Munda

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Munda (Sanskrit: मुण्ड muṇḍa adj., m. u. n.) rasiert, kahlköpfig, kahl, kurz geschoren; nutzlos; keine Hörner habend (Kuh, Ziege); keine Krone habend (Baum); ohne Grannen (Getreide); ein Kahlköpfiger, Mann mit geschorenem Kopf; Barbier; ein Beiname Rahus; Name eines Volkes oder eines Fürsten; Name eines Dämonen, der von Durga getötet wurde; Kopf; Eisen; Myrrhe (Vola).

Swami Sivananda

Sukadev über Munda

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Munda

Munda haben zum einen die Swamis. Im Traditionellen lassen sich Swamis einmal im Monat den Kopf scheren, und zwar den Bart wie auch das Haupthaar. Also, der ganze Kopf wird geschoren. Es gibt zwar auch solche, die ihren Bart und ihre Haare wachsen lassen, aber ganz traditionell heißt, alles abzuscheren. Warum? Das ist ein Symbol, die Schönheit des Körpers abzurasieren und einfach vollständig. Dann braucht man sich keine Gedanken um die Frisur zu machen. Man muss sich keine Gedanken machen, ob man es jetzt lang trägt, kurz trägt, ob man es färbt oder nicht färbt usw.

Ich bin kein Swami, ich habe jetzt Haare, die schon länger als eine Mondphase alt sind, aber für Swamis ist das eine der Weisen, sich den Kopf zu rasieren. Ein geschorener Kopf ist also ein Zeichen eines traditionellen Mönches, obgleich, wie gesagt, es auch solche gibt, die ihre Haare einfach wachsen lassen. In Indien gibt es viele verschiedenen Weisen. Spirituelles Leben zu leben, und auch Mönchstum kann auch auf unterschiedliche Weise gelebt werden.

Außerdem gibt es Mundaka und Mundaka ist derjenige, der den Kopf schert, das ist der Barbier und der Frisör. Und danach ist sogar eine Upanishade benannt, die Mundaka Upanishad. Das heißt, da wird einem der Kopf rasiert. Das heißt, vorgefasste Ideen werden wegrasiert. Das heißt, Verhaftungen werden wegrasiert, Vorstellungen werden wegrasiert. Auf eine gewisse Weise ist es immer wieder gut, sich selbst Munda zu machen.

Immer wieder wachsen alle möglichen komischen Vorstellungen. Es gilt, diese loszulassen. Es gilt, Munda zu werden. Wenn du diese komischen Vorstellungen weglässt,dann bleibt das Selbst übrig, denn in Wahrheit bist du Sein, Wissen und Glückseligkeit. In Wahrheit bist du reines Brahman. Auf eine gewisse Weise kann man sagen, der spirituelle Weg besteht darin, Mundaka zu sein, also einer, der immer wieder falsche Vorstellungen wegrasiert. Und wie bei den Haaren Wachsen auch die Vorstellungen wieder nach, aber irgendwann kommst du so weit, dass du zur bedingungslosen Freude, zur bedingungslosen Liebe, zu bedingungslosem Wissen kommst.

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