst du an: Die rituelle Einsetzung dieser Gegenstände ist für die beendete Puja gelöst. Die Quelle nennt dafür Blick oder Hand; hier wird ausschließlich der Blick verwendet.
3. Gaben und Gefäße aufnehmen
Nimm die Blumen achtsam auf und lege sie in das bereitgestellte Sammelgefäß. Frische essbare Prasad-Gaben können entsprechend deiner Praxis geteilt oder verzehrt werden. Leere gewöhnliches Restwasser aus geeigneten Gefäßen aus und stelle die Gefäße zum Reinigen beiseite. Behandle ein dauerhaft aufgestelltes Gottheitsbild weiterhin als solches; das Lösen der Gefäßaufstellung hebt seine Verehrung nicht auf.
Yoga-Vidya-Video einer Puja mit Sukadev. Das Video vertieft die Haltung der Praxis; die konkrete Ritualfolge steht in dieser Anleitung.
4. Den Platz besprengen und wischen
Nimm wenige Tropfen frisches Wasser mit den Fingerspitzen und besprenge damit ausschließlich die freie, wassergeeignete Ablagefläche. Wische diese anschließend mit dem sauberen Tuch. Bilddrucke, elektrische Leuchten und empfindliche Oberflächen werden trocken gereinigt. Wasche die benutzten Gefäße und trockne sie.
5. Alles für die nächste Praxis bereiten
Entferne nicht organische Bestandteile aus dem Blumensammelgefäß. Kompostiere geeignete Pflanzenreste, wo dies möglich ist. Stelle die trockenen Gefäße ordentlich zurück und falte die Hände zu einem stillen Dank. Der saubere Platz ist damit bereit für die nächste Verehrung.
Siehe auch
- Devi Kshamapana Bitte um Verzeihung nach der Puja
- Devi Puja
- Devi Archanam
- Durga Puja
- Durga Nityarchana Krama
- Mantramahodadhi
- Brihat Tantrasara
- Lakshmi Tantra
- Prapanchasara Tantra
- Puja
- Mantra
- Japa
- Dhyana
- Bhakti
Quellen und redaktionelle Hinweise
Gandharva Tantra, Sanskrit-IAST-Projektfassung mit deutscher Übersetzung nach dem von Ram Chandra Kak und Harabhatta Shastri herausgegebenen Text (1934). 21.14–17: erneutes Betrachten mit dem Maya-Bija, Lösen des Patra-Nyasa, Besprengen und Reinigen des Platzes. Die Aufteilung in drei Gegenstandsgruppen und die jeweils einmalige Bija-Rezitation sind redaktionell gewählt. Die Quelle nennt die Ablage von Nirmalya in Wasser oder an einer Baumwurzel; hier wird für Pflanzenreste eine geordnete Kompostierung beschrieben. Diese heutige Ausführung verändert nicht die vorausgehende Mantrarezitation. Die weiteren Gaben an Guru und Guru-Shakti in 21.17–19 sind ein eigener Ritualabschnitt.
Abschlussprüfung: Die oben verwendeten Quellenpassagen (21.14–17) wurden mit der Muktabodha-Fassung M00646 abgeglichen. Bereits in der gelieferten Vorlage ausdrücklich erklärte Lesekorrekturen bleiben als solche kenntlich. Die heutige Anordnung der Praxis ist von den Quellenvorschriften unterschieden.
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