Ordnungswahn

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Ordnungswahn - praktische Lebenshilfe zu einem schwierigen Thema. Ordnungswahn ist eine übertriebene Form von Ordnungssinn. Ordnungswahn ist eine Art Zwangsstörung: Man muss zwanghaft alles in Ordnung halten und regt sich sehr darüber auf, wenn etwas nicht aufgeräumt ist, wenn etwas nicht an der richtigen Stelle sich befindet. Ordnungswahn ist allerdings kein psychiatrischer Begriff. Vielmehr stammt das Wort Ordnungswahn aus der Alltagssprache. Ordnungswahn ist ein Vorwurf, den man anderen macht. Man kann sich auch über seinen eigenen Ordnungswahn amüsieren. Ordnungswahn ist oft genug einfach eine humorvolle Übertreibung dafür, wenn man findet, dass jemand zu viel Aufhebens um etwas macht.

Barmherzigkeit, nicht immer einfach im Umgang mit Ordnungswahn

Umgang mit Ordnungswahn anderer

Es gibt Menschen die sehr ordentlich sind und auch solche die hyperordentlich sind. Es gibt auch die kreativen Chaoten. Wenn du denkst, dass ein Anderer einen Ordnungswahn hat, dann überlege erst einmal, ob der wirklich einen Ordnungswahn hat oder bist du eher ein Chaot, der den Ordnungswahn nervt?

C.G. Jung hat mal davon gesprochen, dass Menschen ihre Schattenseiten gerne in Anderen bekämpfen. Also wenn jemand zum Beispiel ein eher chaotischer Mensch ist, der eine Schattenseite hat, nämlich Ordnungsliebe, sich aber diese Ordnungsliebe nicht erlaubt, dann nervt ihn der Ordnungswahn in seiner Umgebung. Also wenn du dich zu sehr aufregst über den Ordnungswahn Anderer, hast du vielleicht einen Teil in dir, den du nicht lebst. Vielleicht solltest du lernen etwas mehr Ordnungsliebe in bestimmten Kontexten deines Lebens zu lieben, sie zu erlauben.

Natürlich, wenn jemand einen so großen Ordnungswahn hat, dass er ständig damit beschäftigt ist etwas zu ordnen aber nie in die Gänge kommt um etwas zu tun, dann solltest du ihm oder ihr etwas sagen.

Eventuell könntest du schauen ob du den Menschen zum ordnen einsetzt. Menschen mit Ordnungswahn sind vielleicht gute Organisierer. Vielleicht sind sie auch gute Finanzbuchhalter und vielleicht müsstest du schauen, ob du dem Menschen raten kannst vielleicht einen anderen Job zu übernehmen. Vielleicht musst du aber auch mit dem Menschen klare Vereinbarungen treffen was bis wann gemacht wird.

Also nicht den Menschen beschimpfen für seinen Ordnungswahn, sondern ausmachen was bis wann gemacht wird und ihm sagen, dass du ein ordentliches Arbeiten erwartest und, dass da dazu gehört, dass er termingerecht fertig wird. Das kannst du als Chef machen.

Angenommen du bist sein Kollege, dann kannst Vereinbarungen mit ihm treffen und sagen: "Ich brauche deine Zuarbeit und ich brauche sie bis dann und dann. Geht das? Oder bis wann kannst du es liefern?" Dann kannst du anschließend eine Bestätigung per Email schicken oder handschriftliche Notizen kopieren und sagen: "Wir haben folgendes vereinbart und ich vertraue darauf, dass du mir die Dinge zu den vereinbarten Terminen auch gibst, wo ich sie brauche." Also ein Mensch, der hyperkorrekt ist und einen starken Ordnungswahn hat und sehr langsam ist und Termine verpasst, muss man klarer die Termine kommunizieren. Vielleicht auch mehr Termine kommunizieren, um frühzeitig Feedback zu bekommen, ob der Andere im Hintertreffen ist oder auch nicht.

Ordnungswahn in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Ordnungswahn gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Ordnungswahn - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Ordnungswahn sind zum Beispiel Ordnungszwang, Drill, Disziplin, Genauigkeit, Schema, Ordnungssinn .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Ordnungswahn - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Ordnungswahn sind zum Beispiel Chaosliebe, Unordentlichkeit, Schlamperei . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Ordnungswahn, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Ordnungswahn, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Ordnungswahn stehen:

Eigenschaftsgruppe

Ordnungswahn kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Ordnungswahn sind zum Beispiel das Adjektiv ordentlich, das Verb ordnen, sowie das Substantiv Ordner.

Wer Ordnungswahn hat, der ist ordentlich beziehungsweise ein Ordner.

Siehe auch

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