Mayura

Aus Yogawiki
Mayura, Pfau

Mayura (Sanskrit: मयूर mayūra m.) Pfau; die Heilpflanze Achyranthes aspera (Apamarga); Silber-Brandschopf (Mayurashikha).

Mayura मयूर mayūra Aussprache

Hier kannst du hören, wie das Sanskritwort Mayura, मयूर, mayūra ausgesprochen wird:

Sukadev über Mayura

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Mayura

Mayura, der Pfau, spielt in Indien eine große Rolle. Mayura gilt als Symbol der Schönheit. Übrigens anders als in der europäischen Mythologie, da gilt manchmal der Pfau als Symbol der Eitelkeit. Aber Mayura in Indien gilt als Schönheit. Und es heißt ja, Gott ist Satyam, Shivam, Sundaram. "Satyam" – Wahrheit, "Shivam" – Güte und Liebe, "Sundaram" – Schönheit. In der Schönheit kannst du Gott erkennen. So gilt Mayura als heiliges Tier.

Mayura, der Pfau, ist zum einen ein heiliges Tier von Krishna. An vielen Stellen siehst du Krishna mit einem Pfau dargestellt. Der Pfau wird manchmal dargestellt, wie er ein riesengroßes Rad schlägt und das ist wunderschön. In Indien gibt es z.B. bei Rishikesh, in dem Nationalpark neben Rishikesh, gibt es freilaufende Mayuras und es ist wunderschön, sie anzuschauen, wie sie ihr Rad schlagen. Wenn du sie so das Rad schlagen siehst, geht dein Herz auf, und du kannst sagen: „Ja, in dieser Schönheit, da ist Gott.“ Mayura ist auch das Reittier von Sharavanabhava, auch Subrahmanya genannt oder auch Karttikeya, Murga, Skanda genannt. Karttikeya, Sharavanabhava, Subrahmanya reitet auf einem Pfau, was auch heißen soll, auf Schönheit reitet Gott, Gott ist erfahrbar über Schönheit.

Dabei gilt auch Sharavanabhava eigentlich als kriegerischer Gott. Nicht Krieg im Sinne, dass er ständig Kriege geführt hat, aber einer, der kraftvoll war, machtvoll war, ewig jugendlich, voller Enthusiasmus, voller Begeisterung, intensiv und schnell auch. Aber intensiv und schnell allein reicht nicht aus, es braucht auch Schönheit, es braucht auch Herz. Und deshalb wird Sharavanabhava auch mit Pfau dargestellt, für Schönheit, für Herz, für Liebe. Und so kannst du in der Schönheit Gott erfahren. Falls du mal das Glück hast, einen Pfau zu sehen mit Rad, erinnere dich daran, es ist heilig, und es ist heilig, einem Pfau zuzuschauen, und es ist heilig, überhaupt Schönheit anzuschauen. Das gilt jetzt nicht nur für einen Pfau. Wann immer du Schönheit siehst, in einem Menschen, in einem Tier, in einer Pflanze, in den Blumen, darin ist Gott.

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